Selbstfahrertour Namibia

14 Antworten · 2'592 Aufrufe · gestartet 10. Aug. 2016 von Globetrotter25
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201610. Aug. 2016 · #1
Hallo zusammen,
ich bin neu hier im Forum, erfreue mich aber schon seit geraumer Zeit „inkognito“ an sämtlichen Beiträgen des Forums, Namibia betreffend. Warum? Weil mein Mann und ich, beide 54 Jahre alt, für nächstes Jahr August/September eine selbstorganisierte Tour planen.
Mit Hilfe der vielen tollen Reiseberichte, Anregungen und Tipps haben wir mal versucht eine Route zusammenzustellen, ob sie so durchführbar ist, können uns vielleicht die hilfsbereiten und erfahrenen Namibiareisenden sagen.
1. Tag Ankunft Windhoek mit Air Namibia aus Frankfurt, Mietwagenübername 4x4
Stadtrundfahrt Windhoek inkl. Katatura, Permitsbesorgung, Einkauf
Übernachtung in der Auas Safari Lodge mit Wildfahrt

2. Tag Morgens geführte Wildwanderung, dann weiter über die C15, C21 und D1268 zur
Intu Suricate Kalahari Tented Lodge, vor Ort Game Drive

3. Tag Morgens Bushmenwalk, dann Weiterfahrt über D1268, M42, B1 und C17 ins
Mesosaurus Busch Camp mit Sonnenuntergangstour zum Köcherbaumwald

4. Tag Frühmorgens los Richtung Fish River Canypn über die C17, B4, D545, C12 und
C37 zum Canyon Roadhouse. Dort den Wildebeest Drive bis zur Canyon Lodge
fahren, wo wir übernachten. Abends Sundowner-Fahrt von Lodge aus.

5. Tag Anfahren der Aussichtspunkte und weiter über C37, D316, Ai Ais, B1, D212 und
C37 zum Felix Unite Provenance Camp

6. Tag Über die D212, C13, B4, D727, D446, B4 nach Klein Aus Eagles Nest. 2
Übernachtungen

7. Tag Morgens Führung Kolmanskop, danach Lüderitz und Diaz Point

8. Tag Über die B4, C13 und D707 zur Namtib Desert Lodge.

9. Tag Über die D707, C27 zur Sossus Dune Lodge. 2 Übernachtungen Abends geführte
Fahrt zum Sossusvlei Sunset.

10. Tag Frühmorgens eigene Fahrt ins Sossusvlei, nachmittags guided Walk zum
Sesriem Canyon, danach Namib by Night-Tour.

11. Tag über die D826, C19, C14 zum Welwitscha Drive und weiter über die C28 und B2
nach Swapokmund in Meikes Guesthouse. 2 Übernachtungen

12. Tag Little Five Tour und nachmittags evtl. Cape Cross

13. Tag Fahrt über die C34, C35, D2612, D3254, D3214 nach Twyfelfontein.
Weiter zum Camp Kipwe.

14. Tag morgens Wüstenelefantentour und Living Museum, dann weiter zur Grootberg
Lodge.

15. Tag Weiterfahrt zum Himba Orphan Village, danach Weiterahrt zum Galton Gate
und Camp Dolomite

16. Tag Weiterfahrt zum Okaukuejo Bush Camp

17. Tag Weiterfahrt zum Onguma Tree Top Camp

18. Tag Weiterfahrt zur Waterberg Valley Lodge

19. Tag Auf der Rückfahrt nach Windhoek Besuch Africat und Okahandja, Abgabe
Mietwagen und Rückflug

Die Lodge- und Farmausflüge würden wir, sofern zeitlich noch möglich, gerne alle mitmachen.
Hier kommen dann folgende Fragen auf:
- Ist an Tag 4 der Wildebeest Drive zeitlich noch machbar?
- Kann man den Welwitscha Drive an Tag 11 auch so anfahren?
- Ist an Tag 12 nach Rückkehr von der Little 5 Tour um 13 Uhr noch Cape Cross
machbar?
- Wo erfahre ich, ob die Robbenkolonie geöffnet ist, denn ich habe in einem
Reiseführer gelesen, dass an manchen Tagen geschlossen ist wegen Dezimierung
der Robben und ich habe darüber im Internet nichts gefunden.
- Gibt es in dem angedachten Reiseverlauf Unstimmigkeiten?

Wir reisen für unser Leben gerne, sind eher die Individualtouristen, die Lodges und Gästefarmen bevorzugen und waren bisher mit dem Mietwagen in Australien, USA und Europa unterwegs. Von Afrika kennen wir bisher nur Kenia, Tansania und Südafrika.

Ich bedanke mich schon jetzt ganz herzlich für eure Rückmeldungen, liebe Grüße
33,1k Beiträge · seit 200610. Aug. 2016 · #2
Hallo Globetrotter25,

willkommen im Forum.
Mir wäre es insgesamt zu viel in zu kurzer Zeit (den Fehler machen viele "Erstlinge"). Hast Du Dir mal hier die beispielhafte 3-Wochen-Tour angeguckt... vor dem Hintergrund, dass ihr keine 3 Wochen habt: http://www.namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html Selbst da ist Fishriver-Canyon und noch weiter südlich der Oranje kein Thema. Insbesondere bei Reisenden in festen Unterkünften hat es sich bewehrt überall mind. 2 Nächte, Swakopmund 3 und Etosha mind. 4 einzuplanen.

Cape Cross würde ich mir schenken. Macht an dem Vormittag eine Robben-Delfin-Bootstour ab Walvis Bay. Da seht ihr schon tausende Robben.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'844 Beiträge · seit 201110. Aug. 2016 · #3
Hallo Globetrotter,

herzlich Willkommen!
Da hast Du Dir ja schon ganz viel Mühe gegeben!
Für mich hast Du aber teilweise den zweiten Schritt vor dem ersten gemacht - Drives, Streckenführung ganz genau geplant.
Zum besseren Verstehen Deiner Tour wären die Übernachtungen zunächst wichtig gewesen - zB. ist für Camp Kipwe nur 1 Ü eingeplant?
das wäre sehr schade - es ist ein schönes Camp!
(Vl. kannst Du die Unterkünfte "Fett" machen - dann fallen sie besser ins Auge!)
Dann denke ich, dass ihr für die Route keinen 4x4 benötigt, ein SUV reicht völlig aus.
Nach der Little-Five-Tour waren wir erst um 14.00 Uhr wieder in der Unterkunft - und es wäre schade, ständig auf die Uhr sehen zu müssen.
Ansonsten schließe ich mich Christian an - die Strecken in NAM werden sehr unterschätzt - und die Unterkünfte sind zu teuer / zu schön, um lediglich zu übernachten. Einzelne Übernachtungen sollten die Ausnahme sein!

Viele Grüße
Strelitzie
Themenstarter6 Beiträge · seit 201610. Aug. 2016 · #4
Vielen Dank Strelitzie und Christian,
ja die Tour haben wir angeschaut. Wir sind es gewohnt, jede Nacht woanders zu übernachten, natürlich ist das oft schade bei so tollen Unterkünften, wir wollen jedoch auch so viel wie möglich von dem Land sehen.
Wir haben auch noch 3 Tage Reserve und überlegen nun einen Tag im Fish River Canyon (oder Camp Kipwe), einen in Swapokmund und einen im Etosha zu verlängern.

Wir sitzen schon seit langem an dieser Tour. Sie entstand so, dass wir uns zuerst rausgeschrieben haben, welche Strecken und „Sehenswürdigkeiten“ wir sehen bzw. fahren wollen und haben uns dann die Unterkünfte auf dem Weg dazu gesucht. Die Drives stehen dabei um zu sehen, was man in den Unterkünften unternehmen kann und so die Zeit bzw. Übernachtungsanzahl besser planbar war.
Vielen Dank auf für den Hinweis mit dem SUV, das ist dann echt zu überlegen.

Ich denke es wird uns dann auch so wie jedem hier gehen, dass wir dann das nächste Mal explizit sagen können, wo wir nochmal hin wollen und länger bleiben wollen.
1'816 Beiträge · seit 200810. Aug. 2016 · #5
Hallo Globetrotter,

ich halte auch nicht viel von diesen vielen Einzelübernachtungen. Aber das muss jeder selbst wissen. Namibia Urlaub besteht m.E. nicht aus Abklappern von "Sehenswürdigkeiten", sondern bietet wundervolle Gelegenheiten, ein wenig die Seele baumeln zu lassen, mal einen Nachmittag am Pool zu liegen und in die Landschaft zu schauen und die wundervolle und bei uns nicht zu findende absolute Ruhe zu geniessen.

Was aber deutlich zu kurz kommt, ist Etosha, auße man hat für Tiere gar nix übrig.
Ihr kommt abends im Dolomite Camp an, habt keine Zeit, Wasserköcher anzufahren.
Am nächsten TAg mehr oder minder dasselbe, der halbe TAg geht mit der Fahrt nach Okaukuejo drauf, wo ihr dann noch eine kurzen Nachmittagsdrive machen könnt. Am nächsten Tag müsst ihr wieder 150 km durch den ganzen Park fahren, da bleibt auch kaum Zeit, mal am Wasserloch stehenzubleiben und auch mal die Tiere zu beobachten. Das ganze ist kein Zoo und es kann auch mal ne Weile dauern, bis sich was tut. Und wenn dann tatsächlich eine Elefantenherde kommt, ist 1 Stunde wie im Flug rum.

Wo sind denn die 3 TAge Luft, wenn ihr am 19. Tag zurückfliegt?

Und wenn ihr verlängern könnt, würde ich diesen Puffer in Etosha einplanen.

Mir fehlen auch bei den Übernachtungen eine oder mehrere die für Namibia so typischen Gästefarmen. Das ist eine wunderbare mehr über Land und Leute zu erfahren, als ihr es aus jedem Reiseführer herauslesen könnt.

Gruß Boris

Den FRC würde ich sowieso streichen.
1'624 Beiträge · seit 201510. Aug. 2016 · #6
Liebe Globetrotter
Als bekennende „immer auf der Flucht“ - Reisende oder wie Bele es so viel schöner geschrieben hat – als Nomadin, gebe ich auch mal meinen Senf dazu.
Vorausgesetzt Ihr habt auch auf Euren früheren Reisen so oft das Quartier gewechselt, dann ist es kein Anfängerfehler, dann ist es Euer Stil. Und gerade in Namibia ist der Weg das Ziel (für mich und andere).
Im Schnitt haben wir auf Schotter 60kmh geschafft 🤨 . Einen Tag Verlängerung in Etosha würde ich Euch sehr ans Herz legen (ich liebe diesen Park), im August/September eher in Okaukoejo oder Halali. Die Fahrt zwischen den Camps sind ja auch Pirschfahrten.

- Kann man den Welwitscha Drive an Tag 11 auch so anfahren?
- Ist an Tag 12 nach Rückkehr von der Little 5 Tour um 13 Uhr noch Cape Cross
machbar?

Das wäre mir persönlich zu viel. Ich würde eher die Welwitschia nach den Little Five fahren.
So ziemlich müde, fällt mich nichts mehr ein, aber zumindest wollte ich Euch unterstützen in Eurer Tourplanung, immer vorausgesetzt es ist Euer Reisestil.
LG Elisabeth
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zuletzt bearbeitet 10. Aug. 2016
16,9k Beiträge · seit 201210. Aug. 2016 · #7
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet gestern 23:05
Themenstarter6 Beiträge · seit 201611. Aug. 2016 · #8
Vielen Dank für eure schnellen informativen Antworten.
@Boris – wir werden wahrscheinlich 2 Tage im Okaukuejo Camp verlängern. Die 19 Tage sind noch nicht fest, da die Flüge noch nicht gebucht sind (11 Monate im voraus buchbar!) und wie Elisabeth erwähnt hat, sind die Fahrten von Camp zu Camp ja auch schon Pirschfahrten.
Danke für den Tipp mit den Gästefarmen.

