7 Nächte im Nordwesten ... aber wo?

23 Antworten · 3'456 Aufrufe · gestartet 21. Apr. 2016 von MaHe
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Themenstarter545 Beiträge · seit 201421. Apr. 2016 ·
Moin,

wir sind „dank des verflixten Afrikavirus“ mittlerweile bei der Planung unserer dritten Namibiareise, die wir in 2017 antreten wollen.
Nach einer ‚Einsteigerrundreise‘ in 2013 und einer ‚Süden und KTP-Tour‘ in 2015 soll es dieses Mal wieder in den Norden gehen inkl. des Nordwestens bis zu den Epupa- und evtl. Ruacana-Falls.

Reisezeit wieder ca. drei Wochen ab Mitte November (vorher kommen wir berufsbedingt nicht hier weg). Nach bisherigem Guestfarm- und Lodgehopping (mit Ausnahme des KTP) soll es 2017 ein Mix aus Camping und festen Unterkünften werden. Und ganz ‚revolutionär‘: Wir haben erstmals vor, alles selbst zu buchen, deshalb sind wir auch einigermaßen früh dran.


Grobplanung bisher:
Ankunft WDH mit AN, Übernahme Fahrzeug, Einkaufen, raus aus der Stadt
2N zwischen Windhoek und Swakopmund (feste Unterkunft)

2N Swakopmund (feste Unterkunft)

7N ??? (überwiegend oder ausschließlich Camping)

6N Etosha (Dolomite, Okaukuejo, Namutoni)

2N Nähe Waterberg (vermutlich eher feste Unterkunft)
Abflug 🙁

Schwerpunkte sollen in erster Linie Tiersichtungen und die grandiosen Landschaften sein, gerne auch mal abseits der Hauptrouten, und da sind wir dann bei den 7 Nächten zwischen Swakopmund und Etosha:

Da in diesem Abschnitt der Reise ‚der Weg das Ziel‘ sein sollte, könnten wir uns kürzere Tagesetappen mit 1-Nacht-Campingstopps vorstellen. Auch die Strecken dürfen dann fahrerisch etwas anspruchsvoller sein (wobei das ja jeder unterschiedlich sieht). Haben den Ausschnitt aus T4A schon an die Wand gepinnt und die Fahrtzeiten mal gleichmäßig verteilt, sind uns aber nicht sicher, wie wir den Teil der Reise gestalten sollen.

Stichwörter wären z. B. Messum-Krater, Brandberg, Wüstenelefanten wären toll, evtl. durch den Hoanib (oder ist die Nummer für uns zu groß?), Epupa-Falls, Ruacana-Falls und dann weiter in Richtung Dolomite-Camp.

Wie kann man das einigermaßen nett aufteilen, so dass wir den Nordwesten „erfahren“ und auf uns wirken lassen können? Sind gespannt, ob es ein paar gute Tipps für uns gibt.

Grüße aus dem sonnigen Schleswig-Holstein
Henning
133 Beiträge · seit 201521. Apr. 2016 ·
Hallo 'Henning,

willkommen im Forum. Da bist du ja sehr rechtzeitig dran mit der Planung, das gefällt mir gut. Richtig so, denn da hat man noch genügend Zeit um auf irgendwelche neuen Situationen entspannt reagieren zu können.

Der Nordwesten von NAM ist unglaublich schön. Mit den 7 Nächten zwischen Swakopmund und Etoscha kommst du da sehr gut rum.

Eine Anmerkung vorweg: Mit Campingplätzen kenne ich mich als Lodge-Wohner nicht aus. Aber ich weiß, daß viele Lodgen im Land (nicht alle) über angeschlossene Camp-Sites verfügen.

