nachdem ich seit mehr als einem Jahr fast jeden Reisebericht hier im Forum lese, möchte ich auch meinen Beitrag dazu leisten. Ich hoffe, dass sich ein paar Mitfahrer finden, auch wenn ich nicht über die Erfahrungen wie viele von Euch, verfüge.
Hier schon mal unsere Route:
2 ÜN Okambare Elephant Lodge 2 ÜN Bagatelle, Kalahari 4 ÜN KTP (KTC, Nossob, Twee Revieren) 1 ÜN Pension Gessert, Keetmanshop 2 ÜN Canyon Lodge, Fish River Canyon 1 ÜN Eagles Nest, The Rock 2 ÜN Koiimasis 2 ÜN Desert Camp, Sossusvlei 3 ÜN Meikes Guesthaus, Swakopmund 2 ÜN Mount Etjo Safari Lodge
LG
Gabi
Teil 224. Nov. 2017
18./19.08.2017 Anreise
Mit AirFrance ging es über Paris und Johannesburg nach Windhuk, wo wir um 13.00 Uhr gelandet sind.
Kurzer Adrenalinschub in Johannesburg, wo wir ein Visa vorzeigen sollten, bevor es in den Flieger ging. Meine 3 Männer witzelten schon: "Hast Du wohl nicht ausführlich im Namibia-Forum gelesen!". Nein, davon hatte ich noch nie etwas gelesen. 🤢 Nach kurzer Diskussion hat man dann festgestellt, dass wir Deutsche sind und doch kein Visum brauchen.
In Windhuk wurden wir bereits von unserem Fahrer von Safari Car Rental erwartet. Der MTC-Stand war noch leer, daher für alle 4 Handy's mal eine Sim-Karte gekauft. Im nachhinein wäre es für die Kids nicht notwendig gewesen, denn der Empfang ist so schlecht, dass man die Youtube-Videos, auf die die Kids stehen, sowieso nicht anschauen kann. Schadet nicht, etwas weniger Handy macht es für mich entspannter.
Safari-Car Rental erwartet uns mit Kaffee und Getränke (sehr nett), der Mietvertrag und das Auto wird ausführlich erklärt und so geht es um kurz vor 16 Uhr endlich los. Die erste Strecke noch auf Teer und dann auf Gravel, wo wir dann auch den Reifendruck ablassen müssen.
Fahrt zur Okambara Elephant Lodge:
Reifendruck ablassen:
Es wird schon dunkel, als wir endlich das Tor erreichen.
Wir beziehen unser geräumiges Zimmer und gehen dann gleich zum Abendessen. Dieses wird an großen Tischen mit den anderen Gästen eingenommen. Besonders erfreut sind unsere Kinder, dass nur Deutsch gesprochen wird. An unserem Tisch sitzt noch eine weitere Familie aus München und die beiden Praktikantinnen, denen unsere Kinder Löcher in den Bauch fragen.
Teil 324. Nov. 2017
20.08.2017 Okambara Elephant Lodge
Nach dem Frühstück, welches wir wieder an dem großen Tisch einnehmen, geht es erstmal etwas über das Gelände. Wir wollen ja sehen, wo wir sind.
Dieses Schild gefällt uns besonders:
Teil 424. Nov. 2017
20.08.2017 Morning-Drive Okambara Elephant Lodge:
Zu gemütlicher Zeit um 10.00 Uhr starten wir zu unserem Morning-Drive. Mit dabei ist eine deutsche Familie. Was wir sehen wollen? Elefanten natürlich, die gibt's im KTP nicht und warum sind wir denn sonst auf der Okambara Elephant Lodge?
Es geht los mit den üblichen Verdächtigen:
Die Landschaft ist dornig.
Unser Driver gibt sein Bestes. Und bald haben wir auch die Elefanten schon gefunden. Damit wir näher an sie rankommen, fährt unser Guide querfeldein:
Unsere Kids dürfen zum Fotografieren auf das Safarifahrzeug klettern, das macht doch Spaß:
Und auf dem Rückweg laufen uns dann auch noch die Giraffen über den Weg:
Zufrieden kommen wir gegen Mittag wieder in der Lodge an. Noch keine 24 Stunden in Namibia und wir haben schon so viel erlebt. Wir entspannen etwas, ratschen mit den vielen anderen Deutschen und für unsere Kids gibt's Schinkennudeln.
Um 15 Uhr geht es weiter mit der Fütterung der Karakale, Geparden und Leoparden. Zuerst sind wir zu Fuß unterwegs. Los geht's mit den Karakalen, die sich in ihrem Gehege ziemlich aufführen.
Weiter geht es zu den Geparden:
Und dann ist der Leo dran. Ist er nicht knuffig?
