Ees über Afrika

2 Antworten · 1'179 Aufrufe · gestartet 29. Sept. 2016 von Logi
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Themenstarter16,9k Beiträge · seit 201229. Sept. 2016 · #1
Ees klärt über die Besonderheiten in Afrika auf 😉 : Zeit, Wetter, Fleisch....

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Viel Spaß!

LG
Logi
7'296 Beiträge · seit 200630. Sept. 2016 · #2
Vielen Dank für das Video.
Ich war zunächst skeptisch, was Ees als Deutsch-Namibier im deutschgeprägten Namibia so von sich geben würde, aber es passt zum großen Teil auch zu den Bemerkungen, die Schwarzafrikaner im restlichen Afrika mir gegenüber so äußerten.

Natürlich hat Fleisch selten den Stellenwert in der Ernährung, wie er ihn in Namibia hat. Bei den ärmeren Menschen auf dem Land sieht es aber auch in Namibia nicht immer so aus. Da ist Maismehl die Grundlage der Ernährung.

Was mich allerdings überall (soweit ich dort war) in Afrika erstaunt hat, war die Beliebtheit Deutschlands bei den Afrikanern. Das ist nicht nur in Namibia so, wo die deutschen Touristen viel Geld ins Land bringen, sondern auch in Ländern, wo man es nicht erwartet und Merkel, Schröder und Kohl sind überall bekannt. Deutscher Fußball steht hoch im Kurs und ich habe nicht nur einmal einen Schwarzafrikaner im Klinsmann-Trikot durch die Stadt laufen sehen. Selbst in Sierra Leone, wo Strom (und daher auch Fernsehen) Mangelware ist, hat man mir die Bundesligaergebnisse oder sogar die vom DFB-Pokal runtergebet, wenn ich auf die Frage nach meiner Herkunft Deutschland genannt habe.

Und Zeit hat man auch überall, nur an einer Stelle nie. Man wartet stundenlang auf eine Fähre und auch die lange Fahrt ist kein Thema. Auch wenn im Falle der Fahrt von Zanzibar bis Dar es Saalam oder über die Mündung des Gambia River weder vorne noch hinten Land zu sehen ist, sitzen und stehen alle gelassen da. Kommt das Ufer in Sicht oder gar in Reichweite, dann setzt ein Gedränge ein, als ob man Strafe zahlen müsste, wenn man nicht zu den ersten zehn Leuten gehört, die die Fähre verlassen. Das kann noch 'ne halbe Stunde bis zum Anlegen dauern, aber da muss man echt rechtzeitig zusehen, aus dem Gedränge zu kommen. 😉

Ansonsten tut die afrikanische Gelassenheit richtig gut.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 30. Sept. 2016
7'296 Beiträge · seit 200601. Okt. 2016 · #3
... den letzten und wichtigsten Punkt des Videos hatte ich ganz vergessen - Wasser.

Als Tourist geht man recht sorglos damit um. Ist ja Wasser da, wenn man den Hahn aufdreht. Schaut man zu, wie die Taxifahrer täglich ihre Autos waschen, sieht man von Wasserknappheit auch nichts. Da wird mit dem Schwamm das Auto gereinigt und drei Meter daneben läuft umgebremst das Wasser aus dem Schlauch.

Anderswo schleppt man über Kilometer das Wasser heran. Man kann auch mit zwei Liter Wasser aus einem Eimer und einer Tasse als Schöpfkelle duschen. In manchen Regionen Afrikas ist das schon Luxus.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...