Immer wieder kann man auch diese kleinen Boote finden, die herrenlos im Wasser umherschaukeln.
Auf den Feldern werden diverse Früchte angebaut, unter anderem auch Erdnüsse. Wir haben bislang noch nie gesehen, wie sie wachsen und müssen daher einen Test machen.
So langsam neigt sich die Sonne und wir kommen gerade noch mit dem letzten Tageslicht in der Unterkunft an.
Auf der gesamten Strecke haben wir drei weitere Urlaubsreports gesehen, die alle fast fertig sind, aber noch nicht geöffnet. Bleibt nur zu hoffen, dass darunter auch eine halbwegs bezahlbare ist, die dem Kervan Saray Beach Resort Konkurrenz macht und damit hoffentlich die Inhaber bewegt, den Unzulänglichkeiten ihrer Unterkunft zu beseitigen. Denn Pemba ist wirklich eine tolle Insel und wert, besucht zu werden. Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten.
09.01.2015
Heute treten wir die letzte Etappe unserer 5 wöchigen Reise an. Um 12:00 Uhr geht unser Flieger nach Zanzibar, wo wir noch 6 Nächte bleiben. Wir werden um 09:00 Uhr abgeholt - glücklicherweise dieses mal von einem ordentlichen Taxi mit funktionierender Klimaanlage. Auf dem Weg zum Flughafen müssen wir dreimal eine kleine Strassensperre passieren. Wir fragen, was der Grund dafür ist und erfahren, dass diese Sperren dafür sind, die Nelkentransporte zu kontrollieren. Der Staat hat das Monopol zum Ankauf der Nelken und bestimmt somit den Preis. Dieser ist so unattraktiv, dass immer wieder versucht wird, die eine oder andere Ladung zum Hafen zu 'schmuggeln', um sie dann an die Nachbarländer zu weitaus besseren Konditionen zu verkaufen.
Der Flieger verlässt Pemba pünktlich ... Zanzibar wir kommen. Hier ein Bild von Stonetown - eine beeindruckende Stadt.
Wir haben lange überlegt, wo wir uns auf Zanzibar einbuchen. Eine Option wäre gewesen, an einen der breiten weißen Sandstrände im Norden oder Osten der Insel zu gehen. Gute Resorts gibt es eine Vielzahl und man kann von überall Ausflüge machen. Aber wir wollen keinen Strandurlaub machen, sondern das Flair der Insel aufnehmen. Also entscheiden wir uns letztendlich für ein Hotel direkt in Stonetown. Und dort ist das Tempo Hotel eine sehr gute Wahl ... hier stimmt Preis und Leistung. Alles ist ordentlich und sauber, das Frühstücksbuffet ist sehr vielfältig und solange man nicht direkt zur Strasse hinaus wohnt, ist auch die Geräuschkulisse durchaus akzeptabel.
Das Hotel besteht aus zwei Flügeln ... und jeder hat eine große Terrasse, auf die man sich zurückziehen kann, wenn einem der Pool oder der Strand zu voll wird.
Der Pool hat durchaus eine Größe, welche zum Schwimmen einlädt. Und er wird jeden Tag zweimal gereinigt.
Die Terrasse des Restaurants bietet genug Platz für alle ...
... und der Blick auf das Meer ist auch schön.
Teil 4201. Apr. 2015
Wer mal gemütlich einen Tee am Strand trinken möchte ... hier geht das hervorragend.
Im Hotel fragen wir dann nach einem Autovermieter und nach einem Ausflug zu einer Gewürzplantage. Alles perfekt organisiert - ein älterer Herr (ich hab leider seinen Namen vergessen 🙂 ) wird herangerufen und wir vertrauensvoll an ihn übergeben. Wir besprechen, was wir wollen und er versichert uns, dass er sich darum kümmert. Am nächsten Morgen soll es gleich auf eine Gewürzfarm gehen. Okidoki ... bis morgen.
Nachdem das geregelt ist, machen wir unseren ersten Rundgang durch die nahegelegene Innenstadt. Wir sind begeistert von den kleinen Gassen und den vielen netten Geschäften.
Aber auch die etwas breiteren Gassen sind sehr interessant.
