Südafrika soll lebenslang infizieren...

Reisebericht 21 Antworten · 5'037 Aufrufe · gestartet 29. Okt. 2016 von Sanne
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2016 ·
3 Nächte Kruger National Park, Satara, Olifants, Pretoriuskop
Von Graskop aus sind wir über Hazyview in Richtung Kruger gefahren. Dort haben wir in der im Umbau befindlichen Blue Haze Mall noch einiges für unsere Tage im Kruger erstanden und sind wie so oft staunend durch den riesigen Pick&Pay gelaufen. Irgendwie scheint es nichts zu geben, was man dort nicht verkauft. Mit Gepäck und unseren ausgiebigen Lebensmittel- und vor allem Getränkevorräten inklusive Kühlbox ist unsere kleine Rennsemmel nun aber auch bis unters Dach vollgestopft. Als am Gate der Ranger einen Blick in den Kofferraum wirft, fragt er, ob wir wirklich nur drei Tage bleiben. Naja, verhungern und verdursten werden wir nicht  Wir werden darauf hingewiesen, dass Alkoholkontrollen erfolgen können (z.B. an den Grill- und Rastplätzen) und dass Alkoholgenuss für Tagesbesucher verboten ist. Dem Ranger ist nach einem Schwätzchen, aber ich bin schon so aufgeregt, endlich wieder im Kruger zu sein, dass mir jetzt nach einem detaillierten Gespräch über Bayern München nun so gar nicht ist. Aber da er so nett ist und auch an dem Gate nicht viel los ist, stehen wir noch etwas in der prallen Sonne, lauschen den Anweisungen, die auch überall auf Schildern zu finden sind (kein Müll, keine Tiere kuscheln) und irgendwann wünscht er uns einen schönen Aufenthalt und wir fahren rein in einen meiner Lieblingspark. Vielen ist es hier zu touristisch, zu voll. Ich liebe an Kruger die unterschiedlichen Vegetationsformen, die unterschiedlichen Landschaften – mal Hügel, mal Savanne, mal Felsen, mal Sand. Ich und fand es nie zu trubelig im Park, höchstens in den Camps, aber das stört mich nicht. Nach kurzer Zeit zieht es plötzlich zu und es beginnt zu nieseln. Naja, auf das Wetter hat man ja keinen Einfluss, Tiere gab es dennoch reichlich zu sehen und wir hatten auch irre Glück mit einem Geparden, der langsam über die Straße ging. Dummerweise kam dann ein Tourist und wollte gern noch näher drauffahren und vertrieb das schöne Tier und uns gelangen nur Beweisbilder 🙁









"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Themenstarter2'462 Beiträge · seit 200602. Nov. 2016 ·
In der Regel grillen wir nur und gehen früh schlafen. In diesem Jahr waren wir in Satara auch mal im Mugg&Beans und das Essen war wirklich gut. Früher war das Essen in den staatlichen Camps eher gruselig, aber jetzt konnte man wirklich zufrieden sein. Wir sind extra lange bei Essen und Wein geblieben, um um 9 Uhr das Deutschlandspiel im Mugg&Beans schauen zu können. Wir hätten mal vorher die Öffnungszeiten lesen sollen. Als wir viertel vor neun schon hundemüde uns kaum auf den Sitzen halten konnten und überlegten, ob Fussball heute wirklich etwas für uns wäre, beobachteten wir, dass im Restaurant die Stühle hochgestellt wurde. Pünktlich um neun war Feierabend! Also ab in unsere Unterkunft (Rondavel mit communal kitchen – alles andere war ausgebucht), einen letzten Drink auf der Terrasse und endlich in die Federn…

Die nächste Etappe ist denkbar kurz, es geht am Folgetag nur nach Olifants. Das Wetter hat ein Einsehen mit uns und ist herrlich! Dank einer sehr netten Mitarbeiterin bei sanparks haben wir ein Chalet mit Blick auf den Olifants bekommen, leider nur für eine Nacht, wir waren mit unseren Buchungen zu spät dran.
Als wir uns nachmittags in unserer Unterkunft einrichten, wird der naheliegende Zaun) von einer Horde Paviane überwunden. Anfangs beobachten wir noch mit einem Schmunzeln ihr Treiben und ihre Suche nach Futter auf den benachbarten Terrassen. Allerdings hören wir dann mehr als wir sehen, dass sie fündig geworden sind. Unsere Nachbarn haben Lebensmittel in einer Kühlbox zurückgelassen. Bald sieht man Verpackungen von der Terrasse fliegen, Holger will sie vertreiben und geht rüber, kommt aber schnell wieder. Er wollte sich dann doch nicht mit sechs erwachsenen Tieren anlegen. Wir haben die Parkverwaltung informiert, die kamen auch sofort, vertrieben die Tiere mit Zwillen und gemeinsam räumten wir am Zaun auf. Ich hätte nie gedacht, dass Paviane Konserven öffnen können. Die später zurückkehrenden Nachbarn waren richtig geschockt, große Teile ihrer Lebensmittel waren weg und eine Standpauke von den Park Rangern gab es zusätzlich.





















"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo