MaputoThemenstarter828 Beiträge · seit 201611. Mai 2017 · #1Nach 25 Jahren regelmässigen Aufenthalten in Malaria Gebieten (ohne Prophylaxe) haben wir (endlich) auch einmal eine Malaria eingefangen.Ich hatte schon langsam den Glauben an die Statistik verloren -es hätte uns schon lange einmal treffen müssen- die Standardabweichung war langsam enorm und wurde immer grösser.
2 Wochen nachdem wir ein Risikogebiet (südliches Zimbawe) besucht haben, hat meine Frau am Morgen 38 Grad Fieber gehabt. Passend waren wir gerade in Basel wo es ein gutes Tropeninstitut gibt. Da sind wir gleich hingefahren.
Eine nette deutsche Ärztin hat sofort Blut genommen und in die Analyse geschickt. 45 Min später, gab es keine Zweifel mehr. Malaria Tropica! Die Malaria Tropica ist eine sehr gefährliche Ausprägung und führt unbehandelt in 30% der Fälle zum vorzeitigen Ableben.
Also wurde gleich mit der Behandlung begonnen. Jeweils am Morgen und Abend 4 Tabletten Riamet von Novartis (liegt ja gleich um die Ecke der Hauptsitz) über 4 Tage.
Die Nacht soll dann etwas lästig gewesen sein, musste ich am nächsten Morgen von meiner Frau vernehmen. Zwei T-Shirts völlig durchgeschwitzt. Passend hatte ich am Morgen dann aber auch eine heisse Birne und wir sind dann gleich wieder zusammen ins Institut gefahren, quasi als fiebrige Zweckgemeinschaft. Also Bluttest für meine Frau um zu sehen ob die Parasiten abgebaut werden. Bluttest auch für mich und der war, wie lästig, aber irgendwie erwartet , auch positiv.
Die charmante deutsche Ärztin hat gesagt, dass sie mir das schon etwas gönnen würde und es nur gerecht wäre 🙄 .... ( am Tag zuvor habe ich etwas "rumgewitzelt" .. weibliche Mücken und somit Malaria Trägerinnen sollen sich an Frauen halten, das sei schon in Ordnung....)
Meine erste Nacht gestaltete sich etwas spannender. Ich wurde wechselnd über einem Vulkan gegrillt oder hatte das Gefühl in einer Gletscherspalte zu nächtigen. War ähnlich wie ein Grippe.
Am Morgen ging es wieder zur Blutentnahme. Nach 2 Tagen waren die Parasiten bei meiner Frau zu 98% platt und bei mir auch, weil ich einen tieferen Anfangswert hatte. Am dritten Tag der Blutkontrolle, kam der Herr Professor, Leiter des Instituts mit einem breiten Grinsen und hat uns gratuliert. Das gerade 2 gleichzeitig eine Malaria mitbringen sei vor 18 Jahren das letzte Mal vorgekommen, nämlich bei ihm und seiner Frau 😄
Mücken hatte es auf der ganzen Reise eigentlich praktisch keine. Ich hatte genau einen Stich, meine Frau zwei, wahrscheinlich war es das gleiche Viech und eine Art 6er im Lotto.
Ich will hier keine Malaria Diskussion lostreten, nur aufzeigen, dass die Krankheit sehr schnell und effizient behandelt werden kann. Voraussetzung ist, dass man innerhalb von 24h beim Auftreten von Symptomen (Fieber, Gliederschmerzen, Schüttelfrost) einen Bluttest macht und die Behandlung einleitet. Das geht auch unterwegs. In Afrika sind die Kliniken sehr gut in Erkennung von Malaria und haben meist auch die nötigen Medikamente.
Wenn man zu lange wartet, kann man auf der Intensivstation vorsprechen, dann wird alles viel komplizierter und unter Umständen auch lebensgefährlich. Bei mir war es nach 2 Tagen praktisch durch, am dritten Tag konnte ich schon wieder Sport treiben.
lg A
Tidou463 Beiträge · seit 201511. Mai 2017 · #2Hallo Maputo,
Ja, da habt ihr ja Glück im Unglück gehabt. Bei allen geht das leider nicht so. Manchmal bricht die Malaria erst einige Monate später aus und man denkt da nicht mehr unbedingt an seine Afrikareise und Malaria. Vor allem wenn man Fieber während der Zeit wo die saisonale Grippe sehr stark verbreitet ist bekommt. So erging es leider einer Freundin. 4 Wochen Spital und davon eine lange Zeit in der Intensivstation. 🙁
Manchmal ist man auf einer Reise nicht in der Nähe eines Spitals oder in Ländern wo man lieber nicht ins Spital möchte. Da können schnell mal Stunden oder zwei-drei Tage vergehen bis man behandelt wird.