Danach geht es dann in's Safarifahrzeug und wir fahren in das Gehege der Geparden. Mutig macht mein Sohn das Tor dafür auf, weiß er (und auch wir) noch nicht, was ihn dahinter erwartet.
Die Geparden wissen warum wir kommen und schleichen um unser Safarifahrzeug herum:
Kaum haben sie ihr Fleisch bekommen, sind sie auch schon in den Büschen verschwunden.
Wir verlassen das Gelände der Geparden (das riesig ist) . Weiter geht's mit unserem Nachmittags-Gamedrive.
Auch Nachmittags dürfen wir unsere Wünsche äußern, was wir gerne sehen würden. Elefanten hatten wir vormittags, jetzt würden wir uns Nashörner wünschen. 😗 Ob unser Wunsch in Erfüllung geht?
Zuerst wieder die üblichen Verdächtigen:
Unsere Elefanten finden wir auch wieder:
Und die Kinder dürfen wieder auf dem Dach des Safarifahrzeugs zum Fotografieren sitzen.
Unser Driver gibt sich alle Mühe, die Nashörner zu finden. Zu Fuß sucht er die Spuren der Tiere:
Derweil nutzen die Jungs die Gunst der Stunde zum Strullern:
Und als wir nicht mehr daran glaubten, es schon fast dunkel war und wir auf dem Rückweg waren, standen sie plötzlich vor uns. Leider war das Licht nicht mehr das beste.
In der Abenddämmerung ging es zurück zur Lodge. Welch ein aufregender Tag. Wir haben viel erlebt und gesehen und fühlten uns, als ob wir schon Wochen in Namibia wären. Ein tolles Abendessen vollendeten den erlebnisreichen Tag.
Heute mussten wir schon um 5 Uhr aufstehen. Aber fällt das in Afrika schwer? Zu Hause wäre ich nicht aus dem Bett gekommen. Wir wollen - mit weiteren (natürlich deutschen) Familien die Morgensaufgangswanderung unternehmen.
Diese wird neu von der Lodge angeboten. Nachdem die Lodge viel mit Praktikanten arbeitet, wurde auch die Tour von diesen ausgearbeitet. Etwas Verbesserungspotenzial hat die Tour noch. Größtes Problem sind die Dornenbüsche, die man bei Dunkelheit nicht sieht und an denen man ständig hängenbleibt.
Oben dürfen wir einen tollen Sonnenaufgang erleben:
Der Ausblick über das Farmgelände ist gigantisch:
Der Rückweg ist dann deutlich einfacher.
Das Frühstück haben wir uns heute redlich verdient.
Leider müssen wir uns heute nach 2 Tagen Okambara Elephant Lodge verabschieden. Es hat uns hier sehr gut gefallen. Die Zimmer waren schön, das Essen lecker, wir haben viele Tiere gesehen und es waren viele deutsche Familien dort. Ein idealer Einstieg.
Teil 825. Nov. 2017
21. August 2017 Fahrt nach Bagatelle
Nach dem Frühstück verabschieden wir uns. Bald sehen wir Kamele:
Und die Webervögel sind auch aktiv:
Am Nachmittag treffen wir in Bagatelle ein, wo wir unser Savannah Chalet beziehen. Ich hatte ja lange überlegt, ob ich die Dune Chalets buchen soll, aber ich bin mit unserem Savannah Chalet sehr zufrieden. Wir sehen zwar nicht über die Düne, aber wir haben ein großes Familienzimmer wo wir alle 4 Platz haben.
Am Nachmittag erkunden wir das Farmgelände zu Fuß.
Die üblichen Verdächtigen sind direkt vor unserem Haus zu finden:
Auch wenn wir kein Dune Chalet haben, geniessen wir den Sonnenuntergang:
Der hauseigene Springbock, der Gummi's um seine Hörner trägt, grast direkt vor unserem Chalet:
Blick auf das Hauptgebäude:
Im Anschluß geht es dann zum Dinner in das Hauptgebäude. Dort gefällt es mir ausgesprochen gut. Das Essen ist vorzüglich, die Tische sind schön eingedeckt und der Springbock kommt zur Belustigung unserer Kinder direkt an unseren Tisch. Ein wundervoller Abend. So mag ich das. 🙂
Teil 1025. Nov. 2017
21.08.2017 Bagatelle Lodge - Nightdrive
Nach dem Abendessen geht es noch zum Nightdrive. Mal eine ganz neue Erfahrung.
Wir sehen einen Ameisenbär:
Teil 1125. Nov. 2017
22.08.2017 Bagatelle Lodge - San Walk
Vor dem Frühstück unternehmen wir den Walk mit den San's. Einer der San's erzählt uns etwas in seiner Klicksprache, was wir nicht verstehen, sondern nur an seiner Mimik deuten können. Im Anschluß daran übersetzt der Guide dann in's Englische.
