Uganda 2017 - Das (für uns) etwas andere Afrika

Reisebericht 157 Antworten · 28,7k Aufrufe · gestartet 01. Aug. 2017 von panther
Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200710. Aug. 2017 ·
@Ingrid, dann hoffen wir mal dass wir Überzeugungsarbeit leisten können 🙂 Wann immer wir im Verwandten- oder Bekanntenkreis erzählt haben dass wir nach Uganda fahren, scheinen sich gewisse (lang vergangene) Bilder und Vorbehalte aufzutun. Ist das südliche Afrika ja schon ein Abenteuer, aber Uganda... 🤩 🙂

@Nina, "keine Spinnenbilder" kann ich nicht versprechen 😗 Eines wird wohl dabei sein. Aber es gibt "nette" Insekten die kümmern sich liebevoll um die Spinnen 😁

@BayernSchorsch, Danke und vielleicht wird es ja doch noch Uganda in 2018 😉

Danke auch an alle fleißigen Danke-Button Drücker und stillen Mitleser 🙂 🙂

Gruß

Ralf + Martina
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Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200710. Aug. 2017 ·
Donnerstag, 06.07.2017 Kontiki-Hotel Hoima

Tatsächlich hörten wir nachts ganz in unserer Nähe ein Hippo grasen. Frühstück gab es um 07:00 Uhr, da wir um 08:00 Uhr am Boot sein sollten. Wir waren die Ersten. Hier hat es uns wirklich sehr gut gefallen und für das bestellte Lunchpaket mussten wir nicht mal etwas bezahlen 🙂
Vorbei an vielen Kindern, die auf dem Weg zur Schule waren, erreichten wir nach 15 min. Fahrt, den Bootsanleger. Es stellte sich heraus, das wir doch die kleine Nußschale bekamen. Allerdings sollten wir auf der gegenüberliegenden Seite noch Kim aus Kanada, die zu den Fällen wandern wollte, abholen. Unser Guide hatte ein sehr gutes Auge und fand so manche Tiere für uns. Natürlich Kingfisher, sogar einen mehr als geduldigen Malachit Kingfisher, der sich beim Fischfang so gar nicht stören ließ. Weißkopfseeadler, Schlangenhalsvogel und Bienenfresser. Natürlich auch Krokodile.

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Kingfisher Weibchen (erkennt man am BH 😉 )
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Kingfisher Männchen (die haben einen schwarzen Strich)
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Wir schipperten zu den Murchison Falls, wo der Nil durch eine Engstelle floss. Für Fotografen nicht unbedingt ein Highlight, da genau gegen die Sonne. Wir setzten Kim ab und begaben uns dann wieder auf den Rückweg. Die Zeit verging wirklich wie im Flug.

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Wir studierten die Karte und checkten unsere verbleibende Zeit im Park und stellten fest, dass wir den Abstecher zu den Top of the Falls noch einplanen konnten. Wir mussten erst um 15:20 Uhr aus dem Park raus sein, bis dahin schafften wir das locker 🙂
Am Aussichtspunkt konnten wir die Fälle von oben sehen. Ein netter Abstecher und gut für ein kleines Häppchen aus unserer Lunchtüte.

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Dann machten wir uns auf den Weg nach Hoima. Hier legten wir eine Zwischenübernachtung ein, denn der Weg zur nächsten Übernachtung in Fort Portal wäre in einem Rutsch zwar möglich, das wären aber gut und gerne an die 10 Stunden Fahrt. Das wollten wir uns aber ersparen. Reisende, die einen Fahrer haben, machen dies aber sehr wohl. Es dauerte dann auch noch einige Zeit, bis wir aus dem Park heraus waren, die Geschwindigkeit ist auf 40 km/h beschränkt - wir hielten uns daran, andere nicht. Die letzten Kilometer gingen durch einen dichten Wald (Kaniyo Pabidi Forest/Budongo Forest) mit viel Gezirpe und vielen Schmetterlingen. Am Ausgang machten wir Pause und verzehrten die Reste von unserem Mittagessen.

