D3308 Omatako

6 Antworten · 1'560 Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2016 von Ticktack
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Themenstarter352 Beiträge · seit 201617. Nov. 2016 · #1
Ist schon mal jemand die D3308 am/durch den Omatako gen Norden gefahren? Ich überlege statt Khaudom dort langzufahren, da ich diese Piste noch nicht kenne.
33,1k Beiträge · seit 200617. Nov. 2016 · #2
Hallo Ticktack,

scheint wohl nicht sehr befahren zu sein, denn dieser Thread http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289622-d3308-omatako-4wd-trail.html zum Thema blieb auch unbeantwortet 🙁 Ich bin die Strecke mal vor Jahr(zehnten) gefahren. Damals war sie nahezu unbefahren und eben nicht mehr als eine sandige Fahrspur. T4A gibt die Strecke mit einer Fahrzeit von etwa 6 Stunden an.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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133 Beiträge · seit 201517. Nov. 2016 · #3
Hallo Ticktack,

ich bin diese Strecke im September 2011 gefahren, von Rundu runter zur C44. Also die hats in sich, ist ziemlich tricky, da sie zum einen nur eine schmale Sandpad ist, zum anderen entlang dieser Strecke keinerlei Ausschilderungen zu finden sind (auch nicht an Weggabelungen, zumindest 2011 war das so). Also, ich versuche jetzt mal diese Strecke in der von dir geplanten Richtung zu beschreiben:

Die Dörfer entlang dieser Strecke heißen - von Süd nach Nord, also der C44 bis Rundu - Kano Vlei, Karakuwisa und Ncaute.
An der C44 ist die Pad Richtung Kano Vlei ausgeschildert. Das sind ca. 18 km, Kano Vlei ist ein Kinderheim. Dann geht die Pad weiter, und man kommt auf Farmgelände. Diese Farm geht bis kurz vor Karakuwisa. Vorsicht: gerade Richtung Karakuwisa gabelt sich die Pad mehrmals, nicht ausgeschildert. Auch das Spurenlesen, welche Gabelung nun mehr befahren scheint, hilft nicht weiter. [Am besten gut vorher vorbereiten, sich die Gabelungen über Goolge Earth ansehen und Wegpunkte im GPS anlegen, dann kannst du richtig navigieren.] Richtung Karakuwisa kommen auch zwei Farmgates, durch die die Pad regulär führt. Wenn du großes Glück hast, ist der Farmer in der Nähe, den kannst du nach dem Weg fragen, immer nach Rundu orientieren. Generell kommen dir sehr sehr wenige Autos auf der Strecke entgegen. Wenn du aus der Farm rausfährst nach Norden, liegt nach einigen km linker Hand auf einer Anhöhe eine Farm, und an der folgenden Weggabelung kommt ein Wegweiser "Karakuwisa JPS". Dorthin keinesfalls abbiegen, immer geradeaus fahren. Es geht in einem sehr sandigen Flußbett entlang, und man kann nichts falsch machen, da es eben nur diese eine Pad gibt, gelegentlich teilt sie sich um Bauminseln herum, aber die beiden Gabelungen führen hinterher immer wieder zusammen. Dann kommst du irgendwann nach Ncaute, und von dort sollte man relativ problemlos das letzte Stück nach Rundu schaffen.

An diesem Tag, von welchem Ort aus willst du zu dieser Strecke aufbrechen?

Also:
- bereite diese Strecke gut vor (vorher den Streckenverlauf ansehen)
- wie von Christian beschrieben, solltest du ca. 6 Stunden für diese Strecke einplanen.
- rechne unbedingt damit, daß du mehr Zeit benötigst als geplant (verfahren etc). Tanke vorher nochmal auf, überprüfe die Reifen nochmal.
- evtl. ein im Bakkie befindliches, schon gewechseltes Rad flicken lassen.
- Nimm genügend zu trinken mit, ebenso wie ausreichend Nahrung.
- Kein Handyempfang in dieser Gegend! Ggf. beim Bakkie-Vermieter Satellitentelefon besorgen.
- GPS meiner Ansicht nach auf dieser Route unerläßlich.

Die Strecke ist rein fahrtechnisch ziemlich problemlos machbar, aber eben wegen der fehlenden Ausschilderung und den Gabelungen ziemlich anspruchsvoll. Man sollte sich an dem Fahrtag nicht viel mehr vornehmen als eben nur diese Strecke.
Roy's Camp - Rundu, das wäre in der Süd-Nord-Richtung so meine Tagesetappe.

Also, dann euch noch eine schöne Vorbereitungszeit und viel Spaß und Glück beim Befahren der "Omuramba-Omatako-Route".

Viele Grüße
Thomas
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2016
Themenstarter352 Beiträge · seit 201617. Nov. 2016 · #4
Ich hab mir die Strecke mal bei Google angeschaut und mal bei T4A. Bei Tracks 4 Africa scheint es noch einen Abzweig zu geben, der dann knapp am Khaudom vorbeigeht und in etwa dort endet wo die Khaudom Strecke an der Hauptstraße rauskommt.
Ist die Strecke vom sandigen her in etwa mit Khaudom vergleichbar und wie ist es auf der D3308 landschaftlich?
Ich bin eigentlich Tiefsand gewohnt, hab mal in der Omaheke Region bei nem Buschmannprojekt gearbeitet. Die Fahrspur dorthin ist nirgendwo eingezeichnet. Auch mußte ich mal mit den San zum Buschkrankenhaus, da waren nirgends Fahrspuren, es ging ca. 60 km nur durch Buschland. Wir kamen 50 m vom Krankenhaus entfernt an......
Die San sind oft besser als jegliches Navi 😄
Der Landcruiser gehört mir und hat nagelneue 10 Ply MT Reifen und ein neues OME Fahrwerk, da sollte nichts passieren.
Das Zwischengetriebe hab ich im Februar erst überholt. Hab Wassertank und Verpflegung für mindestens eine Woche dabei, aber liegenbleiben will ich ja nicht unbedingt.
Die Strecke fehlt mir halt noch und wenn die landschaftlich nicht zu öde ist, würde ich die auch gerne mal unter die Räder nehmen.
133 Beiträge · seit 201517. Nov. 2016 · #5
Hallo Ticktack,

