Schneeballwürger (Black-backed Puffback) Die Vögel frönten ausgiebig dem Duschvergnügen… Village-Weber Schneeballwürger Mal sehen, ob Ihr diesen hier identifizieren könnt:
...und nach dem Duschen:
Der Monarch durfte in diesem Garten nicht fehlen:
Dieser Strauch duftete betörend
An einem Morgen fand sich ein winziger Skorpion im Waschbecken
Wir fuhren einen Tag früher als geplant weiter, da es uns auf der schattenlosen Campsite einfach zu heiß war. Auch unten am Fluß wehte kein Wind und wir sahen dort kaum Getier.
Teil 4213. Apr. 2018
17.10. bis 19.10. Namuschascha Logde, Campsite Hier hatte man für uns noch für zwei Nächte einen Platz. Den Ankunftstag verbrachten wir fast nur im Schatten sitzend. Die Hitze machte uns sehr zu schaffen, sogar das Überziehen von nassen T-Shirts half nur kurzfristig. Der Fitislaubsänger war uns auch hierher gefolgt, wir hörten ihn laut und vernehmlich singen. Goldschwanzspechte (Golden-tailed woodpecker) suchten die Bäume ab.
Gegen Abend sahen wir im Ried zwei weibl. Sitatungas und zahlreiche grüne Pigeons. Nachts waren Eulenrufe und Glöckchengeklingel der Frösche die Geräuschkulisse. Da es im Auto am besten auszuhalten war, fuhren wir auch in den Mudumu,
wo wir Senegalkiebitze (African Wattled lapwings)
Hagedaibisse (ohne Foto), Gabelschwanzracken
Zwergbienenfresser, Karminspinte (ohne Foto) sahen, außerdem diesen Tawny Eagle, im Forum auch Tonieagle genannt (Raubadler) beim Trinken erwischten und Vögel, die wir vom Habitus her als „irgendwie Seeschwalbe“ einstuften. Sie stellten sich als Collard Pratincole (Brachschwalbe) heraus. Leider reichte es nur zu einem Beweisfoto und auch hierauf schwer zu erkennen. Aber Friederike war mächtig stolz darauf, sie entdeckt zu haben und bestimmen zu können. Beim Weiterfahren stießen wir auf einen auf der Seite liegenden Elefanten direkt neben der Pad. Unser erster Gedanke war: Anthrax? Doch da sprang das Tier so behände auf seine vier Beine, wie man es nicht für möglich gehalten hätte und tromptete zornig hinter uns her. Den hatten wir bei der Siesta gestört… Später trafen wir auf eine nicht enden wollende Kolonne von Elefanten, die auf dem Weg zum Wasser waren. Bei 200 Tieren haben wir zu zählen aufgehört (nicht übertrieben!!!) und lange fasziniert zugesehen, wie immer mehr und mehr Tiere aus dem Busch Richtung Erfrischung zogen. Ein Trupp nach dem anderen kam erst geschlendert, dann gelaufen, kleinste, kleine, mittlere, große, einzeln, in Gruppen, immer mehr und mehr – es war atemberaubend. Als wir uns, da es langsam Abend wurde, äußerst vorsichtig, wieder und wieder anhaltend und die Lage prüfend, durch diese Ansammlung von Riesen durchgeschlängelt hatten, immer ihre Körpersprache im Blick, total angespannt, war F. nassgeschwitzt…und das kam nicht von den Außentemperaturen…. Leider geben die Fotos nicht im Entferntesten wieder, wie viele Tiere da unterwegs gewesen sind. C. hat dann auch gar nicht mehr fotografiert – so eine Tierwanderung muss man ins Gedächtnis gravieren…. Eine Vorstellung davon hatte man auf F.s Video, das, wir erwähnten es schon, leider versehentlich gelöscht worden ist…
