DREI MONATE LANG KREUZ UND QUER DURCH KENIA

Reisebericht 381 Antworten · 41,2k Aufrufe · gestartet 10. Jan. 2016 von Mzeekenya
699 Beiträge · seit 201012. Apr. 2016 ·
Hallo Willi,

"... und dann der abendliche Blick aus dem Stubenfenster: der Säntis"

Der Blick aus dem Stubenfenster ist ja auch nicht schlecht finde ich.

Grüße Giselbert
Themenstarter527 Beiträge · seit 201312. Apr. 2016 ·
Giselbert schrieb:Hallo Willi,
Der Blick aus dem Stubenfenster ist ja auch nicht schlecht finde ich.
Da stimme ich dir zu! In Nanyuki hatte ich einen ebenfalls grandiosen Blick aus dem Wohnzimmer meines Cottages: auf den Mount Kenya.
Der Säntis ist der am nördlichsten gelegene Gipfel (2 502 m ü.M.) des gesamten Alpenbogens und ein sehr beliebtes Ausflugsziel nicht nur der Schweizer, sondern auch unserer süddeutschen Freunde.
Gruss W.
zuletzt bearbeitet 12. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201312. Apr. 2016 ·
Zwischen Nanyuki und Naivasha
Liest man meine bisherigen Berichte, könnte der Eindruck entstehen, bei mir und meinen Safaris sei ununterbrochen „der Teufel los“. Das stimmt, zum Glück für meine Nerven, natürlich nicht. Eine Freundin fragte mich neulich, ob all die beschriebenen Situationen wirklich passiert oder ob sie nicht eher meiner Fantasie entsprungen seien. Ich versicherte ihr, dass nichts erfunden worden sei. Während meiner Reisen herrscht aber die meiste Zeit eine friedliche und entspannte Atmosphäre – höchstens unterbrochen von irre gewordenen Autofahrern, geldgierigen Polizisten, Kuh-, Schaf- und Ziegenherden, die über die Strasse getrieben werden, Plattfüssen (beim LandCruiser), tropische Sturzregen mit anschliessend zwei Meter tiefen Flussdurchfahrten, bettelnden Kindern, auf- und zudringlichen Souvenierverkäufern und Preis-Diskussionen über Früchte, Gemüse oder kurzen Besuchen von Sehenswürdigkeiten.
Wie eine Fahrt von Punkt A nach Punkt B, in unserem Fall von Nanyuki über Nyeri und Nyahururu/Thomsons Falls nach Naivasha und weiter nach Narok, sozusagen das Tor zur Massai Mara, abläuft, will ich im nachfolgenden beschreiben und illustrieren.
Wie die Leser meiner Stories mehrfach erfahren haben, ist meine Basis in Kenia die Kleinstadt Nanyuki am nordwestlichen Fuss des Mount Kenya, des zweithöchsten Bergs Afrikas (Batian-Gipfel, 5199 m ü.M.). Ich habe ein paar Jahre lang, bis 2013, dort in einem Cottage gewohnt, das ich Nibusu („küss mich“) getauft hatte. Meine Nachmieterin, eine englisch-südafrikanische Frau, hat mir das Cottage zur freien Benutzung überlassen, wenn ich in Kenia bin.


Mein Cottage Nibusu ("küss mich") in Nanyuki
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Nanyuki ist, wie bemerkt, eine Kleinstadt in den früheren „white highlands“, dem Hochland der Weissen, die als Farmer hier siedelten und sehr ausgedehnte Besitzungen besassen. Die einheimische Bevölkerung durfte hier zu Kolonialzeiten kein eigenes Land haben und bebauen. Sie wurde lediglich als billige Arbeitskräfte geduldet. Noch heute gibt es westlich
und nördlich des Mount Kenyas bis östlich von Nyahururu, vor allem in den Laikipia Plains,
riesige Farmen, die Weissen gehören. Sie bauen hier entweder Getreide an bzw. betreiben Viehwirtschaft. Mehrere Farmer haben sich zusammen geschlossen und sogenannte „private conservancies“ (private Wildschutzgebiete) errichtet, die sich zu zwar sehr guten, aber extrem teuren Touristen-Destinationen entwickelt haben (ein Doppelzimmer bzw. Luxuszelt kostet pro Tag/Nacht schnell einmal zwischen 1 000 und 1500 USD).
Nanyuki zählt, je nach Quelle, zwischen 15 000 und 25 000 Einwohner oder gar 40 000 – ist also eine eher übersichtliche Kleinstadt, in der man trotzdem – und nicht zuletzt wegen der vielen Weissen, die in ihrer Umgebung wohnen – fast alles einkaufen kann, was man zum Leben und Überleben braucht. Besonders seit vor wenigen Jahren ein NAKUMATT seine Tore geöffnet hat.

Ganz wenig ausserhalb von Nanyuki, auf dem Weg nach Naro Moru,
liegen der Lily Pond-Weiher und das gleichnamige Restaurant

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Im "Shack" Coffee gibts gute Shakes und Tellergerichte, frisches Brot und zudem WiFi
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Dormans an der Hauptstrasse ist der Treffpunkt der "etwas gehobeneren" Kundschaft. Snacks, Shakes, Fruchtsäfte und Kaffee/Tee sind im Angebot.
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Der US-Schauspieler William Holden war einer der Gründer der Tierschutzorganisation Mount Kenya Game Ranch. Die William Holden Wildlife Foundation mit Sitz in Amerika erinnert an den Naturschützer William Holden
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Wie in jeder Stadt Kenias gibt es auch in Nanyuki einen Secondhand Kleidermarkt
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Mindestens zwei Wege führen zu den Thomsons Falls
Um nach Nyahururu bzw. an die Thomsons Falls zu gelangen, hat man von Nanyuki aus zwei Möglichkeiten: entweder man fährt die Abkürzung nach Gwa Kungu, quer durch die Laikipia Plains, oder aber über Naro Moru nach Nyeri. Erstere Strecke ist allerdings nichts für PKWs und nach heftigen Regen auch nichts für schwere 4x4, denn die Naturstrasse ist dann „bodenlos“ und von LKWs total umgepflügt. Letztere ist durchgehend geteert, aber 50 oder 60 km länger, als erstere. Ich ziehe sie trotzdem der kürzeren vor. Fährt man über die Laikipia Plains, sieht man meistens viel Wild: Elefantenfamilien, Giraffen, Zebras, Thomsons Gazellen und, wenn auch selten, Löwen oder einen Geparden.
Nimmt man die Strasse über Naro Moru und Kiganjo nach Nyeri gibt es einige Plätze die man bei genügend Zeit besuchen sollte. Sieben Kilometer vor Naro Moru, von Nanyuki kommend,
findet man das „Trout Tree Restaurant“, ein Fischrestaurant, das zweistöckig in einen riesigen Baum gebaut wurde. Hier gibt es vorzügliche Fischgerichte, vor allem aus selbst gezüchteten Regenbogenforellen. Mit etwas Glück sieht man aus nächster Nähe Klippschliefer und bekommt Besuch der wunderschönen Colobusaffen, die schamlos die frischen Brötchen von den Tischen stiebitzen.

