Camping-Bus

11 Antworten · 2'609 Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2015 von solitaire
Bilder klein
Antworten
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201117. Nov. 2015 · #1
Hallo liebe Leute,
ich hab jetzt eine Frage, bei der ich mich so überhaupt nicht auskenne. Eine Freundin erzählte mir, dass sie in Australien mit einem Campingbus unterwegs war, in dem sie schlafen und mit Gas-Flasche auch kochen konnte. Hat jemand so etwas in Namibia auch schon gemacht? Ist es empfehlenswert mit so einem Gefährt und wo bekommt man so etwas?

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
59 Beiträge · seit 201217. Nov. 2015 · #2
Hallo Solitaire,

Wir sind letztes Jahr durch Namibia mit dem Camper Discoverer Fun X2 von Bobo-Campers in Windhoek gefahren und waren begeistert davon. Das ist ein 4x4 Camper, den es seit diesem Jahr wohl auch für 4 Personen gibt.

Für eine "normale" Einsteigerroute in Namibia sind diese Fahrzeuge meiner Ansicht nach super geeignet . Für unsere Reise nach Botswana im nächsten Jahr haben wir uns jetzt für den Bushcamper von Bushlore entschieden, da dieser etwas besser fürs Gelände geeignet zu sein scheint.

Gruß Marion
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201118. Nov. 2015 · #3
Hallo Marion,
vielen Dank für den Hinweis. Habe mir das Auto jetzt im Internet angesehen, schaut gut aus für 2 Personen. Kannst du mir bitte noch sagen, welche Route ihr gefahren seid? Wie ist es damit über die Pässe? Habt ihr immer im Auto geschlafen? Kann man irgendwie Moskitoschutz anbringen? Wie ist der Benzinverbrauch?

Viele Fragen, aber für mich ist es toll, dass du geantwortet hast. Ich fasse das nicht zuletzt auch aus Kostengründen ins Auge.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
zuletzt bearbeitet 18. Nov. 2015
59 Beiträge · seit 201218. Nov. 2015 · #4
Hallo Solitaire,

unsere Tour durch Namibia sah so aus:

1 ÜN Windhoek Tamboti Guesthouse - Doppelzimmer
2 ÜN Bagatelle Kalahari Game Ranch - Campsite
2 ÜN Klein Aus Vista - Campsite
2 ÜN Koiimasis - Campsite
2 ÜN Sesriem - Campsite
3 ÜN Cornerstone Guesthouse Swakopmund - Doppelzimmer
1 ÜN Spitzkoppe Community Camp - Campsite
2 ÜN Brandberg White Lady Lodge - Campsite
2 ÜN Etosha Okaukuejo - Campsite
1 ÜN Etosha Halali- Campsite
1 ÜN Etosha Namutoni - Campsite
1 ÜN Onguma Aoba - Campsite
2 ÜN Waterberg Plateu - Campsite
2 ÜN Düsternbrook - Safarizelt

Die 1. Nacht in Windhoek haben wir eine feste Unterkunft gebucht, damit wir erstmal in Ruhe den Camper einräumen können. Die 3 Nächte in Swakopmund hatten wir - wie uns vorher vielfach geraten wurde - ebenfalls ein (sehr schönes) Zimmer. Die Entscheidung war auch richtig, da es dort doch im Vergleich zum Rest der Reise ziemlich kalt war.

Die letzten 2 Nächte wollten wir ebenfalls eine feste Unterkunft haben und hatten daher ein Safarizelt auf Düsternbrook gebucht. Dieses hat uns dann aber nicht so wirklich gut gefallen, so dass wir nur das Badezimmer genutzt haben und wieder
im Camper geschlafen haben.

Die gesamte Strecke hat der Bobo-Camper super gemeistert (hätte aber wohl auch ein Polo geschafft 😗 ). Wir sind mit dem Fahrzeug jedoch auch die letzten 5 Kilometer ab dem Parkplatz des Shuttle-Services im Sossousvlei bis zum Dead Vlei durch den Tiefsand problemlos gefahren.

Es war aber super bequem mit der vorhandenen Toilette, dem vergleichsweise ziemlich großen Kühlschrank (sogar mit Eisfach) und der Sitzecke im Camper. Die Fenster sind alle mit Mückennetzen versehen und für die Tür hat mein Mann aus einem mitgebrachten Mückennetz noch einen Vorhang gebastelt.

Den Verbrauch des Fahrzeugs haben wir nicht überprüft. Er ist auf der Seite von Bobo-Campers mit 12 Liter pro 100 km angegeben.

Für diese Strecke würde ich den Camper jederzeit wieder mieten. Für unsere nächste Reise nach Botswana kam er für uns leider u.a. nicht in Frage da der Tank mit 75 Litern zu klein ist. In Namibia war dies aufgrund der vorhandenen Tankstellen aber kein Problem.

Falls Du noch Fragen hast helfe ich Dir gerne.

