wir haben jetzt mit Eurer Hilfe schon einiges in Afrika gesehen und versuchen uns jetzt auch mal an einem Reisebericht. Uns hat das Lesen hier immer sehr geholfen und Fragen werden schnell beantwortet. Es ist sicherlich nichts Neues, was wir erlebt haben, aber vielleicht gibt es ja doch den einen oder anderen Hinweis, der jemandem hilft. Es wird ein wenig dauern, aber wer Afrika liebt, hat gelernt, geduldig zu sein 🙂
Also ... los geht es.
Am 12.12.2014 fliegen wir um 06:00 Uhr mit KLM von Berlin nach Amsterdam, von wo es mit etwas Verspätung dann nach Arusha geht. Dort landen wir gegen 22:00 Uhr. Die Einreise geht schnell - wir wissen ja dank Eurer Hilfe, was zu tun ist. Leider erwartet uns niemand, obwohl wir eine Abholung vereinbart hatten. Aber ein netter junger Mann nimmt sich unser an, ruft die Lodge an und setzt uns dann in ein Taxi.
In der Lodge (Arusha Safari Lodge) werden wir nett begrüßt und nein ... essen wollen wir nichts mehr, aber wenn es noch zwei Bier gäbe ... Und die gibt es. So genießen wir noch ein wenig den wunderbaren Geruch hier in Afrika, bevor wir dann ins Bett fallen.
Am nächsten Morgen genießen wir das Frühstück auf der Terrasse der Lodge. Es ist alles sehr gepflegt und sehr schön ruhig. Wir sind die einzigen Gäste 🙂
Gegen 10:00 kommt der Autovermieter uns abholen und wir fahren zum Depot von Serengeti Select Safaris, wo wir unser Auto in Empfang nehmen.
Wir erledigen gleich alles, was zu tun ist. Einkaufen im Nakumatt Markt, Geld holen, Telefonkarte kaufen und wir schaffen es auch noch zum Meat King. Leider haben wir nur eine Autobatterie, was bedeutet, dass es keine Kühlung gibt, wenn wir nicht fahren. Und da wir vorhaben, nicht ständig auf der Piste zu sein, planen wir um ... der Kühlschrank bleibt großenteils den Getränken vorbehalten 🙂
Den Nachmittag verbringen wir am Pool der Lodge und zum Abendessen lassen wir uns dann verwöhnen - für die nächste Zeit das letzte Mal ...
Morgen geht es dann los ...
Teil 220. März 2015
14. Dezember 2014
Wir frühstücken ganz in Ruhe bevor wir uns auf den Weg machen. Unser Ziel heute ist das World View Camp am Lake Natron. Die Fahrt von der Lodge zum Old Moshi Road führt uns auf verworrenen Wegen vorbei an kleinen Siedlungen und riesigen Bougainvilleas. Wir sind fasziniert.
Auf der 'Hauptstrasse' angekommen, erleben wir innerhalb weniger Kilometer ein sich enorm veränderndes Straßen- und auch Stadtbild.
Konzentration ist angesagt und aber zugleich werden wir auch gleich mal zu Beginn unserer Reise gut 'entschleunigt'. Es braucht so seine Zeit bis wir einmal quer durch Arusha durch sind. Als wir dann irgendwann die Stadt hinter uns lassen, geht es gut voran. Die Strasse ist in sehr guten Zustand und die Landschaft rechts und links sehr schön. Wir fahren bis Makuyuni, wo wir abbiegen nach Mto Wa Mbu. Dort tanken wir noch einmal bevor wir zum Lake Natron abbiegen. Auf dieser Strecke gibt es nur wenig Siedlungen und die Landschaft ist sehr weitläufig. Linkerhand zieht sich die Abbruchkante des Riftes.
Teil 320. März 2015
AN ALLE - Danke, dass Ihr alle mitfahrt.
Möchte nur noch kurz das Thema Auto und Abholung in Gänze erklären. Also - wir haben bei Tanzanian Pioneers das Auto gebucht. Die Vermietung nimmt dann Serengeti Select Safaris vor. Und die haben eine Flotte an Fahrzeugen, aber eben unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Ausstattung.