Es gibt auf Zanzibar super schöne Kunstgewerke zu kaufen - und kein Problem, es nach Hause zu bringen - Dank DHL 🙂
Zwischen den Gassen trifft man dann auch immer mal wieder auf einen kleinen Platz.
Teil 4301. Apr. 2015
Am Abend gehen wir zu den Forodhani Gardens. Das ist ein großer, gut gepflegter Park direkt am Meer, der jeden Abend zum Treffpunkt vieler Menschen wird. Sowohl Einheimische, aber auch viele Touristen genießen den Blick auf das Meer. Junge Männer führen von der Kai Mauer wagehalsige Sprünge ins Meer vor und finden viele begeisterte Zuschauer.
In einem Teil des Parks bauen jeden Abend diverse Anbieter ihre Stände auf und bieten jede Menge Leckereien an. Überall duftet es. Wir probieren natürlich auch etwas - ein Nutella Pizza 😛
Und einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Der schmeckt mit der Limone zusammen ganz lecker.
Sehr lecker sehen auch die Fisch- und Fleischsticks aus.
Teil 4407. Apr. 2015
10.01.2015
Wie verabredet, steht heute morgen unser Guide vor der Tür mit einem Auto und einem Fahrer. Wir fahren ca. 30 Minuten nördlich von Stone Town zu einer Gewürzplantage. Dort angekommen, verabschiedet sich unser Guide und übergibt uns vertrauensvoll an zwei Tourguides der Plantage. Die Tour dauert ca. 1 Stunde und wir lernen viel über die verschiedenen tropischen Früchte und Gewürze. Es ist wirklich sehr interessant und wir staunen immer wieder, wie die verschiedenen Pflanzen aussehen. Vieles kennen wir nur als gemahlenes Pulver und man macht sich nicht wirklich Gedanken darüber, wo es herkommt und wie es wächst. Auch wenn wir keine Freunde von touristischen Veranstaltungen sind, würden wir solch ein Tour jedem empfehlen. Der zweite Guide läuft die ganze Zeit hinter uns her und sammelt verschiedene Blätter und Blüten auf und tut sie in einen Korb, den er aus Blättern geflochten hat. Danach bekommen wir zwei Ringe und werden kurzerhand getraut.
Irgendwann klettert er auf einen Baum und singt ein Liedchen. Zum Schluss bastelt er noch Schmuck für unsere Köpfe und wir werden gekrönt. Naja ... das ist alles eher nicht so unser Ding, aber die Guides haben viel Spaß daran und verdienen sich redlich ihr Trinkgeld 😉 .
Wir sind gegen mittag wieder zurück im Hotel und brechen nach einer Mittagspause dann am frühen Nachmittag auf zu einer Stadterkundungstour auf. Zunächst laufen wir am Wasser entlang bis zum Hafen. Auf dem Weg dahin kommen wir an einem der Sultanspaläste vorbei, der direkt am Arabischen Fort steht.
Unweit davon kann man die 'Old Dispensary' besuchen, welche durch die wunderschönen Holzbalustraden auffällt.
Am Hafen spürt man dann deutlich den Puls der Insel ... die Kinder geniessen das Meer ungeachtet der Nähe zu den Schiffen. Die Fähre im Hintergrund ist ein wichtiges Verbindungsglied zum Festland - sie ist immer gut 'beladen' - sowohl mit Einheimischen als auch mit einer Vielzahl an Touristen. Und die Containerschiffe transportieren sicherlich auch einiges von den Gewürzen und Früchten, die wir gesehen haben, in alle Welt.
Direkt am Hafen gibt es ein Restaurant mit dem dem Namen des berühmten Freddie Mercury, der hier in Stonetown geboren wurde.
Die meisten der Häuser in Stonetown wurden aus Korallenstein gebaut und sind recht verwittert, doch die hölzernen Balkons und die Bepflanzungen lenken das Augenmerk von den Fassaden ab.
Darüber hinaus sind auch viele Häuser mit prachtvollen Holztüren ausgestattet.
Teil 4516. Apr. 2015
Wir beobachten einen kleinen Jungen, der seine Wasserkanister immer wieder abstellt und etwas Wasser abgießt. Offensichtlich sind sie ihm zu schwer. Er läuft so flink wie ein Wiesel und man kann erahnen, wie die schweren Behälter ihn nach vorne ziehen.
