52 getötete Ranger in 12 Monaten

58 Antworten · 7'411 Aufrufe · gestartet 31. Juli 2015 von Butterblume
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20 Beiträge · seit 201303. Aug. 2015 · #41
[i]Wenn dann wirklich mal jemand seine ganze Wut und Frust sich von der Seele schreibt, dann wird der Post gelöscht, da das ja nicht politisch korrekt ist. (siehe Beitrag vom Südwester).

Glaubst Du, da hat noch jemand Lust, hier seine ehrliche Meinung zu schreiben???


Sorry, Beate, ich wollte dich nicht beleidigen, keineswegs. Tut mir echt leid. Ich dachte nur das Recht das du dir selbst zugestehst gestehst du auch anderen zu.
723 Beiträge · seit 201103. Aug. 2015 · #42
Jamiroquai schrieb:
...
Man mag die Kolonialgeschichte beurteilen, wie man möchte. Sie ist aber weder verantwortlich für häufige Morde an den Rangern oder auch an den Farmern.
....
Natürlich nicht! Wo wir doch in dieser Zeit versucht haben, mit edlem Gemüt primitiven Völkern unsere Werte zu vermitteln.
Gruß Reinhard
20 Beiträge · seit 201303. Aug. 2015 · #43
Dagegen taten die Menschen das, was ich auch den Afrikanern ans Herz legen würde: sie arbeiteten hart! Und nur deshalb geht es uns heute so gut.


Und das ist so ein Satz von dir der mich in Rage versetzt und mir zeigt, das du die Zusammenhänge nicht wirklich verstehst.

Glaubst du wirklich das es so ist.

Du meinst wenn die Afrikaner alle solche Eigenschaften und Werte hätten wie wir Deutschen dann wäre alles in Ordnung und es würde ihnen auch gut gehen
.
Glaubst du das?

Aber wären es dann noch Afrikaner?

Das ist nicht mehr als eine typische Stammtischparole nach 5 Halben.

Sorry Beate !
Gast03. Aug. 2015 · #44
@Gewalttätigkeit und Gewaltbereitschaft:
Die Verantwortung und Konsequenzen für die Tötung eines Menschen muss m. E. immer der Täter voll und selber tragen, die Umstände können aber im Urteil oder der Beurteilung durch Außenstehende berücksichtigt werden. Auf mich wirken die Argumente von Biker-Wolfgang, _Matthias_ und Gleichgesinnte nicht so, als würden sie das in Abrede stellen, so wollen bloß auf das zu unserem saturierten völlig andere Umfeld in Afrika hinweisen, das wären dann die mildernden Umstände. Das ist bloß eine erweiterte und für mich persönlich schon wichtige Perspektive, aber kein Widerspruch.
Wir, die Nachkriegsgeneration und Nachkommen in Mitteleuropa, reden uns leicht, weil wir in einer Sternstunde der Menschheitsgeschichte leben, mehrere Generationen Friede und beständige Wohlstandsvermehrung. Nur durch diese Erfahrung konnten wir (erstmals) die Erfahrung machen, dass wir auch ohne Gewalt zu unserem Recht kommen können. Der Großteil der Weltbevölkerung hat diese Erfahrung noch nicht machen können und das gilt auch für Teile der Gesellschaft in sogenannt zivilisierten Staaten…..und wozu einige davon nur kurz davor (in geschichtlichen Maßstäben gerechnet) fähig waren, muss man im Gedenkjahr zur Befreiung von Auschwitz, nach Sebrenica etc., etc. nicht weiter ausführen.
Grüße
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2015
98 Beiträge · seit 200603. Aug. 2015 · #45
Reinhard1951 schrieb:
Jamiroquai schrieb:
...
Man mag die Kolonialgeschichte beurteilen, wie man möchte. Sie ist aber weder verantwortlich für häufige Morde an den Rangern oder auch an den Farmern.
....
Natürlich nicht! Wo wir doch in dieser Zeit versucht haben, mit edlem Gemüt primitiven Völkern unsere Werte zu vermitteln.
Zynische Anmerkungen bringen hier weniger als Sachlichkeit. Die Schutzgebietsverwaltung des Deutschen Reiches hat denjenigen, die Du als "primitive Völker" titulierst, alles andere als Mord und Totschlag beigebracht.
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2015
98 Beiträge · seit 200603. Aug. 2015 · #46
BJ-MAN schrieb:
Und das ist so ein Satz von dir der mich in Rage versetzt und mir zeigt, das du die Zusammenhänge nicht wirklich verstehst.(...)

