Kamerun 2018

9 Antworten · 2'730 Aufrufe · gestartet 17. Feb. 2017 von trsi
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Themenstarter708 Beiträge · seit 201517. Feb. 2017 · #1
Liebe Fomis,

ich werde voraussichtlich Jan/Feb 2018 an einer Weiterbildungsreise nach Kamerun teilnehmen. Die Ziele werden im Südwesten sein: Buéa, Kumba und Bamenda. Das Programm wird vorgegeben sein, gerne möchte ich mich aber nach Möglichkeit vorgängig etwas einlesen.

Einen Reiseführer habe ich von Reise Know-How entdeckt. Habt ihr vielleicht noch weitere Literaturtipps für Kamerun oder ein paar Infos und Hinweise zur genannten Region?

Ich weiss, hat nicht viel mit dem südlichen Afrika zu tun... aber wer weiss, welche Reiseerfahrungen ihr alles mitbringt 🤩

Danke! 😁

Cheers
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
319 Beiträge · seit 201217. Feb. 2017 · #2
Ich würde Cameroon von Bradt als Reiseführer empfehlen - der ist wirklich gut, auch bezüglich der Informationen, um auf eigene Faust unterwegs zu sein (Buszeiten etc.). Ich war vor 2 1/2 Jahren dort mit dem Rad unterwegs, unter anderem auch da, wo du sein wirst. Hier ein kleiner Bericht.
Nun ja, so richtig vom Hocker hat mich das Land nicht gehauen. Aber das ist ja Ansichtssache.
7'296 Beiträge · seit 200617. Feb. 2017 · #3
Moin trsi,

auch ich war 2003 dort mit dem Rad unterwegs. Mir hat es seinerzeit sehr gefallen, aber zwischen damals und toumtoums Erfahrungen liegen halt auch ein paar Jahre. Handys gab es praktisch keine und so arg viele Holzlaster waren es auch nicht, obgleich schon illegal abgeholzt wurde.

In der Region um Bamenda liegen einige Fontümer. Kamerun besteht ja aus über 280 Ethnien mit jeweils eigener Sprache und einige haben noch ihren König, den man Fon nennt. Den Wohnsitz einiger Fons (Plural?) kann man besichtigen bzw. gibt es Mussen dort. Diese Fons haben auch heute noch einen sehr großen Einfluss in der Politik.

In der Region liegen auch die Ekom-Wasserfälle. In der Region wurden Szenen des Tarzanfilms "Greystoke" mit Christopher Lambert gedreht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter708 Beiträge · seit 201519. Feb. 2017 · #4
Ich danke euch beiden herzlich! 😁

toumtoum, habe deinen Bericht mit grosser Neugier gelesen. Verglichen mit den Erfahrungen von Wolfgang scheint sich ja einiges geändert zu haben. Da bin ich jetzt schon gespannt, wie ich es erleben werde. Bei einer Weiterbildungsreise in einer Gruppe ist es ja nochmals ganz anders als individuell (und erst recht, als individueller Radfahrer!).

Von den Fontümern habe ich schon gelesen, das klingt sehr spannend. Ich hoffe, dass wir das kennen lernen werden.

Ich bestell mir wohl einfach erst mal den Reise Know-How und schaue dann weiter.

Danke euch
Cheers
trsi
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7'296 Beiträge · seit 200619. Feb. 2017 · #5
... noch 'ne Info ...
Kamerun war ja deutsche, englische und französiche Kolonie. Nach Aussagen Einheimischer (ich habe es nicht überprüft) haben die Deutschen das Schulwesen und die Kirchen eingeführt, während die Engländer und Franzosen nur Rohstoffe ausgebeutet haben. Als Deutscher hat man dort einen Bonus und als Schweizer ohnehin. Die betreiben dort kirchliche Organisationen mit Entwicklungshilfeprojekten.

In Kamerun gibt es mehr Deutsch lernende Kinder in den Schulen als irgendwo sonst in Afrika (auch mehr als in Namibia). Die Schulen sind allerdings so schlecht, dass Du selten verstehst, was die Kinder sagen und dann geht es doch wieder auf Englisch. Die Region, die Du bereist, ist ja vorwiegend englischsprachig.