Hinweistafel an der Hauptstrasse Naro Moru-Nanyuki
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So leer ist das Trout Tree Restaurant nur selten
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Die trockenen letzten paar Jahre haben dazu geführt, dass vom Mount Kenya nicht mehr soviel Wasser fliesst und einige der Zuchtbecken trocken gelegt werden mussten
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Sieht nicht nur gut aus sondern schmeckt auch köstlich: Forellenfilets aus eigener Zucht
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Baumschliefer "wohnen" im Restaurant und liegen tagsüber faul herum.
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Vogel-Dorado Naro Moru River Lodge
Ein kleiner Abstecher (oder aber ein Stopover mit Übernachtung) lohnt sich in Naro Moru bzw. zwei Kilometer von dem lebendigen (sprich chaotischen) Städtchen entfernt: in der Naro Moru River Lodge. Sie ist das Basislager für jene, die über die Naro Moru Route den Mount Kenya, fast immer den Point Lenana (4985 m ü.M.), besteigen wollen. Nelion und Batian, die beiden Hauptgipfel, sind nur etwas für erfahrene Bergsteiger resp. Kletterer. Sowohl Lenana wie auch Nelion und Batian waren im 19. Jahrhundert einflussreiche und dominierende Laibons (Medizinmänner, geistige Führer).
Vom Campingplatz der River Lodge aus hat man übrigens einen herrlichen Blick auf den Mount Kenya - sofern er sich wolkenfrei zeigt, was meist am frühen Morgen, wenn es um 06.00 Uhr gerade hell wird - geschieht. Die grosse Anlage der Lodge ist bekannt für ihren Vogelreichtum. Jedes Jahr kommen zahlreiche Ornithologen aus ganz Kenia und veranstalten einen Wettbewerb, wer innerhalb Tagesfrist am meisten Arten beobachten und zählen kann. Etwas weniger berühmt ist die Küche, deren Qualität durchschnittlich ist oder gar zu wünschen übrig lässt.


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Baden-Powell und Jim Corbett auf dem gleichen Friedhof
Der nächste interessante Platz entlang der oben genannten Route Nanyuki-Narok ist das rund 35 km von Naro Moru entfernt liegende Nyeri, die Hauptstadt des gleichnamigen Countys. Die rasch wachsende Stadt zählt vermutlich um die 150 000 Einwohner. Ich mag die Stadt nicht besonders; sie ist laut und unorganisiert und die Verkehrsverhältnisse sind ebenso lamentabel wie die Teerstrassen mit ihren Badewannen grossen Schlaglöcher. In Nyeri liegt das berühmte Outspan Hotel in einer grossen, grünen und sehr gepflegten Anlage. Von hier aus besucht man, meistens für eine Nacht, das ebenfalls berühmte Baumhotel Treetops in den Aberdare Mountains. Die Nacht vom 5. auf den 6. Februar 1952 verbrachte Prinzessin Elizabeth mit ihrem Prinzgemahl Philip im Treetops. In dieser Nacht starb ihr Vater, König Georg VI. und die Prinzessin stieg als Königin vom Baumhotel hinunter...

Besuchenswert ist in Nyeri meiner Meinung nach lediglich der Friedhof der St Peter's Anglican Church am Eingang der Stadt, wenn man von Kiganjo her kommt. Dort steht nämlich eine Art Museum für den Gründer der weltweiten Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell. Baden-Powell verbrachte, zusammen mit seiner 32 Jahre jüngeren Frau Olave, seine letzten Lebensjahre in Nyeri, wo er am 8. Januar 1941 starb. Olave überlebt ihn um 36 Jahre und starb 1977 in England. Ihre Asche wurde nach Kenia geflogen und im Grab ihres Mannes beigesetzt.
Auf dem Friedhof der St. Peter's Anglican Church liegt eine weitere Berühmtheit, die allerdings heute fast total vergessen ist: Jim Corbett, ein in Indien geborener und aufgewachsener Engländer, der besonders für seine Bücher über die Jagd auf Menschen fressende Tiger und Leoparden bekannt wurde. Ich habe seine Bücher, z.B. Menschenfresser: Erlebnisse eines Tigerjägers, Leoparden, die Mörder im Dschungel, Mein Indien und Dschungelleben mit fast ebenso heissen Ohren gelesen wie die Bücher über Ostafrika, besonders Kenia. Am 19. April 1955, einen Tag nach Albert Einstein, starb Jim Corbett.


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In Jim Corbetts Grab wurde auch seine Schwester Maggie bestattet
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zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201312. Apr. 2016 ·
Gwa Kungu - was ist das denn?
Gut 100 km nordwestlich von Nyeri, auf einer inzwischen guten Teerstrasse, erreicht man Nyahururu, das frühere Thomsons Falls, das von den Kenianern später in Nyahururu umgetauft wurde. Die Wasserfälle allerdings behielten ihren ursprünglichen Namen. Etwa 12 km vor Nyahururu, von Nyeri kommend, liegt ein kleines Dorf mit dem etwas sonderbaren Namen Gwa Kungu. Hier mündet auch die Naturstrasse von Nanyuki, quer durch die Laikipia Plains, in die Hauptstrasse ein - ziemlich genau auf dem Äquator, wo sich vielköpfige, ebenso laute wie bunt gekleidete Chinesengruppen vor den gelben Schildern fotografieren lassen, um nachher in den nahen Souvenir stalls (Geschäfte) nach Andenken zu wühlen.
Patrick, ein junger Halbmassai bzw. Halbkikuyu, der in mir fälschlicherweise einen Sponsor sah und sich mir anschloss, als ich dort einige Bilder machte, erzählte mir die Herkunft der Dorfbezeichnung Gwa Kungu. Danach war Gwa Kungu während der MauMau-Zeit ein Freiheitskämpfer, der zusammen mit hunderten weiterer Kikuyus gegen die britischen Kolonialherren kämpfte und in der Nähe geboren wurde und aufwuchs. Nach Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1963 reiste Gwa Kungu geschäftlich nach Uganda - und blieb bis heute verschollen.