19.10. bis 22.10. Mutoya-Logde, Campsite „Eigentlich“ wollten wir ja auf die Campsite der Kalizo-Logde, aber als wir vor Katima Mulilo abbogen, sahen wir über dem Hinweisschild den Aufkleber „closed“. Wir mochten nicht so recht daran glauben, fuhren also erst einmal auf der „Straße“, die sich im Bauzustand befand, Richtung Logde. Sie war aber wirklich „closed“. Auf dem Rückweg bogen wir in die Island View Logde, aber was wir da nach kurzem Rundgang sahen, war nicht sehr einladend – enge Campsiteplätze, verkommene Ablutions. Guggu hat in ihrem RB sehr zu Recht empfohlen, die gesamte Anlage mit entsprechendem Gerät zusammenzuschieben und anzuzünden. Das scheint ja mittlerweile geschehen zu sein, jedenfalls hörten wir, dass der Gondwana-Konzern den Laden übernommen haben soll. So fuhren wir zurück und bogen in die Mutoya-Logde ein, die uns auf Anhieb gefiel. Chalets waren nicht mehr frei, dafür Zeltchalets, die wir sehr nett fanden. Die Logde hatte vor 8 Monaten geöffnet – das Restaurantgebäude sehr hübsch und, wie wir erfahren sollten, bereitet man dort sehr schmackhaftes Essen zu. Da niemand auf der von alten Bäumen bestandenen Campsite war und der Ablution Block in gutem Zustand, bevorzugten wir doch wieder unser gemütliches, zeitweises Eigenheim. Wir suchten uns einen schönen Platz auf einer kleinen Anhöhe aus – was sich noch als Glück herausstellen sollte und richteten uns ein.
Das Anwesen liegt an einer Art See, der zur Trockenzeit keinen Zugang zum Sambesi bzw. dem Kanal bietet, deshalb werden Bootstouren von der Island View Logde aus angeboten und Touren auf dem See. Vom Freisitz im Restaurant aus sahen wir einen Braunkopfliest, der zwei Warane attackierte. Die haben sich wohl zu sehr in seinem Revier herumgetrieben. Wir fragten nach einer Bootsfahrt auf dem Sambesi und wurden auf übermorgen vertröstet. In der ersten Nacht dort gewitterte und regnete es etwas, aber das brachte kaum Abkühlung. Am Morgen sahen wir einen Western-Banded Snakeeagle mit Schlange und den Irokesenvogel , eine Art Platzhirsch, denn er vertrieb alles an anderem Federvieh – nur der Drongo bewies Mut und ließ sich nicht vertreiben
und ein paar andere Gefiederte, außerdem gab es Meerkatzen, die nach Drohgebärden mit der Zwille schnell das Weite suchten. Am frühen Morgen ließen sich vom Bootsanleger aus Seeotter beobachten, wir verloren aber die Geduld zum Fotografieren, weil sie sich noch schlimmer als Vögel benehmen und ständig da auftauchen, wo man sie nicht vermutet und gleich wieder weg sind. Friederike gelang es, sie kurz zu filmen, aber da der Speicherchip perdu ist, müssen wir Euch die zwei runden Köpfe im Wasser vorenthalten. Ein paar Fischer am jenseitigem Ufer.
Vor dem Restaurant erhaschte F. einen kurzen Blick auf einen prachtvollen Shalow’s Turaco.
