alstoThemenstarter5 Beiträge · seit 201617. März 2016 · #1
Hallo zusammen,
erstmal schön, dass es hier so eine umfangreiche Informationsquelle gibt. Wir befinden uns momentan noch recht am Anfang der Reiseplanung für unsere zweiwöchige Selbstfahrertour, mit Blick auf Februar oder Mai 2017 (Entscheidung steht noch aus). Da in fast jedem Reisebericht dieses Forum erwähnt wird, hab ich mich dann auch mal angemeldet. 😉
Und es gibt auch gleich eine Frage, die mir momentan unter den Nägeln brennt. Ich selbst bin zufrieden, wenn ich in Namibia schön Campen und die spannenden Landschaften fotografieren kann. Die restlichen drei Viertel der geplanten Reisegruppe sind dann aber doch auch auf "Tiere gucken" aus, weswegen sicherlich drei Tage Etosha eingeplant werden.
Wir waren allerdings gerade erst vergangenen Sommer in Kenia und sind von der Maisai Mara und anderen Parks (Naivasha, Nakuru, Amboseli und die beiden Tsavos) in der Hauptsaison doch sehr verwöhnt, was die Tierdichte und -vielfalt angeht. Deswegen habe ich die Sorge, dass Namibia im Vergleich dazu enttäuschend ausfallen könnte und am Ende dicke Luft im Reisemobil herrscht. 😗
Hier waren doch sicherlich schon Leute in beiden (und mehr) Ecken und können vielleicht einen Eindruck geben. Sicher ist Namibia anders - aber kann es im Aspekt der Tiersafari annähernd mithalten?
Gruß Alex
P.S.: Der bisherige Rahmenplan konzentriert sich auf die Westküste + Etosha. in den Ostzipfel werden wir es wohl nicht schaffen, Botswana muss auch bis zur nächsten Reise warten.
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200817. März 2016 · #2
Guten Tag, Alex und herzlich willkommen im Forum,
ja - ich war in beiden Ländern. In Namibia sehr oft und in Kenia zweimal. Und ich hatte beide Male in Kenia das Glück, das Crossing miterleben zu dürfen. Ein einmaliges Schauspiel und ich habe noch nie so etwas Überwältigendes vorher und nachher erlebt. Und auch die Landschaft in Kenia ist sehr, sehr schön - abwechslungsreich und zumindest in der Masai Mara für mich das Bild von Afrika, das ich immer in meinen Vorstellungen hatte.
Aber trotzdem empfehle ich mit voller Überzeugung Namibia immer wieder. Warum? Die Tierdichte in der Etoscha ist schon enorm. Natürlich nicht so große Gnu- und Zebraherden wie in Kenia beim Crossing, keine Hippos und Kroks, aber dafür sehr viel mehr Elefanten, Löwen, Giraffen. Wenn Ihr in der richtigen Jahreszeit unterwegs seid - und da würde ich Mai gegenüber Februar vorziehen - werdet Ihr bestimmt viele Sichtungen haben. Allerdings halte ich drei Tage Etoscha für sehr, sehr kurz. Welche konkreten Ziele an der Westküste plant Ihr? Meinst Du wirklich Küste oder den ganzen mittleren und nördlichen Westteil (Sossusvlei, Swakop, Damaraland? Du solltest mal Eure gesamte Tour hier vorstellen, damit wir Dir bessere Tipps geben können.
Liebe Grüße Gerd
alstoThemenstarter5 Beiträge · seit 201617. März 2016 · #3
Ach herrjeh. Eine lange Antwort geschrieben und dann in der Vorschau einmal versehentlich die Backspace-Taste gedrückt, schon springt der Browser zurück und das Geschriebene ist futsch. Ärgerlich.
Also nochmal von vorne, diesmal etwas knapper: Danke für Deine Einschätzung. Die Flussüberquerung ist bei uns ein kleines Reizthema, mehrfach zwei Stunden gewartet, nur damit die blöden Viecher es sich am Ende dann doch wieder anders entscheiden. 😣 In die Mara müssen wir also definitiv auch nochmal - aber ich glaub das dauert aus finanziellen Gründen noch etwas.
Was uns in Kenia auch nicht vergönnt waren, sind Nashörner. Wir haben alles versucht, aber die mögen uns wohl einfach nicht. Wäre natürlich super, wenn die uns in Namibia vor die Füße laufen sollten.