Alles, was Daniel für uns gebucht hatte, war zuverlässig erledigt. Man bekommt schnell Antworten und Dinge werden sofort erledigt. Einzig hätten wir uns gewünscht, dass wir zum Thema Auto etwas mehr Info bekommen hätten. Das, was auf der Seite von Tanzanian Pioneers steht, passte nicht zu dem Auto, was wir bekamen. Wir haben auch ohne zweite Batterie und Radio überlebt 🙂 aber wir hätten, wie schon geschrieben, ein bisschen anders planen können.
Serengeti Select war auch sehr bemüht - Ladekabel und Abschleppseil wurden noch beschafft und Nathan hat sich auch alle Zeit der Welt genommen, uns alles zu zeigen.
Sollten wir noch einmal dorthin fahren, würden wir gern wieder in dieser Kombination buchen und wir können auch beide Unternehmen weiterempfehlen.
Die Abholung hat die Lodge verpennt und die haben wir selbst gebucht. Hatten uns extra noch ein paar Tage vor dem Abflug rückversichert ...
Teil 420. März 2015
So ... hier nun noch ein paar Bilder von der Strecke zwischen Mto Wa Mbu und dem Lake Natron. Auch wenn die Straße alles andere als gut zu befahren ist, waren wir begeistert von der Landschaft. Es braucht halt Zeit 🙂
Die Siedlungen der Massai ...
... und manchmal zeigen sie sich auch.
Das Wetter ist sehr schön, aber es ist ziemlich windig. Hier unschwer zu erkennen.
Wie schon beschrieben ... die Strecke führt immer entlang der Abbruchkante des Rift valleys.
Und hier der heilige Berg der Massai 🙂
Insgesamt werden wir auf der Strecke dreimal zur Entrichtung einer Gebühr aufgefordert. Insgesamt 70 U$ für uns beide zusammen. Aber das hatten wir ja schon im Forum erfahren und daher zahlen wir ohne zu Murren.
Gegen 17:30 Uhr haben wir es dann endlich geschafft. Das World View Camp verdient seinen Namen wirklich. Man schaut von hier direkt auf den Lake Natron. Auch die sanitären Einrichtungen sind hier sehr gut.
Teil 521. März 2015
Schnell bauen wir das Zelt auf ...
... um dann die Aussicht beim Abendessen und einem Savanna zu genießen.
Es war ein anstrengender Tag und wir gehen zeitig schlafen. Das Bett ist super bequem und so schlafen wir schnell ein.
14.12.2014
Am Morgen sind wir nicht die einzigen, die den Ausblick genießen ...
Hier hätten wir es auch noch länger ausgehalten. Einfach nur sitzen und die Aussicht genießen ... Wir gönnen uns ein Frühstück in aller Ruhe, bevor wir uns auf den Weg zur Serengeti machen.
Die Strecke heute sind ca. 200 km unbefestigte Straße und wir müssen die Abbruchkante erklimmen. Zunächst führt uns unser Weg immer am Lake Natron entlang.
Die Landschaft ist recht karg - aber auch das hat etwas. Der Weg ist wirklich beschwerlich und man muss schon sich gut auf das Fahren konzentrieren.
Teil 621. März 2015
Ab Sonyo geht es dann ziemlich steil bergauf und irgendwann haben wir das Plateau auf 2100 m erreicht. Hier oben begegnen wir dann auch wieder einem Massai - motorisiert 😮
Gegen 15:30 Uhr erreichen wir das westliche Gate der Serengeti. Die Formalitäten dauern ihre Zeit und wir zahlen für 5 Nächte inklusive Campgebühr ganz beachtliche 960 Uhr US$.
Gleich hinter dem Eingang werden wir aber schon begrüßt ...
Eine halbe Stunde später erreichen wir dann endlich die Lobo Campsite. Wir sind begeistert. Schön gelegen und nicht sehr groß. Wir gönnen uns erst einmal eine kleine Pause nach der anstrengenden Fahrt. Auf die Pirsch gehen wir morgen früh 🙂
Die Fahrt über den Lake Natron hierher war wirklich schön, wenn auch anstrengend und sicherlich können wir auch froh sein, dass es trocken war.