Ja, jeder muss selbst entscheiden ob er das Risiko eingehen will oder nicht.
Ich wünsche euch beiden alles Gute und eine schnelle Genesung.
Viele Grüße
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls
2017, Uganda und Ruanda
2017, Kapstadt und Namibia
2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
BMW1'523 Beiträge · seit 201111. Mai 2017 · #3...........wrong place....wrong time...... 🙁 🙁 🙁
ist für mich wieder mal ein Lehrstück.........(Statistik hin oder her....)
danke für das Mitteilen.........lg......BMW
Botswanadreams1'737 Beiträge · seit 201011. Mai 2017 · #4Hallo Maputo
Schön zu hören, dass es Euch wieder gut geht. Ja das Tropeninstitut oder heute besser gesagt das "Swiss Tropical and Public Health Institute in Basel", denn das Spektrum ist weit größer als nur Tropenkrankheiten, in Basel ist sehr gut. Ich durfte kurz nach unserer Rückkehr aus Tansania 2015 die Bekanntschaft machen, allerdings war es keine Malaria.
Ich hoffe, dass all die Leute, die zum hundertsten Mal nach Mücken und Malaria fragen, Deine Schilderung gewissenhaft lesen.
LG
Christa
www.botswanadreams.de
"Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach."
Ernest Hemingway
helga655 Beiträge · seit 200611. Mai 2017 · #5Lieber Maputo,
herzlichen Dank für die eindrückliche Schilderung. Wie gut, dass alles gut ausgegangen ist!!! Diesen achtsamen Umgang mit seiner Gesundheit sollten auch vor allem diejenigen beherzigen, die sich mit Prophylaxe in Sicherheit wähnen. Der Mücke ist es egal, ob sie mit oder ohne Prophylaxe Blut schlürft, wenn sie infiziert ist, landet sie einen Volltreffer.
Lb Gruß von Helga
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200611. Mai 2017 · #6Tidou schrieb:
Manchmal ist man auf einer Reise nicht in der Nähe eines Spitals oder in Ländern wo man lieber nicht ins Spital möchte.
... oder die Krankenhäuser nehmen am Wochenende keine Patienten auf. Ein früherer Reisepartner ist mit Malariaverdacht noch 'nen Tag geradelt, um ein Krankenhaus zu erreichen. Dort kam er Freitagabend an und man sagte ihm, er müsse bis Montag warten. War das größte (und wohl einzige brauchbare) Krankenhaus Gambias.
Er hat das Wochenende irgendwie überstanden und am Montag wurde dann eine Malaria tropica diagnostiziert und behandelt.
Übrigens muss man in vielen afrikanischen Krankenhäusern die Behandlung vorher bezahlen. Zunächst wird bereits am Eingang von einer Art Pförtner eine Untersuchungsgebühr kassiert. Ohne diese zu bezahlen (oder mangels Bargeld in der richtigen Währung bezahlen zu können), kommt man gar nicht erst rein und bekommt keinen Arzt zu Gesicht. Nach der erfolgten Untersuchung muss dann die erforderliche Behandlung oder stationäre Aufnahme ebenfalls bar bezahlt werden.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
MaputoThemenstarter828 Beiträge · seit 201630. Mai 2017 · #7Wir haben jetzt unseren Abschuss Bericht vom Tropeninstitut bekommen. Unsere Malaria Tropica ist voll und ganz dem Erdboden gleich gemacht. Wie schon vorgängig beschrieben, war die Behandlung keine grosse Sache (was eigentlich immer der Fall ist, wenn die Krankheit schnell behandelt wird). Ein Grippe zu kurieren ist einiges lästiger und dauert viel länger.