Ein paar Mal fragten wir nach, wann und ob die Bootstour morgen stattfände, erhielten von verschiedenen Personen unterschiedlichste Antworten. Die Ehefrau des Logdebetreibers wirkte immer in Eile und immer überfordert, vertröstete aber damit, dass noch jemand auf den Platz kommen würde, um Bescheid zu sagen. Es kam aber keiner. Langsam machte sich bei uns das Gefühl breit, als Individual-Touristen nur lästiger Beifang zu sein. F. übersetzte sich diesen Ausdruck (troublesome extra), um ihn bei passender Gelegenheit an den Mann/die Frau zu bringen. Beim Abendessen, aus nicht ganz heiterem Himmel, fing sie dann zu weinen an. Die Tränen salzten das Steak und sie schluchzte über die 600 Kilometer, die wir nun ganz vergebens (nicht umsonst!) gefahren wären bzw. noch fahren würden und sie hätte doch so gerne noch eine Fahrt auf dem Sambesi erlebt und überhaupt noch nie einen Skimmer gesehen…huh, huh, huh…. Beim Abwasch hinter der Ablution Block heulte sie weiter in die Abwaschschüssel, als neben ihr der Logdebetreiber auftauchte und sofort mit dem „troublesome extra“-Vorwurf konfrontiert wurde. Er war aber gekommen, um zu sagen: „Alles klar, morgen früh um 5.15 Uhr geht es an den Sambesi…“
Teil 4327. Apr. 2018
Fortsetzung Mutoya 21.10.2017
Nachts gab es ein geradezu wütendes, stundenlanges Gewitter mit heftigem Regen. Es blitzte und donnerte gleichzeitig so furchterregend, dass F., die ja schon zuhause bei jedem Gewitterchen ins Bett unter die Decke flüchtet, sich tot stellte. Bis um 5.15 Uhr morgens hatte es 60 mm geregnet und bis 10.00 Uhr waren noch einmal 10 mm dazugekommen. An eine Fahrt zur Island View Logde war erst einmal gar nicht zu denken, denn auch die Straße war abgesoffen. Wir mußten im Restaurant frühstücken, da es naß und windig war. Einzelne Rinnsale hatten auch den Weg ins Wageninnere gefunden, so daß wir mit Trocknen ausreichend beschäftigt waren.
Fotoausbeute am Morgen: Goldbugpapageien bei der Morgentoilette
Wer ist das denn hier?
Ach so: Raubadler (Tawny Eagle) eher doch nicht, sondern ein Western Banded Snake Eagle, imm. DANKE, CLAUDIA
Und hier die Mohrenmeise (Southern Black Tit)
Die vorschriftsmäßig (lt. Roberts Bird Guide) …often hanging upside down to extract prey….
Auch hier konnten wir schon Scharlachspinte sehen.
Blick auf den schönen Freisitz:
Teil 4429. Apr. 2018
Fortsetzung Mutoya - Fahrt auf dem Sambesi Gegen 14.00 Uhr war es dann möglich, zum Bootsanleger zu fahren – was heißt „fahren“ – es war ein Schlittern auf der höherliegenden, noch im Bau befindlichen Gravel-Sand-Pad, wir saßen hinten im Pickup und hielten den Außenborder fest und den Benzinkanister. Ein junger, etwas stotternder und gelegentlich Unsinn erzählender Guide (Lester) fuhr mit uns erst auf dem Kanal und bog dann in den breit dahinströmenden, mächtigen Sambesi ein – was für ein Anblick! Schon als Kind hatten für Friederike die Worte “Mandalay“, „Walfishbay“ und „Sambesi“ eine magische Bedeutung.
Wir sahen Malachitkingfischer, Zwergbienenfresser (keine Fotos), Witwenenten an Krokodil – die Erpel waren wohl schon aufgefressen, sonst wären es ja keine Witwen….. 😛 😛 😛
Braunkopflieste Purpurreiher (purple herons)
Graufischer (Pied Kingfisher),
Langspornkiebitze ( White- crowned lapwings)
Klaffschnäbel
den obligatorischen Schreiseeadler
dazwischen immer wieder Leben am Sambesi:
und endlich, auf einer Sandbank viele, viele Skimmer
Auf einem Uferplateau fand die Generalversammlung der Marabus statt:
Dieser hier müßte eine Uferschwalbe sein (Sandmartin).
Wir haben den Vogel leider nur ganz kurz beobachten können. Das Fotografieren auf einem schaukelnden Boot und dem nie stillhaltenden Federvieh brachte keine sehr scharfen Ergebnisse. Noch ein Höhepunkt war die Karminspintkolonie, die auf einer Insel ihre Bruthöhlen hat. Hier ist jetzt Langmut geboten, aber wer sich -zig hunderte von Elefantenbildern angucken kann, wird auch ein paar Karminspinte ertragen... 😉
Als wir von dort wieder zum Ufer krabbelten, war das Boot weg – diese Spaßvögel von einem weiteren Touristenboot hatten es eine Weile mit sich gezogen.
