Vorsicht: Hackerangriffe

14 Antworten · 3'674 Aufrufe · gestartet 30. Dez. 2016 von Swakop1952
Antworten
Themenstarter2'664 Beiträge · seit 201230. Dez. 2016 · #1
Off-Topic

Warnung an Internet-Benutzer

Vor bald 2 Monaten habe ich Air Namibia informiert, daß Malwarebytes davor warnt, daß deren Webseite mit Schadsoftware infiziert ist, und diese blockiert wird (wie auch ein bekannter Autovermieter der hier auf dem Forum annonciert). Von beiden keinerlei Reaktion.

Dieses wurde auch „Air Namibia“ (Avia Reps) in Deutschland mitgeteilt. Da ich nicht auf die Webseite der Air Namibia konnte (www.airnamibia.aero), und Avia Reps sich weigerten, mir Sitzplätze zu buchen für Tickets, die nicht über sie gekauft worden waren, und nachdem ich um Kontaktdaten zum Geschäftsführer Deutschland der Air Namibia bat, teilte man mir dann gnädigerweise Plätze ganz hinten im Flieger zu, und ich mußte über Windhoek gehen, um Plätze weiter vorn zu erhalten. Es scheint ein besserer Witz zu sein, was hier unter dem Schirm der Air Namibia abläuft.

Dann habe ich zur Prüfung der Buchung auf Malwarebytes airnamibia.aero frei geschaltet, habe dann aber den Mut verloren, doch voll in den Buchungsablauf einzugreifen.

Ein Paar Tage später bemerkte ich, daß das eine über IMAP laufende T-Online-Konto nicht mehr ansprechbar war, und nach verschiedenen Telefonaten mit der Deutsche Telekom stellte ich fest, daß das Konto gehackt und der Name geändert worden war. Bei der Rückänderung fehlten Mails von 8 Monaten. Natürlich hat die Deutsche Telekom angeblich keine Datensicherungen, wie sie behaupten, und was ihnen als größtem Anbieter kein Mensch glauben kann. Zumindest ein mieser Service.

Tatsache ist daß bei diesem halb privat genutzen Konto die Hacker bis in die T-Online Verwaltung eingreifen konnten um den Namen des Kontos zu ändern. Nicht nachvollziehbar ist, ob T-Online gehackt wurde und denen die Daten geklaut wurden, oder ob es Hacker über die Air Namibia Webseite geschafft haben, das Paßwort während eines automatischen eMail-Abrufes über Thunderbird abzuschöpfen.

Zur wahren Freude ging dann in der vorigen Woche, anscheinend von den Hackern, eine anonyme Mail ein, daß sie in Besitz von Informationen wären, und sie diese den Behörden und den Lieben zukommen lassen würden, wenn ich nicht 2 Bitcoin Wallets überweisen würde… Natürlich habe ich keinen Grund zu zahlen. Also ignoriert.
Absender des Erpressers: bob_duarte1965@zipmail.com.br.
Vermute läuft über eine Umleitung hunderter infizierter Rechner.

Ich möchte nicht behaupten, daß das Hacken über von T-Online geklauten Daten oder über Malware auf der Webseite von Air Namibia lief, da nicht nachweisbar, jedenfalls zeigten mehrere unverzüglich eingeleitete Scans mit 3 verschiedenen Softwares, über die das System dauerhaft geschützt ist, keinerlei Unregelmäßigkeiten oder Schadsoftware auf meinem Rechner auf.

Daher möchte ich jeden ausdrücklich auf solche Vorkommnisse hinweisen und davor warnen.
Im Übrigen blockiert Malwarebytes die Air Namibia Webseite nach wie vor wegen Malware.
Auf folgenden 3 Browsern: Internet Explorer, Chrome, Firefox.
zuletzt bearbeitet 30. Dez. 2016
4'984 Beiträge · seit 201630. Dez. 2016 · #2
Dies war am 27.12.2016 in österreichischen Tageszeitungen dazu nachzulesen:

Die Online-Buchung von Flugtickets ist offenbar besonders anfällig für Hackerangriffe. Eindringlinge können schon mit geringen IT-Kenntnissen problemlos in den Buchungsprozess eingreifen und den Flug umbuchen. Meistens bemerkten die Fluggäste zu spät, dass sie gehackt wurden.

