Radfahrer

9 Antworten · 1'424 Aufrufe · gestartet 11. Juni 2015 von Berg-Eule
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Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201311. Juni 2015 · #1
War das jemand aus dem Forum??? Aufgenommen in der weiteren Umgebung von Purros im Mai.



Die Wege waren schon per Auto nicht immer einfach, ich kann mir kaum vorstellen, wie man dort mit dem Rad weiter kommt - Respekt!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
7'296 Beiträge · seit 200611. Juni 2015 · #2
Hallo Gabriele,

manchmal sind Strecken mit dem Fahrrad viel einfacher als mit dem Auto und manchmal viel schwieriger. Als Radfahrer kann man sich völlig sparen, einen Autofahrer nach Streckenverhältnissen zu fragen. Da kommt nie eine brauchbare Information rüber außer evtl. die Entfernung oder wenn der Autofahrer auch Erfahrungen mit dem Rad hat.
Ich habe deshalb mal jemanden nur nach der Entfernung gefragt und als Antwort bekommen, es seien 60 km. Er brauche mit dem Auto etwa 40 Minuten. Mit dem Rad müsste ich wohl eine Stunde einplanen. Ein 60er Schnitt mit dem MTB und Gepäck ... 😉

Beispiele:
3-5 cm tiefer Sand oder Wellblech - mit dem Pkw kein Problem, aber mit dem Fahrrad eine üble Anstrengung bis unmöglich bzw. Wellblech übel unangenehm. Mit dem Auto oder Motorrad bügelt die Federung die Unebenheiten bei einer gewissen Geschwindigkeit weg.

tiefer Sand - mit dem 4x4 kein Problem, mit dem Fahrrad selbst beim Schieben kaum zu schaffen.

Pisten mit vereinzelt großen Steinen oder Straßen mit Schlaglöchern - mit dem Pkw oder 4x4 ätzend, weil man überall langsam drum herum fahren muss und wegen der zwei Spuren oft auf einer der beiden Seiten ein Hindernis erwischt. Mit dem Rad fährt man hier im normalen Tempo einfach um die Hindernisse rum.

tiefes Wasser oder tiefer Schlamm - mit dem Auto ist es irgendwann vorbei. Mit dem Fahrrad geht es immer irgendwie weiter. Man findet einen Trampelpfad drum herum oder trägt Fahrrad und Gepäck einzeln nacheinander durch.

Ich bin in Malawi mal eine Piste entlang, die selbst für 4x4-Geländewagen nicht erlaubt war. Da durften nur 4x4-Lkw fahren. Natürlich bedeutete das 6 km Schieben (bergab), aber es ging.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201312. Juni 2015 · #3
Hallo Wolfgang,

für einen geübten Radfahrer mag manches einfach sein - wie du schreibst 😉 für mich ist es unvorstellbar, schon wegen der weiten Strecken, die man täglich bewältigen muss. Allerdings würde ich auch nicht in einem Zelt - oder gar unter freiem Himmel - allein in der Pampa übernachten wollen, da würde ich sterben vor Angst - 😊 aber ich kann mir schon vorstellen, dass diese Art zu reisen eine besonders intensive Qualität besitzt. Man erfährt das Land im wahrsten Sinne des Wortes. Wie schon geschrieben: meinen höchsten Respekt!
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'920 Beiträge · seit 200812. Juni 2015 · #4
Die Radfahrer haben alle was an der Klatsche .
Muss man sich sowas antun.



LG Bloke
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201312. Juni 2015 · #5
Hallo Bloke, das scheint mir ein zu pauschales und abwertendes Urteil. Es gibt viele Extremsportarten, die für mich niemals in Frage kämen - für dich offensichtlich auch nicht - aber wer daran Freude hat, soll es tun. Das hat nichts mit dem Geisteszustand zu tun.

Ich selbst liebe an Namibia die Weite, Stille und Einsamkeit, und das alles kann man mit Sicherheit noch viel besser per Fahrrad erleben. Dass ich (und sicher auch andere) dabei sowohl die körperliche Anstrengung als auch die Risiken scheuen würde, ist einen andere Sache.

Dazu fällt mir ein Ausspruch von R. W. Emerson ein: "Versuche nie, jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist!" 😉
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
1'920 Beiträge · seit 200812. Juni 2015 · #6
Berg-Eule schrieb:Hallo Bloke, das scheint mir ein zu pauschales und abwertendes Urteil. Es gibt viele Extremsportarten, die für mich niemals in Frage kämen - für dich offensichtlich auch nicht - aber wer daran Freude hat, soll es tun. Das hat nichts mit dem Geisteszustand zu tun.

Ich selbst liebe an Namibia die Weite, Stille und Einsamkeit, und das alles kann man mit Sicherheit noch viel besser per Fahrrad erleben. Dass ich (und sicher auch andere) dabei sowohl die körperliche Anstrengung als auch die Risiken scheuen würde, ist einen andere Sache.

Dazu fällt mir ein Ausspruch von R. W. Emerson ein: "Versuche nie, jemanden so zu machen, wie du selbst bist. Du solltest wissen, dass einer von deiner Sorte genug ist!" 😉
SAG ICH DOCH !!!!!!!!!!!!


Du musst schon was an der Klatsche haben um mit dem Fahrrad durch Afrika zu fahrn, zumal es in Europa schöne und ausgebaute Strasse gibt,
Themenstarter2'060 Beiträge · seit 201312. Juni 2015 · #7
Nun, nicht jeder Mensch geht/fährt immer gern die ausgebauten Straßen.

Und der Ausspruch von Emerson war nicht gegen die Radfahrer gerichtet. 😉 Nichts für ungut!
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7'296 Beiträge · seit 200612. Juni 2015 · #8
Hallo Gabriele,
Berg-Eule schrieb:Hallo Bloke, das scheint mir ein zu pauschales und abwertendes Urteil. Es gibt viele Extremsportarten, die für mich niemals in Frage kämen - für dich offensichtlich auch nicht
Bloke ist selbst Radfahrer und auch in Afrika unterwegs. 😉
Das war wohl eher so 'ne Art Selbstironie.
Konnte man nach seiner Aussage natürlich nicht erkennen.

Berg-Eule schrieb:Nun, nicht jeder Mensch geht/fährt immer gern die ausgebauten Straßen.
Stimmt. Ich bin auch schon Umwege gefahren, um Asphaltstraßen zu vermeiden. Das hat mich allerdings auch schon mal in die blöde Situation eines Polizeiverhörs gebracht.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
zuletzt bearbeitet 12. Juni 2015
1'920 Beiträge · seit 200812. Juni 2015 · #9
BikeAfrica schrieb:Hallo Gabriele,


Bloke ist selbst Radfahrer und auch in Afrika unterwegs. 😉
Das war wohl eher so 'ne Art Selbstironie 😉


Gruß
Wolfgang
Schön , dann hätten wir das ja jetzt auch geklärt 😄

Auch ohne Ironie smylie 😗
7'296 Beiträge · seit 200612. Juni 2015 · #10
Berg-Eule schrieb:für einen geübten Radfahrer mag manches einfach sein - wie du schreibst 😉
... ich bin nicht halb so geübt oder trainiert wie Du glaubst. Demnächst geht es wieder auf Tour durch Namibia. Zum letzten Mal auf dem Rad gesessen habe ich im Januar 2014. Vieles wird mental entschieden.
für mich ist es unvorstellbar, schon wegen der weiten Strecken, die man täglich bewältigen muss.
... in der canadischen Arktis war ich mal fast 800 km mit dem Fahrrad autark unterwegs. Ist wie gesagt (fast) alles Kopfsache. Ich war zuvor fast zwei Tage mit einem Triathleten unterwegs, der wesentlich fitter war, aber an der Abzweigung, wo wir uns trennten, sagte er, dass er sich das nicht zutrauen würde. Damals habe ich erkannt, dass die Fitness alleine nicht entscheidend ist.
Allerdings würde ich auch nicht in einem Zelt - oder gar unter freiem Himmel - allein in der Pampa übernachten wollen, da würde ich sterben vor Angst - 😊 aber ich kann mir schon vorstellen, dass diese Art zu reisen eine besonders intensive Qualität besitzt. Man erfährt das Land im wahrsten Sinne des Wortes.
... das ist halt eine ganz andere Art des Reisens und da ich auch schon mit dem Land Rover und Pkw unterwegs war, mal 'ne Pauschalreise mit Gruppe machte und auch 'nen Allrad-Lkw hatte, kann ich das alles recht gut vergleichen und weiß, was für mich die beste Art des Reisens ist. Wenn ich älter werde, mag sich das wieder ändern.

Ich habe zwangsläufig in Afrika im Gebiet der Big Five (mit Ausnahme von Büffeln) wild gezeltet und in Nordamerika auch im Gebiet von Bären und Wölfen. Nur die letzten 160 km nach Norden mit der Möglichkeit, Eisbären zu begegnen, haben mich vom Schlafen abgehalten. Da bin ich dann durchgefahren.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...