Sich durch die engen Gassen von Stonetown seinen Weg zu bahnen, ist nicht ganz einfach.
Aber es ist sehr spannend. Hinter jeder Ecke gibt es wieder etwas Neues zu entdecken - unten die Geschäfte, darüber die Wäsche und ganz oben der Garten.
Irgendwann erreichen wir dann den Darajani Markt. Wirklich sehenswert und sehr authentisch. Immer wieder treffen wir auf nette Leute, die uns ihre Waren anbieten, aber nicht aufdringlich sind. Das macht wirklich Spaß.
Wenn wir in Afrika sind, muss auch ein Friseur besucht werden. Das ist immer total lustig. Der Barbier nimmt meinen Mann sofort ran und die Kunden, die schon länger warten, haben damit kein Problem. Da haben wir es wieder - die Zeit spielt in Afrika eine untergeordnete Rolle.
Viele der Händler haben keinen Stand und legen ihre Waren einfach auf die Straße.
Teil 4616. Apr. 2015
Aber es gibt auch normale Stände - sehr ansprechend.
Die Ananas hat hier eine beachtliche Größe - oder ist mein Mann etwa so klein 🤩
Lecker Lychees ...
Ansonsten gibt es jede Menge Gewürze, Hülsenfrüchte, gefärbte Teigwaren etc.
Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt.
Die Farben- und Mustervielfalt der Stoffe ist enorm.
Und dann der Kracher ... verschleierte Frauen und Victoria Secret am Strassenrand - witzig 🤪
Dieser Markt ist wirklich sehenswert und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier. Jetzt aber sind wir k.o. und schleichen ins Hotel. Da es immer dort noch kein Bier gibt, landen wir wieder im benachbarten Restaurant.
Für morgen haben wir das Mietauto bestellt ... mal sehen, was uns da erwartet.
Teil 4716. Apr. 2015
11.Januar 2015
Heute sind wir mit dem Guide verabredet - er will uns ein Auto besorgen. Pünktlich um 10:00 erscheint er im Hotel und erklärt uns, dass wir jetzt erst einmal mit ihm mitkommen müssten, um eine Berechtigung zum Fahren zu erwirken. Es dauert auch nicht länger als zwei Stunden. Wir sind wenig begeistert und freuen uns über die Alternative, dass er es allein macht mit unseren Originalführerscheinen und wir derweil noch den Pool geniessen können. Nach knapp zwei Stunden ist er dann auch wieder zurück und in Begleitung eines jungen Mannes, dem wahrscheinlich das Auto gehört. Der Vertrag ist wenig zufriedenstellend - kein Hinweis auf den Zustand des Autos und auch nichts bezüglich einer Versicherung. Wir sollen 50 US$ pro Tag bezahlen, da sollte die Versicherung wohl enthalten sein. Er hat auch nichts dagegen einzuwenden, den Vertrag zu ergänzen. Eigentlich. Aber unser Guide spricht gut Englisch und will oder kann nichts in den Vertrag schreiben und der junge Mann könnte zwar schreiben, jedoch nicht in Englisch. Und so dauert es ein wenig bis letztendlich dann doch alles in etwa passt. Als wir dann endlich das Auto sehen, sind wir wenig begeistert. Aber wir wollen uns nicht beklagen, solange das Auto uns sicher an die Orte bringt, die wir sehen wollen. Die Fotos sind später gemacht worden, da wir zunächst noch Guide und Autobesitzer ein Stück mitnehmen müssen, da sie ja kein Auto mehr haben 😄
Der Spiegel ist mit einem Blech befestigt und auch nicht adjustierbar ... das ist ein bisschen anstrengend beim Fahren.
Das Profil der Reifen ist nur noch zu erahnen - doch solange es nicht regnet, sollte es gehen.
Wir wollen heute in den Norden der Insel fahren nach Nungwi Beach, was ca. 60km von Stonetown entfernt ist. Zunächst aber kommen wir an den sogenannten Honnecker - Bauten vorbei. Ein Relikt aus den Zeiten, als der Osten Deutschland 'brüderliche' Hilfe geleistet hat. Quadratisch, praktisch, hässlich.
Die Übertöpfe sehen auch so aus, als seien sie einer Mangelwirtschaft entsprungen. Herrlich.