Das deutsche Unternehmen Security Research Labs hat demonstriert, wie einfach es ist, Flugtickets zu hacken. Schwachstelle ist die unzureichende Sicherung. Hacker müssen nur den sechsstelligen, aus Zahlen und Buchstaben bestehenden, Buchungscode erraten und nicht wie bei den meisten Internet-Bestellvorgängen Passwörter erlangen. Mit Hilfe eines Rechners können Kriminelle in der Regel binnen weniger Minuten den Code erraten.

Haben die Verbrecher den Buchungscode erraten, können sie bestehende und bereits bezahlte Flüge problemlos auf den eigenen oder beliebige andere Namen umbuchen. Wie legale Kunden können Sie online einchecken und am Flughafen in den Flieger steigen. Der Betrug ist aus Sicht der Kriminellen nicht sehr aufwändig. "Das kriegt wirklich jeder hin", wird Karsten Nohl, Chef von Security Research Labs, in der "Süddeutschen Zeitung" zitiert.

Erfolgt der Flug früher als geplant und wird noch die angegebene Mailadresse geändert, bekommt der Geschädigte erst zu spät Wind von der Sache.

Gruß Gina
463 Beiträge · seit 201530. Dez. 2016 · #3
GinaChris schrieb:

Haben die Verbrecher den Buchungscode erraten, können sie bestehende und bereits bezahlte Flüge problemlos auf den eigenen oder beliebige andere Namen umbuchen. Wie legale Kunden können Sie online einchecken und am Flughafen in den Flieger steigen.
Es ist doch eigentlich gar nicht möglich den Namen zu ändern. Namensänderungen und umbuchen auf ein anderes Datum ist doch, wenn überhaupt erlaubt, sehr teuer. Oder sehe ich da etwas nicht richtig?

Liebe Grüße
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
463 Beiträge · seit 201531. Dez. 2016 · #5
Hallo Ernst, vielen Dank für den Link. Ich habe vor ein paar Wochen Flüge bei der Air Namibia und bei Swiss gebucht. Hoffe dass da nichts schief gelaufen ist. Nehme aber nicht an das die Hacker nachträglich die Namen noch ändern können.

L.G.
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
33,1k Beiträge · seit 200631. Dez. 2016 · #6
Hi Carmen,
Es ist doch eigentlich gar nicht möglich den Namen zu ändern. Namensänderungen und umbuchen auf ein anderes Datum ist doch, wenn überhaupt erlaubt, sehr teuer. Oder sehe ich da etwas nicht richtig?
je nach Airline, Tarifklase etc dies ohne Probleme sogar kostenlos möglich. D

Beste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
463 Beiträge · seit 201531. Dez. 2016 · #7
travelNAMIBIA schrieb:Hi Carmen,
Es ist doch eigentlich gar nicht möglich den Namen zu ändern. Namensänderungen und umbuchen auf ein anderes Datum ist doch, wenn überhaupt erlaubt, sehr teuer. Oder sehe ich da etwas nicht richtig?
je nach Airline, Tarifklase etc dies ohne Probleme sogar kostenlos möglich. D

Beste Grüße
Christian
Wir fliegen immer in der Holzklasse. 😉 Wäre bei unseren Flügen noch nie ohne hohe Kosten möglich gewesen.