Auf dem Gelände der Island View Logde warteten wir, bis der Mutoya-Logde-Manager mit seiner Frau ihr Feierabendbierchen ausgetrunken hatten – dabei erwischten wir diesen Braunkopfliest
und weg ist er
– und ruckelten dann mit ihnen zurück über die total verschlammte Piste. Bei einem köstlichen Abendessen, bei dem nur die vielen, durch das Licht und den Regen angelockten Insekten störten, feierten wir den doch noch gelungenen Tag. Wenn auch ein alles andere als ideales Fotowetter geherrscht hatte (diesig, grauer Himmel), so bleiben doch die Bilder im Kopf das Wichtigste!!! Bei der Bootsfahrt waren wir auch bis zum Gelände der Kalizo-Logde gekommen und konnten vom Ufer aus sehen, dass dort komplett neue (ca 20) Chalets entstehen in einem Stil, den wir zur Landschaft nicht passend fanden: Viel Glasfronten und merkwürdig geformte Wellblechdächer. Der Gondwana-Konzern hat das Gelände übernommen.
Die Mutoya-Logde ist unserer Ansicht nach zu empfehlen. Das Essen (Anmeldung erforderlich) ist sehr gut und reichlich (Büffett), es gibt eine feine Weinkarte, einen kleinen Souvenirladen, diverse Aktivitäten werden angeboten, das Personal ist außerordentlich freundlich und aufmerksam. Mit der Zeit wird sich die etwas wirre „Informationspolitik“ sicherlich auch verbessern. Wir zitieren aus dem flyer: „Situated in a small riverine forest, Caprivi Motoya Logde & Campsite lies on the banks of a tranquil backwater lake of the Zambesi River, approximately 24 km east of Katima Mulilo on the Kalimbeza Road…..
Wenn es interessiert: Nach internen und externen (Dank an jaffles) Beratungen haben wir beschlossen, dass dieser hier
ein Western Banded Snake Eagle ist, und zwar ein immaturer.
Grüße + schönes Wochenende Cufs
Teil 4605. Mai 2018
22,10. bis 24.10. Shankura Restcamp und Kaisosi-River-Logde Auf vom Gewitterregen schmieriger Pad fuhren wir frohgemut am Morgen erst einmal bis Katima Mulilo, um dort noch ein paar Kleinigkeiten einzukaufen und zu tanken. Dann ging es über die langweilige Straße weiter – auf solchen Strecken hören wir immer gerne Musik. Dafür hatten wir einen Stick mit unseren Lieblingstiteln mitgenommen, zu denen Pumeza, eine südafrikanische Sopranistin gehört, deren CD „Hope“ wir sehr mögen. Auf der Höhe des Shankura Restcamps hatten wir keine Lust mehr zum Weiterfahren und checkten dort ein. Wir hätten uns vorher die sanitären Anlagen ansehen sollen, waren aber erst einmal von der Lage der Campsite am Fluss,
den stark duftenden Francipanisträuchern und den grell leuchtenden Bougainvilleen so begeistert,
dass wir, auch aufgrund der drückenden Hitze, beschlossen, hier eine Nacht zu verbringen. Wir waren vollkommen alleine dort, kein Chalet war bewohnt. Der Eigentümer klagte über die Trockenheit, die auch seine Gemüsefelder hat verdorren lassen. Alle Touristen, die den leeren Pool sähen, würden sofort abdrehen. Der Fluss war nur noch ein seichtes Rinnsal, man hätte zu Fuß nach Angola waten können. Da die Hauptklientel dort wohl Angler sind, war alles verwaist. Wir beobachteten Babbler, Klaffschnäbel, Coppery-tailed Coucal, Giant Kingfischer und gingen, müde von der weiten Fahrt und der Hitze, früh schlafen. C.'s Laokoon-Gruppe
Am Morgen sahen wir noch Elsternwürger und Paradiesfliegenschnäpper. Die nächste Unterkunft war die Kaisosi-River-Logde, wo wir, des drohenden Regens wegen, ein Zimmer bezogen.