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Dann wurde die Straße auch wieder belebter, wir erreichten wieder Siedlungen. Unsere Navigations-Betty leitete uns um Masindi herum, das sind dann eher einspurige Straßen für Boda Bodas. Zum Navigieren benutzten wir in dem Fall die OSM-Karten und die beinhaltet halt auch sehr, sehr kleine Strassen.

Eine normale Strasse
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Wir fuhren ungefähr 10 km, kamen aber gut durch. In Hoima erreichten wir wieder eine Teerstraße, da waren wir echt sehr froh nach dem ganzen Gerüttel. Das Kontiki-Hotel fanden wir zuerst selbst mit Navi nicht. Wir hätten aber das angeschlagene Schild an der Straße besser studieren sollen, da war der Abzweig angezeigt 😗 Wir fanden es dann aber doch. Es ist unglaublich, das sich abseits der Straße ein riesiger gepflegter Garten auftut. Wir bekamen eine Hälfte eines Häuschens, welches für die eine Nacht völlig in Ordnung war.

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Nur das Wasser ging nicht. Wir gaben an der Rezeption Bescheid und setzten uns auf die Terrasse, da wir Kaffeedurst verspürten. Es dauerte eine kleine Ewigkeit, dann kamen aber zwei kleine Thermoskannen und löslicher Kaffee 🙁
Wir mussten unser Abendessen schon vorab aus der Karte auswählen und die Zeit angeben, wann wir essen wollten. Wir machten uns frisch und fanden uns zur angegebenen Zeit zum Abendessen ein. Der Strom fiel des öfteren aus, fing sich aber immer wieder. Die Frage nach weißem oder roten Wein wurde nach längerem Suchen verneint, also blieben wir beim Bier.
Die verschiedenen Hähnchengerichte die wir bestellt hatten wurden serviert. Meines war leider sehr, sehr zäh, gut das es wenigstens viele Kartoffeln dazu gab. Bei Ralfs Hähnchen musste man das Fleisch tatsächlich suchen, so mager war der Gockel 😵 Für's Essen würden wir empfehlen Spaghetti zu bestellen. Da kann man nicht allzu viel verkehrt machen und am Nebentisch sahen sie auch sehr gut aus. Mittlerweile hatte es zu regnen begonnen, aber wir fanden noch ein Plätzchen wo wir geschützt unser Bier trinken konnten.

Morgen geht's dann auf die Strecke nach Fort Portal. Davor hatten wir schon ziemlich Respekt, hatten wir doch schon viel über den schlechten Zustand der Strasse gehört und gelesen.

Schöne Grüße

Ralf + Martina
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zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2017
719 Beiträge · seit 201110. Aug. 2017 ·
Finde ich schon sehr erstaunlich, dass man das Essen im Kontiki Hotel vorher auswählen musste.
Ich war ja letzten Oktober dort und wir konnten aus der Karte am Abend auswählen.
Das Essen war sehr lecker und es gab auch Rotwein.

Den Malachite Kingfisher habt ihr ja super erwischt.

LG Uli
Big 5 Africa Tours Reiseberichte: Namibia's Süden 2017, Uganda's Norden 2016 , Uganda Juli 2015 , Namibia Mai 2013 ,Namibia Mai 2012
Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200710. Aug. 2017 ·
Hallo Uli,

es gab Rotwein, allerdings nur "sweet" 🙁 Die Dame hat auf jeden Fall lange nach "dry" (weiß oder rot) gesucht. Das Hähnchen von Martina war wie Kaugummi. Noch nie so ein zähes Hähnchen gegessen. Und an meinem Hähnchen waren max. 2 Stückchen Fleisch dran. Scheint also nach Tagesform zu gehen. Ansonsten stimmt aber das Preis/Leistungs Verhältnis.
An Überforderung kann's nicht gelegen haben; es waren nur 4 Gäste beim Essen.
Der kleine Kingfisher sass nur einen Meter vor uns. Da hatte ich schon Probleme mit der Naheinstellgrenze des Objektivs. War wirklich ein tolles Erlebnis.

