Hallo Nelli,
herzlich willkommen im Forum.
Eure Route gefällt mir gar nicht. In 18 Tagen kann man vielleicht um die Welt fliegen, aber mit dem Auto diese Runde in Namibia - das ist kaum zu schaffen. Vom Flughafen bis Keetmanshoop sind es zwar "nur" runde 530 km und das auf einer gut geteerten Straße - aber die haben es trotzdem in sich.
Nach Ankunft in Windhoek früh morgens gleich los nach Keetmanshoop (2 Übernachtungen)
Keetmanshoop - Sesriem (2 Übernachtungen)Wie Klaus ja schon gesagt hat, ist das erste Teilstück von Windhoek nach Keetnmanshoop nach dem langen Flug schon kein Abenteuer mehr, sondern ein Selbstmordversuch.
Das erste Teilstück auf der B 1 bis Rehoboth geht noch. Tolle Landschaft, Ihr seid in Urlaubsstimmung und könntet Bäume ausreißen. Kurz vor Rehoboth wird die Landschaft schon weniger abwechslungsreich, der erste Adrenalinstoß ist aufgebraucht und ein erstes Gähnen zeigt an, dass man ja eigentlich mal ein Päuschen machen sollte. Nach Rehoboth wird es dann aber richtig eintönig. Die Landschaft bietet gar nichts mehr für's Auge - das Gähnen nimmt zu. In Kalkrand an der Tanke dann die erste Pause. Wäre zwar vom Tanken her noch nicht nötig, aber man muss sich mal recken und strecken. Jetzt geht es nach Mariental und die Landschaft ist ausgesprochen langweitig. Die Konzentration lässt rapide nach und Ihr seid so richtig kaputt. Die Augen fallen manchmal zu, aber nein - das ist doch kein Sekundenschlaf. Plötzlich erschrickst Du beim Fahren - warst Du doch tatsächlich ein bisschen eingenickt. Der Schreck sorgt für einen Adrenalinstoß, der mit Mühe und Not bis Mariental reicht. Und dann kommen die letzen öden 220 km. Die Augen fallen immer wieder zu, aber - wir schaffen das. Wir kennen keine KM-Obergrenze am ersten Tag. Und endlich, endlich seid Ihr mit viel Glück in Keetmanshoop angekommen. Ein langweiliger Ort, der kaum mehr zu bieten hat als das Kaiserliche Postamt, ein Museum und 30 km entfernt den Köcherbaumwald. Und dafür diese Strapaze.
Nee - ich würde am ersten Tag in Windhoek ein schönes Stück Fleisch kaufen und dann zum Lake Oanob fahren, mir dort ein Chalet (kein Zimmer!) nehmen und auf der Terrasse meines Chalets grillen (ein toller Außengrill ist dort) und mit einer in Windhoek gekauften Flasche Wein den Ausblick auf den See genießen und in Afrika ankommen.
Am anderen Morgen würde ich dann nicht über die B 1 nach Keetmanshoop fahren - es sei denn, die Köcherbäume sind für Euch DAS Highlight Eures Urlaubs, sondern kurz hinter Rehoboth auf die C 24 und nach etwa 40 km auf die D 1261 über Nauchas zum Spreethoogte Pass fahren. Der Pass bietet so ziemlich die spektakulärste Fernsicht, die man in Namiba haben kann.
Mittags seid Ihr dann schon in Sesriem. Ü je nach Interessenlage (und Geldbeutel) in der Sossus Dune Lodge (im NP), der Sossusvlei Lodge (direkt vor der Einfahrt in den NP) oder dem Desert Camp (5 km entfernt vom NP). Ihr habt genug Zeit einen ersten Ausflug ins Vlei zu machen oder den Sesriem Canyon zu durchwandern.