Wir sahen uns ein wenig in Rundu um, kauften noch etwas ein und faulenzten dann auf der Terrasse vor unserem Zimmer. Das sehr schön angelegte Gelände beherbergt etliche Pferde, die dort frei herumlaufen, ebenso wie Ziegen, Hühner, Puten, Hasen und einen penetrant schreienden Pfau,
außerdem zwei Schildkröten, deren Panzer mit „1“ bzw. „2“ beschriftet sind. Die Logde macht für ihre“ exzellente Küche“ Reklame, das abendliche Dinner war allerdings enttäuschend. 2 Bekannte
Teil 4709. Mai 2018
24.10. bis 26.10. Roy’s Restcamp Nahe Grootfontein Nachdem wir bei der Hakusembe-Logde mit „fully booked“ abgefertigt worden waren, fuhren wir Richtung Grootfontein weiter bis zu Roy`s Restcamp. Hier bezogen wir ein skurriles Hexenhäuschen.
Mittlerweile war auch einer der Campingstühle den Weg aller chinesischen Campingstühle gegangen – die Sitzfläche war aufgerissen. Wir knoteten das ausgewechselte Laken (hatten in Maun ein neues gekauft) kunstvoll um das Gestell und losten von da ab aus, wer darauf sitzen musste… Abends trafen wir ein Ehepaar, die auch aus unserer Gegend stammten. Mit ihnen verbrachten wir bei Elandgulasch und Wein einen redseligen Abend. Auf dem Gelände gibt es einen Hide vor einem Wasserloch, das allerdings sehr dilettantisch angelegt ist: Große Erdhaufen vorne versperren die Sicht auf kleinere Besucher.
Es gab auch nichts Besonders zu sehen, Emerald spotted Doves, ein Woodsandpiper, ein paar Warzenschweine und scheue Damara Dik-Diks, die wir tagsüber auch einmal im Gelände sahen.
Die Manager waren ein freudlos wirkendes Paar, die P. R. später als „Untote“ bezeichnete. Die ganze Dekoration hat ja was durchaus Gruftiges an sich. F. sah noch ein sehr scheues Crested Francolin und natürlich gab es Maskenweber, Bülbüls, Blue Waxbills, Blaubäckchen, Greenwinged Pytilias, Mauersegler und Büffelweber. Wir bestellten für die nächsten paar Tage Fleisch – es gab Elandsfilets, die wir portionsweise eingepackt bekamen. Leider stellte sich heraus, dass es eher Geschnetzeltes war und darüber hinaus auch noch äußerst zäh….
Torwächter bei unserer Abreise
Teil 4810. Mai 2018
Friederike ist beim "Händeln" in Göttingen (Händelfestspiele), ich mache mal ein Stückchen weiter, viel Feiertagsgrüße , Claus (ich bin nicht mit dem Bollerwagen unterwegs!! 😈 )
26.10. bis 27.10. Maori Camp, Grootfontein Wenn wir gewußt hätten, dass Connie und Peter Reimann noch Platz für uns gehabt haben, wären wir einen Tag früher hier aufgelaufen. Unter den üblichen Frozzeleien nach der Wiedersehensfreude konnten wir uns einen Platz aussuchen und fuhren danach erst einmal nach Grootfontain, um Briefmarken zu kaufen und eine Kleinigkeit zu essen. Blick vom Museumsturm:
Nachmittags gewitterte es etwas und ein paar Tropfen fielen. Abends, nach dem Einkauf in Peters Raritätenkabinett im Turm, genossen wir bei einem Drink den Sonnenuntergang.
