Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201719. Sept. 2017 ·
Mattes-do schrieb:
Natur und weg schrieb: ... bis ES mit einem großen Satz im Busch verschwand ...
Ein Känguru? 😉
Gruß, Mattes
Hallo Mattes,
das wäre jedenfalls mal eine echte Spitzensichtung 🤩 🤩 🤪
fotomatte schrieb:Hallo Heike,
wirklich beneidenswert schöne Fotos habt ihr gemacht. Die Drossel ist eine Akaziendrossel, der Adler ist ein jugendlicher Gaukler.
Viele Grüsse, Matthias
Hallo Matthias,
oh super - ein jugendlicher Gaukler! Darauf wäre ich nie gekommen. Danke!! Die Akaziendrossel mussten wir einfach bis zum Umfallen fotografieren - sie (oder auch er) ist aber auch eine Hübsche und hat sich in Pose geworfen. Freut uns auch sehr, dass Dir die Fotos gefallen - ich habe leider noch keine richtige Zeit für Deinen Bericht gehabt, freue mich aber auch schon sehr darauf, in einer ruhigen Minute ganz ausführlich darin zu schmökern 😎 🙂
Auf dem Weg fanden wir einen wunderschönen Kaktus, zu dem bereits ein Fahrweg führte. Dort angekommen, entdeckten wir, wieviel Leben dieser beherbergte, Eidechsen und jede Menge Sattelschrecken fanden sich zwischen den dicken Dornen wieder. Superschön das Teil!
📎 017-2-3-4-5-6.jpg
Der superschöne "Kaktus" ist leider eine supergiftige Euphorbia
vielen Dank für eure Hilfe vorab. Wir sind nun auch wieder zurück von unserer Reise und haben einiges gesehen und erlebt.
Schade Heike das dich Spitzkoppe nicht so überzeugen konnte. (Fotografierst du gar kein Weitwinkel?) Uns hat es dort richtig gut gefallen. Ich finde es wieder mal spannend wie unterschiedlich die Blickwinkel sind. Wir haben den Arch aus einer ganz anderen Perspektive wie ihr fotografiert, aber genau das macht fotografie aus. Das jeder die Dinge anders sieht und wahrnimmt.
Wiedermal ganz tolle Bilder von euch zwei. Da kommt man aus dem schwärmen gar nicht raus.
Der Campingplatz im Etosha klingt ja nicht gerade Prickelnd. Hoffe das wird noch besser oder das die Eindrücke im Park das wenigstens wieder ein bisschen ausgleichen.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201730. Sept. 2017 ·
Dorli schrieb:Hallo ihr zwei,
vielen Dank für eure Hilfe vorab. Wir sind nun auch wieder zurück von unserer Reise und haben einiges gesehen und erlebt.
Schade Heike das dich Spitzkoppe nicht so überzeugen konnte. (Fotografierst du gar kein Weitwinkel?) Uns hat es dort richtig gut gefallen. Ich finde es wieder mal spannend wie unterschiedlich die Blickwinkel sind. Wir haben den Arch aus einer ganz anderen Perspektive wie ihr fotografiert, aber genau das macht fotografie aus. Das jeder die Dinge anders sieht und wahrnimmt.
Wiedermal ganz tolle Bilder von euch zwei. Da kommt man aus dem schwärmen gar nicht raus.
Der Campingplatz im Etosha klingt ja nicht gerade Prickelnd. Hoffe das wird noch besser oder das die Eindrücke im Park das wenigstens wieder ein bisschen ausgleichen.
Hallo Dorli,
freut uns sehr, dass ihr gesund und munter wieder zurück seid und offenbar eine schöne Zeit hattet 🙂 Vielleicht schreibt ihr ja auch noch einen Reisebericht? Wenn ja, bin ich auf jeden Fall dabei 😄
Ich finde das Areal der Spitzkoppe richtig schön, nur fotografisch hatte ich damit so meine Mühe. Ich fotografiere zwar auch mit Weitwinkel, aber meistens nur Sterne. Ansonsten bin ich mit Standard oder Tele unterwegs.
