Arbeiten in Namibia

9 Antworten · 3'778 Aufrufe · gestartet 30. Okt. 2015 von Kümmel
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Themenstarter3 Beiträge · seit 201530. Okt. 2015 · #1
Hallo Leute,
Bin neu hier im Forum.
Ich wollte mich mal erkundigen, was es eigentlich für Möglichkeiten in Namibia
zu arbeiten,alles gibt.!
Könnte man da auch als Elektriker arbeiten???
Gast30. Okt. 2015 · #2
Klar könnte man, nur ob man es darf ist die Frage.

In Namibia gibt es leider mehr Arbeitssuchende als Arbeit. Und auch wenn ein AG eigentlich lieber jemanden von Übersee einstellen würde, weil der wahrscheinlich die bessere Ausbildung hat, gibt es halt gewisse Vorschriften um die Arbeitslosigkeit im Land in den Griff zu kriegen, und Hürden wie eine verzögerte und unsichere Visaerteilungsprozedur.
Und dann ist noch die Frage, ob du als angestellter Elektriker überhaupt genug verdienst, um über die Runden zu kommen.

Warum Namibia?

lg
WoMa
Themenstarter3 Beiträge · seit 201531. Okt. 2015 · #3
Mein Eindruck ist eigentlich der, dass es in Namibia alles gibt was es hier auch gibt.
vom Fliesenleger bis zum Arzt. Also dürfte es doch kein Problem sein dort arbeiten zu können.
Bin auch leidenschaftliche Bogenjäger, dort könnte ich mein Hobby ausleben
2'497 Beiträge · seit 201131. Okt. 2015 · #4
Es gibt hier viele Threads zu dem Thema, die kannst Du über "suchen" rausfinden.

Fazit der meisten Threads ist: Es gibt für Weiße keine Arbeitserlaubnis, es sei denn, Du hast einen besonders gesuchten und seltenen Beruf, dazu zählt die Profession des Elektrikers nicht. Also ist es doch ein Problem, dort zu arbeiten. Wir kennen inzwischen Leute, die viel Geld in Namibia investieren und dennnoch von einem Jahr zum nächsten krebsen und zittern, ob sie bleiben können.

Die Aussage, dass es in Namibia die gleichen Berufe gibt wie in Deutschland, trifft auf die meisten Länder der Welt zu und ist nicht unbedingt ein Argument ausgerechnet für Namibia, das mit der Bogenjagd schon eher.

Den Hinweis von WoMa, dass die Verdienstmöglichkeiten in Namibia nicht unbedingt den Ideen der Menschen entsprechen, die sich dort ein neues Leben aufbauen möchten, ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen.

Schreib doch mal was über Alter und Investitionsmöglichkeiten und weitere Qualifikationen, vielleicht hat dann noch jemand eine Idee.

Gruß Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
33,1k Beiträge · seit 200631. Okt. 2015 · #5
Hallo Kümmel,

wie gesagt, gibt es zig Threads zum Thema: Chancen auf eine langfristige Arbeisterlaubnis (ohnehin maximal 2 Jahre) sind gleich null, wenn Du nicht einen besonders gesuchten Beruf ("Neurologe") ausübst. Bei 30 % Arbeitslosigkeit wird verständlicherweise Versucht, erst Namibiern einen Hob zu geben. Und das hat nichts mit Hautfarbe oder Herkunft zu tun.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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7'296 Beiträge · seit 200631. Okt. 2015 · #6
chamäleon2011 schrieb:
Die Aussage, dass es in Namibia die gleichen Berufe gibt wie in Deutschland, trifft auf die meisten Länder der Welt zu und ist nicht unbedingt ein Argument ausgerechnet für Namibia, das mit der Bogenjagd schon eher.
... das sehe ich gerade andersrum.
Länder, in denen man jagen kann, gibt es reichlich, aber die dortige Infrastruktur ist meist zum Weinen.

Die Berufe gibt es natürlich, aber das sieht schon anders aus in Afrika, wenn man mal Namibia und Südafrika hinter sich lässt. Wenn man dort "Fachleute" bestellt, um eine Treppe zu bauen und nicht aufpasst, kann es heute noch sein, dass jede Treppenstufe unterschiedlich hoch ausfällt, weil einfach alle Bretter zum Schalen verwendet werden, die man gerade in die Finger bekommt.
Dort zapfen "Elektriker" einfach mal öffentliche Stromleitungen oder Straßenlaternen an, um ein Haus zu versorgen. Ich habe auch in zwei Millionenstädten erlebt, dass drei Tage hintereinander komplett kein Strom vorhanden war.

Supermärkte gibt es auch überall, aber es gibt Länder, in denen der größte Supermarkt in einer Millionenstadt nur ein Drittel so groß ist wie der in meinem Nachbardorf mit 2.000 Einwohnern.

