16. November
Planet Baobab - Maun (Fahrt in die Nxai Pan zu den Baines Baobabs und durch den Makgadikgadi Nationalpark zum Boteti River)Beim Frühstück ist immer noch kein Strom im ganzen Camp, ob dies der Grund des etwas kläglichen Morgenessens war, wissen wir nicht genau. Wir wollen heute frühzeitig weiterfahren und begnügen uns halt mit ein paar Toastbrote und Tee. Bezahlen können wir auch nicht mit Kreditkarte, was uns etwas ärgert, aber wir haben zum Glück noch genug Pula, damit dies auch schnell erledigt werden kann.
Es war ja ganz nett in diesen Lehmhütten unter den Baobabs und es ist ein guter Ausgangspunkt für in die Nxai Pan oder in den Makgadikgadi Nationalpark, dennoch würden wir kaum noch einmal hier zurückkehren.
Heute ist das Wetter wieder stabiler und die Sonne strahlt vom Himmel. Um 7.30 Uhr sind wir schon wieder unterwegs, - heute ist Betrieb auf und neben der Hauptstrasse Richtung Westen…. 😉
Wir wollen den berühmten „Baines Baobabs“ in der Nxai Pan einen kurzen Besuch abstatten. Der Parkeintritt ist 290 Pula und gilt auch für den südlich gelegenen Makgadikgadi Nationalpark.
Kurz nach dem Parkeingang ist der Pad recht sandig, wir haben keine Luft abgelassen und die Fahrt ist zwischendurch recht bewegt…. Ich hoffe ständig, dass wir nicht stecken bleiben – meine Bedenken und etwas gefühlsvolle Äusserungen stösst auch heute auf kein Verständnis beim Chauffeur…. 😵 ., Hans findet es toll durch diesen Sand zu fahren… 😉
eine Straussenfamilie flieht ins Steppengras
ein kleines Steinböcklein guckt erstaunt
Ohne Zwischenfall kommen wir nach ca. 20 km an den Rand der grossen Salzpfanne, früher einmal das grösste Binnenmeer Südafrikas. Die Piste führt direkt über diese ausgetrockneten Pfannen bis zu den grossen Baines Boababs - die in der Ferne bereits ersichtlich sind.
Wir haben die Bäume und die Salzpfanne nur für uns allein, kein Mensch, kein Tier regt sich auf weiter Flur. Wir sind sehr beeindruckt von diesen alten, riesigen Bäumen, hier mitten in der Salzpfanne. In solchen Momente wird einem bewusst wie gewaltig die Natur ist und wie winzig eigentlich der Mensch darin ist…
Die Sonne steht schon recht hoch am Himmel und es wird langsam heiss. Wir machen uns auf den Weg wieder zurück zum Parkeingang. Es gibt noch einige Schweisstropfen an einigen Passagen im Tiefsand… ich versuche mich möglichst ruhig zu verhalten und meine Gedanken für mich zu behalten…. 😉
Wir verlassen den Park und fahren etwa 12 km weiter westlich. Es ist kurz vor Mittag und wir entscheiden uns noch in den Makgadikgadi Park zu fahren. Vom Phuduhudu Gate bis zum Khumaga Gate am Boteti. Eine weitere Sandpistendurchfahrt erwartet uns, noch etwas schwieriger als vorher in Richtung Naxi Pan.... Ich muss mich zusammenreissen, dass ich schön ruhig bleibe…, ich hoffe einfach, dass wir gut durchkommen… Nach GPS geht es so 24 km quer durch den Park bis an den Boteti River. Es ist sehr eindrücklich, die Büsche kommen bis an den Pad und wir sehen erst im letzten Moment die Elefanten ganz nah am Wegrand...,
meine einziger Gedanken ist - nur hier nicht steckenbleiben...,
Nach einer guten Stunde Fahrt durch den Park, kommt uns ein anderes Auto mit Dachzelt entgegen..., schnell stellt sich die Frage - wer weicht aus und fährt aus der Spur…?, Hans versucht aus der Spur zu kommen und gibt etwas mehr Gas – es gelingt und das entgegenkommende Auto fährt knapp an uns vorbei. Ein kurzer Blick in den Rückspiegel und oh je, sie sind stecken geblieben, es geht gar nichts mehr. 😈
Wir halten an und begutachten die Situation. Das schon etwas ältere deutsche Ehepaar scheint nicht wirklich an Sandpisten gewohnt zu sein, sie sind total gestresst ... Hans schlägt vor, dass er erst versuchen will das Auto wieder aus dem Sand zu fahren, ohne dass wir versuchen es mit unserem heraus zu ziehen und setzt sich hinter das Steuer. Ohne grosse Mühe kann er das Auto wieder in die richtige Spur lenken, es genügte die Untersetzung einzuschalten….. 🤨 Die beiden sind sehr erleichtert und bedanken sich für unsere Hilfe. Ich bin mir nicht sicher, ob sie die Parkdurchfahrt ohne weitere Panne geschafft haben...