Würde mich interessieren, wie ihr den Arch fotografiert habt. Wenn Du magst, kannst Du das Bild mal hochladen? Aber ich gebe Dir Recht, es ist immer sehr interessant, wie anders man ein und dasselbe Motiv fotografieren kann. Das ist wirklich das Tolle an der Fotografie, dass hier wenig Grenzen gesetzt sind 😎
Der Campingplatz in Etosha war vom Grunde her ok, aber leider auch nicht mehr. Irgendwie hatten wir uns mehr erhofft. Dafür hatten wir aber sehr schöne Sichtungen und die haben natürlich alles wieder wett gemacht 🙂
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201730. Sept. 2017 ·
05.06. Wir entschlossen uns zu einer Tour kurz nach Sonnenaufgang und sahen kurz darauf einige Schakale direkt auf der Straße stehen und liegen. Wir hatten das Glück, dass die Tiere aufstanden und näher kamen, vielleicht weil wir sie getrennt hatten, wie wir daraufhin bemerkten, denn hinter unserem Bushcamper sahen wir noch einen Schakal im Rückspiegel, auf den die Gruppe zu marschierte. Auf jeden Fall konnten wir sogar ein paar schöne Portraitaufnahmen von den hübschen Gesellen machen und waren sehr zufrieden mit unserem Tagesbeginn 😎 Danach gab es die üblichen (aber immer hübschen) Etosha-Zebras und Springböcke zu verzeichnen. Die Strecken waren wieder ziemlich riffelig und wir fuhren nach einigen Wasserlöchern wieder zum Camp zurück.
Ein Schakal auf der sehr hellen Straße - sieht ein bisschen surreal aus 😉
Wir frühstückten und überlegten kurz, ob wir die Strecke durch den neu eröffneten Westen des Parks vielleicht außen umfahren sollten, da die Pisten teils so schlecht waren, dass man entweder mit 70 drüberheizen musste, was aber Beobachtungen unmöglich machte und sich außerdem wegen der zahlreichen Tiere schon verbot (ist ja auch nur 60 erlaubt und das kommt einem schon recht schnell vor). Oder man wackelte und rüttelte sich im Schritttempo durch den Park. Wir beschlossen, es mit der Rüttelpiste aufzunehmen, es konnte ja nicht bis zum Ende so weitergehen und außerdem waren wir ja hier wegen der Tiere und nicht wegen der Straßen 😉
Dann schnappten wir unsere Sachen und besetzten die besten Plätze am schönen Wasserloch. Dort verbrachten wir dann auch den gesamten Nachmittag bis nach Sonnenuntergang. Wir sahen jede Menge Zebras und Antilopen, Vögel und Warzenschweine und erholten uns in den ruhigen Stunden, unterbrochen immer mal von einem Schwätzchen mit anderen Reisenden. Hier lernten wir auch Adrian und Veronica von der Campsite neben uns etwas kennen. Die beiden waren uns aufgefallen, weil sie mit einem sehr cool und abgenutzt aussehenden alten 4x4 LKW aus den 70ern unterwegs sind. wir erfuhren, dass die beiden seit etwa 25 Jahren in Südafrika leben, vor 6 Jahren ihr Haus und ihren Besitz verkauft hatten, um ein Jahr lang durch Afrika zu reisen. Mittlerweile würden sie aber eine Guestfarm mit Weingut bei Kapstadt betreiben und insofern fiele der Urlaub zeitlich wieder spärlicher aus. So verbrachten wir zu viert den gesamten Tag am Wasserloch und konnten dann auch schön erleben, welche Vorgänge sich im Laufe eines Tages hier abspielen.
So konnten wir beispielsweise beobachten, dass Gaukler und Sekretäre nicht die größten Freunde sind. Nach einem spannenden Aufeinandertreffen dieser beiden Spezies gab der Gaukler ziemlich entnervt auf und verließ das Wasserloch. Das Ganze konnte ich zwar fotografisch dokumentieren, allerdings hatte ich versehentlich meine Belichtungskorrektur von vorher noch nicht rückgängig gemacht, so dass ich die Bilder nachträglich am PC ziemlich abdunkeln musste und das Mittagslicht hatte aus fotografischer Sicht das Ganze auch nicht verbessert. Wirklich scharf sind sie zudem auch nicht alle geworden - aber gut - wie gesagt für dokumentarische Zwecke sollten sie genügen 😉 Ansonsten war es einfach schön, die eintreffenden kleineren Gruppen von Tieren zu beobachten. Der Tag verging so ganz gemächlich und relaxt, bis die rote Sonne in der Ferne am Horizont unterging.
Sekretäre kommen an...
Die Sekretäre trinken etwas...
Dem einen Sekretär missfällt der Gaukler, der sich rechts am Wasserloch aufhält...
