zwischen Bungalow vier und sechs befindet sich die Badewanne der Vögel. In der Nähe liegt ein größeres Ausflugsschiff von der Lodge. Man kann sich dort auf den Boden zwischen die Bänke setzen und ist so gut getarnt.
Heute ist mal wieder Fahrtag durch den Sambesi. Unser Ziel für die nächste Nacht ist die Hakusembe River Lodge.
Kurz hinter Rundu sehen wir einen Friseurladen, wenn ich das vorher gewusst hätte, wären wir etwas früher im Camp Kwando losgefahren, hier werden nämlich keine Termine vergeben.
In der Hakusembe Lodge werden wir freundlich mit einem Erfrischungsgetränk empfangen und sollen Chalet Nr. 17, welches direkt am Eingang liegt bekommen. Freundlich aber bestimmt lehnten wir diesen Bungalow ab, denn dort hätten wir selbst den Empfang für die neu ankommenden Gäste machen können. Nach kurzer Überlegung vom Management wurde uns der Bungalow Nr. 12, welcher ganz am Ende der Anlage, kurz vorm Campingplatz, liegt angeboten.
Ich kann nur sagen wir waren baff, dieser Bungalow ist wohl einer der Besten, die es dort gibt. Riesengroß, absolut Klasse, tolles Zimmer mit Holzboden, wie neu und mit separater Dusche und separatem WC. Einfach traumhaft zum Wohlfühlen.
Direkt gegenüber der Lodge, kann man auf ein Dorf in Angola blicken.
Unser heutiges Ziel ist die Damara Mopane Lodge bei Khorixas.
Blaue Stunde
Auf dem Weg
Kurz hinter Rundu kommen wir an einem Straßenstand mit Holzautos und Holzhelis vorbei. Wir finden das Spielzeug sehr dekorativ, besonders die Camper haben es uns angetan. Wir fahren zwar damit nicht herum, aber als Deko sind sie unschlagbar. Als wir uns über den Preis einig waren, kam von den Verkäufern der Wunsch nach T-Shirts und Schuhen. Daraufhin zeigte ich meine Turnschuhe, die ich trug und danach war das Gelächter sehr groß, denn meine Schuhe waren schon an einigen Stellen eingerissen. Wir durften dann noch einige Fotos machen und verabschiedeten uns.
In Grootfontein hielten wir und kauften dort im gut sortierten Spar für die Tage im Kaokoveld ein. Was wir im Spar nicht bekommen haben, holten wir uns noch im Pick n Pay, den es auch in Grootfontein gibt.
Über Otjiwarongo und Outjo erreichten wir kurz vor Sonnenuntergang unser Ziel.
Jeder Bungalow in der Damara Mopane Lodge hat einen eigenen schönen Garten mit Blumen oder Kräutern und verschiedenen Skulpturen. Die Lodge ist zwar groß und mit vielen Gruppen belegt, hat uns aber gut gefallen und zu einem Zwischenstop ist sie bestens geeignet. Preis und Leistung stimmt.
Maskenbülbül
In der Mittagszeit erreichten wir die Khowarib Lodge. Unsere Freunde Anne und Dieter erwarteten uns schon. Leider ist etwas dazwischen gekommen und sie mussten Ihre Tour ändern und konnten uns nicht begleiten. Anne und Dieter fuhren nach Okaukuejo und konnten dort viele Löwen sehen. Wir fuhren also alleine ins nicht mehr ganz so ursprüngliche Kaokoveld. Die Zivilisation mit all ihren Vorzügen, aber besonders mit den Nachteilen, reicht immer mehr in das Kaokoveld. Dörfliche Strukturen die es gab sind plötzlich verschwunden, Traditionen gehen verloren. Nur innerhalb von einem Jahr ist der "Fortschritt" auch hier angekommen.
Nach einem kurzweiligen Nachmittag zu viert trafen wir Waylan wieder. Als wir ihm sagten, dass wir, trotz gegenteiliger Meinung es letztes Jahr geschafft hatten an einem Tag vom Etamburo Camp nach Epupa Falls über die D3707 zu fahren, erinnerte er sich sofort an uns. Er machte uns dann den Vorschlag, dass wir uns nach dem Abendessen noch einmal treffen. Wie verabredet trafen wir uns nach dem Abendessen an der Bar und Waylan schenkte uns noch eine geographische Landkarte vom Kaokoveld im Maßstab 1:250000.
