Nach vielen Reisen in das südliche Afrika sind wir uns nun erstmals als Selbstfahrer in Ostafrika unterwegs gewesen.
In rund 2 ½ Wochen sind wir von Entebbe in einer Westschleife nach Kigali gefahren.
Einen ausführlichen bebilderten Bericht gibt es dieses mal nicht, aber angesichts des großen Interesses an der Region möchte ich doch ein paar Fakten und Erfahrungen teilen.
Flug:
Mit Turkish via Istanbul
Einstieg unkoordiniert chaotisch und Unmengen Handgepäck an Bord
Service etwas mau (wenig Getränke, wenig Durchgang)
Zwischenstop in Kigali auf dem Flug nach Entebbe: sobald die Passagiere mit Ziel Kigali ausgestiegen sind, wird das Handgepäck kontrolliert bzw. zugeordnet; evtl noch getankt-> das dauert...
Auf dem Rückweg von Kigali gibt es einen Zwischenstop in Entebbe: sobald die Passagiere mit Ziel Entebbe ausgestiegen sind, wird das Handgepäck kontrolliert bzw. zugeordnet; evtl noch getankt, dann kommt ein Reinigungstrupp-> das dauert...
Der Flughafen in Kigali ist, behaupte ich jetzt mal, der sicherste Flughafen der Welt: Die Zufahrt ist hochbewacht. An der ersten Schranke muss man Motorhaube und Heck öffnen, das Gepäck komplett ausladen und auf einem Podest ablegen. Das Auto wird von unten mittels Spiegel untersucht, man selbst geht durch Kontrollschranken wie aus Flughäfen bekannt. Das Gepäck wird dann noch eindringlich von einem Hund beschnüffelt und untersucht. Der Verbeiner ist fast in unsere Kühlbox reingeklettert… Dann darf man weiterfahren aber es gibt noch riesig hohe Betonmauern, die man umkreiseln muss.
In den Flughafen geht es nur durch eine weitere Sicherheitsschleuse (Schuhe aus, Kamera auspacken…) und auch erst, wenn der Check-in schon auf hat.
Nach dem Einchecken, zum Gate muss man dann noch mal durch die gleiche Prozedur. Übrigens gibt es im ganzen Flughafen kein Bierchen...
Ich weiss nicht, wovor sich das Land fürchtet, aber auch in Kigali steht an jeder Ecke ein Hochbewaffneter und eine Mall durften wir ebenfalls erst nach Sicherheitscheck betreten.
Die Umsteigezeit in Istanbul auf dem Rückweg betrug knapp eine Stunde – eigentlich unmöglich, da eine zentrale Sicherheitskontrolle zu bewältigen ist. Zum Glück rief schon jemand die Anschlussflüge aus und schleuste uns an den laaangen Schlangen vorbei. Irgendwie alles chaotisch und hektisch und man sah, dass dabei schon die eine oder andere Brille, Gürtel etc auf der Strecke bleiben.
Auto:
Gebucht bei Alpha car rental
Von Anfang an ein sehr netter Kontakt und alles mega-unkompliziert. Kaution, Übergabeprotokoll? – völlig überflüssig!
Das Auto war schlappe 20 Jahre alt, brachte uns aber durch dick und dünn. Der Reservereifen…nunja…immerhin gab es Wagenheber und Schraubenschlüssel.
Navigation:
Ausschilderung in Uganda ? - Fehlanzeige.
Eine Kombination aus T4A, OSM und Maps.me, gepaart mit gesundem Menschenverstand brachte uns durchs Land. Ob das immer die besten Routen waren? – egal.
Viele andere Selbstfahrer haben wir nicht gesehen. Auf einem Abschnitt, der uns auch nicht ganz geheuer vorkam – die o.g. Systeme hatten so ihre unterschiedlichen Präferenzen – begegnete uns ein Fahrzeug (kam ohnehin selten vor), hielt an und die Muzungus fragten nur „Katanga“? Kein „Hallo, wie geht´s“, nein, nur „Katanga“. Ich weiss noch nicht mal, ob wir überhaupt geantwortet haben, da sind die beiden schon weiter gebrettert. Irgendwie skurril: treffen sich zwei Weisse in Uganda….
Unterkünfte:
Als eingefleischte Camper haben wir lange überlegt….uns aber letztlich gegen das Campen entschieden. Im Ergebnis waren wir auch sehr glücklich damit. Es hat relativ viel geregnet, dabei soll der Februar noch einer der trockenen Monate sein und wir haben kaum schöne Campsites gesehen.
Zudem ist die Versorgungslage nicht so komfortabel wie im südlichen Afrika. Es gibt keine Supermärkte, sondern unzählig viele kleine Läden. Möglicherweise bekommt man dort alles, aber dann braucht man wohl doch mehr Zeit. Campen mit Versorgung bei den Lodges wäre evtl noch eine Alternative, aber das ist dann auch nichts Halbes und nichts Ganzes.
Wir fanden, wir haben es genau richtig gemacht.
Die Unterkünfte haben wir alle im Vorfeld über den Autovermieter buchen lassen:
Durchweg Mittelklasse bis gehobene Mittelklasse (=100 $ für 2 Personen mit Halbpension)
Insgesamt überall gut gegessen, Frühstück meist mit Auswahl , Abendessen in der Regel Suppe, Hauptgang, Nachtisch ebenfalls mit Auswahl (am Tag zuvor)
Überall sehr freundliches Personal, top Matratzen! Wir haben soo viele Matratzentransporter gesehen und auch auf den Matatus waren immer zusammengerollte Matratzen im Gepäck; das scheint ein besonderer Wirtschaftszweig in Uganda zu sein
Fortsetzung folgt...