Immer wieder wird der Gaukler von oben attackiert...
freut uns sehr, dass ihr gesund und munter wieder zurück seid und offenbar eine schöne Zeit hattet 🙂 Vielleicht schreibt ihr ja auch noch einen Reisebericht? Wenn ja, bin ich auf jeden Fall dabei 😄
Ich finde das Areal der Spitzkoppe richtig schön, nur fotografisch hatte ich damit so meine Mühe. Ich fotografiere zwar auch mit Weitwinkel, aber meistens nur Sterne. Ansonsten bin ich mit Standard oder Tele unterwegs.
Würde mich interessieren, wie ihr den Arch fotografiert habt. Wenn Du magst, kannst Du das Bild mal hochladen? Aber ich gebe Dir Recht, es ist immer sehr interessant, wie anders man ein und dasselbe Motiv fotografieren kann. Das ist wirklich das Tolle an der Fotografie, dass hier wenig Grenzen gesetzt sind 😎
Der Campingplatz in Etosha war vom Grunde her ok, aber leider auch nicht mehr. Irgendwie hatten wir uns mehr erhofft. Dafür hatten wir aber sehr schöne Sichtungen und die haben natürlich alles wieder wett gemacht 🙂
Liebe Grüße Heike
Ich schreibe zwar einen Reisebericht, aber in einem anderen Forum. Parallel schreiben wird mir dann doch ein bisschen zu viel.
Okay, dann kann ich natürlich verstehen das dich Spitzkoppe nicht so umgehauen hat.
Hier unsere Ansicht auf den Arch. 🙂
Die Tiersichtungen haben da wirklich alles wieder wett gemacht. Traumhafte Bilder wieder mal von euch zwei.
Ich beneide euch um eure Ruhe und das ihr euch die Zeit genommen habt einfach mal einen Nachmittag an einem Wasserloch zu verbringen.
Wie man bei euch schön sieht ist oft weniger mehr.
Ich habe da immer so einen Drang in mir, alles gleichzeitig sehen zu wollen. Somit hetzte ich mehr oder weniger von einem zum nächsten Spot statt einfach mal zu genießen.
Ihr macht das genau richtig. Ich schneide mir einfach mal eine große Scheibe von euch ab. 😄
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201709. Okt. 2017 ·
Dorli schrieb:
Ich schreibe zwar einen Reisebericht, aber in einem anderen Forum. Parallel schreiben wird mir dann doch ein bisschen zu viel.
Okay, dann kann ich natürlich verstehen das dich Spitzkoppe nicht so umgehauen hat.
Hier unsere Ansicht auf den Arch. 🙂
Die Tiersichtungen haben da wirklich alles wieder wett gemacht. Traumhafte Bilder wieder mal von euch zwei.
Ich beneide euch um eure Ruhe und das ihr euch die Zeit genommen habt einfach mal einen Nachmittag an einem Wasserloch zu verbringen.
Wie man bei euch schön sieht ist oft weniger mehr.
Ich habe da immer so einen Drang in mir, alles gleichzeitig sehen zu wollen. Somit hetzte ich mehr oder weniger von einem zum nächsten Spot statt einfach mal zu genießen.
Ihr macht das genau richtig. Ich schneide mir einfach mal eine große Scheibe von euch ab. 😄
Danke für die schönen Fotos 🙂 Die Ansicht gefällt mir auch sehr gut. Tom meinte, da seien zu unserer Zeit allerdings einige Personen unterwegs gewesen, weshalb er den Arch nur in der Form aufnehmen konnte.
Das mit dem Drang, alles sehen zu wollen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Den habe ich auch manchmal, versuche ihn aber oft (manchmal erfolgreich, manchmal nicht) zu unterdrücken 😉 Für uns ist die etwas ruhigere Art zu reisen, genau richtig, aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann es jedenfalls nur empfehlen und manchmal entdeckt man mit etwas mehr Zeit Dinge, die einem ansonsten verborgen geblieben wären.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201709. Okt. 2017 ·
06.06.
