Hoanib 4WD-Trail

36 Antworten · 8'468 Aufrufe · gestartet 19. Apr. 2017 von Namib16
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Themenstarter32 Beiträge · seit 201519. Apr. 2017 · #1
Hallo im Forum,
zunächst Dank für alle Antworten, die ich schon früher hier im Forum bekommen habe. Es ist ein steter Quell des Wissens!

Für mein nächste Reise Ende September (2 Pax, 4WD-Hilux, ganz gute Fahr-Erfahrungen im tiefen Sand, aber noch keine Erfahrungen mit steilen Auf- oder Durchfahrten im Gebirge ) planen mein Frau und ich mal ins Kaokoveld hineinzuschnuffeln, da unsere Fahrgemeinschaft mit 2 Wagen nicht zustande kommt. Wir wollen also nicht durchfahren, sondern nur größere Ausflüge von Fort Sesfontein (und Camp Aussicht) machen. Ich dachte daran an einem Tag einmal den Hoanib hinauf zu fahren (Elefant Song) und stoße da auf die Amsport Gorge später. (Warum ist die Gegend auf der Karte rot?) Ich kann das schlecht auf Machbarkeit einschätzen, vielleicht hat da jemand Erfahrungen, die helfen?

Die zweite Idee ist über Puros mal Richtung Orumpembe zu fahren und um die Mittagszeit zurück. Macht das Sinn und ist es sehr anspruchsvoll, wenn man einen Weg die 3707 hin fährt und dann den Hoarusib im Flussbett zurück?

Für Ideen und Anregungen dankt
Thomas
348 Beiträge · seit 201119. Apr. 2017 · #2
Hallo Thomas
Wenn Du mal Lust hast auf viele Steine, schau mal hier, wir sind das gefahren, braucht allerdings einiges an Zeit.
https://youtu.be/GWFBJhJMgdA

Okongwati-Otjitanda-Otwazumba-Opuwo

schöne einsame Plätze um zu übernachten gibt's gratis dazu.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Themenstarter32 Beiträge · seit 201519. Apr. 2017 · #3
Danke Turi, das schaut aber eher so aus, als ob ich es mit meinem Bushbuddy machen sollte und nicht mit meiner Frau! 🙂
348 Beiträge · seit 201119. Apr. 2017 · #4
Die andere Piste ist ein Eselpfad im ehemaligen Tsaobis Nature Park.
Da geht's dann richtig aufwärts.
https://youtu.be/PiuJOY8Q52Y

Würde die Touren allerdings nicht mit einem Mietwagen machen 😉

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
475 Beiträge · seit 201219. Apr. 2017 · #5
Hallo Turi,

Schöne Videos, aber ich bin mal neugierig... 🙂
In einem anderen thread habe ich gelesen, dass ihr nun einen grünen LC in Namibia gekauft habt, was ist mit eurem schönen Mobil im Video passiert?

lg
paulinchen
Sambia Dezember 2015 / Januar 2016 Sambia November 2016
348 Beiträge · seit 201119. Apr. 2017 · #6
Hallo Paulinchen
Einfache Erklärung, mit dem Iveco machten wir vom März 2013-September 2015 eine Afrikaumrundung.
Im Wüstenschiff unter"unsere grosse Reise rund um Afrika" zu finden.
Mit dem Iveco machen wir noch Touren in Nordafrika und Europa.

Den Landcruiser brauchen wir für das südliche Afrika.

Die Rechnung geht für uns auf 3-maliges Verschiffen für mehrere Monate lange Touren
wäre uns genauso teuer gekommen mit viel mehr Aufwand.

Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
785 Beiträge · seit 200819. Apr. 2017 · #7
Hallo Turi,

ganz schön anspruchsvolle Strecke! RESPEKT!


