Seronga-Linyanti

13 Antworten · 4'855 Aufrufe · gestartet 22. Dez. 2015 von Haiko
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Themenstarter29 Beiträge · seit 201122. Dez. 2015 · #1
Hallo Selbstfahrer, ich möchte im August 2016 Botswana bereisen und gerne eine für uns neue Strecke befahren: von Seronga und Betsha nach Linyanti. Wer hat Erfahrungen? Abgesehen von wohl schwierigen Pistenverhältnissen habe ich widersprüchliche Angaben zu erlaubt/verboten gelesen, weil es Konzessionsgebiet ist. Habe keine Ahnung, wie sich das in der Praxis darstellt. Wird kontrolliert, gibt es Zäune, wie viel Zeit sollte man einplanen? Würde mich riesig über Hinweise freuen.
21 Beiträge · seit 200730. Apr. 2016 · #2
Hallo Heiko,
wann bist Du denn auf der Strecke? Wir (4x4, 2 Erw) werden um den 28/30.08. dieselbe Strecke kommend von Tsodilo fahren , haben ab 01.09. Reservierungen für Linyanti und später Moremi. Ich hab auch etwas recherchiert aber abgesehen davon dass die Strecke (sehr) wenig benutzt und evtl. schwierig zu befahren ist (u.U. Wasser im Bereich des Selinda Spillway, seit letztem Jahr eher abnehmend) nicht viel in Erfahrung bringen können - außer das die Durchfahrt eben NICHT verboten ist! Was Lodge Manager nicht sonderlich freut (und die freuen sich bekanntlich NIE über Selbstfahrer - obwohl wir ja auch nicht unerhebliche Camp-Preise und Nat.- Park Eintritte zahlen...) heißt ja noch lange nicht dass die Durchfahrt deshalb verboten ist. Ich würd mir nicht allzuviel Kopf machen, denn erfahrungsgemäß wird`s gerade auf solchen Abschnitten eh anders laufen als geplant 😉 ! Genau deshalb fahren wir doch hin .. 😉 VG, Mich
33 Beiträge · seit 201501. Mai 2016 · #3
Servus,

ich bin die Strecke zweimal gefahren, Info:
-Ihr müsst mit erheblichen Problemen mit den Konzessionsbetreibern rechnen, (Mich, was du an Gebühren für Nat. Park und Camp bezahlst genügt in den Lodgen nicht mal fürs Trinkgeld an die Guids)
-die Navigation ist schwierig, sehr schwierig. Ich weiß nicht ob in den Tracks4Afrika die Routen vorhanden sind. Ich bin das letzte mal, vor zwei Jahren, die bereits bekannten Wege gefahren. Es sind mindestens zwei Wasserdurchfahrten nötig von denen eine (fast) nicht zu machen ist mit Toyo/Landy. Eine neue Holz Brücke MUSS man finden.
-ihr könnt mit KEINERLEI Hilfe rechen wenn ihr ein Problem habt. ich habe bei der letzten Tour, 4 Tage, KEIN, Fahrzeug gesehen!
-die Strecke war im ersten drittel extrem stark bewachsen, die Autos werden Schaden nehmen
-eine Tour mit hohem Risiko. Auch wenn ihr auf eine Gruppe Elefanten trefft, im ersten drittel, könnte das kritisch werden. Durch den dichten Busch links und rechts des Weges, könnten die Tiere auf ihr Recht den Pfad/Weg zu benutzen pochen. Auch ist dort zum Teil Jagdgebiet was sich auf das Verhalten der Elefanten auswirkt.
-ihr dürft die Transitstrecke nicht, auch nicht einen Meter, verlassen
-ein großes Zeitfenster ist anzuraten
-es ist ebenso anzuraten vor der Tour eine Genehmigung bei der Behörde in Maun einzuholen. Bekanntlich ist das Geschwätz von gestern, heute in Afrika, nichts mehr wert, smile!

Eine Tour ins Kaokoveld oder Khaudum ist dagegen ein Spazierfahrt!

Soweit, habe von der letzten Tour einige Filme gemacht, nix großes, nur mit dem Cell Fon unter karl heinz dienstl bei youtube zu sehen. Dort ist auch das erste Drittel, ein Übernachtungsplatz, die Holz Brücke, und viele Tiere zu sehen.

