Wir sind nun knapp zwei Wochen wieder hier und eigentlich wollte ich dieses Jahr ja keinen Reisebericht schreiben, da wir ja eher auf einer Standardroute unterwegs waren und es schon sooo viele schöne Berichte darüber gibt. Durch die vielen Regenfälle in diesem Jahr fand die Tour allerdings unter erschwerten Bedingungen statt, so dass wir sowohl in den Monaten zuvor als auch während der Tour immer wieder „Herzschlagmomente“ hatten.
Ob das nun so ein klassischer Reisebericht oder eher ein erweiterter Zustandsbericht wird, kann ich im Moment noch gar nicht so richtig sagen. Wahrscheinlich eine Mischung aus beidem.
Wir freuen uns natürlich über jeden Mitfahrer und wer den Bericht ohne Kommentare lesen möchte, der kann ja oben rechts die Sonne anklicken.
Mitte Juni 2016 sind wir von unserer zweiten Namibia Reise zurückgekommen. Und 2017 sollte es endlich mal wieder in die USA gehen – das haben wir ja schon letztes Jahr verschoben. Es war schon alles geplant, wir haben auch fast schon gebucht. Aber dann hat Hansi diese Frage gestellt: „Können wir nicht wenigstens einen Afrika-Urlaub nächstes Jahr hinbekommen?“ 🤩
Wie wäre es mit Botswana? Da gibt es gerade ganz tolle Reiseberichte von Elsa, Gromi und natürlich den Eulenmuckels. Aber dann gibt es auch noch die Reiseberichte der Panthers, den Eulenmuckels und von Take-Off zum Kaokoveld. Ähm oder Kaokoveld? Oder doch USA? Botswana? USA? Vielleicht Südafrika? Kaokoveld?..... 😵 🤪 😵 Dann hat Hansi – unser Driver – ein „Machtwort“ gesprochen: Er möchte mal wieder etwas anderes wie karge Landschaft sehen und ausserdem hätte er fahrtechnisch grossen Respekt vor dem Kaokoveld. Somit waren wir bei Botswana, auch damit Hansi noch etwas Offroad-Erfahrung sammeln kann 😈 (haha). Aber Anfang Juli erst mit der Planung anfangen? Ist das nicht fast schon zu spät? Eigentlich müsste für Mai ja demnächst alles gebucht werden! Nein, nicht, wenn man so ein tolles Forum hat! Erst mal aus den drei oben genannten Berichten eine Tour zusammengebastelt, dann den guten Draht zu Elsa genutzt und alle relevanten Infos zu Botwana, den Autovermietern, Agenturen und auch schon das erste Feedback zur geplanten Route bekommen. Danke nochmals dafür Elsa 🤩 . Dann die Tour im Forum vorgestellt, das keine grossen Einwände hatte 😎 . Und dann hatte ich noch die „Schnapsidee“ 🤩 , ob es Sinn macht, die Route nicht von Victoria Falls aus zu starten. Um 14 Uhr habe ich die Frage im Forum gepostet und keine zwei Stunden später war dann eigentlich klar: Das ist keine „Schnapsidee“, sondern macht unsere Planung rund. Unter anderem Bele mit ihrem grossen Erfahrungsschatz hat uns da echt weitergeholfen. Auch Dir nochmals vielen Dank dafür 🤪 . Dann kam die Zeit der Anfragen: Wir wollten das erste Mal nicht selber buchen, sondern haben uns mit unserer Tour an eine Agentur gewandt. Insgesamt fünf Agenturen haben wir angeschrieben und bei Nina von Namibia Click&Travel hat die Chemie sofort gestimmt: All die Punkte, die uns noch nicht so gefallen haben, die etwas „unrund“ waren, hat sie angesprochen und einen tollen Vorschlag parat gehabt. Und all das ohne Zusatzkosten für uns. Somit hat Namibia Click&Travel den Zuschlag bekommen und wir haben es echt nicht bereut.
Mitte Juli waren dann die Flüge, der Camper und alle Camps in trockenen Tüchern. Wahnsinn – Danke ans Namibia-Forum für all die tollen und nützlichen Tipps und Infos, die tagtäglich hier gepostet werden. Und so sah unsere Tour dann aus:
Liebe Grüsse Nina und Hansi
Teil 218. Juni 2017
Zum Glück haben wir dieses Jahr einen Double Cab , da haben wir etwas mehr Platz für die Mitfahrer 🤩 . Nehmt Platz, macht es euch bequem und vor allem: Haltet euch gut fest. Es wird bumpy und feucht.
Wir waren 25 Tage mit dem Bushcamper von Bushlore unterwegs, sind insgesamt 2700 Kilometer gefahren und – soviel darf ich wohl vorwegnehmen – wir sind weder steckengeblieben noch haben wir Reifenprobleme gehabt 🤪 . Was aber nicht heisst, dass wir nicht doch die ein oder andere Panne hatten....
Und hier mal eine Kurzübersicht - zum Einstieg sozusagen 🤩 . Gestartet sind wir in Victoria Falls mit den Highlights Heliflug und Bootstour auf dem Zambezi-River.
Dann ging es mit dem gesamten Gepäck über die Grenze nach Kasane, wo wir unseren Camper von Bushlore übernommen haben. Unser Zuhause für die nächsten Wochen.
Der erste Game Drive hat uns dann gleich ans Wasser, an die Chobe Riverfront geführt.
Weiter ging es dann für vier Nächte nach Namibia in die Zambesi Region geführt, wo wir die ersten Game-Drives gemacht haben und auch eine Ganztagesbootstour.
Und dann ging es wieder zurück nach Botswana. Auf der Fahrt nach Guma Lagoon haben wir dann das erste Mal erfahren, was mit einer Wassertiefe von „one tyre high“ gemeint ist und was extremer Tiefsand bedeutet. 😈
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Maun, wo wir noch einmal in die Luft gegangen sind....
... waren die Nxai Pan und der Boteti River unsere nächsten Ziele. Elefanten hautnah!
Teil 318. Juni 2017
Zurück in Maun wurden die Vorräte für die nächsten neun Tage aufgefüllt – es ging in den Moremi und den Chobe Nationalpark.
Mangels GameDrive Möglichkeiten haben wir in 3rd Bridge nochmals eine Bootstour gemacht.
Die Weiterfahrt nach Khwai/North Gate und Savuti war dann durch jede Menge Wasser und auch Tiefsand geprägt.
Doch auch die Tiere kamen nicht zu kurz.
Die Weiterfahrt nach Ihaha und Kasane ist dann auch fast schon ein „Klacks“.
Wasser gibt es nur noch im Chobe und zum Abschluss noch ein paar Herzschlagmomente.
Zum Abschluss ging es dann in Kasane nochmals mit dem Boot aufs Wasser.
Und dann hiess es Abschied nehmen: Vom Camperleben, von Botswana und einem wundervollen Urlaub. 😵 Soweit der erste Überblick, mal schauen, wann ich es schaffe weiterzuschreiben und so richtig mit dem Berich zu beginnen.
Liebe Grüsse Nina
Teil 419. Juni 2017
Bevor wir richtig losfahren können, wurde es aber nochmals „spannend“. So richtig Vorfreude wollte da nicht aufkommen…..
Im Januar haben wir uns noch mit der Bevölkerung in Botswana und Namibia über den Regen gefreut 🤩
Im Februar hiess es dann schon, dass Botswana seit 10 - 15 Jahren nicht mehr so viel Regen gehabt hätte. OK, das hört sich schon nach einer ganzen Menge Wasser an. Es gab die ersten Stimmen, die darauf hingewiesen haben, dass es schon lange brauchen würde, bis all das Wasser wieder verschwunden ist 😠 . Na ja, bis Mai ist es ja noch eine ganze Weile. Wir lassen uns jetzt mal nicht verrückt machen 😈 Und dann ging es Schlag auf Schlag:
* Die meisten Pads im Moremi unter Wasser und nicht befahrbar * 3rd Bridge gebrochen, das Camp von der Aussenwelt abgeschnitten * Die Khwai Area steht unter Wasser und die Kwai Community Campsites sind überflutet
Und es regnete weiter…… 😠 😠 😠
Im April war dann folgendes zu lesen: Botswana wurde am späten Nachmittag von einem der schwersten Erdbeben der Geschichte erschüttert. Die Werte auf der Richterskala werden mit 6,5–6,8 angegeben. Uff, das ist heftig. Aber zum Glück ist nichts Schlimmes passiert.
Aber wenigstens hörte es so langsam zu regnen auf.
Kurz vor dem Abflug dann die gute Meldung: 3rd Bridge ist wieder offen, allerdings nur über South Gate zu erreichen. Man arbeitet daran, die Bridge zu reparieren. Na ja, das ist dann wenigstens etwas 🤩
Die gute Nachricht wurde jedoch von der Streikankündigung bei der SAA schnell überschattet. Ein erster Streik wurde Ende April schnell beendet, eine Wiederaufnahme jedoch für nach dem 3. Mai angekündigt und dann auf die Folgewoche verschoben. Mist, wir fliegen am 11. Mai…..
Auch wenn wir fast schon selber nicht mehr daran geglaubt haben: Am Donnerstag abend ist unsere SAA Maschine in Frankfurt pünktlich in Richtung Johannesburg gestartet, darauf mussten wir erst mal anstossen. Das Essen war erstaunlich gut, die 10 Stunden Flug sind auch irgendwann zu Ende gegangen und dann waren wir immerhin schon in Johannesburg.
Da wir ja nach Simbabwe weiterfliegen, müssen wir in Südafrika nicht durch die Immigration sondern folgen lediglich den „International Transfers“ Schildern. Wir müssen durch eine Ausweiskontrolle, die einige Zeit in Anspruch nehmen kann, sofern die Schlange entsprechend lang ist und etwas später kommt noch eine Sicherheitskontrolle. Und schon sind wir im Flughafenbereich. Da wir noch jede Menge Zeit haben, gehen wir erst einmal so richtig Frühstücken. Und auch der Flieger nach Victoria Falls war pünktlich. Die zwei Stunden Flug gehen dann auch irgendwie vorbei und dann haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben versucht, recht schnell aus dem Flieger zu kommen, weil wir ja schon gelesen haben, dass die Schlange an der Immigration recht schnell anwächst. Doch was bringt es einem, wenn man recht schnell aus dem Flieger kommt, wenn es sich dann in der Empfangshalle staut, weil man sich noch das Einreiseformular holen und ausfüllen muss? Erst einiges später kam der zuständige Beamte auf die Idee, die Formulare grosszügig an die Wartenden zu verteilen. Im Gegensatz zu all den Asiaten im Flieger kamen wir mit dem Ausfüllen recht schnell voran, die 60 US$ für das Visum haben wir auch schon parat gehabt, also ab zum Immigration-Schalter – drei Leute vor uns, Supi. Aber meine Güte: das geht ja gar nicht voran, lernen die Personen am Schalter die Ausweise auswendig? Die armen Menschen, die sich ganz ans Ende anstellen müssen…. Doch dann haben auch wir das schicke Zimbabwe-Visum in unseren Reisepässen. Und jetzt wird es spannend: Was ist mit unseren Reisetaschen? Haben auch sie den Weg bis nach Victoria Falls gefunden? Ja, sie haben. Wir konnten beide Taschen in Empfang nehmen. Unser Fahrer zum Hotel wartet auch schon auf uns, aber auch auf noch andere Passagiere, die es wohl leider nicht ganz so schnell durch die Immigration geschafft haben wie wir. Also müssen wir auf unsere Mitfahrer warten. Und dabei hat mich das lokale Tanz- und Gesangs-Begrüssungskomitee überrumpelt. Ich bekam eine "Krone" aufgesetzt und ein Schild in die Hand gedrückt, so schnell konnte ich gar nicht schauen. Tja, und dann musste ich – ob ich wollte oder nicht – mittanzen. Dann natürlich noch Fotos machen und eine CD erstehen. Tja, nicht aufgepasst. Ganz klassischer Tourifehler nach so einem langen Flug.
Dann waren wir endlich vollständig und es konnte losgehen. Für uns ging es zur Ilala Lodge. Wow, das ist aber schön hier. Eigentlich viel zu schade, um hier nur zu schlafen.
Wir werden freundlich empfangen und können auch gleich unser Zimmer beziehen. Und das Beste: unsere Reiseunterlagen sind auch schon da. Namibia Click&Travel hat bereits letzte Woche die Unterlagen zusammen mit einer Landkarte – liebevoll in einer kleinen Ledertasche verpackt – einem befreundeten Guide mitgegeben. Und auch das hat also geklappt. Jetzt ist alles vollständig. Jetzt kann der Urlaub beginnen.
Schnell machen wir uns ein bisschen frisch und gehen gleich weiter in Richtung Lockout Café. Wir haben ja schon öfter gelesen, dass der Weg zu den Fällen, aber auch zum Café insofern "anstrengend" sei, weil man ständig von Souvenirverkäufern angesprochen wird. Wir sind jetzt mal gespannt, was passiert. Auf der einen Strassenseite stehen ein paar "richtige" Polizisten rum, auf der anderen Strassenseite eine sogenannte ZRP Tourism Police Unit. (sonst wären wir nicht einfach mitgelaufen - da könnte ja jeder daherkommen 😈 )
Von der werden wir dann sofort angesprochen und bis zum Café begleitet. Hm, schon wieder eine "Tourifalle"? Egal, wir haben ein paar Tipps bekommen, sind zum Café gebracht worden, er hat uns auf frische Elispuren aufmerksam gemacht und schien mit ein oder zwei Dollar Trinkgeld ganz zufrieden zu sein. Zurück hat er dann andere Touris begleitet.