Viele Grüße


Markus
4'129 Beiträge · seit 200819. Apr. 2017 · #8
Hallo, Namib16,

sehe ich das richtig? Ihr nächtigt in Lodges?
Dann verstehe ich die Idee, Ausflüge zu machen, was ich ansonsten vermeiden würde.

zu deinen Fragen:
„an einem Tag einmal den Hoanib hinauf zu fahren (Elefant Song) und stoße da auf die Amsport Gorge später. (Warum ist die Gegend auf der Karte rot?)“
Die rote Fläche im Westen von Amsport bezeichnet die Hoanib Floodplains – ein nahezu unbefahrbares Gebiet – UND: komplett gesperrt, da im Nationalpark liegend. UND: Seit Wilderness sein Camp westl. von Amspoort wieder aufgebaut hat, ist auch die Befahrung des Amspoort Gorges bis zur Nationalparkgrenze nicht mehr möglich: Gesperrt.
Östlich von Amspoort ist der gesamte Hoanib wie bisher befahrbar. Achtung: Elefanten haben auch im Tiefsand Vorfahrt! 🙂
Kurz vor Elephant Song ist das neue Gate, an dem ihr Gebühr bezahlen müsst.

Für einen Ausflug von Camp Aussicht fällt mir nix ein, vielleicht macht ihr dort einfach einen der interessanten Ausflüge mit Marius Steiner.

Zur nächsten Frage:„Die zweite Idee ist über Puros mal Richtung Orumpembe zu fahren und um die Mittagszeit zurück. Macht das Sinn und ist es sehr anspruchsvoll, wenn man einen Weg die 3707 hin fährt und dann den Hoarusib im Flussbett zurück?“
Könnte man machen, aber Mittags schon zurück? ...ab Orupembe dann einige km nach Osten und entlang des Khumib nach Süden. Auf halber Strecke seht ihr auf der Karte einen „Wechsel“ in das Tal des Hoarusib, der ist sehr interessant zu fahren und es ist schön sich dafür Zeit lassen zu können (vielleicht nehmt ihr euch ein Picnic und Wasser! mit...) - Seid achtsam mit großen grauen Einzelgängern! Die können manchmal missgelaunt sein...

Beide Ausflüge sind anspruchsvoll, aber mit Sanderfahrung nicht sehr anspruchsvoll.

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 19. Apr. 2017
5'479 Beiträge · seit 200920. Apr. 2017 · #9
Von Sesfontein aus würde ich Euch folgenden Tagesausflug empfehlen:
Auf der D3707 bis zu den Giribes Plains. Von dort über den Obias ins Hoanib Tal und über den Ganamub wieder zurück zur D3707 und nach Sesfontein. Dieser Tagesausflug war vor über 20Jahren unser erster Kontakt mit dem Kaokovelt und die Gegend hat uns seitdem nicht mehr losgelassen.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter32 Beiträge · seit 201520. Apr. 2017 · #10
Hallo Lilytrotter,

erst einmal danke für die Einschätzung und die Routentipps, es war schon so gedacht den ganzen Tag für die Strecke nach Orumpembe und zurück zur Verfügung zu haben, unbedingt mit Picnic, 🙂. Ich schau mir das in Ruhe auf der Karte nochmal an.

Danke nochmals!
Thomas
Themenstarter32 Beiträge · seit 201520. Apr. 2017 · #11
Hallo, Topobär,

das klingt echt interessant und scheint auch sehr machbar an einem Tag, nix is schlimmer als durch die Gegend zu rasen ohne Muße. Danke für den Tipp!
Thomas
649 Beiträge · seit 200720. Apr. 2017 · #12
Namib16 schrieb:

Die zweite Idee ist über Puros mal Richtung Orumpembe zu fahren und um die Mittagszeit zurück. Macht das Sinn und ist es sehr anspruchsvoll, wenn man einen Weg die 3707 hin fährt und dann den Hoarusib im Flussbett zurück?

Nee, das lass mal bleiben. Hinter Seisfontein ist Schluss mit lustig. Auch wenn die Pad D3707 heisst, ist sie nicht zu vergleichen mit den Ds weiter südlich. Und wie der Rest aussehen könnte, hast Du ja schon auf den Videos gesehen.