Aus eigener Erfahrung (Sept. 2014 - bin den Nordwesten auch zwischen Swakopmund und Etoscha gefahren) kann ich dir folgende Route ans Herz legen:

- Ab Swakopmund via C34 / D2303 / D2342 / C35 / D2359 zur Brandberg White Lady Lodge (haben auch Camp-Site). Wenn man dort zwei Nächte verbringt, kann man sich bei einer Tagestour die Felszeichnungen der White Lady anschauen.
- Dann weiter nach Opuwo, via Sorris Sorris / D2612 / C39 / C43. Hier kenne ich persönlich keine Camp-Site, das Opuwo Country Hotel ist jedoch super.
- Von Opuwo via C43 weiter nach Epupa. Bezüglich Camp-Site gilt hier das gleiche, empfehlen kann ich jedoch das Kapika Waterfall Camp.
- Weiter nach Ruacana, via C43, D3701 und D3700 (ab Swartbooisdrif am Kunene entlang). Hier hatte ich in der Ruacana Eha Lodge genächtigt, diese hat jedoch keine Camp-Site.
- Von dort aus entspannt nach Ondangwa, die Route kann man sich aussuchen, jenachdem was man sehen will. Man kann die C46 durchfahren, oder man kann ab Outapi einen Abstecher in den hohen Norden machen. Oder vorher, etwas südwestlich von Outapi, das SWAPO-Denkmal bei Ongulumbashe besichtigen. Auch in Ondangwa kenn ich persönlich keine Camp-Site, aber da gibt es bestimmt welche. Meine damalige Unterkunft, das Protea Ondangwa Hotel, verfügt über keine Camp-Site.
- Von Ondangwa aus entspannt die B1 runter zum östlichen Etosha-Eingang bei der C38. Etwas südlich von Ondangwa lohnt ein Besuch des Nakambale Museums (nahe der B1, ausgeschildert, kann man ohne Probleme auf der Fahrt zur Etosha "mitnehmen"). Hier ist eine Ausstellung über die damalige finnische Missionsstation und Martti Rautanen, zudem wird ein Ovambo-Kraal anhand eines begehbaren Originals erklärt. Bereiche für Vieh usw., auch einer für Bier.

Mehr als eine Nacht lohnt sich bei jeder Station, faszinierend ist es überall. Mit insgesamt 7 Nächten für diese Tour kommst du wie beschrieben gut hin. Ich würde das - Stand aktuell - wie folgt aufteilen:

Brandberg 2N
Opuwo 1N
Epupa 2N
Ruacana 1N
Ondangwa 1N.

Euch noch viel Spaß bei der Planung und schon jetzt einen schönen Urlaub.

Viele Grüße
Thomas
2'060 Beiträge · seit 201321. Apr. 2016 ·
Hallo Henning,

auch ich finde es prima, dass du so zeitig mit der Planung beginnst - Vorfreude ist die schönste Freude, und man bekommt dann am ehesten noch alle Wunschplätze.

Empfehlen kann ich dir Camp Aussicht, da gibt es vier Zimmer und einen Campingplatz. Es ist ein sehr spezieller Ort mit einem sehr speziellen Besitzer, für mich ein Muss im Kaokoveld! Marius und Lotti sind sehr herzliche Gastgeber, die Abendunterhaltungen an der gemeinsamen Tafel waren sehr interessant und amüsant; allerdings glaube ich mich zu erinnern, dass Campinggäste daran nicht teilhaben können, wohl aus Platzmangel.

Wir haben mit Marius tolle Ausflüge unternommen, u. a. zu seinen Dioptasminen und zu zwei Himbadörfern. Er kennt dort die Bewohner alle, kümmert sich um sie, macht Projekte für sie und mit ihnen; man kommt sich nicht vor wie ein Besucher im Zoo, wie es in manch einem anderen Dorf sein mag, sondern wird mit einbezogen.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
16,9k Beiträge · seit 201221. Apr. 2016 ·
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤪
zuletzt bearbeitet 07. Aug. 2026
Themenstarter545 Beiträge · seit 201421. Apr. 2016 ·
Hallo

und ein dickes 'Danke' für die bisherigen Antworten. Mit der Planung sind wir übrigens nur so früh dran, weil es arbeitsmäßig demnächst bis zum Herbst so eng wird, so dass die Planungsphase dann ausgesetzt wird... und ab Weihnachten sollten wir dann wohl auch mal buchen.

@ Logi:
Danke für den Tipp, aber die Eagle Rock ist uns fast schon zu nah an Windhoek. Beim letzten Mal sind wir bis Hakos gefahren, hat uns eigentlich gut gefallen, liegt aber nicht so ganz an der Strecke nach Swakopmund.