Das Café gefällt uns sehr sehr gut. Die Aussicht auf die Schlucht ist fantastisch, der Nebel der Fälle ist auch von hier aus zu sehen, das Essen ist super und von hier aus hat man auch die Zipline voll im Blick. Ganz sicher nichts für mich 😗
Dann müssen wir uns auch schon wieder auf den Rückweg machen. Am Parkplatz werden wir von einem Tourguide angesprochen, wir sollten vorsichtig sein, da vorne wäre gerade ein recht aggressiver Elefant durchgelaufen. Ob er uns zum Hotel begleiten soll? Schon wieder so ein Tourinepp? Nein danke, wir kommen alleine zurecht. Ein paar Meter weiter holt er uns dann aber nochmals ein. Ob wir nicht doch lieber mit den anderen Guides zum Hotel fahren wollen – er würde sich echt Sorgen machen – und wir müssten auch nichts bezahlen dafür. Hm, nun erinnern wir uns an die Warnung von unserem Touristenpolizisten und sind doch etwas verunsichert 😮 . Also ins Safariauto gestiegen und das unerwartete Taxi in Anspruch genommen. Und auch wenn der Fahrer kein Geld wollte, so haben wir der ganzen Truppe, die wegen uns ja ziemlich zusammenrücken mussten, doch noch etwas in die Hand gedrückt. Und natürlich ist die Freude darüber gross 🤩 🤩 🤩 .
Wir relaxen ein bisschen, holen uns den ersten Sundowner und dann ist auch schon Zeit fürs Abendessen.
Und das war mal so richtig lecker 🤩 . Ein toller Abschluss nach einem langen und ereignisreichen Tag.
Auf dem Weg ins Zimmer haben wir dann ein heftiges Knacksen gehört. Und da standen dann zwei Elis im Garten und haben zu Abend gegesen – und sie haben einen nicht ganz so relaxten Eindruck gemacht. War das am Café also doch kein Tourinepp?
Wir fallen dann nur noch pappsatt und hundemüde ins Bett. Gute Nacht. 😄
Teil 521. Juni 2017
Samstag, 13. Mai 2017 – Wasser ohne Ende
Wir werden von diesem tollen Sonnenaufgang geweckt – nein, das ist kein Feuer das ist der Spraynebel der Victoria Falls, die ganz laut nach uns rufen!
Aber erst einmal gibt es lecker Frühstück.
Pünktlich um 8.30 Uhr wartet unser Fahrer auf uns, der uns zum Heliflug abholt. Gebucht haben wir die 12-minütige "Flight of Angels" Tour, nun wollen wir aber doch auf 25 Minuten upgraden. Kein Problem, Kreditkartenzahlung möglich.
Der Spraynebel ist schon von weitem zu sehen.
Und dann geht es auch schon los - und ich darf wieder mal vorne sitzen 😎 . Erst fliegen wir eine ausgiebige Schleife über die Victoria Falls, die zu dieser Jahreszeit ja immer gut mit Wasser gefüllt sind, und durch die vielen Regenfälle der letzten Monate noch viel mehr Wasser führen. Wow, soooo viel Wasser, aber schaut selber.
Dann geht es schon zurück zum Heliplat 🙄 z. Hallo, hat denn niemand dem Kapitän gesagt, dass wir einen langen Flug haben? In dem Moment ist er aber auch schon angefunkt worden und geht nochmals in die Luft. Die Schleife ist nun etwas grösser und wir fliegen am Zambezi entlang – nicht umsonst heisst die Tour Zambezi Spectacular - und über den Zambezi National Park. Die ganzen Tiere sehen aus wie Spielzeug. Witzig.
Das hat sich aber mal wirklich gelohnt. Jetzt darf er zurückfliegen 😗
Auf eine CD mit unserem Flug und Fotos haben wir keine Lust und so geht es dann rasch wieder zurück ins Hotel.
Wir packen etwas um und dann geht es auch schon weiter – Nachdem wir die die Victoria Falls von oben gesehen haben, wollen wir sie jetzt auch noch zu Fuss erkunden. Auf dem Weg zu den Falls werden wir heute weder von der Touristenpolizei noch von Souvenirverkäufern angesprochen. Alles ganz relaxed eigentlich. Der Eintritt kostet 30 US$ pro Person – wir haben bar bezahlt, aber ich meine mich zu erinnern, dass auch Kreditkartenzahlung möglich gewesen wäre. Vom Besucherzentrum aus führt ein etwa 2km langer Fussweg an den Fällen entlang – Dusche inklusive. Zuerst geht es nach links in Richtung Livingstone Statue. Von hier aus sieht man Cataract Island und die Wassermassen die hier in die Tiefe stürzen. Wahnsinn!
Der Chain Walk führt in Stufen hinab in Richtung Fälle und erstaunlicherweise hält sich die Dusche trotz der tosenden Wassermassen in Grenzen.
Am Devil´s Cataract soll man den besten Blick auf die ganze Länge der Fälle haben – wenn es denn nicht so viel Wasser hat.
Je weiter man in Richtung Main Falls kommt, desto weniger sieht man und desto nasser wird es.
Und dann wird es Zeit, die guten Kameras wegzupacken und die wasserdichte Kamera hervorzuholen. Und jetzt wird es Zeit für unsere schicken Regenjacken. Von den Fällen sieht man jetzt eigentlich gar nichts mehr – nur noch Nebel und Wasser.
Den Weg zum Danger Point ersparen wir uns – sehen würde man hier eh nichts mehr und dort wird man schon bei normalen Verhältnissen kräftig nass.
Was sich dann aber wieder lohnt ist der Boiling Pot: Von hier aus sieht man auf die Victoria Falls Bridge, die Sambia und Zimbabwe verbindet und von hier aus kann man auch in das sprudelnde Wasser blicken.
Zurück gehen wir nochmals ein Stück an den Fällen entlang und durch den Regenwald.
Wir sind froh, als wir die Regenpellen endlich entsorgen dürfen – von aussen sind wir zwar nicht nass geworden, aber dafür haben wir heftigst geschwitzt in der Pelle.
Es ist jetzt mittag und da kommt das Rainforest Café gerade richtig – irgendwie sind wir total "erschlagen" von diesem Naturschauspiel und dem ständigen Tosen. Wir lassen uns diesen leckern Burger schmecken. Kreditkartenzahlung wäre auch hier möglich gewesen.
Teil 621. Juni 2017
Frisch gestärkt machen wir uns auf in Richtung Victoria Falls Bridge. In der Mittagshitze zieht sich das ganz schön. Hier müssen wir im Grenzbüro von Zimbabwe einen "Passierschein" holen. Damit dürfen wir über die Brücke laufen, können aber nicht nach Sambia einreisen. Dieser "Passierschein" kostet ausnahmsweise mal nichts und er muss dann am Ende wieder im Büro abgegeben werden – aber wir wären nicht in Afrika, wenn man sich dazu nicht vollständig registrieren müsste. Vorbei an unzähligen LKWs, die hier auf ihre Weiterfahrt warten, machen wir uns dann auf den Weg.
Wow, von hier aus sieht das nochmals ganz schön heftig aus.
In der Mitte der Brücke gibt es dann die Möglichkeit, nochmals seinen Mut auf die Probe zu stellen. Hier kann man Bungeespringen. Aber auch darauf verzichten wir gerne.
Uns ist heiss und auf uns wartet ja noch das nächste Highlight - die Bootsfahrt 🤩 . Also machen wir uns auf den Rückweg. Leider hat uns die Zeit nicht mehr gereicht, um uns das Victoria Falls Hotel anzuschauen 😣 . Der Shuttle ist auch dieses Mal pünktlich und dann geht es zur Bootsanlegestation. Tja, wir haben uns da eher ein kleines schnuckeliges Boot vorgestellt, mit dem wir schön idyllisch den Zambezi entlang schippern, Tiere beobachten können mit einem Sundowner zum Abschluss. Mit einem riesigen Schiff für 80 (in Worten: achtzig) Personen haben wir nicht gerechnet 😠 . Die Getränke sind inklusive und für einige Mitreisende scheint das der Hauptgrund für die Bootstour gewesen zu sein – die haben ganz schön zugelangt und sich entsprechend aufgeführt. Sorry Annick, es waren dieses Mal die Franzosen! 😈
Egal. Wir geniessen die zweistündige Fahrt trotzdem, sehen unsere ersten Hippos ein paar Krokodile und auch jede Menge Vögel. (Mein Vogelbuch ist abhanden gekommen, deshalb gibt es erst dann Vögel zu sehen, wenn das neue Buch angekommen ist. Wer also unseren Camper hat – FC 77 MP GP – hat gute Chancen, zwischen/unter/hinter den Sitzen das Buch zu finden oder vielleicht ist es ja auch hinter die Schubladen gerutscht) 🤪 .
Der Sonnenuntergang ist natürlich auch nicht zu verachten.
Diesen ereignisreichen Tag beenden wir natürlich wieder mit einem leckeren Essen im Hotel und dazu gibt es dann noch einen leckeren Weisswein.
Gute Nacht! Was für ein gelungener Einstieg in den diesjährigen Urlaub.
Fazit Victoria Falls: Gerne hätten wir noch einen zusätzlichen Tag gehabt, dann hätten wir uns einfach mehr Zeit nehmen können. Wir wären noch gerne in das Victoria Falls Hotel gegangen, wären gerne noch über den Crafts Market geschlendert und das BOMA Restaurant hätten wir uns auch noch gerne angeschaut. Aber man kann ja bekanntlich nicht immer alles haben/machen 😈 . Alle Shuttles – auch die morgige Fahrt über die Grenze nach Kasane/Botswana - und Aktivitäten sind über Wild Horizon gebucht worden. Und es hat wirklich alles geklappt. Der kurze Heliflug ist mit 150 US$/Person nicht wirklich günstig, aber gerade bei dem vielen Wasser hat er sich wirklich gelohnt. Sonst hätten wir uns nämlich die wirklichen Ausmasse der Victoria Falls gar nicht vorstellen können. (Dazu kommt dann noch eine Heli-Fee in Höhe von 12 US$/Person.) Dagegen war die Bootstour auf dem Zambezi mit 45 US$/Person (zzgl. 10 US$ Cruise Parc fees pro Person) fast schon ein Schnäppchen 😄 . Es gibt auch kleinere Boote für die Bootstour. Da muss man bei der Buchung wohl darauf achten, für was man gebucht wird. Uns war das Schiff zu touristisch. Obwohl ja immer vor den vielen und aufdringlichen Souvenirverkäufern gewarnt wird, hatten wir damit überhaupt keine Probleme. Ein oder zwei Mal sind wir angesprochen worden. Wir haben freundlich abgelehnt und dann war es in Ordnung. So richtig aufdringlich ist niemand geworden. Und wir hätten überall in Victoria Falls mit der Kreditkarte bezahlen können. Ob es sich gelohnt hat? Ja, ich denke, wenn man schon in der Ecke ist, sollte man sich die Vicotoria Falls nicht entgehen lassen. Extra wegen den Falls würden wir jetzt nicht herkommen, aber so war das wirklich ein gelungener Start in den Urlaub (oder eben als Abschluss).
Teil 721. Juni 2017
Sonntag, 14. Mai 2017 - Botswana wir kommen
Heute früh müssen wir uns beeilen beim Frühstück, unser Shuttle nach Kasane holt uns bereits um 7.30 Uhr ab. Wir sind nicht alleine, sondern unterwegs steigen noch einige Tagestouristen zu. Bis zur Grenze sind es etwa 80 Kilometer, eine gute Stunde.
Der Grenzübertritt ist dann eher unspektakulär: Wir gehen zuerst zur Grenzstation in Zimbabwe – das Gepäck können erst einmal im Bus lassen. Dort müssen wir ein Ausreiseformular ausfüllen, unseren Pass vorlegen und dann bekommen wir unseren Ausreisestempel in den Pass. Dann geht es zurück zum Bus und wir fahren noch ein kleines Stück im Niemandsland in Richtung Grenzposten Botswana. Dort wird jetzt das botswanische Einreiseformular ausgefüllt, der Reisepass gescannt und wir werden ganz wichtig gefragt, wie lange wir denn bleiben wollen. Wer so wichtig fragt, bekommt natürlich auch die ausführliche wichtige Antwort von uns: Wir erklären, dass wir jetzt erstmal zwei Tage in Botswana bleiben werden, dann beabsichtigen wir nach Namibia zu gehen, um dann ein paar Tage später wieder nach Botswana einzureisen. Der Grenzbeamte hört sich das alles an, wackelt bedächtig mit dem Kopf, überlegt kurz (schluck, gibt es Probleme? 🤢 ) und gibt uns dann letztendlich den begehrten Stempel. Was da jetzt draufsteht? Einreise nach Botswana am 14. Mai 2017. Hahaha! 🤩 Wir sind ja sehr früh dran und fast alleine unterwegs, so dass wir keine 30 Minuten für das ganze Prozedere brauchen. Wenn hier aber mal mehrere Busse zum Abfertigen sind, will ich nicht wissen, wie lange das dann dauert….. Dann hilft uns unser Fahrer noch, das Gepäck auf die botswanische Seite zu bringen, wo bereits der botswanische Fahrer auf uns, der uns dann zum Bushlore Depot fährt, das dauert keine 20 Minuten.
So früh hat man uns noch nicht erwartet, aber unser Camper steht schon bereit.
Wir bekommen alles erklärt, vor allem den Highlift-Jack, wie man das zweite Ersatzrad löst, die ganzen Aussen-Fächer, die Markise und auch den Kühlschrank.
Die ganze Administration ist recht zügig erledigt und auch das Satelitentelefon wird getestet – zum Glück, denn das erste hat nicht funktioniert – und letztendlich für gut befunden. Wir fragen noch wie weit wir im Schnitt mit dem Camper kommen. Die Antwort: Gut über 1000 Kilometer – da kann man also schon ein ganzes Stück fahren. Das ist auch wichtig!
Unsere Reisetaschen lassen wir bei Bushlore. Auf der Liegefläche hätte es zwar Platz dafür, aber uns stören die im Moment nur. Den Camper habe ich ausführlich hier beschrieben.