Darf ich Schleichwerbung machen? Im Amazon Kindle Store findest Du in der Reihe 4x4-Trails in Namibia detaillierte Beschreibungen solcher Strecken für kleines Geld. Geschrieben sind die Dinger für Leute, die etwas genauer wissen möchten, was auf so einer Strecke auf sie zu kommt und nicht gleich 35 Euronen für ein Buch ausgeben möchten, in dem deutlich mehr über das Kaokoveld als sie jemals wissen wollten.
197 Beiträge · seit 200720. Apr. 2017 · #13
Servus giraffenmog,

solche Informationen sind doch sehr hilfreich 🙂

Gruß
Alex
1 x Kenia, 2 x Tansania, 2 x Südafrika, 5 x Botswana, 6 x Namibia
4'129 Beiträge · seit 200820. Apr. 2017 · #14
griaffenmog schrieb:
Nee, das lass mal bleiben. Hinter Seisfontein ist Schluss mit lustig. Auch wenn die Pad D3707 heisst, ist sie nicht zu vergleichen mit den Ds weiter südlich. Und wie der Rest aussehen könnte, hast Du ja schon auf den Videos gesehen.
Die Videos sind einige Hundert Kilometer weiter südlich und nördlich entstanden, diese Gegenden/Strecken stehen nicht zur Debatte.

Die D3707 hat zwar oft das beste Wellblech, aber keinerlei dieser Zustände von den Videos.
Mitunter wird die Strecke auch vom Schrabser geglättet...

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
Themenstarter32 Beiträge · seit 201520. Apr. 2017 · #15
Hallo, Lilytrotter,
danke (!), ich dachte mir das schon, das die Videos nicht auf dieser Strecke gemacht sind. Ich finds im Übrigen OK, wenn die erfahrenen Namibiakenner hier im Forum vor Leichtsinn warnen, ich habe aber mittlerweile auch 4 Fahrten inkl. Messum Krater und Desolation Valley gemacht und weiß so einigermaßen, worauf ich mich einlasse. Ein bißchen Abenteuer und Adrenalin ist OK, aber ich bin nicht lebensmüde und kein echter Offroad-Freak, 🙂. Kurzum: Ich muss es nicht zwingen und frag dann halt lieber. Allerdings finde ich Abschreckung auch kein gutes Stilmittel. Das ist halt die Crux hier im Forum - das unglaubliche Gefälle zwischen Anfängern, wie mir letztendlich, und den "alten Hasen". Allerdings, wenn man hier nicht fragen kann, wo dann. Gehört eigentlich nicht hierher, aber man liest ja auch andere Themen, die gerade laufen.

Zum Thema Route: Ich hab mir mal die Zeiten auf der Karte zusammengerechnet und das scheint mir als komplette Runde (Sesfontein bis nach Orumpembe und dann durch die Täler zurück) trotzdem zu ehrgeizig für einen Tag. Ich denke, bis Puros fahren von Sesfontein und dann entweder nur rein (und wieder raus) in das Hoarusib-Tal ist gut (trotz umkehren) oder, wenn wir ganz früh in Puros sein sollten die D3707 bis zum Abzweig in das Khumib-Tal und dann im Hoarusib zurück - das reicht dicke und heißt auch früh loskommen.
Die Überfahrt am Himba Sphinx, wie muss ich die einschätzen? Würdest Du mir hier noch einen Tipp geben wollen?

Wenn ja, danke abermals !
Thomas
Gast20. Apr. 2017 · #16
Hallo,

wenn Du von Sesfontein aus startest, dann würde ich nicht zum Hoarusib fahren. Das sind dann 2,5-3 Stunden wirklich ätzende Anfahrt und ggf. noch mal das Gleiche zurück - nicht fahrerisch schwer, aber stundenlanges, nervenraubendes Gerüttel. Im September ist es trocken und wenn Du Sanderfahrung hast, dann fahre den Hoanib bis Mudorib und wenn die Zeit reicht auch bis Amspoort und zurück. Ggf. kannst Du An-/Abfahrt wie von Topobär schon vorgeschlagen mit Ganamub und Obias variieren. Das sind dann 120 bis 180 km und 4-7 Stunden reine Fahrzeit. Am Hoanib hast Du auch größere Chancen, Wüstenelefanten und andere Tiere zu sehen. Es gibt ein paar hübsche, erhöhte Spots, an denen man mit fantastischer Rundumsicht pausieren und einen Mittagssnack verdrücken kann.