Du meinst wenn die Afrikaner alle solche Eigenschaften und Werte hätten wie wir Deutschen dann wäre alles in Ordnung und es würde ihnen auch gut gehen
.
Glaubst du das?

Aber wären es dann noch Afrikaner?

Das ist nicht mehr als eine typische Stammtischparole nach 5 Halben.
Vielleicht solltest auch Du die Dinge nüchterner Betrachten. Denn ohne in Rage zu sein, ist die Welt doch direkt klarer.

Dir dürfte hoffentlich nicht entgangen sein, dass auch Beate sicherlich ein wenig überspitzt formuliert hat. Man sollte jedenfalls nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

Aber auch Deine Antwort ist nicht mehr als eine Stammtischparole. Nach wie vielen Halben lasse ich dahingestellt, da ich andere Getränke bevorzuge.

Niemand kann ganz abstreiten, dass Fleiß und Erfolg für die meisten Menschen zusammenhängen. Diejenigen, die durch Lotto oder Erbschaft reich werden, lassen wir mal außer Betracht, denn sie sind nicht in der Mehrheit.

Dass die Arbeitsmoral in Namibia und auch in vielen anderen afrikanischen Staaten nicht dieselbe ist, wie in Deutschland oder überhaupt Europa, ist wohl kaum zu bestreiten. Sicherlich herrschen da auch andere Grundbedingungen, insbesondere was die Bildung angeht. Aber dennoch ist eine Bremse des Wachstums auch der Mensch bzw. seine Mentalität selbst. Und wenn Du nun schlussfolgerst, dass der Afrikaner, der die Arbeitsmoral der Deutschen übernähme, kein Afrikaner mehr wäre, dann votierst Du für den ewigen Kreislauf der Armut. Übrigens nennt sich kein Schwarzafrikaner Afrikaner. Als solche bezeichnen sich mit Doppel-A im südlichen Afrika die "Buren" und diese sind zum größten Teil nicht von dem vorgenannten Kreislauf betroffen.

Insofern solltest Du es akzeptieren, dass in einer freien Gesellschaft auch einmal Mängel angesprochen werden. Wir leben nicht mehr im Stasi-Staat, bei dem lautes Denken zu Brandmarkungen führen konnte.
zuletzt bearbeitet 03. Aug. 2015
723 Beiträge · seit 201103. Aug. 2015 · #47
Jamiroquai schrieb:

Zynische Anmerkungen bringen hier weniger als Sachlichkeit. Die Schutzgebietsverwaltung des Deutschen Reiches hat denjenigen, die Du als "primitive Völker" titulierst, alles andere als Mord und Totschlag beigebracht.
Jeder Herero in Namibia wird dir das sofort bestätigen!
Gruß Reinhard
7'296 Beiträge · seit 200603. Aug. 2015 · #48
Jamiroquai schrieb:
Niemand kann ganz abstreiten, dass Fleiß und Erfolg für die meisten Menschen zusammenhängen. Diejenigen, die durch Lotto oder Erbschaft reich werden, lassen wir mal außer Betracht, denn sie sind nicht in der Mehrheit.
... aber unter den Reichen selbst, sind diejenigen, die geerbt haben, wohl eher doch in der Mehrheit. Viele große Firmen entstehen ja nicht auf der grünen Wiese von jetzt auf gleich, sondern über Generationen hinweg. Und wer hier eine Firma mit 500 Mio Vermögen erbt, der kann faul sein und ein paar fähige Leute einstellen und das Ding läuft.
Die Krankenschwester und der Altenpfleger können fleißig sein, wie sie wollen. Die müssen sogar, denn ohne Zweitjob kommen Viele gar nicht über die Runden.
Dass die Arbeitsmoral in Namibia und auch in vielen anderen afrikanischen Staaten nicht dieselbe ist, wie in Deutschland oder überhaupt Europa, ist wohl kaum zu bestreiten. Sicherlich herrschen da auch andere Grundbedingungen, insbesondere was die Bildung angeht.
... in Afrika laufen die Dinge traditionell ein bisschen anders als bei uns. Bei uns gibt es eine Kranken-, Arbeitslosen-, Renten-, und -Versicherung gegen alles. In Afrika funktioniert das über die Familie und die Verwandtschaft und Freunde. Wer Probleme hat, hilft den anderen. Jeder, der etwas mehr hat, als nötig, gibt denen etwas, die bedürftig sind. So kommen alle über die Runden. Das ist grundsätzlich ein tolles System, von dem erst einmal alle profitieren.
Es bremst jedoch auch. Jeder, der mehr verdient, als er benötigt, hätte es an die Bedürftigen abzugeben. Also tut jeder nur so viel, damit es für alle am Ende reicht. Vereinfacht dargestellt ...

Ausnahme ist die sich entwickelnde "Elite", die jedoch von den alten Traditionen lossagt. Die bringen aber auch nichts voran, sondern schaufeln in die eigene Tasche.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
98 Beiträge · seit 200603. Aug. 2015 · #49
Reinhard1951 schrieb:

Jeder Herero in Namibia wird dir das sofort bestätigen!
Hereros wurden zu Mord und Totschlag an Rangern und Farmern angeleitet?

Ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre geboten. Solche themenfremden Argumente können die hier gestarteten Argumentationslinien nicht stützen, weil sie aus einem vollkommen anderen Zusammenhang gerissen sind.
723 Beiträge · seit 201103. Aug. 2015 · #50
Jamiroquai schrieb:
Reinhard1951 schrieb:

Jeder Herero in Namibia wird dir das sofort bestätigen!
Hereros wurden zu Mord und Totschlag an Rangern und Farmern angeleitet?

Ein bisschen mehr Sachlichkeit wäre geboten. Solche themenfremden Argumente können die hier gestarteten Argumentationslinien nicht stützen, weil sie aus einem vollkommen anderen Zusammenhang gerissen sind.
Aha, "Argumentationslinien" den Bezug auf die Kolonialgeschichte hast wohl eher du hergestellt:
Jamiroquai schrieb:
...
Man mag die Kolonialgeschichte beurteilen, wie man möchte. Sie ist aber weder verantwortlich für häufige Morde an den Rangern oder auch an den Farmern.

(nach Diktat verreist)
Gruß Reinhard
98 Beiträge · seit 200603. Aug. 2015 · #51
Wenn Du noch einmal genau liest, wirst Du erkennen, dass ich in beiden Zitaten einen Zusammenhang zurückgewiesen habe.

Beste Grüße!
3'175 Beiträge · seit 200604. Aug. 2015 · #52
Guten Morgen alle zusammen.

Was ich mich bei dieser Diskussion frage, ist wer schon alles mal in Afrika gelebt und gearbeitet hat?

Wer hat schon einen Freund durch solche Vorkommen verloren.

Wer hat Menschen am Hungertuch direkt gesehen.

Wer hat schon selber Wilderer verfolgt und vielleicht gefangen.

Es gibt einige Moeglichkeiten, das live zu erleben.

Wuensche einen schoenen Tag.