Am nächsten Morgen konnten wir uns kaum trennen, besichtigten noch den Reimannschen Zoo und die einfach, aber nett eingerichteten Chalets und bekamen die Empfehlung mit, auf die gebuchte und schon bezahlte staatliche Campsite am Waterberg zu verzichten, stattdessen beim Wilderness-Waterberg-Plateau Camp nach Quartier zu fragen. Aber auch dort hieß es: fully booked……
Teil 4914. Mai 2018
27.10. bis 30.10. Waterberg Restcamp Teil 1 Auf dem Weg hierher gab es viele Farmtore zu öffnen und zu schließen.
Die staatliche Campsite war erfreulich leer und wir suchten uns ein Plätzchen unter einem Baum – in dem zu unserem Vergnügen die Bruthöhle eines Wiedehopfenpaars war.
Es war ein einmaliges Erlebnis, das Paar über Stunden während der Futtersuche beobachten zu können, zu sehen und zu hören, wie sie ganz leise miteinander hooppoppoeten, einander Futter übergaben oder, wenn – vermutlich – sie gerade in der Bruthöhle saß, er mit seinem Würmchen im Schnabel vor dem Loch saß, leise rief und sie ihm dann das Futter abnahm.
Vermutlich waren die Jungen noch zu klein, um an die Öffnung zu kommen. Nach einem Tag hörten wir sie wispeln. Vom Pool her klang es wie Freibad in den deutschen Sommerferien…
Wir unternahmen kleine Wanderungen durch die schöne, farbige Felslandschaft auf einem Viewpoint.
Abstecher auf den Friedhof
Außerdem sahen wir Wood-Hopoes/Baumhopfe
Spechte
und Rüppels Parrots
Dann war Wochenende und somit kamen Scharen von Tagesbesuchern, die sich auf die freien Campsites stellten und ihre Grillfeuer lodern ließen, das Bier floss in Strömen und die niedlichen Zebramangusten
wurden unter Entzückensschreien so lange gefüttert, bis die Paviane kamen. Da wurden aus den Entzückensschreien Panikrufe… Die Tagesbesucher reisten am Sonntagmittag ab und etwas später sahen wir mit Staunen, wie nacheinander 16 (in Worten sechzehn) große Wohnmobile auf den Platz fuhren und vom Chef der Reisetruppe eingewiesen wurden – es waren putzmuntere, laute und lustige französische Senioren, von denen sich später einige nicht scheuten, in unserem Topf auf dem Kocher nachzusehen, was es wohl zu essen gab. Wie uns später eine campingerfahrene frankophile Freundin erzählte, ist es auf französischen Plätzen durchaus üblich, überall durchzulaufen und sich wie eine große Camperfamilie zu fühlen…. Irgendwann gab es dann wieder Entsetzensgeschrei – das Füttern der Mangusten hatte auch hier die Baboons angelockt und einige saßen bräsig auf den Campingtischen und fraßen die Kekse auf.
Teil 5020. Mai 2018
27.10. bis 30.10. Waterberg Restcamp Teil 2 Einmal wurden wir auf Rüppels Parrots aufmerksam,von denen sich einer energisch und ausdauernd eine Höhle hackte.
Wir hatten uns zu einem Gamedrive angemeldet, der am Sonntagnachmittag stattfinden sollte. Zehn Personen stiegen in das Auto und drängelten sich um die Außenplätze. Es ging auf das Plateau.
Der Himmel zeigte schon Gewitterstimmung.
Wir sahen Giraffen, Nashörner ohne Nashörner, was etwas Befremdliches hat – auf die Frage an den Guide, ob man Probleme mit Wilderei habe, wies er das weit von sich. Warum dann die „appen“ Hörner?
In den Hides sahen wir eine Roanantilope
und einige Büffel ….