Noch kurz zur Khowarib Lodge. Für uns der ideale Startpunkt ins Kaokoveld, Waylan kennt sich dort sehr gut aus und ist ein sehr guter Tourguide. Natürlich ist auch unser Zimmerwunsch in Erfüllung gegangen. Wir hatten wie letztes Jahr Nr. 9
Morgens um halb sieben geht es wieder los. Wir fahren nach Sesfontein, tanken unseren Hilux noch mal randvoll und machen uns auf den Weg nach Purros über die D3707.
ins Kaokoveld
Doch was für ein Unterschied zum letzten Jahr, kein Wellblech und keine tiefen Löcher. Die ganze D3707 ist bis Orupembe gegrätert. Es ist total einfach ins Kaokoveld zu fahren. Unterwegs machen wir einen kurzen Stop bei einem Autowrack mit dem Baum der daraus wächst. Dort ist ein Schild zu finden und darauf steht als Zeichen: "Hände weg". Unter diesem ist ein Eingangsloch von einem Tierchen. Welches es ist, möchten wir nicht wissen. Die Warnung davor ist eindeutig genug.
In Purros die Flußdurchquerung geht ebenfalls sehr einfach. Waren letztes Jahr noch in alle Himmelsrichtungen Fahrspuren und selbst das Navi wußte nicht welche Spur man nimmt, war es dieses Mal völlig anders. Nur eine Spur führte direkt über den Fluß und das Navi zeigte auch keinen anderen Weg ( mein letzte und einziges Update der T4A Karte war im Movember 2013 ). Man kann allerdings nicht mehr durch die Elefant Lodge fahren, der hintere Eingang ist mit Baumstämmen gesperrt worden. Es ist aber eindeutig ein Weg zu erkennen, wo es weitergeht.
Schon am frühen Nachmittag erreichen wir das Etambura Camp. Da wir die einzigen Gäste an diesem Tag waren, durften wir uns einen Bungalow aussuchen. Da wir Nr. 5 als Wunsch schon in der Buchung angegeben hatten, haben wir ihn auch bekommen.
Anschließend sind wir auf die Veranda, haben Kartoffeln gekocht und unser Essen zubereitet.. Im Etambura Camp auf der Verranda, während dem Abendessen, mit Sundowner den Sonnenuntergang genießen zu dürfen, ist ein Highlight der besonderen Art. Gut dass wir noch weitere zwei davon hier haben.
Kurz nach sechs sind wir wieder aufgebrochen, um über den Rooidroom Pass, ist ein Grad 3 Pass ( van Zyls Pass ist Grad 4 ) unser erstes Ziel, die rote Tonne zu erreichen.
Der Pass gehört wohl noch zu den wenigen wirklichen Herausforderungen an den Fahrer und das Fahrzeug. Manche wählen allerdings den einfacheren, aber weiteren Weg über die blaue Tonne nach Orupembe und umgekehrt in das Marienflußtal oder in die Hartmannberge.
Landschaft, wohin das Auge sieht, einfach wunderbar.
Wie das so ist bei einem Fotostop. Man bleibt genau da stehen, wo man den besten Blick auf die Landschaft hat. Steigt aus dem Auto und versucht den Blickwinkel zu optimieren, auf einmal hört man nicht nur das Auslösegeräusch von der Kamera, sondern ein Motorengeräusch ertönt, was sehr schnell immer lauter wird. Da wir nicht wissen, wer da so morgens um sieben ebenfalls schon Richtung Rooidroom Pass unterwegs ist, setzen wir uns mal lieber ins Auto und warten ab, wer da kommt. Kaum zu glauben, es ist die Polizei. Und die muß auch noch die "Straße" verlassen um an uns vorbei zu fahren. In Höhe unseres Seitenfensters bleibt der Wagen stehen, wir lassen auch die Scheibe herunter und wünschen einen guten Morgen. Nicht ganz so freundlich war die Antwort des Polizisten: Wenn wir das nächste Mal stehen bleiben, sollen wir dies nicht einfach auf der Straße tun und diese blockieren, denn in Namibia ist das Halten nur abseits der Straße erlaubt.
