Tagesablauf in Etosha

12 Antworten · 2'556 Aufrufe · gestartet 11. März 2005 von Gast
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ThemenstarterGast11. März 2005 · #1
Hallo,

ich plane gerade unsere erste Reise im September nach Namibia.

Leider habe ich kaum eine Vorstellung über den Ablauf der Zeit.

Ich überlege, ob wir den Skellettküstenpark besuchen, wieviel Zeit wir dazu brauchen, ob man dort übernachten sollte etc.
Fest steht, dass wir wohl die Robbenkolonie besichtigen wollen und dass wir von Swakopmund dort angefahren kommen.

Wie kann ich mir bspw. den Ablauf eines typischen Touristentages in Etsosha (den Park besuchen wir nämlich in jedem Fall!) vorstellen?
Sitzt man den ganzen Tag am Wasserloch und beobachtet Tiere oder fährt man eher durch die Gegend? Habe leider keine Vorstellung, zumal hier ja oft geraten wird, man solle dort mindestens drei Tage verbringen...


Bitte um Hilfe.

Herzl. Grüße Thilo
ThemenstarterGast11. März 2005 · #2
Hallo Thilo,
für Deine grundsätzlichen Planungen habe ich folgende Vorschläge zur Orientierung:
-Besorge Dir gute Reiseführer ( Reise Know How, Iwanowski etc.) und schau dir die Routen und Zeiten an
-Schau Dir die Routen und Zeiten in Prospekten/im Web von (Spezial-) Veranstaltern für Selbstfahrer an
-weitere Hinweise findest Du in diesem Forum (denke ich), bei natron, bei namibia tourism board (info-paket mit karte bestellen!!) usw.usw. usw.

und pack die Tage nicht so voll (der Weg ist (auch!!) das Ziel)

-zu Etosha gehen die Meinungen auseinander. Ich habe es immer so gehalten: 2 Nächte Okaukuejo, 1 Nacht Namutoni, tagsüber Beobachtungsfahrten , abends Wasserlöcher

zur Skelettküste: hinter Cape Cross geht so, interessant wird es erst, wenn Du vor Torra Bay ins Inland fährst, aber die Inlandsstrecke über die B2 oder besser die C35 ist wohl besser

Viel Spaß weiterhin...
ThemenstarterGast11. März 2005 · #3
Hallo Thilo

Wie lange wollt Ihr Euch denn in Namibia aufhalten?
Wenn es Deine erste Reise ist, empfehle ich Cape Cross (Robbenkolonie) und die Skelettküste auszulassen. Buche statdessen eine Bootstour in Swakopmund oder Walfishbay zu den Robben (vielleicht siehst Du auch Delfine). Du sparst Dir einige Fahrerei die Du sicher anderweitig nutzen kannst.

In der Etosha kommt es immer ein bisschen darauf an. Manchmal sitzt Du stundenlang am Wasserloch und siehst fast nichts, mit dem Auto fahrst Du dann ein Rudel Löwen. Es kann aber auch sein, dass Du lange fährst und gar nichts findest.
Am besten erkundigst Du Dich vor Ort über die Sichtungen der letzten Stunden und Tage. Es ligen auch immer Informationen von anderen Besuchern vor, was und wo Sie gesehen haben.
Am Abend solltest Du es Dir auf alle Fälle an einem Wasserloch gemütlich machen.


Du kannst natürlich auch einfach im Auto warten bis die Löwen vorbeikommen und sich in Deinen Schatten legen 😄


LG Chrigu
ThemenstarterGast11. März 2005 · #4
....oder sich auch direkt an der pad niederlassen
🙂
ThemenstarterGast11. März 2005 · #5
Vielen Dank schonmal für Eure Antworten!

Ist denn der Skelettpark weniger sehenswürdig als Etosha? Hatte jetzt überlegt, ob wir von Swakopmund kommend Ri. Norden an der Robbenkolonie vorbeifahren sollen und dann am selben Tag im Schnelldurchgang beim UGAB river in den Skelettpark, dort aber vor Torra Bay über die C 39 Richtung Khorixas abbiegen. Dann noch Fahrt bis irgendwo in die Region Brandberg und dort übernachten.

Habe ich uns da zu viel zugemutet?
ThemenstarterGast11. März 2005 · #6
Mach Dir nicht so viel Stress und geniesse die Reise! Du musst nicht in kürzester Zeit alles sehen wollen, denn das schaffst Du eh nicht. Du kannst ja wieder zurückkommen wenn Du Lust auf mehr hast.
ThemenstarterGast11. März 2005 · #7
Hallo Thilo,
das Wort " schnell" ist in Namibia ein absolutes Unwort; Namibia lehrt einen Geduld und Gelassenheit - wenn man bereit ist, sich belehren zu lassen. Das Gilt für die gesamte Reiseplanung und insbesondere das, was Du von Namibia erwarten kannst. Die Skelettküste ist ein sehr guter Hörsaal für eine Lektion in Sachen "Geduld und Gelassenheit" - aber leider nur im südlichen Teil frei zugänglich; richtig "wüstenhaft" wirds im nördlicheren Teil, aber dort kommt man nur mit entsprechend konzessionierten Tourunternehmen hin ( teuer, aber sehr gut ). Ein Tag in Etosha: spätestens 5.00 Uhr aufstehen, Frühstück in Selbstverpflegung ( da noch kein Restaurant geöffnet hat) und spätestens um 6.00 heraus zu einem Wasserloch; auf dem Weg dorthin sehr langsam fahren ( 15-20 km/h), da man etwas verpassen könnte. Am Wasserloch richtet man sich " häuslich" ein, denn das sollte der Beobachtungsplatz für die nächsten Stunden sein - auch wenn sich zunächst noch kein Tier sehen lässt. Zur Mittagszeit darf man dann ruhig ein Päuschen machen - im Camp ( schlafen, baden, essen osä). Spätestens ab 15.00 wieder wie am Vormittag. Dort bleibt man bis kurz vor Sonnenuntergang ( wenn´s nicht zu weit ist bis zum Camp), denn bei Sonnenuntergang musst Du wieder im Camp sein. Im Shop einkaufen, Sundowner genießen, Abendessen, Hütte aussprühen ( wegen der Mossis). Danach ans beleuchtete Camp-Wasserloch und Beobachtung nach Belieben. Und dann fällst Du totmüde ins Bett. Am nächsten Tag das gleiche von vorne. Wenn Du das 14 Tage durchhälst, dann weißt Du, was Geduld und Gelassenheit ist.
Gruß Joli
ThemenstarterGast11. März 2005 · #8
Hallo Joli

