JSjscThemenstarter8 Beiträge · seit 200715. Jan. 2007 · #1Hallo,
wir möchten im Sep.2007 für 3 Wochen das erste Mal nach Namibia.
Nachdem unzählige Anbieter und Veranstalter im Internet zu finden sind, haben wir dieses Forum gefunden 🙂
Wir sind noch nicht sicher, ob wir eine geführte Tour oder einen Mietwagen nehmen sollten. Tendieren tun wir zum Mietwagen. Dann ist die Frage, ob es evtl besser ist, nicht alle Stationen (welche die meisten Anbieter im Programm haben, also vom Süden - Fish River - bis Norden - Etosha - anzufahren, da wir auch nicht zuviel Stress im Urlaub haben wollen.
Was habt ihr bei Eurer ersten Reise nach Namibia gemacht? Ist es evtl sinnvoll ein Selbstfahrerangebot eines Namibia-Spezialisten (umfulana-reisen, nature-trekking etc.) erstellen zu lassen?
Vielen Dank schonmal für Eure Antworten.
helen1'490 Beiträge · seit 200615. Jan. 2007 · #2Hallo jsc,
da wirst du hier ganz verschiedene Meinungen hören. Diese Frage wurde schon öfters gestellt.
Ich war das erstemal mit einer geführten Reisegruppe unterwegs und fand es sehr schön. Aber es hatte auch alles gepasst. Kleine Gruppe, nette Leute usw. Hätte auch anders ausgehen können. Aber für einen ersten Überblick fand ich die Reise damals sehr schön.
Viel Spaß bei der Planung,
Gruß
helen
DADagut349 Beiträge · seit 200615. Jan. 2007 · #3Ich war im Juli das erste Mal für 18 Tage in Namibia. Hatte zuerst auch überlegt, eine geführte Tour zu machen, bin aber bei dem Gedanken, evtl. schwatzende Sitznachbarn zu haben, von der Idee abgekommen. Um unser Sicherheitsbedürfnis etwas zu befriedigen (man weiß ja doch einfach nicht, was da in Afrika auf einen zukommt), haben wir alle Unterkünfte im Voraus gebucht. Als ich dann dort war, fand ich den selbst gesteckten Ablauf zu eng und beim nächsten Mal nehme ich ein Auto mit Dachzelt und bleibe da, wo es mir gefällt so lange wie es mir gefällt.
Aus welchem Grund überlegt ihr geführte oder individual-Tour? Sicherheit? Wegfall des Autofahr-Stresses? Mehr Highlights zu sehen?
Falls ihr eine geführte Tour nur deshalb machen wollt, weil ihr euch unsicher seid, was da in Afrika auf Euch zukommt, dann kann das Forum sicher helfen. Ich meine, wenn ihr ohnehin eher zur Individualreise tendiert, gibt es nicht viele Gründe, die dagegen sprechen.
LG
Daniel
MAMartinL503 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #4Hallo jsc,
wir sind zuerst auf einer geführten Tour durchs Land gefahren, hatten einen hervorragenden Guide, der uns sehr viel gezeigt und erklärt hat, vor allem auch in Etosha mit mehr Erfahrung und geschultem Blick (allerdings auch weniger Zeit an den Wasserlöchern), was wir individuell nie erfahren hätten und von dem wir auch vieles nicht im Reiseführer finden würden. Man lernt eine Menge kennen und für mich und meine Art, an ein Land "heranzugehen", macht das als Erstkontakt auch Sinn.
Danach sind wir immer mit Mietwagen unterwegs gewesen. Das gibt dann ganz andere Schwerpunkte: die Möglichkeiten der individuellen Gestaltung und Zeitplanung, das Genießen vieler Orte und Begegnungen, die gerade nicht zu den touristischen Highlights gehören, das erlebst Du im Bus in der Regel nicht.
Ich denke, beides hat seinen Wert, man kann es nur schlecht miteinander vergleichen. Mein Weg, ein neues Land kennenzulernen ist i.d.R. der, einmal geführt, um selbst Spreu vom Weizen trennen zu können für die dann eigenständigen Fahrten.
Gruß
Martin
Gruß
Martin
DEderfreed726 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #5wir hatten zuerst auch überlegt eine geführte Tour zu machen, haben uns dann - u.a. auch auf Rat aus diesem Forum - für eine eigene Tour entschieden. Im Nachhinein denke ich auf jeden Fall eine richtige Entscheidung. Namibia lässt sich mit ein bisschen Vorarbeit hervorragend selbst bereisen. Und man ist sein eigener Herr und kann mehr oder weniger frei entscheiden was man wann und wie machen möchte.