Unsere Tour ging heute von Olifantsrus nach Halali. Wie üblich aufstehen zum Sonnenaufgang und abfahrbereit um Punkt 6.30 Uhr. Wir fuhren ein bisschen und sahen wieder Schakale in der Ferne auf der Straße. Links von mir entdeckte ich auf einmal eine Hyäne. Da wir die Schakale gestern schon so toll gesehen hatten, entschieden wir uns erstmal für das Neue - die Hyäne 😉 Die Schakale heulten unterdessen laut und auch die Hyäne machte ihre gackernden Geräusche. Dann sahen wir, dass die Schakale nicht umsonst so laut heulten... Plötzlich lief mitten durch die Truppe eine große Katze hindurch, aber bis wir richtig checkten, dass es sich hier um einen Leoparden handelte, sahen wir nur noch die Schwanzspitze 🙄 Der Rest des Tieres verschwand im hohen Gras begleitet von lautem andauernden Schakalgeheul. Dann erblickten wir eine weitere Hyäne, die sich auch ganz nah bei den Schakalen aufhielt. Das war ja ein richtiger Auflauf hier heute Morgen 🤩 🤩
Die Hyäne verschwand nach links ins Gras und entfernte sich langsam - wieder begleitet von lautem Schakalgeheul. Diese waren total aufgeregt, jaulten und schnüffelten herum und prüften, ob ihre Feinde sich auch wirklich entfernt hatten. Wir rätselten herum. Was hatten ein Leopard, zwei Hyänen und vier Schakale zusammen gemacht? Wurden die Schakale gejagt oder war es ein zufälliges Aufeinandertreffen? Vielleicht gab es in der Nähe auch einen Riss und jeder wollte einen Teil davon abbekommen? Wir konnten es nicht lösen das Rätsel, waren aber sehr froh um die interessanten Begegnungen und dass wir das Glück hatten, an diesen teilhaben zu können 😎
Vor dem Raubtiergewimmel gab es erstmal eine Riesentrappe...
...und einen Singhabicht zu bestaunen.
Eine Hyäne quert die Straße...
...blickt zurück
...und geht weiter ihrer Wege.
Die Schakale starren in Richtung des sich entfernenden Leoparden.
Einer stimmt das Geheul an...
...alle anderen fallen mit ein.
Ängstliches Beobachten, ob sich der Leopard auch wirklich verzogen hat.
Wir fuhren weiter an ein Wasserloch und betrachteten die üblichen Verdächtigen wie Zebras und Springböcke. Auch einige Vögel kreuzen unseren Weg und ein Warzenschwein.
Nach einer kurzen Weile ging es weiter, bis wir vorne auf der Straße zwei Löwen entdeckten, die auf uns zukamen 🤩 Genauer gesagt ein junges Löwenmännchen mit noch nicht richtig ausgebildeter Mähne und ein Weibchen. Wir spekulierten, dass sie auf dem Weg ans nahe gelegene Wasserloch (das wir gerade erst verlassen hatten) waren, drehten auf dem Absatz wieder herum und fuhren schnell dorthin, nachdem die Löwen ins Gras abgewandert waren. Und in der Tat, kurz darauf sahen wir sie durchs hohe Gras kommen. Gut getarnt im gelben Gras und leicht geduckt, liefen sie zum Wasserloch und tranken ausgiebig, auch wenn sie dabei fast gänzlich vom Gras verdeckt waren. Was für ein Glück wir hatten!!
Dann legten sie sich hin. Da das Wasserloch nicht richtig Einblick gewährte, sahen wir nur noch Teile der Tiere und Bilder machen war damit sowieso vorbei. Wir blieben noch ein bisschen, aber bei den beiden tat sich rein gar nichts mehr. Als wir weiterfahren wollen, trafen wir auf einen Ranger, der uns aufforderte, wir sollten den weiteren Weg die Augen nach weiteren Löwen aufhalten...
Noch ganz aufgeregt von den Wahnsinnssichtungen heute morgen, zuckelten wir schön langsam vorwärts und schauten nach rechts und links unter die Bäume. Weit vorne auf der Straße sah ich einen Schatten. „Guck mal Tom. Könnte das was sein?“ „Nö, das ist der Schatten eines Baumes.“ Langsam fuhren wir weiter und blickten angestrengt nach rechts und links ins hohe Gras. Bis... ja bis sich der Baumschatten plätzlich bewegte und sich als wunderhübsches Löwenmännchen, das auf der Straße liegt, entpuppte 🤩 😎
Als wir ein Stück näher kamen, entdecken wir direkt neben dem einen Tier ein weiteres Männchen. Wir konnten unser Glück kaum fassen!! Schon wieder Löwen auf der Straße 🤩 🤪
Wir fotografierten und fuhren gaaaaanz langsam auf die Tiere zu. Irgendwann hatten sie allerdings keine Lust mehr auf uns und standen gemächlich auf. Hinter uns fuhr der Ranger an unser Fenster heran und bestätigte uns nochmal, wie glücklich wir mit der Sichtung heute sein konnten. Er meinte zu uns, dass viele Leute nicht früh aufstehen, sondern lieber erst ausgiebig frühstücken würden, was dann aber nicht unbedingt mehr zu den tollen Sichtungen führt. Können wir gar nicht verstehen. Für uns gab es ohnehin nichts Schöneres, als bereits angefüllt mit Eindrücken von einem schönen Morning Drive, um 10 Uhr gemütlich zu frühstücken. Das beste Licht ist dann sowieso vorbei, die Kontraste werden hart, die Farben flau und die Landschaft verliert an Tiefe.
