Newbie in Namibia :-)

7 Antworten · 2'452 Aufrufe · gestartet 09. Dez. 2016 von franksw
Bilder klein
Antworten
Themenstarter4 Beiträge · seit 201609. Dez. 2016 · #1
Hallo,
mein Name ist Frank Treichler und ich bin nicht nur neu in diesem Forum, sondern auch im Thema Namibia!
Zum Hintergrund: Ein Freund von mir ist Biologe und momentan zu Forschungszwecken in Namibia und hat mich gefragt, ob ich nicht mal für zwei Wochen zu ihm kommen möchte. Nun habe ich für März 2017 einen Flug gebucht! Es geht von Frankfurt nach Windhoek, wo mein Freund mich abholen wird. Ich soll ihm dann sagen, was ich gerne sehen möchte bzw. wohin ich gerne reisen würde. Starten werden wir im Etosha-Nationalpark.
Nun habe ich keinerlei Vorstellungen, was in 14 Tagen zu machen ist. Wir werden sehr viel fotografieren, d.h. lange Autofahrten will ich eigentlich vermeiden und lieber weniger Ziele mit längeren Aufenthalten anstreben.
Nun bin ich auf die Robbenkolonie am Cape Cross aufmerksam geworden, kann aber nicht beurteilen, ob die Fahrt vom Etosha dorthin mit Zwischenzielen unterbrochen werden kann. Wir reisen mit einem Landrover inkl. Dachzelt - könnten also auf Campingplätze ausweichen. Ab und zu eine Lodge würde mir auch gut gefallen - ist das bezahlbar?
Welche Fotoausrüstung nehmt ihr mit? Auf was kann man verzichten, was muss unbedingt mit? Ich fotografiere mit einer Canon EOS 7D Mark II und besitze einige Objektive, ein 100-400 von Canon kommt Anfang nächsten Jahres auch dazu und ist sicherlich zu gebrauchen in Namibia.
Oh je - jetzt ist das mein erster Beitrag hier und ich schütte euch schon mit Fragen zu, sorry.
Ihr seht: Ich kann alle möglichen Infos gebrauchen. Schön wären also Tipps, wie ich in 14 Tagen ohne viel Fahrerei ein etwas umfangreiches Bild von Namibia erhalten kann. Wenn mich dann der Namibia-Virus packen sollte, würde ich dann später vielleicht auch noch mal mit meiner Frau oder meinem Sohn bzw. Tochter dorthin verreisen.
Freue mich sehr auf Eure Tipps & Infos...

lieben Gruß
Frank
7'296 Beiträge · seit 200609. Dez. 2016 · #2
Hallo Frank,

ich würde Etosha für das Ende der Reise übrig lassen und folgende Runde fahren, wenn Du gerne fotografierst.
Von Windhoek Richtung Westen über den Kupferbergpass, um die Asphaltstraße so schnell wie möglich zu verlassen und das Gefühl zu bekommen, in Afrika zu sein. Dann über Nauchas zum Spreetshoogte Pass, wo man von oben einen weiten Blick in die Wüste hat.

DSCN0195-2.JPG


Dann würde ich weiter zum Sossusvlei fahren und mal in diesen Thread schauen:
http://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289927-die-letzten-kilometer-zum-sossusvlei.html?limitstart=0

Von dort dann rüber an die Küste nach Swakopmund und -wenn Du magst- zu den Robben nach Cape Cross. Von Hentjesbay würde ich nach Osten zur Spitzkoppe fahren. Das ist nett zum Campen und Fotografieren.

landscape05-2.jpg


Und dann, als krönendes Highlight ab nach Etosha ...

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter4 Beiträge · seit 201620. Dez. 2016 · #3
Hallo Wolfgang,
vielen, lieben Dank für deine ausführliche Antwort. Ich war einige Tage dienstlich unterwegs und hatte leider keine Möglichkeit gefunden, mich zu bedanken.