Gruß,
Carsten
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #6Hallo JSC,
ich selbst bin kein Fan von geführten Touren, was jedoch nicht heisen will das solche Touren nicht gut sind, Sie haben gewiss auch grosse Vorteile. Du musst dich in der Regel um nichts kümmern, ihr werdet sicher die touristisch sehenswerten Ziele anfahren und könnt aus dem Fenster heraus die Gegend anschauen. Dafür seit ihr an die Zeiten gebunden wie auch an die Pinkelpausen und individuelle Fotostops sind in aller Regel auch nicht drin. Auch über die Dauer eines Aufenthalts habt ihr keinen Einfluss. Je nach Gruppe kann es super toll sein etwas gemeinsam zu erleben oder halt auch weniger.
Grundsätzlich ist Namibia ein Land das sich auch beim ersten Mal sehr gut als Selbstfahrer erleben lässt, hiefür spricht sicher die Individualität und ihr könnt bis zu einem gewissen Grad das Reisetempo selber bestimmen, ankommen solltet ihr auch in diesem Fall vor Einbruch der Dunkelheit oder vor Beginn eines allfälligen Gamedrives.
Was mir wichtig erscheinen würde ist wenn ihr einen Selbstfahrertour unternehmt ist die Auswahl des Veranstalters. Hier würde ich allergrössten Wert darauf legen das ihr mitbestimmen könnt wie lange ihr in einer Gegend bleiben möchtet. All zu oft tendieren Unternehmen dazu auf druck der Kunden jeden Tag wo anders zu sein, weil die Kunden aus meiner Sicht einfach viel zu viele Destinationen beim 1. Mal anfahren möchten „um Ja nix zu verpassen“ leider kommen sie dann um den Genuss die Landschaft in sich auf zu nehmen.
Einer der von dir genannten Anbieter geht sehr gut auf die individuellen Wünsche ein, vorausgesetzt ihr bringt das „ganz klar“ zum Ausdruck.
Die letzte von Euch genannte Möglichkeit alles selbst zu organisieren bietet sich natürlich auch an, hierbei solltet ihr Euch vielleicht folgende Fragen stellen.
Möchte ich den Aufwand betreiben.
Wenn mal was nicht funktioniert, wie reagiere ich, ist es eher Frust oder ein Teil des Abenteuers!
Kann ich mir bei einer Panne oder einer nicht funktionierenden Buchung selbst weiterhelfen.
Kartenlesen und Unterlagen beschaffen solltet ihr natürlich auch können. Eventuell sind Englisch Kenntnisse auch kein Nachteil.
Fazit aus meiner Sicht.
Alle 3 Varianten sind in Namibia kein Problem, ihr müsst selbst wissen was ihr euch zutrauen oder zumuten wollt, ich persönlich würde für euch (ohne euch zu kennen was immer schwierig ist) eine Selbstfahrertour unter Beihilfe eines guten Reisebüros als Namibiaeinstieg empfehlen, ihr seit individuell unterwegs und durch die Beratung werdet ihr sicher auch die interessantesten Punkte sehen. Auch würde ich die eine oder ander Lodgeübernachtung wollen, auf den Gamedrives oder Bushwalks erhält ihr einiges an Informationen an die ihr sonst nicht herankommt oder die euch einfach verborgen bleiben.
Ich hoffe ich konnte etwas zu euren Fragen beitragen, Gruss Kurt<br><br>Post geändert von: VirusAfricanum, am: 16/01/2007 09:23
www.Kurt-und-Heidi.ch Reiseberichte - Bilder und noch mehr wir freuen uns über jeden Besuch
DADagut349 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #7Da hätte ich noch eine Idee: Warum nicht beides?
In Namibia gibt es Anbieter, die ganz individuell auf die Wünsche zugeschitten geführte mehrtägige Touren anbieten. Dabei hat man dann den Vorteil, 1/2/3... Tage lang Insider-Wissen und genaue Kenntnisse des Landes und ein geschultes Auge bei der Wildtierbeobachtung genießen zu können. Zur Einstimmung am Beginn der Reise ist das ja vielleicht überlegenswert. Irgendwo im Forum habe ich den Bericht einer solchen Tour durchs Kaokoveld gelesen, geführt von Frans von der Roiiklip-Farm, der macht auch andere Touren (Kaokofeld muss wahrscheinlich beim Erstbesuch nicht unbedingt sein). Vielleicht wäre das ja was für euch.
LG
Daniel
Bernd1'182 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #8Hallo jsc,
das ist natürlich wieder einmal Geschmacksache. Eine geführte Tour kann für das erste Mal gut sein, kommt vor allem auf die Mitreisenden an. Aber gerade das wäre mir zu riskant. Deshalb habe wir unsere 1. Reise von
Umfulana (mit-)planen und buchen lassen. Das hat hervorragend funktioniert, wir waren mit dem Ergebnis sehr zufrieden.
