Der nächste Stopp ist bei einer Herde von „Rotelefanten“ einer hat vergeblich versucht, den dicken Puder sich aus dem Gesicht zu waschen. Hier mache ich natürlich auch unendlich viele Fotos, von denen es nur ein geringer Teil ins Fotobuch schaffen wird, Aber es sind doch immer wieder nette Szenen dabei.
Aber ich finde zwischen den Elefantenbeinen auch immer wieder Fotomotive, welche andere Touristen überhaupt nicht sehen. So laufen neben den Hinterlassenschaften der Elefanten auch der Doppelbandregenpfeifer und der Flussuferläufer herum.
Auch zwei verschiedene Mitfahrer haben wir immer wieder an Bord unseres kleinen Bootes: Die Witwenstelze, die uns mit Gesang erfreut, und die Rotkappenschwalbe.
An einer Stelle entdecke ich endlich mal einen balzenden „Red Bishop“, der nicht gleich zwischen den Schilfhalmen verschwindet. Warum der im Deutschen „Orixweber“ heißt, ist mir bis heute rätselhaft.
Zum Abschluss präsentiert sich mal ein Hippo in voller Größe:
Und am Abend blühen die "Night-Lillies" auf:
Morgen mehr vom zweiten Tag auf dem Hausboot.
NamBotSimSam - eine Tour zur Regenzeit!
von Burschi · begonnen 17. März 2017 · 32 Teile
Heute machen wir zwei weitere Bootstouren auf dem Chobe, Eine findet am frühen Morgen statt, die andere am Nachmittag, nachdem wir uns innerhalb von zwei Stunden mit dem Hausboot selbst an einen anderen Ort bewegt haben, wo wir wieder vor Anker gingen. Diese Fahrt hätte ruhig etwas länger dauern können. Zuerst fallen mir riesige Vogelschwärme auf.
Zugvögel? Es stellt sich heraus, dass es sich um Brachseeschwalben handelt. Wieder eine Erstsichtung für mich.
Doch beim nächsten Halt wieder Elefenten. Es gibt also auch in der regenzeit genügend von denen am Chobe zu sehen und noch dazu in unmittelbarer Nähe vom Boot aus. So nahe kommt man an der Chobe Riverfront mit dem Auto selten. und Vor allem man kann sie nicht so lange in Ruhe beobachten, denn jetzt waren wir ja in einem Abschnitt, in dem die großen Bootsflotten der Lodges nicht mehr hinfahren.
Quizfrage: Wie viele Elefanten sind auf dem Bild?
Wenn man gebau hinsieht erkennt man, dass der Ele wohl in seiner Jugend eine Zahnspange gebraucht hätte! 😄
Und natürlich auch wieder Vögel: Afrikanisches Sultanshuhn und Heiliger Ibis.
Geht halt nicht ohne Vögel! 😉 😉 😛
Doch beim nächsten Halt wieder Elefenten. Es gibt also auch in der regenzeit genügend von denen am Chobe zu sehen und noch dazu in unmittelbarer Nähe vom Boot aus. So nahe kommt man an der Chobe Riverfront mit dem Auto selten. und Vor allem man kann sie nicht so lange in Ruhe beobachten, denn jetzt waren wir ja in einem Abschnitt, in dem die großen Bootsflotten der Lodges nicht mehr hinfahren.
Und natürlich auch wieder Vögel: Afrikanisches Sultanshuhn und Heiliger Ibis.
Und unendlich viele andere Fotomotive, von denen ich hier nur eine geringe Auswahl einfügen kann.

Wiederholt stoßen wir auf Elefantenherden, die sich das frische, saftige Gras schmecken lassen und es sich in ganzen Bündeln – vorher wird jeweils vom Wurzelballen die Erde abge-schüttelt – in den Mund schieben.
Und die Giraffenfreunde will ich hier auch nicht ganz vernachlässigen.
Ein anderer Elefant kniet sich nieder und gräbt mit den Stoßzähnen in der Erde nach Mineralien. Er ist gar nicht erfreut, als wir ihn dabei beobachten.
Und dann noch ein mächtiges, ca. 3 1/2 m langes Krokodil. Aber es scheint sich um einen Vegetarfier zu handeln, denn auf dem Eckzahn steckt noch ein Blatt vom letzten Mahl! 😄 😄



Und die Giraffenfreunde will ich hier auch nicht ganz vernachlässigen.
Ein anderer Elefant kniet sich nieder und gräbt mit den Stoßzähnen in der Erde nach Mineralien. Er ist gar nicht erfreut, als wir ihn dabei beobachten.
Und schließlich geht es auch heute nicht ohne Vögel: Triel und Riesenkingfischer! 😉
Auf einem Büffel streiten sich Kuhreiher und Madenhacker.
Die Gelbschnabelmadenhacker scheinen hier eine Versammlung zu haben und verscheuchen schließlich den größeren Kuhreiher.
Ein Schreiseeadler trägt seine Beute davon und wir müssen zum Hausboot zurück, da eine Gewitterfront aufzieht.

Und im letzten Abendlicht haben wir dann noch die Ehre:
Was da Besonderes an dem Krokodil ist?
Na, das ist doch eindeutig, es ist ihre Hoheit, die Krokodilprinzessin vom Chobe. Sieht man doch eindeutig an dem Krönchen, das sie auf
dem Kopf trägt! 😄 😄
So, in diesem Sinne geht dann der Aufenthalt auf dem Hausboot mit einer ruhigen Nacht - das Gewitter ist vorbeigezogen und es hat nur ein wenig getröpfelt - zu Ende.
Uns hat der Aufenthalt auf dem "stillen" Chobe sehr gut gefallen, vor allem, weil wir in aller Ruhe Tiere beobachten konnten und nicht inmitten einer Schar von Booten standen, wie dies inzwischen auf dem Chobe leider der Fall ist, wenn irgendwo ein Elefant oder sonst was Sehenswertes auftaucht.
Somit noch letzte Impressionen vom Chobe und einem Weißstirnspint, der schön vor der Kamera posierte.

Viele Grüße:
Burschi
Na, das ist doch eindeutig, es ist ihre Hoheit, die Krokodilprinzessin vom Chobe. Sieht man doch eindeutig an dem Krönchen, das sie auf
So, in diesem Sinne geht dann der Aufenthalt auf dem Hausboot mit einer ruhigen Nacht - das Gewitter ist vorbeigezogen und es hat nur ein wenig getröpfelt - zu Ende.