Gruß

Ralf
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6’397 Beiträge · seit 201111. Aug. 2017 ·
Hoi zämä
panther schrieb:...würden wir empfehlen Spaghetti zu bestellen. Da kann man nicht allzu viel verkehrt machen...
🙄
Was??? 🙄
Doch, kann man!!! Sehr viel sogar...zum Beispiel gar keine Spaghetti sondern irgendwelche langen Nudeln nehmen (In Afrika wird ja beinahe jede Nudel über 3 cm 'Spaghetti' genannt) ...oder weichkochen...oder in der Sauce ertränken... 🤢

Aber davon abgesehen: Schöner Bericht der einige Erinnerungen wachrüttelt! 😁
Weiter so! 😎

LG vom Halb-Italiener 😎
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2017
Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200711. Aug. 2017 ·
Freitag, 07.07.2017 Kluges Guestfarm

Nachts war ab und an die nahe Straße zu hören oder abwechselnd die Kühe von der Weide. Irgendwann rief auch der Muezzin zum Gebet. Frühstück gab es im Restaurant, es war noch recht frisch und ab und an tröpfelte es leicht. Es gab Rühreier mit Toast, der dann auch blitzschnell abgeräumt wurde als wir neuen Kaffee holten 😐 Wir tankten unser Auto wieder auf und dann ging es auf die Reise nach Fort Portal. Es sind nur 200 km, aber bei den Straßenverhältnissen benötigten wir mit Pausen an die 6,5 Stunden. Die Sonne wollte sich heute gar nicht so recht zeigen, aber dafür regnete es im Laufe des Tages auch nicht mehr. Lange Straßenabschnitte waren eine einzige Baustelle, hier wurde schon viel getan. Vor allem von den Chinesen. Insgesamt war die Strecke anstrengend aber nicht ganz so schlecht, wie wir befürchtet hatten.

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Wir kamen durch viele kleine Ortschaften mit winkenden Kindern und interessierten Erwachsenen, vor allem wenn sie Touristen sahen. Als wir Pause machten, blieben wir natürlich nicht lange allein. Ein Junge im pinkfarbenen Hemd kam auf seinem Fahrrad daher und erzählte uns, das er studiert. Was, das blieb allerdings sein Geheimnis. Er erlaubte mir aber ein Foto von ihm zu machen.

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Da ich unbedingt Mangos probieren wollte, hielten wir an einem kleinen Stand abseits der Ortschaft an. Ungläubig sah uns die Frau an, also ob wir uns verirrt hätten 😐 Sofort scharrten sich einige Kinder um uns und freuten sich ihr Foto im Display anschauen zu können. Zu einem unschlagbar günstigen Preis nahmen wir 5 Mangos mit. Die Verkäuferin freute sich sichtlich und hat die schönsten für uns herausgesucht.

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So ging es weiter, bis wir die Gegend vor Fort Portal erreichten. Hier gab es viele Teeplantagen auf denen gearbeitet wurde. Wir hielten und machten Pause. Dann hielt plötzlich ein Fahrzeug neben uns, welches wir schon kurz vorher überholt hatten. Frau am Steuer. Eine junge Frau mit ihrer Freundin kam auf uns zu. Sie wollten mit uns Selfies machen 🤩 Das fanden wir sehr außergewöhnlich, ist es doch sonst immer anders herum. Die beiden waren recht aufgebrezelt aber irgendwie nett - so verrückte Hühner halt 😄

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Nach diesem kleinen Intermezzo erreichten wir die Stadt und unser Navi leitete uns über Stock und Stein incl. einem schmalen Weg durch die Bananenplantagen (wie schon geschrieben in den OSM Karten sind auch die kleinsten Wege drin 😐 ) . Es ginge auch einfacher, aber wir erreichten unser Ziel, die Kluge Guestfarm. Wir waren froh da zu sein, war es doch ein langer Fahrtag. Später liefen wir durch den Wald und hatten auch gleich das Glück die Colobusaffen zu sehen.