L.G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
463 Beiträge · seit 201531. Dez. 2016 · #8
A-Wolf schrieb:
travelNAMIBIA schrieb:Hi Carmen,
Es ist doch eigentlich gar nicht möglich den Namen zu ändern. Namensänderungen und umbuchen auf ein anderes Datum ist doch, wenn überhaupt erlaubt, sehr teuer. Oder sehe ich da etwas nicht richtig?
je nach Airline, Tarifklase etc dies ohne Probleme sogar kostenlos möglich. D

Beste Grüße
Christian
Und ausserdem bezahlst du sowieso mit der hinterlegten KK 😄

MfG
A-Wolf
Ja, aber da würde man es ja schnell merken. Wir kontrollieren unsere Ausgaben regelmäßig. Würden jedenfalls wissen dass es ein Problem gibt bevor wir die Reise antreten. 😛

Schönen Silvesterabend an alle.

L. G. Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
284 Beiträge · seit 201401. Jan. 2017 · #9
Toll wie sich da eine “security"-Firma wichtig machen will und die Medien das aufbauschen. Das Misbrauchspotential ist zwar vorhanden aber der praktische Wert ist doch sehr fraglich:
Die “security"-Firma listet (https://srlabs.de/bites/travel-hacking/) 4 Angriffsziele auf:
Invade travelers’ privacy
Bis auf die Ausweisdaten steht das auch alles im Telefonbuch, auf Facebook, hier im Forum, ganz ohne Zugriffsschutz....
Steal flights
Da man die Flüge ja irgrndwann antreten muss um was davon zu haben, muss der "Dieb" seine persönlichen Daten preisgeben und die müssen korrekt sein, weil er sonst nicht mitgenommen wird. Selbst wenns erst hinterher raus kommt wird der Täter auf dem Silbertablett serviert. Wer so blöd ist, schafft auch den "hack" nicht.
Divert miles
Da Fluggesellschaften es nicht mögen, wenn Leute bei Meilen schummeln werden sie es merken, wenn verschiedene Personen aufs gleiche Meilenkonto buchen und das Konto sperren.
Conduct phishing/vishing
Da bringen die Daten nicht viel, da ist raten einfacher

Also nur viel heiße Luft und Panik erzeugt und kaum was dahinter. Wenn das in wirkliches Problkem wäre, hätte ich da längst was getan.

Und blos weil irgendein Program eine web site als gefährlich einstuft heißt das noch gar nichts, das kann alle möglichen Gründe haben und die Seiten trotzdem sicher sein. Vorsicht ist gut, aber man brauchts nicht zu übertreiben (ähnlich wie im Straßenverkehr, da geht man ja auch noch ohne Helm, Schutzanzug und Warnlampe über die Straße, sondern schaut einfach ob was kommt)
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
Themenstarter2'664 Beiträge · seit 201202. Jan. 2017 · #10
Es ging darum zu warnen, und aufzuzeigen, daß auch die nachfolgende von den ganz großen Providern empfohlene Schutz-Software nicht vollständig schützt. Und Norton Internet Security, Malwarebytes und Spybot sind nicht eben mal Hinterhof-Müll oder "irgendein Programm", Herr Internet-Spezialist. Du hattest ja nicht den Schaden und Du bist auch nicht erpreßt worden. Tut mir bereits leid, dieses hier gepostet zu haben, zumal es viele betrifft oder treffen kann. Tschüssi. Bin wieder weg. Sei glücklich mit Dir und den Deinen. Gutes neues Jahr an alle Anderen.
zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2017
284 Beiträge · seit 201402. Jan. 2017 · #11
Bisschen schlecht ins neue Jahr gekommen? Warum so empfindlich?
Ich hab ja nicht gesagt, das man nicht vorsichtig sein soll, sondern dass man wegen irgendwelchen hochgepuschten Berichten nicht in Panik verfallen muss. Es wird auch oft versuch Malware als Sicherheitsprogramme, die man unbedingt installieren sollte, an die Leute zu bringen, deswegen sollte man immer vorsichtig sein was man Rechte gibt und nicht irgendwas installieren.
Die Telekom ist übrigens, auch wenn sie sich anders darstellt ein absolutes Disaster was Sicherheit angeht und der vermeintliche Hackerangriff der vor kurzem für Ausfälle gesorgt hat war ganz alleine der Unfähigkeit der Telekom geschuldet. Aber gegen diese Inkompetenz kann man sich privat schlecht absichern.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
1'715 Beiträge · seit 200602. Jan. 2017 · #12
_Matthias_ schrieb:.......
Die Telekom ist übrigens, auch wenn sie sich anders darstellt ein absolutes Disaster was Sicherheit angeht und der vermeintliche Hackerangriff der vor kurzem für Ausfälle gesorgt hat war ganz alleine der Unfähigkeit der Telekom geschuldet. Aber gegen diese Inkompetenz kann man sich privat schlecht absichern.
Ganz früher war der Lehrling oder die Putzfrau schuld, später der Computer und jezt die Hacker. Aber Mist wird überall gebaut, nur die Verantwortung dafür über nehmen ist immer schwierig(er).