@ Thomas:
Brandberg haben wir auch als ersten Stop geplant, tendieren danach aber eher nicht zu den C-Straßen, sondern evtl. zu einem Schlenker über den Crowthers-Trail und Hoanib (wenn das für Alleinfahrer empfehlenswert ist?).
Nachfolgend dann entweder
a) eine westliche Route über Puros und Hoarusib, wobei wir dann evtl. mit unseren 7 Nächten schon an Grenzen stoßen?
oder
b) über Sesfontain und Opuwo in Richtung Epupa.

Ondangwa würden wir wohl auslassen, da wir Etosha von West nach Ost durchqueren wollen.

@ Berg-Eule:
Bei der Variante b) würden wir vermutlich Camp Aussicht mit einbauen, klingt interessant.


Wie einsam sind die genannten Trails (Crowthers, Hoanib, Hoarusib)? Wenn da im November kaum jemand unterwegs ist, würden wir das aus Sicherheitsgründen vermutlich fallen lassen.

Gruß
Henning
133 Beiträge · seit 201521. Apr. 2016 ·
Hallo Henning,

da hast du jetzt ja schon mehrere Antworten erhalten, hoffentlich kannst du damit etwas anfangen. Wie deiner letzten Mitteilung zu entnehmen ist, offensichtlich schon.

Zum Thema Crowthers Trail wurde hier im Forum bereits vor einiger Zeit mal ein Thread aufgemacht, mit mehreren Antworten.
--> THEMA: Zustand des Crowther Trails und des Hoarusib?

Ich persönlich kann dir dazu nichts sagen, bin das noch nie gefahren.

Bezüglich eures dann folgenden weiteren Weges empfehle ich dir deine beschriebene Variante b).

Von Ruacana aus könnt ihr natürlich gleich - ohne Ondangwa - runter zum Etoscha. Da würde ich die C35 empfehlen, die geht von Ruacana ab direkt runter. Da kommt ihr dann direkt am Galton Gate vorbei, das soll seit neuestem durchgängig offen sein. So gelangt ihr in den Etoscha und könnt ihn dann im weiteren Verlauf von West nach Ost durchqueren.

Viele Grüße
Thomas
Gast21. Apr. 2016 ·
Hallo,
MaHe schrieb:Wie einsam sind die genannten Trails (Crowthers, Hoanib, Hoarusib)? Wenn da im November kaum jemand unterwegs ist, würden wir das aus Sicherheitsgründen vermutlich fallen lassen.
Kann schon mal sein, dass auf dem Crowthers Trail im November eine Woche lang niemand vorbei kommt. November ist schon Regenzeit und dann kann man in der Region nur mit Einschränkungen planen. Im Hoanib machen auch Fort Sesfontein, Khowarib Lodge und das Skeleton Hoanib Camp regelmäßig Game Drives mit ihren Gästen - wenn sie denn welche haben. Entsprechend ist die Wahrscheinlichkeit da höher, auch mal ein anderes Auto zu treffen.

Der Hoanib ist in den letzten 3 Jahren im November/Dezember aber immer mindestens einmal gelaufen. Deswegen würde ich den Crowthers Trail in der Regenzeit auch immer nur ungern von Süden angehen. Im dümmsten Fall kommt Du nach dem Crowthers Trail am Hoanib an, stellst fest, dass der nicht passierbar und Du den Crowthers Trail wieder zurück fahren musst. Um je nach Regensituation flexibel zu bleiben, würde ich in der Region auch nichts vorbuchen. Zum Campen werdet ihr immer irgendwo unterkommen.

Beste Grüße

Guido
5'538 Beiträge · seit 200822. Apr. 2016 ·
Hallo Henning,

ich weiß nicht, warum es unbedingt bis zu den Epupa Falls bzw. nach Ruacan gehen muss in dieser kurzen Zeit. Ich könnte mir wunderbar folgende Route vorstellen in dieser Zeit:

Swakopmund - White Lady Lodge (die Strecke hat V5-Tom schon beschrieben). 2 Nächte sind ganz prima, denn nicht nur die White Lady lädt zum Besuch ein, sondern man kann auch - wenn sie in der Nähe sind - mit auf Wüstenelefantensuche gehen. Für den Ausflug zur Weißen Dame braucht man inkl. An- und Abfahrt von/zur Lodge etwa drei Stunden, d. h. je nachdem wann Ihr ankommt, könnt Ihr das sogar schon am Anreisenachmittag machen. Sonst am nächsten Morgen. Die Touren auf Wüstenelefanten werden von der Lodge aus angeboten.

