von regsal · November 2017 · 24 Tage · Selbstfahrer · 29 Teile
Über diesen Reisebericht
Wir sind zu zweit mit einem gemieteten Toyota Hilux ab Windhoek unterwegs. Über den Waterberg, wo uns ein dreistündiges Rhino-Trekking bis auf zehn Meter an zwei Breitmaulnashörner heranbringt, geht es Richtung Kavango und in den Caprivi. In der Nkasa Lupala Tented Lodge im Nkasa-Rupara-Nationalpark erleben wir bei einer Bootsfahrt auf dem Linyanti eine badende Elefantenfamilie aus nächster Nähe.
Drei Nächte in der Chobe Safari Lodge bringen Boots- und Game Drives mit Büffeln, Krokodilen und Nilpferden, dazu einen Tagesausflug zu den Victoriafällen mit Helikopterrundflug. Über Planet Baobab und die Baines Baobabs geht es nach Maun und mit dem Kleinflugzeug weiter in die Khwai-Konzession. Im Sango Safari Camp erfüllt sich am Sonntag, dem 19. November, der running Gag unseres Guides Edmo: Kaum sagen wir im Auto, wir wollten heute einen Leoparden sehen, meint er, das sei an einem Sonntag sicher möglich - und tatsächlich läuft der Leopard wenig später nur rund zwei Meter neben unserem Fahrzeug vorbei. Zuvor haben wir dort schon Löwen und ein Rudel Wildhunde gesehen.
Im Gunn's Camp am Rand der Chiefs Island dagegen können uns weder Service noch Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugen, obwohl die Elefanten hier fast täglich zu Besuch kommen. Über Edo's Camp bei Ghanzi, wo eine geschützte Nashornfamilie lebt, und die Kalahari Bush Breaks kehren wir nach Windhoek zurück, wo die letzten Tage unserer dreiwöchigen Reise durch Namibia und Botswana auf der Voigtland Guest Farm ausklingen.
Diese Übersicht wurde automatisch erstellt und vom Autor freigegeben.
Teil 128. Dez. 2017
Liebe Formis Während es schneit und stürmt draussen, erwärmen mich die Erinnerungen an unsere 4. Reise ins südliche Afrika auf angenehme Weise. Ich hoffe, dass ich durch das Schreiben eines Reiseberichts dieses gute Gefühl etwas festzuhalten vermag 🙂 Seit einem Monat sind wir, mein Partner Hans und ich (Regina), zurück aus dem warmen Namibia und Botswana. Unsere 3-wöchige, hauptsächlich Self-Drive-Tour startete in Windhoek mit folgenden Etappen:
Waterberg (Plateau Lodge) Rundu (Hakusembe River Lodge) Divindu (Nunda River Lodge) Nkasa Lupala Nationalpark (Nkasa Lupala Tented Lodge) Kasane (Chobe Safari Lodge) Victoriafalls Gweta (Planet Baobab) Maun (Thamalakane River Lodge) Flug ins Khwai Community Area (Sango Safari Camp) Flug Okavango Delta (Gunn’s Camp) Flug zurück nach Maun Ghanzi (Edo’s Camp) Gobabis (Kalahari Bush Breaks) Windhoek (Voigtland Guesthouse)
Wir haben unsere Reise mit einem Reiseveranstalter zusammengestellt. Da verschiedene Lodges sehr begehrt sind, mussten wir schon ein Jahr zum Voraus buchen. Zum Glück gibt es das Forum mit spannenden Reiseberichten um die lange Wartezeit von der Buchung bis zum Abflug etwas erträglicher zu machen.... 😉
Dann war es endlich soweit - und endlich kam der 3. November...
3. November 2017 Flug Frankfurt - Windhoek
Die Taschen sind gepackt. Etwas Sorgen macht uns noch die Fotoausrüstung von Hans, diese überschreitet das erlaubte Handgepäck von 8 kg um fast 3 kg. Aber wir hoffen, dass ein Auge zugedrückt wird... Unsere Reise beginnt mit dem ICE von Basel nach Frankfurt. Obschon wir recht früh in Frankfurt sind, können wir gleich unser Gepäck aufgeben. Jetzt nur keine Aufregung wegen dem Übergewicht - grosse Erleichterung, es wird wortlos angenommen! Unsere reservierten Plätze waren jedoch nicht mehr zur Verfügung, dies sei gar nicht mehr möglich mit Air Namibia, meinte die Dame....na ja, komischerweise erhielten wir dann auf dem Rückflug unsere reservierten Plätze..... 😐 Bei dem Handgepäck-Scanning wird bei der Fototasche von Hans den Sprengstofftest sehr genau durchgeführt...total mühsam! Endlich sitzen wir im Flieger und pünktlich fliegen wir durch die Nacht Richtung Afrika. Ein ruhiger Flug, nur über dem Kongo wird ein wenig am Flieger gerüttelt. Mit Hilfe von ein paar Gläsern Rotwein gelingt es uns auch ein paar Stunden zu schlafen und so kommen wir nicht total übermüdet in Windhoek an. Wie gewohnt geht's zu Fuss über die Piste nach dem Aussteigen, welcome in Namibia! Fast gleichzeitig landet das mit 24 Stunden verspätete Flugzeug der Eurowings... Wir sind froh, dass wir vor den Passagieren der Eurowings beim Einreiseschalter sind. Trotz Augenlaser und ausführlicher Passkontrolle sind wir nach 10 Minuten durch. Nun liess jedoch das Gepäck von Hans auf sich warten.... Endlich ist auch das erledigt und nun fehlt nur noch unser Auto - also Kurs auf den Bidvestschalter
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Teil 228. Dez. 2017
4. November Fahrt Richtung Waterberg Plateau Lodge
Auch beim Bidvest-Schalter geh'ts zügig voran. Bald haben wir alles unterschrieben und den Schlüssel in der Hand... auf geht’s, wir sind endlich draussen - Namibia we are coming.. 🙂 . wir haben einen Toyota Hilux 4x4, Legend D 3. Sieht nicht schlecht aus und die Pneus scheinen auch in Ordnung zu sein. Mit 2 Reserveräder sollten wir gut ausgerüstet sein.
Jetzt noch kurz Wasser und etwas zum Knappern zwischendurch bei Woermann und Brock kaufen und dann geht’s Richtung Waterberg Plateau Lodge den weissen Kumuluswolken entgegen. Die Autobahn Richtung Norden ist etwas ungewohnt. Auch am Samstag wird fleissig weiter gebaut...
In Okajanda machen wir einen kurzen Halt bei den Gräbern der Herero-Anführer.
Wir sind froh, vor allem der Chauffeur, als wir endlich auf die C22 einspuren können - Richtung Waterberg. Dieser mächtige langgezogener Felsen sehen wir schon von Weitem. Noch ein kurzer Fotohalt bei einem gigantischen Termitenhügel und schon können wir die Abzweigung zu der Waterberg Plateau Lodge nehmen.
Es braucht den 4x4 schon am ersten Tag... es geht sehr steil bergauf! 🙂 Wir erhalten das Häuschen Nr. 1, und wir sind froh dass wir die ersten 330 km unserer Reise hinter uns haben. Der atemberaubende Ausblick von unserer Lodge in die Unendlichkeit der Kalahari lässt uns definitiv in den Afrikamodus versetzen.
Einfach traumhaft- so lassen wir den Tag ausklingen und freuen uns auf das Nachtessen. Es gibt Spinatsuppe, Karottensalat, dann Oryxspiessli mit Reis, Broccoli und Blumenkohl. Zum Dessert Brownies an Vanillesauce. Jetzt ab ins Bett und trotz Vollmond Nacht schlafen wir wie Murmeltiere und freuen uns auf das morgige Rhinotrekking.
Teil 328. Dez. 2017
5. November Rhino Trekking und History Trail
Ich bin schon vor dem Sonnenaufgang wach, die Vögel zwitschern schon um die Wette! Mit der Kamera ausgerüstet setze ich mich vor unser Häuschen in den Liegestuhl und versuche die glutrote aufgehende Sonne ins Visier zu bekommen. Auf diese Weise den Tag zu beginnen ist ganz gewiss ein Privileg, das wir sehr zu schätzen wissen.
Um 8 Uhr holt uns unser heutiger Guide, Sadi, zum Rhino Trekking ab. Mit einem Paar aus dem belgischen Kongo machen wir uns zu Fuss durch den Busch auf die Suche der Rhinos. Wir sind uns gewohnt längere Wanderungen zu machen, aber Sadi hat ein Tempo drauf, dass wir kaum zu folgen vermögen 😉
Sadi erklärt uns die vielen Tierspuren im Sand, vom Schakal bis zum Nashorn, es ist sehr spannend zu Fuss im Busch unterwegs zu sein. Manchmal geht es richtig durch die Dornenbüsche und hie und da bleiben unsere Sonnenhüte an einer Dorne hängen. Es ist schon sehr heiss heute, obschon es erst 8 Uhr morgens ist. Da entdecken wir vor uns eine schon etwas älterer Giraffe zwischen den Büschen im Schatten liegen. Er beobachtet uns genau und irgendwann findet er uns störend und macht sich davon, hinter ihm folgt eine weitere Gruppe dieser majestätischen Tiere im Laufschritt, nur etwa 20m von uns entfernt.
Weiter geht unsere Buschwanderung zügig voran. Es wird immer heisser und Sabi macht nicht den Anschein, dass er eine Pause einlegen möchte. 🤨 Zum Glück haben wir Wasser dabei... Er möchte uns unbedingt die Breitmaulnashörner zeigen, die hier im Busch leben. Ohne Pause wandernd wir über 3 Stunden durch den Busch. Gute Fitness wurde verlangt für diese Wanderung, jetzt verstehen wir warum... 😉 Ein scheuer Oryx springt davon, wir entdecken ein Tausenfüssler, eine Wasserschlange und ein afrikanischer Mistkäfer, welcher eine Erdrolle vor sich hinschiebt, 3x so schwer wie er selber...
Ziemlich erschöpft, vor allem wegen der Hitze kommen wir auf ein offenes Feld und siehe da, 2 Nashörner liegen faul am Schatten unter einem Baum. Die anstrengende Wanderung hat sich gelohnt, wir dürfen bis auf knapp 10 Meter an diese Kolosse heran.
Als Belohnung für die anstrengende Wanderung hat Sabi für jeden ein Apfel dabei 😛 und wir sind froh, dass wir den Rückweg mit dem Safarifahrzeug machen dürfen. Zurück in der Lodge machen wir es uns auf unserer Terrasse gemütlich und geniessen den Besuch der Vögel und erholen uns von unserem Rhino Trekking.
Frisch gestärkt nach Tee mit Kuchen, machen wir noch einmal eine kleine Wanderung auf dem History Trail - hier können wir mit Hilfe von Erklärungstafeln die Geschichte der Schlacht am Waterberg verfolgen. Dieser Rundgang macht uns ein wenig nachdenklich. Mit dem Sonnenuntergang sind wir zurück und es ist Zeit für einen Gin Tonic auf der Aussichtsplattform des Restaurant und anschliessendem Nachtessen. Heute gibt es Tomatensuppe, Randensalat, Goulasch mit Nudeln und Kürbis, und zum Dessert Tiramisu. Schmeckte alles sehr gut. Jetzt sind wir müde genug und brauchen keine Gutenachtgeschichte zum Einschlafen. Unsere kleinen Mitbewohner, 2 Siebenschläfer verschwinden auch wieder unter dem Dach.
Teil 429. Dez. 2017
Herzlich willkommen an alle Zugestiegenen - es freut mich, dass ihr unsere Reise miterleben möchtet. 🙂
6. November Vom Waterberg nach Rundu in die Hakusembe River Lodge
Heute haben wir viele Strassenkilometer vor uns und wir stehen gleich mit der Sonne auf. Nach dem Morgenessen brechen wir auf und verabschieden uns vom Waterberg und seinen Einwohner...
Wir fahren weiter Richtung Osten auf der D2512 und dann Richtung Norden nach Grootfontein.
Vor Grootfontein biegen wir ab und sind in der Meinung, dass wir Richtung Hoba-Meteorit fahren. Aber irgendwie haben wir wohl das Schild nicht gesehen und sind auf einmal am Rande eines kleinen Dorfes gelandet, die Gravelroad ist mit einer Schranke gesperrt und dahinter sehen wir einige Gebäude, welche zu einer Kupfermiene gehören... 🙁 Ein netter einheimischer Angestellter fragt uns wohin wir den möchten - zum Meteoriten - ja, da seien wir nicht richtig - es gehe wohl ein Pad vom Dorf aus, aber der sei ganz schlecht, wir sollen wieder zurückfahren wo wir hergekommen seien und es habe dann ein Schild.... Wir bedanken uns und tatsächlich finden wir das besagte Schild...wir sind einfach an ihm vorbeigefahren.. 😉 So finden wir doch noch den Hoba-Meteoriten, der 2 grösste der Welt und 55t schwer. Er wurde 1920 von einem Farmer entdeckt, wie lange er schon dort war, weiss man nicht.
Weiter geht es Richtung Norden auf der B8 und bald sind wir an der Veterinärsgrenze. Wir werden nur freundlich gefragt, wo wir den hinfahren und ohne grosse Kontrolle können wir wieder weiter fahren. Wir sind das erste Mal in dieser Gegend von Namibia und sind beeindruckt wie anders hier Namibia ist. Wir haben das Gefühl, dass wir hier in Afrika angekommen sind... Menschen am Straßenrand, Hüttendörfer reihen sich eins ums andere und je näher wir Rundu kommen um so mehr Betrieb ist auf und an der Strasse.
Teil 530. Dez. 2017
Nun sind wir also in Rundu und müssen unserem Toyota auch einmal zu trinken geben. Es herrscht Hochbetrieb an der Tankstelle, nicht nur Autos die Benzin tanken, sondern auch viele Menschen, die etwas verkaufen möchten oder um Geld betteln. Da ist Aufmerksamkeit dringend notwendig. Aufgetankt fahren wir noch einige Kilometer Richtung Westen auf der B10. Dann biegen wir ab zu unserem heutigen Tagesziel, die Hakusembe Riverlodge am Okavangoriver. Herzlich werden wir empfangen und unser Bungalow ist auch hier, wie in der Waterberg Plateau Lodge die Nr. 1 🙂 Über eine Passerelle gelangen wir zu unserem Bungalow direkt am Fluss.
