Tollwut Botswana

4 Antworten · 2'286 Aufrufe · gestartet 19. Juli 2017 von MikeRophon
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Themenstarter37 Beiträge · seit 201719. Juli 2017 · #1
Hallo zusammen,

ich habe schon ein bisschen zum Thema hier im Forum gelesen (und mit einem Tropenarzt gesprochen) - deshalb will ich hier keine Grundsatzfragen mehr stellen. Im Endeffekt gilt bei dem Thema: Jeder muss entscheiden, womit er sich wohler fühlt.

Aber was ich noch nicht beantworten kann (und vielleicht hat hier jemand Wissen): Haben Krankenhäuser in Botswana den Impfstoff für eine Behandlung nach einem "Tollwutbiss" vor Ort? Oder ist die Versorgungslage schlecht?

Besten Dank Euch!
33,1k Beiträge · seit 200619. Juli 2017 · #2
Hi MikeRophon,
Aber was ich noch nicht beantworten kann (und vielleicht hat hier jemand Wissen): Haben Krankenhäuser in Botswana den Impfstoff für eine Behandlung nach einem "Tollwutbiss" vor Ort?
Ja, aber je nach Deinem Aufenthaltsort kannst Du ja Tage bis zu einem Krankenhaus brauchen...

Was Du sicher schon weißt (ich bin kein Arzt)!): Das Risiko als normaler Reisender sich mit Tollwut anzustecken ist verschwindend gering. Selbst die überaus ängstlichen Tropenärzte die ich kenne (die sich in aller Regel einfach gegen alles absichern wollen) empfehlen einen Tolwutimpfung für Risikogruppen, d.h. Jäger, vielleicht Backpacker die wie einheimische leben wollen etc.

Beste Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
83 Beiträge · seit 201619. Juli 2017 · #3
Hallo,

Also referral hospitals und district hospitals sollten, dass ist aber nur eine vermutung, dieses medikament vorort haben. Bei den primary hospitals bin ich mir nicht hingegen sehr unsicher.
Wo wirst du dich aufhalten. In maun gibts meines wissens ein district. Ansonsten ist im bereich moremi / chobe eher wenig an qualitativer versorgung. Francistown und gabarone haben wohl die besten standorte. Im notfall würde ich, sofern möglich, auf windhoek bzw. jburg gehen.
Die "grösste" bedrohung wird von streunenden hunden und affen ausgehen. allgemein bewerte ich das risiko als kalkulierbar. Sicher ist natürlich immer sicher.

Grüsse
2x Australien, brunei, vietnam, 3x Indonesien, namibia, südafrika, mosambik, swaziland, chile, argentinien, mexiko, 2x kanada, Kalifornien, Florida, Singapur, nevada, ruanda, nepal, kambodscha, vietnam und brasilien sowie einmal durch südeuropa mit dem camper in der elternzeit
zuletzt bearbeitet 19. Juli 2017
105 Beiträge · seit 201619. Juli 2017 · #4
Hallo MikeRophon,

gegen Tollwut kann man sich auch im Vorfeld impfen lassen. Auf Grund der Familiengeschichte bin ich schon seit Kindertagen gegen Tollwut geimpft und habe die Impfung auch immer wieder erneuert, wenn der Testwert der Antikörper im Blut zu gering war. Die Grundimpfung besteht aus 3 im Abstand festgelegten Terminen innerhalb eines Monats, dann dauert es noch ein paar Tage bis man den kompletten Schutz hat. Für einen Menschen wie mich, der sich in verschiedenen Ecken der Welt sehr gerne in freier Natur aufhält, macht es Sinn (für Marokko z.B.) und ich habe den Impfstoff bisher auch immer ohne Probleme vertragen. Eine Impfung nach einem Biss ist viel aufwendiger, mehr Impftermine und kurze Abstände, dann ist die Rundreise wohl oder übel vorbei. Viele gesetzliche Krankenkassen in D übernehmen auch die Kosten für die vorsorgliche Impfung, man muß erstmal bezahlen und die Kasse erstattet auf Antrag den kompletten Betrag.

Viele Grüße
Cora
Reisen: Marokko 2006-2024 18 mal, Jordanien 2015, Namibia 2016, Nam-Bot-Sim 2017, Malawi-Sambia 2018, Tansania 2019, Uganda 2020, Oman 2022, Südafrika 2023, Madagascar 2023, Kenia 2024, Kambodscha 2025, Usbekistan 2025
7'296 Beiträge · seit 200619. Juli 2017 · #5
Cora schrieb:Die Grundimpfung besteht aus 3 im Abstand festgelegten Terminen innerhalb eines Monats, dann dauert es noch ein paar Tage bis man den kompletten Schutz hat. Für einen Menschen wie mich, der sich in verschiedenen Ecken der Welt sehr gerne in freier Natur aufhält, macht es Sinn (für Marokko z.B.) und ich habe den Impfstoff bisher auch immer ohne Probleme vertragen. Eine Impfung nach einem Biss ist viel aufwendiger, mehr Impftermine und kurze Abstände,

... die Grundimpfung besteht wie gesagt aus drei Impfungen (an den Tagen 0, 7, 21 bzw. 28). Ich kenne es allerdings so, dass nach einem halben oder ganzen Jahr nach erstmaliger Impfung nochmals eine vierte Impfung erfolgt.
Trotz allem benötigt man nach einem Biss oder vermuteter Infektion (dazu ist ja kein Biss nötig) eine weitere Impfung.

Jetzt kann man sich die Frage stellen, welchen Sinn dann eine Schutzimpfung hat.

Es verhält sich wie folgt:
Der Impfstoff für die Schutzimpfung muss stets gekühlt aufbewahrt werden (sog. Kühlkette) und ist in vielen Ländern einfach nicht verfügbar bzw. kann nicht unter den erforderlichen Bedingungen gelagert werden.
Der Impfstoff für die dann zusätzlich nötige Impfung ist leichter verfügbar und lagerbar.

Hat man keine Schutzimpfung, benötigt man nach dem Biss beide Art Impfungen. Die schlecht verfügbare (in höherer Anzahl/Dosierung) und die, die auch jemand benötigt, der bereits eine Schutzimpfung hat. Und man benötigt die Impfung halt recht schnell ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 20. Juli 2017