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Wir tranken noch ein Bier und machten die Bekanntschaft von Herrn Kluge. Der wusste viele Geschichten zu erzählen und wir unterhielten uns angeregt mit ihm über Gott und die Welt.
Dann wurde es aber Zeit für eine Erfrischung und das anschließende Abendessen. Das fiel übrigens sehr lecker aus mit Beef Stroganoff, Fisch und einem sehr guten Kartoffelgratin. Nicht zu vergessen, der Avocadosalat - ich hätte mich reinlegen können 🙂 Später saßen wir noch am riesigen Lagerfeuer wo wir uns mit Marius, dem neuen Verwalter während Kluges Urlaubes, unterhielten.

So liebe Mitleser am Montag gehts dann weiter. Wir bleiben noch ein bisschen in der Region und schauen uns eine Teeplantage an, besuchen die Bigodi Sümpfe und das Chimp Tracking steht ja auch noch auf dem Programm.

Schöne Grüße

Ralf + Martina
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zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2017
556 Beiträge · seit 201611. Aug. 2017 ·
panther schrieb:Freitag, 07.07.2017 Kluges Guestfarm

So liebe Mitleser am Montag gehts dann weiter. Wir bleiben noch ein bisschen in der Region und schauen uns eine Teeplantage an, besuchen die Bigodi Sümpfe und das Chimp Tracking steht ja auch noch auf dem Programm.

Schöne Grüße

Ralf + Martina
Ohhhh, es ist schon wieder Freitag 🤨
Ich gestehe, ich freue mich jeden Tag auf euren Bericht ! Jetzt heißt es wieder warten bis Montag 🙁 Aber es sei euch eine Pause vergönnt, schönes Wochenende !

viele Grüße
ELke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
36 Beiträge · seit 201711. Aug. 2017 ·
Hallo Martina und Ralf,

ich bin gerade erst auf dieses Forum und insbesondere auf euren Reisebericht gestoßen.
In den nächsten Tagen werde ich mich in Ruhe eure Erlebnisse nachlesen. Eins schon vorweg: eure Fotos sind fantastisch (die Kamera sieht auch nicht gerade "klein" aus).

Wir hätten uns eigentlich begegnen müssen. Wir sind am 29.06. in Düsseldorf losgeflogen, waren auch am 01.07. im Ziwa ... Allerdings ging es für uns schon am 15.07. zurück.

LG
Sandra
Interesse an einem Kalender mit Bildern von Uganda? Auf www.eickys-adventures.com findet ihr die Verlinkung. www.allmos-adventures.com
Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200712. Aug. 2017 ·
@Elke, euch auch ein schönes Wochenende und Vorfreude ist doch die schönste Freude 😉

@Sandra, schön dass ihr den Weg ins Forum gefunden habt und unseren Reisebericht verfolgt. Die Kamera ist eine 7DII mit 100-400 II Objektiv. Kann man in Afrika ja auch immer gut brauchen. Ansonsten haben wir noch eine 5D II und eine Olympus OMD EM10 und diverse Objektive dabei. Ist manchmal eine ganz schöne Schlepperei 😉 🙂
Bewusst haben wir euch im Ziwa nicht gesehen. Wir haben uns mal eure Seite angeschaut. Interessanter Camping-Reisebericht zu Uganda; hat uns gut gefallen und so einiges erinnert uns doch an unsere Tour.
Freut uns wenn ihr weiter dabei seid.

Schöne Grüße

Ralf + Martina
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36 Beiträge · seit 201713. Aug. 2017 ·
Hallo Ralf und Martina,

es freut mich, dass euch unser RB gefällt.

Ich bin euch nun auch "hinterher gereist".
Neidisch sind wir auf eure Löwen-Sichtung im Murchison Falls. Anhand der Vögel und Büffelfotos zuvor, vermuten wir, dass wir auch dort in der Nähe unterwegs waren. Wobei wir nirgendwo die Wahl zwischen Baumstumpf und Matschloch hatten.

Wir gehörten zu den Verrückten, die in einem Tag vom Murchison bis nach Fort Portal gefahren sind. Die Fahrtzeit von 10 Stunden können wir bestätigen. 10,5 Stunden haben wir benötigt. Das war schon sehr grenzwertig. Vielleicht wären wir etwas schneller gewesen, wenn wir in Hoima die Hauptstraße und nicht den Feldweg genommen hätten. Es ist so, wie du es in der Einleitung beschrieben hast: Man darf sich nicht auf die Navi-App verlassen, sondern sollte auch mal einen Blick in die Straßenkarte werfen, ...