Schon daheim packen wir das gesamte Gepäck zuerst in die grossen blauen IKEA-Taschen mit Reisverschluss (die es jetzt leider nicht mehr gibt) und dann kommt die IKEA-Tasche in die Reisetasche. So können wir unterwegs immer ganz schnell umpacken. Und wir haben noch weitere IKEA-Taschen dabei: Jeder von uns hat seine eigene Klamottentasche, es gibt eine "Kruschteltasche", eine Tasche für die Schuhe und auch für das Feuerholz (damit kein Krabbelgetier in den Camper kommt) nutzen wir die Taschen.
Und dann können wir auch schon vom Platz fahren 🤩 . Das ging schnell. Eigentlich zu schnell. Unterwegs merken wir dann, was uns alles fehlt 😊 und wo man etwas genauer hätte hinsehen sollen 😠 . Das ist aber definitiv unser Fehler gewesen. 🙁
Weit kommen wir aber nicht 😵 . Ein nerviges Piepsen hält uns in Schach: Sind wir nicht angeschnallt? Doch! Ist eine Tür offen? Nein, alles zu. Blinkt irgendwo was? Nein! Was kann das sein? Licht? Untersetzung? Navi? Uns fällt nichts ein, also fahren wir zurück. Ach das? Das ist das Batterie-Anzeige-Gerät. Aha. Und warum piepst das so? Das zeigt an, ob die Batterie voll ist und warnt einen dann !?! 😈 Aber die ist voll und wirklich gut, das können wir ihm glauben, da müssen wir uns keine Sorgen machen 😗 . Das Gerät braucht ihr nicht. Ihr steckt es am Besten aus. Spricht´s, zieht den Stecker und legt das Teil, das jetzt endlich ruhig ist, zurück in das Handschuhfach 😮 . Ok, er muss es ja wissen.
Auf ein Neues. Hansi putzt wieder mal an jeder Kreuzung die Scheiben 😗 , wobei wir dann feststellen, dass die Scheibenwischer auch schon bessere Zeiten gesehen haben. Egal, die Regenzeit ist ja zum Glück schon vorbei 😈 .
Der SPAR-Markt in Kasane hat am Sonntag offen und dort wollen wir jetzt gleich mal unseren Grosseinkauf machen.
Der Parkplatz ist fast leer, trotzdem beauftragen wir einen Sicherheitsmitarbeiter, auf unseren Camper aufzupassen. Gleich mal zwei Einkaufswägen geholt, die Einkaufsliste gezückt und losgelegt. Das ist aber mal relaxt hier. Kein Vergleich zur Maerua Mall in Windhoek. Die Auswahl ist nicht ganz so gross – klar – aber wir finden eigentlich alles, was wir brauchen – und noch viel mehr.
Nur Alkohol bekommen wir erst morgen, das wussten wir aber vorher.
Wir fragen nach Kartons, um im Camper etwas Ordnung zu halten und ein hilfsbereiter Supermarktmitarbeiter ist uns nicht nur mit dem Karton behilflich, sondern hilft uns auch beim Einpacken und begleitet uns später noch zum Auto. Ganz unaufdringlich – für uns war das aber schon eine Erleichterung. Bezahlen konnten wir mit Kreditkarte – OHNE UNTERSCHRIFT. Schluck! In Botswana mussten wir kein einziges Mal die Kreditkartenabrechnung unterschreiben. 😵
So, Einkäufe erledigt, jetzt brauchen wir nur noch etwas Kleingeld. Der Automat der First National Bank (FNB) war ausser Betrieb, so dass wir an einen Barclay-Automaten gehen mussten. Der hat allerdings etwa 30 Pula Gebühr verlangt. Egal, wir brauchen jetzt erst einmal Geld. Das war allerdings der einzige Automat, an dem wir eine Gebühr bezahlen mussten – er hat uns auch explizit darauf hingewiesen und gefragt, ob das ok ist. Ansonsten sind wir immer zum FNB-Automaten gegangen, bei dem konnten wir dann mit der Advanzia Mastercard überall kostenlos Geld abheben.
Wir holen uns noch eine Kleinigkeit zu essen und dann fahren wir ins Senyati Camp.
Und natürlich wollen wir gleich mal wissen, was 4x4 only bedeutet 😈 – wir nehmen die Tiefsandpassage! Fahrer und Camper meistern diese erste Prüfung problemlos - sogar ohne die Luft abzulassen 😗 .
Der Empfang war sehr freundlich und nett. Die Rezeption ist gleichzeitig so ein kleiner Shop. Hier bekommt man alles, was man so auf die Schnelle brauchen kann. Feuerholz, Wasser, Eis und sogar lecker Fleisch. Wir haben zwar schon den ganzen Kühlschrank voll, aber bei ganz frischem Rinderfilet können wir einfach nicht nein sagen. Und es wird auch ein Laundry-Service angeboten. Super, dann lassen wir doch gleich mal unsere gesamten "guten" Klamotten waschen.
Auch die Campingplätze sind sauber und jeder Platz hat sein eigenes Waschhäuschen, seine eigene Toilette und eine Art überdachte Veranda. Wir haben ja schon viel Schlechtes über das Camp gelesen. Aber wir können das so nicht bestätigen. Wie die Chalets aussehen, können wir natürlich nicht beurteilen.
Der Camper ist schnell aufgebaut: Riegel auf und das Dach faltet sich praktisch von alleine auf. Fertig ist unser Camper.
Aber dann müssen wir noch für all unseren Kruscht ein geschicktes Plätzchen finden und die Lebensmittel einräumen. Bis alles seinen Platz hat und wir auch wissen, wo wir was hingeräumt haben, das braucht immer etwas. Und klar, das nervt auch erst einmal 😈 . Den Sundowner in der Bar haben wir uns jetzt redlich verdient.
Bekannt ist das Senyati Camp ja vor allem für das tolle Wasserloch. Und wir werden nicht enttäuscht.
Aber leider sind wir nicht ganz alleine hier. Eine Gruppe Touris kommentiert lautstark jeden neuen Elefanten, jede Bewegung im Busch und jedes gemachte Foto. Furchtbar. Und es sind leider wieder mal Franzosen 😗 .
Aber wir bekommen hier einen echt brauchbaren Wein für heute abend zu unseren Steaks. Super. 🤩
Somit kann nun der Urlaub so richtig beginnen: es wird gegrillt und natürlich gibt es ein Lagerfeuer.
Die Victoria Falls waren sozusagen das Vorgeplänkel – jetzt beginnt unser Bushabenteuer richtig.
Teil 823. Juni 2017
Ihr habt mich überredet 😈 Einen Tag bekomme ich noch hin 🤩 Montag, 15. Mai 2017 – unser erster Gamedrive am Chobe
Heute früh lassen wir uns viel Zeit beim Frühstücken, Ich versuche nochmals Ordnung in das Chaos zu bringen, Hansi kruschtelt auch im Camper rum und möchte sich auch mal den Kompressor anschauen.
Und dann traut er seinen Augen nicht: Irgendjemand hat es fertiggebracht die Klemmen für die Batterie teilweise abzureissen 😠 – so kann man definitiv nichts mit dem Kompressor anfangen. Klar hätten wir gestern schon danach schauen sollen, aber das kann doch nicht sein, dass Bushlore nicht selber danach schaut? Und nun? Sollen wir gleich nachher nochmals bei Bushlore vorbeigehen? Da hat Hansi aber keine Lust dazu. Wir haben Isolierband dabei und Hansi repariert die Klemmen schnell selber. Selbst ist der Mann 😗 .
Wir können also gleich die Sandpiste nach Kasane durchfahren. Wir brauchen ja noch Wein, Bier und – ganz wichtig – Savanna. Dann schauen wir auch noch im Shoprite vorbei – im Ausland lieben wir es, durch die Supermärkte zu laufen und zu schauen was es so alles gibt – und dann müssen wir noch die Mascom Telefonkarte, die wir von Frank (FSausS) schon vor dem Urlaub bekommen haben, aufladen. An manchen Ständen am Strassenrand sehen wir immer wieder Leuchtjacken liegen mit der Aufschrift der diversen Telefonanbieter. Da gehen wir jetzt hin und sprechen einen Verkäufer an. Ja klar, können wir hier die Mascom Karte aufladen. 100 Pula sollten reichen. Dann wird über das Handy des Verkäufers das Guthaben auf das eigene Telefon übertragen, kurz noch geschaut, ob alles geklappt hat und schon hat man Guthaben. Wofür braucht man da noch Handyshops? 🤩 Dann gehen wir in Hunters Grill noch Essen: Hm, ist das lecker 😎 . Aber was machen wir nun mit dem angefangenen nachmittag? Eine Bootstour? Nö, nicht schon wieder! Zurück zum Campground – das ist doch noch zu früh. Lohnt es sich einen Game Drive für zwei/drei Stunden zu machen? Wir müssten halt den vollen Eintritt – 290 Pula – bezahlen. Au ja, Game Drive! 🤩 🤩 🤩 Also fahren wir los zum Sedudu-Gate.
Und das nenne ich mal eine tolle Begrüssung: 😎 Elefanten so weit das Auge reicht.
Wir sehen aber auch Hippos
Wasserbüffel
Krokodile
und Vögel 🤩 (Ja, heute ist mein neues Vogelbestimmungsbuch gekommen).
Der Klassiker - ein Waffenkibitz
Den Schreiseeadler haben wir sehr oft gesehen
Bi einem Game Drive in Wassernähe, dürfen natürlich die Nilgänse auch nicht fehlen
Und das müsste der Schlangenadler sein. Nein, das ist ein uveniler Gaukler (Bateleur Eagle). Danke Bele
Und dann der erste Herzschlagmoment in diesem Urlaub 😮 . Wir fahren am Chobe entlang, es ist etwas matschig, rechts Gebüsch, links der Chobe. Und was kommt da ohrenschlagend auf uns zu?
Dieser Eli – Mist! Ausweichen ist nicht und rückwärts fahren ist an der Stelle auch blöd – das war schon vorwärts kniffelig! Schluck!
Aber dann dreht er nach rechts ab 🤪 – hat wohl doch keine Lust auf uns. Da sind wir aber richtig erleichtert. 🤩
Und wir haben echt Glück gehabt mit unserem ersten - viel zu kurzen Gamedrive 🤩
Zurück zum Camp nehmen wir die "Abkürzung" am Flughafen entlang.
Das Savanna am Campground haben wir uns redlich verdient. Und dann passiert es! 😮 Hansi fällt die Abdeckung für das Kühlschrankfach aus den Händen und dieses bricht dann ab. Mist! Was machen wir jetzt? Da hilft nichts, wir müssen bei Bushlore anrufen. Ich erreiche Amos, dem ich unser Problem erzähle. Er meint nur: "no problem". Er gibt dem Mechaniker Bescheid und wir sollen gleich morgen früh vorbeikommen – ist ja nicht weit - und dann wird das repariert. Das wäre schnell passiert und wir könnten dann unsere Tour wie geplant fortsetzen. Super, dann also bis morgen früh. Hätten wir das gewusst, hätten Hansi den Kompressor nicht selber reparieren müssen 😈 . Auf den Schreck gibt es gleich noch ein Savanna 😗 . Dann steht wieder grillen und Lagerfeuer auf dem Programm. 🤪
Fazit Senyati Safari Camp: Wir haben 240 N$ pro Person und Nacht bezahlt. Insgesamt gibt es 20 Campgrounds, jeder hat sein eigenes Sanitärhäuschen und eine überdachte Veranda. Bei uns war alles sauber und gepflegt. Und es gibt auch Chalets zur Selbstverpflegung, die wir uns aber nicht angesehen haben. Die Rezeption ist gleichzeitig so eine Art Shop. Hier gibt es Feuerholz, Eis (zum Schlotzen und fürs Getränk), richtig tolles Fleisch und all die Kleinigkeiten, die man sonst noch unterwegs braucht (Feuerzeug, Streichölzer, Peaceful Sleep, Sonnencreme,….). Ach ja und hier kann man auch Ausflüge zu den Victoria Falls und Bootstouren buchen. Und das Camp bietet auch einen Laundry Service an. Die Tüte Wäsche kostet glaube ich 100 Pula. Wir haben das Personal und die "Chefin" als ausgesprochen freundlich und hilfsbereit kennengelernt. Somit würden wir sofort wieder hier unsere Zelte aufschlagen. Die Bar ist ja fast schon legendär, dem muss ich nicht viel hinzufügen.
Teil 925. Juni 2017
Dienstag, 16. Mai 2017 – es geht nach Namibia Da wir ja noch bei Bushlore vorbei müssen, stehen wir heute recht früh auf. Noch haben wir aber noch überhaupt keine Routine: ständig fehlt noch etwas oder ist unauffindbar, ständig müssen wir noch was aus dem Camper holen, viele Dinge haben noch keinen festen Platz. Und wir müssen das schöne Camp jetzt leider verlassen 😵
Aber gegen 8 Uhr sind wir dann bei Bushlore. Amos ist schon da und schaut sich unsere fehlende Abdeckung an. Ok, da brauchen wir den Mechaniker 🤩 . Er ruft ihn gleich an, damit er vorbeikommt (haben wir das nicht gestern schon besprochen? 😈 ) Irgendwann kommt dieser dann und stellt fest, dass er keine passenden Nieten für die Reparatur hat 🙁 . Also fährt er nochmals los, um welche zu holen. Tja, that´s Africa, oder? 😗
Wenn wir aber schon hier sind, nutzen wir die Gelegenheit und lassen die zusätzliche Matratze, die Handtücher und auch die Wolldecken im Depot. Schon wieder Platz gespart 🤩 . Irgendwann ist der Mechaniker mit den Nieten wieder zurück und mit Hilfe von Hansi, der die Arbeiten fachmännisch überwacht, wird die Abdeckung wieder befestigt. So, es kann weitergehen.
Am Sedudu-Gate zum Chobe Nationalpark müssen wir uns mal wieder registrieren, aber weil wir nur durchfahren, fallen keine Parkeintrittsgebühren an. Die nächste Stunde geht es fast kerzengerade, ohne nennenswerten Verkehr aber mit jede Menge Schlaglöcher durch den Nationalpark bis zum Ngoma Gate, wo wir uns wieder austragen müssen. Kurz darauf sind wir an Ngoma Bridge, der Grenze zu Namibia. Also erst mal ins Büro von Botswana. Hier füllt man – natürlich – wieder ein Formular aus, der Ausweis wird wieder gescannt und dann bekommt man den Ausreisestempel in den Reisepass. Fertig. Nun fahren wir ein Stück im Niemandsland weiter über den Chobe und dann kommt das namibische Büro.
Hier ist eine FRANZÖSICHE Reisegruppe mit etwa 4 bis 5 Personen vor uns. Und die blicken es überhaupt nicht und diskutieren ihr „nichtblicken“ auch noch lautstark. Versteht hier ja eh niemand – doch ich 😈 . Dann kommen wir an die Reihe und ich reiche dem Beamten die bereits daheim ausgefüllten Einreiseformlare und die Reisepässe. Aber das passt ihm nicht und er blafft mich an, ich solle gefälligst, das Formular in den passenden Reisepass legen. Aha, wenn der Herr das so wünscht, dann bekommt er es auch so von mir 😗 . Gnädig nimmt er dann die Pässe einzeln entgegen, lernt alle Angaben auswendig und bequemt sich dann, das Visum auszustellen. Ich nehme die Pässe entgegen, nicht ohne das Visumsdatum nochmals zu überprüfen. Passt. 🤩 Dann geht es weiter zum Road fund. Wer mit einem nicht in Namibia zugelassenen Auto einreist, muss eine Strassennutzungsgebühr in Höhe von knapp 300 N$ bezahlen. Die Franzosen vor uns „kämpfen“ noch und ich versuche so gut es geht zu helfen. Dann sind endlich wir dran. Die inzwischen sichtlich genervte Beamtin drückt uns ein Formular in die Hand, das wir ausfüllen sollen. Das hätte sie aber auch schon früher sagen können. Wir wissen ja schon, was wohin gehört und sind also schnell fertig – zum Erstaunen der Franzosen. Dann bezahlen wir noch den/die Road fund und bekommen unseren „Schein“ fürs Auto. Der muss bei der Ausreise wieder abgegeben werden. Und dann müssen wir noch an den Schalter „Police“, wo aber lediglich nochmals alle Daten in ein Buch eingetragen werden müssen. Aber dann dürfen wir auch schon weiterfahren. Ach ja, hier gibt es auch noch eine Veterinärkontrolle. Da wir jedoch von Ost nach West fahren, sind wir hiervon nicht betroffen. Für das ganze Prozedere haben wir etwa 45 Minuten gebraucht.
Und nun geht es nochmals für etwa 1,5 Stunden auf bestem Asphalt weiter bis nach Katima Mulilo. Rechts und links gibt es diese typischen kleinen Dörfer, die im Kreis angeordnet sind. Wir haben den Eindruck, dass viele Hütten recht neu und sauber sind. Die Bewohner wandern zahlreich am Strassenrand entlang und immer mal wieder quert eine Herde Ziegen oder Rinder die Strasse. Da muss man echt aufpassen.
Und was wir an den namibischen Strassen so schätzen sind die Rastplätze, die meistens sogar recht sauber sind und viele haben eine kleine Sitzgruppe im Schatten. Und da wollen wir jetzt hin, eine Kleinigkeit essen. Aber sobald wir irgendwo ranfahren, kommt eine Kinderschar angerannt und will Sweeties. Essen kann man so nicht wirklich und schon gar nicht in Ruhe. Also suchen wir uns einen Rastplatz gaaanz weit weg von jeglicher Zivilisation. Gar nicht so einfach, so etwas zu finden. Aber wir werden fündig, machen uns ein Süppchen und dann geht es weiter in Richtung Katima Mulilo.
Das ist so eine typische namibische Stadt, wie wir sie kennen – Katima Mulilo lebt. Kein Vergleich zu Kasane. Die Hauptstrasse geht durch den Ort durch und so fahren wir fast zwangsläufig am Open Market vorbei.
Hm, eigentlich würde ich da schon gerne mal drüberlaufen – wir müssten aber den ganzen Rücksitz freiräumen, wenn wir das Auto jetzt stehenlassen wollen. Da schlägt Hansi vor, dass er hier im Auto bleibt und ich schnell alleine durchlaufen soll. Das ist eine gute Idee und schon bin ich aus dem Auto draussen. Auf dem Markt gibt es kleine "Boxen", die man sich mieten kann, etwas nach Themen gegliedert: Lebensmittel, getrocknete Früchte, Stoffe, Fleisch, Fisch,… . Alles ganz bunt – und so riecht es auch - Frauen, Männer, Kinder laufen kreuz und quer durcheinander. Willkommen in Afrika 🤩
Trotzdem bin ich bald wieder am Auto und wir können weiterfahren.
Anmerkung: Am Open Market hat es jede Menge Parkplätze und gegenüber ist der Shoprite, wo man auch parken kann.
Unser nächstes Ziel ist das Mavunje Camp. Wir nehmen aber nicht die B8 nach Kongola sondern entschliessen uns, die C49 zu nehmen, auch „Wilderer Autobahn“ genannt. Diese niegelnagelneue Strasse in Top-Zustand führt fast kerzengerade „untenherum“ nach Kongola. Ausser diesen Runddörfern und dem ein oder anderen Camp gibt es hier nichts von Interesse: Keine Industrie, keine grösseren Dörfer, nichts. Wozu um alles in der Welt braucht man hier dann so eine superausgebaute Strasse? Da sind wir in Namibia schon wichtigere Verbindungsstrassen gefahren, die in einem wesentlich schlechteren Zustand waren…..
Die Strecke zieht sich und wir sind froh, als endlich der Abzweig zum Mavunje Camp kommt. Nach etwa 3 km leichter Sandpiste sind wir da. Gladis kommt uns entgegen und begleitet uns zur Campsite 2. Zwei Zeltplätze, ein Grillplatz, Esszimmer, Küche, Dusche und Toilette – alles da. Und mit Blick auf den Kwando. Hier gefällt es uns.
Sie weiss auch, dass wir morgen die Bootstour gebucht haben. Shady wird uns um 10 Uhr abholen.
Aber wie spät ist es jetzt eigentlich? Unser Navi hat mit dem Grenzübertritt eine Stunde „zurückgestellt“ – Namibische Winterzeit. Wir haben aber auch gelesen, dass sich die Bevölkerung hier nicht an der Zeitumstellung beteiligen würde. Gladis nennt uns die Navi-Zeit. Ok, wir stellen also die Uhren um 🤩 . Wir geniessen jetzt erst mal dieses tolle Camp mit einem kühlen Savanna. Prost.
Während wir unser leckeres T-Bone-Steak vorbereiten, steht plötzlich Shady vor uns – aus dem Nichts aufgetaucht. Der hat uns aber mal erschreckt 🤨 . Er wird morgen unser Guide sein. Um 10 Uhr geht es los, er holt uns ab. 10 Uhr South African Time. Und jetzt sind wir vollends verwirrt – Namibian Time? South African Time? Botswana Time? Aber so schnell wie er gekommen ist , ist er auch wieder verschwunden 😈 und wir wissen immer noch nicht, wie spät es jetzt eigentlich ist 😗 . Auf jeden Fall ist jetzt Sonnenuntergang ...
Und wir geniessen unsser Essen und das Lagerfeuer. Ui das ist aber unheimlich 🙄 : Neben uns – ganz nah – trötet ein Elefant, rechts, links, genau vor uns, grunzt ein Hippo. Nein, zwei, drei, ganz viele 😗 . Und hat da nicht auch was im Gebüsch geknackt? Können die Hippos hier hoch kommen? Gibt es nicht auch Krokodile hier? Sollen wir nicht lieber in den Camper gehen? Wir brauchen erst mal ein oder zwei Gläschen Wein, bis wir das Lagerfeuer hier wirklich relaxt geniessen können.
Teil 1026. Juni 2017
Mittwoch, 17. Mai 2017 – Mit Shady in den Kwando floodplains
Eigentlich können wir ja ausschlafen, weil wir erst um 10 Uhr losfahren. Aber Sonnenaufgang ist für uns einfach Aufstehzeit. Und das lohnt sich wirklich.
Und wer so still hält, bekommt auch was von unserem Frühstück ab.
Gelbbrustbülbül
Wir trödeln rum, müssen zum Glück nicht mehr ständig suchen und kruschteln und ich komme endlich mal dazu, überhaupt mit dem Tagebuchschreiben anzufangen. Bisher war da leider gar keine Zeit dafür. Und dann kommt Shady viel zu früh daher und meint: Let´s go! 🤩 Ähm, wie spät ist es jetzt? 😈 Wir brauchen noch 20 Minuten. Mist, warum haben wir auch unserem Navi vertraut?
Aber dann geht es los 🤩 : Obwohl es dieses Jahr ja wirklich viel geregnet hat – nur für den Fall, dass das jemand noch nicht mitbekommen hat 😈 – ist das Wasser immer noch nicht tief genug für das Boot. Da muss Shady aussteigen – ob es hier Krokodile gibt? Angeblich nicht! - und das Boot durch den Channel ziehen. Wie anstrengend 😐 . Ja, da müssen wir durch....
Und hier schippern wir dann wirklich gaaanz langsam und entspannt auf dem Kwando dahin und geniessen die Ruhe. Wie viele unterschiedliche Farne es doch gibt - Shady erklärt uns dann die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten.
Es blüht überall 🤪
Und dieses Jahr gibt es sogar Waterlillys hier auf dem Kwando - die soll es sonst hier nicht geben. Wie schön die sind.
Und ich kann es schon vorwegnehmen: Heute ist Happy Hippo Tag 🤩
Aber dieses Jahr ist auch das Gras besonders hoch – da sieht man nicht viel 😵 . Mal das Horn von einer Antilope oder den Rücken von einem Elefanten.
Uns ist das aber egal: Wir geniessen einfach diese Ruhe, das Dahingleiten
Mittags sucht Shady uns dann einen schönen schattigen Platz für das Mittagessen.
Er hat eine ganze Kiste mit Essen dabei, doch wir haben Lust auf Spaghetti mit Tomatensosse – eine Bootstour die macht hungrig 🤩 . Das Feuer ist schnell entfacht, um die Spaghetti aufzuwärmen. Lecker.
Teil 1126. Juni 2017
Nach dem üppigen Mittagessen sind wir etwas träge 😗 , aber das ändert sich schnell 😈
Jetzt sind wir wieder voll bei der Sache. Zeit zum Birden 🤩
(Kuh-)Reiher
Grau- oder Kingfischer
Senegal Kiebitz oder auch African Wattled Lapwing
(Hadada-)Ibis
Der ist einfach 😈 Waffenkibitz - warum heisst der nur so?
Der ist schön bunt: ein (Little) Bee-eater
Die Gabelracke sitzt immer so lange auf dem Ast, bist du sie fotografieren möchstest 🤩
Und der Schreiseeadler darf natürlich auch nicht fehlen
Zeit für ein paar Hippos, oder? 🤩
Wiir finden das bisher eine rundum gelungene Bootstour, aber Shady wird nervös 😐 und schaut immer wieder durch das Fernglas:
Was hat der denn? Ganz einfach: wir haben noch keine Elis gesehen. Und für einen Guide ist das wohl der Supergau 😛 . Eine Bootstour ohne Elis? Das geht doch nicht 😵 . Da sind die Touris doch enttäuscht 😈 . Das bekommen die Guides wohl in der "Guide-Schule" so beigebracht 🤩 . Wenn Shady wüsste wie viele Elefanten wir schon gesehen haben - wir sind glücklich - auch ohne Elis 😎 .
Aber die Sterne stehen gut für Shady, da sind sie endlich - Elefanten 🤩 Aus dem Nichts tauchen sie auf...
.... zeigen kurz mal, wer hier das Sagen hat....
... und verschwinden dann wieder im Gras.
Shady ist glücklich - Ziel erreicht 🤩 (Trinkgeld gesichert 😈 )
Zum Abschluss dieses tollen Tages gibt es dann noch einen Wow-Sonnenuntergang 😄
Dann wird es aber Zeit, um zum Cam zurückzufahren. Es ist fast dunkel, aber trotzdem muss Shady nochmals ins Wasser, um das Boot durch das Schilf zu ziehen. Der Arme. 😊 Am Camp empfängt uns dann Dan, der uns sogar schon das Lagerfeuer angezündet hat. Das ist aber mal ein Service 😁 . Während Dan den nassen Shady nach Hause fährt, schmeissen wir unsere vorbereiteten Kartoffeln ins Feuer. Dann kommt Dan noch etwas zu uns ans Lagerfeuer und erzählt uns etwas über das Leben hier, die Community, zu der das Camp gehört und gibt uns Tipps für die nächsten Tage. Dann verabschiedet er sich. Wir sitzen heute noch lange am Feuer, lassen die letzten Tage Revue passieren und im Gegensatz zu gestern abend können wir unser neues Lagerleben so richtig geniessen 🤩
Fazit Mavunje Camp: Das Camp wird von der Mavunje Community betrieben und Dan bietet unter anderem diese ganztägige Bootstour an - inzwischen wird er durch Shady unterstützt. Für das Camp haben wir 185 N$ pro Nacht und Person bezahlt, die Tour war mit 1200 N$ pro Person sicher kein Schnäppchen, aber jeden Cent wert. Uns hat es super gefallen - sowohl die Bootstour als auch die Campsite. Toilette, Dusche und "Badezimmer" sind einfach aber funktionell und sauber. In unserem "Esszimmer" steht ein Kühlschrank, den man als Gast nutzen kann. Es gibt Wasser, aber keinen Strom.