Der Ranger fuhr weiter, die Löwen gingen ein winziges Stückchen ins Gras, legten sich hin und waren weg. Direkt neben der Straße war von den ca. 1 Meter daneben liegenden beiden großen Männchen rein gar nichts mehr zu sehen. Wobei… Stimmt nicht ganz. Wenn man ganz genau hinschaute, sah man ein klein bisschen Mähne im Wind wackeln. So wurde uns dann hier auch nochmal so richtig deutlich, dass das Aussteigeverbot im Etosha sehr wohl auch seine Berechtigung hatte, denn selbst ein ausgewachsener Löwe konnte in einem Meter Entfernung im Gras liegen, ohne dass man als zivilisationsgeplagter Zweibeiner auch nur die leiseste Ahnung hatte.
Glücklich und zufrieden fuhren wir weiter und hielten an einem der nächsten Wasserlöcher. Dort waren gerade Herden von Zebras und Gnus auf dem Weg und die Gnus gebärdeten sich recht übermütig. Sie rangelten und galoppierten, Es war eine Freude, ihnen dabei zuzusehen. Zusätzlich gab es einen großen Schwarm kleinerer Vögel zu beobachten. Der Schwarm setzte sich öfters kurz auf den Boden und flog dann wieder schöne Formationen. Ich probierte alles Mögliche mit längeren Belichtungszeiten aus.
Die übermütigen Gnus
Einer jagt den anderen
Am Ende trinken sie alle gemeinsam am Wasserloch
Danach ging es weiter und wir fotografierten noch unterschiedliche Vögel. Einmal ärgerte ich mich sehr, als ich aus der Entfernung im Baum eine knallrote Plastiktüte sah und mir dachte: "Überall müssen die Leute ihren Müll hinschmeißen." Als wir näher kamen, entpuppte sich die Plastiktüte allerdings als Vogel mit knallrotem Bauch (Rotbauchwürger). Wir konnten ihn ganz gut sehen und fotografieren und so ging es weiter nach Okaukjejo ins Camp. Dort kauften wir ein paar Sachen im Shop und ich machte ein paar Schmetterlingsaufnahmen. Dann weiter nach Halali. Auf dem Weg begegneten uns noch einige Giraffen, die ganz nah an unserem Auto über die Straße gingen. Wiederum ein sehr schönes Erlebnis.
Die vermeintliche Plastiktüte
In Halali angekommen, durften wir uns eine Campsite aussuchen und landeten bei der Nummer 3 - nahe an Toilette und Dusche mit Strom ausgestattet. Die Stellplätze waren wesentlich größer als in Olifantsrus und auch die Duschen waren zu Toms großer Erleichterung wesentlich nutzerfreundlicher. Warme große Duschen, was ein Luxus!
Mit einem seligen Lächeln auf den Lippen - angesichts der tollen Sichtungen heute - genossen den Abend wieder bei einem Weinchen, einem Salat und einigen Kartoffeln mit Quark. Tom brachte unsere Lieben zuhause dank Wifi-Voucher (zu kaufen bei der Rezeption) auf den neusten Stand und der Abend endete wie meist recht früh.
Flash20101’425 Beiträge · seit 201510. Okt. 2017 ·
Guten Morgen Heike & Tom,
ich kann über diese wunderschönen Bilder aus der Etosha nur staunen - da komme ich dermaßen ins Träumen und das Fernweh trifft mich hart. Selten sieht man solche tollen Aufnahmen mit viel Liebe zum Detail! Als ob ihr den Tiere befohlen hättet, sich genau dorthin zu bewegen oder gerade genau das zu tun, was ihr wolltet 😄
Bei den beiden hübschen Löwenpaschas war ich sehr am grübeln, ob das nicht die beiden Anführer des Okondeka Prides waren, da es wenige so stattliche und hübsche Löwenmänner dort gibt. Wisst ihr noch ungefähr, wo sie lagen? Hier mal zum Vergleich -leider während der Videoaufnahme fotografiert, daher mindere Qualität-
Allerdings erkenne ich sie sonst auf den ersten Blick, daher vermute ich, es sind zwei andere wunderschöne Kerle!