Einige "Spots" deiner Route habe ich nun einbezogen. Es geht von Windhuk durchs Erongo bis zum Cape Cross und dann Richtung Etosha. Spitzkoppe werden wir auch anfahren, außerdem werden wir zu Beginn auf einer Farm übernachten, von denen man sehr leicht zu den San kommt. Bin schon sehr aufgeregt, wie Namibia mich empfangen wird...

lieben Gruß
Frank
463 Beiträge · seit 201521. Dez. 2016 · #4
Hallo,

Dein EOS 7 D mit Objektiv 100-400 ist gut. Wenn du die Möglichkeit hast würde ich eine zweite Kamera mitnehmen. Namibia ist sehr staubig, dass wechseln von Objektiven ist nicht unbedingt zu empfehlen.

Ich würde auch nach Sesriem zu den Dünen fahren. Die Landschaft bei Deadvlei, Hiddenvlei und Sossuvlei ist wunderbar.

Was die Robben betrifft, wir machten eine Kayaktour mit Jeanne von Eco Marine Tours in Walvis Bay. War super, hunderte von Robben schwammen herum und viele spielten mit unseren Paddels. War eine toller Ausflug. Jeanne und ihr Ehemann sind sehr nett, erklären viel über die Tiere der Region und vieles mehr. Wir sahen auch etliche Schakale, Flamingos und Pelikane.

Im Erongo Gebierge fanden wir Bull's Party und den Klettersteig bei der Farm Ameib sehr schön. Wir sahen da auch Nashörner, Girafen und Antilopen. Wir waren zu Fuß als wir die Nashörner sahen, war sehr eindrucksvoll.
Spitzkoppe ist auch sehr schön, vor allem bei Sonnenaufgang und Untergang.

Liebe Grüße
Carmen
2016, Namibia, Botswana, Victoria Falls 2017, Uganda und Ruanda 2017, Kapstadt und Namibia 2018, Namibia und etwas Südafrika (Richtersveld, Augrabies, KTP)
zuletzt bearbeitet 21. Dez. 2016
1'042 Beiträge · seit 201621. Dez. 2016 · #5
Hallo Carmen,
Tidou schrieb:
Dein EOS 7 D mit Objektiv 100-400 ist gut. Wenn du die Möglichkeit hast würde ich eine zweite Kamera mitnehmen. Namibia ist sehr staubig, dass wechseln von Objektiven ist nicht unbedingt zu empfehlen.
Der Staub ist außerdem ein Problem mit allem mechanischen an der Kamera... 2 Nikon DSLR dabei gehabt und bei beiden funktionierte zeitgleich der ausklappbare Blitz nicht mehr. Zurück in Deutschland musste ein professioniell gereinigt werden und die andere bedurfte mehr Zuwendung, weil die aus ca. 1,7 m Höhe aus dem Rucksack in den "Staub" geflogen war (ohne Versicherung wäre das beinahe ein Totalschaden gewesen).
Tidou schrieb:
Ich würde auch nach Sesriem zu den Dünen fahren. Die Landschaft bei Deadvlei, Hiddenvlei und Sossuvlei ist wunderbar.
Fahren, laufen, notfalls kriechen... 😄

Panorama_Death_Vlie_2_20.jpg



DSC_0753.JPG
Tidou schrieb:
Spitzkoppe ist auch sehr schön, vor allem bei Sonnenaufgang und Untergang.
Das hoffe ich, da bin ich erst nächstes Jahr... 😉