Als wir dann endlich aus der Stadt herauskommen, wird die Landschaft auch sehr schön. Überall gibt es satt grüne Plantagen mit Obst, Gemüse und Gewürzen. Die Strassen sind auch sehr gut - das fällt uns besonders nach den drei Wochen Festland auf.
Kurz vor Nungwi biegen wir erst einmal bei Kwenda Rock ab. Tolle Strände und ziemlich coole Hotels - hier sieht alles sehr entspannt aus. Aber auch sehr touristisch ...
Wir haben eigentlich Badesachen und Handtücher mitgenommen, aber die Idylle trügt. Sobald wir irgendwo versuchen, uns niederzulassen, bekommen wir Besuch. Und der redet und redet und redet ... und auch wenn wir nichts kaufen, redet er weiter. Nervig. Sehr schade, denn es ist sehr schön hier. Also ziehen wir weiter.
Der Ort Nungwi hat nicht viel zu bieten. Staubig, trocken, schmutzig.
Aber der Strand, der ist wirklich schön. Und hier ist auch kaum etwas von den Gezeiten zu merken.
Aber auch hier ist alles auf den Tourismus ausgerichtet.
Die Schule ist aus und die Ruhe vorbei ...
Also werden wir auch hier uns nicht am Strand niederlassen. Schade - wirklich.
Da es noch nicht spät ist, fahren wir weiter an die Ostküste nach Matemwe. Auf dem Weg dorthin werden wir dreimal von der Polizei angehalten und kontrolliert. Und einmal richtig abgezockt. Mein Mann ist nur schwer zu beruhigen, weil der verhandelnde Polizist ziemlich dreist ist. Aber er gibt sich mit 20 US$ zufrieden, bedankt sich und winkt uns freundlich hinterher.
In Matemwe gibt es auch sehr schöne Strände, doch hier wird wieder Seegras angebaut.
Die Hotels sehen vornehmer aus. Die Gäste liegen in der Anlage, aber sobald sich jemand in Richtung Strand oder Wasser bewegt, sind wieder die nett redenden nervenden Leute da. Schrecklich. Wir verziehen uns auch hier schnell.
Teil 4817. Apr. 2015
Auf dem Rückweg durch das Landesinnere sind wir immer wieder begeistert von der schönen Landschaft und den Häusern, die oft inmitten der Plantagen liegen.
Unterwegs halten wir an einem dieser kleinen Häuser an und kaufen ein paar Gurken. Als kleine Zwischenmahlzeit 🙂
Auch hier auf der Insel gibt es den öffentlichen Verkehr. Immer wieder mal haben wir überlegt, ob wir es nicht einmal ausprobieren sollten. Aber bei der Wärme und der Vielzahl der Leute, die so ein Gefährt aufnimmt, macht es uns sicherlich keinen Spass.
Zurück im Hotel machen wir uns kurz frisch und gehen dann in ein nahegelegenes Restaurant ... das La Bistro. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich ein Highlight.
Teil 4917. Apr. 2015
12.01.2015
Mitternacht werden wir wach von einem enormen Kanonengedonner. Verdutzt schauen wir uns an - so aus dem Schlaf gerissen braucht es einen Moment, eh wir begreifen - heute ist ein Nationalfeiertag - der Tag der Revolution. Es wird der Sturz des Sultans 1964 gefeiert. Also legen wir uns beruhigt wieder hin und schlafen weiter. Nach dem Frühstück fahren wir heute durch die Inselmitte in den Osten - nach Chwaka. Hier gibt es nur wenig Touristen, dafür aber mehr Einheimische. Der Ort liegt an einer riesigen Bucht.
Was uns hier im Osten der Insel nicht gefällt ist, dass die Strasse hinter den Siedlungen oder den Hotels entlang führt. Auf der Karte sah es so aus, als könne man schön entlang der Küste fahren, aber dem ist nicht so. Jedoch gibt es immer wieder kleine Stichwege, die zum Wasser führen.
Ansonsten hat man häufig ein Bild, wie dieses ... ein großes Tor und dahinter eine luxuriöse Hotelanlage.
Schöne Strände gibt hier natürlich auch ... jedoch auch an vielen Stellen Seegras.
Und auch hier gibt es für uns keine Möglichkeit, ein lauschiges Plätzchen zu finden. Leider.
