Berg-Eule schrieb:für einen geübten Radfahrer mag manches einfach sein - wie du schreibst 😉
... ich bin nicht halb so geübt oder trainiert wie Du glaubst. Demnächst geht es wieder auf Tour durch Namibia. Zum letzten Mal auf dem Rad gesessen habe ich im Januar 2014. Vieles wird mental entschieden.
für mich ist es unvorstellbar, schon wegen der weiten Strecken, die man täglich bewältigen muss.
... in der canadischen Arktis war ich mal fast 800 km mit dem Fahrrad autark unterwegs. Ist wie gesagt (fast) alles Kopfsache. Ich war zuvor fast zwei Tage mit einem Triathleten unterwegs, der wesentlich fitter war, aber an der Abzweigung, wo wir uns trennten, sagte er, dass er sich das nicht zutrauen würde. Damals habe ich erkannt, dass die Fitness alleine nicht entscheidend ist.
Allerdings würde ich auch nicht in einem Zelt - oder gar unter freiem Himmel - allein in der Pampa übernachten wollen, da würde ich sterben vor Angst - 😊 aber ich kann mir schon vorstellen, dass diese Art zu reisen eine besonders intensive Qualität besitzt. Man erfährt das Land im wahrsten Sinne des Wortes.
... das ist halt eine ganz andere Art des Reisens und da ich auch schon mit dem Land Rover und Pkw unterwegs war, mal 'ne Pauschalreise mit Gruppe machte und auch 'nen Allrad-Lkw hatte, kann ich das alles recht gut vergleichen und weiß, was für mich die beste Art des Reisens ist. Wenn ich älter werde, mag sich das wieder ändern.
Ich habe zwangsläufig in Afrika im Gebiet der Big Five (mit Ausnahme von Büffeln) wild gezeltet und in Nordamerika auch im Gebiet von Bären und Wölfen. Nur die letzten 160 km nach Norden mit der Möglichkeit, Eisbären zu begegnen, haben mich vom Schlafen abgehalten. Da bin ich dann durchgefahren.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...