Carlos
21 Beiträge · seit 200701. Mai 2016 · #4
Servus Carlos , bzw ..Karl-Heinz 😉, hab Dein "Africa Pur" gelesen.. also Überraschungen gibt`s ?!? 🙂 Danke für Deinen Post. Also wenn Du da mit Deinem Riesenbrummer unterwegs warst, glaub ich schon dass Du Schwierigkeiten mit den zugewachsenen Wegen hattest - gut das es die Brücke überlebt hat ..;)
Wir wollen`s auf alle Fälle versuchen, der Umweg über Maun kommt nicht in Frage. Ich hoff a bisserl darauf dass sich diese Strecke -im Nachhinein - als ned ganz soo arg herausstellen wird, wie zunächst "befürchtet" . Diese Erfahrung hab ich bisher gelegentlich gemacht Khutse-Xade , Nogatsaa , Zyls ect). Mit vernünftiger Ausrüstung, ausreichend ! Proviant und v.a. gesundem Menschenverstand ist ja einiges machbar - auch wenn man mit nur einem 4x4 unterwegs ist. Und was die Lodegkosten anbelangt Karl Heinz: schon klar dass die um ein vielfaches mehr zahlen - dafür genießen sie ja auch (viel) mehr Komfort, Verpflegung etc. Was ich meinte: so ganz ohne was zu zahlen,sind wir ja auch nicht unterwegs ... glg, Mich
4 Beiträge · seit 201129. Mai 2016 · #5
Hallo Haiko, Hallo Mich, Hallo Carlos,
vielen Dank für eure Beiträge. 2014 im Juli haben wir versucht die Strecke Seronga - Betsaa - Savuti zu fahren. Kurz nach Betsaa wurde es sehr sumpfig und der geplante Track unpassierbar. Zum Glück konnten wir dort einen Bauer der Gegend als Guide anheuern und haben es dann doch noch bis zum Selinda Spillway geschaft; dort war aber ohne schwimmenden Untersatz endgültig Schluss. Diesen Juli (2016) würden wir die Strecke gerne nochmals versuchen. Welche Informationen habt Ihr bezüglich des derzeitigen Wasserstands des Selinda Spillway, kennt Ihr Tracks die nicht der direkten Linie Betsaa - Savuti folgen?
Freundliche Grüsse, Ray
zuletzt bearbeitet 30. Mai 2016
21 Beiträge · seit 200703. Juni 2016 · #6
Hi Ray, Nein Sorry - mehr Infos hab ich z.Zt auch nicht und ich denk auch nicht dass im Vorfeld zuverlässige Infos auflaufen werden - es sei denn jemand kann berichten der kürzlich da unterwegs war. Viel Spaß im Juli - und wenn Du zufällig die Brücke über den Selinda Spillway findest .... notier Dir die GPS Daten ! 🙂
4 Beiträge · seit 201103. Juni 2016 · #7
Hi Mich, …ja so sehe ich das auch, danke für dein Feedback.
Wenn ich mir die Situation im Bereich Selinda vor Augen führe, habe ich den Eindruck, dass Carlos zuerst nach Norden zum Linyanti (Fluss) gefahren und dann dem Fluss in östlicher Richtung gefolgt ist (mehr oder weniger). Dort ist für mich eine Brücke über den "Spillway" denkbar, man käme aber den privaten Camps gefährlich nahe.
2014 haben wir östlich von Betsaa versucht den Flusslauf zu queren. In diesem Abschnitt ist die Existenz einer "Spillwaybrücke" sehr unwahrscheindlich, da hilft nur ein tiefer Wasserstand.
Nichtsdestotrotz bin ich nach wie vor sehr interessiert zu erfahren, welche Tracks im Bereich Selinda in letzter Zeit gefahren wurden.
Freundliche Grüsse, Ray
3 Beiträge · seit 201605. Juli 2016 · #8
Hallo Haiko,
Wir - eine Gruppe von 8 Personen (3 Autos) - wollen zwischen 15. und 18. August 2016 die Strecke Seronga-Linyanti-Savuti-Moremi fahren. Wir haben noch keine Buchungen vorgenommen ausser im Moremi 19. und 20. August. Vielleich können wir uns ja austauschen bezüglich der Tour und evtl. fahren wir zur gleichen Zeit.
Wann startet Eure tour in diesem Gebiet?
Gruss, Helge
3 Beiträge · seit 201626. Aug. 2016 · #9
So, wir haben diese Strecke (eastern panhandle, Seronga-Khwai) nun hinter uns, 17-19 August 2016. Waren mit älteren 4x4 unterwegs und sind einige male im Wasser stecken geblieben aber da mehrere Fahrzeuge, konnten wir die Strecke gut meistern. Es stimmt, dass Fahrzeuge Schaden nehmen werden, es sei denn man ist extrem vorsichtig. Wir haben ein junges Pärchen in Seronga getroffen, die 3 Tage festgesteckt sind und dann wegen Wassermangel zu Fuss zum nächsten Dorf Hilfe holten. Es kommen also sehr wenig Fahrzeuge entgegen. Die Einheimischen waren überrascht, dass die Tiere den beiden nichts getan hatten. Wir haben kein weiteres Fahrzeug von Seronga bis Moremi gesehen. Man muss einige Kilometer durch Wasser (könnte man weit umfahren, wenn man Richtung Kwando nord fährt und dann am Zaun wieder süd) und dann beim Selinda ist das Wasser relativ tief, geht über die Motorhaube aber dies sind nur 2 Wasserdurchgänge. Unser Autos haben alle Wasser im Innenraum und die Benziner sind so mit ach und krach auf den letzten Zylindern durchgewatet. Ich schätze mal, nichts für moderne Elektronik. Ansonsten sehr weicher Sand, überall Äste auf der pad und manchmal Wurzeln, die den Reifen gefährlich werden können.
Empfehlenswert wäre in Seronga ein Mokorotrip, mit camping. Und sonst statt Moremi, camping beim Khwai community camp (z.B. Magotho).
Auf jedem Fall Zeit mitnehmen, 2 Tage für die Strecke mindestens, einmal übernachten vor dem Selinda Zaun.
224 Beiträge · seit 201327. Aug. 2016 · #10
Hallo Leute,