Ich freue mich schon auf den weiteren Bericht.

LG
Sandra
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358 Beiträge · seit 201313. Aug. 2017 ·
Hallo Ralf + Martina,

Wir sind auch zurück und werden euren Reisebericht sehr aufmerksam verfolgen, besonders die Orte, die wir 2 Wochen nach euch besucht haben.
Und nebenbei werden wir selbst auch einen Reisebericht schreiben, versprochen. 😉

LG, Adriana + Matthias
2018: Uganda, Ruanda, DR Kongo
Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200714. Aug. 2017 ·
Samstag, 08.07.2017 Kibale Forest Camp

Heute Morgen war es richtig neblig, die Wolken hingen tief. Wir waren die ersten beim Frühstück. Ich hatte ein gekochtes Ei bestellt, es kamen aber zwei 🙂 Das ist aber durchaus normal, wie ich im Laufe des Urlaubes feststellte. Wir machten uns dann auf den Weg um Noah zu treffen. Wir hatten eine Teetour bei ihm gebucht. Über kleine Wege erreichten wir die verabredete Kreuzung am Abzweig zur Ndali Lodge, dort hatte er sein Büro. Zuerst waren wir unsicher ob wir hier überhaupt richtig sind, aber die anwesenden Kinder bestätigten es.

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Wir luden Noah und Gisbert in unser Auto und dann konnte es losgehen. Sein Geschäft hatte er noch nicht lange, aber er bietet Touren für alle Interessenslagen an (http://ugandacraterlakestours.weebly.com/tours.html ). Zuerst sahen wir uns verschiedene Kraterseen an, die lagen sowieso auf dem Weg. Unter anderem den Nyinambunga Krater der auf dem 20.000 UGX Schein abgebildet ist.

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Wir kamen an kleinen Ansiedlungen vorbei wo die Menschen auf einem Feld unterschiedlichste Pflanzen anbauten, von der Banane, Mais und Yams-Wurzel. Wegen des vulkanischen Bodens gedeihen die Pflanzen hier besonders gut. Auf dem sog. Top of the World hatten wir einen schönen Blick in die Umgebung, schade das es wieder so diesig war. Es gibt auch eine Lodge hier oben, die aber aus unbekannten Gründen bis dato nicht geöffnet hat. Wer aber spontan vorbei kommt, kann hier übernachten. Wäre bestimmt nett.

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Im nächsten Ort gingen wir auf den Markt - Gisbert kaufte Avocados. Die sind hier deutlich größer als die, die bei uns verkauft werden. Vom Preis mal ganz zu schweigen, für eine normale Plastik-Einkaufstüte voll, zahlte er nicht mal einen Euro.

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Dann kamen wir zur Teefarm, wo uns schon der Manager erwartete. Sein Englisch war schon arg verwaschen, so dass ich am Anfang nur Bahnhof verstand. Als wir mit den Fachausdrücken in Sachen Tee etwas vertrauter waren, klappte es auch mit der Verständigung. Die Pflücker waren heute nicht da, die hatten heute frei. Wir lernten einiges über den Teeanbau, welche Blätter gepflückt werden und über den Vor- oder auch Nachteil beim Einsatz von Maschinen 🙂 Mit einem Wanderstock bewaffnet liefen wir durchs Teefeld. Man muss aufpassen, denn in regelmäßigen Abständen war ein Loch im Boden das zum Regenauffang diente.

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Wir sollten bis zur Nursery laufen, wo die Teepflänzchen gezogen werden und dann an der Straße wieder zurück zum Auto 😐 Die Aussicht auf das Grün ist ja ganz schön, aber da legte ich Protest ein und wir fuhren mit dem Auto dahin. In der Nursery waren hunderte von kleinen Pflänzchen, die alle in kleinen Plastiktütchen steckten. Die Anlage war überdacht um die Aufzucht vor Hagel zu schützen.