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Patrick, der hoffte, dank meiner Unterstützung in Nairobi studieren zu können!
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Chinesische Touristen, die seit kurzem in grosser Zahl auftauchen, sind bei den Einheimischen nicht besonders beliebt - denn sie lassen sich nicht so leicht übers Ohr hauen, wie die Amis und die Europäer...
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Thomsons Falls, ein Kind der Aberdares
Nyahururu hat keine Sehenswürdigkeit, die man sich anschauen müsste - mit Ausnahme der Thomsons Fälle, die zwei Kilometer ausserhalb der Stadt liegen. Sie fallen rund 75 m in die Tiefe und bilden, wenn die Sonne auf sie scheint, einen auffallend schönen Regenbogen. Der Fluss, der über die Felskanten stürzt, ist übrigens der Uaso Nyiro, den wir vom Buffalo Springs und Samburu Reservat her kennen. Die Fälle werden sowohl von internationalen wie von lokalen Touristen besucht und sind heiss begehrter Hintergrund für unzählige Selfies. In der nahen Thomsons Falls Lodge trifft man oft auf europäische Mittel- und Langstreckenläufer, die hier, auf über 2 300 m ü.M. ein vier- bis sechswöchiges Höhentraining absolvieren.
Übrigens: man kann zum Auffangbecken des Falls hinunter steigen. Aber man sollte das nicht allein tun, denn in der Vergangenheit wurden immer wieder Besucher auf halbem Weg überfallen und ausgeraubt. Für wenige Schillinge kann man sich einen Security Mann organisieren, der einen begleitet und für die Sicherheit der Besucher sorgt.


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Blick ins Rift Valley
Von Nyahururu aus hat man zwei Strassen, die nach Naivasha führen. Die eine, die kürzere, passiert Gilgil, die andere Nakuru und von dort fährt man auf dem Nairobi Highway nach Naivasha. Als ich das letzte Mal über Gilgil gefahren bin, habe ich in Nyahururu die Tankwartin gefragt, wie weit es bis Gilgil sei. "Siebenunddreissigeinhalb Kilometer" sagte sie wie aus der Pistole geschossen. Endlich mal jemand der draus kommt und weiss, wovon er spricht, dachte ich. Als ich in Gilgil auf den Tachometer schaute, zeigte der genau 56 Kilometer an. Man glaube also nicht alles, was einem erzählt wird!
Wer genug Zeit zur Verfügung hat, sollte den kleinen Umweg über Nakuru auf sich nehmen, denn rund zehn Kilometer südwestlich von Nakuru erreicht man view points, von denen aus man einen faszinierenden Blick in den Grossen Grabenbruch hat. Tief unter dem Betrachter erstrecken sich bis zum Horizont zahllose, viele hundert kleine Shambas (Gehöfte), in denen jeder Quadratmeter dicht bepflanzt ist. Mitten drin, auf dem Boden des Rift Valleys liegt Subukia, ein unbedeutendes Strassendorf, durch das man hindurch fährt (wobei man, wie so oft in Kenia, Dutzende von "bumps" oder "sleeping policemen" überqueren muss, eine Art Schwellen, die zur Verringerung der Geschwindkeit gedacht sind, die man aber - da sie oft nicht gekennzeichnet sind - häufig übersieht und die dann dafür sorgen, dass der Wagen einen gewaltigen Satz in die Luft macht).


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Nakuru ist der Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere Umgebung, in den Nakuru Nationalpark, der mit Wildnis allerdings nichts zu tun hat, zum Menengai Krater hoch, zu den beiden Seen Bogoria und Baringo, die (wie ich früher schrieb) keinen Besuch mehr wert sind, weil die Wasserstände seit Jahren sehr hoch sind. Von Nakuru aus kann man auch in die selten besuchten Mau-Berge fahren oder aber nach Eldoret und Kitale und von dort aus zum Mount Elgon. Ebenfalls von Nakuru aus kann man ins grandiose Teeanbaugebiet um Kericho fahren.

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Nakuru - Naivasha sind ungefähr 60 Kilometer (ich bin die Strecke schon unzählige Male gefahren, aber es ist mir noch nie eingefallen, auf den Kilometerzähler zu schauen!). Die Strasse gehört zu den meistbefahrenen in ganz Kenia. Lediglich Nairobi-Mombasa und Thika-Nairobi dürften noch ein höheres Verkehrsaufkommen haben. Der Verkehrsfluss lässt fast immer zu wünschen übrig. Er wird von hunderten schwerer und schwerster Lastwagen abgebremst, die zu einem sehr grossen Teil nordwärts, nach Uganda, Ruanda und Burundi fahren. Diese Strecke ist eine der unfallträchtigsten im ganzen Land und fast jeden Tag gibt es schwere Unfälle mit Toten. Unrühmlich hervor tun sich diesbezüglich die oft geistig minderbemittelten Matatufahrer, die auf Teufel-komm-raus und in den unmöglichsten Situationen überholen. Sehr viele kenianische Fahrer sind nicht fähig, Distanzen einzuschätzen. Entweder blinken entgegen kommende Fahrzeuge bereits panisch, wenn sie noch einen Kilometer entfernt sind. Oder sie überholen noch, wenn der Gegenverkehr schon nahezu auf gleicher Höhe ist. Eine, zwei Sekunden entscheiden oft über Leben und Tod und der Fahrer darf in seiner Konzentration keinen Moment nachlassen.
Wenige Kilometer vor Naivasha liegt linker Hand eine Raststätte, die ich allen nur wärmstens empfehlen kann: das Delamere business centre, in dem ich das indische Restaurant und Mama Janes Früchte- und Gemüseshop besonders schätze. Der Inder serviert zu sehr zivilen Preisen (weil der überwiegend von lokalen Gästen aufgesucht wird) Chicken, Mutton, Fish, Barbeque, Pilaw und verschiedene Sorten von Naan sowie für Vegetarier ein halbes Dutzend Gemüsegerichte.


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Mama Jane wäre eine gute Partie
Mit Mama Jane, einer sehr resoluten älteren Dame, Besitzerin von Janes Fruit & Veg shop im Delamere (nach Lord Delamere, einem frühen englischen Siedler) Centre und einem zweiten Shop in der neuen Buffalo Mall in Naivasha, hatte ich ein ebenso anregendes wie amüsantes Gespräch. Ich sagte, leicht provozierend, "Mama Jane, du musst eine reiche Frau sein!"