Spontan gab natürlich Ingrid dem Polizisten Recht und antwortete: "Bei diesem hohen Verkehrsaufkommen hier im Kaokoveld ist es auch sinnvoll und beim nächsten Fotostop werden wir uns selbstverständlich an die Verkehrsregeln halten".
Die Polizisten setzten ihre Fahrt fort und beließen es bei einer mündlichen Verwarnung.
Von der roten Tonne sind wir zu blauen Tonne gefahren und anschließend noch zur orangenen Tonne. Danach noch ca 10 km weiter Richtung Hartmannsberge Dieser Tag war geprägt von Landschaft und drei Tonnen in verschiedenen Farben.
Ingrid sammelt weltweit Sand
Es begegneten uns an diesem Tag drei Tourifahrzeuge, die Polizei und ein Arbeiter-LKW. Sollte es zu einer Autopanne kommen, ist man nicht lange alleine.
Zwei Tourifahrzeuge fuhren vor uns über den Rooidroom Pass. Ein Foto zeigt besonders gut, wie schwierig der Pass zu befahren ist.
Teil 2705. Aug. 2015
Es ist immer noch der 14.05.15
Am späten Nachmittag besuchten wir das Himbadorf unterhalb des Etambura Camps und durften dort fotografieren.
Dazu eine kurze Erklärung: Bei unserem ersten Aufenthalt hatten wir letztes Jahr Kinder beim Ziegenhüten am frühen Morgen fotografiert. Es war eine schöne Begegnung in einem ganz besonderen Licht.
Foto von 2014
Zu Hause überlegten wir, wie wir den Kindern eine Freude machen könnten. Wir ließen einige Bilder in Postergröße anfertigen. Packten diese in eine Pappröhre und in der Vorfreude auf eine neue Begegnung, nahmen wir die Fotos mit.
Was soll ich sagen, noch nie hatte jemand solche Fotos mitgebracht. Die Aufregung und Freude war groß.
Ein Kind freute sich besonders über das Poster, das wir ihr mitgebracht hatten.
Außerdem nehmen wir für die Kids, die wir unterwegs treffen kleine Überraschungen mit. Wir verteilten die Geschenke und freuten uns mit den Kindern.
Am übernächsten Tag hatten wir noch eine außergewöhnliche Begegnung mit einem von uns mitgebrachten Püppchen. Später mehr dazu.
Wieder zurück im Etambura Camp, aßen wir „runde“ Kartoffeln und Biltong. Ach wie schön, wir haben morgen noch einen Sonnenuntergang hier auf unserer Terrasse.
Durch das Marienflußtal bis Camp Syncro am Kunene dem Grenzfluß nach Angola
Wir passieren wieder den Rooidroom Pass, unser Hilux kennt mittlerweile die ideale Linie und wie auf Schienen überqueren wir den Pass.
Die rote Tonne lassen wir links liegen und fahren Richtung Marienflußtal.
Blick zurück auf den Rooidroom-Pass
Ein Himba-Mann begegnet uns, den wir gegen einen Obolus in Form von Tabak, Streichhölzer und Salz fotografieren durften.
Wir verabschieden uns und fahren weiter. Bald treffen wir auf eine kleine Himba-Siedlung. Auch hier dürfen wir fotografieren.
Teil 2912. Aug. 2015
15.05.15
Wir verabschieden uns von den Himbas und fahren weiter Richtung Kunene.
Die Landschaft ist einfach traumhaft, es öffnet sich vor unseren Augen das unendlich weite Marienflußtal, das Gras schimmert grün und Viehherden kreuzen unseren Weg.
Gegen Mittag erreichen wir Camp Syncro.
Die jungen Schweizer Besitzer: Ryan und Sarah Christinger empfangen uns freundlich und zeigen uns stolz ihre Anlage, die sie seit 16 Monaten betreiben. Übernommen haben sie das Camp nach einem Hochwasser und Brandschaden. Es gibt fünf Campingstellplätze und beide bauen voller Tatendrang und Eigeninitiative, natürlich auch mit Hilfe von Arbeitern, gerade zwei Chalets für Gäste wie uns, die nicht mit einem Camper unterwegs sind.