Wir machen jetzt Moringapulver
Gruss Joerg Es gibt NIX, das es nedd gibt
Gast04. Aug. 2015 · #53
Ich finde der Jörg hat recht, zumindest die Meisten betreffend ………. und außerdem, das alles nur weil Jemand zeigen wollte, dass er auch seinen Grill gelesen hat: „Ach,Afrika wann wirst du erwachsen und verantwortungsvoll!!!???"
Grüße
1'457 Beiträge · seit 200604. Aug. 2015 · #54
Leider wurde der Thread mit einem falsch verstandenen Hinweis eröffnet. Zwar haben viele Ranger in Afrika ihr Leben gelassen, die gefährlichste Region für Wildhüter bleibt aber Asien. Hier wurden die meisten der Ranger getötet.

Das macht dann die oben mit Elan geführte Diskussion ein wenig überflüssig ...
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200904. Aug. 2015 · #55
Hallo Konno,
Zwar haben viele Ranger in Afrika ihr Leben gelassen, die gefährlichste Region für Wildhüter bleibt aber Asien. Hier wurden die meisten der Ranger getötet.
Die meisten der offiziell gemeldeten 52 Todesfälle beziehen sich auf Asien. Und genau das hat mich an dieser Ranger Roll of Honor gestört, denn die meisten der afrikanischen im Dienst getöteten Ranger tauchen in dieser Statistik nicht auf. Was aber nicht bedeutet, dass es nur sehr wenige gegeben hat. Wie gesagt, die Dunkelziffer ist sehr hoch.

Hier ein weiterer Fall, der auf deutsch im Gorilla Juli 2015 nachzulesen ist:
10.03.2015: Äthiopien, ZGF-Ranger verliert im Bale Mountains NP beim Versuch ein Buschfeuer zu löschen sein Leben.

To report any ranger deaths or injuries, or to support the widows and orphans of Rangers killed in the line of duty please go to www.thingreenline.org.au

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 04. Aug. 2015
1'580 Beiträge · seit 201411. Aug. 2015 · #56
Hallo Miteinander

Tja viele Ranger leisten wirklich fantastische Arbeit und das gegen eine immer besser bewaffnete Wildererbande.

12 Ranger haben bereits in 2015 ihr Leben gelassen, um die Waldelefanten zu schuetzen...

http://alert-conservation.org/issues-research-highlights/2015/8/10/nineteen-rangers-murdered-trying-to-save-forest-elephants

Liebe Gruesse
Elvira
Safaris in Ostafrika Bush Trucker Tours www.bushtrucker.ch Elvira Wolfer Zubucher- und individuelle Safaris
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200911. Aug. 2015 · #57
Hallo Fomis,

wenn ihr einen Ranger kennt, der sich besonders im Dienst eingesetzt hat, könnt ihr ihn für den Tusk Wildlife Ranger Award vorschlagen.

Hier ein Bericht über die Bekanntgabe des diesjährigen Preisträgers Edward Ndiritu, Führer von Lewa’s Antiwilderei-Einheit, Kenia.

Die weiteren Nominierten kamen aus folgenden afrikanischen Staaten: Südafrika, Namibia, DR Kongo, Uganda, Tanzania, Sambia und Simbabwe.

Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de
zuletzt bearbeitet 11. Aug. 2015
Themenstarter3'700 Beiträge · seit 200909. Okt. 2015 · #59
Mit tiefem Bedauern gibt African Parks den Tod von drei weiteren Rangern des Garamba Nationalparks in der DRC bekannt: Anselme Kimbesa Muhindo, Andre Gada Migifuloyo und Djuma Adalu Uweko und Colonel Jacques Sukamate Lusengo, ein Mitglied der kongolesischen Streitkräfte (FARDC), die die Ranger unterstützen. Die vier Männerhinterlassen ihre Frauen und insgesamt 14 Kinder!
Four men killed by poachers in Garamba National Park, DRC

Gruß
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit www.butterblume-in-afrika.de