Uns hat der Aufenthalt auf dem "stillen" Chobe sehr gut gefallen, vor allem, weil wir in aller Ruhe Tiere beobachten konnten und nicht inmitten einer Schar von Booten standen, wie dies inzwischen auf dem Chobe leider der Fall ist, wenn irgendwo ein Elefant oder sonst was Sehenswertes auftaucht.
Somit noch letzte Impressionen vom Chobe und einem Weißstirnspint, der schön vor der Kamera posierte.
Burschi
Der nächste Tag ist kurz beschrieben. Wir werden am Morgen im Schnellboot – leider viel zu schnell – vom Hausboot zurück zum namibischen Grenzübergang und dann wieder nach Kasane zur botswanischen Grenze gebracht. Dort wartet bereits ein Auto von der Chobe Bakwena Lodge auf uns und bringt uns wieder zur Unterkunft, wo auch unser Auto noch wohlbehalten steht. Für die eine Nacht, die wir hier noch sind, bekommen wir natürlich nicht die Honeymoonsuite, aber das normale Häuschen ist auch sehr schön und geräumig.

Wir hätten zwar an diesem Tag noch Gamedrive oder Boatcruise machen können, aber wir brauchen einfach mal einen halben Tag, einfach nur zum Ausruhen, Fotos sichern, Tagebuch schreiben und die Stille in der Lodge zu genießen, wenn alle Gäste außer Haus sind.
Mit Tee, Kaffee und kleinen Leckereien werden wir dabei verwöhnt.
Doch selbst an diesem „untätigen Nachmittag" finde ich noch ein Vögelchen, einen „Textor“ (nordische Rasse) oder Schwarzkopfweber, den es abzulichten lohnt.
Wenn wir gewusst hätten, was uns in den kommenden Tagen noch erwartet, wären wir gerne noch einwenig hier geblieben.
Aber erstens kommt es anders und zweitens …
Doch selbst an diesem „untätigen Nachmittag" finde ich noch ein Vögelchen, einen „Textor“ (nordische Rasse) oder Schwarzkopfweber, den es abzulichten lohnt.
Aber erstens kommt es anders und zweitens …
In der Nacht hat es wieder geregnet und am Morgen stehen große Pfützen auf dem Weg, als wir die Lodge verlassen. Wir fahren auf der Teerstraße durch den Chobe-Park und sehen nochmals Löwen und Elefanten neben der Straße. Das Gras steht so hoch, dass man von den Löwen kaum was sieht, als sie neben der Straße herlaufen.
Die Grenze nach Namibia ist schnell überschritten, es gibt keine Probleme und ausnahmsweise sitzt mal eine freundliche Beamtin am Schalter. Überraschenderweise aber wird bei uns noch mit der Pistole „Fieber gemessen“, bevor wir nach Namibia einreisen dürfen. Auf meine Frage, was denn gewesen wäre, wenn jetzt jemand erhöhte Temperatur gehabt hätte, bekam ich die Antwort, dass die Person sofort im daneben gelegenen Hospital untersucht worden wäre.
Etwa 20 km vor Katima Mulilo biegen wir nach rechts ab, um zur Kalizo Lodge zu gelangen. Eigentlich hatte ich mir hier ja die Brutplätze der Karminspinte zu besichtigen erhofft, doch die befinden sich zu dieser Zeit überhaupt nicht hier. Zum Glück hatte ich aber schon welche gesehen. Die 20 km Gravelroad bis zur nächsten Abzweigung zur Lodge waren schon mal ein Vorgeschmack auf Weiteres. Die Straße wird gerade ausgebaut und die Umfahrungen sind reinste Schlammpisten. Aber es sollte noch besser kommen! Auf der Abzweigung zur Lodge-Pad hatte ich schon einige Schlammlöcher und Wasserpfützen hinter mir, als ich plötzlich vor einer größeren Wasserfläche stehe. Links, oder rechts oder mitten durch? Ich schicke eine SMS – Telefonieren hat nicht funktioniert – und erhalte Antwort, dass ich abgeholt werde.
Kurz darauf erscheint auch ein Auto und ich werde mitten durch den „See“ zur Lodge gelotst.
Von den gebuchten zwei Tagen konnten wir leider nur einen Tag bleiben, weil wir wegen steigenden Hochwassers die Lodge am nächsten Tag fluchtartig verlassen mussten.
10. Kalizo Lodge am Sambesi, Namibia
Die Lodge hat schöne Zelthäuschen am Chobe mit separatem Küchenhäuschen. Die Ausstattung ist einfach, enthält aber alles, was man braucht. Management ist sehr freundlich und hilfsbereit (Johann und Cherie); die Küche ist ohne viel Schnickschnack, aber schmackhaft und sehr gut. (ausgezeichnetes Steak!) Ein Pool ist auch vorhanden, allerdings hatten wir genug Wasser von oben. Der Boatcruise war ein wenig unmotiviert, was vielleicht auch daran lag, dass ich die Vögel oft vor dem Guide ausgemacht hatte. Note 2
Vielen Dank nochmals an Johann, ohne den wir noch heute auf der Lodge festsitzen würden!
Das uns zugewiesene Häuschen war schön am Ufer des Sambesi gelegen. Außer uns war nur noch ein amerikanisches Ehepaar in der Lodge. Den Boatcruise am Nachmittag machten wir aber allein mit dem Guide „Bernhard“.
Natürlich gibt es auch hier wieder Vögel zu entdecken, z.B. Langspornkiebitz (den Langzehenkiebitz und den Senegalkiebitz hatten wir ja schon) und Malachit-Kingfischer, der ist ja immer wieder attraktiv.

Die Grenze nach Namibia ist schnell überschritten, es gibt keine Probleme und ausnahmsweise sitzt mal eine freundliche Beamtin am Schalter. Überraschenderweise aber wird bei uns noch mit der Pistole „Fieber gemessen“, bevor wir nach Namibia einreisen dürfen. Auf meine Frage, was denn gewesen wäre, wenn jetzt jemand erhöhte Temperatur gehabt hätte, bekam ich die Antwort, dass die Person sofort im daneben gelegenen Hospital untersucht worden wäre.
Etwa 20 km vor Katima Mulilo biegen wir nach rechts ab, um zur Kalizo Lodge zu gelangen. Eigentlich hatte ich mir hier ja die Brutplätze der Karminspinte zu besichtigen erhofft, doch die befinden sich zu dieser Zeit überhaupt nicht hier. Zum Glück hatte ich aber schon welche gesehen. Die 20 km Gravelroad bis zur nächsten Abzweigung zur Lodge waren schon mal ein Vorgeschmack auf Weiteres. Die Straße wird gerade ausgebaut und die Umfahrungen sind reinste Schlammpisten. Aber es sollte noch besser kommen! Auf der Abzweigung zur Lodge-Pad hatte ich schon einige Schlammlöcher und Wasserpfützen hinter mir, als ich plötzlich vor einer größeren Wasserfläche stehe. Links, oder rechts oder mitten durch? Ich schicke eine SMS – Telefonieren hat nicht funktioniert – und erhalte Antwort, dass ich abgeholt werde.

