welcher Schlafsack im September

7 Antworten · 3'748 Aufrufe · gestartet 27. März 2015 von Fralipu
Antworten
Themenstarter3 Beiträge · seit 201527. März 2015 · #1
Hallo liebe Reisefreunde,

ich mache im September eine Rundreise durch Namibia, bei der es auch 10 Nächte im Zelt gibt. Dabei geht es Anfang Sept. im Etosha NP los und es geht dann in knapp 3 Wochen südwärts bis zum Fish River Canyon.

Mit welchen Tiefsttemperaturen muss ich da nachts rechnen? Man liest ja von +10 bis -10 Grad alles.

Und vielleicht gleich noch eine Frage zum Schlafsack. Wenn ich z.B. einen mit einem Komfortbereich von +4 Grad und einem Limit von -1 Grad nehme, geht der dann bei -10 Grad gar nicht mehr? Ich frage nur, weil mir der Unterschied von Komfort zu Limit sehr klein vorkommt. Und im Laden sagte man mir, dass warme Unterwäsche den Komfortbereich NICHT verändert, was mir irgendwie unlogisch vorkommt.

Danke für eure Hilfe.
7'296 Beiträge · seit 200627. März 2015 · #2
Hallo,

man unterscheidet bei Schlafsäcken eigentlich drei Temperaturangaben und zwar Komfort-, Grenz- und Extrembereich. Die Angaben werden bei seriösen Herstellern nach einem genormten Verfahren ermittelt und bei Schlafsäcken von Discountern sind oft abenteuerliche Werte zu lesen. Die erbringen die niemals.

Wenn Du eine Frau bist mit durchschnittlichem Kälteempfinden, dann riskierst Du bei einem Einsatz im Extrembereich gesundheitliche Schäden. Als Mann mit durchschnittlichem Kälteempfinden sind da noch gewisse Reserven, aber angenehm ist es dann auch nicht mehr.

Viel wichtiger als der Schlafsack selbst ist auch die verwendete Unterlage. Die Isolation des Schlafsacks erfolgt ja durch die im Füllmaterial gespeicherte Luft. Auf der Unterseite des Schlafsacks drückt sich das Material zusammen, es ist weniger isolierende Luft im Spiel und die Isomatte wird wichtiger, umso kälter es wird.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
2'610 Beiträge · seit 200727. März 2015 · #3
Hallo Fralipu,

willkommen im Forum.

Als schnell frierende Frau mit einem ebenso schnell frierenden Ehemann 😎 rate ich dir zu einem nicht gar so dünnen Schlafsack, dazu einen warmen Schlafanzug und einer Fleecejacke/Pullover. Mir ist es Anfang September immer noch nachts frisch im Zelt und solltest du wirklich schwitzen, dann kannst du ja etwas weglassen. Die Fleecejacke/Pullover kannst du auch abends am Lagerfeuer tragen, wenn es dir kühl wird.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter3 Beiträge · seit 201529. März 2015 · #4
Hallo Jambotessy,
Als schnell frierende Frau mit einem ebenso schnell frierenden Ehemann rate ich dir zu einem nicht gar so dünnen Schlafsack
kannst du einen Wert für die "Komforttemperatur" des Schlafsacks nennen? Ich bin da total unsicher. Da ich auch auf das Gewicht und Volumen achten muss, will ich natürlich nichts unnötiges mitschleppen.

@BikeAfrica: auf die Unterlage habe ich leider keinen Einfluss, da die Isomatte gestellt wird. Aber danke für den Hinweis zu den Discounter-Schlafsäcken. Da wäre ich evtl. reingefallen.
2'664 Beiträge · seit 201230. März 2015 · #5
Ganz einfach:
Es ist Übergangszeit.
Nimm Dir einen Sommerschlafsack und einen Trainingsanzug mit.
Zur Not kannst Du Dir nachts noch einen Pullover anziehen.
Oder im nächsten PEP Store eine zusätzliche Decke für 3-4 Euro kaufen. Die kannst Du bei Nichtgebrauch unten drunter legen, dann hast Du es weicher.
Themenstarter3 Beiträge · seit 201531. März 2015 · #6
OK, danke, dann werde ich es so machen.
2'610 Beiträge · seit 200731. März 2015 · #7
Hallo Fralipu,

wir haben einen Komfortbereich von -5°C, der Schlafsack ist "kuschelig" und groß (L 2.20 B 0,90), dabei hat er aber ein kleines Packmaß.
Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
7'296 Beiträge · seit 200631. März 2015 · #8
Jambotessy schrieb:wir haben einen Komfortbereich von -5°C, der Schlafsack ist "kuschelig" und groß (L 2.20 B 0,90), dabei hat er aber ein kleines Packmaß.
... wobei die Länge des Schlafsacks einigermaßen zur Körpergröße passen sollte. Ist er im Verhältnis sehr groß, muss der Körper viel Luft im Innenraum des Schlafsacks erwärmen. Die Wärmeleistung sinkt dadurch spürbar.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...