Wer mehrmals stundenlang in einer großen Büffelherde gestanden und gestaunt hat, den reißen ein paar dieser Tiere mit OHRMARKEN (wie unser heimisches Vieh) nicht mehr vom Hocker. Der Guide ging uns mit seinem „Okeeey, okeeey, okeeey, let’s go hunting“ auf den Wecker. Gefreut hat uns die Sichtung von schönen Rappenantilopen,
aber „irgendwie“ war das nicht so das Richtige. Man sollte nicht mehr dorthin fahren, wo es einem einstmals – 2008 – gut gefallen hat. Damals waren wir nur zu viert auf der Pirsch und konnten uns mit einem sehr engagierten und kenntnisreichen Guide zu Fuß an Nashörner heranschleichen. Mit ihm hatten wir uns abends auch noch auf ein Bier getroffen und ein interessantes Gespräch geführt. Heute war es nur eine Abfertigung und das künstliche dieses „Tierparks“ wurde uns bewußt. Zurück auf der Campsite kochten wir aus dem zähen Eland Gulasch und verabredeten mit dem „Pavianvertreiber“, daß wir am nächsten Morgen die Sachen, die wir nicht mehr brauchten, für ihn in die Küche legen würden. Einiges hatten wir schon bei Reimanns im Maoricamp gelassen, denn wir wollten die Dinge, die uns eigentlich Savanna hätte mitgeben müssen und die wir dann gekauft hatten, nicht auch noch dieser Firma überlassen. Gegen 1.00 Uhr in der Nacht fing es gewaltig zu gewittern an. Der Donner prallte gegen die Felswände und rollte grollend minutenlang über der Ebene aus – und es fing an, wie aus Kübeln zu schütten. Es folgte Blitz auf Blitz, Donner auf Donner. Wir lagen wach und entschlossen uns um 5.00 Uhr, alles zusammenzupacken – die Sandplane wollten wir eh dort lassen – und abzuhauen. Da die Franzosen auch aufbrechen wollten, befürchteten wir, eine völlig zerfurchte Schlamm- Pad vorzufinden und wollten möglichst die ersten sein. Noch einmal kurz auf die Toilette, wo viele gefleckten Frösche herumsprangen – Breviceps, auch Regenfrösche nehmen wir an - und los ging der Höllenritt. Vor uns hatte schon jemand eine Spur gefahren. Es war mehr ein Schlittern als ein Fahren und Friederike biß die ganze Zeit in ihre Jacke, um nicht ununterbrochen vor Angst zu quietschen. Das hätte bloß den Driver aufgeregt…(richtig! C.) Glücklich erreichten wir die Teerstraße, frühstückten in Okahandja, es regnete immer noch und es regnete bis kurz vor Windhoek, wo wir um 11.00 Uhr bei Savanna ankamen. Unsere Beanstandungen wurden zur Kenntnis genommen. Zu den gerissenen Nähten der Campingstühle meinte Marc, der Chef habe ca. 200 Stück eingekauft, die alle dieselbe „Qualität“ hätten, fast alle kämen kaputt zurück. Finanzielle Ansprüche an uns wegen des kaputten Herds z.B. wurden nicht gestellt. Wir ließen uns zum Hotel Thule bringen, wo wir erst einmal Schlaf nachholen mußten. Abends gönnten wir uns ein feines Dinner. Am nächsten Morgen fuhr F. zum Craft-Markt. Es galt, wochenlange Shoppingabstinenz zu kompensieren. Hübsche Baumfrüchte aus Holz, bestickte Servietten und ein schönes goldenes Mopaneblatt mit Minibrilli waren die Ausbeute. Den Rest des Tages bis zur Fahrt zum Flughafen lungerten wir auf dem Gelände des Hotels herum. Zwischendurch gewitterte und regnete es – zur großen Freude der dortigen Mitarbeiter.