danke für den Tip. Hatte auch schon überlegt wie das so abläuft.

Wie macht ihr das denn dann im Auto? Habt ihr die Klima an? Kann ich mir nicht vorstellen über mehrere Stunden oder seh ich da was falsch?

Wo gibt es denn dort in der Nähe (Okaukuejo) eine Tankmöglichkeit?

Irgendwie sollte man doch sicher nicht zu leichtsinnig mit dem Sprit umgehen oder?
ThemenstarterGast11. März 2005 · #9
Hallo

Naja, in Okaukuejo kannst Du normalerweise Tanken. Sofern Sie denn Benzin haben (siehe auch: http://www.namibia-forum.de/viewtopic.php?t=360).

Am Wasserloch würde ich den Motor wegen der Klimaanlage trotzdem nicht laufenlassen. Wenn dann der Motor aus ist, macht die Klimaanlage meist auch nichts mehr (der Lüfter läuft meistens noch). Dann kann es den Tag über schon mal richtig warm werden.
Wenn Du aber morgens früh unterwegs bist, ist es noch kein grosses Problem. In den heissesten Stunden begibst Du Dich dann irgendwo in den Schatten. Zudem kannst Du wenn es Dir zu heiss wird, auch mal wieder das Wasserloch wechseln, dann klappt es auch wieder mit der Klimaanlage. Ausserdem siehst Du auch Tiere beim fahren.

LG Chrigu
ThemenstarterGast11. März 2005 · #10
moin,

zum Thema Reiseführer: "Namibia" von Lonely Planet halte ich für den besten. Dort werden im Grunde alle hier gestellten Fragen beantwortet.

Zu Swakopmund etc.: Wenn ich dort bin, buche ich jedesmal bei Charly's Desert Tours einen ganzen Tag mit Wolfgang Eppler. Der Mann ist ein hervorragender Kenner der Namib mit allem Drum und Drin.
Und wenn man schon dort ist, dann sollte man auch Cape Cross besuchen. Ich habe noch nirgendwo auf der Welt eine solch grosse Kolonie gesehen oder gerochen.

Gruss Gernot
ThemenstarterGast11. März 2005 · #11
Hallo Thilo,

uns hat man letztes Jahr empfohlen, die Route durch den Skelettküstenpark zu nehmen und wir haben es keine Minute bereut. Allerdings haben wir die Robbenkolonie einen Tag vorher besucht.
Uns wurde folgender Zeitplan empfohlen: Um 8.30 Abfahrt in Swakop und dann um 10 Uhr Ankunft Cape Cross (vorher ist geschlossen). Dann um 11 Uhr Weiterfahrt - länger hält man den Gestank eh nicht aus 😉 So schafft man es locker bis 15 Uhr zum Springbok Gate. allerdings bezweifle ich, ob ihr es dann noch bis zum Brandberg schafft. Wir waren im Xaragu Camp www.Xaragu.com und waren absolut begeistert davon. Das Camp liegt 1 km nördlich der C39 in Höhe von Twyfelfontein

Viel Spass beim Weiterplanen wünscht

Birgit
ThemenstarterGast11. März 2005 · #12
Hallo Silke,
wenn Du Dir alle Deine am Wasserloch wartenden Nachbarn zum Feind machen möchtest ( und die Filmer ganz besonders ), dann lass den Motor laufen. - Das tut man nicht !!!!! - Da muss man durch. Reisen heißt auch leiden. Benzin gibts in Okaukuejo, Halali und Namutoni - nicht immer bleifrei, aber das brauchst Du auch nicht unbedingt, weil die Mietwagen eh keinen Katalysator haben, der kaputt gehen könnte. Hat auch sein Gutes - bei dem sehr trockenen Gras, in dem Du manchmal stehen wirst.
Gruß Joli
ThemenstarterGast11. März 2005 · #13
Hallo Silke,
wenn Du Dir alle Deine am Wasserloch wartenden Nachbarn zum Feind machen möchtest ( und die Filmer ganz besonders ), dann lass den Motor laufen. - Das tut man nicht !!!!! - Da muss man durch. Reisen heißt auch leiden. Benzin gibts in Okaukuejo, Halali und Namutoni - nicht immer bleifrei, aber das brauchst Du auch nicht unbedingt, weil die Mietwagen eh keinen Katalysator haben, der kaputt gehen könnte. Hat auch sein Gutes - bei dem sehr trockenen Gras, in dem Du manchmal stehen wirst.
Gruß Joli
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