Die Chalets werden ganz traditionell gebaut. Dung, Lehm und Schieferstein wird benutzt, der in den Nahen Hartmannbergen geholt wird. Beide Chalets haben riesige Fenster. Eines mit direktem Blick auf den Kunene und das andere mit Gartenblick. Man sieht aber nicht nur in den Garten, sondern auf eine schöne Badewanne für zwei, die Ryan extra aus Windhoek geholt und über den Rooidroom Pass gebracht hat. Man muß sich mal vorstellen, man quält sich mit einem Auto über den Pass und von der anderen Seite begegnet man einem Geländewagen mit einer Badewanne auf der Ladefläche. Die Bungalows werden nach Fertigstellung sicherlich wunderschön. Auch ihre Philosophie, lieber zwei große und im Detail ausgereifte Chalets zu bauen, anstatt auf Masse zu setzen ist sehr zu begrüßen und kommt dem Gebiet Kaokoveld nur zu gute. Wir hoffen, dass all ihre Mühe belohnt wird und das möglichst oft ihre fünf Stellplätze und zwei Chalets ausgebucht sind.
Wir haben wieder eine neue Unterkunft für unsere nächste Reise gefunden. So wird es uns dann möglich sein die schöne Landschaft dort im Norden bei besserem Morgenlicht fotografieren zu können.
Gut gelaunt und voller neuer Eindrücke machen wir uns wieder auf den Rückweg und bezwingen zum letzten Mal den Rooidroom Pass. Von Nord nach Süd ist er etwas schwieriger zu fahren. Beim Anstieg habe ich das Gefühl, dass stellenweise die Räder leicht durchdrehen. Letztendlich ist der Pass aber kein Problem für den Hilux. Im ersten Kriechgang und mit ca. 1500 bis 1800 Umdrehungen meistert er jede schwierige Stelle.
An der Marble Mine bleiben wir noch kurz stehen und besichtigen den stillgelegten Marmorsteinbruch. Waylan erzählte uns schon in der Khowarib Lodge, dass sein Großvater dort Marmor abgebaut hat. Da die Qualität immer schlechter wurde, lohnte sich der Aufwand bald nicht mehr und die Mine wurde geschlossen.
Wieder zurück im Etambura Camp
steht ein Safarifahrzeug von T........... Safari auf unserem Parkplatz. Ein Reiseleiter und vier Franzosen sind für eine Nacht dort angekommen. Da wir noch einmal Kartoffeln kochen wollen, nehme ich mir den großen Topf, fülle ihn mit Wasser und Kartoffeln und stelle ihn auf das Feuer, was gerade von den Angestellten angezündet worden ist. Anschließend setzen wir uns auf unsere Terrasse und machen es uns bequem.
Heute soll es nur Kartoffeln geben, wir haben noch Frischkäse, Oliven, Gurken und Silberzwiebeln im Glas. Dazu natürlich Biltong und ein gutes Getränk. Genau richtig für unseren letzten Abend hier.
Da ich noch etwas in unserem Bungalow holen wollte, lasse ich Ingrid alleine.
Als ich zurückkomme sehe ich den Reiseleiter wie ein aufgescheuchtes Hühnchen hin und her laufen. Es paßt ihm nicht, dass wir den großen Topf genommen haben und auf der Sundownerplattform sitzen. Anstatt uns zu fragen, ob wir etwas zur Seite rücken können, damit ein weiterer Tisch für fünf dort aufgestellt werden kann, weiß er gar nicht, was er alles anstellen kann, um uns den Nachmittag zu verderben. Als erstes nimmt er die einzige Bratpfanne mit und versteckt sie, damit wir nichts braten können. Er konnte ja nicht wissen, dass wir das sowieso nicht vor hatten.
Dann geht er auf die Plattform und stellt sich direkt vor Ingrid in die Sonne. Anschließend nimmt er sich einen Stuhl, hat natürlich gefragt, und setzt sich zwischen uns und die untergehende Sonne.
Da uns dies alles nicht interessiert, gibt er bald auf und verläßt die Location mit einer Mimik im Gesicht, die jeden seiner Reisegäste das Frösteln gelehrt hätte.
Ein Wort nur und wir wären selbstverständlich mit unserem Tisch zur Seite gerückt und wir alle hätten den Sonnenuntergang genießen können. Na ja, wir waren nicht traurig darüber und haben uns unseren schönen Sundowner nicht verderben lassen.
