Um 8.30 Uhr packen wir unser Auto, holen das Schlüsselpfand in Höhe von 500 NS ab und Jürgen fährt Richtung Anderson Gate und Outjo durch Baumsavanne. Kurz vor dem Gate auf der Teerstrasse hat ein Besucher eine Reifenpanne und bittet uns am Gate Bescheid zu geben, dass Hilfe kommt. Sie trauen sich nicht auszusteigen und das Rad zu wechseln. Man darf ja im Etosha auch gar nicht aus dem Fahrzeug aussteigen, nur bei den Toiletten und an der Pfanne. Ich notiere die Autonummer des Fahrzeugs und wir sagen am Anderson Gate Bescheid. Die Dame dort ruft gleich die Ranger an und schickt jemanden dort hin.
Heute wird das Canopy nicht so genau durchsucht, wie bei der Ausfahrt am Lindquist Gate.
In Outjo legen wir einen Tankstopp ein und tanken für 700 NS. KM Stand 34800. Wir waren schon 1500 km gefahren in den 4 Tagen.
Ausserdem kaufen wir noch Getränke im Supermarkt NS 100,-
Wir sind auf dem Weg ins Damaraland zur Twyfelfontein Lodge. Bis Khorixax ist Teerstrasse, danach Gravel.
Trotzdem lassen wir uns von den Schildern zu Vingerklipp verleiten und fahren dort von unserer Strecke ab. Es war zwar sehr schön, hat uns aber doch 1,5 bis 2 Stunden Zeit gekostet. Man kommt halt auf den Nebenstrassen nicht ganz so schnell voran und die Landschaft ist so bezaubernd, dass man gar nicht anders kann, als viele Fotostopps einzulegen. Wobei ich viel aus dem fahrenden Auto fotografiert habe...
Wir zahlen Eintritt, um auf das Gelände zu kommen, NS 20 pro Person. Gäste der Vingerklipp Lodge kommen natürlich gratis rein.
Wir sind mutterseelen alleine und laufen ein paar Schritte. da es um die Mittagszeit ist, ist es sehr heiß.
Eigentlich hatten wir vor, noch einen Drink in der Vingerklipp Lodge zu nehmen, fuhren dann aber doch die 20 km Gravel bis zur C38 wieder zurück, denn wir hatten ja noch ein Stückchen vor uns heute.
Wie schon geschrieben, bis Khorixas ist alles geteert, ab dann Gravel pur, auf und ab, viel Staub udn spitze Steine. Dann hatten wir auch noch eine Baustelle. Irgendwie waren sie dabei die Strasse zu begradigen, überall hohe Steinanhäufungen an der Seite. Ich hatte Angst, dass wir einen Platten fahren. Zumal mein geliebter Mann gerne extrem weit links fährt im südlichen Afrika. Das Navi fing dann auch noch an zu spinnen, es kam mit der Baustelle nicht zurecht und ich musste auf den schriftlichen Unterlagen der Agentur nachschauen, wie wir fahren sollten. Doch auch danach schickte das Navi uns noch 2x falsch. Schließlich legte Jürgen auf meinen Wunsch hin den 4x4 ein und es ging das letzte Stück auf Wellblech vom Feinsten bis zur Lodge. Es wäre aber auch mit einem normalen Auto befahrbar gewesen 😉 Um kurz nach 15.30 Uhr erreichten wir die Twyfelfontein Country Lodge. Wir wurden freundlich empfangen und nach einem Begrüßungsdrink in der Bar fuhren wir bis zu unserem Bungalow nr. 41, um das Gepäck auszuladen. Danach wurde das Auto wieder auf den regulären Parkplatz zurück gestellt.
Eigentlich wollten wir noch zu den Felsmalereien aber die Dame an der Rezeption sagte uns, dort würde man um 16.00 Uhr zu machen. Wir sollten es am nächsten Morgen machen.
Ich machte ein paar Fotos von unserem Zimmer aus, dann schauten wir uns die Felsmalereien auf dem Gelände der Lodge an und setzten uns bei wunderschöner Aussicht in die Bar, um uns ein wenig von der anstrengenden Fahrt zu erholen. Für mich gab es zunächst Rock Shandy und für Jürgen Beer Shandy, danach wechselten wir zum Gin Tonic. Auf dem Lodge Areal begegnen einem zahlreiche Klippschliefer.
Heute unterwegs sahen wir zahlreiche Ziegen-, Schaf,- und Rinder-Herden, Pferde, Mulis und 2 Eselsgespanne. Jürgen sah noch ein Warzenschwein mit Nachwuchs:-)
Für die Sundowner Getränke bezahlen wir 150 NS.
Der Eingang zu unserem Zimmer.