Die "geplante" Route hatte ich nicht gepostet, weil die aktuell noch aus ein paar Strichen und Kringeln auf einer Landkarte besteht. 😉 Ich will zwar wie immer alles sehen, habe jetzt aber den Süden (Fish River Canyon), den Norden (Burnt Mountain etc.) und alles Östlich von Etosha, Waterberg und Windhoek kategorisch ausgeschlossen.
Hier meine bisherige Überlegung:
In zwei Tagen von Windhoek runter nach Lüderitz. Wo ein Zwischenstop da am besten / schönsten ist, muss sich noch zeigen. In Lüderitz interessieren mich vor allem Kolmanskop und die Bootstour zu den Pinguinen.
Von da aus dann zu den Vleis, wo zwei Übernachtungen Sinn machen dürften. Tagsüber bei schlechtem Licht vielleicht ein Abstecher zum Winzer.
Als optional wäre dann eine Übernachtung und Wanderung in der Köcherbaumschlucht nett, um sich ein bisschen die Beine zu vertreten.
Nächster Halt wäre dann Swapokmund. Was es da gibt, weiß ich aber noch gar nicht - aber ist halt auf dem Weg. 😉 Die Living Desert Tour wird ja oft empfohlen. Unschlüssig bin ich, ob es Sinn macht, im Anschluss Cape Cross, die Skelettküste (davon gibt es super Fotos, aber einen großen Umweg wohl nicht wert) oder Damaraland (denke mal die Wüstenelefanten sehen wir eher nicht ..) anzufahren.
Von da aus geht es dann nach Etosha. Ob West oder Ost, ob drei oder vier Tage, das muss sich noch zeigen.
Gerne würde ich danach noch eine Übernachtung am Waterberg Plateau dran hängen und evtl. das Geparden-Projekt besuchen.
Soweit die "Planung". Jetzt drücke ich aber mal ganz schnell auf Speichern, bevor ich es nochmal schreiben darf.
swisschees1'715 Beiträge · seit 200617. März 2016 · #4
Hallo Alex
Willkommen im Forum.
Du hast etwas von Camper geschrieben, da muss ich mal fragen mit welcher Art Fahrzeug planst du die Reise.
Wie viele Tage wollt ihr unterwegs sein? Bedenke dass Namibia gross ist und die die Distanzen von einem Ort zum andern Recht lang. Zudem kann es im Februar immer noch über 40 Grad sein und es kann auch regnen. Wir hatten das gerade, aber zum Glück nicht allzu heftig, denn das kann bedeuten das man einen grösseren Umweg fahren muss.
Masai Mara haben ich vor langer Zeit besucht und kann mich vor allem an die riesigen Gnu Herden erinnern. Diese wirst Du in solchen Massen in der Etosha sicherlich nicht sehen. Auf eine Crossing musst auch nicht warten, es gib nur wenig Wasser und schon gar nicht fliessende Gewässer 😉 Nashörner habe ich auch noch nicht sehr oft gesehen dafür Elefanten, Giraffen, Löwen, und viele kleine und grössere Antilopen. Zebras natürlich auch noch.
Der Waterberg hat uns nun schon zweimal enttäuscht, denn ausser Cap Büffel haben wird dort auf den geführten Touren nicht viel gesehen. Selber Fahren darf man auf dem Plateau ja nicht.
Cap Cross ist beeindruckend aber nicht nur optisch auch vom Geruch her. Fischfressen haben das so an sich und der Wind weht dort meistens vom Meer her.
Für die Planung würde ich Dir die Tracks4Africa Papierkarte empfehlen. Da sind viele Informationen drauf. Auch die Distanzen und auf der Basis von Aufzeichnungen berechneten Fahrzeiten. Für Garmin GPS gibt von der gleichen Firma auch welche. Beider hier erhältlich beim Admin Chrigu.
willkommen im Forum. Zu Kenia-Namibia wurde schon einiges gesagt. Kenia bietet "typische Afrika" und Badeurlaub, Namibia Wüsten, Landschaften, Küste, Einsamkeit und Tierwelt. Vergleichbar sind beide Länder meiner Meinung nach nicht, auch schon aufgrund der (touristischen) Infrastruktur.
Ich werfe mal eine Unterstützung für Eure Reiseplanung in den Raum, nämlich die Standard-Einsteigertour 2 Wochen, die sich durchaus bei tausenden Reisenden bewehrt hat:
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
alstoThemenstarter5 Beiträge · seit 201617. März 2016 · #6
swisschees schrieb:Du hast etwas von Camper geschrieben, da muss ich mal fragen mit welcher Art Fahrzeug planst du die Reise.
Ein Toyota Hilux (oder vergleichbar) Doppelkabiner mit zwei Dachzelten. Scheint ja die Standardoption zu sein, ist bezahlbar, und Dachzelten wollte ich schon immer mal ausprobieren. 😄 Mache mir auch die Hoffnung, dass die Zelte so schneller aufgebaut sind, als Bodenzelte je nach Untergrund. Und die Frau muss keine Angst vor Viehzeug haben.
swisschees schrieb:Wie viele Tage wollt ihr unterwegs sein? Bedenke dass Namibia gross ist und die die Distanzen von einem Ort zum andern Recht lang.
Geplant sind ~14 Tage, hängt ein bisschen von den Mitreisenden ab. Das mit den langen Distanzen versuche ich zu herzigen, auch wenn es beim Blick auf die kleine Karte doch gerne mal in Vergessenheit gerät. Wobei ich auch kein Problem mit längeren Fahren habe, wenn man dafür mehr Zeit am Zielort verbingen kann. In den USA haben wir einmal 2.000 Kilometer an einem Tag mit zwei Fahrern abgerissen. Aber das waren natürlich ganz andere Straßen, in Namibia versuche ich, immer unter 500-600 zu bleiben.
swisschees schrieb:Der Waterberg hat uns nun schon zweimal enttäuscht, denn ausser Cap Büffel haben wird dort auf den geführten Touren nicht viel gesehen. Selber Fahren darf man auf dem Plateau ja nicht.
Danke für deine Erfahrung. Da hatte ich bei anderen Berichten bessere Erlebnisse gelesen. Aber auch landschaftlich scheint es ja eine ganz nette Ecke zu sein.
swisschees schrieb:Cap Cross ist beeindruckend aber nicht nur optisch auch vom Geruch her. Fischfressen haben das so an sich und der Wind weht dort meistens vom Meer her.
Das Kap steht auf meiner Streichliste auch sehr weit oben. Außerhalb der Paarungszeit stelle ich mir das wenig spannend vor.
swisschees schrieb:Für die Planung würde ich Dir die Tracks4Africa Papierkarte empfehlen. Da sind viele Informationen drauf. Auch die Distanzen und auf der Basis von Aufzeichnungen berechneten Fahrzeiten. Für Garmin GPS gibt von der gleichen Firma auch welche. Beider hier erhältlich beim Admin Chrigu.
Danke, ist vorgemerkt und wird die Tage mal bestellt.
Danke für Deine Alternativroute. Ich werde mir mal die entsprechenden Angebote/Berichte anschauen um zu sehen, was man zwei Tage in Damaraland und drei Tage in Swapokmund erleben kann. Lüderitz würde ich im Moment nur ungern streichen, wenn die Alternative nicht deutlich besser ist.
swisschees1'715 Beiträge · seit 200617. März 2016 · #7
Ich stimme Christians Route zu. Lass Lüderitz aus und mach den Süden bei der nächsten Reise. Du kommst eh wieder nach Namibia 😉
Erindi ist toll, etwas teuer als andere Camping aber luxuriös.Wir haben dort Geparde gesehen.
Hallo Alsto, auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Ich kann Deinen Wunsch, Lüderitz in die Reise mit einzubauen, sehr gut verstehen. Dennoch erscheint mir dieser Zielpunkt angesichts einer nur 14-tägigen Reise als zu weit abgelegen. Du meinst, in 2 Tagen bis Lüderitz zu kommen . ja, das geht auch. Aber das sind 2 "Mördertage" - entweder stinkelangweilig, wenn Ihr die Teerpad nehmt, oder extrem anspruchsvoll, wenn Ihr die Sandpad fahrt. Für Lüderitz selbst würde ich mal zumindest 3 Übernachtungen für unabdingbar halten, um auch wirklich etwas von Ort und Umgebung zu haben. Von Lüderitz nach Sossusvlei ist auch ein sehr langer Weg - aber machbar. Zusammengerechnet werdet Ihr als allein für den Reiseteil Windhoek - Lüderitz - Sossusvlei 6 Tage brauchen, d.h. ca. die Hälfte Eurer gesamten Reise. Das halte ich für unangemessen viel. Oder Ihr macht es gleich richtig und beschränkt Euch mit Euren 14 Tagen auf Namibias Süden - incl. Lüderitz, Fish-River Canyon und Sperrgebiet. Tiere sind da dann allerdings weniger zu sehen - mit Ausnahme der Wüstenpferde von Garub, der Pinguine und vermutlich einiger Oryx unterwegs. Da würde ich den Familienrat noch einmal zusammenrufen.... Gruß Joli
STStrubi86173 Beiträge · seit 201418. März 2016 · #9
Hallo Alsto,
ich muss denen zustimmen, die Lüderitz auslassen würden. Bei nur 14 Tagen wäre mir der Aufwand zu groß. Und es fehlen dann Tage an anderer Stelle.
Das Damaraland empfand ich als landschaftlich sehr reizvoll. Und mit etwas Glück kann man dort auch schon größere Tiere entdecken. Dazu hat's z.B. um Twyfelfontein auch einige touristische Sehenswürdigkeiten (Felsmalereien, Damara Living Museum...). Außerdem macht es allein fahrtechnisch schon Sinn, da ihr von Swakopmund zum Etosha eh mehr oder weniger hindurch müsstet. Um Palmwag (Palmwag Day Visitors Area) und Grootberg fanden wir es auch sehr schön. Gut gefallen hat es uns auch an der Spitzkoppe (gehört aber noch nicht zum Damaraland; wir waren leider nur auf der Durchfahrt für 2 Std. da), ca. 2 Std. von Swakopmund entfernt. Also es gibt schon einiges zu entdecken, auch ohne, dass ihr noch in den Süden Namibias fahrt.
Zum Vergleich Kenia - Namibia kann ich nichts sagen, da wir noch nicht in Kenia waren. Aber da hast du ja schon ein paar Antworten bekommen. Wir haben im Etosha jedenfalls ne Menge Tiere gesehen (waren im September dort). Vor allem viele Elefanten, Giraffen und Antilopen. Aber auch Löwen und gerade um Okaukuejo herum einige Nashörner.
Gruß Strubi
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201318. März 2016 · #10
Hallo, auch ich würde raten: weniger ist mehr. Nur fahren, ankommen, schlafen, weiterfahren wird dem Land nicht gerecht, da es fast überall viel zu sehen und zu tun gibt.
Lüderitz würde ich auch auf einer andere Reise einbauen, die den Süden umfasst. Der Ort selbst ist interessant, dazu für Kolmanskop mindestens ein halber Tag, Diaz Point, eventuell ein Segeltörn zu den Pelikanen, ein Ausflug zu den Wüstenpferden - da kann man viel Zeit verbringen, je nach Interessenslage.
Bei nur 14 Tagen würde ich an deiner Stelle über Christians Route nachdenken. In Swakopmund gibt es ein interessantes Museum, das Flora, Fauna, Geologie, Geschichte, Ethnien, ... umfasst, ein kleines aber feines Aquarium, die Kristallgalerie, außer den Little Five kann man nach Walvis Bay/Sandwich Harbour fahren, eine Bootstour machen, natürlich das Städtchen selbst besichtigen - wahrscheinlich habe ich noch einiges vergessen. 😉
Im Damaraland "sollte" man das Living Museum und Twyfelfontein besichtigen, eventuell den versteinerten Wald, Orgelpfeifen, Verbrannten Berg.
Die Tiersichtungen im Etosha hängen von der Jahreszeit ab. Hat es geregnet, so findet man sie weit verstreut auf der Ebene, teils auch in größeren Herden (wenn auch nicht in den Massen wie in Kenia), in der Trockenzeit sind eher die Wasserlöcher begehrt. Wir waren zuletzt Ende Mai dort und haben sehr viele Elefanten, etliche Nashörner, Löwen, eine Gepardin mit Jungen gesehen, dazu die "Üblichen" wie Giraffen, Zebras, Antilopen, aber auch speziellere wie Elands, Kuhantilopen, Dik Diks, sowie einen Honigdachs, dazu viele Vögel. Ich finde Etosha sehr schön wegen der Vielzahl an Tierarten.
Informiere dich über die von Christian genannten Stationen genauer, du wirst sehen, dass du mit einer gebietsmäßig weniger umfangreichen Reise diese Regionen intensiver erkunden kannst. Und auch ich kann dir - sogar ohne Kristallkugel - prophezeien, dass du wiederkommen wirst! 😁
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200618. März 2016 · #11
alsto schrieb:Was uns in Kenia auch nicht vergönnt waren, sind Nashörner. Wir haben alles versucht, aber die mögen uns wohl einfach nicht. Wäre natürlich super, wenn die uns in Namibia vor die Füße laufen sollten.
Die Chance auf Nashörner stehen in Namibia nicht schlecht. Am einfachsten dürfte es sein in der Etosha in Okaukuejo oder Halali zu Übernachten. Nachts hast Du oft Nashörner am Wasserloch.
Mit etwas mehr Glück sieht man auch Tagsüber mal eines.
Herzliche Grüsse Chrigu
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alstoThemenstarter5 Beiträge · seit 201619. März 2016 · #12
swisschees schrieb:Lass Lüderitz aus und mach den Süden bei der nächsten Reise.
Das scheint hier ja allgemeiner Konsens zu sein. Aber wie meine Frau schon leidvoll lernen musste, bin ich recht dickköpfig. 😄
Ich werde die Tage mal versuchen, eine detaillierte Route auszuarbeiten. Ich denke mal dann werde ich auch selbst sehen, ob Lüderitz machbar ist (evtl. in 16 statt 14 Tagen, hängt auch ein bisschen von den Mitreisenden ab), oder ob ich doch eher auf die Standard-Route umschwenke.
Ich glaube aber, dass ich mit Museen, Felsenmalerei und Geologie (so interessant das auch für viele sein mag), bei unserer Reisegruppe auf wenig Begeisterung stoßen werden. Deswegen auch mein anfänglicher Zweifel, ob sich das Damaraland und mehrere Tage in Swapokmund für uns lohnen.
Ich melde mich, wenn ich eine genauere Route vorweisen kann. 🙂
swisschees schrieb:Du kommst eh wieder nach Namibia 😉
Irgendwann vielleicht. Vorher schreien aber auch noch gefühlte 120 andere Länder auf der Welt danach, besucht zu werden. 😉 Wenn das Bankkonto mal wieder etwas besser gefüllt ist, steht erstmal Rwanda/Uganda auf dem Plan. Das Leben ist zu kurz ..
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. März 2016 · #13
Hallo Alex,
wenn die Sichtung von Nashörnern für Dich wichtig ist, könntest Du evtl. dort fündig werden. Vielleicht hat da jemand aktuelle Infos, denn meine sind ca. 15 Jahre alt.
Es gibt die Organisation "Save the Rhino Trust" (die gibts auch heute noch, habe ich nachgeschaut). Sie hatten damals ein Camp nahe der Khowarib-Schlucht und boten geführte Touren auf Eseln oder Kamelen an, um Nashörner zu beobachten. Ich war seinerzeit "privat" dort. Die Region ist (war?) diejenige mit der größten Nashorndichte Afrikas außerhalb von Nationalparks.
Ist nur mal 'ne Idee, die natürlicher aktuellerer Infos bedarf, wenn man nicht auf gut Glück losziehen will.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201319. März 2016 · #14
alsto schrieb: Ich glaube aber, dass ich mit Museen, Felsenmalerei und Geologie (so interessant das auch für viele sein mag), bei unserer Reisegruppe auf wenig Begeisterung stoßen werden.
Schade, wenn man sich als Reisender so wenig fürs Land interessiert. Wenn es nur um Tiere geht, wäre es vielleicht sinnvoller, "nur" einige Nationalparks zu besuchen, da würde ich dann eher Südafrika oder Botsuana vorschlagen.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. März 2016 · #15
Berg-Eule schrieb:
alsto schrieb: Ich glaube aber, dass ich mit Museen, Felsenmalerei und Geologie (so interessant das auch für viele sein mag), bei unserer Reisegruppe auf wenig Begeisterung stoßen werden.
Schade, wenn man sich als Reisender so wenig fürs Land interessiert. Wenn es nur um Tiere geht, wäre es vielleicht sinnvoller, "nur" einige Nationalparks zu besuchen, da würde ich dann eher Südafrika oder Botsuana vorschlagen.