Um 06:00h geht es los. Diesmal hat der Reiseleiter schon sehr früh auf der Sundowner Plattform den Tisch für ein Frühstück für fünf Personen aufbauen lassen. Er wollte wohl verhindern, dass wir uns dort hinsetzen um zu frühstücken. Wie an jedem Morgen in Etambura, sind wir auch heute ohne Frühstück gestartet. Wir wollen wieder in das Himbadorf unterhalb vom Camp fahren um beim besten Morgenlicht zu fotografieren. Hier waren wir schon bekannt und willkommen.
Etambura erwacht Teil 1
Diese ersten Morgenstunden in einem Himbadorf erleben zu dürfen war ein Highlight unserer Reise. Wer weiß wie lange das so noch möglich ist. An diesem Morgen durften wir uns frei im Dorf bewegen. Nach einiger Zeit wurden wir nicht mehr beachtet und es gelangen uns ein paar schöne Aufnahmen.
Der Dorfchef beim Tee trinken
Tee wird gekocht
Das Frühstück beginnt
Teil 3116. Aug. 2015
Etambura erwacht Teil 2
Nach dem morgendlichen Frühstück hatten die Kinder die Aufgabe die kleinen Ziegen von ihren Müttern zu trennen und hinter einen Baum zu legen. Die Ziegenherde wird dann von den größeren Kindern zum weiden in das Feld geführt.
Weitere Eindrücke aus dem Dorf
Der Dieb
Teil 3216. Aug. 2015
Etambura erwacht Teil 3
Bei unserem ersten Besuch vor zwei Tagen hatten wir als Geschenk auch kleine Püppchen mitgebracht. Die Kleider der Püppchen wurden schnell entsorgt. Alle Augen richteten sich auf die Mädchen, die mit Stolz ihre Geschenke allen zeigten. In den Augen der anderen war kein Neid zu erkennen, sondern neugierige Blicke auf das exotisch anmutende Mitbringsel.
Die Nachbarn kommen zu Besuch
Huckepack mit Ziege
Kurz vor neun entstand plötzlich ein reges Treiben. Was ist los ?
Ahh, die Gruppe mit dem netten Reiseleiter kommt vom Berg herunter. Ein Stopp am Verkaufsstand der Himbas gehört natürlich auch dazu.
Die Himbafrauen im Dorf hatten es plötzlich eilig. Irgendwie war die idyllische Stimmung des Morgens plötzlich verschwunden. Sie rafften ihre Tücher mit Schmuck zusammen und rannten zu den neu angekommenen Besuchern an die Straße. Zufrieden mit unseren Fotos haben wir uns verabschiedet und uns auf den Weg zur nächsten Ebene gemacht. Dort angekommen fanden wir ein paar schöne Fotomotive und Fiffi war bester Laune.
Wir saßen wieder im Auto und fuhren langsam los, als wir im Hintergrund das Safarifahrzeug von Tatekuru Safari auf uns zukommen sahen.
In einem Affentempo mit ca. 80km/h hat er uns auf der breiten Ebene überholt und zeigte uns im vorbeifahren seinen Mittelfinger. Bis heute wissen wir nicht, was ihn dazu veranlasste. Wir gehen mal davon aus, dass solche Reiseleiter nicht damit zurechtkommen, wenn nicht alle nach deren Pfeife tanzen. Toleranz, Flexibilität und Freundlichkeit war zumindest bei diesem Menschen nicht vorhanden.
Fast automatisch, ohne lange darüber nachzudenken, habe ich spontan meinem Toyota Hilux 2,5 D die Sporen gegeben, wir sind ja schließlich im Wilden Westen. Die Pferdestärken des Hilux liefen prompt zur Höchstform auf und ließen den Sand nur so fliegen. Ziemlich schnell habe ich ihn auf der langen Geraden um etwa eine halbe Wagenlänge überholt und ihm ebenfalls leicht lächelnd zugewunken. So steuerten wir gemeinsam auf einen Engpass zu, wo unmöglich zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren konnten.
Das Foto vom Engpass hat mir freundlicherweise take-off zur Verfügung gestellt, da wir an dieser Stelle die Kamera nicht so schnell fokussieren konnten.
Teil 3316. Aug. 2015
BMW schrieb:
....Du machst es ja richtig spannend........ 😄 😄 😄 😄
Die Fahrt geht weiter..... mit Variante 1
Da niemand nachgeben wollte, kam was kommen mußte...............