Teil 721. März 2015
15.12.2014
Obwohl gestern noch zwei Pärchen und ein Mann jeweils mit ihren Guides das Camp mitbevölkert haben, war es ruhig. Nur am Morgen sind die Guides beim Zubereiten des Kaffees zu hören, was für uns aber hilfreich ist, denn wir wollen ja eh früh aufstehen und Tiere gucken 🙂 Gegen 06:00 fahren wir los. Die Runde ist recht weitläufig und es gibt viel zu beobachten. Verglichen mit unseren letzten Reisen durch Botswana und Namibia sind wir so beeindruckt von dem vielen Grün. Wunderschön. Langsam geht die Sonne auf und es verspricht wieder ein schöner Tag zu werden. Oft werden wir gefragt, warum wir immer wieder nach Afrika fahren - die Tieren bleiben doch die gleichen. Aber wer das nicht selbst erlebt hat, wie schön es ist, den Tieren früh beim Grasen zuzuschauen, dem kann man es auch nicht erklären. Für uns bleibt es immer wieder ein tolles Erlebnis.
Kein Tier - aber auch schön, oder?
Teil 821. März 2015
16.12.2014
Heute geht es nun weiter. Unsere nächste Station ist Seronera. Allein der Weg dorthin ist schon toll. Immer wieder gibt es Tiere zu sehen. Plötzlich macht mein Mann eine Vollbremsung - ich schaue ihn verwundert an - er legt den Rückwärtsgang ein und siehe da ... welch ein Glück. Eine Gepardenmama mit Anhang. Und nicht nur, dass wir sie entdeckt haben ... nein, sie kreuzen auch noch die Straße. 😛
Teil 921. März 2015
Die Strasse nach Seronera ist super - einzig die Verkehrshindernisse muss man gewähren lassen. Aber das tun wir sehr gern 🙂
Da wir direkt daran vorbeifahren, besuchen wir den Retima Hippo Pool. Man, ist das ein Gedränge (und ein Gestank 😐 )
Aber sie sehen zufrieden und glücklich aus.
In Seronera gehen wir auf die Pimbi CS - eigentlich wollten wir Dik Dik ansteuern (benachbarter Platz), aber dort ist gerade eine größere Reisegruppe untergekommen. Die sanitären Einrichtungen auf beiden Plätzen sind gut und auch Küche und der 'Fresskäfig' sind ordentlich und sauber. Wir beeilen uns mit dem Aufbau ... es könnte sein, dass wir gleich im Zelt verschwinden 🙂
Teil 1021. März 2015
17.12.2014
Leider ist auch unsere Campsite von einer größeren Reisegruppe entdeckt worden, aber glücklicherweise bauten die Guides die Zelte dicht an der Küche auf. Wie schon auf Lobo - klappert und plappert es früh am morgen lustig los. Wir nutzen den Weckruf wieder, klappen unser Haus ein (geht jetzt schon wieder recht schnell 🙂 ) und sind so gegen 06:00 Uhr auf der Piste. Seronera ist ja das 'Hauptgebiet' der Serengeti und wird oft für die Kurzsafaris angesteuert. Der Norden und der Westen der Serengeti sind merklich weniger besucht. Daher ist es nicht verwunderlich, dass man hier recht häufig auf andere Fahrzeuge trifft. Dennoch bleibt es ein tolles Gebiet, was mit seiner Weite viele einsame Kilometer Strecke und viele Tiere bereithält. Hier hält wohl jemand Ausschau ...
Einige Touristen lassen sich auch einfliegen ...
Wir hatten im Vorfeld überlegt, eine Ballonfahrt zu machen. Sicherlich sehr schön, aber auch sehr teuer. Da bleiben wir eben am Boden 🙂
In der Gegend um die Simba Kopjes sehen wir sie dann ... die riesigen Herden von Gnus und Zebras. Das ist ein so toller Anblick und wir stehen lange und lauschen dem Murren.
Teil 1121. März 2015
Die Tüpfelhyäne schaut manchmal grimmig drein ...
... und manchmal möchte sie aber auch kuscheln.
Herr und Frau Strauss halten sich offensichtlich noch etwas auf Distanz.