Teil 1228. Juni 2017
Donnerstag, 18. Mai 2017 – Kwando Core Area
Wir geniessen heute früh nochmals diese tolle Stimmung am Wasser beim Frühstück.
Dann packen wir zusammen und müssen diesen schönen Platz leider schon wieder verlassen. Auf dem Weg zur C49 fängt dann plötzlich das 4x4 Warnsignal an zu blinken 😊 . Mist, was ist denn nun schon wieder? Ein Blick in das Handbuch verspricht nichts Gutes: Ein Defekt in der 4x4 Funktion – ab in die Werkstatt 🤢 . Und nun? Tja, da müssen wir wohl wieder mal Amos anrufen. Er ist auch sofort am Telefon und kann uns tatsächlich weiterhelfen 🤩 . Ob es sein kann, dass das Differential eingeschaltet ist? Und ja, da müssen wir wohl irgendwie blöd drangekommen sein 😵 . Wir schalten es aus und das Warnsignal verschwindet. Nochmals Glück gehabt 😄 . Danke Amos. Bis zum nächsten Mal 😈 .
Aber wir haben leider vergessen, ein ganz anderes Problem anzusprechen 😵 : Nach nicht einmal 50 Kilometer hat sich die Tanknadel bereits bewegt. Angeblich haben wir das Auto voll übernommen, d.h. da hätten 160 Liter Diesel drin sein müssen 😐 . Bei einem Doppeltank bewegt sich die Nadel erst dann, wenn der zweite Tank angebrochen wird. Oder ist das hier anders? Auf jeden Fall sind wir ziemlich beunruhigt, was unseren Benzinverbrauch angeht. Wollen wir doch noch durch den Moremi und den Chobe fahren, da zählt jeder Tropfen…… Aber erst einmal sind wir erleichtert, dass der Camper in Ordnung ist und fahren weiter nach Kongola. An der Kreuzung mit der B8 und überhaupt nicht zu verfehlen ist ein Crafts Market. Dort wollen wir hin. Ich bin immer noch auf der Suche nach einem Giraffenkopf und mal schauen, was es sonst noch alles gibt. Die Gegend hier ist ja bekannt für die Korbwaren und die sind natürlich auch hier zu finden.
Wir stöbern ein bisschen und dann finde ich meinen Giraffenkopf und wir erstehen auch noch ein paar schöne Armbänder. Wir verstauen unsere "Schätze" und gehen gleich gegenüber tanken. Wir sind jetzt echt mal gespannt, was in den Tank reingeht und wir können dann die Tanknadel weiter beobachten bis es ernst wird. Und zum Glück gehen jetzt etwas über 80 Liter in den Tank 🤩 . Somit war dieser auf keinen Fall voll oder der Camper würde abnormal viel Diesel schlucken – was wir jetzt aber nicht wirklich glauben. Wir werden es beobachten. Hier gibt es auch gleich eine Art "Supermarkt" mit einem ATM. Super. Wir holen noch ein paar Namibische Dollar und füllen unsere Wasser-, Bier- und Savanna-Vorräte auf.
Dann fahren wir weiter auf der B8 in Richtung Rundu. Kurz nachdem wir den Kwando überquert haben, folgen wir aber der Beschilderung zur Kwando Core Area.
Im Nationalparkbüro bezahlen wir die Eintrittsgebühr (40 N$/Person und 10 N$ für das Auto) und dann kann es losgehen 🤩 .
Die Strecke hat es in sich, immer wieder mal gibt es heftige Tiefsandpassagen. So kann Hansi schon einmal Erfahrungen sammeln und üben für die ganz heftigen Strecken, die noch vor uns liegen.
Kann uns jemand sagen, warum die Springböcke und Impalas ausgerechnet immer in den sandigen Passagen über die Piste rennen? Bremsen ist da einfach nicht drin! Aus dem Weg 😈
Und immer wieder mal können wir einen Blick auf den Kwando erhaschen. Idyllisch.
Aber wie schon gestern, verstecken sich die Elis, aber auch die Hippos vor uns. Das Gras ist einfach zu hoch, da sieht man nichts 😵
Unsere Hoffnung ist dann der Horseshoe 😗 . Hier gibt es eine Aussichtsplattform, die auch Schatten spendet.
Hier essen wir eine Kleinigkeit und geniessen die tolle Aussicht. Gestern haben wir ja auf der anderen Seite des Kwando unsere Bootstour gehabt. Aber statt Elefanten und Hippos gibt es halt nur Landschaft und Waterlillys zu sehen. Schade.
Gerne würden wir hier noch eine Zeit lang bleiben, in der Hoffnung, dass sich doch noch was tut. Aber wir müssen ja leider weiter, wir haben noch eine ganz schöne Strecke vor uns.
So machen wir uns also wieder auf den Rückweg.
Wir sehen noch Meerkatzen
und diesen Hornraben. Das war´s dann aber.
Und dann kreuzen immer mehr Elefanten unseren Weg. 😎
Wetten, die gehen jetzt alle zum Horseshoe? Es gibt sie also doch die Elefanten in diesem Park 😈 .
Fazit Kwando Core Area: Das ist ein kleiner aber feiner Park. Hier würden wir auf jeden Fall nochmals herkommen und dann auch sicherlich im Nambwa Camp übernachten. Hier kann man locker zwei Tage verbringen und dann sollte es auch mit den Sichtungen klappen. Der extrem tiefsandige Abschnitt am Ufer des Horseshoes, an der früher wohl sehr viele Autos steckengeblieben sind, ist inzwischen gesperrt und es gibt eine Umfahrung bis zur Aussichtsplattform.
Nun geht es 200 km nur geradeaus auf einer geteerten Strasse weiter. Mehr wie 80 Km/h kann man hier trotzdem nicht fahren. Lediglich Kühe, Ziegen und Menschen kreuzen die Strasse – da muss man aufpassen. Das zieht sich.
Dann endlich Divundu. Aber bis zu unserem Ziel, die River Dance Lodge, sind es nochmals 25 km, fast 30 Minuten.
Die Lodge sieht schön aus, wirkt aber leer.
Thomason von der Rezeption begrüsst uns erst einmal freundlich, wirkt aber gnadenlos überfordert mit unserer Ankunft 😊 . Und was macht man in so einer Situation? Man fragt erst einmal nach dem Voucher 🤩 . Klar, das Voucher, das wir in Victoria Falls bekommen haben und bisher noch nie gebraucht haben. Also zurück zum Auto und das Voucher geholt. Aber so richtig weitergeholfen hat es ihm nicht 😈 . Schliesslich bringt uns Thomason zur Campsite Nr. 3. Schön schattig, mit einer schönen Grillstelle mit Blick auf den Okavango und einem eigenen Waschhäuschen.
Aber: Im Sanitärhäuschen hat es zig Heuschrecken 😮 (oder sind das riesige fliegende Ameisen? Leider haben wir kein Bild gemacht). Beherzt greift er zum Besen und kehrt die Viecher nach draussen. Dankeschön!
Ausklingen lassen wir diesen wunderschönen Abend bei einem tollen Lagerfeuer mit dem Rauschen des Okavango in den Ohren.
Heute vor einer Woche sind wir in Frankfurt in den Flieger gestiegen. Ist das wirklich erst eine Woche her? Was haben wir inzwischen nicht schon alles erlebt 😁 .
Teil 1330. Juni 2017
Freitag, 19. Mai 2017 – Buffalo Core Area Gibt es was Schöneres, wie mit Müsli und einer Tasse Kaffee am Okavango zu sitzen? Dafür stehen wir gerne etwas früher auf.
Ursprünglich war geplant, morgens in die Buffalo Core Area zu gehen und am nachmittag dann in das Mahango Game Reserve. Dan vom Mavunje Camp hat uns aber geraten, uns heute den ganzen Tag Zeit für die Buffalo Core Area zu nehmen und das Mahango Game Reserve morgen dann auf dem Weg zum Guma Lagoon Camp zu besuchen. Das würde ja eh auf dem Weg liegen. Und da wir uns gestern ja schon ein bisschen geärgert haben, dass wir viel zu wenig Zeit für die Kwando Core Area gehabt haben, werden wir diesen Tipp gerne annehmen. Wir machen uns also auf den Weg zur Buffalo Core Area. Irgendwo wurde er als "kleiner, vergessener Nationalpark" beschrieben. Und da ist was dran. Am Gate steht nur ein Junge, der mit seinem Smartphone spielt. Das Büro ist verlassen. Aber der Junge hat die Nummer der Beamtin, die dann irgendwann mal tatsächlich ankommt. Jetzt ist mir auch klar, weshalb die noch nicht da war: Das nenn ich mal Styling: hochhackige Schuhe, enganliegendes "schickes" Kleid, Klunker am Arm, an den Fingern und um den Hals und erst die Haare 🤩 . Das braucht natürlich 😈 . Wir zahlen unsere 90N$ Eintritt und geben die restlichen 10 N$ dem Jungen als Dank fürs Anrufen. Dann fahren wir los. Die Pad hier wechselt ab zwischen extremem Tiefsand und Gravel. Und Hansi meistert auch hier die Herausforderungen problemlos 😛 . Der Park ist richtig "wild" und irgendwie auch "unheimlich". Früher war das mal eine südafrikanische Militärstation und wenn man dann die Ruinen rechts und links sieht, ist das echt gruselig….
Sehen tun wir die üblichen Verdächtigen...
....und dann hält Hansi ganz unvermittelt an 🤪 . Was hat er gesehen? Einen Löwen? Einen Elefanten?
Nein, ein Pillendreher versucht seine Mistkugel die Wagenspur hinaufzukugeln.... Gespannt, sitzen wir da und beobachten ihn bei seiner Sisyphusarbeit 🤩
Wir fahren so weit es geht, ans Wasser heran. Und sehen hier wenigstens alle möglichen Vögel - und sofern sie lange genug sitzen gibt es auch ein Foto davon 😗 .
Ein Silberreiher
Natürlich der Waffenkibitz
Sporengänse
Ein Graureiher
Nilgänse
Ein Nimmersatt, leider arg weit weg
Wir fahren noch ein Stück weiter.
Klunkerkraniche
Und natürlich sitzt hier auch ein Schreiseeadler
Aber wir haben immer noch keine Elefanten gesehen 😗
Unser Ziel und unsere "Elefantenhoffnung" ist das Wasserloch an der Delta Pan.
Doch so lange wir hier auch warten, es tut sich nichts 🙄
Erst auf dem Rückweg sehen wir noch ein paar Elefanten und sogar andere Touristen. Wir waren also auch hier fast alleine im Park unterwegs.
Der Alibielefant 😈
Fazit Buffalo Core Area: Auch dieser Park hat uns sehr gut gefallen, auch wenn wir heute schon wieder kein Sichtungsglück hatten. Das Highlight war ganz klar der Pillendreher 🤩 . Im Prinzip gibt es nur eine "Hauptpad", von der es ein paar Abzweigungen in Richtung Wasser / Okavango gibt. Wir wurden im Parkbüro darauf aufmerksam gemacht, dass hier Anti Poaching Einheiten auf Streife sind und wir deren Anweisungen Folge zu leisten hätten, aber zu befürchten hätten wir nichts. ----------------- In Divundu haben wir dann nochmals getankt und jetzt kommen wir auf einen Schnitt von 10l/100 km. Das ist doch ein Wort.
Und wir sehen das hier 😮
Arbeitssicherheit scheint hier ein Fremdwort zu sein 😗 .
Natürlich gibt es am Campground erst mal wieder ein leckeres Savanna.
Und dann passiert es 🙁 : Ich bin auf der Toilette, nehme die Clopapierrolle und da fällt was raus - was Schweres. Schluck: Eine dicke fette Spinne liegt da auf dem Boden 😮 . Wenn die Hansi über den Weg läuft, dann haben wir den Salat….. 😗 Also mache ich sie ganz schnell kaputt. Doch die Spinne scheint „unkaputtbar“ zu sein – sie zappelt noch. Nun zeige ich sie doch noch Hansi, der ganz bleich wird und mir erklärt, dass das eine Tarantel ist 🤢 . Doppelschluck. Ich haue nochmals mit dem Schuh drauf und es ist überstanden. Nun bin ich zwar Hansis Heldin für heute 🤩 , aber somit ist auch klar, dass wir mit Hansis Spinnenphobie den angedachten Australien-Urlaub knicken können 😣 . Schade eigentlich.
Auf den Schreck brauchen wir erst mal ein weiteres Savanna 🤩 .
Und heute gibt es das leckere Filet, das wir im Senyati Camp gekauft haben – Lecker! Es ist so schön, hier am Okavango zu sitzen.
Fazit Campground River Dance Lodge: Das Camp ist sauber und ordentlich. Jede Campsite hat ein eigenes abschliessbares Sanitärhäuschen. Ausserdem hat man eine Art Terrasse mit Feuerring und Blick auf den Okavango. Und es gibt – ganz wichtig – Strom. Die Camper können in der Lodge die Bar und das Restaurant benutzen und auch an den Aktivitäten teilnehmen. Eigentlich eine wirklich schöne Anlage. Aber irgendwie ist bei uns der Funke nicht übergesprungen. Für einen Zwischenstopp auf dem Weg in die Zambezi- Region ist die Lodge sicherlich gut geeignet. Um den Buffalo Park und den Mahango Park zu besuchen gibt es zentraler gelegene Lodges/Campgrounds. Die An- und Abfahrt zieht sich halt doch ganz schön. Bezahlt haben wir 150 N$ pro Person und Nacht.
Teil 1401. Juli 2017
Samstag, 20. Mai 2017 – Guma Lagoon Camp
Obwohl wir heute früh etwas "rumtrödeln" kommen wir doch gegen 8 Uhr los – inzwischen hat alles seinen festen Platz und jeder weiss, was er zu tun hat. Das ist schon viel angenehmer wie an den ersten Tagen. Wir haben schon gestern abend beschlossen, dass wir schweren Herzens auf die Mahango Game Reserve und auch die Popa Falls verzichten werden. Wir haben heute knapp 180 Kilometer vor uns, müssen wieder nach Botswana einreisen und haben ganz schön Respekt vor der Anfahrt zum Guma Lagoon Camp (und wollen genügend Reserve haben, um ganz zur Not nach Maun weiterfahren zu können).