WOW!!! Was für ein wunderschöner Tag mit so tollen Tiersichtungen. Da könnt ihr euch wirklich glücklich schätzen. Leider ist sich bei uns der Etosha nicht ausgegangen. Wenn ich eure Bilder jetzt so sehe bedaure ich das schon sehr.
Ich komme aus dem staunen gar nicht mehr heraus. Einfach Gänsehaut Pur eure Bilder.
Schupps 🤨 hat jemand den Schlüssel für das Zaunpföschledepot 😕 drängelt die Gromi
Grüessli von der Gromi
Reisebericht 2015: ZA, BW, NA, ZA
Reisebericht 2018: NA, BW, NA
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201721. Okt. 2017 ·
Dorli schrieb:WOW!!! Was für ein wunderschöner Tag mit so tollen Tiersichtungen. Da könnt ihr euch wirklich glücklich schätzen. Leider ist sich bei uns der Etosha nicht ausgegangen. Wenn ich eure Bilder jetzt so sehe bedaure ich das schon sehr.
Ich komme aus dem staunen gar nicht mehr heraus. Einfach Gänsehaut Pur eure Bilder.
Hi Dorli,
ja, das war wirklich wunderbar. Wir hatten riesiges Glück im Etosha, aber auch wenn es manchmal nicht ganz so viel zu sehen gibt, ist der Etosha immer einen Abstecher wert 🙂
sandra1903 schrieb:Hammertag mit Hammerfotos
Danke Sandra - ja, das war wirklich ein Hammertag. Aber der nächste ist auch nicht schlecht 😉
Gromi schrieb:Schupps 🤨 hat jemand den Schlüssel für das Zaunpföschledepot 😕 drängelt die Gromi
Huhu Gromi,
sorry, wir waren die letzten Wochen ziemlich eingespannt, aber jetzt geht es weiter 🙂
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201721. Okt. 2017 ·
07.06.
Aufgrund der Menge an Campern und Overlandern war Ausschlafen hier sowieso nicht drin. Der Morgen endete um 5.30 Uhr, dann gab es Reißverschlussratschen und andere Geräusche. Gerne auch das Hupen eines Autos, wenn es abgeschlossen wird 😉
Wir fuhren den Rhino Drive und sahen jede Menge Rhinos... nicht. Aber wenigstens ihre Hinterlassenschaften und davon wirklich eine Menge. Dafür hatten wir aber Glück mit den Vögeln und wir sichteten ein Raubvogelnest mit Jungtier, Bee-Eater, Riesentrappen und die wohl häufigsten Raubvögel Namibias, die Singhabichte, ab. Dann sahen wir auch endlich mal Schwarznasenimpalas, meine Lieblingsantilopen 😎 Am darauffolgenden Wasserloch trafen wir sogar auf eine ganze Herde der Tiere mit einem brünftigen Bock. Der Bock grunzte und versuchte, die Weibchen zum Stelldichein zu überreden, was ihm allerdings nicht gelingen wollte. Ein bisschen konnte er einem schon leid tun 😛
Der erste Picknickplatz, den wir uns für unser Frühstück rausgesucht hatten, war leider geschlossen, aber der andere Platz nahe der Etoshapfanne war zugänglich. Wir nahmen dort gemütlich unser Frühstück ein und fuhren Richtung Halali zurück. Auf der Rückfahrt gab es dann noch eine sehr schöne Gelegenheit, einen Toko mit Sattelschrecke im Schnabel zu fotografieren. Und Toms Wunsch, endlich mal eine geduldige Gabelracke zu erleben (bisher hatten sie immer bei Halt des Autos die Flucht ergriffen), erfüllt sich ebenso.