Wir durften unsere sieben Sachen packen und uns zu Fuß auf den langen Weg nach Opuwo machen
oder..... geht es mit Variante 2 weiter
Ich bin vom Gas gegangen, denn sich mit einem namibischen Reiseleiter anzulegen bringt nichts 🙂
oder..... ist Variante 3 zutreffend
Ich bin nicht vom Gas gegangen.
Teil 3417. Aug. 2015
Variante 3 ist richtig.
Ich bin nicht vom Gas gegangen.
Den Engpass passierte ich als erster und das Spielchen ging so weiter… er versuchte zu überholen und ich gab noch mehr Gas.
Eine Weile blieb ihm nichts anderes übrig als hinter mir zu bleiben. Als sich dann mal wieder eine Überholmöglichkeit ergab, ließ ich ihn wohlwollend vorbei fahren.
Wir wollten ja noch ein paar Fotos machen.
Dieses Jahr wollten wir auch dem Himbadorf an der D3707 wieder einen Besuch abstatten. Auch für die Bewohner von diesem Dorf hatten wir Fotos dabei und natürlich auch Lebensmittel wie Mehl, Öl und Salz. Das Dorf existiert zwar noch, aber leider ist auch hier die „Zivilisation“ mit all ihren negativen Einflüssen angekommen. Fast alle Himbas sind westlich aber ärmlich gekleidet. Unser stolzer Dorfchef nur noch ein Häufchen seiner selbst. Angetrunken saß er mit seinen Freunden unter einem Baum. Wir verteilten unsere Fotos, die wir mitgenommen hatten und machten ihm damit eine Freude. Sein altes Lächeln kehrte für einen kurzen Moment auf sein Gesicht zurück.
Der prächtige Kopfschmuck, den ich letztes Jahr bei der Frau gesehen habe fehlt leider. Vielleicht hat sie ihn verkauft. Wieder ist ein Stück Tradition abhanden gekommen.( siehe meinen Reisebericht: den Wolken immer... Seite 6/ oder 16 mit Sonne)
Wir machten noch Bilder und setzen unsere Fahrt fort.
Auch die Straße hier war kein Vergleich mehr zum letzten Jahr. Frisch gegrätert und gut zu fahren.
Wir trafen noch eine Frau die am Flussufer saß, dort ein Loch gegraben hat und Wasser schöpfte.
Gegen halb vier erreichten wir Opuwo. Wir sind zuerst an die Tankstelle gefahren. Das Reservelicht vom Dieseltank leuchtete schon lange.
Von Sesfontein Tankstelle bis Opuwo Tankstelle sind wir 780 Km gefahren und in Opuwo haben wir 80,94 Liter Diesel getankt. Genauso wie im letzten Jahr auch, haben wir unseren Reservekanister nicht benötigt.
Übernachtet haben wir in der Opuwo Country Lodge. Die Zimmer sind einfach, aber o.k. Das Abendessen wurde serviert. Es gab Kudusteak, mindestens drei Zentimeter dick und auf den Punkt gebraten. Bis jetzt das Beste was wir in diesem Urlaub gegessen haben.
Heute ist wieder Fahrtag. Wir wollen ins Erongogebirge und dort übernachten. In der Erongo Wilderness Lodge gab es ein 3 zu 2 Angebot. Wir haben schon kurz nach Buchung eine Mail in die Lodge geschickt mit dem Wunsch, dass wir Zelt Nr. 6 bekommen. Dieses ist das letzte Zelt, ganz weit oben am Berg. Man kann dort völlig ungestört sonnen und faulenzen und hat eine schöne Private Atmosphäre. Einfach genial.
Nach dem Frühstück in der Opuwo Country Lodge sind wir aufgebrochen. Über Kamanjab sind wir nach Outjo gefahren. Wir passierten zwei Polizeikontrollen, mein Führerschein und die Pässe wurden kurz kontrolliert, das Nummernschild aufgeschrieben und schon konnten wir wieder weiterfahren. Um 12:00h haben wir uns ein letztes Mal mit unseren Freunden Anne und Dieter auf einen Kaffee und Apfelsaftschorle in einem Café in Outjo getroffen.