Und ihr seht richtig – heute ist es bewölkt - zumindest am Morgen. Bis zur Grenze fahren wir (Transit) durch das Mahango Game Reserve und haben sogar zwei "Sichtungen" am Strassenrand.
Dann kommen wir zur Mahembo Grenzstation.
Erst gehen wir zur namibischen Grenzstation: Hier geben wir unsere bereits ausgefüllten Ausreisezettel ab (die wir natürlich präventiv sozusagen schon einmal in den Reisepass gelegt haben), bekommen hier problemlos unseren Stempel (den wir trotzdem nochmals kontrollieren), dann tragen wir unseren Camper aus und sind fertig. Kaum zu glauben 😗 . Es geht aber weiter zur Immigration für Botswana. Hier müssen wir wieder ein Einreiseformular ausfüllen, der Reisepass wird gescannt, dann bekommen wir auch hier den Einreisestempel, den wir natürlich auch wieder kontrollieren. Am nächsten Schalter registrieren wir unseren Camper und bezahlen 152 Pula – es werden nur Pula akzeptiert. Das war es dann auch hier und wir können weiterfahren. Am Veterinärzaun gibt es keine Fleischkontrolle und auch kein Schlammbad für die Schuhe.
Waren die Strassen auf der namibischen Seite noch ganz gut zu befahren, kommen in Botswana zu den Ziegen, Rindern und Menschen auch noch Esel, Pferde und Schlaglöcher dazu – mit Betonung auf Löcher 😈 . Die sind teilweise 20 bis 25 cm tief und wenn man die übersieht 😗 ….. . Und da ist nicht hin und wieder mal ein Loch, sondern, da muss man echt Zickzack fahren und auch auf die Strassenränder achten, die oft auch heftig ausgebrochen sind. Und natürlich muss man auch immer schön auf den Gegenverkehr – der fährt ja auch Zickzack – und die Esel, Rinder und Menschen aufpassen. Mehr wie 60 km/h sind da oft nicht drin.
So zieht es sich also ganz schön, bis wir zur Abzweigung Etsha 13 kommen. Schon daheim haben wir per Mail angefragt, ob und wie das Guma Lagoon Camp im Moment erreichbar ist. Die Antwort kam prompt: " The roads are fine, the water crossing is only ½ tyre deep at the moment so it is drivable, sand is thick soft sands and needs a STRICTLY 4X4". So,so, nur ½ tyre deep 😗 , das ist ja gerade mal die Hälfte von dem was Bayernschorsch fahren musste in seinem "Heartbreak"-Video. 😈
Jetzt wird es also ernst. Wir lassen die Luft raus und sind gespannt, was die nächsten 45 Minuten so bringen werden. Schluck, ja, das ist Tiefsand, da haben sowohl Hansi als auch unser Camper ganz schön zu kämpfen – Hansi fährt, was das Zeug hält 🤩 .
Und dann die erste Wasserdurchfahrt. 😮
Hansi ist optimistisch fährt ohne zu zögern los und dann säuft fast der Motor ab 🤢 – Schluck – aber er reagiert geistesgegenwärtig, haut den Rückwärtsgang rein und im nächsten Versucht klappt es dann auch 🤩 . So sollte man das also nicht machen 😗 . Und das war also ½ Tyre deep?
Und dann sind wir da – so haben wir uns noch nie gefreut, ein Camp erreicht zu haben. 😄
An der Rezeption bin ich etwas enttäuscht darüber, dass wir nicht die Campsite am Okavango haben, aber freunden uns dann doch recht schnell mit unserer Campsite an. Wir fühlen uns fast wie im Dschungel – alles so schön grün hier.
Wir brauchen jetzt aber erst einmal Nervennahrung – die paar Kilometer bis zum Camp haben ganz schön an unseren Nerven gezehrt.
Wir chillen ein bisschen rum und machen dann noch eine Campgroundrunde.
Das gefällt uns richtig richtig gut hier. Es ist Zeit für den Sundwoner
.... und dann warten wir auf den Sonnenuntergang und warten und warten.
Heute fällt der Sonnenuntergang leider aus…. 😗
Wir beenden diesen tollen Tag mit einem riesengrossen Lagerfeuer. Heute ist Hansi mein "Held" - schliesslich mussten wir uns weder aus dem Sand rausschaufeln noch aus dem Wasser ziehen lassen. Gut gemacht, Hansi! 😘
Fazit Guma Lagoon Camp: Das Camp liegt traumhaft im Okavango Delta. Das Restaurant und die Terrasse haben uns gut gefallen. Wenn man hier Essen oder Frühstücken möchte, muss man das vorher anmelden. Es gibt feste Unterkünfte, die alle am Okavango liegen und den Campingplatz, wo leider nur eine Campsite am Wasser liegt. Es werden Bootstouren, Angeltouren, Mokororo-Trips und auch Heliflüge angeboten. Wer nicht selber herfahren möchte, kann sein Auto an der Hauptstrasse sicher abstellen und wird dann abgeholt. Es gibt auch einen "Rescue-Service", für den Fall, dass man sich festgefahren hat. Jede Campsite hat sein eigenes Sanitärhäuschen, das sauber und funktional war. Strom gab es keinen.
Hat es sich gelohnt, nur für eine Nacht, den "beschwerlichen" Weg hierher auf sich zu nehmen? Ein ganz klares Ja. Die Anfahrt hat – im Nachhinein – richtig Spass gemacht und der Campground war schon sehr sehr schön. Hier hätte man sicherlich auch noch eine tolle Bootstour machen können, das wäre dann perfekt 🤩 . Bezahlt haben wir 180 N$/Person und Nacht.
Teil 1502. Juli 2017
Sonntag, 21. Mai 2017 – wir gehen wieder in die Luft
Nachdem der Sonnenuntergang gestern abend etwas geschwächelt hat, ist der Sonnenaufgang dafür umso schöner 🤩 .
Der Nachteil an sooo viel Grünzeug um einen herum: Vögel fotografieren, fast ein Unding. Ständig verschwinden sie im Dickicht.
Nur der Weissbrauenrötel war nicht schnell genug 😈 – Glück für uns.
Wir machen uns fertig und dann fahren wir wieder zurück zur Hauptstrasse. Soweit so gut. Aber sind wir gestern wirklich hier durchgefahren? Wir können uns nicht mehr daran erinnern 🙄 . Aber dann habe ich eine Idee – Fotovergleich 😈 . Ja, das passt 🤩 .
Gestern
Heute
Aber was ist jetzt anders? Ähm, beim Durchwaten, habe ich ein Autoschild im Wasser entdeckt. Und ich hoffe, ich habe damit niemanden verwirrt, der bei der Herfahrt noch kein Schild hier gesehen hat 😗 .
Die Wasserdurchfahrten haben wir erstmal überstanden und auch imTiefsand bleiben wir nicht stecken 😁 . Uff: wir sind auch heute total erleichtert, dass wir auch heute so gut durchgekommen sind 🤩 . Und jetzt sollten wir fit sein für Moremi&Co.
Während Hansi die Reifen wieder strassentauglich macht, räume ich unseren Rücksitz leer – es geht nach Maun. Und dann nehmen wir die anstrengende "Jump & Ride" Fahrt wieder auf. 300 km auf Teerstrasse hört sich ja nicht wirklich viel an, aber die Strassenbedingungen haben sich echt nicht geändert gegenüber gestern. Doch dann kommt das Ortsschild von Maun – Geschafft. Es ist Sonntag, die Strassen sind recht leer und schnell kommen wir zu unserem Campground auf der Island Safari Lodge. Da wurde ja auch sehr viel geschrieben in den letzten Monaten und wir waren jetzt mal gespannt, was da auf uns wartet 😗 . Der Empfang war freundlich, hilfsbereit und kompetent. Man hat uns schon erwartet und wie vereinbart hatten wir die Campsite Nummer 5 am Wasser. Ok, am Wasser ist etwas übertrieben, aber wenigstens nicht mitten auf dem Platz.
Der Platz ist ok – eine grosse Fläche, zum Teil mit Sichtschutz, Grillvorrichtung und Feuerring – mit genügend Abstand zum Nachbarn.
Strom und Wasser sind vorhanden und auch in Betrieb. Die Sanitäranlagen waren sauber. Der gehört jetzt sicherlich nicht zu unseren Lieblingsplätzen, aber für einen "Stadtcampground" völlig in Ordnung. Wir essen eine Kleinigkeit und dann müssen wir auch schon wieder los.
Heute haben wir den Flug über das Okavango Delta gebucht. Der Flughafen ist schnell gefunden, das Büro von Kavango Air ist im 1. Obergeschoss neben dem Postamt. Wir bekommen eine "Bordkarte", die wir brauchen, um durch die "Sicherheitskontrolle" zu kommen. Wir sind etwas zu früh dran, doch die Maschine ist schon fertig und so kann es losgehen.
Anfangs natürlich noch im "Stadtgebiet" von Maun...
.... doch dann geht es übers Okavango Delta. Wow! Ich lasse jetzt einfach mal die Bilder sprechen - viele Bilder 🤩 .
Nach einer Stunde sind wir wieder am Boden und total geflasht. Gekostet hat der Flug 4.230 N$ - sicherlich kein Schnäppchen 😗 , aber jeden Cent wert 🤩 .
Wir sind froh, nicht bei Dunkelheit ins Camp fahren zu müssen und genehmigen uns am Campground erst einmal ein Savanna, bevor wir vor zur Lodge gehen. Zum Kochen haben wir heute keine Lust, wir gehen Essen.
Alles ist liebevoll vorbereitet, aber wir sind die einzigen Gäste. Ein Camper kommt vorbei, um das WLan zu nutzen, ein anderer Gast trinkt noch einen Sundowner, das war es aber auch.
Das Essen war ok – nicht mehr und nicht weniger – der Service gut und freundlich. Schade, dass wir die einzigen Gäste waren. Zurück am Campground trinken wir noch ein Glas Wein – an Schlafen ist im Moment noch nicht zu denken. Gegenüber feiern Locals das Wochenende und in einer Nachbarlodge sind Touri-Jugendliche lautstark am Feiern mit – besonders fies – Elektrobeat 🤢 , bumbum 😈 . Aber gegen 21 Uhr ist schlagartig Ruhe. Gute Nacht 🤩 .
Fazit Campground Island Safari Lodge: Wie oben schon beschrieben, ist der Campground für einen „Stadtcampground“ völlig in Ordnung. Die Sanitäreinrichtungen sind sauber, Strom und Wasser an den Campsites vorhanden. Abends ist es hier oft lauter – doch das wird an den anliegenden Lodges auch nicht arg viel anders sein. Restaurant und Bar haben uns ebenfalls gut gefallen, der Service war gut, das Essen soweit ok. Bezahlt haben wir 110 N$ pro Person und Nacht.
Teil 1603. Juli 2017
Montag, 22. Mai 2017 – die gar nicht mal so schlimme Tiefsandstrecke
Bevor wir zum Frühstücken in die Lodge gehen, mache ich noch ein paar Bilder vom Sonnenaufgang.
Dann geht es los nach Maun. Einkaufen ist angesagt – erst einmal für vier Tage. Zuerst gehen wie tanken – immer noch etwa 10 Liter/100 km und das trotz Tiefsand. Das passt nun also 🤩 . Dann holen wir Geld und gehen im Spar einkaufen. Wir müssen noch etwas warten, weil der Alkohol Store erst um 10 Uhr aufmacht. Wir finden wieder einen akzeptablen Schlauchwein und dann kann es zum nächsten „Abenteuer“ losgehen. Einkaufen in Maun: Wir fanden weder Kasane noch Maun wirklich „prickelnd“. Zum Einkaufen fanden wir Maun aber besser wie Kasane . Wir haben die meisten Dinge im Ngami Center einkaufen können. Dort gibt es einen SPAR, einen Woolworth und auch einen Bankautomaten. Im Suntronics bekommt man von Postkarten bis Batterien und Elektrozeug alles, was man eventuell daheim vergessen hat. Der Parkplatz ist bewacht. Fast nebenan sind die Beef Boys und im Mercury bekommt man Haushaltswaren. Gegenüber vom Ngami Center ist das Maun Shopping Center mit einer Tankstelle, einem Bankautomaten, dem Shoprite und einem grossen Bottle Store. Der Parkplatz ist grösser wie im Ngami Center und ebenfalls bewacht. Ach ja und Wimpy gibt es dort auch. Und das Büro von Xomae ist ebenfalls hier. Nützlich fanden wir auch Rileys Garage, ein Stück weiter. Dort bekommt man alles fürs Auto – vom Ersatzkanister, bis zum Luftdruckmessgerät. Parken ist hier aber etwas schwierig. Und hier gibt es den Deli Shop, wo man super Fleisch und Wurst, aber auch tiefgefrorenen Fisch bekommt. Für den Ersteinkauf hätten wir Maun vorgezogen. Der Flughafen ist sozusagen gleich um die Ecke. Vor dem Flughafen gibt es Parkplätze und es gibt auch kostenfreie Flughafenparkplätze. Im 1. Stock im Flughafen ist das Postamt und gleich gegenüber vom Flughafen gibt es das Pizza Plus Coffee & Curry, wo es auch WLan gibt. Hilary´s Coffee Shop ist auch gleich um die Ecke.
Dann geht es wieder „en route“: Zuerst heisst es wieder gut 100km Pothole-Piste zu fahren mit den üblichen Hindernissen.