Ich wollte als Einzelfahre letztes Jahr die Strecke wagen und vom Savuti aus zwischen dem Sandridge Richtung Selinda fahren. Es war letztes Jahr im November so prassel trocken, das es in der savutiregion nur noch 2 oder 3 kleine Wasserlöcher gab. Irgendwas hat uns doch davon abgehalten es zu tun.

Ich möchte aber zwei Sachen für Botswana empfehlen.

1. Ein Buch von Mike Main: " Botswana- African Adventurer's Guide"
Dort gibt es u.a. diese Sektion mit handschriftlich Skizzen und mit allen neuralgischen GPS- Koordinaten.
Ich habe es mir bei Namibiana gekauft und zusätzlich noch als PDF heruntergeladen. Es hat mir in Botswana schon oft weitergeholfen.

2. Andrew St. Pierre White mit seinen Videos auf 4xoverland.com
In seiner Angolatour 2013? verfolgt er den Kavango von der Quelle bis zum Ende. Es war das Rekordjahr an Niederschlag als das Delta quasi übergelaufen ist. Der Boteti bis in die Pfannen geflossen ist und der Lake Ngami sich immens ausgedehnt hat. Die Passage am Selinda Spillway mit dem erstgenannten Mike Maik zusammen war unpassierbar und hoffnungslos abgesoffen.

Vielleicht ist da die ein oder andere Anregung für diejenigen dabei, die es demnächst wagen wollen.
LG, RB
P.S. Ich bekommen keine Provision von den o.g. Personen/ Firmen
zuletzt bearbeitet 27. Aug. 2016
828 Beiträge · seit 201627. Aug. 2016 · #11
namibsi schrieb:S

Es stimmt, dass Fahrzeuge Schaden nehmen werden, es sei denn man ist extrem vorsichtig.
Unser Autos haben alle Wasser im Innenraum und die Benziner sind so mit ach und krach auf den letzten Zylindern durchgewatet.

...eine schüchterne Frage. Waren das Mietautos ? Falls ja, hat der Vermieter von dieser Tour gewusst und sein OK gegeben ?

lg Andreas
3 Beiträge · seit 201627. Aug. 2016 · #12
Nein, keine Mietwagen. Vermieter würden wohl nicht dulden, dass man diese Strecke fährt und Versicherung/Pannendienst kann man sich auch abschminken, also bitte keine Mietwagen*
Ein Landrover hat diese Strecke allerdings "unbeschädigt" überstanden, dennoch werden sehr viele Äste das Auto kratzen.
Bei der ersten Wasserpassage konnte man sehen, dass das Wasser am Steigen war, also in einigen Wochen ist es dort vielleicht auch schon zu tief. Der Selinda floss aus dem Delta heraus nach Norden.
828 Beiträge · seit 201628. Aug. 2016 · #13
Ich kenne die Strecke, es ist ein Höllenritt und eine Tortour für das Auto dazu. Wie es ein junges Pärchen ohne die nötige Erfahrung -wie ich annehme- in so eine Gegend verschlägt ist mir schleierhaft. Die hatten einfach nur Glück das nichts Schlimmes passiert ist...
1'523 Beiträge · seit 201128. Aug. 2016 · #14
Seronga nach Linyanti.......

... ab Gundingwa (63km ab Seronga) auf der erlaubten Transitroad (nach SE) und dann eine der beiden restricted

Spuren nach Linyanti........da werden die privaten Concessionen ( Kwando im Norden, Selinda , Savuti etc. ) " durchquert " ...!

Als Gast bei Kwando und Savuti Camp (ebenfalls privat Concession am oberen Savuti) haben die Guides eventuelle Selbstfahrer

aüsserst kritisch ins Visier genommen und gegebenenfalls via Camp auch das HQ südlich von Linyanti informiert....

Kann ich auch verstehen bei den Konzessionsgebühren , die an den Staat abgeliefert werden müssen......

lg.....BMW
zuletzt bearbeitet 28. Aug. 2016