Zwischenlandung in Mailand

33 Antworten · 5'910 Aufrufe · gestartet 26. Juni 2015 von Reiseklaus
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Themenstarter1'086 Beiträge · seit 200926. Juni 2015 · #1
Hallo zusammen,

gestern ist die AIR NAMIBIA Maschine auf dem Flug von Windhoek nach Frankfurt in Mailand zwischengelandet. Weiss jemand Näheres?

Gruß Klaus
663 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 · #2
Auf avherald.com steht zumindest bislang nichts darüber. Da die Maschine nach wenigen Stunden weiter geflogen ist und Abends auch wieder zurück wird es nichts größeres gewesen sein. Evtl. auch nur ein medizinischer Notfall an Board.
Themenstarter1'086 Beiträge · seit 200926. Juni 2015 · #4
Vielen Dank erstmal.

Um welche Art eines medizinischen Notfalls handelte es sich?

Gruß Klaus
2'536 Beiträge · seit 200726. Juni 2015 · #5
Keine Ahnung, das stand dort nicht dabei.
Dürfte aber schwerwiegend gewesen sein, sonst wäre der nicht aus Reiseflughöhe so schnell abgestiegen, vor allem, weil er ja bis Frankfurt nur mehr ~ 30 Minuten Flugzeit gehabt hätte.

Hier übrigens der (durchaus drastische) Sinkflug (sieht man selten sowas):

hdbe44af.png
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
zuletzt bearbeitet 26. Juni 2015
663 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 · #6
Ohne Infos zu haben würde ich da auch auf Herzinfarkt oder ähnlich gravierendes tippen. Einfach so macht man normalerweise keine derart steile Spirale nach unten.
304 Beiträge · seit 200726. Juni 2015 · #7
war im Flugzeug..
Informationen, was genau passiert ist, wurden nicht bekanntgegeben.
Es wurde nach einem Dr. uner den Passagieren vor dem "Sinkflug" gefragt, der sich in den hinteren Teil des Flugzeuges begab.
Das Kabinenpersonal war ebenfalls eifrig bemüht.
Eine Stunde vor Landung in Frankfurt, wurde der drastische Sinkflug, ohne vorherige Ankündigung des Piloten eingeleitet und um ca.7.00 Uhr in Mailand gelandet.
Sofort nach der Landung, kamen Santäter und Polizei an Bord, und blieben sehr lange im hinteren Teil des Flugzeuges.
Es soll sich um eine ältere Frau??gehandelt haben, die dann später auf einer Trage (so ein Passagier) abtransportiert wurde.
Über den Zustand gab es keine Info!
Nach 5 Stunden Aufenthalt im Flieger, wobei der Pilot mehrmals den Wiederstart angekündigt hatte. wurde der Flug nach Frankfurt fortgesetzt.
Air Namibia hat sich während des Zwangsaufenthaltes nicht von seiner besten Seite gezeigt, es gab lediglich Wasser für die Passagiere und sonst nichts.
Irgendwelche Infos Fehlanzeige!!