Danach würde ich mir eine Nacht Zeit nehmen in der Nähe von Twyfelfontein und mir in aller Ruhe die Felsgravuren ansehen. Wenn Ihr beide Trails geht, braucht Ihr dafür auch mindestens 2, eher aber 3 Stunden. Wenn Ihr den Dancing Kudu Trail macht, dann könnt Ihr auch diesen Fels besuchen und ähnliche Fotos machen:

Twyfelfontein2.jpg



Twyfelfontein3.jpg


Von Twyfelfontein aus würde ich dann bis Palmwag fahren. Das sind nur rund 2 Stunden und Ihr habt dort eine grandiose Landschaft. Wenn Ihr selbst gerne 4 x 4 fahrt, könnt Ihr Euch bei der Rezeption ein Permit für die Palmwag Concession geben lassen und diese Landschaft selbst erfahren. Ansonsten bieten die ganz fantastische Scenic Drives (Halb- und Ganztagstouren), bei denen man sehr viele Tiere sieht. Mit Glück auch Rhinos, Wüstenelefanten und Löwen (da musst Du aber sehr großes Glück haben). Giraffen, Bergzebras und jede Menge Antilopen sind selbstverständlich. Und abends der Sonnenuntergang von der Terrasse des Hauptgebäudes aus mit den zwei meist fotografierten Palmen von Namibia ist einfach einmalig.

Und dann würde ich von Palmwag aus - wieder nur zwei Stunden - nach Sesfontein fahren. Die Lodge bietet auch Camping an. Und wenn Ihr in den Hoanib wollt, fahrt Ihr ins Dorf und sucht einen Guide, der Euch fahren lässt, aber sich gut bei den gefährlichen Stellen auskennt und der weiß, wo die Wüstenelefanten sind. Kostete vor 2 Jahren N$ 500 für 6 Stunden. Gegenüber den angebotenen Touren von der Lodge ist das unschlagbar günstig.

Und dann würde ich von Sesfontein, wenn der Joubert Pass wieder offen ist, nach Opuwo fahren (unterwegs nicht die tollen Baobabs eta 40 km vor Opuwo übersehen) und von da aus über die Teerstraße zum Galton Gate bzw. nach Olifants Rus.

Da hast Du viel weniger Fahrerei, kannst entspannt die Landschaft (oder z. B. in Palmwag oder Sesfontein den Pool) genießen und siehst auch noch jede Menge Tiere.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter545 Beiträge · seit 201422. Apr. 2016 ·
Moin.

@ Guido:
DANKE! Das der Hoanib zur unserer Reisezeit auch in der kleinen Regenzeit durchaus mal läuft, war uns bisher entgangen. Da wir uns das von Dir geschilderte Szenario aber gerne ersparen würden, behalten wir die Option 'Crowthers - Hoanib' maximal als mögliche Variante im Hinterkopf ist aber tendenziell gestorben. Dann ist für uns in der Zeit wohl eher die von Gerd vorgeschlagene Variante über ein Permit z. B. im Palmwaggebiet zu holen.

@ Gerd:
Der Kunene ist für uns ganz klar ein Ziel. Im vergangenen November sind wir auf der Südtour bis an den Oranje gefahren und ein wasserführender Fluss in diesem trockenen Land fasziniert uns irgendwie, kann ich leider nicht besser beschreiben.
Brandberg werden wir auf jeden Fall von Swakopmund aus kommend einplanen, Twyfelfontain eher nicht. Nachdem wir uns 2013 in zum Teil sehr persönlichen Führungen Felszeichnungen und -malereien haben erklären lassen, ist das für uns nicht (mehr) 'primär im Fokus'. Da wir nun wohl auch nicht ganz tief in 4x4-Trails einsteigen werden, sollten die 7 Nächte in der Region doch einigermaßen passen. Natürlich geht es immer noch entschleunigter aber wir haben für uns die Erfahrung gemacht, dass wir es zu Beginn und Ende der Reise ruhiger angehen lassen, vielleicht auch mal mittendrin aber ansonsten 'gerne was vorhaben'. 😉

Wir werden uns das am Wochenende nochmal genauer auf der T4A ansehen, wie wir das verteilen sollen.