Immer wieder sind wir beeindruckt von den großen Mangobäumen mit ihrer Vielzahl an Früchten.
Am frühen Nachmittag sind wir dann wieder zurück im Hotel und genießen den Pool. Für das Abendessen haben wir uns heute ein äthiopisches Restaurant in der Nähe ausgesucht. Sehr schön, nett eingerichtet mit viel afrikanischer Kunst und das Essen ist sehr interessant. Es wird auf einem Fladen angerichtet, der an luftige Pfannkuchen erinnert, jedoch sauer ist. Toll.
Auf einem kleinen Schemel sitzt eine Frau und röstet Kaffee, der dann gleich in traditioneller Weise gebrüht wird. Wir würden gern versuchen, aber das würde uns den Schlaf rauben. Schade ...
Teil 5019. Apr. 2015
13.01.2015
Unser heutiges Ziel ist der Süden der Insel. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder wunderschöne Alleen gesäumt von alten Mangobäumen.
Eigentlich wollten wir uns den Jozani Forest anschauen, aber laut Reiseführer geht das wieder nur mit Guide. Darauf haben wir aber keine Lust und so passieren wir ihn nur. Die Strände im Südosten der Insel sind auch sehr schön und die Hotels sind wieder zugänglicher und gemütlicher. Wer Kite-Surfen mag, ist hier sicherlich richtig. Wir schauen uns in Dongwe, Bwejuu und Paje um und fahren dann die südliche Runde über Jambiani zurück.
Am Nachmittag schlendern wir wieder ein wenig durch Stonetown. Fast täglich landen wir im Zanzibar Coffee House ... leckerer Maracuja - Kuchen und frischer Kaffee sind es wirklich wert. Der Kaffee ist auch ein tolles Mitbringsel. Unsere Familie war begeistert.
Danach geht es noch an den Strand. Die Liegen sind lustig und auch bequem.
Morgen geben wir das Auto ab. Es war schön, die Insel gesehen zu haben. Der Norden und der Südosten sind sehr ähnlich mit ihren schönen Stränden (von den Gezeiten mal abgesehen). Der Osten war für uns enttäuschend, weil man eigentlich nur 'Inland' fahren konnte und für einen Blick auf das Wasser immer Zwischenstopps machen musste. Das Inselinnere ist sehr hübsch mit seinen sattgrünen Feldern und Wäldern und die Dörfer sind sehr authentisch. Dennoch - drei Tage braucht man dafür eigentlich nicht.
Teil 5121. Apr. 2015
14.01.2015
Das Auto sollten wir eigentlich heute erst abgeben, aber ... sehr lustig ... wir trafen den Guide zufällig in Stowntown beim allabendlichen Bummel und er fragte, ob alles o.k. wäre. Ja sagten wir, das Auto ist o.k. und stehe am Hotel. Ob wir den Schlüssel mithätten. Ja ... haben wir. - Na dann, her damit. Wir holen das Auto morgen früh dann ab. Alles klar. So weit - so gut. Als wir am Hotel wieder ankamen, war das Auto bereits weg. 😉
An unserem letzten Tag lassen wir uns treiben. Am vormittag genießen wir noch einmal die quirlige Stadt. Wir laufen zunächst noch einmal in Richtung Hafen. Gestern Abend haben wir vom Restaurant aus beobachten können, wie direkt neben uns dieses Schiff beladen wurde. Und wir hatten viel Spaß. Uns wären viele Dinge eingefallen, die man hätte besser regeln können, um Zeit zu sparen. Aber die spielt ja nun mal in Afrika eine untergeordnete Rolle. Das Thema Sicherheit würden wir auch anders angehen. Erstaunt hat uns, dass große Luxuslimousinen namhafter deutscher Hersteller über den Sandstrand auf die Laderampe gehieft wurden und dort dann durch den Wellengang letztere immer mal hörbar den Unterboden kontaktierte. Das scheint hier aber niemanden zu stören. Jetzt - am Morgen - ist alles verstaut. Mehr oder weniger gut 🤩
Da passt kein Blatt mehr dazwischen ...
Als wir am Hafen ankommen, bietet sich uns ein tolles Bild - wieder liegt ein großes Containerschiff da und drum herum wuselt jede Menge 'Kleinschiff'. Auch die Fähre hat wieder neue Touristen gebracht.