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Hier war die Tour dann zu Ende und wir fuhren ins Kibale Forrest Camp.
Das lag wirklich mitten im Wald. Wir bekamen ein Zelt in Außenposition mit kleiner Terrasse. Weiterhin gab es eine Lapa in deren oberen Bereich das Restaurant untergebracht war, unten ist die Bar. Wir bestellten uns ein Sandwich und legten eine Pause ein.

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Nachmittags liefen wir durch den Wald, es gab einen ca. 20 min. Rundweg. Gleich zu Anfang fanden wir den Great-blue Turako, es waren drei Vögel - was für ein Glück. Ebenso saß im dichten Gebüsch ein Black-and-white-casqued Hornbill, der hat wirklich einen imposanten Schnabel. Die schwarz-weißen Colobus-Affen gab es hier auch und auch andere Arten turnten in den Bäumen.

Great-blue Turako
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Afrikanisches Fitness-Center
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Später lasen wir und das Tagebuch musste auch mal wieder auf Stand gebracht werden. Dieses blieb in diesem Urlaub völlig auf der Strecke - keine Zeit. Ralf beobachtete eine Spinnen-Wespe die eine große tote schwarze Spinne abschleppte, gruselig. Die Spinne konnten wir leider bis jetzt nicht identifizieren.

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Ab 19:30 Uhr gab es Abendessen: Suppe, Rind mit Reis und Mousse - war lecker. Die Tische im Restaurant waren gut belegt, das ein oder andere bekannte Gesicht traf man hier auch wieder. Außerdem gab es auch immer mal wieder komische Gäste, über die man etwas lästern konnte 😗 Danach saßen wir noch an der Bar, aber allzu lange hielten wir es nicht mehr aus.

Morgen ist nochmal kurz Pause und am Mittwoch geht es mit einem "Wandertag" weiter

Gruß

Ralf + Martina
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zuletzt bearbeitet 14. Aug. 2017
3’388 Beiträge · seit 200914. Aug. 2017 ·
Aber HALLOOOOOO ....
das ist doch mal ein Bett ganz nach meinem Geschmack!!!

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Ihr schreibt einen wunderschönen Bericht. Besonders die Bilder vom Markt, die haben mir supergut gefallen. Man sieht, dass die Menschen immer "gut drauf" sind, das ist prima.

Bis dann
der bayern schorsch
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36 Beiträge · seit 201714. Aug. 2017 ·
Wie unheimlich: wir haben am gleichen Straßenrand angehalten und Gemüse gekauft:


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Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200715. Aug. 2017 ·
@bayern schorsch, da hätte dir das Bett im Airport Guesthouse sicherlich auch gut gefallen. Das war riesig 🙂 😉 🙂
Ja, die Leute waren immer gut gelaunt und freundlich. Das hat uns, neben vielen anderen Dingen, sehr gut an Uganda gefallen.

@ftc2010, bei der Menge an Gemüse-/Obstständen in Uganda ist das wirklich ein Zufall. Scheint ein Hotspot zu sein 😉

Gruß

Panther
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36 Beiträge · seit 201715. Aug. 2017 ·
Liegt aber auch verkehrstechnisch günstig zwischen Fort Portal und Kibale 🙂
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Themenstarter1’300 Beiträge · seit 200716. Aug. 2017 ·
Sonntag, 09.07.2017 Kibale Forrest Camp

Die Nacht war etwas unruhig, irgendwelche Vögel machten einen Höllenlärm, und das eine gefühlte Ewigkeit. Das Ganze nochmal bevor unser bestellter Weckservice mit Kaffee eintraf. Den Weckservice fanden wir gut 🙂
Heute war Wandertag, dazu mussten wir uns beim Frühstück richtig stärken. Es sollte in die Bigodi-Sümpfe gehen. Startpunkt war das Office von "Karfred", das nicht weit von unserem Camp an der Hauptstraße lag. Es gibt keine bestimmte Zeit - man kommt an, nimmt sich einen Guide und los geht es. Wir bekamen Diana und David. Diana, eine kleine zierliche Person hatte erstaunlich gute Augen und fand eine Menge Vögel für uns, darunter Flycatcher, Barbet, Sunbird, Turaco, Kingfisher usw. und natürlich Affen. David war für die Pflanzenwelt zuständig und erklärte uns wilden Kaffee, Eukalyptus, roten Sumpfingwer etc. Auf einem Feld röstete eine Frau Mais, wir durften mal probieren. Diana und David waren aber auch an uns und unserer Kultur interessiert. Das war eine wirklich interessante und auch entspannte Tour, die wir gerne weiterempfehlen können.