Einen schönen Tag wünscht
Henning (Marion natürlich auch, die liest fleißig mit...)
1'927 Beiträge · seit 200822. Apr. 2016 ·
Hallo Ma+He,

der Kunene ist auf jeden Fall ein tolles Reiseziel.
Ich kann Euch empfehlen
- Eha Lodge Ruacana, die hat übrigens einen sehr schönen Campingplatz !
- Kunene River Lodge, der Klassiker, sollte man auf keinen Fall auslassen
- Epupa Falls, direkt am Wasserfall das Epupa Falls Camp (schön aber kein Essen) oder nebenan das Omarunga Camp

und - wie Berg-Eule schon empfahl - auf der Rückfahrt das Camp Aussicht mit einplanen 🙂

Gruß
Peter
5'538 Beiträge · seit 200822. Apr. 2016 ·
Hallo Marion und Henning,

Der Kunene ist für uns ganz klar ein Ziel. Im vergangenen November sind wir auf der Südtour bis an den Oranje gefahren und ein wasserführender Fluss in diesem trockenen Land fasziniert uns irgendwie, kann ich leider nicht besser beschreiben.

Kapiert. Mir persönlich wäre das halt zu viel Fahrerei. Aber ich weiß, denn ich war auch mal jung und da war erstens der Weg das Ziel und zweitens die Fahrt im Auto eine Entspannung (verstehe ich heute überhaupt nicht mehr).

Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Spaß und etwas Glück mit dem Wetter, damit Ihr nicht zu sehr versauft.

Liebe Grüße
Gerd
Themenstarter545 Beiträge · seit 201424. Apr. 2016 ·
Moin,

heute vormittag hatten wir endlich mal Zeit, uns alles auf der Karte anzusehen und die nötigen Fahrtzeiten mal zu überschlagen. Hilfreich ist auch, dass im Parallelthread die umgekehrte Fahrtroute thematisiert ist. 😉

Grob vorstellen könnten wir uns (von Swakop kommend):
1N Camping Brandberg
2N Camping Palmwag oder Sesfontein
1N Camping Camp Aussicht
1N Camping bei den Epupa Falls
2N 'fest' Kunene River Lodge

danach über Ruacana und die C 35 zum Dolomite Camp.

Um die Fahrtstrecke besser zu verteilen, wäre es natürlich sinnvoller in Palmwag statt Sesfontain zu übernachten. Kann man auch dort einen Guide bekommen um mit dem eigenen Fahrzeug Pirschfahrten zu machen? Das würde uns schon ziemlich reizen (selber fahren und persönlicher als im Gamedrive-Wagen).

Einen schönen Sonntag wünscht
Henning
Themenstarter545 Beiträge · seit 201407. Jan. 2017 ·
Moin aus dem ziemlich glatten Schleswig-Holstein,

wir sind mit unserer Reiseplanung schon eine ganze Ecke weiter gekommen und haben auch die ersten Buchungsbestätigungen.

Aus unseren 7 Nächten im Nordwesten haben wir mittlerweile 8 machen können 😉 die sich wie folgt verteilen (sollen):

1N Ugab Base Camp ('Rhino Camp'); Camping
1N ???; Camping
2N Palmwag; Camping
1N Camp Aussicht; Camping (gebucht)
1N Epupa Falls; Camping (gebucht)
2N Kunene River Lodge; Room (gebucht)

Wir kommen von Swakopmund und wollen nach einer Nacht im Rhino Camp weiter in Richtung Norden. Erste Frage: Wo bzw. bei wem bucht man das Rhino Camp? Dazu habe ich hier im Forum auch einige Fragezeichen gefunden. Bieten die Direktbuchungen an oder geht es in jedem Fall nur über Portale/Dienstleister? Welcher von denen ist empfehlenswert (Elena Travel Services kam hier ja aufgrund falscher Aussagen mal nicht so gut weg)?