10. Kalizo Lodge am Sambesi, Namibia
Die Lodge hat schöne Zelthäuschen am Chobe mit separatem Küchenhäuschen. Die Ausstattung ist einfach, enthält aber alles, was man braucht. Management ist sehr freundlich und hilfsbereit (Johann und Cherie); die Küche ist ohne viel Schnickschnack, aber schmackhaft und sehr gut. (ausgezeichnetes Steak!) Ein Pool ist auch vorhanden, allerdings hatten wir genug Wasser von oben. Der Boatcruise war ein wenig unmotiviert, was vielleicht auch daran lag, dass ich die Vögel oft vor dem Guide ausgemacht hatte. Note 2
Das uns zugewiesene Häuschen war schön am Ufer des Sambesi gelegen. Außer uns war nur noch ein amerikanisches Ehepaar in der Lodge. Den Boatcruise am Nachmittag machten wir aber allein mit dem Guide „Bernhard“.
Natürlich gibt es auch hier wieder Vögel zu entdecken, z.B. Langspornkiebitz (den Langzehenkiebitz und den Senegalkiebitz hatten wir ja schon) und Malachit-Kingfischer, der ist ja immer wieder attraktiv.
Aber auch ein Braunkopfliest, zwei Graufischer am Nest und eine Rahmprinie sind für mich dankbare Fotomotive.

Die kleine Streifenschwalbe baut überall in der Lodge ihre Nester.
Am Abend wird nur für uns gekocht, aber das Essen ist sehr gut und schmackhaft, das Steak das beste bisher auf der Reise.
Doch dann folgt das große Abenteuer. Als wir schon in den Betten liegen wird ununterbrochen der Himmel illuminiert – wir hatten doch gar kein Feuerwerk bestellt! – und es beginnt heftig zu regnen. Nein, es regnet nicht, es schüttet. Das Wasser fällt in Vorhängen vom Himmel, man kann keine zehn Meter mehr weit sehen. Der Sambesi, obwohl nicht weit von uns entfernt ist nicht mehr zu sehen. Die grellen Blitze mit den Donnern kommen immer näher, bis es schließlich einen riesigen Knall tut, alle Lichter aus sind und es immer mehr wütet. Meine Frau hat Angst, dass uns der Sambesi wegspült, doch ganz soweit kommt es nicht. Nicht besser wird ihre Laune, als langsam Wasser von der Terrasse außen sich einen Weg ins Zelt sucht. Wir dichten mit Handtüchern ab. Gegen 2.00 Uhr flaut der Tropensturm etwas ab. Mit den Taschenlampen sehen wir, dass um das Zelt herum große Pfützen stehen - zum Glück steht das Zelt auf Stelzen! - und der Sambesi im Bett geblieben ist, im Gegensatz zu meiner Frau, die eine ganze Zeit lang auf einem Stuhl im Zelt gesessen ist.
Diese Nacht mit dem tobenden Tropensturm wird uns immer in Erinnerung bleiben. Es war kaum mit Gewittern bei uns zu vergleichen.
Nach dieser Nacht quält mich der Gedanke, ob ich den Aufenthalt auf der Lodge – ich hatte zwei Tage gebucht – nicht lieber abbrechen sollte. Da kommt es mir sehr entgegen, dass Cherie am Morgen vorschlägt, doch die Lodge lieber zu verlassen, denn bei weiterem Regen wäre dies mit dem Auto wahrscheinlich nicht mehr möglich. Fairerweise wird mir die bereits be-zahlte Übernachtung mit dem Boatcruise und dem Abendessen verrechnet. Vielen Dank!
Die folgenden Übernachtungen kann ich per Anruf jeweils um einen Tag vorverlegen. Johann schlägt dann vor, uns aus der Lodge herauszulotsen, denn auf dem Weg, auf dem wir gekommen waren, steht das Wasser bereits so hoch, dass eine Durchfahrt unmöglich ist.
Wir starten um 9.00 Uhr im Konvoi von 3 Fahrzeugen, voran Johann und am Ende die Amerikaner. Johann fährt auf nicht mehr erkennbaren Nebenwegen und querfeldein, was für einen Ortsunkundigen absolut unmöglich gewesen wäre. Auf halber Strecke bleibt der Amerikaner mit seinem Fahrzeug (Toyota 4x4 Hilux) das erste Mal stecken und Johann muss ihn mit seinem Fahrzeug herausziehen. Kurz vor einem Dorf fährt er sich dann zum zweiten Mal fest, dieses Mal aber so heftig, dass er bis zum Bodenblech festsitzt und wir ihn selbst mit unseren zwei Fahrzeugen nicht herausbekommen.
Nun müssen Dorfbewohner helfen: Vorderräder ausgraben, Auto vorne aufbocken, Bretter unter die Reifen schieben. Hinterräder ausgraben, hinten aufbocken, wieder Bretter und Äste unter die Räder. Dann schafft es Johann mit einer Seilwinde, das Auto herauszuziehen.
Mit viel Glück, tiefsten Wasserdurchfahrten und tiefen Schlammstrecken schaffen wir es endlich nach 2 Stunden die 5 km entfernte Gravelroad zu erreichen. Doch auch die nächsten 20 km auf dieser sind oft nur mit 4x4 „high range“ zu durchqueren, da die Piste nach dem Regen völlig verschlammt ist. Endlich ist die Teerstraße erreicht und wir können Richtung Katima Mulilo starten. Warum ist unser Auto nicht versackt? Nicht weil ich der bessere Fahrer bin, sondern weil wir einfach die besseren Reifen mit groben Stollen hatten. Darauf sollte man also unbedingt achten.
An der B8 verabschieden wir uns von den Amerikanern, die nach den heutigen Erfahrungen ihren Tourenplan ändern.
Der Rest des Tages besteht hauptsächlich aus der Fahrt bis an den Kawango zur Nunda Lodge.