Der Okavango führt jedoch im Moment wenig Wasser, und es können keine Bootsfahrten angeboten werden. Es ist heiss, über 30 Grad. Trotzdem ist es ein schöner Ort am Fluss und wir können von unserer Terrasse das Treiben am anderen Ufer beobachten, d.h. wir schauen direkt nach Angola rüber.. 😉. Kinder sind am Baden, dann kommt eine Kuhherde zum Trinken und die Mutter der Kinder trägt Eimer um Eimer Wasser vom Fluss in ihre Maisplantage. Eigentlich ganz friedliche Szenen, wenn man nicht wüsste, dass es in diesem Fluss auch Krokodile gäbe... 🙁 aber die Menschen leben mit diesen Umständen, was für uns sehr ungewohnt scheint. Wir sind recht müde von der langen Reise und geniessen den Sonnenuntergang und das Nachtessen auf der schönen Holzterrasse des Restaurants und dann geht’s ab ins Bett.
Teil 630. Dez. 2017
7. November Hakusembe Riverlodge - Nunda River Lodge
Wir haben gut geschlafen und sind mit den ersten Sonnenstrahlen wieder wach . Auf dem Balkontisch steht schon eine Kanne Kaffee. Da wir heute keine grosse Fahrt vor uns haben, trinken wir gemütlich eine Tasse Kaffee und beobachten die Kinder auf dem Schulweg auf der anderen Seite des Okavango. Die Kinder haben es lustig, wir hören sie lachen, dann springen 2 Kinder davon. - Eigentlich nicht viel anders als Kinder bei uns auf dem Schulweg.... 😉 Wir warten mit dem Frühstück bis die grössere Reisegruppe abgereist ist und können die letzten Momente am Okavango in Ruhe geniessen 😉. Wir würden gerne noch einen Tag hier bleiben....
Aber wir sind ja eigentlich auf dem Weg in den Caprivi(heute Sambesi genannt) und fahren wieder zurück nach Rundu. Beim Woermann müssen wir noch Schweppes für unseren Gin Tonic und Trinkwasser einkaufen, bei dieser Hitze verschwindet eine 5 Liter Flasche im Nu. Es gibt nur Wasser von Nestlé, es braucht fast ein wenig Überwindung dieses "teure" Wasser einzukaufen. Es ist brütend heiss in diesem Supermarkt, welcher eher einer Lagerhalle ähnlich sieht. Dann geht die Fahrt Richtung Osten auf der B8. Es reihen sich wieder Hüttendörfer an Hüttendörfer, bei einem Bevölkerungswachstum von jährlich bei 5,8% kein Wunder.
Nicht nur wir sind unterwegs, jedoch nicht motorisiert...
sondern auch zu Fuss ...
oder mit dem Velo
Um etwas Abwechslung zur schnurgeraden, geteerten B8 zu haben biegen wir ab und fahren auf der Gravel Road durch die Dörfer am Okavango entlang. Die Menschen sitzen bei ihren Hütten oder unter einem schattigen Baum.
Unter einem Baum sitzt eine Gruppe Vorschulkinder auf ihren farbigen Stühlchen - wahrscheinlich eine Art Kindergarten. Dann überquert eine Herde Rinder die Strasse und geht zur täglichen Tränke an den Okavango. Diese Strecke ist zwar länger, jedoch viel interessanter als die langweilige B8 bis Divindu. Bei Divindu biegen wir rechts ab und erreichen bereits am frühen Nachmittag unser nächstes Tagesziel, die Nunda River Lodge am Kavango River. Dieser Fluss hat im letzten Monat Schlagzeilen gemacht, da im Mahango Park etwas weiter südlich über 100 Nilpferde aufgrund von Milzbrand verendet sind. Eine sehr traurige Situation 🙁 - Da wir diese Tragik durch das Forum vor unserer Abreise erfahren haben, waren wir ein wenig verunsichert und haben unseren Reiseveranstalter gefragt, ob es besser wäre, nicht in diese Gegend zu fahren. Sie haben uns jedoch versichert, dass für uns keine Gefahr besteht... (im Forum waren da einige gar nicht dieser Meinung... 😐 ) Es ist auch heute wieder sehr heiss und im Bungalow, mit fantastischem Blick auf den Fluss, bringt auch ein Ventilator kaum Erfrischung. Eine Nilpferd-Familie vergnügt sich direkt vor unserem Bungalow im Wasser und wir geniessen so den Nachmittag auf der Terrasse unseres Bungalows.
Teil 702. Jan. 2018
Wir möchten die Nilpferde doch noch etwas näher sehen und melden uns für die Sundowner Boatcruise an. Um halb fünf geht’s los, wir sind nur zu dritt und tuckern mit dem Boot gemächlich zuerst Richtung Popa Falls, neben der Nilpferdfamilie vorbei.
Die Popa Falls sind Stromschnellen im Kavango River. Je nach Wasserstand mehr oder weniger eindrücklich 😉 Wir machen dort auf einer Sandbank eine Pause und geniessen ein kühles Getränk, sehr willkommen, es ist immer noch brütend heiss.
Dann geht die Fahrt wieder Fluss abwärts, ein Krokodil sonnt sich am Ufer und im Ufergebüsch entdecken wir verschiedene Vögel.
Im unteren Flusslauf überquert eine Familie im Mokoro den Fluss und eine Gruppe Kinder winkt uns zu.
Die Sonne geht langsam unter und der traumhafte Sonnenuntergang ist die Krönung von unserer heutigen Bootsfahrt.
Es ist Zeit für ein Apéro - heute mit einem Sauvigon blanc. Wir können das Abendessen auf der Terrasse geniessen, Salatbuffet, Pouletstreifen auf Mangold und Tomaten, Oryxfilet mit Kürbis und Teigwaren. Zum Dessert gibt’s Crème brûlée.
Voll zufrieden mit dem heutigen Tag und mit gefüllten Bäuchen kehren wir in unseren Bungalow zurück. Es ist noch zu heiss zum Schlafen und so genehmigen wir uns einen Schlummertrunk auf unserem Balkon unter dem namibischen Sternenhimmel. Irgendwann sind wir doch müde genug und wir fallen in einen tiefen Schlaf hinter dem Moskitonetz.
Teil 802. Jan. 2018
8. November Nunda River Lodge und Fahrt in den Mahango Park
Die Nilpferdfamilie weckt uns mit ihrem "Grunzen" bevor es richtig Tag ist. Sie tummeln sich wieder direkt vor unserem Bungalow im Kavango. Das Morgenessen geniessen wir mit Blick auf den Fluss. Die Morgenluft ist frisch und angenehm, noch hat die Sonne nicht ihre Hitze verbreiten können. Nach dem Frühstück fahren wir Richtung Süden in den Mahango Park. In diesem Park verendeten in den letzten Wochen über 100 Nilpferde im Kavango, aufgrund von Milzbrand. Wir gehen davon aus, dass wir darüber informiert werden beim Permit lösen am Eingang des Parkes. Doch die etwas füllige Dame erwähnt in keiner Weise, dass etwas nicht normal sei... Wir können überall durchfahren und sehen den Abschnitt des Flussufers sehr wohl, wo die Nilpferde verendet und verbrannt worden sind... 🙁 . Leider ist die Tiersichtung heute morgen nicht sehr gut, Kudus und Litschi-Antilopen, Zebras und Büffel grasen vor allem weiter entfernt im Sumpfgebiet des Kavango.
Wir haben keinen einzigen Elefanten zu Gesicht bekommen, das war etwas enttäuschend. Sie haben sich wohl im Busch am Schatten aufgehalten.
Teil 903. Jan. 2018
Nach diesem nicht sehr erfolgreichen Game Drive kehren wir in die Nunda River Lodge zurück und geniessen den Nachmittag beim Relaxen vor unserem Bungalow.
Ausser der Nilpferde-Familie im Fluss, welche hie und da etwas Animation verursacht, herrscht Ruhe am Kavango in der Nachmittagshitze.
Es ziehen einige dunkle Wolken auf und es scheint, dass es ein Gewitter geben könnte. Aber es bleibt bei ein paar Regentropfen, die blitzschnell wieder verdunstet sind. Die Sonne scheint schon bald wieder und ein Krokodil sucht die Wärme auf einem grossen Stein im Fluss.
Neben unserem Bungalow pflückt eine Angestellte Blumen, welche wir als sehr schöne Tischdekoration beim Abendessen wieder finden.
Ausgeruht geniessen wir den Sonnenuntergang heute auf der Terrasse des Restaurant bei einem Glas Wein und anschliessendem genussvollem Abendessen: Kudu-Fleischvögel, Gemüse und Teigwaren, und zum Dessert ein Flan mit Passionsfrucht coulis. Hat sehr gut geschmeckt.
Teil 1005. Jan. 2018
9. November Über den Trans Caprivi Highway in den Nkasa Rupara Nationalpark (früher Mamili)
Auch heute machen wieder die Nilpferde Weckdienst... 😉 Eigentlich ist es uns gerade recht, wir wollen nämlich heute früh los. So packen wir unsere sieben Sachen wieder zusammen und nach dem Frühstück geht unsere Fahrt Richtung Kongola, über den eher langweiligen Trans Caprivi Highway. Ausser hie und da vereinzelte Hüttendörfer und ihre Bewohner am Strassenrand, manchmal zu Fuss, manchmal auch sitzend unter einem Baum am Schatten.
In Kongola braucht unser Auto auch wieder einmal einen Nachschub an Diesel, bevor wir auf die C49 Richtung Süden einspuren. Diese Strasse ist recht neu asphaltiert und wir kommen zügig voran. Nach ungefähr 30 km biegen wir ab – wir wollen nämlich dem Lizauli Traditional Village einen kurzen Besuch abstatten. Wir werden herzlich empfangen, es hat keine andere Besucher im Moment und wir erhalten ausführliche, interessante Erklärungen zu der Lebensart dieser Familien in einem afrikanischen Hüttendorf.
Abschliessend wird für uns noch gesungen und getanzt und der Medizinmann gibt uns noch mit seinem „Segen“ oder anders gesagt, wünscht uns alles Gute auf unserer Weiterreise (ob die Übersetzung unseres Guides korrekt war, lasse ich hier einmal stehen... 😉 ) Diese Führung kostet pro Person 50 NamDollar.
Obschon selbstverständlich beim Verabschieden auch noch die handgeflochtenen Körbe und andere Gegenstände zum Verkauf präsentiert werden, können wir in Ruhe diese Gegenstände anschauen und werden in keiner Weise zum Kauf gedrängt. Wir haben den Austausch und die Begegnung mit diesen Menschen sehr geschätzt, es war sicher ein Vorteil dass wir nur zu zweit den Besuch machen konnten.
Auf der Weiterfahrt Richtung Süden begegnen wir zahlreichen Kindern, die auf dem Weg zurück nach Hause von der Schule sind. Die Schule ist am frühen Nachmittag fertig und der Schulweg ist zum Teil sehr lang. Es ist beeindruckend wie diese Kinder in dieser Mittagshitze, ohne Kopfschutz und mit zum Teil Strandsandalen an den Füssen, fröhlich diesen täglichen, langen Weg auf sich nehmen.
Teil 1106. Jan. 2018
Nach weiteren 50 km biegen wir ab in Richtung Nkasa Lupala Tented Lodge. Nun geht’s richtig in den Busch und die Piste ist teilweise recht sandig. Zum Glück sind wir noch vor der Regensaison unterwegs, während der Regenzeit sind hier weite Teile überschwemmt.
Nach weiteren 15 km durch die Steppen- und Buschlandschaft sind wir angekommen. Die Lodge liegt im Herzen des Nkasa Rupara Nationalpark, mitten in den Linyanti-Sümpfen und ist das grösste Feuchtgebiet in Namibia.
Wir werden auch hier herzlich empfangen und werden zu unserem Zeltbungalow geführt. Wir haben einen direkten Blick auf die weite Steppe, es herrscht jedoch totale Ruhe, kein Elefant, kein Antilope, nur ein Warzenschwein mit seinen Jungen kommt direkt vor unserer Veranda vorbei.
Der Himmel ist bedeckt und es ist recht heiss. Es sieht nach Regen aus – wir haben uns trotzdem für den Abend Gime Drive angemeldet und nach Tee und Kuchen holt uns Derick unser Guide ab.
Wir sind nur zu viert und Derick erzählt uns während der Fahrt Interessantes über den Park, über die Vegetation im Park, die Regensaison mit den nachfolgenden Überschwemmungen und vieles mehr. Wir sind schon über eine Stunde unterwegs ohne grossen Erfolg für Tiersichtungen, ausser ein paar Warzenscheine und Impalas mit ihren Jungen.
Dann endlich – auf offener Steppe - eine Elefantenfamilie. Derick steuert uns über die Steppe auf die Gruppe zu – er muss jedoch vorsichtig sein, da es immer wieder Sumpflöcher hat.
Nach diesem Elefanten-Stop fahren noch etwas weiter und kommen an zwei grössere natürliche Wasserlöcher. Und siehe da, 2 Löwen liegen faul am Wegrand.
Es braucht etwas Geduld, bis sie sich endlich entscheiden doch noch den Kopf zu heben um zu sehen, wer ihre Siesta stört.
Im Wasser vergnügen sich einige Nilpferde und so hat sich die lange Fahrt durch den Park definitiv gelohnt, so nah sieht man nicht jeden Tag Löwen.
Wir fahren etwas weiter weg, mit genügend Abstand zu den Löwen und geniessen bei schönster Abendstimmung unseren Sundowner bevor wir wieder zurück zum Camp fahren.
Es ist schon fast dunkel als wir zur Lodge zurückkommen - zufrieden mit unserem Gamedrive genehmigen wir uns heute ein Cabarnet Sauvignon zum Apéro am Lagerfeuer. Das Nachtessen wird an einem langen Tisch serviert - wie in einer Familie. Das Essen schmeckt sehr gut und es entstehen interessante Gespräche mit den anderen Reisenden. Zufrieden mit unserem Tag lassen wir uns in unser Nachlager begleiten, da das Camp nicht eingezäunt ist und die wilden Tiere hie und da durchs Camp laufen. Der Regen lässt auf sich warten – nur ein paar Tropfen und recht viel Wind.
Teil 1207. Jan. 2018
10. November Nkasa Lupala und grosse Gamedrive mit Bootstour auf dem Linyanti - unser Elefantentag
Die Nacht war etwas unruhig, es hat stark gewindet und heute morgen ist der Himmel ziemlich bedeckt, der Sonnenaufgang ist gerade noch knapp sichtbar zwischen den Wolken. Wir nehmen uns heute gemütlich Zeit mit dem Frühstück auf der Veranda des Restaurants . Wir haben uns für die grössere Gamedrive mit Bootstour auf dem Linyanti heute Nachmittag eingetragen. So haben wir Zeit auf der Veranda vor unserem Zeltbungalow zu relaxen und die Ruhe und das Gezwitscher der Vögel zu geniessen. Solche Momente nehmen wir sehr bewusst in uns auf und wir sind dankbar, dass wir diese unverdorbene Natur hier in diesem Sumpfgebiet besuchen dürfen. Der Game Drive geht etwas früher los und heute sind nur wir beide für die Tour angemeldet, das freut uns natürlich sehr. Derick fährt uns durch den Park Richtung Süden an den Linyanti River. Tiersichtungen haben wir auf dieser Strecke nicht viel, einige Vögel, Impalas und Warzenschweine. Dennoch hat Derick immer wieder etwas Interessantes zu erzählen von dieser traumhaften Gegend.