Gerhard
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zuletzt bearbeitet 26. Juni 2015
663 Beiträge · seit 201526. Juni 2015 · #8
namib schrieb:Nach 5 Stunden Aufenthalt im Flieger, wobei der Pilot mehrmals den Wiederstart angekündigt hatte. wurde der Flug nach Frankfurt fortgesetzt.
Das Problem bei einer unplanmäßigen Zwischenlandung auf einem Verkehrsreichen Flughafen ist dann oftmals, dass man erst mal einen Slot für den Start bekommen muss. Ich hatte den "Spaß" auch schon mal in ähnlicher Form als ein Flug nicht pünktlich rauskam da man mehere Koffer von Do not Show Passagieren wieder ausladen musste und so den eigentlichen Slot verpasst hat. Der Pilot hat sich damals zig mal entschuldigt, hat aber eben gesagt er kann nichst machen außer zu hoffen das er bald einen Slot bekommt. Bis zum Start hatte ich im Entertainment fast einen Film durch 🙁
Air Namibia hat sich während des Zwangsaufenthaltes nicht von seiner besten Seite gezeigt, es gab lediglich Wasser für die Passagiere und sonst nichts.Irgendwelche Infos Fehlanzeige!!
Schade. Wobei man eben gerade gegen Flugende eines Langstreckenflugs vermutlich auch einfach nicht mehr viel an Board hat. Und einfach so den Catering-Truck anrufen geht auch nicht so einfach, zumal auf einem Flughafen den man nicht planmäßig anfliegt und wo man keine entsprechenden Verträge hat.
2'536 Beiträge · seit 200727. Juni 2015 · #9
namib schrieb:
Eine Stunde vor Landung in Frankfurt, wurde der drastische Sinkflug, ohne vorherige Ankündigung des Piloten eingeleitet und um ca.7.00 Uhr in Mailand gelandet.
Im Normalfall gibt man schon eine Info an die Passagiere, durch, aber man sieht, dass es Fälle gibt, wo die zwei da vorne einfach zu beschäftigt sind. Die hatten einfach keine Zeit, eine Durchsage zu machen. Kommt vor, wenn man auf einem unbekannten Flughafen landen muss. Landung erfolgte laut flightradar24 allerdings gegen 8:00 Uhr.
namib schrieb:
Sofort nach der Landung, kamen Santäter und Polizei an Bord, und blieben sehr lange im hinteren Teil des Flugzeuges.
Es soll sich um eine ältere Frau??gehandelt haben, die dann später auf einer Trage (so ein Passagier) abtransportiert wurde.
Über den Zustand gab es keine Info!
Das ist allerdings auch nicht üblich. Auch der Pilot hat da keine Infos, was soll der auch damit. Die sind weiterhin ziemlich beschäftigt ist, den Weiterflug zu planen. Zudem sich das dann schon ziemlich knapp an der erlaubten Einsatzzeit befunden haben muss. Wenn ich mir das so anschaue, lag die Crew da eigentlich schon drüber. Aber vielleicht gelten da die EU-Regeln nicht.
namib schrieb:
Nach 5 Stunden Aufenthalt im Flieger, wobei der Pilot mehrmals den Wiederstart angekündigt hatte. wurde der Flug nach Frankfurt fortgesetzt.
Laut Flightradar.24 erfolgte die Landung um 7:55, der Weiterflug um 12:01. Macht "nur" vier Stunden 😉. Ist für einen derartigen Zwischenfall, der Versorgung, dem Abtransport und dem Warten auf einen Slot am Vormittag eh kein schlechter Schnitt. Hoffe, ihr hattet dann in Frankfurt nicht für den Weiterflug zu "kämpfen".
namib schrieb:
Air Namibia hat sich während des Zwangsaufenthaltes nicht von seiner besten Seite gezeigt, es gab lediglich Wasser für die Passagiere und sonst nichts.
Irgendwelche Infos Fehlanzeige!!
In solchen Situationen geht's jeder Linie extrem schlecht.
Vorräte an Bord sind schon weg, Catering kann auf dem fremden Flughafen nicht eingeladen werden, da keine Verträge bestehen. Die Piloten sind vollends beschäftigt, einerseits zu berechnen, ob sich das mit dem verbliebenen Sprit noch ausgeht, ob man eventuell noch was tanken muss, wie sie sich durch den mittlerweile überfüllten europäischen Luftraum eine Schneise bahnen können, wann sie einen Slot rechnen können, die Crew ist teilweise sicherlich auch ein wenig traumatisiert (auch wenn's ihr Job ist, in solchen Fällen zu helfen).

Wenn die Lufthansa nach einem Interkontinentalflug statt in San Francisco in Salt Lake City runtergeht, wird's ned anders aussehen...

Hoffe, dass der alten Dame der Notabstieg geholfen hat.

lg
Wolfgang
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026
454 Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #10
Tja aber es zaehlt ja heutzutage in ersten linie, dass es einem selber gut geht und man gepampert wird, das machen einem die diversen sendungen im reality ty auch vor. Was mit der alten dame ist interessiert doch nicht. Mich wundert dass sich noch keiner beschwert hat, dass man zwischengelandet ist und nachfragt wie viel einem jetzt an erschaedigung von air namibia zu steht…..
Man sollte froh sein dass einem selbt so was nicht passiert und die 4 stunden aufenthalt wird man auch noch verkraften ohne zusaetzliches essen etc etc
33,1k Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #11
Moin zusammen,
Eine Maschine von Air Namibia ist gestern auf dem Flug von Windhoek nach Frankfurt in Mailand zwischengelandet. Das bestätigte der amtierende Geschäftsführer René Gsponer auf Nachfrage von Hitradio Namibia. Man habe einen Notfall an Bord gehabt. Laut Gsponer hätte die betroffene Passagierin ohne diese Zwischenlandung nicht überlebt. (Quelle: Hitradio Namibia)
damit sollte sich eigentlich die "Beschwerde" ob es nun Schampus oder gar nur Wasser gab erledigt haben...