Mama Jane schmeckt der Fruchtsalat ihres eigenen Geschäfts
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Sie schaute mich leicht von unten verschmitzt an und sagte "ja, ich bin reich" mit einer Selbstverständlichkeit, die mir auf Anhieb gefiel. "Mama Jane," sagte ich, "ich suche eine reiche Frau. Was meinst du zu mir?" Die Dame musterte mich von unten bis oben und meinte dann "auf den ersten Blick scheinst du okay zu sein. Aber ich müsste dich schon ein bisschen genauer ausprobieren!". Dabei beliessen wir es, denn eigentlich will ich zur Zeit, wie es sich zumindest in Kenia herum gesprochen hat, keine Beziehung... Aber irgendwie ist es schon Sch... Die jungen, hübschen sind mausarm und diejenigen die wohlhabend sind, möchte ich meistens nicht geschenkt.

Mama Janes Tochter Jackelin sitzt an der Kasse
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Peter, Mitarbeiter in Janes Früchte- und Gemüseshop
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Die nächste Station ist die kleine Stadt Naivasha, früher ein verschlafenes Nest, heute von einem unglaublichen Bauboom überrollte. Naivasha ist kein Platz, den man näher anschauen muss. In Kenia gibt es Dutzende ähnlicher Siedlungen, die alle mehr oder weniger gleich aussehen. Man schlägt auf der alten Rift Valley-Strasse die Richtung nach Mai Mahiu ein, um nach rund 5 km die Abzweigung zur Moi South road zu nehmen, die am Naivasha-See entlang führt. Links und rechts sind ausgedehnte Treibhausanlagen zu sehen, in den Blumen, vor allem Rosen, gezüchtet und überwiegend nach Europa geschickt werden. In den letzten Jahren standen die Blumenproduzenten, zum grossen Teil aus Europa, besonders den Niederlanden, stark in der Medienkritik, denn die Gifte, die sie verspritzen lassen, vergiften die Böden, das Wasser und die Menschen. Anders als früher kann man die Häuser kaum noch besuchen und selbst das Fotografieren von der Strasse aus erzeugt unter dem Sicherheitspersonal Wutausbrüche - was nicht gerade für eine nun schonende Behandlung der Blumen, ergo der Menschen, spricht.
Entlang der südöstlichen und südlichen Seeseite hat man ein grosses Angebot an mehr oder weniger guten Campsites, bei denen meistens auch noch Bandas zu mieten sind. Ich fahre immer die rund 17 Kilometer von der Hauptstrasse zum Fish Eagle Inn. Gleich daneben ist das Fishermans Camp und wieder einen halben Kilometer nordöstlich das Carnelleys Camp, alle qualitativ etwa gleichwertig. Das Fish Eagle Camp hat für mich den Vorteil, dass mir in der Lodge WiFi zur Verfügung steht und die Küche dort zwar nicht billig, aber wohlschmeckend ist. An Wochenenden allerdings ist da manchmal die Sau los. Dutzende von Kenianern, schwarze und Inder, kommen von Nairobi, das keine 100 km entfernt ist, und feiern bis in die frühen Morgenstunden. Da würde ich in ein anderes Camp ausweichen. Zwei oder drei Kilometer westlich vom Fish Eagle Inn liegt übrigens Elsamere, die Wohnstatt von Joy Adamson, der Verfasserin von "Die Löwin Elsa" und weiterer Folgebände. Elsamere kann man besuchen, Joys Arbeitszimmer bewundern, Kaffee trinken und Kuchen essen - zur Zeit alles für 1 500 ksh - und wer will, kann sogar dort übernachten.
Als Nachtrag: Auf dem Weg zu den Campsites kommt man an einem Schild vorbei, das zum Hells Gate Nationalpark weist, dessen Eingang 2 km von der Seestrasse entfernt ist. Im Hells Gate kann man, anders als in fast allen Parks, zu Fuss rum spazieren oder mit Fahrrädern, die man am Eingang mieten kann, rumkurven.

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Fieberakazien bei Sonnenaufgang
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Papyrus und Nebel am frühen Morgen
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Silberreiher im Brutkleid
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Narok, Hauptstadt der Massai
Wenn ich in von Nanyuki aus in die Mara fahre, dann bleibe ich fast immer eine Nacht in Naivasha und nehme am nächsten Morgen erst mal die rund 125 Kilometer nach Narok unter die Räder. Die Strasse ist seit drei, vier Jahren in gutem Zustand. Während der ersten etwa 40 Kilometer südwestlich von Mai Mahiu erstreckt sich links und rechts der Strasse eine weite Dornbusch-Savanne, die überwiegend aus Flötenakzien besteht. Diese Akazie hat ihren Namen von Walnuss grossen Gallen bekommen, in denen kleine Ameisen leben, die winzige Löcher gebohrt haben. Angeblich hört man, wenn die richtigen Winde blasen, einen feinen Flötenton. Ich habe aber bisher niemanden getroffen, der diese "Musik" vernommen hat, ja nicht einmal jemanden, der von jemandem gehört hat, dass wirklich Flötentöne zu vernehmen sind. Die Ameisen kommen, wenn man an die Galle klopft oder den Zweig etwas bewegt, aus ihrer Unterkunft geschossen und suchen nach einem allfälligen Feind, den sie mit hoch konzentrierter Ameisensäure, die sie z.B. einem Pflanzenfresser wie Impala oder Giraffe entgegen spritzen, abzuwehren versuchen.

Flötenakazien in der Savanne. Im Hintergrund der 2700 m hohe Vulkan Longonot
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Man ist nun mitten im Massailand. Linkerhand steht der Vulkan Suswa am Horizont, rechterhand der Vulkan Longonot, der noch leicht vor sich hin räuchelt und Dampf aufsteigen lässt. Den sieht man allerdings nur, wenn man zum Kraterrnd hoch steigt, was bei sengender Sonne eine anstrengende Übung ist. Man sollte genug Wasser mitnehmen. Im Suswa gibt es ein ausgedehntes Höhlensystem, das von den Mitgliedern des Höhlenvereins in Nairobi regelmässig erkundet wird. Es wird von zahlreichen Fledermäusen bewohnt.
Vor vielleicht zehn Jahren war die Savannenlandschaft so gut wie unbewohnt, sieht man von einigen wenigen Massai-Manyattas ab. Man sah grosse Giraffenherden, Zebras, Kuhantilopen, Grants und Thomies. Heute sind sie alle verschwunden. Die Ebenen sind von Hütten mit Wellblechdächern gesprenkelt und die Massai bauen Weizen und Mais an. Dabei ist das fehlende Wasser ein grosses Problem. Es muss zum Teil kilometerweit mit Eseln von Wasserlöchern heran geschafft werden.
Die Savanne ist übersät von Rindern, Ziegen und Schafen, die, wenn sie zu den wenigen Dämmen und Wasserlöchern getrieben werden, haushohe Staubwolken aufwirbeln. Es ist nicht mehr die nahezu unberührte Savanne, die ich vierzig Jahre lang liebte. Und die Zukunft sieht noch weniger positiv aus.

