Erste Namibia Camping Reise

39 Antworten · 6'711 Aufrufe · gestartet 19. Dez. 2017 von Hannesss
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Themenstarter15 Beiträge · seit 201719. Dez. 2017 · #1
Hallo liebes Forum,

mein Name ist Hannes. Meine Freundin und ich (beide u 30) wollen nächstes Jahr Namibia bereisen. Bei der Recherche zu der Reise bin ich auf dieses Forum gestoßen und hoffe nun, noch ein paar Tipps und Empfehlungen von den Erfahrenen erhalten zu können. Kurz zu unserm bisherigen Reiseprofil. Wir haben schon mehrwöchige Backpackingtrips durch Australien und Südasien unternommen, dort sind wir immer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gereist. Außerdem sind wir schon zwei mal für längere Zeit mit einem Mietwagen durch Portugal.
Für Namibia haben wir uns (vorallem aus Kostengründen) überlegt eine Camping Reise zu machen. Das heißt, dass wir in Windhoek ein 4x4 mit Dachzelt mieten und danach für 3 Wochen (zwischen 20 und 22 Tage) durch Namibia fahren wollen. Der Schwerpunkt soll bei Natur, Landschaft, Tiere und Wandern liegen. Touristische Aktivitäten stehen bei uns nicht so hoch im Kurs, außer sie sind aus irgendwelchen Gründen besonders. Die Reise soll Mitte September starten. Da es sich zu der Zeit um die Hochsaison handelt, ist es sicherlich sinnvoll, alle Campingplätze bzw. Unterkünfte so wie das Auto im Vorfeld zu buchen. Basierend auf der Empfehlung für Ersttäterrouten, verschiedenen Reiseberichten und komerziellen Selbstfahrertouren habe ich einen Plan für unseren Trip ausgearbeitet und auch schon nach Unterkünften geguckt. Die im folgenden angegebenen Distanzen und Fahrzeiten stimmen aus Google-Maps. Ich weiß, dass diese nicht wirklich viel Wert sind, nur habe ich keine andere Möglichkeit die Fahrstrecken abzuschätzen.

1. Tag Windhoek - Ankommen
2. Tag Windhoek -> Kalahari Game Lodge (550 km, 6:10)
3. Tag Kalahari Game Lodge
4. Tag Kalahari Game Lodge -> Quiver Tree Forest Rest Camp (230 km, 3:30)
5. Tag Quiver Tree Forest Rest Camp -> Sesriem Rest Camp (460 km, 5:45)
6. Tag Sesriem Rest Camp
7. Tag Sesriem Rest Camp -> Swakopmund Backpackers (350 km, 4:40)
8. Tag Swakopmund Backpackers
9. Tag Swakopmund Backpackers -> Terrace Bay Resort (360 km, 4:40)
10. Tag Terrace Bay Resort -> Mowani Mountain Camp (220 km, 3:20)
11. Tag Mowani Mountain Camp
12. Tag Mowani Mountain Camp -> Etosha Nationalpark (340 km, 4:00)
13. - 16. Tag Etosha Nationalpark (Okaukuejo Rest Camp, Halali Camp, Onguma Game Reserve Campsite)
17. Tag Onguma Game Reserve Campsite -> Waterberg Wilderness Campsite (320 km, 4:20)
18. Tag Waterberg Wilderness Campsite
19. Tag Waterberg Wilderness Campsite -> Klipp-Schläfer Höhle im Erongo (300 km, 4:00)
20. Tag Klipp-Schläfer Höhle im Erongo -> Windhoek (250 km, 3:10)

Zu dieser Route habe ich nun einige Fragen:
1) Lohnt es sich für einen Besuch der Kalahari Wüste so weit nach Westen zu fahren und ist diese Distanz (550 km) an einem Tag auch gut zu schaffen (B1 bis Mariental, danach C20 und C15)? Wenn es sich lohnt die Kalahari Wüste auch weiter östlich zu besuchen, dann wäre der Stop bei Keetmanshoop evtl. nicht nötig (einen Köcherbaumwald würden wir trotzdem gerne sehen).

2) Ist der Weg von Keetmanshoop nach Sesriem (460 km) über die B1 und C19 an einem Tag gut zu schaffen?

3) Wir möchten unbedingt die Skelettküste besuchen und uns Wracke und den beeindruckenden Übergang von Wüste-Ozean anschauen. Ist es empfehlenswert für eine Übernachtung an der Küste entlang nach Terrace Bay zu fahren? Alternativ könnte man über Henties Bay (C34 C35, 330 km) oder Torra Bay (C34 C39 460 km) direkt zum Mowani Mountain Camp.