Gruss
Emanuel
http://africanomads.wordpress.com/ www.nelson2africa.blogspot.com https://europenomads.travel.blog/ YouTube Kanal https://bit.ly/3uEEK59
Gast02. Jan. 2017 · #13
Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich das schreiben soll, weil ich erstens keine Namen nennen werde und die Geschichte dadurch unglaubwürdig erscheinend mag und ich zweitens selber blöd dastehe. Es braucht nämlich keine Hacker um bei Buchungen im Internet in Schwierigkeiten gebracht zu werden, es genügt der ganz normale Wahnsinn an Schlampigkeit der Anbieter (und Nutzer) und Wurstigkeit.

Also, vor ein paar Monaten habe ich ein Mietauto gebucht, bei einer als Broker fungierenden Organisation bei der ich auch Mitglied bin und deren Versicherungsbedingungen ich vertraue und wo ich schon oft gebucht habe. Ich habe das in ziemlicher Hast und husch, husch erledigt und nach dem letzten ENTER hatte ich plötzlich….shame on me….den nagenden Gedanken im Hinterkopf, ob denn eben eine verschlüsselte Verbindung angezeigt war. Eine Scheinbuchung bis zur Eingabe der KK-Daten schaffte Klarheit: Es war keine angezeigt!
Meine ersten Anfragen bei den Betreibern des Portals wurden neutral beantwortet, ohne auf den Vorfall konkret einzugehen. Nach Übermittlung von screen shots kam dann Bewegung rein und schließlich das Eingeständnis: Ja es „gab“ da ein Problem, an der Schnittstelle zur eigentlich ausführenden Organisation, aber nur gerade während meiner Buchung, und das sei aber bereits behoben (was nicht stimmte) und man danke für den Hinweis und bedauere sehr etc.
….und im Zeitraum zwischen Vorfall und Eingeständnis müssen dort xxx Buchungen so durchgelaufen sein, so kann’s also laufen.
Grüße…und bitte keine Kommentare, jedenfalls mich nicht noch blöder ausschauen lassen als ich‘s damals war, mit dem resultierenden Aufwand war ich gestraft genug
zuletzt bearbeitet 02. Jan. 2017
284 Beiträge · seit 201402. Jan. 2017 · #14
Kann doch jedem mal passieren...
leser schrieb:Mit dem resultierenden Aufwand war ich gestraft genug
Was war der resultierende Aufwand? Ist irgendwas passiert?
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
Gast02. Jan. 2017 · #15
_Matthias_ schrieb: Was war der resultierende Aufwand? Ist irgendwas passiert?
...Abrechnungen kontrollieren, Passwörter ändern, emails und Telefonate, die Zuständigen finden, abgespeist werden, sich nicht abwimmeln lassen, noch mehr mails, macht mir alles keine Freude 😠
...aber: guat is ganga, nix is gschehn, vulgo: passiert ist nichts 🙂
Grüße