11. Nunda River Lodge
Obwohl gerade ein Teil der Lodge renoviert wird, haben wir uns recht wohl gefühlt. Wir haben ein geräumiges Häuschen mit allem, was man braucht. Großer sauberer Pool ist vorhanden, aufmerksames und freundliches Management und Personal führt die Lodge, es gibt ordentliches Essen mit kleinen Abstrichen (Oryx-Steak zu dick und zu trocken). Eine Bootsfahrt haben wir witterungsbedingt und Gamedrive zeitbedingt nicht genutzt. Note +2

Wir genießen den Sundowner in Ruhe auf der Terrasse. Stress hatten wir heute ja genug. 😗 😉 🙂
Doch dann folgt das große Abenteuer. Als wir schon in den Betten liegen wird ununterbrochen der Himmel illuminiert – wir hatten doch gar kein Feuerwerk bestellt! – und es beginnt heftig zu regnen. Nein, es regnet nicht, es schüttet. Das Wasser fällt in Vorhängen vom Himmel, man kann keine zehn Meter mehr weit sehen. Der Sambesi, obwohl nicht weit von uns entfernt ist nicht mehr zu sehen. Die grellen Blitze mit den Donnern kommen immer näher, bis es schließlich einen riesigen Knall tut, alle Lichter aus sind und es immer mehr wütet. Meine Frau hat Angst, dass uns der Sambesi wegspült, doch ganz soweit kommt es nicht. Nicht besser wird ihre Laune, als langsam Wasser von der Terrasse außen sich einen Weg ins Zelt sucht. Wir dichten mit Handtüchern ab. Gegen 2.00 Uhr flaut der Tropensturm etwas ab. Mit den Taschenlampen sehen wir, dass um das Zelt herum große Pfützen stehen - zum Glück steht das Zelt auf Stelzen! - und der Sambesi im Bett geblieben ist, im Gegensatz zu meiner Frau, die eine ganze Zeit lang auf einem Stuhl im Zelt gesessen ist.
Diese Nacht mit dem tobenden Tropensturm wird uns immer in Erinnerung bleiben. Es war kaum mit Gewittern bei uns zu vergleichen.
Nach dieser Nacht quält mich der Gedanke, ob ich den Aufenthalt auf der Lodge – ich hatte zwei Tage gebucht – nicht lieber abbrechen sollte. Da kommt es mir sehr entgegen, dass Cherie am Morgen vorschlägt, doch die Lodge lieber zu verlassen, denn bei weiterem Regen wäre dies mit dem Auto wahrscheinlich nicht mehr möglich. Fairerweise wird mir die bereits be-zahlte Übernachtung mit dem Boatcruise und dem Abendessen verrechnet. Vielen Dank!
Die folgenden Übernachtungen kann ich per Anruf jeweils um einen Tag vorverlegen. Johann schlägt dann vor, uns aus der Lodge herauszulotsen, denn auf dem Weg, auf dem wir gekommen waren, steht das Wasser bereits so hoch, dass eine Durchfahrt unmöglich ist.
Wir starten um 9.00 Uhr im Konvoi von 3 Fahrzeugen, voran Johann und am Ende die Amerikaner. Johann fährt auf nicht mehr erkennbaren Nebenwegen und querfeldein, was für einen Ortsunkundigen absolut unmöglich gewesen wäre. Auf halber Strecke bleibt der Amerikaner mit seinem Fahrzeug (Toyota 4x4 Hilux) das erste Mal stecken und Johann muss ihn mit seinem Fahrzeug herausziehen. Kurz vor einem Dorf fährt er sich dann zum zweiten Mal fest, dieses Mal aber so heftig, dass er bis zum Bodenblech festsitzt und wir ihn selbst mit unseren zwei Fahrzeugen nicht herausbekommen.
Mit viel Glück, tiefsten Wasserdurchfahrten und tiefen Schlammstrecken schaffen wir es endlich nach 2 Stunden die 5 km entfernte Gravelroad zu erreichen. Doch auch die nächsten 20 km auf dieser sind oft nur mit 4x4 „high range“ zu durchqueren, da die Piste nach dem Regen völlig verschlammt ist. Endlich ist die Teerstraße erreicht und wir können Richtung Katima Mulilo starten. Warum ist unser Auto nicht versackt? Nicht weil ich der bessere Fahrer bin, sondern weil wir einfach die besseren Reifen mit groben Stollen hatten. Darauf sollte man also unbedingt achten.
An der B8 verabschieden wir uns von den Amerikanern, die nach den heutigen Erfahrungen ihren Tourenplan ändern.
Der Rest des Tages besteht hauptsächlich aus der Fahrt bis an den Kawango zur Nunda Lodge.
11. Nunda River Lodge
Obwohl gerade ein Teil der Lodge renoviert wird, haben wir uns recht wohl gefühlt. Wir haben ein geräumiges Häuschen mit allem, was man braucht. Großer sauberer Pool ist vorhanden, aufmerksames und freundliches Management und Personal führt die Lodge, es gibt ordentliches Essen mit kleinen Abstrichen (Oryx-Steak zu dick und zu trocken). Eine Bootsfahrt haben wir witterungsbedingt und Gamedrive zeitbedingt nicht genutzt. Note +2
Nach dem Frühstück verlassen wir die Lodge wieder und fahren auf der B8 nach Rundu zur nächsten Zwischenstation, der Hakusembe Lodge am Okawango. Ich habe die Rückfahrt nach Windhoek bewusst in kurze Abschnitte aufgeteilt, um entspannt ans Ziel zu kommen. Doch so ganz entspannt wird der heutige Tag nicht.
Schon bei der Einfahrt in die Lodgepad irritiert mich ein Schild: Die Lodgezufahrt ist überflutet, eine Durchfahrt nicht möglich!
Bei einem Anruf, ob das zutreffe, kommt die Antwort, alles o.k., man solle das Schild einfach ignorieren. Die Anfahrt war aber tatsächlich nur mit 4x4 möglich!
12. Hakusembe River Lodge am Okawango Namibia (Note 4-)
Die Erfahrungen sind subjektiv und basieren nur auf diesem einen Tag.
Hakusembe hat eine sehr schöne Lodgeanlage mit großem Restaurant und großer Bar und vielen kleinen Häuschen. Vorhanden ist ein mittelgroßer Pool, der gesäubert wird, als die Gäste bereits darinnen sind.
Zum Zimmerbezug muss ich ein wenig ausholen.
11.30 Uhr Ankunft in der Lodge. Das Häuschen ist noch nicht fertig. O.k. wir sind ja auch früh dran, warten gerne bei einem Bier auf der Terrasse. Wir bekommen aber schon mal Haus Nr. 15, wir freuen uns, weil wir beim letzten Besuch das gleiche Haus hatten. Wir sollten etwa eine Stunde warten. Kein Problem!
12.45 Uhr wir sitzen noch auf der Terrasse, mit Blick auf Nr. 15, in das bis jetzt niemand einen Fuß hinein gesetzt hat. Wir bestellen uns im Restaurant einen Salat mit Hähnchenstreifen.