Zuerst wird uns der Termitenhügel und die Vorgehensweise des Ameisenbärs erklärt.
Über die Heilwirkung des Busches erfahren wir:
So erlegt man einen Strauß:
Und so schießt man auf Tiere:
So wird Feuer gemacht:
Es hat geklappt!
Die Frauen und Kinder warten im Dorf:
ohne Worte....
Im Dorf erwerben wir natürlich auch die Utensilien zum Feuermachen, was meine 3 Herren nachmittags dann auch ausprobieren. Leider ohne Erfolg.
Im Anschluß geht es dann zurück zum Haupthaus, wo wir noch ein leckeres Frühstück geniessen.
LG
Gabi
Teil 1225. Nov. 2017
22.08.2017 Bagatelle Lodge
Nachdem Frühstück schauen wir uns ein wenig auf der Lodge um, bis es nachmittags zum Scenic Drive geht.
Teil 1326. Nov. 2017
22.08.2017 Bagatelle Lodge - Scenic Drive am Nachmittag
Gemeinsam mit einem Paar aus Italien geht's zum Scenic Drive. Die Farben hier in der Kalahari sind ein Augenschmaus. Nachdem es hier keine Elefanten, Löwen oder Nashörner gibt, ist der Drive recht entspannend, man kann mehr die Natur betrachten und muss keine Tiere suchen.
Esel gibt es hier auch:
Ein Webervogelnest von unten:
Und die Piepmätze im Anflug:
Der Anblick ist traumhaft.
Giraffen gibt es hier auch:
Unser Guide zeigt uns die Eier vom Strauß.
Und dann fällt unserem Italiener auf, dass sein Handy weg ist. Der weitere Scenic-Drive wurde dann von uns zu Handy-Hunting umgetauft. Er saß ganz hinten und hat das Handy auf den Sitz gelegt. Da ist es dann wohl nach unten gerutscht und hinten aus dem Safari-Wagen gefallen. Leider spricht er sehr schlecht englisch und weiß überhaupt nicht, wann er es überhaupt verloren hat. Mal abgesehen ist er total von der Rolle, da er den Urlaub fast ausschliesslich mit dem Handy fotografiert hat. Wir fahren dann die gesamte Strecke nochmal ab und er versucht sein Handy vom Wagen aus zu finden.
Ein Stück versuchen sie, das Handy zu Fuß zu finden, meine Jungs sind natürlich auch mit dabei.
Nachdem es langsam dunkel wird, müssen wir jedoch zum Sundowner-Platz. Dort ist eine Bar aufgebaut und es gibt alle Getränke, die man sich nur wünschen kann.
Ein toller Sonnenuntergang darf natürlich nicht fehlen:
Teil 1426. Nov. 2017
Und bei der Lodge versucht sich mein Mann dann mit Nachtaufnahmen:
Dune-Chalet:
Blick auf die Lodge:
Teil 1526. Nov. 2017
23.08.2017 Abschied von der Bagatelle Lodge und Weiterfahrt zum KTP-Park
Unsere 2 Tage in der Bagatelle Lodge sind auch schon wieder vorbei. Anders als unser Start in Okambara, aber genauso schön. Aber wir freuen uns auch auf den KTP-Park.
Vorher besuchen wir noch die Erdmännchen:
links
rechts
links - gibt's hier eine Straße?
Beim Swimmingpool wird ein festes Dach montiert, die Arbeiter sind fleißig, jedoch nicht besonders schnell. Afrikanische Gemütlichkeit.
Um kurz nach 9 Uhr starten wir Richtung Mariental, da wir im KTP Selbstversorger sind. Mein Mann soll das Auto bewachen, ich gehe mit den Kindern zum Einkaufen. Das scheint meinem Mann jedoch zu langweilig zu sein, deswegen fotografiert er hier den Spar. Für alle, die schon immer mal wissen wollten, wir groß dieser ist:
So und jetzt kommen mehrere Stunden Adrenalin. Als wir wieder im Auto waren und das Navi an war, zeigte es 16.30 Uhr Ankunft an. 16.30 Uhr? Das kann doch eigentlich gar nicht sein. Um 16.30 Uhr schließt das Gate. So weit ist es doch gar nicht? Wir haben einige Zeit gerätselt, bis mir dann einfiel, dass in Südafrika ja Zeitverschiebung ist. Unser Blick fiel immer auf die Zeitanzeige und ich habe schon überlegt, wo wir übernachten, wenn wir vor verschlossenem Tor stehen. Punkt 16.30 Uhr haben wir es dann aber geschafft und stehen vor dem Gate.