Für den Rückflug hatten wir Premiumklasse gebucht. Die fiel aber wenig komfortabel aus, denn vor uns waren die Sitze der Crew, die von einem Vorhang verhüllt wurden. Es gab also keine aufklappbaren Tabletts auf der Rückenlehne der Vordersitze. F.‘s Gemoser über die Unbequemlichkeit wurde mit dem Angebot eines Glases Champagner zu besänftigen versucht, als könne man sich die Situation schönsaufen…. Na ja, wir sind heil über die Nacht gekommen und waren pünktlich am ersten Tag des grauen, kalten Novembers 2017 wieder zu Hause. Als Bonusmaterial und Dank für Eure Ermunterung gibt es hier jetzt noch ein Katzenfilmchen vom Anfang (KTP) der Reise. FILM LEOPARD AM WASSERLOCH KTP klick unter dieser Zeile: https://vimeo.com/270864094 FAZIT FOLGT DEMNÄCHST IN DIESEM THEATER
Teil 5128. Mai 2018
Friederikes Fazit: Wir sind mittlerweile in ein Alter gekommen, in dem man Dinge anstrengend findet, die man noch vor ein paar Jahren schulterzuckend hingenommen hat. Deshalb war mir im Vorfeld dieser Reise eigentlichschon klar, dass es die letzte Reise ins südliche Afrika sein würde – zumindest auf diese Weise (Dachzelt/Camping). Im Laufe der Jahre haben sich die Verhältnisse dort nicht zum Besseren verändert. Der Massenansturm auf Hotspots wie z.B. Etosha hatte uns schon 2011 verschreckt und davon abgehalten, noch einmal dorthin zu fahren. Ähnliches zeichnet sich für den KTP und den Moremi ab. Auch in anderen Reiseberichten hier im Forum konnte ich öfter als mir lieb ist lesen, wie sich über Vorschriften und Gebote hinweggesetzt wird. Ärgerlich macht mich, daß der Respekt vor der Natur und Rücksichtnahme auf die Natur immer mehr verschwinden und vielen Menschen, die dorthin reisen, das Staunen abhanden gekommen ist. Stattdessen Anspruchshaltung (ich sage nur „Pool“…) -wer nicht innerhalb von 10-12 Tagen die „Big Five“ sieht, fühlt sich betrogen, schließlich hat er ja viel Geld bezahlt… So sind nun mal die Zeiten. Damit ich mich nicht eines Tages bei den Sätzen meiner Eltern ertappen muß („früher war alles besser und schöner“), habe ich für mich beschlossen, mir die Erinnerungen und Bilder im Kopf der vergangenen Reisen zu bewahren und nicht von negativen Erlebnissen der gehabten Art überlagern zu lassen. Also mache ich gerne „Platz“ für die nächsten Touristen, die sich mit dem Afrikavirus infiziert haben. Fotomatte schrieb einmal so nett „Man muß auch gönnen können“… Nach allen früheren Reisen habe ich Wochen gebraucht, um wieder „runterzukommen“, hörte beim Aufwachen ganz lange das afrikanische Vogelkonzert, hatte sogar „Geruchshalluzinationen“ und bildete mir ein, den intensiv-würzigen Geruch mancher Landschaften in die Nase zu kriegen. Das war bei der 2017er Reise nicht mehr der Fall. Ich bin ganz offensichtlich immunisiert. Es waren, bis auf die geschilderten extremeren negativen Erlebnisse, zwei schöne Monate, die ich nicht missen möchte. Aber nun ist es auch genug. Ich muss mir nicht noch einmal 100 Elefanten ansehen oder das x-te Webervogelnest, die tausendste Springbockherde usw. usw. Sollte ich Sehnsuchtsschübe kriegen, dann gucke ich einfach ins Forum und freue mich an den Berichten und Bildern. Es gibt vielleicht auch noch innerhalb Deutschlands und Europas Schönes zu entdecken – das packen wir jetzt erst mal an und zuckeln drei Wochen lang quer durch die baltischen Länder. Beim Forumstreffen in Büsnau wieder angesteckt zu werden nehme ich in Kauf….. Herzliche Grüße an alle, die gegrüßt sein wollen Friederike
Ich verweise auf meine Anmerkungen v. 21.März (S.34). Seit meiner ersten Visite in Afrika 1983 hat sich die Menschheit verdoppelt, somit auch die der A…. und Id….! ‚Malle‘ ist nun auch in Afrika verbreitet. An Friederikes Grüße schließe ich mich an. Claus AFRIKA: letzter Aufzug: VORHANG