Malaria/ Botswana Norden

6 Antworten · 3'567 Aufrufe · gestartet 27. Juli 2015 von BaKlaus
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Themenstarter1 Beiträge · seit 201527. Juli 2015 · #1
Hallo an alle Botswana Erfahrene,

wer könnte uns Auskunft über Malariavorsorge bei Kindern geben?
Welche Vorsorge habt ihr für eure Kinder diesbez. getroffen? Wer hat Erfahrungen
im Schutz ohne die vorherig einzunehmende Prophylaxe?
Wären sehr dankbar für Informationen.
Grüße
BaKlaus
1'450 Beiträge · seit 200627. Juli 2015 · #2
Hallo Klaus,

gerade wenn es sich um Kinder handelt, würde ich nie und nimmer irgendwelche Ratschläge irgendeines Forums beachten.
Die einzige Möglichkeit ist der Termin bei einem Tropenarzt oder in einem Tropeninstitut.

Gruss Beate
7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2015 · #3
BaKlaus schrieb:wer könnte uns Auskunft über Malariavorsorge bei Kindern geben?
... ein fachkundiger (!) Arzt!

Wenn Du Deine Region mitteilst, könnten wir Dir evtl. einen empfehlen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
338 Beiträge · seit 201527. Juli 2015 · #4
Hallo Baklaus
das Thema hatten wir neulich schon einmal
KavangoRiver- Malaria Prophylaxe

Beate ist für Prophylaxe, egal was kommt

Ich sage nein, aber nicht unter allen Umständen.
Wann reist du ? Wohin ? Wie lange ?

Schau Dir mal ein Paar Bilder an im Reisebericht " Kalahari 2013 oder " wie überlebt man ohne Mama"
die meiste zeit ist ein Junge mit 5 Jahren zusehen ohne Prophylaxe, aber auch ohne entsprechende Klamotten.
will nur sagen : auch unsere liebe Mücke braucht ein Umfeld zum Überleben, wo keines ist ......

übrigens: wir waren vor der Reise im Tropeninstitut in München und beim Arzt .
Ergebnis: ohne Prophylaxe kann man dort nicht hin fahren
wir sind ohne dort gewesen für 8 Wochen ohne Probleme, wir hatten aber für den Notfall alles dabei.
Bevor es wieder von vorne losgeht : wir hatten wahrscheinlich nur Glück und die richtige Jahreszeit und dem Kind 60 Tabletten Prophylaxe erspart
Liebe grüße vom anderen Ende des unversöhnlichen Lagers
gerhard
146 Beiträge · seit 200927. Juli 2015 · #5
Wenn du überlegst bei deinem Kind keine Prophylaxe durchzuführen solltest du das nicht tun. Wenn das Kind Fieber bekommt musst du ohne Prophylaxe immer damit rechnen, dass es Malaria sein könnte (außer du bist erst max 7 Tage in einem Malaria Gebiet). Also sofort zu einem (hoffentlich) in kurzer Zeit erreichbaren kompetenten Labor. Das kann schon ganz schönen Stress erzeugen.
Selbst mit Prophylaxe kann eine Malaria nie ausgeschlossen werden , das Risiko einer schnellen und massiven Ausbreitung der Anzahl der Parasiten im Blut ist aber doch um einiges geringer.
Natürlich ist die beste Vorsorge sich in der Dämmerung und in der Nacht nicht von den Biestern stechen zu lassen. Nur leider funktioniert das in der Praxis meistens nicht.

Ciao
Alfred
www.globenomaden.at
284 Beiträge · seit 201427. Juli 2015 · #6
tiffernine schrieb:Wenn das Kind Fieber bekommt musst du ohne Prophylaxe immer damit rechnen, dass es Malaria sein könnte (außer du bist erst max 7 Tage in einem Malaria Gebiet).
Das gilt auch für Erwachsene und mit Prophylaxe. Wie du richtig schreibst bietet Prophylaxe keinen 100%igen Schutz.

Nach meinen persönlichen Erfahrungen gibt es nur sehr wenige/keine Ärzte, die ihre Empfehlungen aus Erfahrung geben, sondern es wird irgendwo nachgeschlagen. Das schließt leider auch Tropeninstitute ein, ist aber auch verständlich, es kann ja nicht jeder Experte für sämtliche Weltregionen sein. Das bedeutet aber auch,alle Empfehlungen sind pauschal, die Anpassung an persönliche Gegebenheiten passiert eher bei den Medikamenten selbst, nicht bei der Notwendigkeit. Bestimmt kommen auch Haftungsfragen ins Spiel, daher wird wohl eher zu viel gewarnt als zu wenig.

Für Malariaübertragung ist das Vorhandensein der Malariamücke zwingend notwendig, daher keine Mücke, keine Gefahr. Ob es zur Reisezeit Mücken hat oder nicht kann vorher keiner sagen, lediglich ob es zu der Zeit wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist. Wenn es vorher geregnet hat kann es Mücken geben und wann es regnet scheint in den letzten Jahren zufälliger geworden sein. Die Mücken alleine reichen aber noch nicht, die Mücke muss auch vorher jemanden mit Malaria gestochen haben. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist umso höher je mehr Menschen und je mehr Einheimische und je älter die Leute. Also je einsamer, desto sicherer.

Letztlich kann dir die Entscheidung keiner abnehmen, ich bin bei mir im Zweifel eher für Prophylaxe, wie ich das bei Kindern sehen würde, kann ich nicht sagen, das Zeug ist ja schon heftig.

Unabhängig davon, ist der beste Schutz nicht gestochen zu werden. In den kälteren Jahreszeiten zieht man abends und morgends eh was an, in den wärmeren ist mir das zu heiß und ich sprühe lieber kräftig als in langen Klamotten zu garen. Persönlich ist bei mir die Gefahr gestochen zu werden beim morgendlichen Toilettengang am größten, man ist noch im Halbschlaf, hat nicht gesprüht und muss notwendigerweise größere Körperteile freilegen.
Auf der letzten Tour hat der Guide behauptet, dass er so gut wie keine Malariafälle mehr kennt und das auch unter der lokalen Bevölkerung kaum noch vorkommt. Kam mir etwas zu optimistisch vor, wäre aber schön wenns stimmt.
franzastische Reisen, Fotos und mehr - https://franzastisch.de
7'296 Beiträge · seit 200627. Juli 2015 · #7
_Matthias_ schrieb:
Letztlich kann dir die Entscheidung keiner abnehmen, ich bin bei mir im Zweifel eher für Prophylaxe, wie ich das bei Kindern sehen würde, kann ich nicht sagen, das Zeug ist ja schon heftig.
... das Zeug ist aber nicht weniger heftig, wenn man es im Falle einer Malaria dann in mehrfacher Dosierung nehmen muss. Und Kinder haben der Krankheit weniger entgegenzusetzen als Erwachsene. Ich habe leider mal mitbekommen, als ein Kind trotz Behandlung im Krankenhaus an Malaria starb. Dauerte von Diagnose bis Tod nicht allzu lange. Ein anderes Mal heilt es vielleicht von selbst aus. Man weiß es vorher nicht. Das Risiko muss jeder selbst abwägen, aber das funktioniert nicht wirklich, wenn man von Anfang an 100% dafür oder dagegen ist. Es sollte situationsabhängig eine Entscheidung getroffen werden.

Gruß
Wolfgang
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