Über Kalkfeld haben wir am Nachmittag unser heutiges Ziel erreicht. Zum Glück hatte sich für die nächsten Tage kein Hochzeitspärchen angekündigt, denn Zelt Nr. 6 ist das Honeymooner-Zelt.
Ein paar Zaungäste gab es von unserem Zelt aus doch zu sehen.
Wir sind mal wieder um 05:00h aufgestanden, haben unser bestelltes Frühstückspacket abgeholt und an die Spitzkoppe gefahren, um noch im Morgenlicht den Bogen zu fotografieren.
Die Fahrt dauerte dann doch länger als wir dachten. Erst um 08:25h sind wir an der Spitzkoppe angekommen,wie gut dass wir schon gegen halb sieben losgefahren sind. So kamen wir genau zur richtigen Zeit an. Der Bogen präsentierte sich im besten Licht.
Spitzkopp-Hase
Nach unserem Frühstück an der Spitzkoppe sind wir Richtung Ameib Lodge aufgebrochen um zu Bulls Party zu fahren. Kurz vor dem Ziel, wir waren schon auf dem Gelände der Ameib Lodge, haben wir es uns aber anders überlegt. Es war mittlerweile Mittag, die Sonne stand am Höchsten und tolle Fotos wären nicht entstanden. Wir waren 2010 schon einmal dort und hatten die Gelegenheit bei schönem Morgenlicht dort Fotos zu machen.
Stattdessen sind wir nach Omaruru gefahren und haben im Spar eingekauft. Was wir dort in einem Regal fanden hat sich gelohnt.
Es war ein Glas: „we live without fear“
Das mussten wir natürlich sofort kaufen. Zwei Tage später versüßte es unser Frühstück.
Wieder zurück in der Erongo Wilderness Lodge fanden wir noch ein paar schöne Motive.
Heute bleiben wir in der Erongo Wilderness Lodge. Hier in den Bergen gibt es mit die schönsten Sonnenaufgänge in Namibia.
Anschließend frühstücken wir lange und fotografieren dabei die Vögel in den Bäumen.
Rosenpapagei
No Photo
Da die Papageien nicht mehr fotografiert werden wollten, wendeten wir uns den anderen Vögeln zu.
Kapammer
Graukopfsperling, danke jaffles
Den restlichen Tag verbringen wir ganz entspannt auf unserer Terrasse, genießen die Ruhe und machen das was sonst zu kurz kommt. Einfach mal ausruhen und faul in der Sonne liegen.
Zaungast
Zum Sonnenuntergang setzen wir uns ins Auto und fahren vor das Lodge Gelände um von dort noch ein paar Fotos zu machen.
Heute fahren wir nach Walvis Bay in das Oyster Box Hotel. Wir haben uns gegen Swakopmund entschieden, weil wir schon morgens bei den Flamingos und Pelikanen sein wollten, ohne vorher noch einen langen Anfahrtsweg zu haben.
Aber es gibt erst einmal Frühstück mit Fiffi und Tinochika.
Ein Papagei lässt sich auch noch einmal fotografieren.
Unsere heutige Route führt uns am Brandberg vorbei auf der D2342 und anschließend auf die D2303, die uns auf die C34 führt. Dieses Mal hatten wir keinen Reifenplatzer wie 2011, sondern sind gut durchgekommen. Die zwei D-Straßen waren frisch gegrätert und in einem guten Zustand.
Kurz vor dem Abzweig auf die Salzstraße nach Cape Cross sagte Ingrid ich soll stehen bleiben und zurückfahren. Sie hatte eine riesige Welwitschia mit vielen Blüten gesehen.
Aber, was soll ich sagen, nicht die Welwitschia war die Überraschung. Nein, es kam besser. Unser erstes selbst entdecktes Chamäleon hat sich dort zum Mittagessen aufgehalten. Welch ein Ereignis!
Noch am Vormittag in der Erongo Wilderness Lodge zeigten uns zwei Urlauber Fotos von einem Chamäleon, welches Ihnen früh am Morgen über den Weg gelaufen war. Niemals hätten wir in diesem Moment gedacht, dass wir auch ein solches Glück haben könnten.
Nach diesem tollen Erlebnis setzten wir unsere Fahrt fort und fuhren nach Cape Cross. An der Küste angekommen, hatten wir einen Temperatursturz. Es erwartete uns Nebel und Feuchtigkeit, all das was wir bisher nicht gewohnt waren. In Cape Cross hatten sich wieder tausende von Robben eingefunden. Große und kleine, freche und niedliche.