... wenn ich mir die Threads anschaue, geht es praktisch immer um Tiere und Unterkünfte und Essen nach europäischem Standard. Interesse für Land und Leute? Dann würden sich Touristen auch mal in eine Bretterbude im Ovamboland setzen und Maisbrei mit der Hand essen und warmes Bier aus der Flasche trinken und sehen, wie das Leben der Menschen dort tatsächlich aussieht. Will aber (fast) keiner wirklich wissen.
Manche schauen sich die Felsenmalereien an, weil sie im Reiseführer aufgelistet sind und man das ja schließlich "sehen muss". Muss man eben nicht, wenns nicht interessiert. Ich habe mir damals z.B. die "White Lady" angeschaut. Besonders doll wars nicht. Überall steht außerdem Unsinn darüber, denn die Abbildung zeigt gar nicht eine Frau, sondern einen Schamanen.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
STStrubi86173 Beiträge · seit 201419. März 2016 · #16
@Berg-Eule Nur weil man keine Lust auf Felsmalereien oder Museen hat, bedeutet das doch nicht automatisch, dass man sich nicht für Land und Leute interessiert!? Umgekehrt bedeutet der Besuch von Museen und Felsmalereien auch nicht automatisch, dass man echtes Interesse am Land hat. Will man wirklich mehr als Landschaft und Tiere von einem Land kennenlernen, dann funktioniert das wohl am ehesten, wenn man in Kontakt mit den Menschen kommt. Aber nicht dadurch, dass ich ein paar "kulturelle" Punkte aus dem Reiseführer abhake.
Ich persönlich finde es aber auch nicht verwerflich, wenn man hauptsächlich Interesse an Landschaft und Tieren hat und das auch ehrlich zugibt. (Erzwungenes) Pseudo-Interesse an Kultur bringt letztendlich niemandem etwas.
@alsto Man kann sowohl an Swakopmund als auch am Damaraland auch ohne kulturelles Interesse seine Freude haben. Von Swakopmund aus kann man Delfin-Touren, die Living Desert Tour (fanden wir richtig klasse), Fahrten zur Mondlandschaft, usw. machen. Das Damaraland ist, wie gesagt, auch landschaftlich sehr reizvoll. Erongo/Spitzkoppe sind weitere lohnenswerte Ziele in der Gegend. Letztendlich müsst ihr das aber natürlich selber wissen. Wenn ihr zwingend nach Lüderitz wollt, dann müsst ihr das halt machen und die Fahrerei auf euch nehmen 😉 .
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200819. März 2016 · #17
Hallo Alex,
ich komme mal wieder zurück zum Thema:
Ich bin auch ein Sturkopp und ich habe mit Freunden die Runde auch schon in 14 Tage gemacht. Die sah dann wie folgt aus:
Tag 01: Ankunft in Windhoek und Weiterfahrt bis Rehoboth - Lake Oanob. Das sind rund 100 km und die kann man am ersten Tag gut schaffen. Dort müsst Ihr aber die Chalets (NICHT die Zimmer) nehmen. Die bestehen aus je einem Schlafzimmer oben und unten jeweils mit Bad/WC, große Wohnküche. Die braucht Ihr aber nur zum Frühstück, denn ich empfehle Euch, auf der tollen kleinen Terrasse mit eingebautem Grill zu grillen. Fleisch und Holz könnt Ihr Euch in Windhoek kaufen - Geschirr war da, als ich zuletzt dort war. Das Restaurant ist absolut nicht zu empfehlen. Am Nachmittag hat Ihr dann Zeit und Muse zum Ankommen in Afrika mit tollem Seeblick.
Tag 02: Rehoboth - C 25/C 15/C 21/D 1268 (dort entweder Bagatelle oder eine der Lodgen von Intu Africa) oder weiter C 20 Anib Lodge. Da Ihr vom Oanob bis zur Anib etwa 4 Stunden (240 km) braucht, habt Ihr nachmittags Zeit für den Scenic Drive. Ihr könnt natürlich das erste Stück auch auf der B 1 bleiben und bis Kalkrand fahren, dort auf die C 21 und die D 1268 wechseln. Da seht Ihr eine ganze Menge Kilometer und von allen Dingen Zeit, weil es auf der B 1 zügiger ist. Und Kalahari habt Ihr ab Kalkrand auch eine ganze Menge.