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Narok ist sozusagen die Grenzstadt, bevor es in die Mara geht. Sie wimmelt von Massai, viele von ihnen in den traditionellen Kleidern - die Frauen in bunte Tücher gewickelt, die Männer in Shukas, die sie in der Art römischer Togas tragen. Seit kurzem gibt es in Narok einen grossen Tuskys Supermarkt, in dem man sich als Massaifahrer noch einmal mit Wasser und Nahrungsmitteln eindecken kann, sofern man nicht in Lodges wohnt. Ich habe in Narok ein kleines Ritual entwickelt, das ich jedes Mal, wenn ich in die Mara fahre oder von der Mara komme, zelebriere: bei der Kenol Tankstelle am Ortsausgang gibt es ein Gartenrestaurant, in dem ich mir seit Jahren "a plain omelette" genehmige und eine "Coke baridi" - eine kalte Coke. Beim letzten Besuch meinte der Kellner, den ich schon x-mal fotografiert hatte, nun sei es an der Zeit, dass er mich einmal auf den Chip banne. Dafür, dass er ein blutiger Anfänger ist, finde ich das Resultat gar nicht einmal so schlecht!

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Damit sind wir am Ende unserer nicht im geringsten aufregenden Geschichte angekommen. Als nächstes nehme ich euch zu einem Besuch des Kakamega Forests mit, dem östlichsten Zipfel des mächtigen Kongo-Urwaldes.
Bis demnächst und Gruss WILLI
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2016
287 Beiträge · seit 200912. Apr. 2016 ·
Hallo Willi,

erst einmal auch von mir ein ganz dickes und herzliches Danke für deinen "spritzigen" Bericht. Du bist ein großer Keniakenner und weißt das mit viel Wortwitz zum Ausdruck zu bringen. Schön, dass du uns so schnell nach deiner Rückkehr in die Schweiz wieder mit deinen Geschichten und Erlebnissen erfreust.
Mit großer Spannung erwarte ich schon deine Reise-Story zum Lake Turkana. Hoffentlich schreibst du darüber schon bald!

Viele Grüße
Birgitt (die erst 12 magere Keniajahre auf dem Buckel hat)
www.jambo-kenya-safari.de www.106812.forums.motigo.com/
Themenstarter527 Beiträge · seit 201312. Apr. 2016 ·
Hallo Birgitt,
danke fürs Lob. Die Reise in die Chalbi und an den Turkanasee folgt in schätzungsweise 6-8 Tagen. Vorher reisen wir noch zusammen in den Kakamega Forest, zum Mount Elgon und rund um den Mount Kenya. Dann endlich kommt, neben dem Abenteuer Lake Natron, der Höhepunkt des diesjährigen Aufenthalts, das Abenteuer Nordkenia. Ich hoffe, du hältst noch so lange durch!
Ich sehe in deinem Profil, dass du noch ein "spring chicken" bist und dir noch mindestens 20 Keniajahre bevorstehen. Bei mir werden es wohl kaum mehr als 15 sein.
Beste Grüsse aus dem Appenzellerland.
WILLI
zuletzt bearbeitet 13. Apr. 2016
699 Beiträge · seit 201013. Apr. 2016 ·
Hallo Willi,
vielen Dank für deinen ausführlichen und sehr interessanten und lebhaften Bericht.

Freue mich sehr auf die Fortsetzung.
Grüße Giselbert
Themenstarter527 Beiträge · seit 201313. Apr. 2016 ·
Hallo Giselbert,
ich war mir nicht zum vornherein sicher, dass auch Berichte, in denen kein Mord und Totschlag vorkommt, angeklickt werden. Anscheinend ist das aber der Fall. Das freut
mich. Weitere werden folgen.
Danke für euer Interesse.
Gruss WILLI
4’132 Beiträge · seit 200814. Apr. 2016 ·
Hallo, Mzee,

Du schreibst so nette Episoden des Lebens, so nah an dem Menschen, so angenehm alltäglich, witzig und entspannt.
Und du wirst es fast nicht glauben: Wir sitzen hier grad mit unseren alten Reiseaufzeichnungen und lesen parallel!! Wir schwelgen in Erinnerungen, grinsen uns eins, finden viele Übereinstimmungen im Reisestil (auch nach 30 Jahren) - gucken alte Bilder und wandern mit dem Finger auf der alten zerfetzten Kenya Roadmap (Kenya Government, 1978, second edition... 🤪
...die hüten wir, wie eine Trophäe... 🙂

Zu deinen Zweifeln, ob die Flötenakazien überhaupt flöten, hier eine Notiz aus März 88, auf dem Weg in den Amboseli: „Ausgedehntes Frühstück in den Athi Plains, wir botanisieren und birden ausgiebig, hin und wieder vernehmen wir das eintönige leise Pfeifen der Flötenakazien, scheinbar immer dann, wenn der sanfte Wind gleichmäßig geht.“
Wir haben grad mit unseren Freunden gesprochen, wir erinnern es noch alle 4. - Und wir erinnern uns auch, dies kein weiteres Mal erlebt zu haben.

Grüßles von den lilytrotters
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201314. Apr. 2016 ·
lilytrotter schrieb:Hallo, Mzee,
Grüßles von den lilytrotters
Na, das ist doch mal eine positive Nachricht aus Kenia...
Wobei der Zweifel erlaubt sei, ob der Wind nicht auch ohne Flötenakazien gesungen hätte - z.B. wenn er durch oder über die Dornen streicht. Vielleicht kamen die Töne ja auch von den kleinen Ameisen? Aber ehrlich gesagt: es spielt mir keine Rolle, ob die Flöten überhaupt singen oder wer auch immer.
Danke fürs Feedback. Im Laufe der letzten drei, vier Jahre bin ich ein Stück weit von den Tieren weg und dafür auf Menschen zu gegangen. Wieso weiss ich selber nicht. Es kommen noch eine Menge "Menschenbegegnungen". Bleibt dran!
Herzliche Grüsse
WILLI
zuletzt bearbeitet 14. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201315. Apr. 2016 ·
Simon, mein Freund: ein Kotzbrocken