Nach einer Stunden Fahrt erblicken wir eine Elefantenfamilie, welche Richtung Fluss wandert. Derick beschleunigt die Fahrt ein wenig, so wie es halt der Pad erlaubt, damit wir vor den Elefanten am Fluss sind. Dort wartet unser Boot mit 4 weiteren Personen und ihrem Guide.
Die Natur ist hier am Fluss traumhaft schön – und die Wolken haben der Sonne unterdessen auch wieder den Vortritt gegeben.
Wir haben gerade Mal Zeit ins Boot zu steigen und schon ist die Elefantenfamilie am Wasser. Wir beobachten fasziniert über eine Stunde ein einmaliges Tierspektakel! Vom grössten bis zum kleinsten Elefanten wird geplantscht und mit dem Schlamm gespielt und dann überqueren sie zusammen schön hintereinander den Fluss, wir staunen alle richtig andächtig und sind richtig überwältigt, dass wir so etwas in nächster Nähe erleben dürfen!
Ich hätte gerne hier noch den Film der Flussüberquerung eingefügt, aber ich habe es nicht geschafft... 🙁
Nach der Flussüberquerung wird Gras gefressen was das Zeug hält, hier ist es natürlich frisch und saftig. Dann überquert die Familie noch einmal den Fluss bevor sie wieder im Busch zu verschwinden. Wegen diesem Spektakel sind wir gar nicht so weit vorangekommen mit dem Boot im Fluss, aber das ist nicht wichtig, wir haben ein einmaliges Erlebnis der der Elefantenwelt miterleben können. Dazu kommt, dass noch eine weitere Elefantenfamilie ans Wasser kommt bevor wir wieder mit dem Boot zurückfahren. Die paar Nilpferde müssen fliehen vor der Elefantenfamilie, das ist eine lustige Szene. Da die Elefanten direkt im Fluss stehen zum Trinken, steigt das Wasser ein wenig und wird für die Nilpferde zu tief.
Wir können uns gar nicht sattsehen an diesen wunderschönen, mächtigen Tieren. Die Kleinen sind so süss, dass man am liebsten mit ihnen im Sand spielen möchte. Wir haben ja im Etosha auch schon Elefantenfamilien gesehen, aber dieses Spektakel hier übertrifft bisher alle unsere Elefantensichtungen. Das Abendlicht verwandelt den Fluss und seine grünen Inselchen in eine traumhafte Landschaft und wir können uns fast nicht trennen von diesem schönen Ort!
Doch die Nacht kommt schnell und es ist schon wieder dunkel als wir zur Lodge zurückkommen, überglücklich über den tollen Nachmittag. Am grossen Tisch wird wieder das Nachtessen serviert und heute ist auch der Besitzer der Lodge am Tisch. Er ist aus Italien und nicht immer anwesend. Seine Kinder bewirtschaften die Lode, ein Sohn ist heute auch mit uns am Tisch. Es ist spannend den Geschichten und Anektoten der Entstehung der Lodge zu zuhören und es wird rege diskutiert. Es war ein abenteuerlicher Entscheid in dieser abgelegenen Gegend eine Lodge aufzubauen. Die hitzigste Diskussion ist jedoch - wer hätte das gedacht im tiefsten Busch Namibias - der Fussball 😄 - und zwar weil an diesem Abend Italien ausgeschieden ist bei den Ausscheidungen an die nächste WM... 😵 Müde und glücklich von diesem schönen Tag kehren wir in unsere Zeltlodge zurück und es braucht nicht lange bis das Sandmännchen vorbei kommt.
Teil 1307. Jan. 2018
11. November Nkasa Lupala Lodge - Chobe Safari Lodge
Wir haben nicht viel geschlafen - es hat ein starkes Gewitter gegeben, was unter dem Zeltdach und im afrikanischen Busch recht eindrücklich wirkt. Am Morgen ist der Sturm jedoch wieder vorbei und die Sonne kommt zwischen den Wolken zaghaft wieder hervor.
Heute müssen wir wieder packen und uns verabschieden von dieser schönen Ecke Namibias.
Auf dem Pad zurück auf der Hauptstrasse sind einige Passagen etwas rutschig, aber der Tiefsand ist dennoch besser zu befahren nach den Regen. Es ist Samstag und die Kinder treiben das Vieh in den Busch, sie müssen heute nicht zur Schule. Sie rufen uns immer « sweet » zu, was so viel heisst, dass sie Süssigkeiten möchten. Wir geben ihnen ein paar Gummibärchen, was sie natürlich mit grosser Freude in Empfang nehmen.
Dann geht’s weiter wieder nordwärts auf der C49 über das Dorf Linyanti bis nach Katima Mulilo und dann wieder Richtung Süden bis zur botswanischen Grenze der Ngoma Bridge.
Es hat keinen grossen Andrang und die Grenzformalitäten sind recht schnell erledigt. Nur auf den Ausdruck des Strassenpermit müssen wir einen Moment warten, da der Drucker ausgestiegen ist und die einzige Person in diesem Büro, welche etwas von dieser Technik versteht, hat gerade Mittagspause. 😉 - Aber auch diese Mittagspause ist einmal vorbei und der Drucker wird wieder benutzertauglich gemacht. Dann kommt noch die Schuhdesinfektion dazu wegen der Maul- und Klauenseuche. Eine kleinere Reisegruppe muss ihre Schuhe aus den Reisekoffern holen, die ganzen Utensilien sind verstreut auf der Strasse und es fängt noch an zu regnen.... 😉 Ob diese braune Brühe, in welche alle Schuhsohlen getaucht werden müssen, wirklich den Desinfizier-Effekt hat ist eine andere Frage... 🙂
Aber auch das lassen wir über uns gehen und dann sind wir in Botswana im Chobe-Nationalpark. Auf der Hauptstrasse fahren wir bis nach Kasane in die Chobe Safari Lodge, wo wir 3 ganze Nächte bleiben werden.
Teil 1408. Jan. 2018
Diese riesige Lodge ist ziemlich das Gegenteil von Nkasa Lupala Lodge im tiefen Busch. Viele Touristen und weitläufige Räumlichkeiten... gewöhnungsbedürftig... 😉 Wir haben uns auf einen gemütlichen Nachmittag eingestellt aber an der Reception stellen wir erstaunt fest, dass wir bereits um 15 Uhr an einer Bootstour teilnehmen werden. (Wir haben 3 Aktivitäten zum Voraus gebucht, die Zeitangaben haben wir jedoch nicht mitgeteilt bekommen..) Es ist 14.30 und wir haben gerade Zeit unsere Taschen im Zimmer ab zu stellen und unsere Personalien im Activity-Büro zu hinterlegen, bevor wir um 15.00 zu unserer ersten Bootstour auf dem Chobe River aufbrechen.
Der Himmel ist bedeckt, es ist nicht sehr warm, aber es regnet zum Glück nicht. Eine grössere russische Reisegruppe ist auch angemeldet für diese Bootstour und sie nimmt es nicht so genau mit dem Respekt gegenüber den Mittouristen, dem Guide und seinen interessanten Erklärungen. Es ist furchtbar lärmig, einige stehen anderen Touristen direkt vor der Kamera, einfach unmöglich.. 😈 ! Irgendwann fliehen wir auf das Oberdeck, aber auch da keine Ruhe… 🤨 Eine Gruppe Jugendlicher aus Mauritius feiern mit ziemlich viel Alkohol, ihre eigene Bootsparty… 😠 Dennoch versuchen wir die Tiersichtungen auf unserer Bootstour zu geniessen. Die Zambezi Queen gleitet auch leise neben unserem Boot vorbei.
Auf einer Insel hat es eine riesige Büffelherde und am Ufer liegen faul im Gras mehrere Krokodile.
Wir treffen auch auf eine grössere Gruppe Nilpferde, am Ufer grasen ein paar Wasserböcke und Kudus.
Auch der Fischadler ist immer auf der Lauer...
Leider hat es heute keine Elefantenherde am Wasser. Da es vor einer Woche recht stark geregnet hat und die Temperatur durch die Bewölkung nicht mehr so heiss ist, halten sich die Elefanten tagsüber auch mehrheitlich im schattigen Busch auf. Die Bäume und Büsche haben schon grüne Blätter. Das Wetter meint es gut mit uns, und die schöne Abendstimmung über dem Chobe stimmt uns wieder versöhnlich mit unserer ersten etwas lärmigen Bootstour auf dem Chobe.
Nun können wir endlich unser Zimmer richtig beziehen. Das heisst, wir haben eine Suite mit 2 grossen Zimmern und 4 Betten. Leider ist der Teppich stinkig, das ist recht unangenehm. Um den Menschenmassen etwas zu entfliehen, entscheiden wir uns heute Abend im à la carte Restaurant der Bush Lodge das Abendessen ein zu nehmen. Das Essen war gut, jedoch nicht mehr. Als Spezialität haben wir Flussschnecken gegessen, die Knoblauchsauce war jedoch das Beste daran 😉 … Nun sind wir müde genug und müssen uns entscheiden in welchem Zimmer unserer Suite wir die Nacht verbringen wollen… 🙂 gute Nacht.
Teil 1513. Jan. 2018
12. November Chobe Safari Lodge - Morning Game Drive
Das Vogelgezwitscher vor unserer Suite weckt uns schon recht früh heute. Das ist auch gut so, denn heute ist Gamedrive vor dem Morgenessen auf dem Programm. Mit dem Safariwagen der Lodge starten wir in den Park und direkt hinunter an den Flusslauf. Unser Guide/Fahrer ist nicht wirklich gesprächig. Alles was er uns mitteilt beim Parkeingang, dass wir Stop sagen sollen, wenn wir fotografieren möchten… 🙁
Auf den Sumpfinseln des Chobe grasen Antilopen und Büffel und am Ufer suchen Krokodile die Wärme der ersten Sonnenstrahlen.
Die Nilpferde suchen jedoch nach Sonnenaufgang wieder das kühlende Nass des Chobe Rivers.
Ein Schakal versucht mit voller Energie seine Beute auszugraben.
Ein Marabu erquickt sich an den Fröschen.
Ansonsten ist die Sichtung sehr mager, ein paar Impalas und Warzenschweine, Marabus und Geier, welche sich über ein Kadaver hermachen. Es stinkt grausam nach Verwesung.
Dann gibt’s Kaffeepause – nicht wirklich nach unserem Geschmack, die Safariautos reihen sich eines nach dem anderen auf dem Platz ein.
Wir müssen aufpassen, dass uns die Vervet Monkeys unseren Kaffee nicht aus den Händen reissen.
Von hier hat man eine schöne Sicht auf den Chobe.
Auf dem Rückweg treffen wir noch auf eine Büffelherde, wieder Impalas und noch einmal ein Elefantenkadaver 🙁 Etwas enttäuscht von dieser Gamedrive sind wir um 9.30 Uhr wieder in der Lodge.
Jetzt haben wir aber Hunger und wir steuern direkt auf das Frühstücksbuffet zu. Obschon wir recht spät sind heute mit frühstücken, sieht das Buffet noch recht appetitlich aus und es hat nur noch einige Personen an den Tischen. So ist es recht ruhig, und wir geniessen dieses Frühstück mit Blick auf den Swimmingpool und beobachten den Angestellten, welcher gemächlich die Blätter aus dem Pool fischt. Eine kurze Unruhe gibt es nur, als ein Warzenschwein mitten durch das Restaurant läuft... 😉
Nach dem Frühstück statten wir noch dem Activity-Büro einen Besuch ab. Wir fahren morgen an die Victoriafälle und buchen einen Helikopterflug. Hoffentlich ist das Wetter noch gut morgen. Es ist in diesen Tagen etwas unsicher, oft gibt es Gewitter oder es ist etwas bewölkt. Anschliessend statten wir dem Shop noch einen Besuch ab und kaufen ein paar Postkarten. Bis zu unserer Privatbootstour am Nachmittag haben wir Zeit auf unserer Terrasse zu relaxen, die Karten zu schreiben und dem Gezwitscher der Vögeln in den Bäumen über uns zu lauschen. Dann bewegt sich etwas in den Büschen vor unserer Terrasse. Ein Waran taucht auf, wir sind beeindruckt, da es erste Mal ist, dass wir dieses Tier so nah beobachten können.
Teil 1614. Jan. 2018
Private Bootstour auf dem Chobe und abendlicher Gewittersturm
Am Nachmittag geht’s wieder auf den Chobe. Dieses Mal nur wir zwei mit einem Guide (habe leider den Namen vergessen..) Er ist gleichzeitig auch der Steuermann des kleinen Bootes
Das Wetter hält sich ganz gut, es ist recht sonnig und ziemlich schwül. Unser Guide ist sehr gesprächig und er erzählt uns eine Menge Interessantes über die Tiere und die Natur hier am Chobe River. Was für ein Unterschied zu dem Game Drive heute Morgen…. 😉 , So nah an den Krokodilen waren wir noch nie, es ist mir schon ein wenig mulmig und wage kaum zu fotografieren… 😕
Das ist ein Feind des Krokodils...., weil er die Eier des Krokodils liebt....
Unser Guide erzählt uns über den Prozess der Ausbrütung der Krokodile-Eier – spannend, wie sich die Krokodile um ihren Nachwuchs kümmern. All die Tiere scheinen so friedlich, aber der Schein trügt – unser Respekt vor dieser wunderbaren Tierwelt ist sehr gross. Wir verbringen einen super Nachmittag, die Tiersichtung ist ausgiebig 🙂 .
Zur Krönung der Tour kommt eine Elefantenfamilie wie bestellt aus dem Busch ans Wasser. Auch da fahren wir recht nah mit dem Boot, für mich fast ein wenig zu nah, obschon ich Vertrauen in den Guide habe…
Leider sehen wir auf der Rückfahrt noch ein trauriges Bild, ein toter Elefant wird von etlichen Krokodilen umzingelt... 🙁
Auch diese tolle Bootstour nimmt ein Ende und wir sind glücklich und zufrieden, dass wir diese Privat-Boatcruise gemacht haben.