Bei jeder der 4 Blutentnahmen hatte ich einen anderen Arzt oder Ärztin. Interessant war, dass jeder einen anderen Ansatz bei Reisen in Risikogebieten verfolgt. Einer nimmt gar nie etwas und hatte schon 4 mal eine Tropica, ein Ärztin nimmt immer Prophylaxe, eine Andere nur eine Tablette pro Woche. Das verhindert zwar nicht, dass sie eine Malaria bekommen kann, nur ist der Verlauf dann aber "nur" linear und nicht exponentiell. Prophylaxen bieten 90-95% Schutz, je nach Produkt und wie die Tabletten eingenommen werden. Am Morgen mit etwas Orangensaft z.B. ist lange nicht so wirkungsvoll wie Abends nach dem Essen.
Verschreiben werden hauptsächlich die Original Produkte, weil die Leute am Institut eine gewisse Achtung vor der Forschung und den anfallenden Kosten haben. Dies sollten sich alle etwas vor Augen halten.
Ein Medikament zu entwickeln dauert im Durchschnitt etwa 13 Jahre und kostet 1.1-1,6 Milliarden. Von neuen 10 Medikamenten schaffen es nur wenige durch die klinischen Studien. Das Risiko viel Geld in den Sand zu setzen ist also enorm. Der Patentschutz beträgt 20 Jahre. Die Unternehmen können aber nur einen Teil dieser Zeit nutzen um Kasse zu machen. Das Patent muss angemeldet werden, spätestens bevor die ersten Tests mit Menschen gemacht werden. Diese dauern im Schnitt etwa 8 Jahre. Das Monopol gilt dann also noch für 12 Jahre....
SISilvy298 Beiträge · seit 200730. Mai 2017 · #8Hallo Maputo,
du hast mich erschreckt mit deinem Bericht!! Wir planen für nächstes Jahr Botswana (allerdings im September, da soll es trocken sein) und eigentlich wollte ich Malarone nur als Prophylaxe mitnehmen und ansonsten die üblichen Schutzmaßnahmen anwenden. Aber das stimmt mich jetzt doch nachdenklich. Wenn man ein Fleckchen auf der Haus vergißt einzusprühen, dann hätte das natürlich schlimme Folgen, wie man bei euch beiden sieht. Andererseits dauert die von mir ausgesuchte und geführte Tour nur 2 Wochen und dann wären wir wieder zu Hause.....Ich weiss, dass muss jeder für sich selber entscheiden und wir haben ja noch 1 ganzes Jahr zum Überlegen. Ich finde es gut, dass du von eurem Fall erzählt hast.
Gute Besserung und liebe Grüße aus München
Silvy
NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201330. Mai 2017 · #9Hallo Silvy, nur am Rande...Prophylaxe heißt EINNEHMEN, das MITFÜHREN ist Stand By!
LG NOGRILA
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201130. Mai 2017 · #10.... auch nur am Rande:
meine KK übernimmt nur die Kosten für die Prophylaxe - nicht, wenn das Medikament als Stand-By mitgenommen wird!
VG Strelitzie
Strelitzie2'845 Beiträge · seit 201130. Mai 2017 · #11Hallo Maputo,
mir ist gerade aufgefallen, dass ich Deinen Thread missbraucht habe!
Entschuldige!
Es freut mich, dass ihr die Malaria so gut überwunden habt, dass ihr wieder ganz gesund seid. Und dass Du uns hast teilnehmen lassen, denn das Kopfkino läuft doch immer sehr phantasievoll... 🙂
Nebenbei habe ich dann auch noch feststellen können, dass ich - mit meiner abendlichen Medikamenteneinnahme - alles richtig gemacht habe. (ich glaube, zur Aufspaltung wird Fett benötigt).
Dann alles Gute für die nächste Reise - ohne Andenken!
Viele Grüße
Strelitzie
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200630. Mai 2017 · #12Strelitzie schrieb:
Nebenbei habe ich dann auch noch feststellen können, dass ich - mit meiner abendlichen Medikamenteneinnahme - alles richtig gemacht habe. (ich glaube, zur Aufspaltung wird Fett benötigt).
... im Grunde ist es wohl ziemlich egal, ob Du das morgens oder abends schluckst. Wenn Du es zum Essen oder einem Milchprodukt nimmst, ist die Aufnahme des Wirkstoffs besser. So steht es auch in der Packungsbeilage.