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Es sind mehr als 20 Jahre her, seit ich Simon ole Tanyasi getroffen habe. Er stand an der Kreuzung Ewaso Ngiro nach Ololoolo einerseits und nach Sekenani andererseits – beides
Gates zum Massai Mara Reservat. Ich hielt an, um mich nach den Strassenverhältnissen zu erkundigen. Wir kamen ins Gespräch und schliesslich überzeugte mich Simon, dass ich ohne ihn in der Mara verloren wäre und ausser Elefanten (weil die so gross sind) nichts sehen würde. Also nahm ich ihn zum ersten Mal auf Safari mit. Er war und ist der mit Abstand beste Game spotter, Wildspäher, den ich je gehabt habe. Aber auch der schwierigste, ambivalenteste, kantigste, hartschädeligste, rechthaberischste usw. usf. Damit wäre eigentlich schon fast alles über den 50-Jährigen gesagt und zusammen fassend muss ich feststellen: er ist ein ständig streitender Kotzbrocken. Andererseits: das ist nicht alles. Er ist auch einer der fürsorglichsten Menschen, die ich je getroffen habe, absolut und bedingungslos loyal. Jedem Kenianer, der mich als Mzungu bezeichnete, fuhr er übers Maul und belehrte ihn "Bapa ist ein Massai und nicht so eine Missgeburt wie du". Simon würde, wenn wir zusammen auf Reisen sind, sein Leben für mich hergeben. Er ist ein grosser Kinderfreund, der sich immer gleich zu den Kleinsten setzt und mit ihnen spielt. Ausserdem ist er ein ungemein intelligenter Zeitgenosse, mit dem es nie langweilig wird und der ebenso locker über die kenianischen Zustände parliert, wie über alte Massaibräuche und den nächtlichen Sternenhimmel und besonders über die Vorzüge von Massaifrauen.


Zwei Alphatiere unterwegs - das birgt Zündstoff!
Als ich im Dezember 2015 wieder nach Kenia kam, der LandCruiser nach einer 9-monatigen "Winterruhe" sofort ansprang, als ich den Zündschlüssel umdrehte und der "kleine el Nino", der vor allem im November und bis Mitte Dezember viel Regen über Ostafrika brachte, versiegte, nahm ich mir vor, einige eher ungewöhnliche Safaris zu unternehmen - nicht zuletzt deshalb weil mir schon seit einiger Zeit klar ist, dass mir die Zeit davon läuft und ich nicht jeden Tag jünger werde, sondern im Gegenteil...
1984 und 2011 war ich längere Zeit im nördlichen Kenia, am Turkanasee und in der Chalbi-Wüste und beide hatten mich fasziniert. Da wollte ich noch einmal hin, denn erstens hatte ich einen sehr zuverlässigen LandCruiser und zweitens die Power, von der Teerstrasse runter zu fahren und eher weniger gute Strassen zu befahren.
Natürlich konnte ich nicht gleich mit der Chalbi anfangen. Erstens wollte ich das nicht allein machen, denn die Gegend ist nicht so zivilisiert, dass man z.B. an jeder Ecke eine Unterkunft, einen Supermarkt, einen Doktor oder eine Werkstatt finden. Und zweitens bin ich, je länger desto weniger, nicht mehr bereit, unbedacht Risiken auf mich zu nehmen, die ich früher überhaupt nicht als Risiken betrachtet habe. Wie sagte Hemingway so treffend "der Mut zum Risiko nimmt im Quadrat zum Alter ab".
Ich hatte Jahre lang keinen Kontakt mehr mit Simon gehabt und keine Ahnung, wo er sich aufhielt, ob er überhaupt noch am Leben war. Deshalb beschloss ich, eine erste Safari in die Mara zu machen. Dabei kommt man durch Narok, das sich rasend schnell zu einer Stadt entwickelt, und von dort aus, nach rund 20 Kilometern, nach Ewaso Ngiro. Dort angekommen, erkundigte ich mich bei einigen jungen Männern, die Souvenir-Shops hatten, nach Simon. Ja, er sei immer noch hier und arbeite im Moment irgendwo im Busch draussen. Nein, er habe kein Handy, aber man schicke einige junge Burschen auf die Suche nach ihm.
Nach einer halben Stunde wurde Simon gefunden und er fiel, als er mich sah, fast in Ohnmacht und zumindest mir um den Hals. Der langen Rede kurzer Sinn: Ich wollte ihn wieder mal als Guide und als wir uns finanziell geeinigt hatten (er wollte mich, was seinen Lohn betraf, wieder einmal übers Ohr hauen - Freundschaft hin oder her), erbat er sich zehn Minuten, um sein Bündel zu schnüren und für die Mara bereit zu sein.

Simon legt grossen Wert auf adrette Kleidung, die, als wir unterwegs waren, allerdings meist innerhalb eines Tages verdreckt war.
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Nach Regenfällen schwellen die Flüsse an und dort, wo es keine asphaltierte Furt hat, ist oft kein Durchkommen (wie hier). Dann wartet man halt ein paar Stunden oder gar zwei, drei Tage.
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Simon hält nach Regenfällen Ausschau. Er nervte mich fast jeden Tag mit seinen Prognosen, die in neun von zehn Fällen nicht zutrafen, was er dann lapidar mit dem Spruch "aber es hätte regnen können" quittierte.
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Mit etwelcher Mühe erreichten wir die Mara und schlugen unsere Zelte bei Gerdi Simon im Aruba Camp auf. Der LC konnte sich gleich an die überschwemmten Strassen und Wiesen gewöhnen und wühlte sich oft viele hundert Meter weit durch die berüchtigte Black Cotton Soil. Mit Glück und einigem Geschick konnte ich verhindern, dass wir im fast grundlosen Boden stecken blieben. Simon entwickelte dabei eine Unart, die mich ab und zu auf die Bäume trieb und explodieren liess. Er gab Anweisungen, wie ich zu fahren hätte. "Left", "right", "straight on", "slow", "more power", "to my side", "to your side" - bis ich losbrüllte "shut up. Who is here the driver?" Dann war er 30 bis 40 Sekunden lang ruhig - und die ganze Sache begann von vorne. Wenn ich seinen Anweisungen nicht folgte, was ich teilweise aus reinem Trotz nicht tat, meinte er "ja, so kann mans auch machen".

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Die Mara brachten wir einigermassen friedlich über die Bühne. Die Abende und Nächte verbrachte Simon in den Fahrer-Unterkünften in der Serena Lodge oder aber in einem Gästehaus in Talek, während ich meine Nerven bei Gerdi wieder mit einem Glas südafrikanischen Rotweins stärken konnte. An Wild gab es wenig zu sehen. Selbst Simon verzweifelte, denn sein Instinkt versagte vor allem, weil das Gras fast brusthoch stand und alle Tiere, die kleiner als Elefanten, Giraffen und Zebras waren, im Gras verschwanden.