In Seronera gibt es ein ein paar kleine Läden. Das Angebot ist nicht riesig, aber einiges gibt es schon. Und was der eine nicht hat, besorgt er beim Nachbarn für einen kleinen Aufpreis. Wir fragen nach einem bestimmten Bier, was nicht zu sehen war. "Ja", sagt der Verkäufer, "habe ich". Rennt raus und kommt nach kurzer Zeit zurück mit dem gewünschten Bier. Wir bezahlen wohlwissend, dass die Preise hier einem gewissen Monopol unterliegen. Zwei Läden weiter gibt es dann das gleiche Bier zu einem Preis ohne 'ich besorg es Euch - Aufpreis'. Aber wir finden das witzig und wollen den unternehmerischen Geist nicht unterdrücken.
Teil 1221. März 2015
Für alle, die noch keine Erfahrungen haben, stelle ich hier mal ein paar Bilder ein von der Infrastruktur einer public Campsite, die wir als gut bezeichnen würden - aufgenommen in Lobo auf der Pimbi CS.
Die Küche - in der meistens gekocht, aber manchmal auch endlose Debatten geführt werden 🙂
Dann der sogenannte Fresskäfig, den auch wir genutzt haben, als über uns ein heftiges Gewitter hereinbrach. Im Zelt bei Regen auf dem Autodach ist's wirklich gemütlich, aber bei Gewitter war es mir unheimlich.
Und zum Schluss noch die sanitären Einrichtungen. Witzig war, dass nur bei den Damen ein Spiegel hing. Mein Mann hat sich dann mal eben bei den Damen rasiert. Es wurde jeden Tag sauber gemacht und auch der Wassertank hinterm Haus wurde jeden Tag aufgefüllt.
18.12.2014
Auch heute morgen machen wir einen Gamedrive. Die Touri - Dichte hier hat nicht nur Nachteile. Uns kommt ein Guide entgegen, der uns Lichthupe gibt. Aha - er hat etwas zu erzählen. Wir sollen doch mal ein Stück weiterfahren - da käme dann bald ein Baum, in dem ein Leopard sitzt. Schnell bedanken wir uns und brausen los. Das Hippo am Wegesrand müssen wir natürlich auch begrüßen ... aber irgendwie schaut es nicht wirklich freundlich drein, oder?
Ach ja ... in unserer Aufregung bemerken wir erst jetzt, dass wir zwischen ihm und seinem geliebten Fluss stehen. Also dann schnell mal aus dem Weg fahren. Und tatsächlich setzt er sofort sein Weg fort.
Teil 1321. März 2015
Und dann endlich finden wir den Baum. Wir sind sprachlos vor Glück. Ein so schönes Tier.
Es schaut so aus, als würde es was vorhaben. Aber was? Der Guide hatte gesagt, dass es Beute bei sich hat. Und tatsächlich. Langsam klettert es den Baum hinauf und kommt wieder runter - diesmal mit Beute.
Wo soll ich damit hin?
Ihr bekommt es nicht - das ist schon einmal sicher.
Da mach ich mich doch mal aus dem Staub ...
Und spaziere direkt vor Eurem Auto daher ... 🤩
Was für eine tolle Begegnung. Wir sehen noch jede Menge Tiere an diesem Tag ... aber das bleibt der Höhepunkt.
Teil 1421. März 2015
19.12.2014
Heute heißt es vorerst Abschied nehmen von der Serengeti. Wir fahren über den Westkorridor zum Lake Victoria. Die Strecke führt immer am Grumeti River entlang und es ist alles sehr grün.
Eigentlich sind es nur 160 km, aber teilweise ziemliches Waschbrett. Glücklicherweise ist die Strecke trocken. Der Himmel hängt voller Wolken und bislang hatten wir jeden Tag unser kleines Gewitter.
Teil 1522. März 2015
Zweimal biegen wir ab zu sogenannten Viewpoints am Grumeti River. Die Tiere schauen kurz verwundert hoch und lassen sich dann aber nicht weiter stören.
Wieder zurück auf der Hauptstrecke entdecken wir dann dieses Exemplar ...
Die Ausreise am Ndabaka Gate im Westen der Serengeti geht schnell und wir entscheiden uns, etwas südlich davon die Speke Bay Lodge anzusteuern. Reserviert haben wir nicht, da wir uns offenhalten wollten, bei ggf. schlechtem Wetter eher die Serengeti zu verlassen. Wir sind froh zu hören, dass die Anlage kaum belegt ist und wir gern ein Zimmer für 3 Nächte haben können - immerhin geht es auf Weihnachten zu. Die kleinen Häuser sind sauber und sehr nett eingerichtet und liegen alle direkt am See.