In rund 2 ½ Wochen sind wir von Entebbe in einer Westschleife nach Kigali gefahren.
Einen ausführlichen bebilderten Bericht gibt es dieses mal nicht, aber angesichts des großen Interesses an der Region möchte ich doch ein paar Fakten und Erfahrungen teilen.
Flug:
Mit Turkish via Istanbul
Einstieg unkoordiniert chaotisch und Unmengen Handgepäck an Bord
Service etwas mau (wenig Getränke, wenig Durchgang)
Zwischenstop in Kigali auf dem Flug nach Entebbe: sobald die Passagiere mit Ziel Kigali ausgestiegen sind, wird das Handgepäck kontrolliert bzw. zugeordnet; evtl noch getankt-> das dauert...
Auf dem Rückweg von Kigali gibt es einen Zwischenstop in Entebbe: sobald die Passagiere mit Ziel Entebbe ausgestiegen sind, wird das Handgepäck kontrolliert bzw. zugeordnet; evtl noch getankt, dann kommt ein Reinigungstrupp-> das dauert...
Der Flughafen in Kigali ist, behaupte ich jetzt mal, der sicherste Flughafen der Welt: Die Zufahrt ist hochbewacht. An der ersten Schranke muss man Motorhaube und Heck öffnen, das Gepäck komplett ausladen und auf einem Podest ablegen. Das Auto wird von unten mittels Spiegel untersucht, man selbst geht durch Kontrollschranken wie aus Flughäfen bekannt. Das Gepäck wird dann noch eindringlich von einem Hund beschnüffelt und untersucht. Der Verbeiner ist fast in unsere Kühlbox reingeklettert… Dann darf man weiterfahren aber es gibt noch riesig hohe Betonmauern, die man umkreiseln muss.
In den Flughafen geht es nur durch eine weitere Sicherheitsschleuse (Schuhe aus, Kamera auspacken…) und auch erst, wenn der Check-in schon auf hat.
Nach dem Einchecken, zum Gate muss man dann noch mal durch die gleiche Prozedur. Übrigens gibt es im ganzen Flughafen kein Bierchen...
Ich weiss nicht, wovor sich das Land fürchtet, aber auch in Kigali steht an jeder Ecke ein Hochbewaffneter und eine Mall durften wir ebenfalls erst nach Sicherheitscheck betreten.
Die Umsteigezeit in Istanbul auf dem Rückweg betrug knapp eine Stunde – eigentlich unmöglich, da eine zentrale Sicherheitskontrolle zu bewältigen ist. Zum Glück rief schon jemand die Anschlussflüge aus und schleuste uns an den laaangen Schlangen vorbei. Irgendwie alles chaotisch und hektisch und man sah, dass dabei schon die eine oder andere Brille, Gürtel etc auf der Strecke bleiben.
Auto:
Gebucht bei Alpha car rental
Von Anfang an ein sehr netter Kontakt und alles mega-unkompliziert. Kaution, Übergabeprotokoll? – völlig überflüssig!
Das Auto war schlappe 20 Jahre alt, brachte uns aber durch dick und dünn. Der Reservereifen…nunja…immerhin gab es Wagenheber und Schraubenschlüssel.
Navigation:
Ausschilderung in Uganda ? - Fehlanzeige.
Eine Kombination aus T4A, OSM und Maps.me, gepaart mit gesundem Menschenverstand brachte uns durchs Land. Ob das immer die besten Routen waren? – egal.
Viele andere Selbstfahrer haben wir nicht gesehen. Auf einem Abschnitt, der uns auch nicht ganz geheuer vorkam – die o.g. Systeme hatten so ihre unterschiedlichen Präferenzen – begegnete uns ein Fahrzeug (kam ohnehin selten vor), hielt an und die Muzungus fragten nur „Katanga“? Kein „Hallo, wie geht´s“, nein, nur „Katanga“. Ich weiss noch nicht mal, ob wir überhaupt geantwortet haben, da sind die beiden schon weiter gebrettert. Irgendwie skurril: treffen sich zwei Weisse in Uganda….
Unterkünfte:
Als eingefleischte Camper haben wir lange überlegt….uns aber letztlich gegen das Campen entschieden. Im Ergebnis waren wir auch sehr glücklich damit. Es hat relativ viel geregnet, dabei soll der Februar noch einer der trockenen Monate sein und wir haben kaum schöne Campsites gesehen.
Zudem ist die Versorgungslage nicht so komfortabel wie im südlichen Afrika. Es gibt keine Supermärkte, sondern unzählig viele kleine Läden. Möglicherweise bekommt man dort alles, aber dann braucht man wohl doch mehr Zeit. Campen mit Versorgung bei den Lodges wäre evtl noch eine Alternative, aber das ist dann auch nichts Halbes und nichts Ganzes.
Wir fanden, wir haben es genau richtig gemacht.
Die Unterkünfte haben wir alle im Vorfeld über den Autovermieter buchen lassen:
Durchweg Mittelklasse bis gehobene Mittelklasse (=100 $ für 2 Personen mit Halbpension)
Insgesamt überall gut gegessen, Frühstück meist mit Auswahl , Abendessen in der Regel Suppe, Hauptgang, Nachtisch ebenfalls mit Auswahl (am Tag zuvor)
Überall sehr freundliches Personal, top Matratzen! Wir haben soo viele Matratzentransporter gesehen und auch auf den Matatus waren immer zusammengerollte Matratzen im Gepäck; das scheint ein besonderer Wirtschaftszweig in Uganda zu sein
Fortsetzung folgt...











