4) Etosha: Sind die drei Campsites eine gute Wahl und wäre Okaukuejo Rest Camp 2 Nächte, Halali Camp 2 Nächte, Onguma Game Reserve Campsite 1 Nacht eine gute Aufteilung?

Ich bedanke mich schon einmal für sämtliche Ratschläge.

Viele Grüße, Hannes
33,1k Beiträge · seit 200619. Dez. 2017 · #2
Hallo Hannes,

willkommen im Forum.
Im Prinzip hast Du die klassische Ersttätertour geplant (https://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html), wobei Ziele wie "Terrace Bay Resort" eher nicht dazu gehören. "Wir möchten unbedingt die Skelettküste besuchen und uns Wracke und den beeindruckenden Übergang von Wüste-Ozean anschauen." Werdet ihr kaum erleben, denn die wirkliche Skelettküste ist Konzessionsgebiet und kann nur als Fly-In mit Skeleton Coast Safaris erlebt werden (bzw. ab Ende 2018 ab der neuen Shipwreck Lodge).

Ansonsten: Umgehend das Fahrzeug buchen, denn da seid ihr relativ spät dran. Camping Sesriem/Sossusvlei und Etosha würde ich definitiv ebenfalls schnell buchen. Ansonsten, wenn ihr nicht gerade zu einer ganz bestimmten Campsite wollt, müsst ihr nicht unbedingt reservieren (aber 1-2 Tage vorher anrufen und fragen ob was frei ist).
nur habe ich keine andere Möglichkeit die Fahrstrecken abzuschätzen.
Hier https://namibia-forum.ch/know-how/karten.html findest Du Durchschnittsfahrzeiten.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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65 Beiträge · seit 201619. Dez. 2017 · #3
Ich kenne zwar nicht alle Camps, aber ich kann Dir ein paar Tipps geben:

Ich würde lieber zum Mesousarus-Fossil-Camp statt Quiver Tree Forest Rest Camp gehen... Dort gibt es wahnsinnige viele Köcherbäume und sie sind auch schöner.

Außerdem würde ich zwischen Mesousaurus-Fossil-Camp und Sesriem Camp eine oder zwei Nächte an der Straße D707 verbringen. Die Landschaft dort ist echt ein Traum. Man kann die Camps in Kanaan oder Namtib wählen...
Themenstarter15 Beiträge · seit 201719. Dez. 2017 · #4
Hallo Christian,

vielen Dank für die rasche Antwort. Aus beruflichen Gründen werde ich wohl erst im Februar dazu kommen alles zu buchen. Hoffentlich ist dann noch ein Fahrzeug und die entsprechenden Campingplätze verfügbar 😕 😕

Das mit der Skelettküste ist schade, die Fly-Ins kommen für uns wohl leider nicht in Frage. Ich verstehe dich jetzt so, dass sich die Fahrt von Swakopmund nach Terrace Bay nicht lohnt?

Viele Grüße, Hannes
Themenstarter15 Beiträge · seit 201719. Dez. 2017 · #5
Hallo chemamsee,

danke für den Tipp bzgl der Campsite bei Keetmanshoop. Über die D707 zu fahren habe ich auch schon überlegt. Sollte die Zeit es erlauben, wird das sicher eine Option.

Viele Grüße, Hannes
33,1k Beiträge · seit 200619. Dez. 2017 · #6
Hi Hannes,
Ich verstehe dich jetzt so, dass sich die Fahrt von Swakopmund nach Terrace Bay nicht lohnt?
ja, das empfinde ich so. Ich würde lieber eine 3. Nacht in Swakop einplanen. Dann könnt ihr zwei Ausflüge (in aller Regel Robben/Delfinbootfahrt und Living Desert Tour) jeweils an einem Vormittag machen. Dann würde ich direkt bis Mowani fahren.