@Elisabeth, herzlichen Dank für deine Unterstützung – Nomaden, die Wortwahl trifft beim Reisen auch auf uns zu. Wir sind die letzten 30 Jahre immer so gereist, nie länger als 2 Tage in einer Unterkunft. Wir sind Frühaufsteher und brauchen auch nicht viel Schlaf und es gibt so viele schöne Plätze auf der Welt, die man noch anschauen will.
Deine Idee mit Welwitscha Drive nach der Little 5 Tour habe ich aufgenommen.

@Logi – vielen Dank, so haben wir eine zeitliche Vorstellung.
1'624 Beiträge · seit 201511. Aug. 2016 · #9
Hallo Globetrotter

ich denke zwar Ihr habt die Karte von tracks4africa längst "entdeckt". Trotzdem vielleicht auch für andere. Diese Karte gibt nicht nur die km an, sondern auch eine durchschnittliche Zeitangabe. Dadurch kann man sehr gut seine Route einschätzen.

Viel Spaß beim Planen
Viele Grüße
Elisabeth
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7'267 Beiträge · seit 200611. Aug. 2016 · #10
sphinx schrieb:
ich denke zwar Ihr habt die Karte von tracks4africa längst "entdeckt". Trotzdem vielleicht auch für andere. Diese Karte gibt nicht nur die km an, sondern auch eine durchschnittliche Zeitangabe. Dadurch kann man sehr gut seine Route einschätzen.
und hier könnt Ihr sie kostenlos in einer Online Version nutzen 🙂
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zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2016
1'624 Beiträge · seit 201511. Aug. 2016 · #11
Danke chrigu,

das wußte ich nicht und ich habe doch gerade meine Karte verliehen.
LG Elisabeth
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708 Beiträge · seit 201511. Aug. 2016 · #12
Globetrotter25 schrieb:Wir sind es gewohnt, jede Nacht woanders zu übernachten, natürlich ist das oft schade bei so tollen Unterkünften, wir wollen jedoch auch so viel wie möglich von dem Land sehen.
Hallo Globetrotter

Du hast schon viele Inputs und Meinungen erhalten, zur Streckenführung habe ich nichts Nennenwertes weiter beizufügen 😉

Ich bin jedoch beim Satz hängen geblieben, dass ihr so viel wie möglich vom Land sehen wollt. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass man in Namibia nicht viel sieht, indem man von einem Ort zum andern hastet, sondern indem man einen Ort auch einmal auf sich wirken lässt. Sonst kann man zwar sagen, dass man da war und kann bestimmt auch ein paar Fotos zeigen. Aber die Schönheit kann man doch nicht ganz in sich aufnehmen. - So meine Erfahrung.

Der Weg kann durchaus das Ziel sein. Aber auch das eigentliche Ziel hat seine Aufmerksamkeit verdient. Und ich finde, das kommt bei deiner Tour viel zu kurz. Natürlich gibt es viele Eindrücke - und bei der zweiten Reise wisst ihr ja dann, wo ihr gerne etwas verweilen mögt 🙂

Gute Reise wünsche ich euch!
trsi
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
Themenstarter6 Beiträge · seit 201611. Aug. 2016 · #13
@sphinx und chrigu
dankeschön für den Tipp, wir haben nach der tracks4africa-Karte geplant, eine Superkarte.
649 Beiträge · seit 200711. Aug. 2016 · #14
Hallo, das Thema Seele baumeln lassen wurde ja schon angesprochen. Wir machen das meist nach den anstrengenden, ereignisreichen Tagen in Etosha auch in Onguma - aber im Fort! Das ist ein wenig teuerer aber jeden Center doppelt wert.
Themenstarter6 Beiträge · seit 201612. Aug. 2016 · #15
Hallo,
toller Tipp - dankeschön. Wir haben das als Alternative, falls die 4 Tree Tops ausgebucht sind.