13.00 Uhr bestelle ich ein Glas Weißwein zum Essen, das noch nicht da ist.
13.45 Uhr kommt der Salat nach 1 Std. Wartezeit. Der Weißwein ist längst ausgetrunken, da er warm geworden ist.
14.00 Uhr noch immer war niemand am Haus. Frage: „Wann können wir in das Häuschen?“ Antwort: „Give me half an hour!“ o.k. Wir haben es ja nicht eilig!
15.00 Uhr neue Gäste treffen ein und bekommen Haus Nr. 1 zugewiesen. Inzwischen haben Angestellte gegessen, die das Essen nach 10 Min. bekommen haben. An unserem Haus war noch immer niemand. Meine ungeduldige Frage, wann wir denn endlich das Haus beziehen könnten? „Das Haus wurde desinfiziert, da können Sie frühestens um 17.00 Uhr rein! Sie können aber Haus Nr. 2 haben!“ Nebenbei bemerkt, das wäre bereits vor 2 Stunden fertig gewesen!
15.30 Uhr. Wir sind in Haus Nr. 2 eingezogen, nach 4 Std. Wartezeit!!
Kein Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung!
Auch hier die gleichen Mängel wie bei Namushasha: Alle kleinen „Aufmerksamkeiten“ fehlen, kein Insektenspray oder dgl., Kaffee und Kekse müssen extra an der Bar bezahlt werden.
Wir werden gefragt, ob wir an der Bootsfahrt teilnehmen wollen. Wir lehnen ab, da am Himmel absehbar ist, dass es in kurzer Zeit regnen wird. Andere Gäste fahren um 16.30 Uhr los und sind um 17.00 Uhr wieder da, weil es aus allen Wolken schüttet. Sie sollen am nächsten Tag die Bootsfahrt bezahlen, beschweren sich aber.
Abendessen. Die Linsensuppe war recht gut. Nudeln kalt, Rösti lauwarm, Oryxsteaks (Fleischschnitzelchen im Sud, aber keine Steaks!) wurden schon eine Stunde vor dem Servieren in einer großen Form nochmals zu Tode gekocht.
Am Morgen steht vor dem Frühstück Kaffee vor der Türe des Häuschens. Schön, aber welchen Sinn macht das, wenn man gerade zum Frühstück geht?
Mir scheint das Management total überfordert, Personal agiert (bewusst?) sehr langsam.
Wir sind so verärgert, dass wir den Aufenthalt nicht genießen können. Ein kleiner Spaziergang und ein kurzer Besuch im Pool sind die einzigen Aktivitäten.
Gleichzeitig ist noch eine Regierungsdelegation in der Lodge, die jede Menge Securities dabei haben und von einigen wichtigen Deutschen begleitet werden, die so wichtig sind, dass sie nicht einmal einen höflichen Gruß erwidern. 😈 Die Regierungsvertreter schlafen aber nicht in der Lodge, sondern in einem Hotel in Rundu.
So bleibt nur ein allereinziger Lichtblick:
Wir waren zuletzt in Hakusembe, als es kurz zuvor von Gondwana übernommen wurde. Und wir hatten so einen guten Eindruck!
Schade!
Schon bei der Einfahrt in die Lodgepad irritiert mich ein Schild: Die Lodgezufahrt ist überflutet, eine Durchfahrt nicht möglich!
Bei einem Anruf, ob das zutreffe, kommt die Antwort, alles o.k., man solle das Schild einfach ignorieren. Die Anfahrt war aber tatsächlich nur mit 4x4 möglich!
12. Hakusembe River Lodge am Okawango Namibia (Note 4-)
Die Erfahrungen sind subjektiv und basieren nur auf diesem einen Tag.
Hakusembe hat eine sehr schöne Lodgeanlage mit großem Restaurant und großer Bar und vielen kleinen Häuschen. Vorhanden ist ein mittelgroßer Pool, der gesäubert wird, als die Gäste bereits darinnen sind.
Zum Zimmerbezug muss ich ein wenig ausholen.
11.30 Uhr Ankunft in der Lodge. Das Häuschen ist noch nicht fertig. O.k. wir sind ja auch früh dran, warten gerne bei einem Bier auf der Terrasse. Wir bekommen aber schon mal Haus Nr. 15, wir freuen uns, weil wir beim letzten Besuch das gleiche Haus hatten. Wir sollten etwa eine Stunde warten. Kein Problem!
12.45 Uhr wir sitzen noch auf der Terrasse, mit Blick auf Nr. 15, in das bis jetzt niemand einen Fuß hinein gesetzt hat. Wir bestellen uns im Restaurant einen Salat mit Hähnchenstreifen.
13.00 Uhr bestelle ich ein Glas Weißwein zum Essen, das noch nicht da ist.
13.45 Uhr kommt der Salat nach 1 Std. Wartezeit. Der Weißwein ist längst ausgetrunken, da er warm geworden ist.
14.00 Uhr noch immer war niemand am Haus. Frage: „Wann können wir in das Häuschen?“ Antwort: „Give me half an hour!“ o.k. Wir haben es ja nicht eilig!
15.00 Uhr neue Gäste treffen ein und bekommen Haus Nr. 1 zugewiesen. Inzwischen haben Angestellte gegessen, die das Essen nach 10 Min. bekommen haben. An unserem Haus war noch immer niemand. Meine ungeduldige Frage, wann wir denn endlich das Haus beziehen könnten? „Das Haus wurde desinfiziert, da können Sie frühestens um 17.00 Uhr rein! Sie können aber Haus Nr. 2 haben!“ Nebenbei bemerkt, das wäre bereits vor 2 Stunden fertig gewesen!
Kein Wort des Bedauerns oder der Entschuldigung!
Auch hier die gleichen Mängel wie bei Namushasha: Alle kleinen „Aufmerksamkeiten“ fehlen, kein Insektenspray oder dgl., Kaffee und Kekse müssen extra an der Bar bezahlt werden.
Wir werden gefragt, ob wir an der Bootsfahrt teilnehmen wollen. Wir lehnen ab, da am Himmel absehbar ist, dass es in kurzer Zeit regnen wird. Andere Gäste fahren um 16.30 Uhr los und sind um 17.00 Uhr wieder da, weil es aus allen Wolken schüttet. Sie sollen am nächsten Tag die Bootsfahrt bezahlen, beschweren sich aber.
Abendessen. Die Linsensuppe war recht gut. Nudeln kalt, Rösti lauwarm, Oryxsteaks (Fleischschnitzelchen im Sud, aber keine Steaks!) wurden schon eine Stunde vor dem Servieren in einer großen Form nochmals zu Tode gekocht.