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Nach den sechs Tagen mit Simon suchten wir zusammen als nächstes Ziel die Loita Hills aus, die ich noch nicht kannte. Simon ist ein Loita-Massai und wurde dort geboren und kennt die Gegend deshalb aus dem ff. Vier Tage lang fuhren wir durch das wunderschöne Massailand, hatten allerdings mit dem Wetter kein besonderes Glück, denn es regnete jeden Tag mehrere Stunden und wir blieben mehrfach im Dreck stecken. Als besonders lustiges Erlebnis ist mir der Besuch mit Simon und einem Laibon (Medizinmann) der Massai zu den "Fünf heiligen Bäumen" der Massai in Erinnerung geblieben. Ich habe bereits früher davon berichtet. Noch immer kann ich über die Situation der beiden Männer, die aus Platzmangel buchstäblich aufeinander hockten, schallend lachen...

Schon ein bisschen eng im LandCruiser!
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Simon konnte keine Massaifrau in Ruhe lassen. Wenn sie nicht spätestens bei drei auf einer Dornakazie sass, musste Simon sie umarmen.
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Die Loita Hills sind vom Tourismus noch so gut wie unbeleckt. Es gibt keine Hotels für Wazungus und keine Lodges. Nur gerade lokale Gästehäuser, die ich mit minus***** bewerten würde. Wir suchten das Dorf Morijo als Basis aus, von dem aus wir verschiedene Plätze aufsuchten - sofern es die oft im Matsch versinkenden Strassen zu liessen. Für mich fand Simon auf dem Hof einer Dorfschullehrerin einen Platz. Ich schlief im Wagen, hatte aber abends lange Gespräche mit Magdalene, der Lehrerin, die mir nicht nur viel über die Loita Hills erzählte, sondern über das ganze Massailand. Simon legte, wie ich sehr stark vermute, einen beträchtlichen Teil des Essengeldes, das ich ihm gab, in Alkohol an. Nach Anbruch der Dunkelheit kam er dann zu Magdalene, d.h. er versuchte es, aber M. hatte das Tor abgeschlossen und Simon krakelte die halbe Nacht vor der Shamba herum. Dann ging er wohl wieder in eine Gaststube und liess sich bis über die Ohren voll laufen. Am Morgen, als wir eine Manyatta besuchen wollten, war Simon sowas von sternhagel besoffen, dass ich mich noch heute wundere, wie er sich noch auf den Beinen halten konnte. In seinem Suff legte er sich mit jedem zweiten Dorfbewohner an und wurde ziemlich aggressiv, weil sie über ihn lachten. Erst gegen Mittag lichtete sich seine Alkoholfahne und wir konnten noch nach Mausa fahren, wo ein Viehmarkt statt fand. Ich machte Simon Vorhaltungen wegen seiner Ausfälle gegen einige Dorfbewohner und er meinte nur "ich bin halt heissblütig". Sein kahl geschorener Schädel weist einige ansehnliche Narben auf und ich kann mir vorstellen, woher die rühren.

Bei Magdalene im Wohnzimmer. Simon wollte mich immer mit der verheirateten Mutter von vier Knaben verkuppeln und meinte, ich solle die Gelegenheit benützen, dass ihr Mann erst am Wochenende nach Hause komme...
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Simon, der Kinderfreund. Den Jungen mit der gelben Plastikflasche haben wir vier Kilometer weit nach Morijo mitgenommen. In dem gelben Behälter hatte er frische Milch, die er im Dorf für 50 Schillinge (1/2 Euro) verkaufte, um nachher wieder zu Fuss nach Hause zu gehen.
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Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie soviel Wasser getrunken, wie während dieses Aufenthalts. Simon vermutlich auch nicht; tagsüber habe ich genau darauf geachtet, dass er keinen Alkohol zu sich nahm. Das holte er dann abends nach.
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Simon hat noch eine Eigenheit, die mich immer wieder auf die Palme bringt: Wenn ich fotografiere, dann dauert es keine zehn Sekunden, bis mein Freund ruft "Bapa komm, hier ist genau der richtige Punkt für deine Fotos", und dann zeigt er wie ein Fussballschiedsrichter auf den Boden zu seinen Füssen und wenn ich ihn ignoriere (was ich meistens tue), dann nölt er so lange rum, bis ich ihn entweder anfahre oder mich schwerhörig stelle.
Ich kann, auch zu zweit, Stunden lang Auto fahren, ohne mehr als zwei, drei Worte zu sprechen. Simon ist das Gegenteil. Als wir z.B. von Morijo aus nach Narok fuhren, da quasselte Simon 3 1/2 Stunden lang ohne Punkt und Komma, bis ich ihn aufforderte, endlich mal die Klappe zu halten, denn er erzähle nur TakaTaka (Abfall, Scheisse). Daraufhin empörte er sich eine Stunde lang über meinen Kommentar, wobei ich schnell feststellte, dass er wohl schon am frühen Morgen reichlich gebechert hatte.
Gut, Simon, mein Freund - machen wir Schluss. Du warst am Lake Natron grossartig und das, was du dort geleistet hast, werde ich nie vergessen. Eine kleine Episode fällt mir noch ein, die mich sehr berührt hat und, wenn ich daran denke, noch immer berührt. Als wir uns nach der Lake Natron-Geschichte in Narok verabschiedeten, packtest du impulsiv meine Hand, küsstest sie, legtest deine Stirn einige Sekunden lang auf meinen Handrücken und sagtest "Bapa, you are a good man". Dann schauten wir uns wortlos in die Augen und ich sah, dass dir die Tränen über die Wangen liefen!


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zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2016
447 Beiträge · seit 201115. Apr. 2016 ·
Hallo Mzee,
das finde ich ganz toll und es hat mich sehr gefreut, dass Simon von dir so nett gewürdigt wurde. Ich bin sicher, er hat es mehr als verdient. Und was wären zwei reisende Männer auf engem Raum, ohne eine satte Spannung zwischen ihnen?
LG NamiBilly
699 Beiträge · seit 201016. Apr. 2016 ·
Hallo Willi,
ich amüsiere mich KÖSTLICH 😄

Ich wette, Du vermisst Simon ungemein.

Grüße Giselbert
1’589 Beiträge · seit 201416. Apr. 2016 ·
Hallo Willi

Du bist unschlagbar, wie Du Kenia beschreibst....