Die Frage, ob man Baden kann, erübrigt sich beim Anblick des Strandes.
Teil 1622. März 2015
20.12.2014
Die Lodge bietet verschiedene Aktivitäten an und wir haben uns für heute zu einer Kanufahrt in ein nahegelegenes Fischerdorf verabredet. Um 09:00 Uhr werden wir abgeholt. Das Kanu ist recht groß ... drei Leute zum Paddeln und ein Guide. Die Tour dauert ca. 20 Minuten und lernen, dass wir in das Heimatdorf des Guides fahren. 😉
Der Guide ist ein freundlicher kleiner Mann und sehr bemüht, all unsere Fragen zu beantworten.
Der 'Dorfplatz' am Wasser ist gleichzeitig Marktplatz. Hier wird alles angeboten, was vorhanden ist.
Das Dorf selbst ist sehr klein ...
Der Guide erklärt uns, dass die Fahrräder teilweise zu kleinen Taxi's aufgewertet werden, in dem ein Sitz hinten montiert wird.
Wir dürfen auch einen Blick in die Dorfmühle werfen ... hier wird alles gemahlen, was man mahlen kann.
Uns beeindruckt sehr, wie der Guide den Ansturm der Kinder lenkt und wie er sie immer wieder beruhigt ... pole, pole 🙂 .
Wir haben zwar kleine Haribo Päckchen mit, kaufen aber noch Hefte und Stifte im Dorfladen. Und die werden dann hier verteilt.
Dieser Besuch war sehr interessant und wir hätten sicherlich das Dorf auch mit dem Auto von der Strasse aus erreicht. Aber eine so interessante Führung sollte man sich nicht entgehen lassen. Viele Fragen hatten wir und bekamen noch mehr Antworten. Wir lernten, wie so ein Dorf mit Kriminalität umgeht und wie es um das Thema Familienplanung bestellt ist. Auf der Rückfahrt wurde dann noch ein kleines Ständchen geboten und wir bedankten uns mit einem großzügigen Trinkgeld. Besser kann man Geld nicht ausgeben.
Teil 1722. März 2015
Den Nachmittag wollten wir eigentlich auf unserer Terrasse geniessen, aber der gestaltete sich anders.
Vor unserer Abfahrt in das Fischerdorf hatten wir noch Interesse an der angebotenen Mountainbike - Tour durch die Masamba Hügel im Hinterland bekundet. Die Frage, ob wir fit wären, beantworteten wir einfach mal mit 'ja'. Hätten wir das urlaubsträge Gehirn eingeschaltet, wäre uns eventuell der Gedanke gekommen, dass wir lange nicht gefahren sind (es ist ja Winter in Deutschland), dass wir aufgrund beruflicher Belastung nicht so viel Zeit im Sportstudio vor unserer Abreise verbracht hatten und dass wir noch niemals unter solchen klimatischen Bedingungen Rad gefahren sind. Aber was soll es ... unser Motto ist immer: 'Was uns nicht umbringt, macht uns stärker'.
Als wir nach unserer Bootstour zurück in der Lodge sind, fragt uns der nette Manager, ob wir denn dann bereits wären, so gegen 13:00 Uhr zu starten. 'Ja gut ... alles klar.'
Schnell noch ein kleines Nickerchen gemacht und dann stehen wir auch schon vor den Rädern und dem Begleiter ... 🤩
Zunächst zu den Rädern: kein Schnickschnack, aber bestens gepflegt und mit einer super high-tech Schaltung. Helm auf? Ja klar - ohne wird nicht gefahren. Oh Gott, bei über 30 Grad auch noch eine Kopfbedeckung.
Und nun zum Guide: sein Name ist Jan und er ist einer der Besitzer der Lodge und lebt seit vielen Jahren hier in Tanzania. Er hat die Lodge mit aufgebaut und kennt die Gegend sehr gut. Und ... er ist sehr sportlich (was auch zu sehen ist) ... fährt gern 4 - 5 mal in der Woche die Tour durch die Hügel. Aha ... wir staunen nur und sind beeindruckt.