Beste Grüße

Guido
4'129 Beiträge · seit 200820. Apr. 2017 · #17
Hallo, Namib16,

Ich ging davon aus, dass du Ausflüge planst
ab Sesfontein
ab Camp Aussicht
ab Puros
weil du dort jeweils nächtigst.
Das scheint nicht so.
Ist aber die Grundlage für mein Geschreibsel... 😉 So als "Gesamtausflug" war das nicht gedacht... 🙁

kannst du mal bitte kurz für mich klären, von wo aus du deine Ausflüge planst?
und: wo bist du vorher
und danach?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2017
2'497 Beiträge · seit 201120. Apr. 2017 · #18
Hallo,

wir haben 2015 von Purros bis zum Marble Camp (kleines Stück hinter Orupembe) 4 1/2 Stunden gebraucht. Wir sind sicher nicht die Schnellsten, aber es war absolut rappelig, fahrtechnisch aber nicht schwierig. Ich würde eine Tour in den Hoanib, wie Guido schon schrieb, vorziehen. Wir haben bei einer Tagestour 2013 von Sesfontein aus viel schöne Landschaft und Wüstenelefanten (natürlich keine Garantie) gesehen und waren absolut glücklich. Ich wäre nur heute nicht mehr so leichtsinnig, dort ohne Satphon langzufahren.

Viele Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
zuletzt bearbeitet 20. Apr. 2017
649 Beiträge · seit 200720. Apr. 2017 · #19
Danke Lillytrotter, das war mir schon klar - deswegen auch das Wörtchen "könnte".....
Themenstarter32 Beiträge · seit 201521. Apr. 2017 · #20
Hallo, Lilytrotter,
da meine letzte Frage an Dich ging, möchte die vielen guten Ratschläge an Dich gerichtet verarbeiten und zunächst mal die Route mal ordentlich schildern.

Wir kommen vom Brandberg und haben dann 3 Nächte im Fort Sesfontein. Also gut für einen kürzeren Ausflug am ersten Tag (nach längerem Ritt von der WLL) und einen längeren Ausflug am zweiten Tag. Danach geht es für 2 Nächte zu Steiner ins Camp Aussicht. Ich dachte ganz schnöde über die C 43. Und ja, dort mal sehen, was er anbietet. Anschließend Epupa.

Was den ersten Tag angeht, so habe ich Topobärs Vorschlag sehr gut gefunden und das ist praktisch für mich die beste und auch reizendste Lösung, auch über den Obias und Ganamub - das ist praktisch gebongt, macht Sinn, ist gut machbar, danke für den Vorschlag, das war das schreiben schon wert.

Beim Zweiten Tag dachte ich eben an ein Fahrt nach Puros und ein wenig darüber hinaus, allerdings kenne ich auch schlechte Pads und weiß, dass die irgendwann nerven (zumal "nur" als Anfahrt, aber gibt es das in Namibia?). Hier hänge ich aber am Thema "Kaokoveld", wir wollten ja ursprünglich mit 2 Wagen hindurch. Da wäre ein sehr erfahrener Offroader dabei gewesen. Im Grunde würden wir gerne ein paar Himbakontakte haben, ganz in Ruhe ohne touristischen Trubel und ich bin Fotograf mit Vorliebe für die Landschaft, desto skuriller, desto lieber, Elefanten sind ja an sich schon gut, auch das wäre sehr schön.

Am Ende bleibt die Frage, was man am zweiten Tag noch so von Sesfontein aus machen kann (wenn man es so schreibt klingt es echt wie ein saublödes Luxusproblem), allerdings kennen wir auch alles nach der Abzweigung zum Grootberg und Sesfontein noch nicht- Palmwag, Khowarib etc, da war aber leider keine feste Unterkunft mehr zu bekommen. Wir sind halt vorher campen und da muss ich etwas Rücksicht nehmen.

So, langer Rede kurzer Sinn: Man kann auch bestimmt 2 Tage am Hoanib tolle Erlebnisse haben, ich will euch nicht nötigen, das bis zur Lösung zu diskutieren (zumal irgendwann einfach der Punkt da ist, wo es heißt machen oder lassen und nicht mehr debattieren).
Ich freue mich aber trotzdem über Vorschläge und weiß die geschenkte Zeit zu schätzen.
Greetz Thomas