Viele Gruesse aus dem soeben nass gewordenen Juja
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter527 Beiträge · seit 201316. Apr. 2016 ·
Giselbert schrieb:Hallo Willi,
Ich wette, Du vermisst Simon ungemein.
Grüße Giselbert
Grüss dich, Giselbert,
woran merkst du das?
Und: du hast Recht. Ich frage mich wieso ich ihn vermisse.
Ich habe mich noch selten, nein - noch nie, so über einen Begleiter
geärgert wie über Simon. Aber: der Kerl fehlt mir an allen Ecken und Enden.
Und: ich weiss, dass es ihm ähnlich geht.
Hört sich fast nach Masochismus an!
Willi

Simon erklärt mir, dass in der vergangenen Nacht ein Erdferkel ein tiefes Loch in den Termitenhügel gegraben hat, um an seine Lieblingsnahrung, Termiten, zu gelangen.
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zuletzt bearbeitet 03. Mai 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201316. Apr. 2016 ·
Bushtruckers schrieb:Hallo Willi
Du bist unschlagbar, wie Du Kenia beschreibst....
Elvira
Guten Abend Elvira,
ich vermisse nicht nur Simon, sondern in noch viel stärkerem Masse Kenia.
Ich gehöre nicht in die Schweiz, sondern nach Afrika und ich werde noch
in diesem Jahr meine Situation ändern...
Grüsse vom WILLI


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zuletzt bearbeitet 03. Mai 2016
1’739 Beiträge · seit 201017. Apr. 2016 ·
Lieber Willi

Du hast mir wieder nette Abendlektüre verschafft. Zeit und nervige Umstände haben es mir erst heute erlaubt, Deine Erzählungen der letzten Tage in Ruhe zu lesen.

Du schaffst es immer wieder, die kleine Dinge so überschwenglich zu beschreiben, dass sie alle ganz gross werden.
Ich gehöre nicht in die Schweiz
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich nämlich auch nicht.

Hast Du eigentlich schon mal darüber nachgedacht - bevor Du der Schweiz womöglich für immer den Rücken kehren wirst, Simon live zu zeigen, warum Du hier weg willst - sagen wir mal als Dankeschön für Eure Freundschaft?

Ich freu mich auf Deine weiteren Geschichten aus dem Leben.

LG
Christa
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201317. Apr. 2016 ·
Botswanadreams schrieb:
Hast Du eigentlich schon mal darüber nachgedacht - bevor Du der Schweiz womöglich für immer den Rücken kehren wirst, Simon live zu zeigen, warum Du hier weg willst - sagen wir mal als Dankeschön für Eure Freundschaft?
LG
Christa
Hoi Christa,
ich freue mich immer, wenn meine Leser und Bildbetrachter an meinen Beiträgen Gefallen finden. Kein Mensch ist immun gegen Lob und Zuspruch.
Ich glaube nicht, dass Simon, wäre er in der Schweiz, begreifen würde, wieso ein Mensch freiwillig das Paradies verlassen will. Und um Himmelswillen: Simon ertrage ich nicht länger als maximal acht Tage. Stell dir vor, er befiehlt mir in der Schweiz beim Auto fahren "to my side", "to your side", "polepole". Und wenn ihm eine Frau gefällt, will er sie umarmen (du weisst doch: die Massai halten sich für Gottes auserwähltes Volk). Mit seinem Alkoholkonsum hätte ich auch Probleme. Ausserdem steht er nachts um 03.00 Uhr auf und geistert zwei Stunden lang im Haus umher, hustet wie ein Kettenraucher und besteht auf seinem Ugali und mbuzi choma (geröstete Ziege, lecker, aber so zäh, dass man an einem Stück zwei bis drei Stunden lang kaut). Ebenfalls nicht gerade Swiss like ist, dass er auf den Boden spuckt (das Spucken während der Fahrt aus dem LC habe ich ihm, fast mit Gewalt, abgewöhnt). Nein, nein, Simon in der Schweiz ist ein Ding der Unmöglichkeit. Da lasse ich ihm in Kenia lieber per M-pesa ab und zu eine Handvoll Schillingi zukommen (was er als selbstverständlich betrachtet. Ein Dankeschön ist für ihn ein Zeichen von Schwäche...).
Schönen Abend und herzlichen Gruss. WILLI

Simon ist geradezu "fotogeil". Am liebsten hätte er sich bei jedem Bild, das ich machte, direkt vor die Kamera gestellt. Bat ich ihn mal, sich irgendwo hinzustellen, riss er sich die Baseball Kappe vom Haupt und sagte "damit mein Gesicht nicht im Schatten liegt". Von Eitelkeit keine Spur...

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zuletzt bearbeitet 03. Mai 2016
1’739 Beiträge · seit 201017. Apr. 2016 ·
Und um Himmelswillen: Simon ertrage ich nicht länger als maximal acht Tage.
Ach Willi, das kriegen wir schon hin. Nach acht Tagen schickst Du ihn zu mir nach Basel. Wir haben hier eine internationale WG (Schweiz / Deutschald/ Frankreich und eine junge geschiedene Inderin - Alter von 30 bis 71. Mein Mann sucht auch immer Hilfe in Haus und Garten, da können wir Simon auch gern vorbei schicken. Wir würden Ihm auch Leipzig zeigen.

Ugali - ok, ich habe eine liebe Mitarbeiterin aus Somalia - sie zeigt mir gern nochmal, wie ich das hin bekomme. Leckere Samosa (Sambusa) kann ich schon zubereiten - dank ihrer Unterweisung.

Einziges Problem - Bier gibt es bei uns erst ab 4 Uhr nachmittags. Das ist unsere Grundregel auch im Bush. Einzige Ausnahme ist mein Mann, wenn er vom Wasser trinken auf Safari die Schnau... so richtig voll hat - er ist doch keine Kuh, sagt er immer -. dann darf er zum Lunch schon mal ein Bier bekommen - aber nur eins, damit er bei Laune bleibt.

LG
Christa

PS Ein wenig Spass muss sein
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
zuletzt bearbeitet 17. Apr. 2016
Themenstarter527 Beiträge · seit 201317. Apr. 2016 ·
Botswanadreams schrieb:
Und um Himmelswillen: Simon ertrage ich nicht länger als maximal acht Tage.
Ach Willi, das kriegen wir schon hin. Nach acht Tagen schickst Du ihn zu mir nach Basel. Wir haben hier eine internationale WG (Schweiz / Deutschald/ Frankreich und eine junge geschiedene Inderin - Alter von 30 bis 71.
LG
Christa
Nein Christa, dann komme ICH nach Basel. Die junge, geschiedene Inderin würde ich mir gern einmal anschauen (nur anschauen, nicht anfassen - ich bin nicht Simon). Nur mit ihrem Alter - von 30 bis 71 - habe ich ein bisschen Mühe. Könnte ich wählen, dann schon lieber 30 - oder auch 40. Ältere Cookies fühlen sich von mir ziemlich schnell überfordert. Gute Nacht. WILLI
zuletzt bearbeitet 03. Mai 2016