Wir haben noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen und wir bemerken, dass uns das Schweppes für unseren Gin Tonic fehlt. Gleich neben der Safari Lodge gibt es einen Supermarkt, da können wir zu Fuss gehen. Für den morgigen Ausflug an die Victoriafalls brauchen wir auch noch ein paar US-Dollar, das können wir gleich in der Wechselstube des Supermarktes erledigen. Ein gewaltiges Prozedere, ich muss mich mit Passnummer und etlichen Angaben registrieren, - sogar der Arbeitgeber muss noch im Formular eingetragen werden… 😉 - bevor ich meine 40€ wechseln kann.
Zurück in der Lodge, machen wir es uns gemütlich auf der Terrasse der Bar mit wunderbarer Sicht auf den Chobe.
In der Ferne braut sich ein gewaltiges Gewitter zusammen und es ist faszinierend dieses grandiose Spektakel vom näher kommenden Gewitter zu beobachten. Die Farbenstimmung ist einfach wahnsinnig, so etwas kann man nur in Afrika miterleben.
Aber dann wird es etwas weniger lustig. Der Sturm nähert sich auch der Chobe Safari Lodge mit starkem Wind und viel Regen. Was nicht befestigt ist, wird weggeblasen, sogar die schweren, grossen Sonnenschirme halten dem Sturm nicht stand. Wir flüchten in unser Zimmer und hoffen, dass dieser Sturm bis zum Abendessen vorbei sein wird. Doch es regnet immer noch in Strömen während des Abendessens, das Dach über dem Restaurant hält dem strömenden Regen nicht überall stand und es fliessen kleinere Bäche vom Dach ins Restaurant, auch das Hauptgang-Buffet wird nicht verschont…. Das Servierpersonal ist voll beschäftigt mit Wasserwischen, es kommt ihnen nicht in den Sinn, dass man unter die undichten Stellen einen Kübel stellen könnte… 😉 . Ein paar Angestellte haben sogar Gummistiefel gefunden und wischen und wischen.... - leider habe ich den Fotoapparat nicht zum Nachtessen mitgenommen, deshalb gibt es dazu keine Bilder, aber wir haben uns köstlich amusiert…. 😄 , bei unserem Tisch ist das Dach dicht geblieben und wir können alles im Trockenen verfolgen. Da wir keine Lust hatten, Fleisch mit Regenguss zu essen, besteht unser Abendessen aus Vorspeise und Dessert, was gar nicht schlecht war….
Nach etwa 2 Stunden strömendem Regen beruhigt sich das Wetter ein wenig. Es ist zwar überall nass, aber in unserem Zimmer ist alles dicht geblieben. Gemäss den Aussagen der Angestellten sei ein solcher Sturm mit starkem Regen eine Ausnahme, aber die Regenzeit hat ja noch gar nicht richtig angefangen.
Teil 1714. Jan. 2018
13. November - Victoriafalls
Heute steht der Ausflug zu den Victoriafällen auf dem Programm und wir werden um 8 Uhr mit einem grösseren Reisebus abgeholt. Wir staunen nicht schlecht, als nur noch 2 Frauen aus Deutschland einsteigen. So sind wir nur zu viert und der Chauffeur fährt uns bis zur Grenze nach Zimbabwe. Im Einreisebüro müssen wir für einen Tag ein Visa für Zimbabwe kaufen, welches 3 Monate gültig ist… 😐 Mit diesen Visa, die meistens nur für den Tages-Besuch der Victoriafälle gelöst werden müssen, macht der Staat ein saftiges Geschäft. Wie man weiss, wird das Geld jedoch leider nicht der Bevölkerung zu kommen. 😵 Zum Glück hat es wenig Leute heute bei unserer Ankunft, die auch über die Grenze möchten und so haben wir die Passprozedur recht schnell hinter uns. Ein anderer Kleinbus und ein Chauffeur aus Zimbabwe erwartet uns auf der anderen Seite der Grenze. Die Fahrt geht weiter- etwa 70 km - nach Victoriafalls. Die 2 Frauen steigen beim Eingang der Fälle aus und wir fahren zum Büro für die Bezahlung unseres Helikopterfluges. Wir erhalten unsere Tickets, der Flug wird kurz vor Mittag stattfinden. Nun haben wir jedoch noch eine Stunde Zeit und möchten eigentlich schon einen Blick auf die Fälle werfen.
Aber an der Kasse erklärt man uns, dass wir, wenn wir wieder nach draussen gehen, bei einem Wiedereintritt in den Park noch einmal bezahlen müssen. Und das sind noch einmal 30 US $. Nein, das machen wir sicher nicht. Leicht genervt, weil uns das nicht vorher kommuniziert wurde, schlägt uns der Chauffeur vor, dass wir bis zur Brücke zu Fuss gehen können bis er uns wieder abholt für den Flug.
Also spazieren wir in der grössten Hitze über die Grenze, nach Sambia. Hier gibt es nur ein Zettel an der Passkontrolle, dass wir wieder über die Brücke zurück nach Zimbabwe können.
Es hat viele Lastwagen, die hier von Sambia her kommen, viele haben tonnenweise Kupfer aufgeladen. Wir fragen einen Chauffeur wie viel Gewicht er geladen hat. Die Kupferbarren haben eine Höhe von 70 cm auf einem Lastwagen und man hat das Gefühl, dass der Laster nicht wirklich voll beladen ist – doch Kupfer ist sehr schwer und laut Chauffeur transportiert er bis ca. 35 Tonnen. Der Chauffeur sagt uns, dass er bis nach Südafrika fährt zum Einschiffen, diese Kupferbarren gehen nach Europa… eine lange Reise, bis dieses teure Metall bei uns ist…. 🤨
Wir schauen noch ein wenig dem Treiben auf der Brücke zu, Frauen und Männer überqueren die Brücke zu Fuss oder mit dem Velo, voll bepackt. In Zimbabwe wird viel mit dem Velo transportiert.
Nach einem letzten Blick in die Tiefe von der Brücke, gehen wir wieder zurück, der Bus wartet schon für die Fahrt zur Helikopterbasis.
Dort werden wir eingeteilt in Gruppen und der Gang auf die Waage ist für alle obligatorisch – das Gesamtgewicht darf nicht überstiegen werden… 🙂
Leider hat sich die Sonne hinter den dunklen Wolken verzogen, es braut sich ein Gewitter über Sambia zusammen, ich hoffe, dass es nicht während unserem Flug loslegt. Zum Glück können wir bald einsteigen, Hans hat Logenplatz, neben dem Piloten.
Dann geht‘s los – trotz eher wenig Wasser, ist der Anblick der Fälle aus der Luft überwältigend. Die 12 Minuten sind schnell vorbei und etwa 200 Fotos weiter sind wir schon wieder am Boden. Hans ist mächtig stolz, dass er neben dem Piloten mitfliegen und den Rundumblick geniessen konnte.
Wir werden wieder zum Eingang der Fälle gefahren und können die Fälle aus nächster Nähe bewundern.
Dadurch, dass es eher wenig Wasser hat, sehen wir die Tiefe umso besser - dennoch brauchen wir die Regenpelerinen einen Moment, damit wir vom Gischt nicht tropfnass werden.
Es hat heute sehr wenig Touristen, was uns sehr erfreut und wir geniessen die tosenden Wasserfälle umso mehr. Am späteren Nachmittag hellt sich der Himmel sogar wieder etwas auf und wir können noch im besten Licht ein paar Bilder machen.
Zum Abschluss müssen wir noch dem Herrn Livingstone einen Besuch abstatten um ihm zu danken, dass er dieses Naturspektakel aufgespührt hat...
Dann geht‘s mit dem Bus wieder zurück, an der Grenze wird wieder in den Botswana-Bus gewechselt. Bei der Ankunft in der Lodge trinken mit unseren zwei deutschen Mitreisenden einen Gin Tonic und plaudern über unsere Reiseerlebnisse. Sie haben die letzte Nacht in ihrem Auto verbracht während dem Sturm da sie keine Lust hatten im Dachzelt nass zu werden.... 🙁 ein weiterer schöner Tag geht zu Ende und wir geniessen das letzte Mal die schöne Aussicht auf den Chobe, morgen geht unsere Reise wieder Richtung Süden. Das Abendessen ist heute ruhig und trocken 😉 , ohne Regen, ohne Sturm. Als wir jedoch noch in der Bar einen letzten Schlummertrunk bestellen wollen, kommt ein Riesenschwarm Termitenfliegen – wie viele es waren haben wir nicht sagen können, wir flüchteten schnell in unser Zimmer und sind froh in einem geschlossenen Raum übernachten zu können.- Wir haben später erfahren, dass diese Fliegen aufgrund des Regens bis in die Lodge eingedrungen seien und dies eher selten vorkommt.
Ergänzung: Ein Tag nach unserem Besuch der Victoria Fälle, gab es ein Putsch in Harare und Mugabe wurde unter Hausarrest gesetzt. Wir haben diese Information jedoch erst 4 Tage später erfahren..
Teil 1816. Jan. 2018
14. November Chobe Safari Lodge - Planet Baobab (Gweta)
Heute Morgen ist es regnerisch und trüb in Kasane. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen zusammen und verabschieden uns von der Chobe Safari Lodge. Bei diesem trüben Wetter sind wir eigentlich ganz froh, dass wir heute eine längere Autofahrt vor uns haben. - Eine lange, eher langweilige Fahrt von Kasane nach Nata, und weiter noch in das Planet Baobab Hütten Camp.
Bei der Abzweigung Richtung Nata steht eine lange Kolonne Lastwagen, welche alle für den Grenzübergang nach Sambia warten.
Auf unserer Fahrt kreuzen wir auch etliche Lastwagen, die zum Teil von Südafrika bis in den Norden von Sambia fahren. Ein Lastwagen steht am Strassenrand und der Fahrer ist am Rad wechseln. Kein Wunder, den obschon die Strasse geteert ist, hat es zum Teil riesige Schlaglöcher und es braucht gute Konzentration beim Fahren, dass diese Löcher frühzeitig erkannt werden.
Das Wetter wird langsam wieder besser, je weiter wir Richtung Süden kommen. Wir fahren an den riesigen, abgeernteten Weizenfeldern vorbei. - Hier ist die Kornkammer von Botswana.
Ausser hie und da ein Elefant hinter den Büschen, ist nichts los bis Nata.
Ein kleiner Unterbruch in der langweiligen Fahrt, ist der Abstecher in die Elephant Sands Lodge.
Es ist jedoch wenig los am Wasserloch, nur 2 Elefanten und so bleiben wir nicht sehr lange und fahren weiter nach Nata. Dort müssen wir wieder einmal eine Tankstelle aufsuchen, bevor wir unsere Fahrt Richtung Westen fortsetzen - auch da ist die Strasse voller Schlaglöcher. Wir treffen auf grosse Rinderherden und in der Ferne braut sich wieder ein Gewitter zusammen.
Bei der Ankunft im Planet Baobab windet es stark und es blitzt und donnert, das Gewitter entlädt sich ein paar Kilometer weiter Richtung Gweta.
Wir erhalten die Lehmhütte Nr. 25 gleich unter einem riesigen Baobab. Es ist recht einfach eingerichtet aber originell, da auch die Inneneinrichtung aus gebranntem Lehm besteht.
Da der Wind nicht nachlassen will, bleiben wir in unserer Hütte bis zum Abendessen. Auch das Hauptgebäude ist aus farbigem Lehm gebaut. An der Bar genehmigen wir uns einen Gin Tonic.
Das Essen kann nicht gerühmt werden, aber wir müssen dennoch nicht hungrig ins Bett. Der Wind und die laute Musik an der Bar haben uns müde gemacht und wir gehen recht früh schlafen, in der Hoffnung, dass morgen das Wetter wieder etwas besser sein wird.
Teil 1919. Jan. 2018
15. November Planet Baobab – Bumpy Road zu Green‘s Baobab
Wir haben recht gut in unserer Hütte geschlafen. Hier waren wir zum ersten Mal froh, dass wir ein Moskitonetz haben, es hat nämlich hier sehr viele Mücken. Wir gehen schon früh zum Frühstück, wir wollen dann über Gweta zu Green's Baobab fahren. Hans hat genug von den Teerstrassen mit Löchern und möchte endlich wieder einmal eine Gravelroad oder Sandpiste fahren. Schliesslich haben wir ein 4x4 Fahrzeug… 😉 Bei der Ausfahrt auf die Hauptstrasse wird das Riesenerdferkel neu rosa gestrichen...
Die Fahrt bis nach Gweta ist kurz und nach dem Dorfausgang kommen wir auf den Naturpad, zum Teil Tiefsand, dann durch Gebüsch mit sehr steinigem Pad. Zum Teil sieht das Gebüsch verbrannt aus, es hat hier sehr wahrscheinlich Buschbrände gegeben. Hier die richtige Spur zu finden, ist manchmal nicht ganz einfach und die Meinung von Chauffeur und Mitfahrerin ist nicht immer einheitlich… 🤨
Doch nach fast 30 km durch Busch und Steppe stehen wir dank GPS vor dem Green's Baobab, riesig und beeindruckend. Gemäss Beschreibung in unserem Reiseführer haben in diesem Baobab die Gebrüder Green während ihrer Expedition 1858 ihre Inschrift „Green’s Expedition“ eingeritzt, ebenso der Gründer des Ortes Ghanzi, Henrik van Zyl. Ein anderer geschichtsträchtiger Baobab, der Chapman‘s Baobab, befand sich bis zu seinem Zusammenbruch 2016, 15 km weiter südlich, er hatte einen Stammumfang von 25m. Diese mächtigen Bäume dienten früher Reisenden als Landmarke und in den hohlen Stämmen wurden Nachrichten hinterlegt.
Wir geniessen diesen Moment der Ruhe unter diesem riesigen Baum bevor wir auf dem bumpy pad wieder zurückfahren bis zum Dorf Gweta und weiter zum Planet Baobab.
Der Chauffeur hat so sein offroad Bedürfnis für heute auch gestillt… 😉
Zurück in Planet Baobab verbringen wir den Nachmittag beim Relaxen, bei einem Spaziergang zu den Baobas im Camp. Eine Hängematte lädt ein den Spaziergang zu unterbrechen… 🙂 , in der Hängematte hört man das Gezwitscher der Vögel noch besser....
Wir haben bei unserem Spaziergang auf dem Campingplatz von Planet Baobab ein Auto mit Dachzelt und einem Autoschild aus der Schweiz entdeckt. Das ist eher ungewöhnlich in Botswana und wir erfahren von den Besitzer, einem jungen Paar aus der Schweiz, dass sie mit diesem Auto 5 Monate unterwegs sind durch das südliche Afrika, von Südafrika durch Botswana, Zimbabwe, Sambia, Namibia und zurück nach Südafrika. Das Auto haben sie ab Hamburg samt Ausrüstung nach Südafrika vorausgeschickt. Es wurde jedoch aufgebrochen auf der Schiffsreise, und sie mussten einen Teil ihrer Ausrüstung in Südafrika neu einkaufen. Für ihre erste Reise in Afrika finden wir ihr Vorhaben ziemlich mutig.