Mouse-Bird
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Collared Sunbird
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African Pygmy Kingfisher
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Ross Turaco
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Violet-breasted Sunbird
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Red-chested Cuckoo (Jungtier)
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Hadada Ibis
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Red tailed Monkey
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Red Colobus
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Grey-Cheeked Mangabey
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Gegen Mittag waren wir wieder zurück in der Lodge. Wir bestellten uns ein Sandwich, es kamen aber zwei. Den Rest ließen wir einpacken. Um 14:00 Uhr stand dann das Schimpansentracking auf dem Programm. Der Treffpunkt, Kanyanchu Visitor Center, war ca. 15 min. vom Camp entfernt. Für alle Teilnehmer gab es zuerst ein kurzes Briefing, danach wurden wir in zwei Gruppen aufgeteilt. Unsere Gruppe ging voran, ca. 45 min. im flotten Fußmarsch durch den dichten Wald, leicht bergab und bergan. Dann fanden wir das Alphamännchen der habituierten Gruppe auf dem Boden sitzend vor. Er fraß an einer Frucht und ließ sich nicht im geringsten stören. Zwei weitere Tiere saßen auf einem Baum. Eines davon kam auf den Boden, war aber leider nicht so geduldig wie der „Boss“ und flüchtete bald wieder hinauf. Wir folgten dem Alphatier in der Hoffnung dass es uns zu einem Teil seiner Gruppe führen würde. Wir schlugen uns durch den Wald – es ging über Stock und Stein, wir gerieten ganz schön ins Schwitzen. Er blieb noch ein paarmal am Boden sitzen und die eigentlich einzuhaltenden 7 m Abstand waren schnell dahin. Er war sehr relaxed und duldete die Eindringlinge in seiner unmittelbaren Nähe.

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Leider fanden wir nicht mehr Schimpansen und so wurde die schweißtreibende Jagd eingestellt. Unsere Gruppe hatte sich mittlerweile schon weit auseinandergezogen. Es gab noch einige Erklärungen zum Wald, Bäumen und den anderen Affenarten die hier lebten. Dann war die Tour beendet.

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Es war ein schönes Erlebnis, schade nur, dass wir nicht mehr Tiere gesehen haben. Wir unterhielten uns noch mit einem schweizer Paar aus der Gruppe, die mit Fahrer unterwegs waren und mit einem holländischen Paar, das eher „budget“ unterwegs war. Sehr interessant und sehr verschieden, die Art des Reisens. Kurz überlegten wir noch nach Fort Portal zu fahren um zu tanken und Geld zu holen. Aber das verschoben wir dann doch lieber auf morgen wenn wir ausgeruht sind. Zurück in der Lodge gönnten wir uns ein verdientes Bier und machten uns anschließend für das Abendessen frisch. Es gab Schwein mit Kartoffeln und Gemüse und Kuchen. Wir waren k.o und suchten bald unser Zelt auf.

Nächste Station ist der Queen Elisabeth NP.

Gruß

Ralf + Martina
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zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2017
36 Beiträge · seit 201716. Aug. 2017 ·
Eure Vormittagsgestaltung gefällt mir sehr gut. Die Beobachtung von Vögeln kommt bei uns immer zu kurz. So nach dem Motto "ach ja, Vögel gibt es ja auch noch ...". Die Affen Fotos gefallen mir auch.

Unser Chimp Tracking fanden wir (auch) eher enttäuschend. Wir hatten auch gehofft auf ein paar mehr Chimps zu treffen. Die Ausbeute von einem Alpha-Männchen und evtl. noch 2 - 3 anderen Chimps scheint aber normal zu sein.

LG
Sandra
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