An der Campsite schnappten wir uns Wasser und Kameraequipment und setzten uns in den Schatten ans Wasserloch. Der Reisebericht wurde auf den neuesten Stand gebracht und während Tom und ich uns mit unseren Pads vergnügten, verpassten wir offenbar, wie eine Löwin leise herankam und sich unter einen Busch legte 🤩 Wir waren dankbar, als uns zwei der Campangestellten auf das Tier aufmerksam machten. Auch die eintreffenden Impalas bemerkten das Raubtier und gaben sofort Warnlaute ab. Jetzt traute sich keiner mehr an das Wasserloch heran. Die Löwin war allerdings nicht auf Jagd aus und lag hechelnd unter dem Busch. Eventuell wurde ihr das Gemotze der Impalas, die weiter warnten, zu viel, denn sie verließ nach einigen Minuten ihren Platz und verschwand hinter den Büschen.
Auf einmal kam sie wieder aus den Büschen, ging zum Wasserloch, trank ausgiebig und legte sich sichtbar unter einen anderen Busch. Die Impalas waren wieder wenig begeistert, der Löwin schien das aber jetzt egal zu sein. Sie ruhte sich dort aus und macht ab und zu die Äuglein etwas zu.
Überraschend stand sie nach ca. einer Stunde auf und ging kurz entschlossen in die Büsche. Noch während wir der Löwin hinterherblickten, entdeckten wir ein Black Rhino, das schnurstracks auf das Wasserloch zukam. Vielleicht war die Löwin deshalb so schnell verschwunden? Das Nashorn trank ebenfalls am Wasserloch und schaute dann aufmerksam in die Büsche. Kein Wunder denn plötzlich erschienen Elefantenohren in der Ferne 🤩 Das ging hier ja Schlag auf Schlag dachten wir uns. So schnell wie die Tiere kamen, erholten wir uns gar nicht von unserer Begeisterung. Wir waren gespannt wie die Flitzebögen, wie die Zusammenkunft Nashorn und Elefanten verlaufen würde. Das Nashorn schien nicht wahnsinnig begeistert über die Ankunft der grauen Riesen zu sein. Ab und zu schnaubte es laut in Richtung der Elefanten und schien genervt. Die Elefanten ließen sich Zeit, schauten ebenfalls das Nashorn an und kamen langsam und majestätisch auf das Wasserloch zu.
Das Nashorn sah es allerdings überhaupt nicht ein, Platz zu machen. Es war doch zuerst da und hatte zwei mächtige Hörner und massig Gewicht zur Verteidigung. Die Elefanten kamen und fanden es augenscheinlich nicht so witzig, dass das Nashorn seinen Platz verteidigte. Zunächst sah es so aus als würden sich die Tiere arrangieren, denn die Elefanten tranken erst einmal ein paar große Schlucke, während das Nashorn rechts weiter am Wasserloch seinen Platz behauptete. Dann wendete sich das Blatt. Die Elefanten hatten offenbar den Rüssel voll und fingen an, es einzukesseln 😮 Dem Nashorn wurde nun langsam bewusst, dass es gegen mehrere Elefanten wohl doch nicht bestehen konnte. Es schnaubte mehrfach, dann nahm es die sprichwörtlichen Beine in die Hand. Mit Speed rannte es an den Elefanten vorbei, dass es nur so staubte. Ein Elefant trötete triumphierend hinterher nach dem Motto: „Sieh zu dass Du endlich Land gewinnst. Wir sind hier die Könige des Wasserlochs!“
Während des Disputs zwischen dem grauen Getier schlich sich lustigerweise im Hintergrund schnell die Löwin weg, die offenbar immer noch zwischen den Büschen rumgelungert hatte. Man konnte ihr richtig ansehen, dass sie überhaupt keine Lust hatte sich einzumischen oder zwischen die Fronten zu geraten. Schnell weg, dachte sie wohl und verschwand lautlos im hohen Gras. Das Nashorn stand beleidigt in den Büschen, während die Elefanten das Wasserloch besetzten und ausgiebig tranken und sich mit Schlamm bespritzten.