Zurück in unserer Lehmhütte bemerken wir, dass der Ventilator still steht. Das heisst Stromausfall. Wir machen uns nicht gross Gedanken und geniessen die schöne Abendstimmung und den Sonnenuntergang hinter den Baobas. Die Baobas im Abendlicht sind wunderschön und wir vergessen, dass wir keine Elektrizität mehr in der Hütte haben..
Es wird langsam dunkel und mit Stirnlampe ausgerüstet machen wir uns durch das Camp zum Hauptgebäude. Wir wissen nicht, ob es heute etwas zum Essen gibt… und so setzen wir uns an die Bar und trinken eine Savanna dry. DieTische sind aufgedeckt und es werden Petrollampen aufgestellt. Es geht recht lang bis wir etwas zum Essen erhalten. Aber heute ist das Essen richtig lecker und das spärliche Licht spielt keine Rolle.
Der Stromausfall ist nicht nur im Camp – es heisst, dass es die regionale Stromversorgung sei. Bis wir uns zum Schlafen entscheiden, kommen Stirnlampe und Taschenlampe zum Zuge.., schlafen können wir trotzdem gut, dazu braucht es kein Licht.
Teil 2022. Jan. 2018
16. November Planet Baobab - Maun (Fahrt in die Nxai Pan zu den Baines Baobabs und durch den Makgadikgadi Nationalpark zum Boteti River)
Beim Frühstück ist immer noch kein Strom im ganzen Camp, ob dies der Grund des etwas kläglichen Morgenessens war, wissen wir nicht genau. Wir wollen heute frühzeitig weiterfahren und begnügen uns halt mit ein paar Toastbrote und Tee. Bezahlen können wir auch nicht mit Kreditkarte, was uns etwas ärgert, aber wir haben zum Glück noch genug Pula, damit dies auch schnell erledigt werden kann. Es war ja ganz nett in diesen Lehmhütten unter den Baobabs und es ist ein guter Ausgangspunkt für in die Nxai Pan oder in den Makgadikgadi Nationalpark, dennoch würden wir kaum noch einmal hier zurückkehren.
Heute ist das Wetter wieder stabiler und die Sonne strahlt vom Himmel. Um 7.30 Uhr sind wir schon wieder unterwegs, - heute ist Betrieb auf und neben der Hauptstrasse Richtung Westen…. 😉
Wir wollen den berühmten „Baines Baobabs“ in der Nxai Pan einen kurzen Besuch abstatten. Der Parkeintritt ist 290 Pula und gilt auch für den südlich gelegenen Makgadikgadi Nationalpark. Kurz nach dem Parkeingang ist der Pad recht sandig, wir haben keine Luft abgelassen und die Fahrt ist zwischendurch recht bewegt…. Ich hoffe ständig, dass wir nicht stecken bleiben – meine Bedenken und etwas gefühlsvolle Äusserungen stösst auch heute auf kein Verständnis beim Chauffeur…. 😵 ., Hans findet es toll durch diesen Sand zu fahren… 😉
eine Straussenfamilie flieht ins Steppengras
ein kleines Steinböcklein guckt erstaunt
Ohne Zwischenfall kommen wir nach ca. 20 km an den Rand der grossen Salzpfanne, früher einmal das grösste Binnenmeer Südafrikas. Die Piste führt direkt über diese ausgetrockneten Pfannen bis zu den grossen Baines Boababs - die in der Ferne bereits ersichtlich sind.
Wir haben die Bäume und die Salzpfanne nur für uns allein, kein Mensch, kein Tier regt sich auf weiter Flur. Wir sind sehr beeindruckt von diesen alten, riesigen Bäumen, hier mitten in der Salzpfanne. In solchen Momente wird einem bewusst wie gewaltig die Natur ist und wie winzig eigentlich der Mensch darin ist…
Die Sonne steht schon recht hoch am Himmel und es wird langsam heiss. Wir machen uns auf den Weg wieder zurück zum Parkeingang. Es gibt noch einige Schweisstropfen an einigen Passagen im Tiefsand… ich versuche mich möglichst ruhig zu verhalten und meine Gedanken für mich zu behalten…. 😉
Wir verlassen den Park und fahren etwa 12 km weiter westlich. Es ist kurz vor Mittag und wir entscheiden uns noch in den Makgadikgadi Park zu fahren. Vom Phuduhudu Gate bis zum Khumaga Gate am Boteti. Eine weitere Sandpistendurchfahrt erwartet uns, noch etwas schwieriger als vorher in Richtung Naxi Pan.... Ich muss mich zusammenreissen, dass ich schön ruhig bleibe…, ich hoffe einfach, dass wir gut durchkommen… Nach GPS geht es so 24 km quer durch den Park bis an den Boteti River. Es ist sehr eindrücklich, die Büsche kommen bis an den Pad und wir sehen erst im letzten Moment die Elefanten ganz nah am Wegrand...,
meine einziger Gedanken ist - nur hier nicht steckenbleiben...,
Nach einer guten Stunde Fahrt durch den Park, kommt uns ein anderes Auto mit Dachzelt entgegen..., schnell stellt sich die Frage - wer weicht aus und fährt aus der Spur…?, Hans versucht aus der Spur zu kommen und gibt etwas mehr Gas – es gelingt und das entgegenkommende Auto fährt knapp an uns vorbei. Ein kurzer Blick in den Rückspiegel und oh je, sie sind stecken geblieben, es geht gar nichts mehr. 😈 Wir halten an und begutachten die Situation. Das schon etwas ältere deutsche Ehepaar scheint nicht wirklich an Sandpisten gewohnt zu sein, sie sind total gestresst ... Hans schlägt vor, dass er erst versuchen will das Auto wieder aus dem Sand zu fahren, ohne dass wir versuchen es mit unserem heraus zu ziehen und setzt sich hinter das Steuer. Ohne grosse Mühe kann er das Auto wieder in die richtige Spur lenken, es genügte die Untersetzung einzuschalten….. 🤨 Die beiden sind sehr erleichtert und bedanken sich für unsere Hilfe. Ich bin mir nicht sicher, ob sie die Parkdurchfahrt ohne weitere Panne geschafft haben...
Unsere sandige Fahrt geht weiter durch den Park, wir begegnen einer Giraffenmutter mit ihren 2 Kleinen.
Endlich erreichen wir den Boteti River – ich bin froh, dass wir nicht stecken geblieben sind...
Wir fahren runter an den Fluss, es gibt jedoch nicht viel zu sehen. Eine Giraffe und ein paar Impalas löschen den Durst
Auf der Weiterfahrt dem Fluss entlang überrascht uns noch eine grössere Herde Zebras.
Bald sind wir am Khumaga Gate angekommen und müssen warten, bis uns das Ferry über den Boteti bringt. Es ist jedoch niemand da und das Floss ist auf der anderen Seite. Nach etwa 10 Minuten fährt ein Auto von der anderen Seite an den Fluss und siehe da, 2 Männer kommen und machen sich am Ferry zu schaffen, damit das Auto auf die andere Seite geschifft werden kann. Dann sind wir dran, die 2 Rampen raufzufahren auf das „Floss“ ging ganz gut und wir tuckern über den Fluss, welcher sehr wenig Wasser führt. Eine recht teure Angelegenheit – 150 Pula.
Auf der anderen Seite machen zwei junge Frauen aus dem angrenzenden Dorf Foto Shooting mit ihren Mobilphones. Sie wollen unbedingt mit Hans ein Foto machen, was er selbstverständlich sehr gerne annimmt.. 😄
Nun geht unsere Fahrt wieder auf die geteerte Hauptstrasse. Leider hat es weiterhin grosse Schlaglöcher auf der Strasse Richtung Maun. Ein kurzes Stück ist neu asphaltiert und sie sind an einem weiteren Stück dran. Es ist sehr nötig, bei einer Strasse mit einer Geschwindigkeitsbeschränkung von 120km/h. Wenn wir nicht wegen den Schlaglöchern ausweichen oder abbremsen müssen, dann wegen Rindern, Eseln oder Ziegen, ziemlich gefährlich, wenn auf einmal eine Kuhherde unverhofft die Strasse überquert.
Endlich kommen wir nach Maun, unsere Lodge für heute, die Thamalakade River Lodge liegt jedoch etwas ausserhalb von Maun, es ist schon 17 Uhr als wir ankommen. Unser Bungalow hat eine tolle Sicht auf den Fluss, das Wasser glitzert in der Abendsonne.
Wir sind recht müde und hungrig. Das Buffet ist nichts Aussergewöhnliches, aber mit dem schönen Sonnenuntergang zusammen ist der Abend doch ganz gelungen.
Morgen fliegen wir in die Sango Safari Lodge am Khwai River und wir müssen noch unsere Taschen umpacken, da wir nicht die grosse Reisetasche mitnehmen können ins Kleinflugzeug. Die grossen Taschen und das Auto können wir hier in der Lodge deponieren während den 4 Tagen, bis wir vom Delta wieder zurückkommen.
Teil 2122. Jan. 2018
17. November Maun - Flug an den Khwai River in die Sango Safari Lodge (Game-Drive und eine unruhige Nacht)
Heute Morgen geht unser Flug ins Delta, vorerst 2 Tage in die Sango Safari Lodge am Khwai River. Es ist wieder traumhaftes Wetter, in der Nacht kühlt es jedoch recht stark ab, dies aufgrund des vorangegangenen Regens in Südafrika (hat man uns gesagt..) Um Punkt 8.15 Uhr sind wir bereit, wie uns von der Rezeption mitgeteilt wurde, damit uns ein Minibus zum Flughafen führt. Aber die Kommunikation von Rezeption und Buschauffeur war wohl nicht die Beste, denn als wir zur Rezeption kommen, sehen wir gerade noch den Bus der Lodge, welcher uns an den Flughafen führen sollte, im Busch verschwinden..... 😈 Das fängt ja schon mal gut an….. ich gehe sofort zur Rezeption und frage, ob dies nicht der Bus für den Flughafen gewesen sei... 🙁 Erstaunt frägt die Dame mich, ob der Chauffeur uns vergessen habe? Ja das frage ich mich auch.... 😵 sie versucht den Fahrer per Funk zu erreichen, was nicht sofort funktioniert. Doch endlich erreicht sie ihn und er kommt wieder in die Lodge zurück um uns abzuholen. Zum Glück habe ich den Bus verschwinden sehen und sofort reagiert, ansonsten hätten wir wohl unseren Flug verpasst... 🤨 ! Also fahren wir los und sind doch noch rechtzeitig am Flughafen. Da geht nichts elektronisch beim einchecken, eine Karton-Etikette für unsere Taschen wird handschriftlich ausgefüllt und wir erhalten unsere Tickets von irgend einem Guide in die Hand gedrückt, ziemlich unkompliziert…. 😉 . wir hoffen, dass wir unsere Taschen wiederfinden.
Eine Reiseleiterin von Afrika Destination kommt auf uns zu und stellt uns noch einige Fragen, ob bis anhin alles gut verlaufen sei mit unserer Reise in Botswana. Sie stellt uns verschiedene Fragen zu den Lodges, Zufriedenheit etc.
Durch die Gepäckkontrolle wir es jedoch so streng wie überall, Flüssigkeiten werden nicht erlaubt, Elektronische Geräte müssen separat durchgescannt werden. Dann kommen wir in den Warteraum, keine Anzeige, hie und da kommt ein Flugangestellter und ruft ein paar Namen aus, die dann auf die Flugpiste können.... Irgendwann sind wir an der Reihe und werden zu einem Kleinbus begleitet. Vorerst müssen wir kontrollieren ob unser Gepäck eingeladen wurde. Soweit alles gut…, unsere Taschen sind dabei… 🙂 Mit dem Kleinbus geht es jetzt über die Piste zu unserem Flugzeug. Die Taschen werden verstaut und schon sind wir drinnen, etwa 10 Personen mit dem Piloten. Wir sind zuhinterst und haben recht viel Platz.
Und dann geht‘s los, ab in die Luft und während 25 Minuten betrachten wir das Okavango Delta von oben.
Es scheint mir manchmal wie ein modernes Gemälde, oder Puzzleteile aneinandergereiht - ich bin sehr beeindruckt. Manchmal etwas bumpy, da es recht windig ist und die Aussentemperatur verschieden ist. Wir sehen auch aus der Vogelperspektive wie trocken und dürr alles ist, zum Teil sogar abgebrannt - sobald noch etwas Wasser von der letzten Regensaison übrig geblieben ist, sieht man ein paar grüne Flecken
Wir steuern Richtung Moremi und die Khwai-Consession, hier ist es nicht so karg und ausgetrocknet, da der Khwai-River noch Wasser führt.
Der Airstrip ist frei, keine Elefanten-Überquerungen, so landen wir pünktlich, unser Pilot hat das gut gemacht. Der Safariwagen von der Sango Safari Lodge wartet bereits auf uns und mit einem anderen deutschen Paar fahren wir etwa 20 Minuten zur Loge, auch da ist der Pad recht bumpy. (Die Aussage der Guides ist jeweils: this is the best African massage... 🙂 )
Wir werden mit dem Gesang der ganzen Belegschaft von der Sango Safari Lodge empfangen – die Fröhlichkeit in ihrem Gesang wirkt ansteckend und wir fühlen uns sofort wohl, hier mitten im Busch
Mike, der Chef der Sango Lodge, gibt uns alle nötigen Informationen über den Tagesablauf hier in der Lodge und den Game-Drives jeweils morgens und am späteren Nachmittag. Dann gibt‘s Lunch, Lasagne und Salate, sehr fein. Unser Zeltbungalow ist unter Bäumen, mit direktem Blick auf den Fluss, welcher im Moment nicht viel Wasser mit sich bringt. Dennoch sind bei unserer Ankunft etwa 15 Nilpferde direkt vor der Lodge im Fluss.
Friends gross und klein.. 🙂
Nach dem Essen sitzen wir auf unseren Balkon vor dem Bungalow, faulenzen und geniessen einfach diese Stimmung und die Ruhe hier im Busch. Es ist recht heiss heute und die Tiere bleiben im Schatten.
Um halb vier gibt‘s Tee und Kuchen und dann geht‘s auf unseren ersten Gamedrive hier am Khwai mit Edmo unserem Guide. Die Tiere kommen auch langsam wieder aus dem Busch sobald die Sonne etwas weniger auf die afrikanische Erde brennt.. 😉
Edmo fährt kreuz und quer über die Steppe und siehe da, hinter einem Busch….. 3 Löwen liegen richtig faul und fast ein wenig obszön unter dem Busch.
Edmo ist ein toller Guide, er kennt die Lieblingsplätze der Tiere….was wir auch auf den weiteren Game-Drives erfahren werden.
Weiter geht‘ durch den Busch, wir treffen auf eine Zebraherde
und dann ein weiteres Highlight, eine ganze Familie Tüpfelhyänen. Dieses Spektakel ist überwältigend, wie die Kleinen an einem Stück Haut eines Antilopen zerren und sich darum zänken.... einfach fantastisch!
Das Abendlicht ist sehr schön
Dann geht die Sonne langsam unter - immer wieder faszinierend!
Nach dem Sonnenuntergang wird es sofort kühl, wir haben leider keine Jacke mitgenommen, da es am Nachmittag sehr heiss war als wir abgefahren sind. Der Sundowner ist zwar schon vorbei, aber wir halten trotzdem noch einen Moment an für den obligaten Drink Der Gin Tonic schmeckt uns auch heute gut, nach diesem tollen Game-Drive. Es ist schon dunkel und die Fahrt im Safariwagen ist wirklich kühl geworden. Edmo meint, er wolle noch einmal bei den Löwen vorbeifahren, er sei überzeugt, dass diese jetzt bald auf die Jagd gehen würden. Mit dem Scheinwerfer leuchtet er hie und da die Gegend ab. Und siehe da, an genau derselben Stelle, an welcher die Löwen heute Nachmittag gemütlich schliefen, schleichen die 3 Löwen im Scheinwerferlicht gemütlich davon, fast noch etwas schlaftrunken,.. 😉 . wir sind einfach sprachlos und vergessen gerade einen Moment die Kälte. – Leider war es schon recht dunkel, schwierig Bilder zu machen, aber im Kopf sind sie gut gespeichert…
Erst kurz vor 8 Uhr sind wir wieder in der Lodge und Hans fühlt sich plötzlich gar nicht gut... 🙁 Ich muss alleine zum Nachtessen. Das Nachtessen ist lecker und wir sind eine gemütliche Truppe zusammen aus ganz verschiedenen Ländern: Deutschland, Italien, Schweiz, Australien und Kanada. Wir sitzen alle am grossen Tisch, der Chef des Hauses, Mike und Edmo unser Guide essen auch am selben Tisch. Es wird viel gelacht und Mike erzählt einige Schauermärchen und Erlebnisse mit den wilden Tieren im und um das Camp… Ich verabschiede mich jedoch bald von der gemütlichen Runde und als ich in unser Zeltbungalow zurückkomme, wird mir schnell klar, dass die Nacht unruhig sein wird 🙁 . Hans hat eine böse Magen-Darm-Verstimmung, nicht einmal einen Schluck Wasser kann er behalten... 😵 , da nützen auch Medikamente nichts. An Schlaf ist nicht zu denken, Hans verbringt einen grossen Teil der Nacht im Badezimmer, ich mache mir Sorgen und hoffe, dass es nicht noch Schlimmer wird. Erst gegen 3 Uhr morgens beruhigt sich sein Magen ein wenig, er ist total erschöpft. Als wäre das noch nicht genug, höre ich ein lautes Geräusch vor unserem Zelt und ich versuche mit meiner Stirnlampe heraus zu finden, was oder wer denn da vor unserem Zelt herumschleicht. Im Schein der Lampe sehe ich bis zur Veranda und das erste was ich sehe sind leuchtend weisse Stosszähne eines Elefanten. Ich bin so erschrocken, dass ich sofort wieder das Licht ausmache. 😕 Ich wage mich kaum zu bewegen und hoffe, dass dem Elefanten die Blätter an den Sträuchern vor unserem Zelt genügen werden. Als es wieder etwas ruhiger wird, brüllt auf einmal ein Löwe ganz in der Nähe, dann folgen die Hyänen und am Schluss grunzen noch die Nilpferde was das Zeug hält. Ich bin froh, als es langsam dämmert, ich bin auch erschöpft, auch ohne Magen-Darm-Verstimmung.
Teil 2225. Jan. 2018
18. November Sango Safari Lodge, Patientenbetreuung, Game Drive im Moremi Game Reserve
Eigentlich hätten wir um halb sechs aufstehen sollen für die morgige Gamedrive. Aber nach einer solchen Nacht ist es auch mir nicht möglich für 4 Stunden im Safariwagen mitzufahren. So melde ich uns beide ab. 🙁 Ich hole Rooibos Tee und ein paar Toast für meinen Patienten – Die Angestellten der Lodge sind sehr hilfsbereit und kommen oft vorbei um nach unseren Bedürfnissen zu fragen. Wir fühlen uns wirklich gut betreut. Es scheint, dass das Gröbste vorbei ist, der Tee und Toast werden wieder vertragen. Wir wissen nicht, was der Auslöser für seine akute Magen-Darm-Verstimmung war. Wir vermuten, dass er vielleicht einen Schluck unsauberes Wasser erwischt hat, beim Duschen oder so…. Seine Müdigkeit ist sehr gross, Hans schläft fast den ganzen Tag und ich bleibe auf der Veranda und versuche mich von der turbulenten Nacht auch etwas zu erholen. Zum Lunch sind alle wieder zurück vom Game Drive, sie haben wieder einen Löwen und sogar die seltenen Wildhunde gesehen. Schade, dass wir diesen Game Drive verpasst haben, aber es ist wichtiger dass Hans bis morgen wieder auf die Beine kommt, damit wir unsere Reise fortführen können.
Auch nach dem Lunch relaxe ich auf der Veranda und ich werde überrascht von 4 Elefantenbullen, die sich am Fluss gleich vor unserem Bungalow mit Schlamm und Wasser vergnügen. Sie verweilen sich den ganzen Nachmittag und ich habe so meine private Tiersichtung. 🙂 Es ist wieder sehr heiss heute, ca. 37° am Schatten.
Doch dann wird es etwas ungemütlicher auf der Veranda, - sehr wahrscheinlich derselbe Elefantenbulle, welcher uns letzte Nacht besucht hat, taucht vor unserem Bungalow auf. Ich verziehe mich ins Innere und beobachte, wie er genüsslich die Blätter vom Strauch vor der Veranda frisst. 🤨
Ich habe mich gerade startbereit für den Nachmittags-Game Drive gemacht und Hans ist es nicht recht geheuer mit einem Elefanten vor der Haustür, da er sich noch nicht fit genug fühlt und nicht mit auf den Game Drive kommt…. Doch ich kann ihn beruhigen, beim Nachmittags Tee macht Mike nur Sprüche, ob wir Elefanten Reiten wollen, etc.... Es scheint, dass dieser Bulle oft bei der Lodge vorbei kommt und sich jedoch nie aggressiv verhält. Die Kanadier waren am Swimmingpool und haben erzählt, dass der Elefant vorbeikam und Wasser aus dem Swimmingpool trank. Dennoch verlasse ich unser Zelt bei der Dusche auf der Rückseite des Bungalows, mein Respekt vor diesem mächtigen Tier ist sehr gross.
Nun geht‘s los auf die Nachmittags Game Drive mit Edmo unserem Guide.
Wir fahren über die Northbridge über den Fluss Khwai und in den Moremi-Wildlifepark. Hier hat es vor kurzem ein Buschfeuer gegeben, es liegen verkohlte Bäume am Boden und grössere Anhäufungen von Asche, die zum Teil noch etwas Rauch verursachen. Der Grund des Buschfeuers sei nicht bekannt, sagt uns Edmo.
Auf unserer Fahrt treffen wir immer wieder auf Elefanten, Impalas, Gnus, und Hippos im Fluss Khwai.
Wir fahren ganz tief in den Park, Edmo möchte schauen, ob die Wildhunde immer noch da seien wie am Morgen. Und siehe da, tatsächlich liegt das ganze Rudel im Schatten und wir können von nächster Nähe diese schönen und speziellen Hunde beobachten. Es ist mit dem Schatten recht schwierig schöne Bilder von diesen Tieren zu machen, da ich nicht eine hochprofessionelle Kamera habe. – Aber die Hauptsache ist ja die Sichtung und nicht die Bilder….
Wir sind privilegiert, da wir auf der richtigen Seite des Khwai-Rivers sind - die Touristen in den Safariwagen auf der anderen Seite müssen die Wildhunde mit dem Fernglas bestaunen... 😉
Da wir tief in den Park hinein gefahren sind, müssen wir uns beeilen, damit wir um 19 Uhr den Park wieder verlassen haben, sonst müssen wir im Park übernachten... 🙁 .
Auf der Rückfahrt ist einmal mehr der wunderschöne Sonnenuntergang der schöne Abschluss dieses Game Drives... 🙂
Ganz knapp erreichen wir den Ausgang und Edmo atmet auf, da es für ihn schwerwiegende Folgen gehabt hätte… er hätte nicht mehr als Guide arbeiten dürfen erzählt er uns später. Nach der Brücke halten wir noch kurz an und trinken unseren Sundowner, obschon die Sonne schon länger wieder hinter dem Busch verschwunden ist. Das Nachtessen wird heute beim Pool serviert, sehr romantisch unter dem afrikanischen Sternenhimmel. Es wird wieder angeregt diskutiert in der internationalen Runde und das Essen ist auch heute sehr gut. Auch Edmo ist bei uns am Tisch und ich unterhalte mich recht lange mit ihm. Er erzählt mir ein wenig von seiner Familie. Er hat 8 Geschwister und er ist der Einzige mit einem regelmässigen Einkommen, so unterhält er mit seinem Lohn die Geschwister und ihre Familien. Es macht mich schon ein wenig nachdenklich, dass wir hier eigentlich zu luxuriös in diesen Lodge wohnen, Essen und Trinken all inklusive, eigentlich übertrieben. Die Angestellten meinen, wir leben immer so. Ich hatte bei diesem Gespräch auch die Gelegenheit, Edmo zu sagen, dass wir zu Hause nicht jeden Tag solche 4-Gang-Menus essen und wie unser Tagesablauf so aussieht. Ich finde es auch wichtig, dass dieser Austausch stattfindet wenn sich die Gelegenheit ergibt, damit auch die Menschen, welche stets mit den Touristen arbeiten, etwas mehr aus deren Leben erfahren und sich nicht ein total falsches Bild von ihnen machen. Wir werden von Edmo wieder zurück in unsere Bungalows begleitet, da die Tiere durch das Camp kommen könnten, während der Nacht. Es war ein gelungener Abend und Hans scheint auch langsam wieder auf die Beine zu kommen. Sein Humor ist wieder zurück – sein Spruch als ich wieder zurück in den Bungalow komme: „Es ist nicht erstaunlich, dass die wilden Tiere letzte Nacht so nah zum Bungalow kamen, sie spüren, wenn ein verletztes, schwaches Tier in der Nähe ist….“ 🙂 Leider hat er die beiden Abendessen nicht geniessen können. Nun bin ich müde genug, dass mich in dieser Nacht wohl kaum ein Geräusch wecken wird…morgen ist SONNTAG... 😉
Teil 2326. Jan. 2018
SONNTAG 19. November Morning Game Drive Sango Safari Lodge – endlich ein Leopard - und Flug nach Gunns‘Camp
Wir haben diese Nacht super gut geschlafen und auch draussen war es diese Nacht ruhiger, vielleicht hatte Hans doch recht mit seinem Spruch gestern… 🙂 Er ist wieder auf den Beinen und fühlt sich fit genug, heute morgen auch mit auf den Game Drive zu kommen. Rund ums Feuer mit Blick auf den Khwai-River gibt es Frühstück vor dem Game Drive. Die Toast werden über dem offenen Feuer gemacht. Richtig friedlich alles heute morgen und die Sonne wärmt uns schon.
Auf geht’s mit Edmo und er frägt uns was wir heute sehen möchten. Löwen und Wildhunde haben wir schon gesehen, es fehlt noch der Leopard. Also einstimmig im Safariauto, heute wollen wir einen Leoparden sehen und Edmo meint, das sei sicher möglich, schliesslich sei heute Sonntag… 😉 Vorerst fahren wir fast 2 Stunden durch den Park der Khwai Concession kreuz und quer und alles was wir sehen sind ein Giraffe, ein paar Perlhühner und im Hippopool liegen die Hippos faul herum.
Gähnende Leere…. Man könne meinen, die Tiere seien in der Kirche…. Es ist ja Sonntagvormittag….. 😄
Dann treffen wir auf andere Safariautos und ein privates Auto. Sie haben einen Leoparden gesehen, er ist jedoch im Busch verschwunden. Edmo meint, den finden wir, es ist Sonntag… 🙂 . Nun geht die Suche los, alle Autos durchstreifen den Busch, hin und her, im Kreis, mehrmals an den selben Stellen. Es scheint, dass eine Impala-Mutter ihr Baby sucht, sehr wahrscheinlich ist es dem Leoparden zum Opfer gefallen.. Alle sind total aufgeregt und möchten natürlich den Leoparden unbedingt sehen. Jeder Busch wird unter die Lupe genommen. Und dann, auf einmal wir wagen kaum zu atmen.... da da Leo...! Und tatsächlich unter dem Busch gleich neben unserem Safariauto, etwa 2m entfernt läuft er ganz gemütlich hinter unserem Wagen durch. Das war ja nicht zu fassen, dass wir an diesem fast tierfreien Game Drive noch so nah einen Leoparden zu sehen bekommen. Ein Sonntagsgeschenk!
Leider verschwindet der Leopard recht schnell wieder in den Büschen - er hat uns nicht viel Zeit gelassen um ihn im besten Licht zu fotografieren..., aber das Erlebnis ist grandios. Nun muss Edmo aber ganz schnell ins Camp zurückfahren, es müssen nämlich 4 Personen von unserem Safariwagen schon vor dem Mittag zum Airstrip für einen Weiterflug. Wir haben noch etwas mehr Zeit und können die die Lodge noch richtig geniessen bis nach dem Lunch. Der Elefant kommt wieder zu Besuch, ganz nah an die Lodge heran, irgendwie haben wir uns fast an ihn gewohnt.
Unsere Taschen sind gepackt und Edmo führt uns zum Airstrip. Wir wären ganz gern noch ein paar Tage hier geblieben, da es Hans auch wieder besser geht. Wir haben uns wie in einer Familie gefühlt, ein sehr empfehlenswerter Ort!
Es kommen gleichzeitig gerade 3 Flugzeuge an, unseres ist das Kleinste. Wir sind nur wir zwei mit dem Piloten Christian und dann geht‘s wieder ab in die Luft.
Die Sango Safari Lodge von oben
Diesmal ist der Flug tiefer und wir sehen hie und da einige Tiere, was den etwas unruhigen Flug besser ertragen lässt.
