JSJSBrokerThemenstarter17 Beiträge · seit 201716. Jan. 2017 · #1Hi liebe Namibia-Freunde,
ich lese zwar schon eine Weile mit, allerdings ist dies mein erster eigener Beitrag 🙂
Ich war auch bereits 2007 in Namibia und plane im März erneut zu gehen. Nun sind trotz aller Reiseführer und Forum-Recherche 2 Fragen aufgetaucht:
1. Sandwich Harbour: Wir sind Selbstfahrer mit einem 4x4 Wagen. Wir sind auch einigermaßen Afrika erfahren und schon einiges off-road gefahren. Wir wollten daher zum Sandwich Harbour selbst hinunter fahren weil hier irgendwo stand das wäre kein Problem.
Nun habe ich aber gestern im Ivanowski Reiseführer diesen Abschnitt gelesen und da stand drin:" Wir empfehlen keinesfalls den Sandwich Harbour auf eigene Faust zu fahren. Es ist sehr gefährlich und in den brauen Löchern ist schon der ein oder andere Wagen versunken".
Obwohl ich bis jetzt sicher war das zu fahren hat mich das verunsichert. Daher die Frage an jemand hier im Forum der das schon gefahren ist. Kann jemand berichten ob das wirklich so kritisch ist oder für jemand mit off-road Erfahrung gut zu meistern ist. Ich kann mir das eben nicht wirklich vorstellen wir das dort sein soll. Ich stell mir halt eine Sandpiste vor. Würde Luft aus den Reifen nehmen und in niedrigem Gang fahren.
2. Permits: Fast überall kann man ja die Permits direkt am Gate oder der Unterkunft kaufen. Aber ich habe noch nicht so ganz den Überblick welche man bereits in Windhoek kaufen muss. Wir möchten z.b. direkt von Windhoek ins Naukluftgebirge bei Büllsport und dort auf den Olive Trail. Die Permits muss man hier wohl in Windhoek besorgen da vor Ort das Gate oft nicht besetzt ist. Gibt es noch andere Orte bei denen das nicht so einfach am Gate zu kaufen ist?
Danke euch allen schonmal vorab für eure Hilfe!
Beste Grüße
CACan890 Beiträge · seit 201616. Jan. 2017 · #2
Logi16,9k Beiträge · seit 201216. Jan. 2017 · #3Hallo JSBroker,
Sandwich Harbour: Wir sind Selbstfahrer mit einem 4x4 Wagen. Wir sind auch einigermaßen Afrika erfahren und schon einiges off-road gefahren. Wir wollten daher zum Sandwich Harbour selbst hinunter fahren weil hier irgendwo stand das wäre kein Problem.
Was sagt denn Euer Leihwagenvermieter zu dieser netten Idee? 😉
Und - seid Ihr bereit im Ernstfall, sagen wir mal, 30-40.000 Euro für den Spaß zu zahlen?
LG
Logi
NamiBilly444 Beiträge · seit 201116. Jan. 2017 · #4Hallo JSBroker,
falls das Fahrzeug ein Mietwagen sein sollte, wird dir dein Vermieter kaum erlauben nach Sandwich Harbour zu fahren.
Gruß NamiBilly
JSJSBrokerThemenstarter17 Beiträge · seit 201716. Jan. 2017 · #5Hi Logi,
danke für die Videos.
...nein natürlich sind wir das nicht. Aber das ist ja auch nicht die Frage.
Die Frage ist, wer hat nun recht? Die Foren und Internet Berichte, die sagen das ist alles kein Problem oder der Reiseführer der davon abrät.
Ich möchte einfach ein Gefühl dafür bekommen. Es müsste für sowas wie beim Klettern solche Alpinen- Schwierigkeitsgrade geben.
Die im letzten Video scheinen ja auch private Personen zu sein und die Strecke sieht mir da jetzt nicht so anspruchsvoll aus in dem Video.
Logi16,9k Beiträge · seit 201216. Jan. 2017 · #6Nochmals, Dir wird kein Leihwagenvermittler erlauben nach Sandwich Harbour zu fahren.
Tust Du es trotzdem, verlierst Du jeglichen Versicherungsschutz und zahlst im Ernstfall nicht nur die Bergungskosten sondern auch das komplette Fahrzeug.
LG
Logi
JSJSBrokerThemenstarter17 Beiträge · seit 201716. Jan. 2017 · #7Bei unserem steht nur dabei, dass er nicht "möchte" dass man den van Zyls Pass fährt. Von Sandwich Harbour steht nichts dabei...
CACan890 Beiträge · seit 201616. Jan. 2017 · #8Hallo,
na dann - Versuch macht kluch.... Vergiss aber nicht, dir die Tidenstandszeiten vorher zu besorgen.
Auch hier im Forum gibt es viele Leute, bei denen alles easy, alles fun, alles no problem ist..... Von daher musst du selber entscheiden, wem du mehr glaubst oder es eben selber probieren. Nur dann bist du dir ganz sicher.