Am Morgen steht vor dem Frühstück Kaffee vor der Türe des Häuschens. Schön, aber welchen Sinn macht das, wenn man gerade zum Frühstück geht?
Mir scheint das Management total überfordert, Personal agiert (bewusst?) sehr langsam.
Wir sind so verärgert, dass wir den Aufenthalt nicht genießen können. Ein kleiner Spaziergang und ein kurzer Besuch im Pool sind die einzigen Aktivitäten.
Gleichzeitig ist noch eine Regierungsdelegation in der Lodge, die jede Menge Securities dabei haben und von einigen wichtigen Deutschen begleitet werden, die so wichtig sind, dass sie nicht einmal einen höflichen Gruß erwidern. 😈 Die Regierungsvertreter schlafen aber nicht in der Lodge, sondern in einem Hotel in Rundu.
So bleibt nur ein allereinziger Lichtblick:
Schade!
Durch die nächtlichen Regenfälle ist die Schlammpiste zur Lodge noch tiefer geworden. Die Security-Flotte mit der Regierungsdelegation – die übrigens nur auf der Lodge getagt und nicht dort übernachtet haben – hat die Lodge bereits verlassen und in einem tiefen Schlamm-stück einen PKW einfach stehen lassen. Niemand befindet sich in dem Auto, dem man helfen könnte.
Also umfahren wir den festsitzenden PKW links im tiefen Schlamm und sind froh wieder die Teerstraße zu erreichen.
Unsere Route geht weiter auf der B8 Richtung Grootfontein. Dort liegt unsere nächste Zwischenstation, die Fiume Gamelodge.
Es ist eine nette kleinere Lodge mit sauberen, zweckmäßig eingerichteten Häuschen, großem Garten, sauberem Pool, sehr nettem und freundlichem Management und Personal. Es gibt sehr schmackhaftes reichliches Essen und aufmerksame Bedienung. Note +2

Vom Game ist leider während unserer Anwesenheit nichts zu sehen, dann auch hier hat es in der Nacht heftig geregnet und überall stehen Pfützen und das Gras ist extrem hoch.
Aber ich finde ja immer was, was sich lohnt auf die Speicherkarte zu bannen.
Da wäre z.B. noch die Hofkonzertgruppe: Hähne und eine Henne kommen schnurstracks auf uns zu, setzen sich auf ein Holzgeländer und krähen wie Pavarotti und Co! 😄 😄
Na, wenn das keine Begrüßung ist! 😄

Unsere Route geht weiter auf der B8 Richtung Grootfontein. Dort liegt unsere nächste Zwischenstation, die Fiume Gamelodge.
Es ist eine nette kleinere Lodge mit sauberen, zweckmäßig eingerichteten Häuschen, großem Garten, sauberem Pool, sehr nettem und freundlichem Management und Personal. Es gibt sehr schmackhaftes reichliches Essen und aufmerksame Bedienung. Note +2
Aber ich finde ja immer was, was sich lohnt auf die Speicherkarte zu bannen.
Da wäre z.B. noch die Hofkonzertgruppe: Hähne und eine Henne kommen schnurstracks auf uns zu, setzen sich auf ein Holzgeländer und krähen wie Pavarotti und Co! 😄 😄
Da ich genügend Zeit habe, entdecke ich auch noch ein paar weitere Tierchen:
Maricoschnäpper, Wellenastrild und ein Ölkäfer auf einem Rosenstock

Hier treffe ich auch einen alten Bekannten wieder: Morris, von den Buschleuten in Grashoek, der mich vor ca. 11 Jahren zum ersten Mal bei den Buschleuten dort geführt und gedolmetscht hat. Er hat inzwischen Erna geheiratet, die ich ebenfalls gut kenne. Inzwischen haben sie zusammen 5 Kinder und Morris leitet mit Erna das Fiume Bushcamp, das man, wenn man San-Aktivitäten mitmachen will, ebenfalls besuchen kann.
Auf direktem Wege fahren wir am Morgen weiter nach Otjiwarongo und kommen mittags bei unseren Freunden auf der Farm an. Wie immer werden wir herzlich begrüßt, gut untergebracht, bestens verpflegt und liebevoll umsorgt.
Wir führen viele Gespräche über die aktuellen Situationen in Namibia und Deutschland und auf den beiden Farmrundfahrten lerne ich wiederviel Neues dazu und auch die Arbeit eines Farmers in Namibia schätzen. Sie bringen eine unglaubliche Leistung und müssen praktisch in vielen Berufen fit sein, um gut überleben zu können. Dabei wirft ihnen der Staat immer wieder Knüppel zwischen die Beine.
Nebenbei registriere ich noch zwei neue Vogelarten: Namaquatäubchen und Kalahariheckensänger
Zum Abschluss noch eine Farmidylle:
Wir verabschieden uns naxh zwei Tagen von unseren Freunden, schon ein wenig wehmütig, denn schließlich weiß man nie, ob man sich noch einmal wieder sieht.
Ich fahre durch ohne anzuhalten bis Windhoek und kann dort gleich wieder ein Zimmer in der Pension Sonneneck beziehen.
Da am Sonntagnachmittag in Windhoek die Gehsteige hochgeklappt werden, habe ich schnell noch ein wenig zum Essen für den Abend eingekauft und wir verbringen den Rest des Tages im Garten der Pension.
Da unser Flieger am nächsten Tag erst am Abend geht, haben wir noch einen Tag in Windhoek. Eigentlich wollte ich mich noch mit jemandem treffen, doch da kommen nur Ausreden und Absagen aufs Handy. Wir machen noch einen Spaziergang in Windhoek, dessen Lärm und Unruhe uns aber nach den vielen Erlebnissen in der Natur überhaupt nicht zusagt und so fahren wir zurück in die Pension, packen die Koffer und bleiben dort im Garten.
Gegen 15.00 Uhr gebe ich das Auto bei ASCO ab, die nichts zu beanstanden haben und uns dann gegen 16.00 Uhr zum Flughafen bringen.
Dann das übliche Procedere: Warten, warten, warten, 😗 Einchecken, Security Check, Warten, Boarding, Warten, Abflug, Essen, Schlafen, Essen,
- jetzt ist ja schon morgen! – Landung, Gepäck aufnehmen, zum Zug hasten (ersten Zug erwischt!) – Zugfahrt, Umsteigen (zum Glück innerhalb von drei Minuten den Anschlusszug erwischt) –Ankunft, Taxi, Zuhause. Saukalt!!! Aber im Garten blühen die Krokusse.