Die Berufe gibt es zweifelsfrei ziemlich überall, aber die Infrastruktur nicht. Und der Threadersteller schrieb davon, dass es in Namibia wohl alles gibt, was es auch hierzulande gibt. Da sind die Möglichkeiten schon mehr eingeschränkt, was die Wahl der Länder angeht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Gast31. Okt. 2015 · #7
chamäleon2011 schrieb:
Den Hinweis von WoMa, dass die Verdienstmöglichkeiten in Namibia nicht unbedingt den Ideen der Menschen entsprechen, die sich dort ein neues Leben aufbauen möchten, ist sicher auch nicht von der Hand zu weisen.
Nochmal der Hinweis: als angestellter Elektriker wird man nicht die Welt verdienen. Als Selbstständiger kann das anders aussehen - aber auch dafür braucht man ein Workpermit. Da kommt es dann ganz stark darauf an, wie der Businessplan aussieht: wieviel will man investieren, wieviele Leute einstellen, will man regelmässig ausbilden...
Ich kenn mich mit dem Handwerk nicht so aus. Weiss nicht wie die Chancen und Möglichkeiten dort sind. Aber die Konkurrenz ist mit Sicherheit gross.
2'497 Beiträge · seit 201131. Okt. 2015 · #8
Hallo,

ich wollte niemandem "auf den Schlips treten" und bin auch sicherlich nicht die am besten informierte Person zu dem Thema. Ich meine jedoch aus den diversen Threads zu dem Thema herausgelesen zu haben, dass Europäer (die sind in der Regel weiß), die in Namibia arbeiten (oder auch nur wohnen) möchten, momentan nicht unbedingt mit offenen Armen empfangen werden, es sei denn, ihr Beruf ist wirklich außergewöhnlich und partout nicht mit einem Namibier zu besetzen.

Aus gewissem eigenen Interesse lese ich jeden Thread zu dem Thema und unterhalte mich im Urlaub mit jedem Zugewanderten, auf den ich treffe und frage, wie es geklappt hat mit den Genehmigungen. Ich habe aber leider bisher nur ein Paar getroffen, bei dem es in den letzten Jahren geklappt hat und das sind die Besitzer von Camp Syncro am Kunene, die seit 1 1/2 Jahren dort sind und immerhin eine Arbeitserlaubnis für 2 Jahre haben. Da wollte sich wohl niemand anderes einbringen, denn da ist es dann mit der Infrastruktur auch vorbei, die nächste Einkaufsmöglichkeit liegt ca. 9 Fahrstunden entfernt (Opuwo), bei laufenden Revieren auch mal deutlich länger.

Ich bin zu dem Thema immer an neuen Infos interessiert.
Liebe Grüße
Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein. Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung" Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Themenstarter3 Beiträge · seit 201501. Nov. 2015 · #9
Gut, dass die Infrastruktur nicht die gleiche ist, wie in Deutschland ist mir klar, aber es gibt dort Hotels, Krankenhäuser ja sagar deutsche Brauereien mit einem deutschen Braumeister (windhoek) also gehe ich davon aus, dass man dort ähnliche Fachkräfte braucht wie in Deutschland. Logisch , dass man Ärzte überall sucht,.
Da ich wie gesagt Bogenschütze bin habe ich einen (jungen)Mann aus Amerika kennengelernt . Jack Engels Archery, ist auch auf Youtube zu finden.
dessen Vater arbeitet in Namibia und hat ihn gleich mitgenommen, aber ich krieg nicht raus was er da arbeitet.. Er sagt nur dass sein Dad dort alle Hände voll zu tun hat.
Gast01. Nov. 2015 · #10
Guck, Fachkräfte und Fachkräfte sind hier nicht dasselbe.

Klar braucht man Elektriker - aber man stellt keine aus dem Ausland an. Wenn, dann macht man sich als Elektriker selbstständig und lernt Einheimische an - es gibt auch eine technische Schule in Windhoek, da lernen die Jungs und Mädels schon mal was Plus und Minus ist, da muss man nicht so sehr bei Adam und Eva anfangen.

Dasselbe ist mit Maurern und Fliesenlegern und Malern - in D alles Lehrberufe, hier nennt sich jeder Maurer der schonmal einen Ziegelstein in der Hand gehabt hat.
Dementsprechend sieht dann auch oft das Endergebnis aus. Hier kann jeder erstmal alles. Dass er es dann doch nicht kann, muss man ihm erst beweisen.

Wie gesagt, du kannst ein Business aufmachen und Leute einstellen und viel Geld investieren, und dann hast du vielleicht die Chance auf ein Work Permit. Allerdings wird man dich bei jeder Erneuerung des WP fragen, ob du schon einen Nachfolger eingearbeitet hast und wenn nein, warum nicht.
Es gab erst vor ein paar Monaten den Fall, dass einem Ehepaar der Antrag auf Permanent Residence verweigert wurde, obwohl sie seit fast neun Jahren im Land waren und er ein Business hatte (Schreiner). Einfach weil das auch Namibier tun können.
Sie mussten innerhalb von zwei Wochen ausreisen.

Weiss nicht, ob der Preis nicht zu hoch ist, nur um seinem Jagdbedürfnis nachgehen zu können.
zuletzt bearbeitet 01. Nov. 2015