VG
NamiBilly444 Beiträge · seit 201116. Jan. 2017 · #9Hallo JSBroker,
falls du wirklich solche Aussagen gefunden hast, dass die Strecke nach Sandwich Harbour absolut easy going ist, also eine leichte Sandstrecke, ähnlich wie die letzten 5 Kilometer zum Sossusvlei, dann solltest du davon ausgehen, dass das möglicherweise jemand gesagt hat, der sehr viel Erfahrung mit Sand- und Strandfahren hat und ein Superfahrzeug. Fall du einen HiLux Dachzeltcamper mieten solltest, wird für einige Dünen die Motorleistung nicht ausreichen.
Solltest du den Wagen direkt am Strand im nassen Sand versenken, sind die besagten 30 - 40.000 € fällig, so wie von Logi beschrieben.
Die Alternative ist, dass man sich ganz entspannt zu einem Tour Operator in den 4-Wheeler setzt und die Fahrt genießt.
Gruß NamiBilly
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200616. Jan. 2017 · #10Hallo
Ich bin öfters in der Gegend unterwegs gewesen. Ich fahre auch am Strand entlang nach Sandwich Harbour. Vorher prüfe ich die Gezeiten genau.
Durch die Dünen zurück, wie es die Anbeiter auf Ihren Touren machen, traue ich mich ohne erfahrenen Guide nicht. Da habe ich zu wenig Erfahrung und mein eigenes Fahrzeug ist dafür zu wenig geeignet. Es hat da einige Löcher. Wenn Du da rein fährst, kommst Du mit dem Fahrzeug vermutlich nie mehr raus.
Du brauchst für Sandwich Harbour übrigens ein Permit welches Du in Swakopmund erhältst.
Herzliche Grüsse
Chrigu
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Elde269 Beiträge · seit 201617. Jan. 2017 · #11Hallo JSBroker,
geht es dir bei der Tour nach Sandwhich Harbour nur um den Fahrspaß über Sanddünen mit einem Allrad zu fahren, oder möchtest du bei dieser Tour auch etwas über die Tier- und Pflanzenwelt in der Wüste erfahren? Sollte das Zweite der Fall sein, wirst du wahrscheinlich mit einer geführten Tour besser fahren. Wir haben eine geführte Ganztagestour nach Sandwhich Harbour und von dort aus in die Namib gemacht mit Dünenfahrt und allem drum und dran. Da kann ich nur folgenden Anbieter empfehlen:
Bruno and Kate Nebe
Turnstone Tours
Swakopmund, Namibia
tel: 00264 64 403123
fax: 00264 64 403 290
email: turn@iafrica.com.na
websites: www.turnstone-tours.com & www.mundulea.com
Gruß
Lothar
Alle Reiseberichte auf meiner Homepage:
https://fldegen.jimdo.com/ JSJSBrokerThemenstarter17 Beiträge · seit 201723. Feb. 2017 · #12Hi, also um ganz ehrlich zu sein geht es uns hauptsächlich um den Fahrspaß und die Herausforderung die Strecke zu meistern 😉
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #13Hi JSBroker,
Hi, also um ganz ehrlich zu sein geht es uns hauptsächlich um den Fahrspaß und die Herausforderung die Strecke zu meistern
dafür gibt es den 4x4-Dünen-"Spielplatz" zwischen Langstrand und Walvis Bay (hier genau auf S. 7 eingezeichnet:
http://www.nacoma.org.na/cms_documents/DorobNationalPark_Rules&Regulations_Dec2012.pdf. Nach Sandwich Harbour musst Du Dich ohnehin an die sehr strengen Vorgaben des MET halten, was Fahrwege etc. (es gibt dort Holz- und Steinmarkierungen in den Dünen) angeht.
Die Herausforderung kann Dich eben bei einem Mietwagen die Versicherung kosten. Kläre das unbedingt vorher mit dem Vermieter.
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
chamäleon20112'497 Beiträge · seit 201123. Feb. 2017 · #14Was für einen Hilux habt Ihr denn, sicher keinen 2.5, sondern einen 3.0 mit Of-Roadbereifung?? Vielleicht findet Ihr ja ein Training, bei dem Ihr Grundsätzliches lernen könnt. Vielleicht wollt Ihr ja auch nur die "einfache" Strecke am Strand hin und wieder zurück, da ist die fahrerische Herausforderung vielleicht etwas geringer, der Spaß und die tolle Aussicht aber auch. Wenn Ihr die Tide nicht korrekt abpasst, nehmt Ihr auch Schaden, weil die Autos es nicht so sehr mögen, im Salzwasser zu baden.
Über die Dünen zu fahren, bedingt nicht nur Sanderfahrung sondern auch genaue Kenntnis der Landschaft, weil man ohne Schwung nicht hochkommt und genau wissen muss, wie es dahinter aussieht, sieht man aber beim Rauffahren nicht. Alle Anbieter, mit denen wir bisher gefahren sind, haben berichtet, dass sie sehr regelmäßig Autos, die auf dem Dach unter einer Steilseite liegen, rausholen müssen. Da ist dann die Versicherung das kleinere Problem.