Gruß Markus
Themenstarter4 Beiträge · seit 201623. Dez. 2016 · #6
Hallo Carmen,
vielen lieben Dank für deine Tipps. Neben meiner 7D habe ich noch eine Canon 600D und eine kleine Sony NEX3 - ich hatte tatsächlich daran gedacht, die 600D mitzunehmen - danke das du mich darin bestärkt hast. Wegen des Klapp-Displays macht die 600D sicherlich Sinn. Glücklicherweise ist mein Freund, mit dem ich durch Namibia reisen werde, Profi-Fotograf und hat einiges an Equipment dabei - da kann ich mich zur Not sicherlich bedienen. Sossuvlei werden wir wohl nicht schaffen - Hauptziel ist der Etosha-Park - ich möchte aber unbedingt am Atlantik entlangfahren. Wird also von Windhuk durch Erongo bis zum Cape Cross gehen (Spitzkoppe ist auch schon eingeplant). Ab dem Cape Cross werden wir dann schauen, wie's weitergeht. Wow, ist das alles aufregend 🙂
lieben Gruß & schöne Weihnachtstage
Frank
Themenstarter4 Beiträge · seit 201623. Dez. 2016 · #7
Hallo Markus,
kurz bevor ich deine Nachricht gelesen habe, hatte ich mich wegen einer Fotoversicherung informiert. Die werde ich in Kürze abschließen. Hast du schon Erfahrungen damit? Habe zwei Anbieter gefunden, die sich gut anhören: P&P Pergande & Pöthe GmbH und Aktivas. Letztere bieten Sonderkonditionen für GDT-Mitglieder an - wäre daher etwas für mich. Habe mittlerweile einiges an Objektiven und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich im Schadensfall versorgt bin, würde ich bestimmt "entspannter" reisen.

Lieben Gruß & erholsame Weihnachtstage
Frank
1'042 Beiträge · seit 201623. Dez. 2016 · #8
Hallo Frank,
franksw schrieb:
hatte ich mich wegen einer Fotoversicherung informiert. Die werde ich in Kürze abschließen. Hast du schon Erfahrungen damit?
Ich hatte mir ein paar Tage vor dem Abflug nach Namibia eine neue Nikon D750 im Fotofachgeschäft gekauft. Da gab es dann für die ersten 3 Monate "kostenlos" die Versicherung dazu. "Aktion Vollkasko" 3 Monate zum Nulltarif!
Was erst einmal nichts kostet kann man ja nehmen und so ging es mit versicherter Kamera nach Namibia... Wie schon geschrieben die Kamera fiel aus ca. 1,7 m "kopfüber" auf den Boden und verlor dabei auch einige Teile... beeindruckend war allerdings dass die danach immer noch funktionierte (nur die Bedienung war sehr mühsamer geworden und das Scharfstellen auch nicht mehr 100% perfekt).
Zurück aus Namibia: Kurzen Unfallbericht schreiben, Kamera abgeben im Geschäft und 2 Wochen später gab es dann die geputze und tadellos reparierte Kamera zurück. Was die Reparatur genau gekostet hätte weiß ich nicht einmal, aber das war sicher sehr teuer... da wurden einige Teile komplett gewechselt unter anderem auch das Bajonett, der Spiegelmechanismus uvm...
franksw schrieb:
Habe zwei Anbieter gefunden, die sich gut anhören: P&P Pergande & Pöthe GmbH und Aktivas. Letztere bieten Sonderkonditionen für GDT-Mitglieder an - wäre daher etwas für mich. Habe mittlerweile einiges an Objektiven und mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich im Schadensfall versorgt bin, würde ich bestimmt "entspannter" reisen.
Ich wollte die Versicherung ja eigentlich noch vor Ablauf der 3 Monate kündigen, da ich aber nächstes Jahr wieder nach Namibia fliege dachte ich mir dann aber, dass es die 13,95 € im Monat doch wert ist zumindest eine Kamera versichert zu haben... mein Objektiv hatte beim Absturz glücklicherweise keinen Schaden ab bekommen... das wären dann bis zu 1000 € unversichert.
Im Endeffekt kann ich aber nicht 4 Objektive und zwei DSLR versichern, das ist mir dann doch zu teuer.... 39,95 € im Monat ist dann doch zu heftig, für das Geld kann man dann doch alle 2-4 Jahre sich wieder etwas neues leisten...

Dir auch einen Lieben Gruß & erholsame Weihnachtstage
Markus