Also Helm auf und los geht es. Wir kämpfen ganz tapfer ... bis zum Schluss. Zwischendurch denke ich immer ... wird es uns stärker machen oder sterben wir dieses mal. Irgendwann schalte ich den Kopf aus, weil der nur noch böse Gedanken produziert. So Fragen danach, wer die Idee hatte, diese Tour zu machen und so ...
Aber am Ende - oder besser am nächsten Tag - bleibt übrig: es war eine super tolle Gelegenheit. Ja - anstrengend. Aber Jan hat uns hinterher versichert, dass er uns sehr wohl beobachtet hat und unser Leistungsprofil einschätzen konnte. Immer nach dem Motto - einer geht noch. Wir fuhren durch die Dörfer der Masamba Hügel und über Felder. Hier gibt es keine Strassen und das Fahrrad oder bestenfalls das Motorrad eignen sich als Transportmittel. Wir trafen auf Menschen, besuchten eine Familie, beobachteten Kinder beim Spiel, bekamen enorm viele Dinge erklärt über die Infrastruktur und die Menschen und das Leben hier. Auf dem Rückweg hatten wir das Glück, in einem Dorf die traditionellen afrikanischen Tänze zu beobachten. Ganz authentisch - ohne jeglichen touristischen Zusatz.
Wer immer den Weg dorthin findet ... macht die Ausflüge und grüßt das Team von uns ganz lieb.
Bilder gibt es keine ... wir hatten zwar die Kamera mit, hätten uns aber nicht wohlgefühlt, sie einzusetzen 🙂
Teil 1822. März 2015
22.12.2014
Es war mal gut, drei Tage wieder ein bisschen Luxus zu geniessen, aber heute geht es wieder zurück in die Wildnis. Wir bedanken uns beim Manager für die nette Betreuung und speziell bei Jan auch noch einmal für die interessante Fahrradtour. Bevor es zurück geht in den Nationalpark, fahren wir aber noch nach Bunda, um Vorräte aufzufüllen. Etwas abseits der Hauptstrasse gibt es einen großen Markt. Wir lassen das Auto an der Hauptstrasse stehen und verschwinden im Gewühl. Ist das ein Spaß. Und wir bekommen alles, was wir brauchen, sogar Gabel und Schöpfkelle - was beides irgendwie beim Abwaschwasser ausschütten mit entsorgt wurde. Gegen Mittag sind wir dann zurück am Nbadaka Gate und zahlen wieder 🙂 Im Voraus haben wir zwei Nächte auf Special Campsites gebucht, was spannend wird, weil - Premiere. Die erste Nacht verbringen wir auf Kirawira 1 - ca. 70 km vom Gate entfernt und direkt am Grumeti River.
Wie üblich, droht uns wieder das nachmittägliche Gewitter. Also heisst es, schnell aufbauen.
Glücklicherweise regnet es nicht lang, so dass wir noch ein bisschen lesen können und dann in Ruhe den Abend ausklingen lassen.
23.12.2014
Am nächsten Morgen schaut der Himmel wieder viel besser aus. Wir frühstücken gemütlich und machen uns dann auf den Weg.
Unser heutiges Ziel sind die Moru Kopjes und auch dort die Special Campsite #1.
Teil 1923. März 2015
Auch heute haben wir wieder Glück - es regnet nicht. Wir haben 160 km zu absolvieren und das geht bei trockener Piste wesentlich besser. Während der Fahrt kommt uns immer wieder in den Sinn, wie unser Tag heute daheim ablaufen würde und wir müssen beide schmunzeln. Unterwegs sehen wir wieder jede Menge Tiere. Manche fordern unsere volle Konzentration und Rücksicht wie z.B. diese winzige Schildkröte 🙂
Andere wiederum schauen gelangweilt daher ...
Die kleinen Affen sind immer lustig anzuschauen.
Die Giraffen sehen so toll aus vor dem satten Grün.
Und hier wird wieder einmal gekuschelt.
Teil 2023. März 2015
Was haben wir denn hier am Wegesrand ? ... Nö, also Verstecken gibt es nicht. Wenn man eine Mama sieht, gibt es meist auch noch die Kinder dazu. Da biegen wir doch mal ein Stück vom Hauptweg ab.
Und richtig ... da sind sie ja - die Kleinen.