Am Veterinärzaun werden wir nur kurz angehalten, damit wir durch die Desinfektionsbrühe laufen. Das war´s. Und wir hatten schon Angst um unser leckeres Fleisch 😈 . Dann an der Abzweigung nach Gweta steht ein Schild: Road Closed. Was tun? Anstatt erst einmal darüber nachzudenken , fahren wir dem erstbesten Auto hinterher 😗 . Durch Motopi und eine niegelnagelneue Teerstrasse in Richtung Francistown. Bei Matimo ging es dann in Richtung Boteti und da war Endstation 😮 . Kein Weiterkommen. Wir fragen unterwegs einen Polizisten und der erklärt uns, dass die Strasse nach Gweta bis zu den Nationalparkzufahrten schon befahrbar ist. (Wussten wir ja eigentlich 😵 ). Also wieder zurück 🤢 . Am Gate zur Nxai Pan begrüsst uns die Beamtin sehr freundlich.
Als ich meine Buchungen vorlege erklärt sie uns ersteinmal, dass wir zwei Nächte im South Camp gebucht sind. In Baines Baobabs hätten wir die schöne Campsite Nummer 1 gehabt, aber die kann man im Moment nicht erreichen, immer noch zu matschig 😮 . Schade. Wir wollen auch gleich den Makgadikgadi Park mitbezahlen, aber das ist angeblich nicht möglich. Wir zahlen also für die Nxai Pan 120 Pula pro Person und 50 Pula fürs Auto – insgesamt 290 Pula . Wir sollen nicht die direkte Piste nehmen, die sei arg tiefsandig, sondern die Parallelpiste, die ist besser zu befahren. Gut zu wissen. Wir lassen also erst einmal wieder Luft ab und dann geht es los. Wir fahren also nach 900m nach links und kommen so auf die Alternativstrecke. Vor der Tiefsandpiste hatte Hansi richtig Respekt 😗 .
Aber die ist wirklich nicht arg schlimm zu fahren - Hansi ist erleichtert 😈 .
Hier mal ein kurzes Video über die „Tiefsandpisten“, das ich relativ beliebig zusammengeschnitten habe.
Kurz vor der Rangerstation sehen wir noch zwei Elis im Matschloch stehen.
Im Rangerbüro müssen wir uns natürlich wieder anmelden 😗 und der Ranger erklärt uns die Game Drive Möglichkeiten – eigentlich ist alles fahrbar – und erzählt uns noch, dass lediglich das künstliche Wasserloch in der Nähe vom Campground Wasser hat. Alle anderen Wasserlöcher sind ausgetrocknet. Gleich an der Rangerstation ist ein kleiner Tuckstop, wo man (kalte und warme) Getränke und Feuerholz bekommen kann.
Wir haben Campsite Nummer 2, mit Blick auf das freie Feld. Schön, das gefällt uns.
Unsere Nachbarn erzählen uns dann gleich, dass heute früh zwei Löwen auf der Einfahrt zum Campground lagen. Schluck 🤪 .
Wir machen eine kleine Campgroundrunde – vor allem auf das Hochsicherheitswaschhäuschen sind wir gespannt.
Elefantensicher 😈
Die Sanitäranlagen - die sehen übrigens in allen Camps gleich aus - sind sauber und in Ordnung. Damit hätte ich hier jetzt nicht gerechnet. Hinter den Häuschen hat es auch immer noch Spülbecken und die Möglichkeit, Wäsche aufzuhängen.
Dann fahren wir nochmals los, um unser Glück am Wasserloch zu versuchen. Fehlanzeige 🤢 . Lediglich zwei einsame Elefanten laufen uns über den Weg.
Zurück am Campground bewundern wir erst einmal den schönen Sonnenuntergang.
Und wir bereiten alles für die erste richtige Nacht in der „Wildnis“ vor. Uns war nicht so richtig wohl – hier können ja wirklich Elefanten durchs Camp laufen. Oder Löwen, oder oder oder. Mit einem grossen Lagerfeuer versuchten wir die Tiere auf Abstand zu halten und mit einem Glas Wein unsere „Angst“ etwas zu lindern.
Teil 1704. Juli 2017
Dienstag, 23. Mai 2017 – Sichtungslos in der Nxai Pan
Wir stehen erst dann auf, als es hell ist – sicher ist sicher 😗 - und fahren dann gleich los zum Wasserloch.
Dort warten und frühstücken wir zusammen mit anderen Campern.
Alles voller Vögel - mehr aber auch nicht 😈
Doch, das Hemperlhuhn unterhält uns 🤪 . Aber sonst Fehlanzeige. 😗
Etwas später kommen dann die üblichen Verdächtigen vorbei, aber das wars dann auch 😗 .
Immer mehr Camper geben auf und fahren weiter. Wir schliesslich auch 😗 . Eigentlich wollen wir den Baobab Loop fahren – haben auch einen Baobab entdeckt.
Aber wir haben unterwegs immer mehr Zweifel, ob wir richtig sind. Nach stundenlanger Fahrerei durch Buschland und ohne jegliche Tiersichtung sind wir froh wieder im Camp zu sein.
Stimmt gar nicht, wir haben doch was gesehen: Singhabicht
Und dieser Elefant war über unser Erscheinen auch nicht wirklich erfreut 😈
Wir relaxten ein bisschen am Campground und dann ist „Elefanten“-Alarm.
Ein Elefant spaziert an uns vorbei zum Nachbarcamp. Schluck. Schnell in den Camper.
Wir wollen nochmals unser Glück am Wasserloch versuchen. Dort treffen wir auch wieder einige Camper von heute früh. Wir unterhalten uns etwas und wir stellen dann fest, dass es mit Sichtungen wohl eher allgemein schlecht aussieht im Moment. Viele Tiere scheinen schon in Richtung Makgadikgadi Park gewandert zu sein. Wenigstens ein paar Elefanten und Giraffen lassen sich noch blicken. Besser wie nichts 😈 .
Tina, Dein neuer Kumpel?
Dafür konnten wir aber noch diese tollen Bilder schiessen.
Zeit, zurück ins Camp zu fahren. Als wir am Campground ankommen, liegt frische Elefantenkacke auf der Zufahrt. Aber unser Platz ist elifrei 😈 Kurz darauf spazieren aber nochmals zwei einsame Elis in Richtung Nachbarcampground.
Dann ist Ruhe. Und heute abend sind wir schon viel entspannter 🤩 .
Fazit South Camp und Nxai Pan: Das South Camp und das Camp bei Baines Baobabs wird über die Xomae Group gebucht und kostet 38 US$ (South Gate), bzw 50 US$ (Baines Baobabs) pro Person und Nacht. Der Eintritt in den Park kostet 120 Pula pro Person und 50 Pula fürs Auto und kann am Gate nur bar bezahlt werden. Das Camp hat uns gut gefallen – wir hatten jede Menge Platz und es war genügend Abstand zum Nachbarn. Die Sanitäreinrichtungen waren sauber. Auch der Park hat uns gut gefallen, auch wenn wir – mal wieder – keine so richtig tollen Sichtungen hatten. Das lag aber wahrscheinlich auch daran, dass wir für diesen Park schon zu spät im Jahr dran waren und viele Tiere bereits in den Makgadikgadi Nationalpark weitergewandert sind. Und im Nachhinein waren wir gar nicht so traurig, dass wir hier zwei Nächte bleiben mussten. Unserer Ansicht nach sollte man hier schon zwei Nächte einplanen, sonst hat man überhaupt keine Zeit noch Game Drives zu machen. Für die knapp 40 km vom Gate bis zum Rangerbüro haben wir knapp 1,5 Stunden gebraucht (bei guten Pistenbedingungen). Von den Baines Baobabs bis zum Gate waren wir auch etwa 1,5 Stunden unterwegs, von der Abzweigung zu den Baines Baobabs bis zu den Baobabs war es eine knappe Stunde. Einfach mal als Anhaltspunkt, weil ja auch immer wieder mal im Forum gefragt wird, ob man die Nxai Pan und/oder Baines Baobabs so im "Vorbeifahren" machen kann.
Teil 1809. Juli 2017
Mittwoch, 24. Mai 2017 – Elefanten am Boteti
Heute früh ist es kalt und wir sind froh, dass wir noch ein bisschen Glut von gestern abend im Lagerfeuer haben.
Schnell haben wir gefrühstückt, alles zusammengeräumt und nach einer Katzenwäsche machen wir uns auf den Weg. Zuerst geht es etwa 18 Kilometer wieder zurück. Dann der Abzweig zu Baines´ Baobabs. Hier haben wir die Anweisung bekommen, nicht die kürzere, südliche Spur zu nehmen, sondern die nördliche Spur, die etwas länger ist. Es zieht sich und Hansi fragt, ob es sich denn wirklich lohne, wegen so ein paar Bäumen so einen Umweg zu fahren – Abwarten!
Zwischen dem hohen Gras können wir ein paar Tiere erkennen und dann sind wir da.
Boh, wie gross doch die Bäume sind - oder wie klein doch unser Camper ist 🤩 .
Das ist irgendwie schon gigantisch – diese Weite - das Nichts 😈 .
Ich laufe ein Stück in die Salzpfanne hinein und bin plötzlich obwohl der Untergrund fest aussah knöcheltief eingesunken. Ok, jetzt können wir uns vorstellen, weshalb man nicht zur Campsite fahren konnte.
Und Hansi meint jetzt nur: Ja, es hat sich gelohnt, wegen der paar Bäume hierher zu fahren 🤩 .
Wir fahren zurück zum Gate, tragen uns aus, fahren 11 km in Richtung Maun und schon sind wir am Phuduhudu Gate, dem Zugang um Makgadikgadi Nationalpark.
Wir wollen unsere Parkeintrittsgebühr bezahlen, aber angeblich ist das hier nicht möglich. Wir sollen am Khumaga Gate bezahlen. Dann halt nicht 😵 . Bis zur Abzweigung zum Khumaga Gate sind wir etwa 1 Stunde unterwegs. Aber die haben es in sich: Das hier ist Tiefsand, richtiger Tiefsand. Und vor allem so ganz unerwartet. Aber wir – nein Hansi - kommen auch hier problemlos durch 😄 . Dann fahren wir in Richtung Hippo Pool und ich sehe schon aus den Augenwinkeln die ersten Elefanten am Boteti:
Wir beobachten die Szenerie ganz fasziniert und können es gar nicht, glauben, dass die jetzt alle ans andere Ufer wollen.
Im Etosha haben wir ja schon wirklich grosse Elefantenherden gesehen, aber hier sehen wir das erste Mal so viele Elefanten einen Fluss durchqueren. Wir können gar nicht genug bekommen – so viele Elefanten, wir wissen gar nicht, wohin wir schauen sollen.
Nun sind alle Elefanten auf dem gegenüberliegenden Ufer versammelt. Doch die Elis wollen noch weiter.....
Nun haben auch alle Elefanten die kleine Halbinsel erreicht. Das Schauspiel hat fast eine Stunde gedauert und wir können immer noch nicht glauben, was wir hier gerade gesehen haben 🤪 .
Und plötzlich trompetet es von vorne - Hoppla, die haben es aber eilig 🤩
Das Wasser ruft 😈
Und warum heisst das hier Hippo Pool? Weil es (manchmal) wohl auch noch Hippos zu sehen gibt 😗
Über zwei Stunden stehen wir hier nun schon und können uns echt nicht sattsehen.
Irgendwann müssen wir uns aber loseisen, freuen uns aber schon auf morgen, wenn wir den ganzen Tag zur Verfügung haben 🤩 .
Am Khumaga Gate können wir endlich unsere Parkgebühren bezahlen und gleich hinter dem Gate geht es auch hinunter zum Boteti und zur Fähre.
Davor hatten wir auch Respekt, ist aber letztendlich kein Problem.
Der Fährmann hat alles im Griff und bringt uns und den Camper gut über den Boteti. Kostenpunkt: 150 Pula in bar und gegen Quittung. Ordnung muss ein in Botswana 😈
Gleich nach der Fähre geht es dann rechts ab in Tiaans Camp. Wir haben noch gar nicht alle Anweisungen gelesen, schon geht das Tor auf und wir werden freundlich begrüsst.
Auch hier müssen wir uns registrieren und können uns dann einen freien Platz aussuchen. Das ist aber schön hier. Wir entscheiden uns für die Nummer 3 mit einem schönen schattigen Baum. Die meisten anderen Plätze haben ein Canopy zum Schattenspenden. Und das Gute ist, es gibt Strom hier.
Noch lange sitzen wir heute abend am Lagerfeuer und lassen die letzten Tage Revue passieren.
Teil 1911. Juli 2017
Donnerstag, 25. Mai 2017 - Wo sind all die Elefanten hin?
Heute früh trödeln wir rum, werden an der Fähre schon fast wie alle Bekannte begrüsst und dann können wir endlich wieder losfahren.
Wir fahren heute so gut es geht, direkt am Boteti entlang. Immer wieder mal gibt es Spuren, die zum Fluss runterführen – mal mehr und mal weniger steil und sandig. Aber im Grossen und Ganzen eigentlich kein Problem. Unten ist es nur an wenigen Stellen nass und matschig....
aber Sand hat es natürlich überall 😈
Wir sind etwas enttäuscht, dass wir hier unten keine Elefanten sehen 😠 dafür können wir aber die üblichen "Verdächtigen" beobachen 🤩 : Impalas und Zebras.....
... und jede Menge Vögel.
Ein Weissrückengeier zieht seine Kreise über uns und ein anderer trocknet sein Gefieder in der Sonne
wir sehen jede Menge Marabustörche
keine Ahnung, was der da für einen Fang gemacht hat
Wir freuen uns aber auch über den Rotschnabel- oder den Gelbschnabeltoko
oder den Graulärmvogel, der seinem Namen wirklich gerecht wird
Bei der Gabelracke waren endlich wir mal schneller 😈
Und der Graufischer ist immer dort zu finden, wo es Wasser gibt.