Sobald die Bande abgezogen war, kam das beleidigte und leicht gedemütigte Nashorn wieder und trank noch einmal ausgiebig. Tom und ich konnten ob der Erlebnisse nicht mehr aufhören zu grinsen. Die Tiere so beobachten zu können, war einfach wunderschön und mit nichts zu vergleichen 😎
Tief zufrieden, holte ich uns ein Savannah, um den Nachmittag zu begießen und sagte unseren neuen Nachbarn an der Campsite noch schnell Bescheid wegen des Nashorns. Als ich wieder am Wasserloch war, schien das Nashorn gegangen zu sein. Dafür wurde es hier langsam voll mit Zweibeinern, da immer mehr Leute von ihren Touren zurückgekommen waren. Egal, es war genug Platz für alle da. Irgendwann erschien das Nashorn nochmal (es hatte sich doch wieder nur hinter einem Busch versteckt), trank erneut und haute dann endgültig ab in die Büsche. Wir gingen davon aus, dass es das jetzt gewesen war, blieben aber noch. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang hatten wir noch. Es wurde voller und voller, obwohl nichts mehr zu sehen war. Und dann... erscheinen sie lautlos von links. Eine andere größere Elefantenherde mit mehreren Kleinen trabte im schnellen Schritt auf das Wasserloch zu. Dort tranken sie genüsslich, bis die Sonne unterging, grummelten ein paar Mal ihre tiefen Töne und verschwanden ebenso lautlos wie sie gekommen waren.
Ok, ganz egal, was jetzt noch kommt, es kann nicht mehr zu toppen sein, dachten wir uns. Wir waren hochzufrieden mit unserem Tag und gingen zum Bushcamper zurück. Wir freuten uns sehr, den Abend mit einer leckeren Bolognese und einem Wein ausklingen lassen zu können.
Natur und wegThemenstarter114 Beiträge · seit 201721. Okt. 2017 ·
Flash2010 schrieb:Guten Morgen Heike & Tom,
ich kann über diese wunderschönen Bilder aus der Etosha nur staunen - da komme ich dermaßen ins Träumen und das Fernweh trifft mich hart. Selten sieht man solche tollen Aufnahmen mit viel Liebe zum Detail! Als ob ihr den Tiere befohlen hättet, sich genau dorthin zu bewegen oder gerade genau das zu tun, was ihr wolltet 😄
Bei den beiden hübschen Löwenpaschas war ich sehr am grübeln, ob das nicht die beiden Anführer des Okondeka Prides waren, da es wenige so stattliche und hübsche Löwenmänner dort gibt. Wisst ihr noch ungefähr, wo sie lagen? Hier mal zum Vergleich -leider während der Videoaufnahme fotografiert, daher mindere Qualität-
Allerdings erkenne ich sie sonst auf den ersten Blick, daher vermute ich, es sind zwei andere wunderschöne Kerle!
Liebe Grüße Laura
Hallo Laura,
ganz lieben Dank für Deine schönen Worte 🙂 Uns trifft das Fernweh auch jedes Mal, wenn wir schöne Bilder sehen oder wenn wir Berichte lesen. Namibia ist schon ein ganz tolles Land und wir freuen uns schon, wenn wir es ein nächstes Mal bereisen können. So, wie es aussieht, wird es aber leider aus gesundheitlichen Gründen noch ein bisschen dauern 🤨
Tom und ich sind uns nicht mehr ganz sicher, welches Wasserloch es war, nach dem wir die Löwen gesehen haben. Es war auf dem Weg von Olifantsrus nach Osten. Es muss eigentlich nach Tobieroen oder nach Sonderkop gewesen sein. Ist das die Gegend für das Okondeka Prides? Wenn ja, dann passt es. Ich finde, dass die Bilder "Deiner" Löwen sehr wohl passen könnten, aber sicher bin ich mir nicht 😉
Flash20101’425 Beiträge · seit 201523. Okt. 2017 ·
Guten Morgen Heike,
das dürfte wohl ein wenig zu weit sein für den Pride, aber kann man ja nie zu 100% sagen, vor allem nicht als Laie. Wer weiß, vielleicht sind es ja auch Nachkommen oder Blutsverwandte der beiden starken Brüder. Ein erfahrener Guide sagte uns auch, dass dieses Rudel die besten Gene hätte.
Mensch, da hattet ihr aber Glück mit der Löwin in Halali 🤩 Auch mit den Ellies, denn ein paar Tage später konnte man keine Spur von Elefanten mehr dort ausmachen...
Wie man an euren Vogel Bilder schön sieht. Sollte man auch den kleinen Tierchen genügend Aufmerksamkeit schenken. Ganz tolle Bilder wieder mal.
Was sich da am Wasserloch abspielte ist ja der Wahnsinn. Wie man sieht kann man mit genügend Zeit und Geduld auf einem Fleck auch viel zu sehen bekommen. Ist ja auch viel entspannter wie die ganze Zeit im Auto zu sitzen und Ausschau halten zu müssen.