Viele Grüße
Christian
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65 Beiträge · seit 201619. Dez. 2017 · #7
Ich habe es wohl überlesen, dass du von Windhoek nach Kalahari Game Lodge an einem Stück fahren willst. Da haben wir auch gemacht. Ist zwar sehr weit weg, aber machbar. Diese Strecke in unsere Route war die längste Strecke überhaupt. Wir sind gegen 8 Uhr losgefahren und waren um 15 Uhr da.
4'984 Beiträge · seit 201619. Dez. 2017 · #8
Hallo Hannes,

da Geschmäcker ja bekanntlich verschieden sind... 😉
Uns gefällt Terrace Bay sehr gut!
Wenn du viel Sand, sehr viel Sand, und endlose, einsame Strandspaziergänge magst, bist du dort richtig.
Sonst gibts es allerdings nichts, wirklich nichts.
Ich glaube jedoch, dass Terrace Bay keine Campingmöglichkeit, sondern nur Zimmer anbietet;
außer es hat sich etwas geändert.
Gruß Gina
Themenstarter15 Beiträge · seit 201720. Dez. 2017 · #9
Hallo an alle!

Christian, ich habe schon an mehreren Stellen gesehen, dass du 3 Nächte Swakopmund empfiehlst. Ich hatte bis jetzt nur daran gedacht die Living Desert Tour zu machen, wofür ja ein Vormittag reichen würde. Aktivitäten wie Fallschirmsprünge, Buggy Touren durch die Wüste und ähnliches sind uns nicht sonderlich wichtig. Ich hatte jetzt überlegt auf dem Weg von Swakopmund ins Damaraland einen Abstecher über Cape Cross zu machen und die Robbenkolonie auf eigene Faust zu besuchen. Von daher reichen uns wohl 2 Nächte in Swakopmund und wir können die Zeit nutzen um z.B. noch einen Stop an der D707 einzulegen.

Chemamsee, es beruhigt mich, dass die Strecke Windhoek nach Kalahari Game Lodge an einem Stück machbar ist, das würde gut zu meinem Plan passen. Die andere Frage war noch, ob sich dieser weite Weg lohnt? Ich habe das so verstanden, dass man die Kalahari Wüste auch näher zu Windhoek besuchen kann.

GinaChris, es ist schön zu hören, dass es auch Leute gibt die von Terrace Bay begeistert sind. Die Zeit für endlose Strandspaziergänge hatte ich so eigentlich nicht geplant sondern eher den Weg von Swakopmund nach Terrace Bay entlang der Küste als das "Ziel" dieses Ausflugs gesehen und die Übernachtung in Terrace Bay dann als notwendiges Übel (ist etwas drastisch formuliert) akzeptiert. Die Frage ist, ob sich die Fahrt lohnt und man dort die beeindruckende Landschaft der Skelettküste wie man sie von Fotos kennt sehen kann oder ob die Fahrt die ganze Zeit durch Wüste und Sand ist und man von der Wüsten-Ozean-Landschaft eigentlich gar nichts hat.

Vielen Dank an alle für die rege Beteiligung,

Hannes
33,1k Beiträge · seit 200620. Dez. 2017 · #10
Hi Hannes,
auf dem Weg von Swakopmund ins Damaraland einen Abstecher über Cape Cross zu machen und die Robbenkolonie auf eigene Faust zu besuchen.
klar, kannst Du so machen (Geschmäcker sind verschieden - die meisten Reisenden lieben eben die Abwechslung mit der Robben-/Delfinbootstour) und dann vond a die C34 und C39 durch den Skeleton Coast NP bis ins Damaraland fahren. Spart Euch den Abstecher nach Terrace Bay. Skeletküsste besucht man v.a. wegen der Wracks, Wüstenlöwen etc, die ihr so aber eben nicht erleben werdet. Cape Cross Lodge kann man übrigens sehr schön auch übernachten.

Beste Grüße
Christian
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4'129 Beiträge · seit 200820. Dez. 2017 · #11
Hallo, Hannesss,

nun weiß ich nicht, von welchen imposanten Fotos du sprichst...
sollten es die von den hohen Dünen sein, die bei Sandwich Harbour ins Meer fallen – das liegt südlich von Walvisbay...

Solltest du eine Bootstour „in“ Swakopmund planen, würde ich an deiner Stelle über die C14 gleich bis Walvisbay fahren und dort auf dem Camping übernachten, denn alle Bootstouren gehen ab Walvisbay – die Touristen aus Swakopmund werden alle am frühen Morgen in Büsschen dorthin gekarrt.
Nach der Tour hat man immer noch Zeit, sich Swakopmund anzuschauen.