Nachdenkliche Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
2'060 Beiträge · seit 201327. Juni 2015 · #13
Hallo Wolfgang, vielen Dank für deine Ausführungen, von dieser Seite betrachtet man als Fluggast die Sache eher selten.

Hallo shanti, da ist was Wahres dran!

Danke Christian, für die Info!

Ihr habt alle drei Recht, aber ...

Ich war nicht in diesem Flugzeug, habe aber selbst schon einmal eine Situation erlebt, wo die Maschine eine Stunde vor der Landung in den Sinkflug ging und quasi über den Baumwipfeln bis Frankfurt schlich. Das ist ein sehr mulmiges Gefühl, vor allem wenn man nicht weiß, warum.

Ich denke, im vorliegenden Fall hätte man jedoch spätestens nach der Versorgung und dem Ausladen des Notfalls eine kurze Durchsage machen können - die halbe Minute sollte Zeit sein.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'125 Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #14
Nein, Shanti, nein, nein.
Jeder sieht ein, dass bei Lebensgefahr 'not'gelandet werden muss. Nirgends erkenne ich in den Beiträgen eine egoistische Beschwerde darüber.
Das Problem liegt woanders. Es ist die Information. Natürlich haben die Piloten in dieser auch für sie besonderen Streßstiuation anderes zu tun, aber es gibt ja auch noch weitere Crewmitglieder. Mir ist es einmal im Flieger und gelegentlich bei der Bundesbahn passiert: Man hebt nicht ab oder bleibt (dies eher bei letzterer....) zwei Stunden lang stehen. Gut, kann vorkommen. Aber dann möchte man informiert werden - soweit das möglich ist. Ich habe einmal an die DB einen Brief geschrieben, in dem ich mich für die ausführliche Information (Was ist passiert? Was wird gerade gemacht? Wie geht's weiter? Etc.) bedankt habe (andere Erfahrungen habe ich leider auch gemacht). Und darum geht es, nicht um ein zusätzliches Essen.
Rodrigo
Omnia vincit amor
663 Beiträge · seit 201527. Juni 2015 · #15
Rodrigo schrieb:Das Problem liegt woanders. Es ist die Information. Natürlich haben die Piloten in dieser auch für sie besonderen Streßstiuation anderes zu tun, aber es gibt ja auch noch weitere Crewmitglieder.
Die anderen Crewmitglieder an Board haben erst Recht keine Info. Die Piloten machen ihre Checks an der Maschine, berechnen den notwendigen Treibstoff und lassen ggf. Nachtanken. Alles andere passiert an der Stelle im wesentlichen außerhalb des Flugzeuges, die beteiligten Flugsicherungen (und das muss dann eben wirklich durchkoordniert werden von der Abflugkontrolle MXP, Kontrolle Flugraum Italien, Skyguide Schweiz, Rhein-Radar Karlsruhe bis zur Anflugkontrolle FRA) müssen einfach den nächtsmöglichen Slot finden, in dem die Maschine durch alle Luftkorridore durch kann ohne das einer dieser Korridore überlastet wird. Das geht nicht mal eben so und die Crew an Board kann an der Stelle nur den Slot beantragen und muss dann warten, bis sie einen zugewiesen bekommt.
663 Beiträge · seit 201527. Juni 2015 · #16
dergnagflow schrieb:
Im Normalfall gibt man schon eine Info an die Passagiere, durch, aber man sieht, dass es Fälle gibt, wo die zwei da vorne einfach zu beschäftigt sind. Die hatten einfach keine Zeit, eine Durchsage zu machen. Kommt vor, wenn man auf einem unbekannten Flughafen landen muss. Landung erfolgte laut flightradar24 allerdings gegen 8:00 Uhr.
Zumal der Flugpfad mit der Spirale nach unten auch so aussieht, als hätte man sich wirklich sehr kurzfristig entschieden nach MXP auszuweichen. Gerade bei so einem wohl wirklich extrem kurzfristigen Sinkflug hat die Crew viel anders um doe Ohren als eine Info an die Passagiere zu geben. Und da sollte man auch etwas Verständnis haben, die Sicherheit des Fluges bei diesem kurzfristigen und ungeplanten Manöver und die schnellstmögliche ärztliche Versorgung der Passagierin ist an der Stelle nun einmal deutlich wichtiger als die Information der anderen Passagiere.
namib schrieb:Sofort nach der Landung, kamen Santäter und Polizei an Bord, und blieben sehr lange im hinteren Teil des Flugzeuges.
Solange es eine Versorgung an Board gab kann die Crew natürlich leider auch den Weiterflug nicht abschließend planen, da man nicht weiß wie lange die Versorgung noch dauert.
dergnagflow schrieb:Zudem sich das dann schon ziemlich knapp an der erlaubten Einsatzzeit befunden haben muss. Wenn ich mir das so anschaue, lag die Crew da eigentlich schon drüber. Aber vielleicht gelten da die EU-Regeln nicht.
Ja, das hat mich auch schon gewundert.
2'060 Beiträge · seit 201327. Juni 2015 · #17
Ich würde auch keine ausführliche Information verlangen, wie es weitergeht, aber wenn eine außerplanmäßige Landung erfolgt, hat man als Passagier Angst - sei es vor technischen Problemen, Terroranschlag oder sonstwas, das einen selbst gefährden könnte. Theoretisch könnte sich ein Passagier darüber so aufregen, dass er auch zum medizinischen Notfall wird.

Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass einer der Crew eine halbe Minute Zeit haben sollte, beim Landeanflug zu sagen, dass man einen medizinischen Notfall an Bord hat. Damit wäre ich als Passagier beruhigt und zufrieden.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'155 Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #18
Berg-Eule schrieb:

Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass einer der Crew eine halbe Minute Zeit haben sollte, beim Landeanflug zu sagen, dass man einen medizinischen Notfall an Bord hat. Damit wäre ich als Passagier beruhigt und zufrieden.
...also ich kann mir nicht ganz vorstellen, dass keine Durchsage gemacht wurde. Vielleicht einfach nur in Englisch... und das wurde nicht verstanden ..?...lg tom
454 Beiträge · seit 200627. Juni 2015 · #19
Es wurde ja geschrieben, dass nach einen arzt gefragt wurde….und damit weiss man in der regel es gibt ein medizinisch problem….und fertig…..aber es wurde ja sich wieder mal aufgeregt dass nicht ins kleinste die geilheit nach sensation befriedigt wurde und dazu haeppchen gereicht wurden….wie oftmals eben, wenn man nicht selbst ist der dort liegt und ums leben kaempft…ist das gleiche wie die gaffer auf den strassen…
2'536 Beiträge · seit 200727. Juni 2015 · #20
Berg-Eule schrieb:
Ich bleibe bei meiner Ansicht, dass einer der Crew eine halbe Minute Zeit haben sollte, beim Landeanflug zu sagen, dass man einen medizinischen Notfall an Bord hat. Damit wäre ich als Passagier beruhigt und zufrieden.
Wenn in Reiseflughöhe aus dem Cockpit die Frage nach einem Arzt an Bord gestellt wird und kurze Zeit später das Flugzeug in einen steilen Sinkflug über geht und ein wenig später landet, dann kann man sich doch ungefähr zusammenreimen, dass es da einen medizinischen (und keinen technischen) Notfall gegeben hat.

Und sorry, aber während *dieses* ungeplanten und sehr zügigen Landeanflugs war sicherlich keine Zeit. Da wurde sicherlich ein Mayday abgesetzt, worauf die Piloten dann alle Hände voll zu tun hatten. Kommunikation mit den Lotsen, mit dem Airport Mailand, Heraussuchen der Anflugverfahren für den unbekannten Flughafen, Stress wegen der ungeplanten Situation, steiler Sinkflug durch einige Korridore, etc. Die Crew im Sektor, wo die Dame war, hat ebenfalls viel zu tun und die vorne können und dürfen ohne Info seitens des Cockpits auch nicht einfach was durchgeben.

Eine Info an die Passagiere ist das letzte in der Reihenfolge beim Fliegen. Nett, wenn mal Zeit ist, aber zum sicheren Fliegen und Landen nicht zwingend erforderlich. Mag dem einen oder anderen missfallen, ist aber einfach so.
Mit Peanut und Glück auf Namibia-Tour - RB 2015 Öfter Mal was Neues - Kaokoveld Februar 2026