Gegen 18:30h haben wir in der Dunkelheit das Oyster Box Hotel erreicht und Zimmer Nr. 9 bekommen.
Teil 3916. Sept. 2015
21.05.15
Nach einem guten Frühstück erwarteten uns in der Lagune tausende von Flamingos und einige Pelikane. Dicht an dicht hielten sie sich in Ufernähe auf. So konnten wir die „rosa Wolken“hervorragend fotografieren.
Anschließend sind wir zum Leuchtturm und Pelicans Point Hotel gefahren. Vorbei an der Salzfabrik haben wir uns in den Tiefsand gewagt. Auf dieser Strecke habe ich zum ersten Mal während unserer Urlaube in Namibia den Reifendruck auf ca. 1,5 bar reduziert. Es führten sehr viele Spuren zum Leuchtturm. Die Sicht war aber relativ gut und so gelangten wir schnell zu unserem Ziel.
Geplant war ein Besuch vom Pelikan Point Hotel. Wir wurden jedoch nicht in das Hotel vorgelassen. Ein Angestellter der nachgefragt hatte sagte uns, dass sich sein Chef gerade in einem Meeting befindet und so leider keine Zeit für uns hat. Ich glaube, dass er keine Lust zum zeigen seines Hotels hatte, denn es war um die Mittagszeit und wir waren keine zahlenden Kunden. Das „Leuchtturm-Hotel“ ist sehr hochpreisig. Wahrscheinlich lassen sie keine Tagestouristen zu, um die Gäste nicht zu stören.
Auf dem Rückweg muß man genau darauf achten, dass man auch der richtigen Spur folgt. Sollte man eine falsche nehmen, kann man schnell vor dem Meer landen, zumal dort oft Nebel vorherrscht.
Säbelschnäbler
Anschließend sind wir nach Swakopmund zum bummeln gefahren. Beim Café Anton haben wir mal reingeschaut. Haben es aber irgendwie nicht geschafft uns dort hinzusetzen um etwas zu essen, so richtig hatte uns die Atmosphäre dort nicht gefallen. Wir sind dann weiter durch die Innenstadt gegangen und schließlich zum Café Treffpunkt gelangt. Dort haben wir uns in den Innenhof gesetzt und einen kleinen Snack gegessen. Es war leider kurz nach 15:00h als wir dort eintrafen. Nur bis zu dieser Uhrzeit kann man dort Bratwurst mit Kartoffelbrei und Sauerkraut bestellen. Trotz aller Anstrengungen schafften wir es auch einen Tag später nicht dort vor 15:00 h einzutreffen. So richtig bedauert haben wir das nicht. 🙂
Teil 4019. Sept. 2015
22.05.15
Wie jeden Morgen sind wir auch heute wieder früh aufgestanden. Haben ab 07:00h gut gefrühstückt und sind gegen 08:30h zu den Flamingos und Pelikanen gefahren um diese zu fotografieren.
An unserem Hotel wurde von Weissbindern neuer Holzschutz aufgetragen
Pelikane im Morgennebel
Nach einigen Stunden des Beobachtens und Fotografierens konnten wir uns von den Flamingos losreißen, ins Auto setzen und wieder nach Swakopmund fahren. Wir kauften dort in einer Buchhandlung ein Vogelbestimmungsbuch und bei einem Straßenkünstler haben wir ein kleines Bild erworben.
Eine Ecke von unserem Bild wird noch schnell ausgebessert.
Danach sind wir wieder in das Café Treffpunkt gegangen und haben einen Snack gegessen.
Am späten Nachmittag sind wir nach Walvis Bay zurückgefahren.
Leider hat sich mal wieder ein schwerer Autounfall in Höhe von Langstrand ereignet.
Es scheint fast keinen Tag zu geben, ohne dass ein schwerer Unfall zwischen Swakopmund und Walvis Bay passiert. Wirklich eine gefährliche Strecke, mit vielen LKW’ s und vielen Rasern. 🙁
Wieder zurück im Hotel machen auch die Weissbinder Feierabend
Zum Sonnenuntergang sind wir nochmal ans Meer gegangen.