Wenn du sowieso gern nach Cape Cross zur Seelöwenkolonie willst, dann wäre es ohne weiteres möglich, weiter zu fahren über den Skelettoncoast NP und sich dort einen Eindruck der Küste zu verschaffen (selbst ohne Übernachtung), da fährt man durch (nachdem man am Gate bezahlt hat) und macht seine kleinen Abstecher, dort wo es entsprechende Pisten/Tracks gibt, - aber Vorsicht, die Tracks sind mitunter etwas tückisch sandig und man ist auf sich allein gestellt... - und kann auf diese Weise die ganzen Schiffswracks abklappern, die mittlerweile punktgenau in der T4A Karte verzeichnet sind (hier unter Know-How > Karten).
Entscheidend für den Eindruck der Küste ist auch das Wetterglück.
Du fährst dann auf der C39 nach Osten, Richtung Bergsieg und kommst dann aus dem Gebirge auf einer Strecke mit wunderschönen Ausblicken hinab Richtung Mowani Mountain Camp/Twyfelfontein – genauso, wie du es unter 3). schon eingangs beschrieben hattest.

Denk dran, dass du morgens früh genug losfährst, an dem Tag, damit du nicht auf dem letzten Stück in die Dunkelheit kommst! Dann hast du nix mehr von der schöne Strecke und es ist nicht ungefährlich, dort nachts zu fahren, im Elefantenland, - du siehst die großen Grauen nicht!!! Die Dunkelheit verschluckt sie komplett!

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 20. Dez. 2017
16,9k Beiträge · seit 201220. Dez. 2017 · #12
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zuletzt bearbeitet 14. März 2018
Themenstarter15 Beiträge · seit 201721. Dez. 2017 · #13
Hallo,

ich werde eure Ratschläge befolgen, die Route so wie von Lilytrotter vorgeschlagen abändern und an einem Tag von Swakopmund nach Damaraland über Cape Cross und die C34/C39 fahren. Das ist zwar eine ganz schön weite Strecke für einen Tag, aber damit sparen wir dann etwas Zeit. Die investiere ich dann lieber für einen Umweg über die D707 mit Übernachtung.

Lilytrotter, ja ich meinte die hohen Dünen die direkt ins Meer fallen.
Wenn ich die Karte richtig verstehe, dann kann man diese wohl nur als geführte Tour besuchen? Dann müssen wir uns wohl entscheiden, ob wir die Living Desert Tour oder die Sandwich Harbour Tour machen oder doch zwei Tage in Swakopmund/Walvis Bay bleiben und beide Touren machen.

Viele Grüße, Hannes
7'255 Beiträge · seit 200621. Dez. 2017 · #14
Hallo Hannes

Du hast zwischen Swakopmund und Walvis Bay einen Dünengürtel. Der geht fast bis ins Meer, wäre da nicht die Hauptstrasse noch dazwischen. Auf diese Dünen kannst Du selber hochklettern. Da ist es wirklich auch sehr schön. Dazu brauchst Du keine Tour. Obwohl die ganzen Living Desert Touren durchaus lohnenswert sind.

Die Strasse hört in Walvis Bay auf. Wenn Du dann weiter fährst Richtung Sandwich Harbor hast Du Dünen bis direkt an den Strand. Das empfehle ich wirklich nur geführt zu machen.

Eine schöne Tour ist der Marine und Dune Day. Da hast Du Robben und Delfine vom Boot aus und anschliessend eine Fahrt nach Sandwich Harbor. http://www.mola-namibia.com/attraction/marine-dune-day/

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2017
Themenstarter15 Beiträge · seit 201721. Dez. 2017 · #15
Hallo Chrigu,

da der Plan vorsieht, dass wir von Sossusvlei nach Swakopmund fahren bietet es sich an, über Walvis Bay zu fahren. Da nehmen wir den Dünengürtel also auf jeden Fall mit.

Ich habe an mehreren Stellen gelesen, dass die Sandwich Harbor Touren als Ganztagestouren durchgeführt werden sollten, damit bei der Fahrt keine Probleme mit den Gezeiten entstehen und somit nicht alles abgefahren werden kann. Überhaupt werd ich das Thema Touren und Ausflüge noch ein bischen aufschieben. Es gibt ja so viel Auswahl und so viele Anbieter, da muss ich mir erstmal einen Überblick verschaffen und meine Begleitung hat vielleicht auch den ein oder anderen Wunsch 😄

Viele Grüße, Hannes
7'255 Beiträge · seit 200621. Dez. 2017 · #16
Hannesss schrieb:Ich habe an mehreren Stellen gelesen, dass die Sandwich Harbor Touren als Ganztagestouren durchgeführt werden sollten, damit bei der Fahrt keine Probleme mit den Gezeiten entstehen und somit nicht alles abgefahren werden kann.
Natürlich kannst Du bei eine Ganztagestour mehr machen. Dafür fehhlt aber das Erlebniss auf dem Wasser.
Ich habe die Kombitour zweimal gemacht. Wegen den Gezeiten gab es dann einfach Verschiebungen im Ablauf der Tour. Bei der einen Tour haben wir eher etwas gegessen bei der anderen sind wir eher gefahren, so dass wir beide mal gut durchgekommen sind.