Wir laufen eine ganze Weile die Malawiroad entlang. Als Fußgänger ergibt sich noch einmal ein anderes Bild. Aus dem Auto haben wir die Gegend nun schon ein paar mal gesehen, aber zu Fuß nimmt man mehr Details wahr und auch Gerüche. Immer wieder stoßen wir auf viel Müll, der sich mit dem nassen Untergrund vermischt und sehr unangenehm riecht. Die Bootsbauer stehen mit ihren nackten Füßen in dem Moder ... 🤩
Nachdem wir ca. 1 Stunde immer am Wasser entlang gegangen sind, biegen wir dann für den Rückweg landeinwärts ab und schlängeln uns durch die Häuser des neueren Stadtteil, der bei Weitem nicht so attraktiv ist, wie der alte Stadtteil. Aber nicht weniger interessant. Wir stoßen auf eine Strasse, in der diverse Handwerker aus den Metallresten von Kühlschränken alles Mögliche machen. Vieles, was man in der Küche benötigt, aber auch 'Kunstgewerke'. Die Arbeitsbedingungen sind jenseits dessen, was wir uns vorstellen können.
Mit unserem Interesse sowohl für die Arbeit als auch für die Produkte treffen wir auf sehr nette Menschen. Auch wenn wir noch nicht wissen, wie wir alle 'Mitbringsel' verstauen - kaufen wir hier einen Lampenschirm. Eine tolle Erinnerung. Wir bezahlen den doppelten Preis und sind noch immer beschämt über das Verhältnis von Arbeit zum Lohn. Aber der Mann freut sich offensichtlich.
Auf dem Rückweg kommen wir natürlich wieder an unserem 'African Coffee House' vorbei - ein letztes Mal gibt es den Maracuja - Kuchen, den ich auf jeden Fall zu Hause auch mal machen werde. Zum Abendessen gehen wir noch einmal in das äthiopische Restaurant. Das Essen war sehr interessant und die Speisekarte so lang, dass ein zweiter Besuch durchaus berechtigt ist.
Teil 5221. Apr. 2015
15.01.2015
Der Tag der Abreise. Für einen Aufpreis vereinbaren wir ein spätes Checkout - unser Flieger geht erst gegen 19:00. Und so packen wir nach dem Frühstück und geniessen dann noch einen letzten Tag das Meer.
Wir haben mit Tanzania unsere 4. Afrikareise absolviert und sind voll mit tollen Eindrücken. Es war das erste Mal für uns, dass wir Weihnachten und den Jahreswechsel weit weg von der Heimat verbracht haben. Sicherlich werden wir das nicht gleich wieder machen, aber - Gesundheit vorausgesetzt - ist eine Wiederholung nicht ausgeschlossen. Tanzania als Reiseland hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Wir hatten uns gewünscht, Tiersichtungen und eine tolle Natur zusammenzubringen und das ist uns gelungen. Sicherlich muss man auch Glück mit dem Wetter haben - die Zeit zwischen den beiden Regenzeiten ist sehr gut geeignet, aber wie alles im Leben nicht fest vorausschaubar. Uns hat auch sehr gut gefallen, dass wir beim Reisen eine hohe Flexibilität hatten, allein dadurch, dass man die normalen CS nicht vorbuchen muss. Unsere bisherigen Reisen in Südafrika (Kapregion), Namibia (inkl. Caprivi) und Botswana haben uns sehr gut gefallen, aber wir empfanden Tanzania wegen der grünen Landschaft, der hohen Tierdichte und letztendlich der Möglichkeit, die Reise auf einer Insel ausklingen zu lassen, schon als eine sehr tolle Alternative. Jedoch sollte auch erwähnt werden, dass diese auch nicht ganz preiswert ist. Nicht wenige unserer Freunde werden nie verstehen, wie man so viel Geld bezahlen kann, um auf dem Dach eines Autos zu schlafen. Aber das ist so ... mit denen, die noch nie da waren bzw. die der Afrikavirus nie befallen hat. Wir jedenfalls werden es wieder tun ... so unsere Körper und unser Portemonnaie es erlauben werden.
Liebe Grüße an alle anderen 'Virusbefallenen' - Andrea