Tag 03 Anib - Mariental - Keetmanshoop - Seeheim (Pause?) - Aus - Lüderitz. Das sind nicht ganz 600 km und die Fahrzeit so etwa 5 - 6 Stunden. Die Straße ist geteert und gut in Schuss, die Gegend ziemlich eintönig, so dass Ihr längere Aufenthalte für Fotostopps nicht haben werdet. Unterkunft (B & 😎 in Kairo's Cottage - toll auf Shark Island mit Sonnenuntergang am Meer. 10 Fußminuten zur Waterfront und zur "City".
Tag 04 Morgens Fahrt zu den Pinguinen, danach Fahrt nach Kolmanskuppe und nachmittags dann Diaz Point, die Strände und noch einmal die farbiten Häuser und die Felsenkirche im Städtchen.
Tag 05 Lüderitz - Wildpferde - Aus - C 14/ D707 (dort wohnen auf Gunsbewys = Dünenseite oder Namtib = Bergseite). Leider habt Ihr nur eine Nacht, daher könnt Ihr nicht auf beiden Farmen wohnen. Ich würde die Namtib nehmen, denn Dünen habt Ihr ja im Sossusvlei.
Tag 07 D 707 - Spes Bona - Betta (Tanken) - Sesriem. Das sind runde 250 km, für die Ihr gut 4, wegen der vielen Fotostopps eher 5 Stunden braucht. Nachmittags habt Ihr also Zeit für den Sesriem Canon oder für eine erste Fahrt zu den Dünen. Das würde ich machen, denn nachmittags ist viel mehr Ruhe im Vlei.
Tag 08 Sesriem/Sossusvlei
Tag 09 Sesriem - Swakopmund. Kein Umweg über Blutkuppe oder Mirabib, dann seid Ihr am frühen Nachmittag da und habt Zeit für das Städtchen.
Tag 10 Swakopmund - Ausflüge entweder Delfintour oder Little Five oder Sandwich Harbour (Achtung - Gezeitenkalender ansehen, denn wenn as Morgenhochwasser nicht frühestens um 6.00 Uhr und spätestens um 8 Uhr ist, könnte es eng werden mit der Fahrt zwischen Meer und Dünen. Zurück geht es meist sowieso über die Dünen, da interessieren die Gezeiten nicht.
Das sind zwar runde 550 km, aber wieder nur alles Teerstraßen (Ausnahme: rund 100 km auf der M 63, das ist gepflegte Sandpiste ohne Wellblech), so dass man das in 6 Stunden schaffen kann. Wir machen immer in Omaruru Pause, so dass wir knapp 7 Stunden unterwegs sind.
Tage 12, 13, 14 in der Etoscha Pfanne
Tag 15 Okaukuejo - Windhoek
Tag 16 Tagsüber Windhoek mit Stadtbesichtigung - empfehlenswert die Tour mit Bwana Tucke Tucke und nachmittags Fahrt zum Flughafen.
So - das wäre eine machbare Strecke, aber für meinen heutigen Geschmack zu viele Fahrtag, zu wenig Lüderitz, D 707 und Swakopmund.
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200619. März 2016 · #18
Hallo Alex
Gerd hat hier eine wunderbare 14 Tage Tour vorgestellt die durchaus machbar ist. Aber ganz ehrlich, ich möchte die nicht machen. Viel Fahrerei und überall da wo es spannend wird, fährt man vorbei. Es ist nur ein abhaken von Punkten. Diese haben aber nur in Reiseführern und Angeboten von Veranstaltern eine Bedeutung. Man muss das nicht alles sehen, nur weil es da ist. Es ist wirklich viel Fahrerei.
Ich wünsche Euch noch viel Spass bei der Entscheidungsfindung
Herzliche Grüsse Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
alstoThemenstarter5 Beiträge · seit 201622. März 2016 · #19
Ich danke Euch für die vielen hilfreichen Antworten. Insbesondere natürlich Gerd für seine Route und Hinweise auf die landschaftlich lohnenswerten Straßen.
Ich habe meinen Rahmenplan jetzt auch mal auf ca. 16 Tage ausgedehnt und an die restlichen Teilnehmer geschickt. Ich persönlich packe meinen Reiseplan gerne recht voll, muss aber natürlich auch schauen, ob der Rest damit auch einverstanden ist.
Je nach Rückmeldung mache ich mich dann an die genauere Planung.