Gruß,
Bernd
TOToko413 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #9Hallo jsc,
3 Wochen sind genug Zeit um eine schoene Rundreise zu den meisten "Sehenswuerdigkeiten" Namibias zu unternehmen.
Und ich tendiere auch lieber zur Selbstfahrertour. Gefuehrte Rundreisen wollen meistens in moeglichst kurzer Zeit alles was nur irgendwie geht, sehen lassen. Und das, was Namibia wirklich ausmacht, naemlich die Ruhe, die Weite, die Stille, gehen dabei verloren. In vielen Lodges/ Farmen/ kannst Du auch Tagesausfluege buchen. Wir haben damit schon viele gute Erfahrungen gemacht, viel gelernt und kamen auch in unwegsameres Gelaende was wir, ohne 4x4 Erfahrung, so sicher nicht haetten machen koennen. Ein weitere Nachteil einer Gruppenreise kann natuerlich die Zusammensetzung der Gruppe sein. So hatten wir letztes Jahr auf Wolwedans eine immerzu(!) laut plappernde Englaenderin im Auto. Dies hat uns den ganzen Aufenthalt dort ein bisschen verdorben Die Frage ob Camping oder Lodges/Farmes muesstet Ihr fuer Euch selbst entscheiden. Fuer alle beide Moeglichkeiten gibt es genug Fans.
Zur Planung wuerde ich Euch raten ein paar Prospekte vom Reisebuero zo hohlen. So bekommt Ihr schon mal eine Idee von einer Rundreise. Dann ganz viel lesen und Karte anschauen, dann eine grobe Route zusammenstellen und diese dann wieder ins Forum setzen.
Es gibt aber auch Vertreter, die fuers erste Mal eine gefuehrte Reise empfehlen. Dies hat den Vorteil, dass Ihr Euch einfach um gar nichts kuemmern muesst und doch einen Eindruck vom Land bekommt.
Wie Ihr Euch auch entscheidet, Namibia wird Spuren bei Euch hinterlassen.
herzliche Gruesse Kitty
joli3'491 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #10Hallo JSC,
Du wirst ja schon gemerkt haben - so ganz eindeutig sind die Empfehlungen nicht, was ich auch gut nachvollziehen kann. Man kann das natürlich so ganz billig auf den einfachen Nenner bringen - lieber eine halbgute eigene Tour als eine schlechte geführte. Aber das hilft ja nicht wirklich.
Unsere erste Tour war eine verwandtschaftlich geführte - und das war im Nachhinein kein guter Einstieg, weil unsere "Führer" Namibia eigentlich auch nicht kannten, wir aber die entgegengesetzte Erwartung hatten und deshalb selbst wenig zur Vorbereitung und Einstimmung getan haben. Heute meine ich, dass die unzureichende persönliche Vorbereitung der größte Fehler unserer ersten Reise war - obwohl uns die Reise begeistert hat.
Ich glaube zwar immer noch, dass eine geführte Tour, wenn die Rahmenbedingungen stimmen - s.o. - , den Einstieg in dieses wundervolle Land sehr erleichtern können; aber als Erstbesucher wirst Du vermutlich dennoch bei einer geführten Tour überfordert - zuviele Infos und zuviele Eindrücke, um das alles verarbeiten zu können. Als Alleinfahrer dagegen bestimmst Du selbst die Dosis, was Du Dir noch zutraust.
Fazit meiner " klugen" Ausführungen: ich weiß es auch nicht.
Gruß Joli
Cheetah120 Beiträge · seit 200616. Jan. 2007 · #11Hallo JSC
Im November 2005 waren wir zum ersten Mal als Selbstfahrer für 2 Wochen in Namibia unterwegs.
Wir haben mit unserem Reisebüro (africa design travel St. Gallen) eine Route zusammengestellt, die Flüge, das Fahrzeug und die Unterkünfte gebucht. Wir waren sehr glücklich mit dieser Entscheidung und haben von Beginn weg jede einzelne Minute genossen.
Unsere Stationen: WDH 1 N, Waterberg Plateau Lodge 2 N, Mushara 2 N, Ongava 2 N, DoroNawas 1 N, Palmwag Rhino Camp 2 N, Vingerklip 1 N, Okonjima 2 N, WDH 1 N
Viel Spass beim Planen!
Liebe Grüsse
Madeleine
JSjscThemenstarter8 Beiträge · seit 200716. Jan. 2007 · #12Vielen Dank erstmal für Eure ausführlichen Anworten.
Ist echt ein großartiges Forum 🙂
Wir werden uns jetzt erstmal damit beschäftigen und nochmals Kataloge, Internet und das Forum durchwühlen.
Viele Grüße.