Wir sind mit Hilux und AHA-Canopy unterwegs und wollten dann über die 4x4-Strecken Richtung Norden und finden da auf der T4A-Karte irgendwie keine weiteren Campsites? Direkt nach Twyfelfontain wollten wir eigentlich nicht, überlegen das aber mittlerweile, wenn wir ohnehin in der Gegend sind.
Also: Für einen Campsite-Vorschlag ungefähr auf halber Strecke Richtung Palmwag wären wir dankbar. 😉

Zu Palmwag selbst:
Wo campen wir da am besten? Palmwag Lodge oder im Konzessionsgebiet? Wenn ich das richtig verstanden habe (MooseOnTheLoose plant ja ähnliches...) könnten wir die 2 geplanten Nächte im Konzessionsgebiet verbringen und uns nach Norden vorarbeiten ... nur reisen wir Mitte November dort und haben hier schon den Tipp bekommen, dass dann auch mal ein Rivier läuft. Wenn das in unserem Fall der Hoanib ist und wir statt direkt nach Sesfontain raus wieder komplett unten herum fahren müssen, ist der Zeitplan natürlich dahin.
Also lieber gleich in der Lodge bleiben und Tagesausflüge ins Konzessionsgebiet machen oder dort gar nichts buchen und abhängig von der Wetterlage spontan bei Ankunft entscheiden?

Wir freuen uns über gute Tipps.

Gruß
Henning
3'883 Beiträge · seit 201108. Jan. 2017 ·
Gibt es einen Grund, dass du zwischen Ugab und Palmwag noch einmal übernachten willst? Du brauchst höchstens 3 - 4 Stunden Fahrzeit. Ich würde die Nacht im Camp Aussicht anhängen und mit Marius Steiner eine Fahrt in ein Himbadorf unternehmen. Oder bei den Epupa Falls und dort eine Wanderung entlang des Kunene machen. Auch dort werden Führungen in ein Himbadorf angeboten. Ich fürchte jedoch aufgrund von Berichten, dass sie mit Zurschaustellung einhergehen.
Zur Palmwag Lodge ersatzweise Konzessionsgebiet kann ich nichts sagen, ich kenne nur die Campsite vor der Renovierung.

LG freshy
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Themenstarter545 Beiträge · seit 201408. Jan. 2017 ·
Hallo Freshy,

vielen Dank für Deine Einschätzung. Die Zwischenübernachtung ist dadurch entstanden, dass es hier im Forum extrem unterschiedliche Angaben zum Zeitbedarf der Strecke, wie auch zur Schwierigkeit der Strecken via Desolation Valley bzw. Doros Crater gibt. von '3 - 4 Stunden von Ugab bis Palmwag' bis hin zu 'voller Fahrtag bis Twyfelfontain' oder 'Divorce Pass schlimmer als Van Zyls und praktisch unüberwindbar' ist alles dabei!? 😕

Daher war die Idee, es auf dem Abschnitt ruhiger angehen zu lassen und ... vielleicht bei unserem dritten Aufenthalt mal in Twyfelfontain einzukehren.
Zu Besuchen von Himba-Dörfern konnten wir uns bis jetzt nicht recht durchringen ... es ist irgendwie nicht unseres und denken immer, die Menschen werden 'vorgeführt'. Ich kann es nicht besser beschreiben, es ist uns irgendwie unangenehm.

Viele Grüße
Henning
3'883 Beiträge · seit 201108. Jan. 2017 ·
Hallo Henning,
zur Strecke Ugab - Palmwag September 2014: Wir sind morgens ca um 8:00 Uhr losgefahren, haben in Khorixas eingekauft und getankt und eine Weile gebraucht, bis wir über Internet unser Tagebuch hochladen konnten. Danach ging es weiter auf Gravel Road bis Palmwag, das wir am frühen Nachmittag erreicht haben. Wer jedoch nach einer Regenzeit fährt, in der die Gravel Road kilometerweit fortgespült wurde, braucht natürlich wesentlich länger. Das hatten wir 2011! Wir wollten eigentlich weiter nach Fort Sesfontein, sind dann in Palmwag geblieben.