Gerne schauen wir aber auch dem african Jacana zu
oder beobachten Sporengänse
Andere Vögel scheinen eher UNS zu beobachten 😗 :
Bele hat uns durchschaut 🤩 wir konnten die folgenden drei Vögel nicht zuordnen und haben es dann versucht "elegant" zu umschiffen. Aber: Bele merkt alles und Bele kennt auch alle Vögel. Dankeschön 😘
Ein White backed Vulture
Hammerkopp
immaturer! sub-adult African Fish Eagle
und dieses Krabbeltier hat uns besonders gut gefallen.
Aber bisher haben wir noch keinen Elefanten beobachtet 😊 Aber wir kommen ja nachher noch am Hippopool vorbei – den wollen wir uns zum Schluss aufheben. Da freuen wir uns schon drauf 😗
Ah, dann lassen sich doch die ersten Elefanten blicken 🤩
Als wir dann am Hippopool ankommen sind wir etwas enttäuscht 😠 : ausser ein paar Hippos – na ja immerhin heisst das ja auch Hippopool – ist nichts zu sehen 😗 .
Egal, die Elefanten werden sicherlich noch kommen 😗 . Wir machen es uns unter dem Baum bequem. Hansi döst ein bisschen, ich schreibe Postkarten und Tagebuch. Aber auch nach einer Stunde hat sich hier nicht viel – man könnte auch sagen gar nichts – getan. Na ja, gestern waren wir ja auch etwas später dran 😈 .
Also fahren wir nochmals ein bisschen auf und ab.
Aber auch jetzt ist hier nichts zu sehen 😈
Und das zeigt mal wieder, dass es schon auch darauf ankommt, zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein. Gestern hatten wir hier zwei Stunden lang richtig grosses Kino und heute ist am Boteti einfach nichts los. Zumindest mit den Elefanten 😗 . Wir haben irgendwann keine Lust mehr, den leeren Boteti anzustarren und fahren zurück 😈 .
Alle paar Meter queren nun Elefanten unseren Weg und zwar kommen die vom Boteti! Hä? Da war doch nichts, oder?
Dieses Rätsel werden wir wohl nie lösen 😈 .
Zurück geht es – natürlich – wieder mit der Fähre. Völlig routiniert inzwischen.
Im Camp machen wir noch einen kleinen Rundgang und unterhalten uns ein bisschen mit Heike, die sich hier um die Buchhaltung und die Küche kümmert. Schön ist es hier 😎 :
Das Restaurant sieht auch sehr einladend aus – Essen und Frühstück gibt es allerdings nur auf Vorbestellung.
Die Dachterrasse mit Blick auf den Boteti.
Hier waren übrigens heute früh Elefanten zu sehen 😊 . Aha, deshalb haben wir keine zu Gesicht bekommen 😗 .
So einen Duschvorhang hätte ich auch gerne.
Die Duschen sind schön gross und sauber mit warmem Wasser.
Und wir fangen schon einmal an uns auf die nächsten Tage im Moremi und Chobe vorzubereiten: Wir laden all unsere elektrischen Geräte auf, füllen den Wassertank im Camper voll und ich nutze den tollen Platz hier nochmals zum Waschen.
Fazit Tiaans Camp: Wir haben hier 150 N$ pro Nacht und Person bezahlt. Dazu kommen aber noch die Kosten für die Fähre, wenn man in den Makgadikgadi NP möchte. Im Camp gibt es Strom, Wasser, eine Bar und auch Verpflegung, wenn man sich rechtzeitig anmeldet. Und es gibt auch Chalets. Uns hat es hier richtig gut gefallen und wir haben uns hier auch sehr wohl gefühlt. Angeboten werden hier Gamedrives oder ein Besuch im naheliegenden Dorf.
Fazit Makgadikgadi Nationalpark: Na ja, so richtig im Park waren wir ja nicht. Wir haben uns ja lediglich auf die paar Kilometer am Boteti entlang beschränkt. Doch das hat uns so richtig gut gefallen. Der Eintritt beträgt 120 Pula pro Person und Tag und 50 Pula für den Camper.
Teil 2012. Juli 2017
Freitag 26. Mai 2017 – das Abenteuer beginnt früher wie gedacht
Während dem Frühstück machen wir uns über die nächsten Tage Gedanken.
Eigentlich ist ja alles vorgebucht: Island Safari Lodge/Maun (1x) - South Gate (1x) – 3rd Bridge (2x) – North Gate (2x) – Savuti (2x) – Ihaha (1x). Im April haben wir mal kurz "Panik" bekommen, weil 3rd Bridge immer noch geschlossen war und haben zur Sicherheit parallel zum 3rd Bridge Camp noch das Camp Mankwe gebucht. So gibt es für uns jetzt einige Alternativen. Vor fünf Tagen haben wir im Büro von Xomae erfahren, dass die Strecke von 3rd Bridge nach Xakanaxa und weiter nach North Gate immer noch nicht fahrbar ist, dasselbe gilt wohl für die Blackpools und Xini Lagoon. Sollen wir dann wirklich nach 3rd Bridge fahren? Macht es nicht mehr Sinn, ein oder zwei Tage im Camp Mawke zu bleiben anstatt den beschwerlichen Weg nach 3rd Bridge auf sich zu nehmen? Nur um sagen zu können, dass man dort war? Hm…… Wir kommen nicht wirklich weiter und verschieben diese Entscheidung auf übermorgen, wenn es endgültig in den Moremi gehen wird.
ein schöner Spruch
Aber erst einmal müssen wir nach Maun zum Einkaufen.
Dort ist die Hölle los 😊 : Wochen – und Monatsende auf einmal. Zuerst halten wir bei Riley´s Garage an, um im dortigen Deli Fleisch und Wurst zu kaufen. Dann brauchen wir ewig, bis wir uns zum Sparmarkt durchgekämpft haben. Es geht nur im Schritttempo voran – Rush hour in Maun 😣 . Im SPAR brauchen wir zwei Einkaufswägen: Wasser, Essen, Holzkohle für 9 Tage – da muss jetzt der Stauraum im Auto gut genutzt werden. Der Bottle Store ist gegenüber – dazu müssen wir halsbrecherisch und wohl auch verkehrswidrig über die Hauptstrasse fahren. Aber – wir haben es fast schon befürchtet – wir haben den guten Schlauchweinvorrat letztes Mal komplett aufgekauft und es wurde noch nichts nachbestellt. 🙄 Mist. Jetzt müssen wir also einen anderen Bottle Store suchen. Egal. Erst einmal brauchen wir nämlich Bargeld. Dazu müssen wir wieder rüber zum SPAR-Markt. Und werden ganz bleich: Es gibt zwei ATMs von der FNB und zwei Schlangen – sehr sehr lange Schlangen 😠 . Wir entscheiden uns für die rechte Schlange, da scheint es wenigstens etwas Schatten zu haben. So langsam machen wir uns Gedanken, ob es überhaupt noch genügend Geld haben wird, bis wir an der Reihe sind - schliesslich ist ja Monatsende 😐 . Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass gar nicht so viele Menschen Geld abheben, sondern vielmehr Geld einzahlen. 😉 Die andere Schlange scheint schneller zu sein. Bis wir endlich dran sind, haben wir weit über eine Stunde gewartet. Und mein Vordermann hat mich dann auch aufgeklärt, warum es hier so lange dauert: An der linken Schlange – also an der anderen – wird Geld abgehoben. Das geht recht schnell. An unserer Schlange wird Geld einbezahlt und überwiesen. Das dauert….. 😈 Er ist dann aber so nett und lässt uns vor 🤩 . Dankeschön! Wir sind nun ganz schön angenervt und haben Hunger. Aber erst einmal müssen wir noch zu einem Bottle Store. Unser Navi führt uns kreuz und quer durch Maun und das bei dem Verkehr. Jetzt ist auch Hansi angenervt 😵 . Wir finden einen Parkplatz, aber wo bitte ist der Bottle Store? Wir fragen einen Security Mitarbeiter, der dann so lieb ist und uns den Weg zeigt und begleitet. Und für das was jetzt kommt, da muss ich mich wirklich entschuldigen 😈 . So rücksichtslos und egoistisch bin ich normalerweise nämlich nicht 😗 . Der Store ist klein und proppevoll – klar, der Monatslohn will ja auch gut angelegt werden 🤩 . Und in dem Gang mit dem Schlauchwein steht eine grössere Gruppe Österreicher herum und diskutiert ausgiebig und lautstark darüber, welcher Wein denn nun gekauft werden soll. Und da hab ich rot gesehen 🤢 : Die wollen uns doch nicht etwa den ganzen Wein wegkaufen? Also drängle ich mich durch, stelle mich unter Einsatz meiner Ellenbogen vor den guten Schlauchwein und packe – nein raffe - alles an Rotwein zusammen, was in den Einkaufskorb geht 😈 . Was man hat, das hat man 😗 . Drehe mich um, grinse die Österreicher an und gehe zur Kasse. Dort stehen Hansi und der Security Mann mit offenem Mund und können gar nicht glauben, was ich da gerade veranstaltet habe 😊 . Jetzt sind wir froh, dass er noch auf uns gewartet hat und uns beim Tragen helfen kann. Mir kommen aber die ersten Zweifel, ob ich nicht doch zu viel Wein eingepackt habe…. 😗 😗 😗 So, aber jetzt können wir Essen gehen. Der Flughafen ist gleich um die Ecke und wir landen beim Pizza Plus Coffee & Curry. Hier kann man schön im Schatten sitzen, hat WLAN und kann eine Kleinigkeit essen und trinken. Gegenüber im Flughafengebäude ist das Postamt, wo ich noch Briefmarken kaufe und die Postkarten einwerfe. Es ist noch recht früh am Tag und irgendwie haben wir so gar keine Lust in der Stadt zu bleiben (gebucht haben wir wieder die Island Safari Lodge). Ich habe aber von Elsas Bericht noch im Kopf, dass mir das Kaziikini Community Camp so gut gefallen hat. Das sind etwa zwei Stunden Fahrt, das sollte reichen. Hansi ist sofort dabei und ich rufe sicherheitshalber noch an, ob sie was frei haben. Kein Problem. Wir fahren also los 🤩 , müssen aber noch tanken gehen. Und dann mache ich einen Fehler: wir müssen ziemlich viel tanken und ich bezahle in bar und nicht mit der Kreditkarte 😵 . Wir sind froh, als wir endlich aus Maun wieder rausfahren. Je weiter wir Maun aber hinter uns lassen, desto "schlimmer" wird die Piste: erst Wellblech – das hatten wir dieses Jahr noch gar nicht – dann wieder Schlaglöcher und dann – ja was ist die Steigerung von Schlagloch?.... Aber auch die schlimmste Piste geht einmal zu Ende und wir erreichen das Camp.
Eine echt zickige 😈 Community Mitarbeiterin empfängt uns und weiss natürlich nichts von unserem Anruf. Aber sie hat noch einen Platz frei, den Weg entlang auf der linken Seite, weist sie uns an. Wir sind aber zu doof den Platz zu finden, so sehr wir auch suchen.
Sie zeigt uns dann den Platz sichtlich genervt über die dämlichen Touris– der Platz war übrigens auf der rechten Seite 😈 .
Und beim Bezahlen des Camps fällt mir auf, dass jetzt unser Bargeld knapp werden könnte 😐 . Ich habe eigentlich ganz grosszügig Geld abgehoben, aber das Tanken in bar und jetzt das nicht eingeplante Camp reisst ein ganz schönes Loch in unsere Kasse. Für den Parkeintritt wird das Geld reichen und in den Camps selber werden wir auch nicht viel Möglichkeiten haben, Geld auszugeben. Aber wir brauchen Feuerholz und eine kleine Reserve wäre ja so schlecht nicht. Mist! Vielleicht haben wir ja Glück und man kann am South Gate mit Karte bezahlen. Im schlimmsten Fall müssten wir halt nochmals zurück nach Maun.
Tja, aus Elsas Bericht hatte ich irgendwie ein nettes Camp im Kopf – so mit Restaurant, Bar, ….. 😕 Das hier ist aber ein richtiges Wilderness Camp. Betonung auf Wilderness.
Mit ganz frischer Elikacke auf der Zufahrt. Schluck 😊 .
Aber ansonsten sieht das doch ganz nett aus.
Zehn Mal besser, wie jetzt noch in Maun zu sitzen 🤩 .
Heute nacht haben wir dann viel Feuerholz gebraucht und auch das ein oder andere Gläschen Wein mehr 😈 . (Inzwischen habe ich mal nachgezählt: Pro Tag einen Schlauch – das schaffen selbst wir nicht. Auch wenn das "nur" zwei Liter-Boxen sind 😗 ….). Erstaunlicherweise haben wir einen ruhigen Abend hier verbracht und fallen dann irgendwann müde ist Bett.
In der Nacht wache ich aber auf – was knackst da so? Wer bricht da Äste ab? Schluck! Das können nur Elefanten sein 😮 . Und zwar einer rechts und einer links vom Camper. Unsere Bäume um den Platz herum scheinen denen gut zu schmecken 🤢 . Ich wecke Hansi und wir sitzen dann gut eine Stunde ganz starr und mucksmäuschenstill im Camper. Wir sehen nichts – Neumond – und wir trauen uns auch nicht, mit der Taschenlampe zu leuchten. Das einzige was wir wahrnehmen ist das Knacksen der Äste, zwischendurch mal so was wie einen Wasserfall und dann stinkt es bestialisch – und dann ist Ruhe 🙂 . Endlich sie sind satt - Dinner beendet 🤩 .
Fazit Kaziikini Community Camp: Das Camp liegt auf dem Weg von Maun nach South Gate, etwa 30 Kilometer vor dem South Gate Campground. Es gibt ordentliche Freiluft-Toiletten und -Duschen, die Plätze haben nur teilweise Feuerring und Grillstelle. Feuerholz ist verfügbar (gegen Bezahlung natürlich).
Bezahlt haben wir Pula 290 pro Person. Ein Schnäppchen sieht anders aus 😈