Gruß
Wolfgang
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Themenstarter708 Beiträge · seit 201522. Feb. 2017 · #6
Danke, Wolfgang! Klingt sehr spannend, ich freue mich auf die Begegnungen und Erlebnisse 😁
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7'296 Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #7
... wenn Du die Möglichkeit hast, besuche mal einen Gottesdienst. Das ist in Afrika irgendwie immer recht spannend. Halte dann aber ein bisschen Kleingeld lose in der Hosentasche bereit.
Da wird höchstwahrscheinlich entweder jemand mit 'nem Klingelbeutel rumlaufen oder alle Kirchenbesucher stehen gegen Ende auf und gehen in einer Reihe nach vorne und werfen ein bisschen Kleingeld rein.

Es ist blöd, wenn man dann erst im Portemonnaie kramen muss oder -viel schlimmer- gar kein Geld dabei hat.
Dann sieht man als reicher Europäer halt in den Augen der Afrikaner arg knausrig aus.

Gruß
Wolfgang
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202 Beiträge · seit 201423. Feb. 2017 · #8
Hallo Trsi,
hier noch ein paar Tipps zu Deinem Aufenthalt:
- Wie schon von den Vorschreibern genannt, unbedingt die Ring Road mit den Königstümern anschauen. Es gibt/gab (?) eine Karte, in der alle Chefferien mit ihren Besonderheiten aufgeführt sind.
- Wenn Du die farbenfrohen afrikanischen Stoffe magst, in Bamenda auf dem Markt gibt es eine Textilstrasse mit sehr viel Auswahl der schönen gebatikten Stoffe. Es gibt auch viel Poly-Ramsch, man muss ein bisschen nach den Qualitätsstoffen schauen.
- Das "Museum of civilisation", 2011 eröffnet, in Dschang ist absolut einen Besuch wert. Eine sehr gut aufbereitete Ausstellung.
- Ein schöner Ausflug ist ein Besuch in Bamessing, 15 km östlich von Bamenda. Es gibt ein sehr gemütliches Gästehaus (www.prescraft.com/guest_house_bamessing). Man fühlt sich in alte Kolonialzeiten zurückversetzt und bekommt im schönen Garten auch ein sehr gutes Essen serviert. Und nebenan gibt es eine Töpferei, ebenfalls ein Projekt der Presbyterianer, man erhält dort eine informative Führung von der Lehmgrube bis zu den Brennöfen. Und es gibt einen Laden, in dem man die Produkte erwerben kann, sehr schönes Geschirr, Masken etc.
- noch ein Literaturtipp: Martine Rammer, 30 Kühe, ein Reisebericht einer Reise quer durch Kamerun (www.marasweltreisen.de)
und den schon genannten Bradt Reiseführer Cameroon von Ben West.
- auch wir haben einen Gottesdienst besucht und waren sehr beeindruckt von den Gesängen und Tänzen
Eine erlebnisreiche Reise wünscht
Anne
zwischen 1991 und 2008 diverse Aufenthalte Jemen - 2011 Südafrika - 2013 Kamerun - 2016 Namibia - 2018 Namibia
Themenstarter708 Beiträge · seit 201526. Feb. 2017 · #9
Ich danke euch beiden für die vielen Inputs! Nun warte ich erstmal auf den Reiseführer 😁

VG trsi
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Themenstarter708 Beiträge · seit 201526. Dez. 2017 · #10
In rund einem Monat ist es endlich soweit 🙂 Das Reiseprogramm sieht gut aus. Vieles von dem, was ihr erwähnt habt, ist drin. Chefferien, zwei Gottesdienste, Prescraft mit seinen Töpfereien und vieles mehr. Ich freue mich riesig und werde sicher wieder viele Bilder nach Hause bringen. Auch wenn es fernab des südlichen Afrikas liegt... ein paar Infos werde ich wohl beisteuern können, falls sonst mal wieder jemand Richtung Kamerun aufbricht 😛

Cheerio
trsi
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