Viele Grüße und viel Spaß beim Planen

Marion
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201119. Nov. 2015 · #5
Danke liebe Marion für die ausführliche Erläuterung. Du machst mir immer mehr Gusto auf dieses Auto. Auch die letzte Strecke ins Soussusvlei seid ihr gefahren? Toll. Musstet ihr da den Reifendruck verändern? Ich glaub, ich hab da ein bisschen Angst, dass wir uns "eingraben". Ich bin solche Bedingungen noch nicht gefahren.

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
59 Beiträge · seit 201219. Nov. 2015 · #6
Hallo Solitaire,

den Luftdruck haben wir nicht reduziert. Früh morgens ist der Sand wohl auch noch nicht so weich wie z. B. Mittags. Es war aber auch die erste "richtige" Tiefsandfahrt für meinen Mann, hat aber gut geklappt. Er hat sich vorher (ich glaube über die Internetseite "Pistenkuh") paar Tipps durchgelesen und so war das dort zum Glück kein Problem. Auf dem Rückweg haben wir Fahrzeuge gesehen, die sich festgefahren hatten, die grundsätzlich wesentlich besser geeignet sein müssten, es hat also auch mit fahrerischem Können zu tun.

Falls ihr euch die Strecke nicht zutraut gibt's dort jedoch auch einen Shuttle-Service ab dem Parkplatz.

Viele Grüße von Marion
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201119. Nov. 2015 · #7
Hallo Marion,
ja, ich glaube auch, dass das sehr viel sogar mit fahrerischem Können zu tun hat. Naja, vielleicht kann ich ja irgendwo vorher so ein Fahrtraining machen.
Ich war schon mal mit dem shuttle im Soussusvlei, ganz am Morgen. Wir waren die ersten und er fuhr leider so spät weg, dass wir mitten auf der Fahrt den Sonnenaufgang hatten. Würde ihn gerne direkt im Vlei erleben. Mal schauen, ob ich vielleicht wo üben kann 🙂

Liebe Grüße
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
1'425 Beiträge · seit 201319. Nov. 2015 · #8
Hi Marion,

bitte entschuldige, dass ich dir widerspreche.

Fahren im Tiefsand hat relativ wenig mit "fahrerischem Können" zu tun. Es ist einzig und alleine der passende Reifendruck!!!!!!.
Ihr habt vielleicht einfach nur Glück gehabt .

Wir sind relativ viel im Tiefsand unterweg und haben letztes Jahr auch wieder 2 Fahrzeuge aus dem Tiefsand im Soussusvlei rausgezogen. Die waren zwar eigentlich in der Lage die Strecke zu fahren, aber sie hatten vollgepumpte Reifen 😣

Nachdem wir ihnen die Luft rausgelassen haben (natürlich den Reifen, nicht den Leuten 🤪 ) konnten sie nach einigem Anschieben ganz einfach weiterfahren. Vorher hatten sie schon ziemlich lange in der sengenden Sonne versucht ihr Fahrzeug auszubuddeln 🤢

So haben wir die beiden festgefahrenen Fahrzeuge angetroffen:
hd5a7cca.JPG

Es herrschte großes Erstaunen wieviel Luft wir ihnen rauslassen:
h32644c9.JPG

So tief waren sie drin:
h2a340f1.JPG

Den richtigen Gang einlegen:
heca4d5c.JPG

Bisschen Schieben:
h59929ab.JPG

Dann war alles gut 🤩



Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2015
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201119. Nov. 2015 · #9
Uahhhhh 😵 😵 😵
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari
161 Beiträge · seit 201519. Nov. 2015 · #10
Nun mach @Solitaire keine Angst.
Solche Strecken wird Sie mit Sicherheit nicht fahren.
Das sind ja schon Expeditionen, da sollte man schon ein wenig Erfahrung haben
Wichtig ist auch den Drehzahlmesser im Auge zu behalten.
Die einzige Tiefsandpassage wo Sie in Namibia hat , wird in Sossusvlei sein. Da fährt ein Shuttle vom Parkplatz hinter.
Kostet 110 Namibia Dollar, hin und zurück.
Vorallem Vormittags ist da ein schöner Verkehr vom Parkplatz zum Sossusvlei. Die Strecke ist eigentlich nicht schwer , aber eine Menge Autos die dort fahren. Das macht es dann wieder schwieriger, weil man dann auch ausweichen muss.
1'425 Beiträge · seit 201319. Nov. 2015 · #11
Hi Olibr,

natürlich will ich Solitaire keine Angst machen, aber ich zeige ihr die Realität auf und will sie nicht blauäugig in den Tiefsand fahren lassen und mit dem richtigen Reifendruck macht das Tiefsand fahren richtig Spaß 😉

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2015
Themenstarter1'941 Beiträge · seit 201119. Nov. 2015 · #12
Liebe Leute,
ich kann zwar einigermaßen fahren, auch mit Land Rover Defender, aber das trau ich mir wirklich nicht zu. 😕
Vielen Dank für eure guten Ratschläge und eure Besorgnis. 🙂 Ihr meint es alle gut mit mir 🙂

Liebe Grüße und schönen Abend
Solitaire
www.margit-noehrer.com FB und Insta: reisende.autorin Buch: Der glühende Atem der Wüste Meine Solo-Reise von der Namib in die Kalahari