Die Einreise ist komplikationslos, wir beziehen unser Family Tent im KTC. Und die Kids sind gleich mit Grillen beschäftigt.
Und die Nachtaufnahmen dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Teil 1626. Nov. 2017
24.08.2017 KTP-Park - KTC-Family Tent
Auf Empfehlung des Forums bringen wir von zu Hause Schlafsäcke mit. Das war auch gut so. Die Temperaturen im Zelt sind doch ganz schön abgesackt. Aber mit der Zudecke und extra Wolldecke ist es auch mir nicht zu kalt. Obwohl ich ein Morgen-Duscher bin, muss dies heute entfallen. Das geht bei den Temperaturen mal gar nicht. Besonders angenehm ist es auch, die kalte Hose anzuziehen. 🤢
Die Kinder haben es besser. Die bekommen die Zahnbürste an's Bett gebracht und ihre Anziehsacken wärmen wir im Schlafsack erstmal etwas auf.
Trotzdem sind wir um 7 Uhr startklar und sind gespannt, was uns der Tag bringt. Nachdem wir zwar 2 Nächte im KTC sind, aber nur eine Nacht das Family Zelt und die andere Nacht 2 Doppelzelte haben, müssen wir um 10 Uhr unser Zelt räumen. Erstmal geht es aber auf Tiersuche.
Die Sonne ist noch am aufgehen und es liegt noch ein Dunschschleier in der Luft.
Und bereits um 8 Uhr entdecken wir ein paar Auto's und - Löwen. Wir zählen 3 Löwenmama's und 6 Baby's, die gerade dabei sind, ihren Riss zu verspeisen. Leider sind sie etwas weit weg, aber wir können sie in Ruhe beobachten.
Nach einiger Zeit fahren wir weiter und bald kommt uns Papa Löwe entgegen:
Wir überlegen, was er doch vor hat und vermuten, dass er zum Wasserloch will. Also drehen wir und sind als zweites Auto am Wasserloch.
Nach dieser Sichtung fahren wir glücklich in's Camp zurück.
Teil 1726. Nov. 2017
24.08.2017 KTP - KTC Camp
Wir frühstücken und bringen unsere sieben Sachen in das neue Haus. Dort versuchen wir uns dann ein wenig im Birding.
Besonders gut schmecken dem Gelbschnabeltokom (richtig?) natürlich meine Brotkrümmel, die ihn und seine Kumpels immer wieder anziehen.
Total niedlich sind die beiden Erdhörnchen, die vor unserer Unterkunft miteinander turteln.
Ich flüstere Dir mal was in's Ohr:
Teil 1826. Nov. 2017
24.08.2017 KTP - KTC-Camp
Kurz nach Mittag machen wir uns wieder auf den Weg. Wir wissen, dass die Mittagshitze für die Beobachtung nicht so toll ist, aber in der Unterkunft wollen wir auch nicht bleiben.
Zuerst finden wir die üblichen Verdächtigen:
Schon bald kommen wir wieder an unseren Löwen vorbei. Papa Löwe ist inzwischen auch eingetroffen. Die meisten liegen faul rum und schlafen, die jungen Löwen jedoch machen sich an dem Riss zu schaffen.
Was bin ich faul und vollgefressen...
Weiter geht es mit unserer Fahrt. Trinken an einem der Wasserlöcher:
Oryx:
Den Tieren ist es warm, man findet sie vor allem im Schatten:
Strauß:
Und auch die Gnus haben sich in den Schatten zurückgezogen:
Die Strauße stolzieren:
Teil 1926. Nov. 2017
Noch mehr Strauße:
Die junge Giraffe steht kurz vor dem Wasserloch, aber traut sich nicht weiter. Wir würden sie aber gerne beim Trinken beobachten, also harren wir aus.
Derweil macht sich dieser Vogel auf unserem Auto zu schaffen:
Die Giraffe steht immer noch da und schaut:
Unsere Blicke wandern zwischen Giraffe und Vogel:
Fast hat sie es geschafft:
Ein paar andere Vögel sind auch noch unterwegs:
Wir fahren weiter und geniessen die tolle Landschaft:
Am Rastplatz machen wir eine Toilettenpause (sehr sauber!) und fahren dann wieder zurück.
Meine Freunde sind auch wieder da:
Sind das Kapfüchse? Nein, Löffelhunde. Danke Ria.
Teil 2026. Nov. 2017
Natürlich kommen wir wieder an unseren Löwen vorbei. Ein kurzer Stop darf natürlich nicht fehlen und ein paar Bilder müssen es auch sein. Die Cubs sind quietschfidel.
Im schönsten Abendlicht fahren wir wieder zurück zum Camp. Was für ein ereignisreicher Tag.
Und ein Sonnenuntergangsfoto darf natürlich nicht fehlen: