Hallo Martin61, zu deiner Zuschrift im Thema „Nashornwilderei in Namibia“ möchte ich gerne etwas anschließen. Dieses Thema und das über die Jagd sind zwar schon derartig mit OFF TOPICs überfrachtet, dass es nicht mehr darauf ankäme, ich mache es aber trotzdem auf diesem Weg, also:
In Botswana kann die Todesstrafe für Mord und Landesverrat ausgesprochen werden, Wildern wurde nicht mit dem Tod bestraft. 2013 wurde aber eine „shoot to kill“ Politik gegen Wilderer eingeführt. Die Rechtsgrundlage ist zumindest für mich unklar und fragwürdig, weil per Regierungsbeschluss (!!) eingeführt. Jedenfalls wird sie damit gerechtfertigt, dass es sich (hauptsächlich) um Ausländer handelt, die mit Kriegswaffen bewaffnet in Botswana eindringen, also quasi einen bewaffneten Angriff auf Botswana ausführen. Gestellte Wilderer sollen damit rechnen müssen, dass sie „on the spot“ exekutiert werden, was auch passiert. Minister Khama sagt, dass ein Gerichtsverfahren in solchen Fällen verzichtbar ist.
Kein Außenstehender kann die Bedrohungssituation für den Soldaten oder Ranger in einer Konfrontation, welche zur Tötung von Wilderern geführt hat, einschätzen. „Shoot to kill“ und „execute on the spot“ heißt aber auch, dass ohne Bedrohungssituation getötet werden darf. Hier vergibt m. E. ein Land unendlich viel an rechtsstaatlicher Legitimation und irgendwann rächt sich das, denn …….. what next?
Gefangene Wilderer können auch wertvoller sein als "on sight" erschossene, weil sie befragt werden können. Eine Tötung nach einer Gefangennahme und Befragung, also ohne jegliche Bedrohungssituation, ist glatter Mord.
Grüße vom leser
PS. Und welchen Dienst die Khamas mit dem Jagdverbot dem Land erwiesen haben, wird sich wirklich erst erweisen. Es wurden da nämlich auch Zig-Tausende Menschen um Einkommen und Ernährung gebracht, ohne irgendein Auffangnetz oder Kompensation, und ich rate schon mal, wie sich über die Runden bringen werden.
In Botswana kann die Todesstrafe für Mord und Landesverrat ausgesprochen werden, Wildern wurde nicht mit dem Tod bestraft. 2013 wurde aber eine „shoot to kill“ Politik gegen Wilderer eingeführt. Die Rechtsgrundlage ist zumindest für mich unklar und fragwürdig, weil per Regierungsbeschluss (!!) eingeführt. Jedenfalls wird sie damit gerechtfertigt, dass es sich (hauptsächlich) um Ausländer handelt, die mit Kriegswaffen bewaffnet in Botswana eindringen, also quasi einen bewaffneten Angriff auf Botswana ausführen. Gestellte Wilderer sollen damit rechnen müssen, dass sie „on the spot“ exekutiert werden, was auch passiert. Minister Khama sagt, dass ein Gerichtsverfahren in solchen Fällen verzichtbar ist.
Kein Außenstehender kann die Bedrohungssituation für den Soldaten oder Ranger in einer Konfrontation, welche zur Tötung von Wilderern geführt hat, einschätzen. „Shoot to kill“ und „execute on the spot“ heißt aber auch, dass ohne Bedrohungssituation getötet werden darf. Hier vergibt m. E. ein Land unendlich viel an rechtsstaatlicher Legitimation und irgendwann rächt sich das, denn …….. what next?
Gefangene Wilderer können auch wertvoller sein als "on sight" erschossene, weil sie befragt werden können. Eine Tötung nach einer Gefangennahme und Befragung, also ohne jegliche Bedrohungssituation, ist glatter Mord.
Grüße vom leser
PS. Und welchen Dienst die Khamas mit dem Jagdverbot dem Land erwiesen haben, wird sich wirklich erst erweisen. Es wurden da nämlich auch Zig-Tausende Menschen um Einkommen und Ernährung gebracht, ohne irgendein Auffangnetz oder Kompensation, und ich rate schon mal, wie sich über die Runden bringen werden.