Die Gezeiten sind ja durchaus bekannt. Du kannst ja mal schauen, wann an Deinem geplanten Datum die Flut ist und gegebenenfalls bei der Anbietern nachfragen.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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4'129 Beiträge · seit 200821. Dez. 2017 · #17
Hallo, Hannesss,

ich hab ein bisschen Sorge, bezüglich meiner Empfehlung.
Vielleicht überprüfst du noch einmal für dich die Fahrzeiten anhand T4A, da kommt ab Swakopmund bis Mowani Mountain schon locker 6 Stunden zusammen. Reine Fahrzeit.
Alles ist wohl zuviel für einen Tag, ab Swakop. Ich war fälschlicherweise von Cape Cross ausgegangen, weil du dort die Robben anschauen willst. Ab dort wären es 1 ½ Stunden weniger reine Fahrzeit. Schau dir das noch mal an und rechne für dich durch. Robben und Wracks brauchen ja auch ein Weilchen...
- Vielleicht zum Entzerren bei einem dieser Fishing-Camps/Campsites Mile 108 übernachten...? nicht hübsch, aber interessant...
- Vielleicht lohnt es sich doch, eine Ü in Terrace Bay anzupeilen, denn dann kannst du dort auch die Strecke ansehen, wie GinaChris es schreibt.
- Vielleicht wäre auch Hentjesbay eine Möglichkeit für dich, zu übernachten, um die Strecke zeitlich etwas zu entzerren.

Man vertut sich zeitlich schnell, wenn man zwischendurch immer anhält, um sich was anzusehen und Fotos zu machen.
Es ist zwar nun nicht so, dass die Küste überall gleich „hübsch“ ist, weite Kilometer sind eher durch Bautätigkeiten/Abbau zermahlenes Gelände, da fährt man eher zügig, aber man "verbraucht" schon Zeit, wenn man sich Wracks ansehen will (auch ist nicht jedes Wrack gleich interessant, man muss sich seine "schönen" Stellen selber suchen...)
Erst im Nationalpark hat man wenig berührtes...

Zu Sandwich Habour: Da du ab Sesriem 4 Ü geplant hattest, hättest du m.E. durchaus Zeit, einen Tag davon für eine Sandwich-Habour Tour zu planen. Schau was dir mehr liegt. (Wir haben es bisher zwei mal nicht geschafft, uns dort für eine Tour zu entscheiden, jedes Mal hatten wir Scheißwetter und dann fanden wir, es sei doch etwas zu teuer für „keine Sicht“...)
Chrigu hat dir eine gute „Hybrid"-Lösung beschrieben – ich denke, die Unternehmen, die darauf spezialisiert sind, sind sehr fit, mit dem was sie anbieten und wie sie mit den Gezeiten umgehen. Manchmal kann man dann halt nicht die Dünen hinunterfahren, wegen Hochwaser und fährt oben durch die Dünen wieder zurück. Die machen das je nach Möglichkeit.
Und irgendwo quetscht man dann seine Stadtbummel noch rein.

Gruß lilytrotter


Nachtrag:
Ich würde übrigens unser Auto dort nirgends an den hohen Dünen auf "einsamen" Parkplätzen vollbepackt stehen lassen und auf die Dünen klettern (wir gehören zu den tendenziell eher ängstlichen Reisenden 😗 ), - der eine oder andere hatte da schon aus der Ferne der hohen Düne eine gute Sicht auf kleine Diebe, die sich an seinem Auto zu schaffen machten... 😎 - dies aber nur für den Hinterkopf...
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2017
4'129 Beiträge · seit 200822. Dez. 2017 · #18
Noch was zu Übernachtungsmöglichkeiten:
Wir kennen das Backpackers in Swakop nicht, aber da wir dort zum Sundowner sowieso gern in der Tiger Reef BeachBar rumsitzen gehen wir auf den Tiger Reef Camping direkt dahinter. Wir mögen die Atmosphäre dort und der Camping ist auch angenehm.
Zum Camping in WVB: Die Campsite wiederum sehen wir als rein praktische Unterkunft um seine Aktivitäten zu erleben und als Ausgangspunkt um die schönen Flamingo-Beobachtungsplätze abzuklappern (schön ist da nix), die Umgebung dort finden wir interessant (andere finden sie doof). Kannst ja mal unten in meiner Signatur den Walvisbaybericht anschauen und dir ein Bild machen.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 22. Dez. 2017
Themenstarter15 Beiträge · seit 201722. Dez. 2017 · #19
Hallo an alle 🙂

Chrigu, danke für die Einschätzung, du hast sicherlich recht, solche Details kann man beim Touranbieter anfragen und sich dann auch (hoffentlich) darauf verlassen, dass alles so läuft wie es geplant wurde.