Zum ersten Mal sagt meine Frau: "Wir hätten ruhig noch etwas bleiben können. Es war schon aweng kurz. " 🤩
Tja, das war´s. Morgen setze ich noch ein kleines Schlusswort und ein paar Gedanken darunter.
Viele Grüße:
Burschi
Maricoschnäpper, Wellenastrild und ein Ölkäfer auf einem Rosenstock
Auf direktem Wege fahren wir am Morgen weiter nach Otjiwarongo und kommen mittags bei unseren Freunden auf der Farm an. Wie immer werden wir herzlich begrüßt, gut untergebracht, bestens verpflegt und liebevoll umsorgt.
Wir führen viele Gespräche über die aktuellen Situationen in Namibia und Deutschland und auf den beiden Farmrundfahrten lerne ich wiederviel Neues dazu und auch die Arbeit eines Farmers in Namibia schätzen. Sie bringen eine unglaubliche Leistung und müssen praktisch in vielen Berufen fit sein, um gut überleben zu können. Dabei wirft ihnen der Staat immer wieder Knüppel zwischen die Beine.
Nebenbei registriere ich noch zwei neue Vogelarten: Namaquatäubchen und Kalahariheckensänger
Ich fahre durch ohne anzuhalten bis Windhoek und kann dort gleich wieder ein Zimmer in der Pension Sonneneck beziehen.
Da am Sonntagnachmittag in Windhoek die Gehsteige hochgeklappt werden, habe ich schnell noch ein wenig zum Essen für den Abend eingekauft und wir verbringen den Rest des Tages im Garten der Pension.
Da unser Flieger am nächsten Tag erst am Abend geht, haben wir noch einen Tag in Windhoek. Eigentlich wollte ich mich noch mit jemandem treffen, doch da kommen nur Ausreden und Absagen aufs Handy. Wir machen noch einen Spaziergang in Windhoek, dessen Lärm und Unruhe uns aber nach den vielen Erlebnissen in der Natur überhaupt nicht zusagt und so fahren wir zurück in die Pension, packen die Koffer und bleiben dort im Garten.
Gegen 15.00 Uhr gebe ich das Auto bei ASCO ab, die nichts zu beanstanden haben und uns dann gegen 16.00 Uhr zum Flughafen bringen.
Dann das übliche Procedere: Warten, warten, warten, 😗 Einchecken, Security Check, Warten, Boarding, Warten, Abflug, Essen, Schlafen, Essen,
- jetzt ist ja schon morgen! – Landung, Gepäck aufnehmen, zum Zug hasten (ersten Zug erwischt!) – Zugfahrt, Umsteigen (zum Glück innerhalb von drei Minuten den Anschlusszug erwischt) –Ankunft, Taxi, Zuhause. Saukalt!!! Aber im Garten blühen die Krokusse.
Zum ersten Mal sagt meine Frau: "Wir hätten ruhig noch etwas bleiben können. Es war schon aweng kurz. " 🤩
Tja, das war´s. Morgen setze ich noch ein kleines Schlusswort und ein paar Gedanken darunter.
Viele Grüße:
Burschi
Hallo nochmal zum Schluss,
Als ich vor fast 20 Jahren zum ersten Mal nach Namibia reiste, da
- konnte man den Flug noch kurz vor dem Termin als Schnäppchen für damals 370 DM im Internet ersteigern
- standen in Windhoek mal 3-4 Autos an einer Ampel
- ist man auf der Strecke nach Okahandja vielleicht einem oder zwei Autos begegnet
- habe ich nie in der Etoscha vorgebucht, weil immer eine Campsite frei war
- sind wir 3 Tage im Kaokoveld unterwegs gewesen ohne einem Menschen zu begegnen
- fuhren noch keine Busse in der Etoscha oder im Sossusvlei umher und unterwegs ist man in 2 Stunden oft nur einem Auto begegnet
- waren die meisten Strecken Gravelroads, besonders auch die im Caprivi und so konnte man nur wesentlich kürzere Strecken an einem Tag fahren
- standen zwischen Swakopmund und Walvis 5 kleine Hütten
- gab es noch keine Diskussion über die Kriminalität, Namibia galt als sicherstes Land Afrikas.
- war Namibnia das Land der unendlichen Weite und das Land der "Roten Stille"
Das hat sich alles geändert!
- Die Städte Windhoek und Swakopmund sind explodiert, in Höhe und Ausdehnung.
- In gleichem Maße ist der Ausbau der Straßen fortgeschritten, es wird gerast, überholt und gestorben.
- Die Kriminalität ist durch den steigenden Geldbedarf für Handys und andere Statussymbole exponentiell angestiegen.
- An den Wasserlöchern in der Etoscha stehen oft drei Busse vor einem Löwenpaar und man hat Mühe zwischen denen durchzuschauen.
- Bei der Einfahrt in den Sossusvlei stehen am Morgen endlose Kolonnen von Autos mit laufendem Motor.
- Und es haben sich auch die Touristen verändert, nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihrer Art und dem Verhalten. Es gab nicht den Pauschaltouristen, der seine Reise bei A... oder L... gebucht hat, vorher nie einen Reisebericht gelesen hat, nach stundenlanger Busfahtrt mit lautem Gegröhle erst mal in der Lodge an die Bar stürmt, sich lauthals darüber beschwert, wenn in der Trockenzeit der Pool nicht befüllt ist, am nächtlichen Wasserloch oder beim Gamedrive in Partylaune ist.
Vorherrschend war der Individualtourist, der sich schon zu Hause eingehend mit dem Land, das er immer ohne Navi bereist hat, intensiv auseinander gesetzt hat und die Pirschfahrt selbst unternommen hat. Längst gab es noch nicht die unendliche Zahl von Gamedrivefahrzeugen, die sich per Funk verständigen und bei einer Löwenmeldung dann losrasen, um dort dann zu 20 oder mehr Fahrzeugen einer Paarung zuzusehen. Längst gab es auf dem Chobe nicht eine Armada von Booten, die bei Sichtung einer Elefantenherde losrasen und mit ihrem Wellenschlag sämtliche Gelege der Jacanas zerstören.
Ja, ich weine der Vergangenheit nach. Nein ich missgönne den Leuten heute Namibia nicht! Aber es ist nicht mehr das Namibia, das ich so lieben gelernt habe, in dem ich viele Freunde gefunden habe, in dem ich seit vielen Jahren Sozialprojekte unterstütze.