Himbabesuch: Uns geht es wie dir. Doch der Besuch mit Marius Steiner verlief sehr angenehm. Falls du mehr darüber erfahren möchtest, guck mal in unseren Reisebericht 2014 (s. Signatur).

LG freshy
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zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2017
Gast08. Jan. 2017 ·
Hallo,

ich weiß nicht, ob Freshy sich die Route angeguckt hat? Vom Ugab Rhino Camp über das Desolation Valley fährst Du ganz sicher nicht in 3-4 Stunden bis Palmwag. Vom Ugab Rhino Camp bis zum Desolation Camp solltest Du 2,5-3 Stunden Fahrzeit plus Fotostops einplanen. Hinter dem Ugab und an anderen Stellen ist es sehr steinig und Du kannst nur langsam fahren. Danach fährst Du 1-2 Stunden plus Fotostops im Huab-Rivier gen Osten. Kann wie andere Riviere auch im November schon mal laufen und nicht befahrbar sein. Falls Du überlegst dann über Slangpos und Fonteine Farm gerade hoch an die C39 zu fahren: Würde ich nicht machen. Ich bin das 2011 mal gefahren. Gröbstes ausgewaschenes Geröll. Da fährt kein Mensch. Der Böschungswinkel eines Standard-Hilux reichte für die Strecke kaum. Ich musste alle 30 Meter aus dem Auto springen und mit Steinen erst mal Strecke bauen. Entsprechend lange hat das gedauert. Wenn Du weiter östlich hoch fährst, dann bist Du schon fast in Twyfelfontein. Andere Campsites als in der Ecke kenne ich auch nicht. Ansonsten braucht es von da noch mal knapp 1,5 Stunde bis Palmwag.

Ich würde das einfach offen lassen. Falls Du an der Strecke viele Tiersichtungen hast, ist Twyfelfontein ein geeignetes Tagesziel. Wenn Du keine Tiere siehst, schaffst Du es am Nachmittag bestimmt noch nach Palmwag.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2017
3'883 Beiträge · seit 201108. Jan. 2017 ·
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Guido hat Recht.
Tut mir leid, ich habe das Ugab Rhino Camp mit der Campsite der Ugab Terrace Lodge verwechselt, am Fuß (base) der Lodge gelegen.

Zerknirscht grüßt
freshy
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156 Beiträge · seit 200808. Jan. 2017 ·
Hallo,

auf dem Weg vom Ugab Rhino Camp zum Huab bzw. Desolation Valley gibt's eine schöne Stelle zum Übernachten. Ist in T4A mit "sheltered wild camp" bezeichnet. Das ist zwar keine offizielle Campsite mit Versorgung, aber gut geschützt und liegt sehr schön. Vor dem eigentlichen Huab Trail ist dann noch ein toller Aussichtspunkt (Viewpoint Desolation Valley). Die Strecke durch den Huab ist nicht ganz ohne - wir hatten da im November das eine oder andere Problem (siehe auch https://www.amazon.de/Huab-S%C3%BCmpfe-4x4-Trail-4x4-Trails-Namibia-ebook/dp/B01HLFYQC4/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1483890456&sr=8-1&keywords=huab). Vom Übernachtungsplatz bis Palmwag haben wir es über Slangpos, De Riet und C39 mit Fotostops und einigem Verfahren und Weg/Furt-bauen im Huab gemütlich in einem Tag geschafft.

Grüße
Jogo
zuletzt bearbeitet 08. Jan. 2017
99 Beiträge · seit 201608. Jan. 2017 ·
Epupa-Ruacana geht auch direkt auf der 3700. Ist viel schöner und spannender...
Das Hoanib-Tal ist nicht ohne. Wir sind im August ein paar Kilometer reingefahren. Für's Durchfahren hätten wir die Konzession gebraucht, aber soweit kamen wir eh nicht. Das Gelände ist stark durchfurcht mit super-tiefem Sand. Ohne Pistenkenntnisse oder Guide und vor allem ohne 2. Fahrzeug / Team fahre ich das Hoanib nicht.
Palmwag fand ich ok. aber nochmal würde ich nicht dort übernachten. Ziemlich laut in der Nacht. Wüstenelefanten sieht man eher bei Mowani/Kipwe.
Grüße, Tommy