Wenn Ihr keine großen Wanderer oder Dünenbesteiger seid, würde ich am nächsten Tag weiterfahren nach Swakopmund. Wenn Ihr aber gerne lauft, würde ich relativ früh ins Vlei fahren, mit dem Shuttle zum Dead Vlei-Parkplatz fahren (oder mit dem 4 x 4 und guter Tiefsanderfahrung mit dem eigenen Wagen) und von dort die Düne Big Daddy besteigen. Je nach Kondition braucht Ihr für die höchste Düne in der Gegend ca. 1 - 1,5 Stunden hoch. Ein fantastischer Rundblick erwartet Euch. Dann in Falllinie wieder runter und durch das Dead Vlei zurück zum Parkplatz. Mit dem nächsten Shuttle dann ins Sossusvlei und - wenn die Luft noch reicht - auf die Sossusdüne. Aufstieg ca. 25 - 45 Minuten.
So gegen 14.00/15.00 Uhr würde ich dann so langsam zurückfahren und unterwegs viel fotografieren, dass ich bei Sonnenuntergang gegen 17.00 Uhr am Parkausgang bin, weil dann die Tore geschlossen werden.
Sesriem- Swakopmund (2 Übernachtungen)Ihr habt ja eine Nacht auf dem Weg nach Sesriem gewonnen. Die würde ich jetzt in Swakopmund anhängen. Warum? Die beiden Hauptaktivitäten (Delfintour in der Lagune und Little Five Tour in den Dünen) sind jeweils morgens, so dass man zwei volle Tage braucht. Auf dem Weg nach Swakopmund würde ich auf der Rostock Ritz Lodge meine Mittagspause machen und wieder einmal einen fantastischen Fernblick auf der Terrasse genießen. Dann hinter dem Kuiseb Pass rechts auf die D 1986, 1982 und 1985 fahren, die dann in die C 28 mündet. Diese Strecke ist interessanter als die über Walvis Bay und mit Glück sieht man relativ viele Tiere und auf der C 28 ein paar blühende Köcherbäume.
Ankunft in Swakopmund dann am späten Nachmittag.
Aktivitäten in Swakopmund - siehe hier:
http://www.namibia-forum.ch/forum/11-diverses/153694-freizeitgestaltung-in-swakopmund.htmldazugehörend:
http://www.namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/288133-2-wochen-in-namibia-ideen-gesucht.htmlhttp://www.namibia-forum.ch/bilder/gerd1942/freizeitgestaltung-in-swakopmund/bild_24737.htmlSpitzkoppe - Khoriax (2 Übernachtungen)Ich würde nicht bis Khor
ixas fahren, sondern vor Khorixas auf die D 2612 abbiegen und von dort nach Twyfelfontein fahren. Die kürzeste Verbindung von der Spitzkoppe nach Uis ist die D 1930. Von dort dann über die landschaftlich schöne C 35 bis zur D 2612.
Die Zimmer in der Twyfelfontein Lodge sind nicht die allergrößten und ich würde dort nur eine Nacht bleiben.
dann entweder Khoriax – Warmquelle (1 Übernachtung)In der Khowarib Lodge oder im Fort Sesfontein würde ich dagegen zwei Nächte einplanen. An dem vollen Tag dort würde ich mich dann (mit Führer) auf die Suche nach Wüstenelefanten in den Hoanib machen. Traumhaftes Erlebnis, selbst wenn man keine Elefanten finden sollte.
weiter zu den Epupa Falls (2 Übernachtungen)Ich weiß nicht, warum so viele Leute zu den Epupa Falls wollen. Die meiste Zeit im Jahr haben die so wenig Wasser, dass sich das der Fälle wegen NICHT lohnt. Allerdings gebe ich zu, dass die Fahrt dorthin sehr schön ist und eine Wanderung am Kunene Ufer entlang sehr erlebnisreich sein kann.
Ich würde die Fälle weglassen und dann von Sesfontein über den Joubert Pass nach Opuwo fahren, dort kurze Mittagspause in der Opuwo Country Lodge machen und dann weiter zum Dolomite Camp fahren. Dann kommt Ihr abends da an, habt aber die zwei Tage für die Etoscha gewonnen. Davon würde ich mindestens eine Nacht in Okaukuejo verbringen und die andere nähe des Ostausgangs Mokuti Etosha Lodge verbringen.
Der Meteorit ist zwar nicht der Brüller, aber für interessierte Menschen schon sehr wichtig. Von dort bis zum Waterberg sind es dann runde 3 - 4 Stunden Fahrt.
Liebe Grüße
Gerd