Und geradezu kommt noch eines gelaufen ... "Hallo - ich möchte auch mit auf das Bild"
"Na bitteschön ... aber gut genährt siehst Du nicht gerade aus". Ist ein bisschen wie in Mailand oder Paris oder Rom 😉
Teil 2124. März 2015
Die Leierantilope gibt es hier häufig zu sehen - sie sieht ein bisschen so aus, als wäre sie in ein Fass mit Tinte gefallen.
Am späten Nachmittag erreichen wir die Moru Kopjes Special CS.
Auch heute heisst es wieder schnell aufbauen ... der Himmel hängt mal wieder voller Wolken. Und es ist merklich kühler - also verschwinden wir relativ schnell im Zelt.
24.12.2014
Es hat die ganze Nacht geregnet und leider zeigt sich das Wetter heute morgen nicht von seiner besten Seite. Da hat der Weihnachtsmann wohl etwas falsch verstanden.
Glücklicherweise regnet es nicht mehr und so können wir beim Frühstück die tolle Aussicht von hier oben geniessen.
Teil 2224. März 2015
Unser heutiges Ziel heisst Ndutu Special CS #1 - nur ca.90 km entfernt. Und los geht es ...
Eigentlich keine weite Strecke, aber der Regen hat die Wege aufgeweicht. Es ist extrem rutschig und so schleichen wir über die Wiesen.
Nathan von Serengeti Select Safaris hatte uns geraten, nicht die Hauptstrecke zu wählen, sondern über Kusini zu fahren. Das wäre die landschaftlich viel schönere Strecke. Würden wir auch gern, aber aufgrund der Wegbedingungen trauen wir uns nicht. Die Strecke ist weniger befahren und wenn man sich festfährt, dauert es sicherlich etwas, eh man auf Hilfe trifft. Und so fahren wir zurück zum Hauptweg.
Am Naabi Hill Gate treffen wir dann auf jede Menge andere Touristen, aber auch nicht wenige Einheimische. Wir beobachten einen Bus bis zur Abfahrt und staunen nur, wie viele Leute da hineinpassen. Die letzten springen noch auf, da ist er schon in Fahrt ...
Wir bringen die Ausreise aus der Serengeti und auch die Einreise in den NCA - wie wir glauben erfolgreich - hinter uns. Normalerweise kontrollieren wir auch alles, aber es ist so ein Gewusel, dass wir froh sind, endlich weiterfahren zu können.
Kurz hinter dem Naabi Hill Gate biegen wir zum Lake Ndutu ab. Die Strecke geht lange über weites Feld und es gibt mehrere parallel verlaufende Fahrrinnen. Offensichtlich suchen sich die Fahrzeuge bei aufgeweichtem Boden immer mal wieder eine neue ...
Wir steuern zunächst die Rangierstation an, um in Erfahrung zu bringen, wo wir hin müssen.
Dort beginnt dann eine kleine Odyssee:
Aha ... der Ranger ist am Flughafen ... wir sollten doch mal dort hin fahren. Nicht weit weg ... 5 Minuten? Also fahren wir. Dort angekommen ... Nein, der Ranger ist gerade ins Büro gefahren. O.k. - fahren wir zurück. Ist ja nicht weit. Dort angekommen heisst es dann wieder ... nein, der Ranger ist noch nicht da, aber wir sollten mal warten. Naja ... in Ermangelung der Alternativen ein guter Vorschlag. 😐
Dann endlich kommt der Ranger. Ein kleiner, recht freundlicher Mann, der des Englischem nicht ganz so mächtig ist. Und aber versucht, uns etwas zu erklären. Was? Nicht bezahlt? Nein, nein ... das muss ein Irrtum sein. Wir haben einen Voucher ... Wir sind verwirrt. Es ist auch schon 14:00 Uhr als uns der Ranger vorschlägt, zum Hauptgate des NCA zu fahren und zu bezahlen.
Nein ... das ist keine Option. Glücklicherweise gesellt sich noch ein Kollege zu uns, der gut Englisch spricht und der sich dann bereit erklärt, Nathan von Serengeti Select Safaris anzurufen und zu klären, was Sache ist.