ja das ist der Abzweig "Karakuwisa JPS". Gem. der Karte geht der da ab und die Pad geht in einem Bogen runter zur C44. Karakuwisa JPS ist gem. Google Earth ein kleines Dörfchen. Ich weiß nicht, ob diese Pad ab K. JPS Richtung C44 ausgeschildert ist, fürchte eher nicht. Zumindest ist diese Pad eher ein besserer Trampelpfad. Als ich damals an der Abzweigung "Karakuwisa JPS" stand und in der vom Wegweiser angezeigten Richtung kuckte, war so ein schmaler Hohlweg inmitten Busch, kaum breit genug für nen Hilux. Und wie die Pad dann im weiteren Verlauf wird, keine Ahnung. Besser wohl eher nicht.

Da hast du ja schon Erfahrung mit den San und dem Spurenlesen. Aber verlasse dich bei der "Omatako-Route" besser nur auf dich und plane daher bestmöglich vor - du wirst nicht viele Leute treffen die du fragen kannst (im Sinne von "fast keine anzutreffen"). Wenn du Glück hast, kommt dir ein Viehhirte entgegen. Die meisten San in der Gegend sprechen kein Englisch.

Wie gesagt, generell, wenn du auf der Strecke unterwegs bist, alles gut vorplanen, und wenn du Abzweigungen fahren willst, noch besser vorplanen. Man muss sich seines Weges schon sehr sicher sein auf dieser Route. Und, auch wenn man sich verfahren hat, kühlen Kopf bewahren.

Landschaftlich ist diese Route eher unspektakulär - was nicht heißt, dass sie nicht schön ist. Mir hat sie sogar sehr gut gefallen.
Von Rundu bis Ncaute hast du noch die Krals und dann den "Ncaute Community Forest". Ab Ncaute kommt eine typische Steppenlandschaft des namibischen Nordostens - ein sandiges Riviertal, und daneben knochentrockenes Gras mit spärlich gesäten Mopanebäumen drauf. Es ist tagsüber so heiß, dass man keinerlei Tiere hört. Man ist im Normalfall vollkommen allein. Erst wenn man südlich von Karakuwisa in die Farm einfährt - Farmgate! -, ändert sich die Landschaft: mehr Bäume, aber die Pad wird schlechter und der Sand wird tiefer. Hierfür lohnt sich für alle Fälle, einen Spaten dabeizuhaben. Wie beschrieben, nochmals Vorsicht an den Weggabelungen. Ich bin damals, vom Norden her kommend, an der ersten Weggabelung der Farm links weitergefahren, und hätte richtigerweise rechts weiterfahren müssen. So wie ich das damals hinterher rausbekommen habe, macht die Route von Nord nach Süd einen Schlenker westwärts. Wenn du von Süd nach Nord hochfährst, müsstest du dich also ab Kano Vlei so einigermaßen nach links halten. Aber das wird mit ziemlicher Sicherheit nicht ausgeschildert sein. Das würde ich auf jeden Fall vorher via Google Earth anschauen und ausplanen, erst vor Ort ausprobieren ist meiner Meinung nach dann doch ein zu großes Risiko.

Viele Grüße
Thomas
zuletzt bearbeitet 17. Nov. 2016
Themenstarter352 Beiträge · seit 201617. Nov. 2016 · #6
Danke für die Tipps.
Dann nehme ich mal ein paar Ausdrucke von Google Earth mit, schau mal wie so die Regenstuation ist oder war und frag vielleicht nochmal beim Omatako Valley Camp die San. Vielleicht muß ja einer zufällig nach Rundu. 😄
Mit Tieren muß man halt mal schauen, ich denke wir fahren bei Sonnenaufgang los, vielleicht sieht man da was.
Themenstarter352 Beiträge · seit 201615. Jan. 2017 · #7
So, die D 3308 gefahren. War von Süd nach Nord auch gar nicht so schwer, da man sich eigentlich gar nicht so leicht verfahren kann. Immer nur links halten. Von Nord nach Süd ist das bestimmt schwieriger. Hatte zu der Zeit ( Mitte Dezember ) noch nicht so viel geregnet und es war an einigen Stellen tiefsandig ( ähnlich Khaudum ) und je näher man nach Rundu kommt, desto breiter wird die Piste und man hat teilweise mehrere Fahrspuren. Tiere gab es außer Rindern und Ziegen nicht, da es doch meist Farmland ist. Einige Hütten und Felder an der Strecke.
Sonst aber eigentlich recht schön.
Leider ist das Omatako Buschmann Camp ziemlich verwüstet.
Die meinten zwar das wären Rinder gewesen, sieht aber eher nach Vandalismus von Menschenhand aus.
Wem das nichts ausmacht, die San dort brauchen dringend Support und das Campen dort kostet ja fast nichts.
Man muss nur Wasser mitnehmen......