In diesem Zusammenhang muss man auch meine Kritik an den Lodges von Gondwana verstehen. Ich habe - mit Ausnahme von Canyon Village alle Gondwana Lodge s besucht. Ich war in Damara Mopane, Namushasha, Hakusembe jeweils kurz nach der Eröffnung. ich war von der Anlage und der Idee begeistert. Ich habe im Gespräch mit Manfred Goldbeck ihm zu seinen Ideen und seinem Engagement und der sehr guten Qualität der Lodges gratuliert.
Aber wie sich Namibia verändert hat, haben sich auch meine Erfahrungen mit Gondwana verändert. Von den negativen Eindrücken auf Namushasha und Hakusembe habe ich hier ja schon berichtet, doch auch auf Damara Mopane hatte ich beim letzten Besuch am Wochenende bei Abwesenheit der Manager Ballermannatmoshäre am Pool und in der Bar; auf Kalahari Anib hat ein völlig betrunkener Kegelverein aus Vorarlberg die Lodge bis nachts um ein Uhr aufgemischt und ... Nein, Gondwana hat auf seinen Lodge die Kapazitäten für den neuen Pauschaltourismus und für die Touristen, die früher an den Stränden der Türkei und Ägyptens, in Tunesien und sonstwo ihr Unwesen trieben. Es tut mir leid, das so krass auszudrücken.
Die Konsequenz: Nach fast 20 jahren werde ich Namibia als Urlaubsziel streichen. Ich werde vielleicht nochmal meine Freunde und die Sozialprojekte besuchen. Aber das Feuer für das Land ist wie die untergehende Sonne Afrikas erloschen.
Viele liebe Grüße - ich gönne euch den Urlaub in Namibia, aber ich suche andere Ziele:
Burschi
Als ich vor fast 20 Jahren zum ersten Mal nach Namibia reiste, da
- konnte man den Flug noch kurz vor dem Termin als Schnäppchen für damals 370 DM im Internet ersteigern
- standen in Windhoek mal 3-4 Autos an einer Ampel
- ist man auf der Strecke nach Okahandja vielleicht einem oder zwei Autos begegnet
- habe ich nie in der Etoscha vorgebucht, weil immer eine Campsite frei war
- sind wir 3 Tage im Kaokoveld unterwegs gewesen ohne einem Menschen zu begegnen
- fuhren noch keine Busse in der Etoscha oder im Sossusvlei umher und unterwegs ist man in 2 Stunden oft nur einem Auto begegnet
- waren die meisten Strecken Gravelroads, besonders auch die im Caprivi und so konnte man nur wesentlich kürzere Strecken an einem Tag fahren
- standen zwischen Swakopmund und Walvis 5 kleine Hütten
- gab es noch keine Diskussion über die Kriminalität, Namibia galt als sicherstes Land Afrikas.
- war Namibnia das Land der unendlichen Weite und das Land der "Roten Stille"
Das hat sich alles geändert!
- Die Städte Windhoek und Swakopmund sind explodiert, in Höhe und Ausdehnung.
- In gleichem Maße ist der Ausbau der Straßen fortgeschritten, es wird gerast, überholt und gestorben.
- Die Kriminalität ist durch den steigenden Geldbedarf für Handys und andere Statussymbole exponentiell angestiegen.
- An den Wasserlöchern in der Etoscha stehen oft drei Busse vor einem Löwenpaar und man hat Mühe zwischen denen durchzuschauen.
- Bei der Einfahrt in den Sossusvlei stehen am Morgen endlose Kolonnen von Autos mit laufendem Motor.
- Und es haben sich auch die Touristen verändert, nicht nur in ihrer Anzahl, sondern auch in ihrer Art und dem Verhalten. Es gab nicht den Pauschaltouristen, der seine Reise bei A... oder L... gebucht hat, vorher nie einen Reisebericht gelesen hat, nach stundenlanger Busfahtrt mit lautem Gegröhle erst mal in der Lodge an die Bar stürmt, sich lauthals darüber beschwert, wenn in der Trockenzeit der Pool nicht befüllt ist, am nächtlichen Wasserloch oder beim Gamedrive in Partylaune ist.
Vorherrschend war der Individualtourist, der sich schon zu Hause eingehend mit dem Land, das er immer ohne Navi bereist hat, intensiv auseinander gesetzt hat und die Pirschfahrt selbst unternommen hat. Längst gab es noch nicht die unendliche Zahl von Gamedrivefahrzeugen, die sich per Funk verständigen und bei einer Löwenmeldung dann losrasen, um dort dann zu 20 oder mehr Fahrzeugen einer Paarung zuzusehen. Längst gab es auf dem Chobe nicht eine Armada von Booten, die bei Sichtung einer Elefantenherde losrasen und mit ihrem Wellenschlag sämtliche Gelege der Jacanas zerstören.
Ja, ich weine der Vergangenheit nach. Nein ich missgönne den Leuten heute Namibia nicht! Aber es ist nicht mehr das Namibia, das ich so lieben gelernt habe, in dem ich viele Freunde gefunden habe, in dem ich seit vielen Jahren Sozialprojekte unterstütze.
In diesem Zusammenhang muss man auch meine Kritik an den Lodges von Gondwana verstehen. Ich habe - mit Ausnahme von Canyon Village alle Gondwana Lodge s besucht. Ich war in Damara Mopane, Namushasha, Hakusembe jeweils kurz nach der Eröffnung. ich war von der Anlage und der Idee begeistert. Ich habe im Gespräch mit Manfred Goldbeck ihm zu seinen Ideen und seinem Engagement und der sehr guten Qualität der Lodges gratuliert.
Aber wie sich Namibia verändert hat, haben sich auch meine Erfahrungen mit Gondwana verändert. Von den negativen Eindrücken auf Namushasha und Hakusembe habe ich hier ja schon berichtet, doch auch auf Damara Mopane hatte ich beim letzten Besuch am Wochenende bei Abwesenheit der Manager Ballermannatmoshäre am Pool und in der Bar; auf Kalahari Anib hat ein völlig betrunkener Kegelverein aus Vorarlberg die Lodge bis nachts um ein Uhr aufgemischt und ... Nein, Gondwana hat auf seinen Lodge die Kapazitäten für den neuen Pauschaltourismus und für die Touristen, die früher an den Stränden der Türkei und Ägyptens, in Tunesien und sonstwo ihr Unwesen trieben. Es tut mir leid, das so krass auszudrücken.
Die Konsequenz: Nach fast 20 jahren werde ich Namibia als Urlaubsziel streichen. Ich werde vielleicht nochmal meine Freunde und die Sozialprojekte besuchen. Aber das Feuer für das Land ist wie die untergehende Sonne Afrikas erloschen.
Viele liebe Grüße - ich gönne euch den Urlaub in Namibia, aber ich suche andere Ziele:
Burschi