4 Stunden Aufenthalt in Johannesburg?

22 Antworten · 4'185 Aufrufe · gestartet 19. Feb. 2016 von silas
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2'462 Beiträge · seit 200623. Feb. 2016 ·
Ich will gar nichts mehr diskutieren, weil natürlich die WP wegen Insolvenz kein Testat verweigern können. Du magst das als Haar-Spalterei sehen, aber für ein Unternehmen hat das eben nun mal wirklich Gewicht.

Gläubiger warten nicht auf irgendeinen Abschluss, wenn sie solche wie von Dir genannten Klauseln haben, sondern erwarten ein regelmäßiges Reporting außerhalb des Jahresabschlusses. Natürlich stellen sie dann keine Verbindlichkeiten sofort fällig, wenn sie wissen, dass niemand sie bedienen wird... oder sie verlieren die Geduld, stellen sie fällig und warten dann ganz sicher nicht auf die Erstellung eines Abschlusses und eines etwaigen Going Concern.

Eigentlich will ich darüber nicht mit Dir streiten, weil es so offenbar nicht Dein Thema, wenngleich auch Dein Anliegen ist... lass es uns doch einfach dabei bewenden, ja?

Dem TE hilft es in seiner Entscheidung vermutlich eh kein Stück weiter..

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
Gast24. Feb. 2016 ·
Hallo Sanne,
Sanne schrieb:Ich will gar nichts mehr diskutieren, weil natürlich die WP wegen Insolvenz kein Testat verweigern können. Du magst das als Haar-Spalterei sehen, aber für ein Unternehmen hat das eben nun mal wirklich Gewicht.
Du beharrst auf der reinen Lehre. In der Praxis stellen sich die Zusammenhänge und Abläufe aber anders dar. Heute steht es erneut ganz eindeutig in südafrikanischen Wirtschaftsmedien:

«The financial statements have not been finalised yet as the external auditors would not sign off on the entity’s going concern status without a further guarantee.»
http://www.moneyweb.co.za/news/companies-and-deals/shut-down-saas-international-operations-says-comairs-eric-venter/

Da steht eindeutig, dass die Prüfer sich weigern, dass ohne weitere Garantien zu unterschreiben. Und wenn sie das Going-Concern-Statement nicht unterschreiben, wäre natürlich die sofortige Insolvenz die Folge. Deswegen wird seit einem halben Jahr so ein Affentanz veranstaltet und der Jahresabschluss, der bis spätestens September 2015 fällig war, ist immer noch nicht erstellt. In Südafrika gelten für die Prüfung öffentlicher Unternehmen übrigens andere Gesetze als für private Unternehmen. Ich kenne mich damit in der Tat nicht aus, aber wenn Du immer Dein deutsches Wissen auf südafrikanische SOEs anwendest, muss das auch nicht so ganz passend sein. Ich sehe hier keinen Grund, an der Darstellung der Medien zu zweifeln. Diese Darstellung wird von offiziellen Aussagen des südafrikanischen Finanzministeriums gedeckt. Natürlich hast Du das Recht, das alles ganz anders zu sehen und das war dann auch mein letztes Posting dazu.

Beste Grüße

Guido
2'319 Beiträge · seit 201124. Feb. 2016 ·
Guido. schrieb:Hallo Sanne,


In Kurzform: Wenn Du jedes Wort von mir auf die Goldwaage legst und mit den Augen eines deutschen Wirtschaftsprüfers drauf schaust, dann habe ich fachlich vermutlich nicht korrekt formuliert.
Beste Grüße

Guido
Guten Morgen Ihr beiden.

Mein Mittwochmorgen ist doch glatt auch mit saurer Milch im Kühlschrank gerettet.... Ich lache nämlich genüßlich vor mich hin.

"Jedes Wort auf die Goldwaage legen"... Na diese Attitüde dürfte Dir, Guido, ja nicht unbedingt fremd sein und sollte Dich aus diesem Grunde doch nicht aus der mentalen Ruhe bringen.

😛 Take it easy!

Im Übrigen... Linsen- oder Haarspalterei hin oder her... SAA wird auch ohne vergleichbaren Chapter 11 nicht den Bach runtergehen und auch in 50 Jahren uns noch Linienverbindungen von FRA und/oder MUC nach JNB anbieten. Als einzige global agierende Fluglinie Südafrikas wird weder Legislative noch Exekutive eine Pleite zulassen.

Morgendliche Grüße vom Alm

P.S. Offtopics gehören hier im Forum ja dazu... Sonst würden wir uns ja langweilen
😛
zuletzt bearbeitet 24. Feb. 2016