Nach etwa 25 Min. sind wir schon im Gunn‘s Camp gelandet am Rand der Chiefs Island und werden abgeholt. Das Camp liegt direkt neben dem Airstrip. Es ist wieder sehr heiss heute und der Eingang zum Camp sieht nicht wirklich luxuriös aus. Wir erfahren, dass sie enorme Probleme mit den Elefanten haben und diese ins Camp kommen und alles niedertrampeln. Letzte Nacht sind sie in die Küche eingebrochen und haben alles kaputt gemacht. Die Stimmung ist irgendwie etwas getrübt. Zwischen den Zeltbungalow sind die Büsche auch niedergetrampelt, es hat Elefantenkot und Äste liegen kreuz und quer. Na ja, man hat uns gesagt, es sei ein Luxuscamp... aber dem ist auf jeden Fall während unserer Anwesenheit definitiv nicht so 🙁 . Unser Zelt ist gross mit einer erhöhten Terrasse, da hier im Juli sehr viel Wasser ist und die Ebene überschwemmt wird. Im Zelt ist alles gut eingerichtet, mit einem Freiluft Badezimmer und einer Freiluftbadewanne
Wir relaxen ein wenig, was zwar nicht so gelingen will, bei dieser Hitze. Um 15.30 Uhr gibt’s Tee und Kuchen und anschliessend eine Ausfahrt mit dem Mokoro, das Einboot. Über einen Steg geht‘s zum Hauptgebäude mit der Bar und dem Restaurant. Dieses ist auch auf Stelzen erhöht und von der Bar hat man eine schöne Aussicht auf die Ebene. Ausser uns ist nur noch ein junges Ehepaar auf der Hochzeitsreise hier im Camp. Wir sind mit 2 Mokoros unterwegs. Doch wir kommen nicht sehr weit, ein Hippo liegt im Fluss und wir müssen umkehren, da der Kanal recht wenig Wasser hat und es zu gefährlich wäre. Wir machen einen Halt und gehen an Land für einen Drink. Irgendwie werde ich nicht so recht warm mit den Guides und diesem Camp, es ist alles so durchorganisiert und der Guide sagt uns, wo wir Fotos machen sollen, sein Englisch ist schlecht verständlich.... 🙁 Dann fahren wir schon wieder zurück zum Camp, der Mokoro Ausflug war kurz und wir sind nicht wirklich begeistert.
Von der Bar aus können wir noch eine grosse Herde Büffel in der Ebene beobachten, sie bleiben bis zum Sonnenuntergang.
Einfach immer ein Bild zum Staunen....diese Sonnenuntergänge...
Vor dem Nachessen wollen wir uns etwas frischmachen und in unseren Bungalow zurückkehren. Aber wir müssen wieder zurück ins Hauptgebäude, auf unserem Weg zum Bungalow steht ein riesiger Elefant und er macht nicht den Anschein, dass er sich bald verziehen wird… 🙁 Nach einer halben Stunde ist er endlich weitergezogen und wir können kurz vor dem Einnachten noch in unseren Bungalow zurückkehren. Für das Abendessen holt uns der Guide ab, da es schon dunkel ist. Das Essen ist sehr gut, da gibt es nichts auszusetzen. Zurück zum Zelt werden wir auch wieder begleitet und wir brauchen auch heute keine Gutenachtgeschichte mehr bevor wir im Traumland sind und vom Leoparden träumen 🙂
Teil 2429. Jan. 2018
20. November Gunn‘s Camp, Relaxen und Bootsausflug
Die Nacht war recht ruhig und wir haben uns für heute abgemeldet für die Morgenaktivität – den Bushwalk. – So können wir gemütlich frühstücken und geniessen dann den Vormittag auf unserer Veranda.
Ausser ein paar grasende Elefanten ist es heute ruhig auf der Ebene vor der Lodge.
Es wird wieder sehr heiss und dazu ist es noch recht windig. So gegen 11 Uhr kommt immer ein Flugzeug, welches Verschiedenes in die Lodge bringt, sei es Nahrungsmittel oder andere Materialien, welche gebraucht werden. Wir hören das Flugzeug sehr gut beim Landeanflug und plötzlich startet es wieder durch. 🙁 Ein paar Minuten später kommt es wieder und landet korrekt auf dem Airstrip. Da wir durch die Büsche nicht direkte Sicht auf den Airstrip haben, erzählte uns später unser Guide, dass es einige Elefanten auf dem Airstrip nicht so eilig hatten, diesen zu verlassen… 😉. Bald gibt es schon wieder Lunch, eigentlich haben wir gar keinen Hunger – in diesen „Luxus-Lodges“ wird fast ein wenig übertrieben mit dem vielen Essen. Für uns und das junge Ehepaar werden grosse Mengen Essen vorbereitet, die wir nie und nimmer zu essen vermögen. Dazu kommt, dass die junge Frau auch Probleme hat mit ihrem Magen und kaum etwas essen mag… Im Zeltbungalow wird es am Nachmittag unerträglich heiss. Zum Glück haben die Elefanten, die Bäume um unseren Bungalow stehen gelassen, so haben wir wenigstens Schatten auf der Veranda. Um 16 Uhr haben wir uns angemeldet für die Bootstour. Wir sehen viele Vögel, Kudus, eine Wasserechse und eine Herde Elefanten, die wir recht lange beobachten.
Vor allem die jungen Elefanten sind immer so lustig, wie sie miteinander spielen… Unser Guide muss ständig wieder sein „take a picture“ wiederholen, es wird langsam etwas nervig… 😈 Heute sind wir etwas weiter gekommen mit dem Boot als gestern mit dem Mokoro, die Hippos haben sich verzogen. Bei der Rückfahrt geniessen wir einmal mehr den traumhaften Sonnenuntergang, wir können nicht genug von diesen schönen Augenblicken bekommen......
Wir genehmigen uns einen Gin Tonic auf der erhöhten Terrasse des Restaurant zum Ausklang dieses eher ruhigen Tages, bis wir wieder zu Tisch gebeten werden… Das Abendessen ist köstlich, aber auch da ist die Menge grösser als unsere Magen vertragen mögen…
Mit am Tisch sitzt heute auch noch eine weitere Person, er nennt sich Baloo und wohnt in Südafrika, spricht etliche Sprachen und ist bei 5 Camps im Delta zuständig für die Entwicklung und Unterstützung der Manager. Er hat ein gutes Mundwerk und liebt es, seine Geschichten über die vielfältigen Tätigkeiten in den Camps zu erzählen. 😉 Im Gunn’s Camp muss er eine Lösung suchen, damit die Elefanten nicht alles zerrtrampen und nicht mehr in die Küche einbrechen können. Er meint, dass es aktuell in Botswana etwa 100‘000 Elefanten zu viel hat. 🙁 Der Grund sei unter anderem, dass diese nicht mehr die grossen Wanderungen machen wie früher, da in gewissen Ländern Unruhe herrscht und die Elefanten spüren, dass sie in Botswana ihre Ruhe haben. Auch heute lassen wir uns begleiten über die Passerelle bis zu unserem Bungalow nach dem Abendessen. Es scheint im Moment ruhig zu sein, keine Elefanten in Sicht. Morgen haben wir uns für den Bushwalk angemeldet und wir müssen so um 6 Uhr aufstehen.
Teil 2530. Jan. 2018
21. November Bushwalk und Flug zurück nach Maun
Diese Nacht war sehr unruhig, wir haben sehr wenig geschlafen. Die Paviane haben einen riesen Krach verursacht. 😈 Sehr wahrscheinlich versuchten sie andere Tiere im Camp zu verjagen… 🙁 , Wir sind schon früh wach und machen uns bereit für den Bushwalk. Vorerst gibt‘s Frühstück und dann geht’s zuerst mit dem Boot ein Stück Fluss aufwärts. Dann heisst’s aussteigen und schön hintereinander marschieren wir durch das recht hohe Steppengras. Ich fühle mich nicht so in Sicherheit bei diesem Bushwalk, keiner der beiden Guides hat ein Fernglas dabei, ich muss ihnen hie und da meines ausleihen und ich habe das Gefühl, dass sie sich etwas zu sicher sind mit ihrem Spaziergang. 😕
Wir sind es auch, die bemerken, dass nicht weit entfernt 2 Büffel stehen, die uns beobachten. Wir müssen ihnen ausweichen, damit sie uns nicht mehr sehen können. Das wirkt nicht wirklich beruhigend auf mich…. 🙁 Wir wandern weiter durch das Steppengras, alles was wir zu sehen bekommen sind die beiden Büffel, ein Warzenschwein und ein paar Zebras…., dies für 1 ½ Stunde Bushwalk an der schon heissen Vormittagssonne…, nicht wirklich ein Highlight… 😠 Ich bin froh, als wir wieder zurück im Camp sind. Wir sind eigentlich gar nicht so unglücklich, dass wir heute Nachmittag wieder nach Maun zurückfliegen. Als wir von unserem Bushwalk zurückkamen, sind Arbeiter am Gebäude des Restaurants beschäftigt, auch das Dach muss repariert werden. So müssen wir heute den Mittagslunch im anderen Gebäude einnehmen, da dort provisorisch das Restaurant eingerichtet wurde…
Nach dem Essen müssen wir unsere 7 Sachen wieder packen, um halb drei kommt das Flugzeug, welches uns wieder nach Maun bringt. Im Gunn’s Camp war für uns das Preis-Leistungs-Verhältnis überhaupt nicht korrekt, viel zu teuer und wir würden diese Lodge auch nicht weiterempfehlen.... 😵 Es ist sehr sehr heiss heute und obschon der Weg zum Airstrip nicht weit ist, tropft uns der Schweiss von der Stirn, bis wir im Flugzeug eingestiegen sind. Heute sind wir zu viert und der Pilot ist ein junger Afrikaner. Wir fliegen wieder recht tief, so dass wir noch einmal die Elefanten an den Flussläufen sehen können. Auch eine grosse Büffelherde kann gut erkennt werden. Der Flug ist recht unruhig, somit gibt es von diesem Flug keine Fotos. Wie näher wir nach Maun kommen, umso windiger wird es. Es braut sich ein Sturm zusammen. Der Pilot hat alle Mühe, das Flugzeug gerade zu behalten, er steuert das Flugzeug wie ein Rallyfahrer, da der Wind von der Seite kommt. Die Landung wird dann ziemlich wacklig und vorerst nur auf einem Rad…. 🤨 Zum Glück hat unser Pilot alles im Griff, ich bin jedoch sehr erleichtert, wieder Boden unter den Füssen zu haben... Am Flughafen müssen wir noch auf die Reisevertreterin von African Destination warten, sie will noch unser Feedback zu den beiden Lodges im Delta. Wir geben unsere Meinung ab, kurz und knapp, Sango super und Gunn‘s nicht wirklich zufriedenstellend. Dann bringt uns ein Taxi wieder zurück in die Thamalakane River Lodge. Alles ist noch da, Auto und unsere Taschen. Wir erhalten wieder denselben Bungalow wie vor 4 Tagen und wir genehmigen uns für die Rückkehr aus dem Delta einen doppelten Gin Tonic. Hans muss noch seine Sonnenbrille flicken, dabei hat er einen Zuschauer. 😉 Er muss sich etwas abreagieren denn er hat realisiert, dass er seinen Safari Hut im Gunn's Camp liegen gelassen hat und das nervt ihn gerade ein wenig. 😉
Es ist bewölkt und es hat ein paar Tropfen geregnet, aber das richtige Gewitter bleibt aus. Wir können wieder mit Blick auf den Fluss das Nachtessen einnehmen, leider gibt es wieder Buffet und fast das Gleiche wie vor vier Tagen. Der Preis für das Buffet-Abendessen ist eindeutig zu teuer, auch da sind wir nicht 100%ig zufrieden. Als Schlummertrunk genehmigen wir uns ein Glas Rotwein, damit wir auch gut schlafen können, nach der letzten unruhigen Nacht im Gunn‘s Camp.
Teil 2601. Feb. 2018
22. November Maun - Edo‘s Camp (Ghanzi) – Rückkehr nach Windhoek in Etappen
Trotz der grossen Müdigkeit haben wir nicht sehr gut geschlafen. Der Himmel ist heute mit grauen Wolken verhangen. Nach dem Morgenessen (das auch nicht gerühmt werden kann…), verabschieden wir uns und fahren vorerst zurück nach Maun. Nach einem Halt an der Tankstelle geht‘s weiter Richtung Westen.
Etwa 300 km auf der ziemlich langweiligen, z.T. verlöcherten Teerstrasse, welche fleissig geflickt wird.... 😉 hie und da ein Dorf und am Strassenrand Ziegen, Rinder, Esel, Pferde.
Kurz nach Mittag kommen wir schon im Edo‘s Camp an, etwa 30 km vor Ghanzi. Wir werden begrüsst von Andy dem Manager und sind ziemlich erstaunt, als er Schweizerdeutsch mit uns spricht. Da seine Mutter Schweizerin ist, hat er seine jüngste Kindheit in der Schweiz verbracht. Das an das Camp angrenzende Kinderheim wurde von seiner Mutter gegründet und ist heute ein Tagesheim für Kinder der angrenzenden Hüttendörfer der San. Darunter hat es auch viele Waisenkinder, weil die Eltern an Aids gestorben sind. Das Camp ist an einem grösseren Wasserloch und ist mit verschiedenen Nachbarfarmen zusammengeschlossen.
Auf dem Grundstück leben geschützt etwa 20 Nashörner. Von unserem Zeltbungalow aus haben wir Blick auf das Wasserloch. Da es jedoch schon mehrmals geregnet hat in der letzten Zeit, sind keine Tiere zu sehen. Beim Tee und Kuchen lernen wir auch Jessi, die Frau von Andy kennen und ihren kleinen Sohn, welcher erst 13 Monate alt ist und gerade versucht seine ersten Schritte zu machen…, doch auf allen Vieren durch den Sand geht es im Moment noch schneller... Der Kleine wird wohl einmal ein Sprachtalent werden. Jessi ist Französin mit Amerikanischen Eltern, sie spricht mit ihm französisch, Andy ist hauptsächlich in Italien aufgewachsen und spricht italienisch mit ihm. Andy und Jessi sprechen jedoch miteinander Englisch. Ich plaudere ein wenig mit Jessi über ihr Leben mit einem Kleinkind hier in Botswana. Irgendwie ist hier alles viel unkomplizierter als bei uns in Europa, was das Leben mit einem Kleinkind betrifft.
Dann gehen wir mit Jack, dem Guide und Lucky dem Chauffeur des Safariwagens auf Gamedrive. Wir fahren vorerst an einer offenen Grasfläche vorbei und sehen wieder einmal eine Herde Springböcke. Wir lieben diese schönen Antilopen. Wir haben bis jetzt leider noch fast keine gesehen, da sie nur in den Trockengebieten leben, eben wie die Kalahari. Dann geht die Fahrt kreuz und quer durch buschreiches Farmland, wir treffen auf eine Schildkröte und dann
– Jack hat eine Nashornfamilie entdeckt.