Unsere sandige Fahrt geht weiter durch den Park, wir begegnen einer Giraffenmutter mit ihren 2 Kleinen.
Endlich erreichen wir den Boteti River – ich bin froh, dass wir nicht stecken geblieben sind...
Wir fahren runter an den Fluss, es gibt jedoch nicht viel zu sehen. Eine Giraffe und ein paar Impalas löschen den Durst
Auf der Weiterfahrt dem Fluss entlang überrascht uns noch eine grössere Herde Zebras.
Bald sind wir am Khumaga Gate angekommen und müssen warten, bis uns das Ferry über den Boteti bringt. Es ist jedoch niemand da und das Floss ist auf der anderen Seite. Nach etwa 10 Minuten fährt ein Auto von der anderen Seite an den Fluss und siehe da, 2 Männer kommen und machen sich am Ferry zu schaffen, damit das Auto auf die andere Seite geschifft werden kann.
Dann sind wir dran, die 2 Rampen raufzufahren auf das „Floss“ ging ganz gut und wir tuckern über den Fluss, welcher sehr wenig Wasser führt. Eine recht teure Angelegenheit – 150 Pula.
Auf der anderen Seite machen zwei junge Frauen aus dem angrenzenden Dorf Foto Shooting mit ihren Mobilphones. Sie wollen unbedingt mit Hans ein Foto machen, was er selbstverständlich sehr gerne annimmt.. 😄
Nun geht unsere Fahrt wieder auf die geteerte Hauptstrasse. Leider hat es weiterhin grosse Schlaglöcher auf der Strasse Richtung Maun. Ein kurzes Stück ist neu asphaltiert und sie sind an einem weiteren Stück dran. Es ist sehr nötig, bei einer Strasse mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 120km/h. Wenn wir nicht wegen den Schlaglöchern ausweichen oder abbremsen müssen, dann wegen Rindern, Eseln oder Ziegen, ziemlich gefährlich, wenn auf einmal eine Kuhherde unverhofft die Strasse überquert.
Endlich kommen wir nach Maun, unsere Lodge für heute, die Thamalakade River Lodge liegt jedoch etwas ausserhalb von Maun, es ist schon 17 Uhr als wir ankommen.
Unser Bungalow hat eine tolle Sicht auf den Fluss, das Wasser glitzert in der Abendsonne.
Wir sind recht müde und hungrig. Das Buffet ist nichts Aussergewöhnliches, aber mit dem schönen Sonnenuntergang zusammen ist der Abend doch ganz gelungen.
Morgen fliegen wir in die Sango Safari Lodge am Khwai River und wir müssen noch unsere Taschen umpacken, da wir nicht die grosse Reisetasche mitnehmen können ins Kleinflugzeug. Die grossen Taschen und das Auto können wir hier in der Lodge deponieren während den 4 Tagen, bis wir vom Delta wieder zurückkommen.