Bei den Touranbietern dürfen "Neulinge", die mitarbeiten sollen, daher auch wochenlang nur hinter einem Fahrzeug mit einem erfahrenen Fahrer herfahren. Das Gleiche gilt für Leute mit eigenem Fahrzeug auf geführten Touren.
Viele Grüße
Karin
P.s. Steht in Deiner Wagenpolice wirklich, dass Dünenfahrten erlaubt sind? Kannst Du den Anbieter nennen, das interessiert bestimmt einige Cracks hier.
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
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Topobär5'479 Beiträge · seit 200923. Feb. 2017 · #15Das Fahren in den Dünen ist schon sehr anspruchsvoll, wenn man den Wagen nicht schrotten will. Dann auch noch gleichzeitig die Ideallinie durch das Sandmeer zu finden ist extrem schwierig, da man mit einem Auto häufig nicht einfach umdrehen kann, um sich einen alternativen Weg zu suchen. Ich war bei unserer Namibdurchquerung sehr froh, immer die Spuren des Guides zu haben, an denen ich mich orientieren konnte. Viele denken auch, nach Sandwich Harbour ist es ja nur ein kurzes Stück in die Namib; dabei wird gerne übersehen, dass die Dünen in dem Gebiet zu den anspruchsvollsten der Passagen der Namib gehören.
JSJSBrokerThemenstarter17 Beiträge · seit 201723. Feb. 2017 · #16Den Spielplatz bei Düne 7 kenn ich und bin ich auch schon gefahren. Fand ich nett aber nicht wirklich anspruchsvoll.
Ja wir haben einen Hilux 2.5 mit off-Road Bereifung. Vermieter ist Savannah. Dort steht zumindest nirgends in den Bedingungen das Dünenfahrten nicht erlaubt sind. Nur der van Zyls Pass ist ausdrücklich ausgenommen.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200623. Feb. 2017 · #17Hi JSBroker,
Vermieter ist Savannah. Dort steht zumindest nirgends in den Bedingungen das Dünenfahrten nicht erlaubt sind.
Aha, und was bedeutet:
Dune Driving - ( Namib Desert, Lüderitz-Walvis Bay, Skeleton Coast) is strictly not allowed.(
https://www.savannacarhire.com.na/back-up-service)
BEste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200723. Feb. 2017 · #18JSBroker schrieb:
1. Sandwich Harbour: Wir sind Selbstfahrer mit einem 4x4 Wagen. Wir sind auch einigermaßen Afrika erfahren und schon einiges off-road gefahren. Wir wollten daher zum Sandwich Harbour selbst hinunter fahren weil hier irgendwo stand das wäre kein Problem.
Nun habe ich aber gestern im Ivanowski Reiseführer diesen Abschnitt gelesen und da stand drin:" Wir empfehlen keinesfalls den Sandwich Harbour auf eigene Faust zu fahren. Es ist sehr gefährlich und in den brauen Löchern ist schon der ein oder andere Wagen versunken".
Das sind zwei unterschiedliche Paar Schuhe, die da beschrieben werden.
Am Strand nach Sandwich Harbour und zurück zu fahren ist - wenn man die Fahrt gemäß den Gezeiten ausrichtet - für jemandem, der schon mal auf einem Strand gefahren ist, kein wirklich großes Problem. Alleine ist's halt immer ein gewisses Risiko, falls man doch irgendwo steckenbleibt und dann die Flut kommt. Aber fahrerisch ist das jetzt mal keine Rocketsience, da ist das Stück nach Sossusvlei anspruchsvoller.
Etwas *ganz* anderes ist es, wenn man die Rückfahrt (so wie die meisten Tour-Anbieter) durch die Dünen fahren möchte. Das würde ich alleine ohne viel Erfahrung in diesem Gebiet keinesfalls wagen.
JSJSBrokerThemenstarter17 Beiträge · seit 201726. Feb. 2017 · #19Wir haben extra nochmal nachgefragt. Namib Dessert ist in der Tat nicht erlaubt aber Sandwich Harbour dürfte man.
Danke für den Hinweis dergnagflow. Das klingt gut, denn nichts anderes wollten wir tun. Ich glaube dann werden wir das wohl doch wagen 🙂
dergnagflow2'536 Beiträge · seit 200726. Feb. 2017 · #20Wie gesagt, erkundigt euch auf jeden Fall vorher hinsichtlich der Gezeiten.
Wenn die Flut kommt, ist zwischen Dünenwand und Wasser kein Platz mehr:
http://img.namibia-forum.ch/media/kunena/attachments/2219/h9944fe7.jpgWie wir dort waren, war's bei der Rückfahrt eigentlich schon recht eng:
https://www.youtube.com/watch?v=OuIS2cncDt0 Unser Guide hat uns trotzdem hingebracht, allerdings sind wir dann bei der Rückfahrt eben in die Dünen gefahren. Am Strand wäre es da auch nicht mehr weitergegangen.