Lilytrotter, ich habe jetzt über T4A einmal die Fahrzeiten von Swakopmund ins Damaraland durchgerechnet. Der direkteste Weg über die C34/C35 braucht wohl 5h 30 min, der Umweg entlang der Küste über C34/C39 6h 40 min. Zu unserer Reisezeit gibt es in Namibia wohl 12 Sonnestunden (ca. 6:30 bis 18:30). Das bedeutet, wenn wir früh zeitig los fahren (womit wir im Allgemeinen kein Problem haben) und 2 Stunden vor Sonnenuntergang am Campingplatz ankommen wollen, dann haben wir etwas über 3 Stunden Zeit für Stops an Cape Cross und um ein paar Wracks zu besuchen. Ideal ist es sicherlich nicht, da das den Tag sicherlich etwas stressig macht, aber ich denke, dass das machbar wäre.
Habe ich in meiner Überlegung Fehler gemacht oder können die erfahrenen Namibia-Reisende mir dabei zustimmen?
Sollte ich noch einen Tag mehr für den Trip zur Verfügung haben, würde ich diesen nutzen um einen Zwischenstop auf diesem Teil der Route einzuplanen.
lilytrotter schrieb:
Zu Sandwich Habour: Da du ab Sesriem 4 Ü geplant hattest, hättest du m.E. durchaus Zeit, einen Tag davon für eine Sandwich-Habour Tour zu planen.
Das versteh ich gerade nicht, ich hatte 2 Übernachtungen in Sesriem und 2 Übernachtungen in Swakopmund geplant. Das ergibt ohne die An- und Abreisetage jeweils einen vollen Tag an den Orten und zuzüglich die Zeit die man am Anreisetag hat. Eine Ganztagestour nach Sandwich Harbour würde also den ganzen Tag in Swakopmund nutzen.

Zum Thema Walvis Bay und Unterkunft in Swakopmund: Ich dachte daran auf dem Weg nach Swakopmund eine kurze Pause in Walvis Bay zu machen, dort aber nicht zu campieren. Das Backpackers in Swakopmund habe ich ausgewählt, weil ich befürchtet habe, dass Aufgrund der Jahreszeit, der Nähe zum Meer und der "sagenumwobene" Nebel das Campen im Zelt etwas unangenehm gestalten könnte. Bezüglich des Tiger Reef Camping Platzes bin ich noch etwas hin und her gerissen. Du scheinst dort einer gute Zeit gehabt zu haben, ich habe aber auch schon einige Berichte gelesen, die nicht so positiv darüber geschrieben haben.

Liebe Grüße, Hannes
4'129 Beiträge · seit 200822. Dez. 2017 · #20
Hallo, Hannesss,

das finde ich gut, dass du dir das nochmal genau durchgerechnet hast!
Und ich hoffe, dass noch andere etwas zur Machbarkeit sagen.

Zu den Campsites: Ich weiß, die Meisten gehen woanders hin. Wir sind in Bezug auf die Wahl von Campsites nicht von den gleichen Auswahlkriterien geleitet, wie die meisten. Daran mag es liegen, dass wir sowas wie die C in WVB und Tiger Reef bevorzugen. Tatsächlich mögen es viele nicht, wenn ihnen am Strand morgens das Kondenswasser das Zelt runterläuft, - für uns ist das nix belastendes, wir mögen den starken Kontrast zwischen Meer und Wüste. Die haben da A-Frames zum druntersitzen.
Wir fragen uns bei der Auswahl einer Campsite immer, ob wir die auch wirklich nutzen oder dort nur schlafen - meist schlafen wir nur dort, dann muss sie nur praktisch sein. Außerdem haben wir ganz sicher auch einen anderen Geschmack, als viele andere, das ist natürlich bei jeder "Empfehlung" mit zu bedenken... 😄

Gruß lilytrotter


Zu den "4 Tagen"... - keine Ahnung... - ...falsch gelesen/gedacht...getüddelt
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