Allerdings sind Milchprodukte in typischen Malaria-Hochrisikogebieten ausgesprochen selten. 😉
Gruß
Wolfgang
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MaputoThemenstarter828 Beiträge · seit 201630. Mai 2017 · #13Strelitzie schrieb:Hallo Maputo,
Es freut mich, dass ihr die Malaria so gut überwunden habt, dass ihr wieder ganz gesund seid. Und dass Du uns hast teilnehmen lassen, denn das Kopfkino läuft doch immer sehr phantasievoll... 🙂
Nebenbei habe ich dann auch noch feststellen können, dass ich - mit meiner abendlichen Medikamenteneinnahme - alles richtig gemacht habe. (ich glaube, zur Aufspaltung wird Fett benötigt).
Dann alles Gute für die nächste Reise - ohne Andenken!
Viele Grüße
Strelitzie
Hallo Strelitze
Das wurde mir auch so vermittelt, dass Fett wichtig ist für die Wirkung der Tabletten. Chips und Salzerdnüsse sind somit ein wesentlicher Bestandteil der Therapie oder Prophylaxe. Der Sinn und Zweck dieses Beitrags war etwas die dämonische oder diffuse Angst vor Malaria zu nehmen. Mir hat die Krankheit nie gross Angst gemacht und nach 25 Jahren ohne Prophylaxe waren wir überfällig, quasi als Doppelpack, irgendwann platzt jeder Reifen. Lg Maputo 🙂
GUGuido.Gast31. Mai 2017 · #14Hallo,
BikeAfrica schrieb:Allerdings sind Milchprodukte in typischen Malaria-Hochrisikogebieten ausgesprochen selten. 😉
Den habe ich jetzt nicht verstanden? Malaria kann es nur da geben, wo es Menschen gibt. Da wo es keine Menschen gibt, z.B. auf abgelegenen Campsites ohne Personal kann es auch keine Malaria geben, auch wenn es auf allen möglichen Karten als Malaria-Hochrisikogebiet verzeichnet ist. Und wo es Menschen gibt, gibt es in Afrika eigentlich immer Kühe, Ziegen, Esel, bei denen man frische Milch zapfen kann. Lässt sich schnell abkochen, wenn man Befürchtungen bezüglich Rohmilch hat. 😎
Beste Grüße
Guido
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200631. Mai 2017 · #15Guido. schrieb:Hallo,BikeAfrica schrieb:Allerdings sind Milchprodukte in typischen Malaria-Hochrisikogebieten ausgesprochen selten. 😉
Den habe ich jetzt nicht verstanden? Malaria kann es nur da geben, wo es Menschen gibt. Da wo es keine Menschen gibt, z.B. auf abgelegenen Campsites ohne Personal kann es auch keine Malaria geben, auch wenn es auf allen möglichen Karten als Malaria-Hochrisikogebiet verzeichnet ist. Und wo es Menschen gibt, gibt es in Afrika eigentlich immer Kühe, Ziegen, Esel, bei denen man frische Milch zapfen kann. Lässt sich schnell abkochen, wenn man Befürchtungen bezüglich Rohmilch hat. 😎
Beste Grüße
Guido
... ich habe z.B. in Kamerun vier Wochen keine einzige Ziege, Kuh, Schaf oder Esel gesehen, keine Milch, Käse oder Joghurt im Supermarkt und eigentlich auch keinen einzigen Supermarkt. In Sierra Leone fast auch nicht, in Guinea-Bissau nicht, in Gambia nicht, im Senegal und in Ghana kaum und in Malawi zu Preisen, die höher sind als bei uns.
Und wo es Kühe gibt, sind das keine Milchkühe wie bei uns.
Ich habe Hochrisikogebiete genannt, nicht Regionen wie Namibia, wo es Supermärkte gibt wie bei uns oder Kenya, wo man die Maasai mit ihren Rindern und Ziegen antrifft.
Ich suche jedes Jahr Mitfahrer für Radreisen. Kannst mal mitkommen und versuchen, jeden Tag Milchprodukte zu bekommen. Ohne Kühlschrank und mit reduziertem Aktionsradius eines Radfahrers kannst Du das komplett vergessen.
Und wenn Du mal was bekommst, sind die Preise für einen Joghurt dreimal so hoch wie bei uns und das Haltbarkeitsdatum selten weniger als eine Woche abgelaufen. Manchmal liegt auch ein Monat dazwischen ...