Er frägt uns, ob wir ein wenig näher zu Fuss gehen möchten, damit wir das Kleine besser sehen können. Ehrfürchtig schleichen wir durch den Busch, wir wagen kaum zu atmen…, dann verschwinden die drei Nashörner wieder im dichten Busch. Mit dem Safariwagen versucht Lucky der Familie auf der Spur zu bleiben und tatsächlich sehen wir sie noch ein zweites und ein drittes Mal. Wir sind glücklich, dass wir diese seltenen, mächtigen Tiere so nah zu sehen bekamen.
Der Himmel verdunkelt sich, da sich am Horizont ein Gewitter zusammenbraut.
Wir müssen wieder zurückfahren und machen bei der grossen Ebene unser Sundowner Stopp. Springböcke, Zebras, einige Oryx und Walibis grasen friedlich auf der Ebene. Das Licht ist leider zu schwach, damit wir diese Tiere gut fotografieren können, aber wir geniessen diesen Augenblick umso mehr. Dabei werden wir streng beobachtet... 😉
Dann verfärbt sich der Horizont ganz speziell und es erscheint eine traumhafte Abendstimmung hinter den Gewitterwolken.
Dieses Bild, mit den Tieren im Vordergrund, könnten wir noch lange bewundern, aber wir müssen zurück ins Camp, dass Unwetter naht. Zurück im Camp, haben wir gerade noch Zeit schnell in unseren Zeltbungalow zu gehen vor dem Abendessen. Kaum sind wir im Hauptgebäude, wo das Essen serviert wird, fängt es in Strömen an zu regnen, es giesst wie aus Kübeln und wir hoffen, dass das Dach dicht bleibt über unserem Tisch…. Wir sind nicht eine grosse Runde, gesamthaft sind wir mit Andy 8 Leute am Tisch. Das Abendessen ist sehr gut, obschon alles mit Schirm durch den Regen von der Küche gebracht werden muss. Nach dem Essen hat es glücklicherweise aufgehört zu regnen und wir können ohne Schirm in unser Zelt. Vom Wasserloch kommen jedoch zahlreiche Frösche auf den Pad, wir müssen aufpassen, dass wir nicht auf sie stehen in der Dunkelheit. Durch ihr Gequake haben wir etwas Mühe, den Schlaf zu finden, aber irgendwann war dann die Müdigkeit doch stärker..
Teil 2704. Feb. 2018
23. November Edo‘s Camp - Kalahari Bush Break - zurück nach Namibia
Trotz dem nächtlichen Froschkonzert habe ich gut geschlafen, was für Hans jedoch nicht der Fall war - er beklagt sich, dass er fast gar nicht geschlafen hat... 🙁 Wir haben es heute nicht eilig, unsere Tagesetappe geht nur über die Grenze wieder nach Namibia - bis in die Kalahari Busch Break, das sind zirka 250 km. Wir essen alle zusammen gemütlich Frühstück und verabschieden uns dann von Andy und dem Edo‘s Camp.
Die Landschaft am Strassenrand hat sich ein wenig verändert, es ist grüner als gewohnt, man sieht, dass es schon geregnet hat.
In Ghanzi halten wir noch kurz um unsere letzten Pula auszugeben. Hans hat in einem Shop einen neuen Safarihut für 70 Pula gefunden 😉 und mit dem Rest tanken wir noch auf.
Dann fahren wir weiter bis an die Grenze. Vorerst die Ausreise nach Botswana, was recht zügig voran ging, dann die Einreise nach Namibia. Bis hierhin waren alle Beamte an den Grenzen und den Strassenkontrollen freundlich mit uns. Aber auf der namibischen Seite sieht dies ganz anders aus. 🙁 Ein Prozedere, bis die Fingerabdrücke gemacht sind.... Bei mir will es nicht klappen, die Haut an meinen Finger der rechten Hand ist zu wenig gefurcht, damit der Abdruck korrekt ist. Ein hin und her, noch und noch einmal. Dann gibt‘s der Beamte auf und macht den Stempel in den Pass. Vielleicht sollten sie auch einmal die Oberfläche des Gerätes putzen, das Glas war richtig schmutzig… 😵 Dann fahren wir mit dem Auto bis zum Stopp, dort sitzt ein älterer korpulenter Beamter am Schatten auf einem Stuhl und gibt uns zu verstehen, dass wir ganz nah zu ihm fahren sollen, er will nicht an die Sonne kommen…. 😵 Er frägt uns, ob wir die Strassengebühr bezahlt hätten... - ja sicher, wir waren ja schon in Namibia. Ja, das sei nicht mehr gültig, wenn wir einmal aus Namibia ausgereist seien… Wir haben einen südafrikanischen Wagen und diese müssen in Namibia Strassengebühr bezahlen… ,- ob dies nun wirklich stimmt wussten wir in diesem Moment nicht…. Also wieder zurück in ein anderes Büro. Dort muss ich wieder einen Zettel ausfüllen mit allen Daten des Autos. Ich weiss nicht, was diese Abkürzungen bedeuten und der Schalterbeamte sagt mir immer wieder ich müsse eine spezielle Nummer des Autos eintragen, diese sei irgendwo auf dem Auto markiert…. 😵 Ich nerve mich langsam und sage, dass wir ein Mietauto hätten und wenn er Chassisziffern oder was weiss ich was will, soll er mitkommen, ich wisse nicht wo das stehe auf dem Auto.. 😈 . nach längerer Diskussion bemüht er sich doch mit zum Auto zu kommen, um mir die 20stellige Ziffer am Auto zu zeigen….. Dann noch einmal zurück ins Büro, ewige Schreiberei und dann muss ich tatsächlich 277.—N$ bezahlen. Das ist eine Frechheit und mit dieser Unfreundlichkeit der namibischen Beamten habe ich schon etwas Mühe… 😈
Endlich sind wir über der Grenze und es geht nicht mehr weit zur Kalahari Bush Break.
Eine schöne Lodge, geschmackvoll und gepflegt. Nach dem Bezug des Zimmers Nr. 5 machen wir einen kleinen Rundgang und löschen den Durst im offenen Restaurant, mit Blick in die Weite der Kalahari und das Wasserloch.
Auch das innere des Hauptgebäudes hat seine eigene Identität
Leider ziehen schon wieder schwarze Wolken auf. Es gibt wieder ein gewaltiges Gewitter mit Blitz und Donner. Bald regnet es wieder in Strömen und verbringen den Rest des Nachmittags in unserem Zimmer. Nach dem Gewitter entsteht ein wunderschöner Regenbogen über dem roten Sand der Kalahari.
Auch diesem Tausendfüssler hat der Regen gut getan.
Bis zum Nachtessen hat es aufgehört zu regnen und wir können das Nachtessen unter der gedeckten Veranda geniessen. Es gibt heute ein Steak vom Gnu, sehr fein, das haben wir zum ersten Mal gegessen. Es ist recht frisch geworden in der offenen Veranda und so gehen wir recht früh schlafen. Morgen ist leider schon unsere letzte Etappe unserer Reise durch Namibia und Botswana… 🤨
Teil 2805. Feb. 2018
24. November Kalahari Bush Break - Voigtland Guestfarm (Windhoek)
Nach einer ruhigen Nacht scheint heute Morgen wieder die Sonne über der Kalahari. Wir haben auch heute viel Zeit und frühstücken ganz gemütlich. Wir sind froh, dass wir diese 3 letzten Tage wirklich ohne Hektik verbringen dürfen. Wir entscheiden uns noch den etwa 20 km langen 4x4 Trail durch das Farmgelände zu fahren. Somit haben wir noch etwas Abwechslung, bevor es wieder auf die eintönige Teerstrasse geht.
Auf dem Trail machen wir zweimal einen Halt bei den Bushman-Paintings.
Tiere haben wir nicht viel gesehen. Aber ein Geweih eines Antilopen - nicht schlecht zur Verzierung des Autos (selbstverständlich nur für die Foto... 😉 )
Auch vom Beobachtungshochsitz aus ist weit und breit kein Tier zu sehen.
Es ist schon recht heiss und so bleiben die Tiere unter den Büschen am Schatten.
Dann verabschieden wir uns von der Kalahari Bush Break – Lodge und fahren Richtung Gobabis. Wir fahren durch die Stadt und nehmen nicht die Umfahrungsstrasse – eine lebendige, bunte Stadt….
Nach weiteren 150 km haben wir genug von der langweiligen B6 und fahren einen kleinen Umweg über das Dorf Omitara, der Bahnlinie entlang. Die Landschaft ist hier auch schöner – wir würden ganz gerne noch ein paar Tage durch die Weiten Namibias weiterreisen – die Weite und die Gravelroads haben wir in Botswana vermisst….
Unser heutiges Ziel ist die Voigtland Guest Farm, nicht sehr weit vom Flughafen entfernt. Die Farm liegt auf einem Hügel und die Gebäude wurden um 1900 gebaut. In den Innenräumen wird man ein wenig in die Kolonialzeit zurückgesetzt. In einem Raum sind viele alte Gegenstände und Schriften aus dieser Zeit vorhanden. Es ist wirklich ein schöner Ort um die letzten Tage in Namibia ausklingen zu lassen. Der Garten mit Swimmingpool ist sehr liebevoll angelegt.
Auf Voigtland werden Simmentaler Rinder gezüchtet. Hier ist die Heimat der ältesten Simmentaler Herden ausserhalb Europas. Ich bin aufgewachsen auf einem Bauernhof in der Schweiz mit Simmentaler-Kühen und ich bin sehr erstaunt, dass diese Tiere, die eigentlich saftiges Gras lieben, hier in Afrika das Steppengras akzeptieren.
Die Farm und das Guesthouse werden in 4. Generation von Stefan und Gaby bewirtschaftet. Wir geniessen den Rest des Nachmittags im Garten. Bei Kaffee und Quarkkuchen mit hauseigenem Quark, können wir die 5 Giraffen beobachten, welche um die Teezeit immer ganz in die Nähe der Terrasse kommen.
Das Abendessen können wir in der halb offenen Veranda einnehmen.
Es gibt ein wunderbar zartes Oryxsteak. Dazu einen feinen Tropfen südafrikanischen Wein, vom Hausherr speziell empfohlen und serviert. Ich fühle mich hier fast ein wenig wie im Film “Out of Africa“.
Es hat noch 4 weitere Gäste, leider verdirbt eine Touristin ein wenig die tolle Abend-Stimmung. Sie reklamiert, dass das Dessert, die Crème brulée, nicht korrekt serviert wurde 😵 . Es war etwas peinlich und wir haben der Hausherrin auch versichert, dass alles wunderbar geschmeckt hat. Für uns hätte auf jeden Fall der letzte Abend in Namibia nicht besser sein können und der gute Tropfen Wein gibt uns die richtige Müdigkeit, damit die letzte Nacht voll schöner Träume sein wird…. 🙂
Teil 2906. Feb. 2018
25./26. November Ein Genusstag auf Voigtland und Rückflug nach Frankfurt – Ende gut, alles gut
Wir haben tief und fest geschlafen. Da unser Flug erst heute Abend ist, hatten wir eigentlich vorgesehen, heute noch in die Stadt zu fahren. Aber es gefällt uns so gut hier, dass wir an diesem letzten Tag einfach nur noch jeden Augenblick an diesem friedlichen Ort geniessen möchten. 🙂 Im Garten erwartet uns ein sehr geschmackvoll angerichtetes Frühstück mit hauseigenen Milchprodukten und frisch zubereiteten Sandwiches. Gestärkt für den heutigen Tag machen wir es uns wieder gemütlich unter den Bäumen im Garten. Auch die Giraffen sind heute Morgen wieder da. Unsere Gedanken schweifen noch einmal zurück zu den vielfältigen Erlebnissen der letzten drei Wochen.
Eine deutsche Reisegruppe kommt zum Frühstück und zum Besuch der Farm. Stefan der Hausherr erzählt spannende Informationen über die Farm. Wir fühlen uns hier fast wie zu Hause, es ist ruhig, nur die Vögel zwitschern. Gegen Mittag machen wir noch einen kleinen Rundgang auf der Farm.
Wir müssen unser Zimmer erst am Nachmittag räumen, da die angesagten Gäste den Nachtflug von Frankfurt verpasst haben, weil sie mit dem ICE 3 Stunden stehen geblieben sind…. 😈 Wir lassen es uns gut gehen und werden richtig verwöhnt. Um 2 Uhr nachmittags erhalten wir ein leichtes Mittagessen, serviert unter der Veranda im Garten am Pool, gemischter Salat mit Oryxfiletstreifen und zum Dessert Vanilleglace und Erdbeeren.
Einfach himmlisch, auf diese Art den letzten Tag geniessen zu können. Aber leider naht der Abschied und wir plaudern noch ein wenig mit Gaby über den Tourismus und die Politik in Namibia. Immer wieder spannend, direkte Informationen von Menschen zu erhalten, die hier leben und arbeiten. Wir sind fast etwas traurig, von diesem schönen Ort wegzugehen.
Bei einer nächsten Reise nach Namibia müssen wir nicht überlegen, wo wir den ersten und den letzten Tag verbringen werden. Wir verabschieden uns herzlich von Gaby und Stefan und fahren Richtung Flughafen. Dort tanken wir unser Auto noch einmal auf und die Übergabe verläuft problemlos und schnell, was immer für Erleichterung sorgt… 🙂
So können wir noch ein Stündchen vor dem Flughafen im Park verweilen, bevor wir uns in die Kolonne einreihen zum Einchecken. Alles verläuft reibungslos, wir erhalten sogar die vor reservierten Plätze, nicht so wie in Frankfurt beim Hinflug. Auch die Handgepäckkontrolle geht schnell ohne grosse Untersuchungen. Ein letztes Windhoek Lager, ein letztes Savannah light und dann heisst es schon - boarding is ready.
Der Flug verläuft recht ruhig, ich kann jedoch kaum schlafen, ich bin zu sehr mit meinen Gedanken immer noch an den vielen Eindrücken der letzten drei Wochen. Aber die Nacht geht auch vorbei und wir landen pünktlich in Frankfurt. Nun noch 3 Stunden mit der Bahn und am Mittag sind wir schon in Basel, im kalten, grauen Winter. Wir sind glücklich und einmal mehr dankbar, dass alles gut gegangen ist und wir so viele schöne Erinnerungen mit nach Hause nehmen dürfen. Auch nach unserer 4. Reise ins südliche Afrika hat uns der Afrika-Virus noch nicht verlassen…. 🙂 🙂