Auch in den "Supermärkten" einer Millionenstadt wie Douala, Freetown, Accra, Kumasi.
Ergänzung: In manchen Gegenden bist Du froh, wenn Du in der Regenzeit Brot bekommst, das noch nicht verschimmelt ist. Milchprodukte sind häufig echter Luxus. Cola und Bier bekommt man überall.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
marimari2'240 Beiträge · seit 201131. Mai 2017 · #16Danke Maputo. Verhaltensaufklärung ist essentiell. In Malaria-Gebieten wohnen die ärmsten Menschen der Welt, die z.T. keinen Zugang zu Bildung, Medikamenten u. Aufklärung haben.
Das gekaufte Riamet ist abgelaufen - 2 Jahre Gültigkeit...es wird wohl seinen Dienst tun, falls der Doktor uns die Einnahme verschreibt.
Gesunde Grüsse, Mari
MaputoThemenstarter828 Beiträge · seit 201631. Mai 2017 · #17marimari schrieb:Danke Maputo. Verhaltensaufklärung ist essentiell. In Malaria-Gebieten wohnen die ärmsten Menschen der Welt, die z.T. keinen Zugang zu Bildung, Medikamenten u. Aufklärung haben.
Das gekaufte Riamet ist abgelaufen - 2 Jahre Gültigkeit...es wird wohl seinen Dienst tun, falls der Doktor uns die Einnahme verschreibt.
Gesunde Grüsse, Mari
Sali Mari
Mit Riamet liegst Du richtig, das haben wir auch bekommen und es wird auch noch wirken wenn es etwas abgelaufen ist. 😉
Wie Du schreibst, ist Verhaltensaufklärung essentiell. Im Gegensatz zu den Menschen die irgendwo in Afrika im Busch leben haben wir hier alle Mittel und Möglichkeiten. Es gibt sehr gute Informationsquellen im Internet zur Recherche ( Bitte keine Reiseforen !)
Aber wenn man hier schaut wie gewisse Leute ihre Reise planen, kann einem Angst und Bange werden. Da nehmen sich nur noch die wenigsten einen Reiseführer zur Hand und machen sich zuerst einmal mit dem etwas Land und Leuten vertraut. Das braucht halt etwas Zeit und dies scheint heute keiner mehr zu haben.
Mit Malaria ist es gleich. Viele Leute wollen ihre Prophylaxe und gut ist. Das sie immer noch 5-10% Risiko tragen ist vielen nicht bekannt. Ich kann nur jedem empfehlen sich in gängigen Infoquellen etwas schlau zu machen, sich zu überlegen was für ein "Risikotyp" man ist und das Ganze dann mit einem Tropenmediziner zu besprechen.
Einige finden es sicher fahrlässig was wir machen, aber wir sind auf solche Situationen sehr gut vorbeireitet, weil wir das nötige Wissen haben. Wir könnten so eine Situation auch in Afrika im Busch managen, wüssten jeweils wo die nächste Klinik für einen Bluttest ist und würde bei Symptomen auch nicht lange zögern sofort dorthin zu fahren.... lg Maputo
marimari2'240 Beiträge · seit 201131. Mai 2017 · #18Maputo schrieb:
Einige finden es sicher fahrlässig was wir machen, aber wir sind auf solche Situationen sehr gut vorbeireitet, weil wir das nötige Wissen haben. Wir könnten so eine Situation auch in Afrika im Busch managen, wüssten jeweils wo die nächste Klinik für einen Bluttest ist und würde bei Symptomen auch nicht lange zögern sofort dorthin zu fahren.... lg Maputo
Hallo Maputo,
ich nicht 😉 - ich denke, ihr macht alles richtig... - ich gebe generell nicht viel auf andere Meinungen (ausser die des Doktors/Arzt natürlich 😉 ), wenn es um den eigenen Körper und die Gesundheit geht. Da übernehme ich gerne Eigenverantwortung. 😉 ..(und brauch nicht 17 Mio andere Meinungen einzuholen)
Wir haben ca. 4 Jahre in Malaria-Gebieten gelebt...und sicherlich nicht 4 Jahre Profilaxe - Tabletten geschluckt 🙂 .
Man lernt sich zu schützen...die Gefahr an Dengue - Fieber zu erkranken war eigentlich immer höher...
LG us Züri, Mari