Es stellt sich also heraus, dass offensichtlich die Vorabüberweisung nicht geklappt hat und wir nun also noch bezahlen müssen. Na gut ... kein Problem. Denken wir. Aber die 'Kreditkarte', die wir zum Bezahlen von Nathan mitbekommen haben, hat diese Ausgabe nicht vorgesehen, weil er ja überweisen wollte und so ist das Guthaben nicht ausreichend.
O.k. - dann zahlen wir eben bar ein. Ja gern ... oder doch nicht. Der Computer spinnt und kann heute keine Aufladung verarbeiten. Manno man - ist das ein Glückstag - dieser heilige Abend. Letztendlich zahlen wir zwei Übernachtungen und einigen uns, dass wir die dritte übermorgen früh bezahlen. Alles klar ... denken wir zumindestens. 🙁
Teil 2324. März 2015
Als wir dann die CS erreichen, sind wir schnell versöhnt. Wie toll ist das denn? Der Stellplatz ist riesig und die Aussicht grandios. Da kann kein Weihnachtsfernsehprogramm mithalten. Wir sind begeistert.
Zum Abend machen wir uns ein kleines Feuerchen. Auch wenn wir kein Grillfleisch haben, nutzen wir die Feuerstelle für leckeres selbstgebackenes Brot.
Und beobachten die Szenerie von hier oben. Ein Rudel Löwen und zwei Rudel Guides 😛
Auf der anderen Seite haben die Flamingos den See bevölkert.
Teil 2424. März 2015
25.12.2014
Heute machen wir mal garnichts ... Gänsebraten und Kuchen fällt eh aus, aber auch einen Gamedrive lassen wir weg. Die Tiere laufen ja förmlich an uns vorbei. Ganz früh am morgen kann man sie schon sehen ...
Oft werden wir gefragt, was wir so den ganzen Tag machen. Ja einfach nichts ... wir geniessen die Natur, lesen, reden, schlafen ... sicherlich ist das nicht jedermanns Sache, aber wir erholen uns dabei super gut.
Am Nachmittag kommen die Tiere dann wieder vorbei ... diesmal traben sie in die andere Richtung.
Immer wieder müssen wir lachen, weil unser Tag zu Hause doch schon sehr anders verlaufen würde. Ein wenig Heimweh kommt an Weihnachten natürlich auf ... immerhin sehen wir unsere Kinder und unseren Enkel nicht, aber es ist auch mal sehr schön, diese Zeit hier und so zu erleben.
Teil 2524. März 2015
26.12.2014
Heute wollen wir die Gegend erkunden. Wir stehen früh auf und fahren zum Lake Masek, welcher sich gleich an den Lake Ndutu anschließt. Zunächst fahren wir am Ufer des Lake Ndutu's entlang.
Irgendwann sehen wir überall auf den Bäumen Geier sitzen ... wir halten an und lauschen. Aber nicht dem Gehör, sondern dem Geruch nach muss man fahren, wenn man die Ursache finden will.
Es dauert nicht lange, bis wir den Lake Masek erreichen.
Hier gibt es auch jede Menge Gnus ...
... und Zebras ...
... und Giraffen.
Es ist sehr schön grün hier und sollten wir noch einmal in diese Gegend kommen, würden wir hier auch ein oder zwei Nächte einplanen.
Teil 2624. März 2015
Nach dem Gamedrive fahren wir zur Rangerstation ... Ihr erinnert Euch vielleicht, dass wir noch eine Nacht bezahlen müssen. Zunächst erleben wir das Spiel vom letzten mal. Im Office angekommen, verweist man uns zum Flughafen. Dort treffen wir zwar auf den Ranger, aber er sagt, er käme gleich ins Büro und wir sollen schon einmal vorfahren. Machen wir ...
Dort dauert es dann noch einmal eine ganze Weile und inzwischen sind diverse Guides angekommen, die ihre Gäste einchecken wollen. Die gehen eiskalt an uns vorbei ins Büro hinein ... mir schwillt schon wieder die Schilddrüse. Wir sind zwar im Urlaub, dennoch haben wir keine Lust, immer zu warten, bis kein Guide mehr da ist und wir endlich bezahlen können.
Also gehen wir auch in das stickige Büro und versuchen unseren Platz zu verteidigen. Das wird dann aber auch akzeptiert.
Die Bezahlung selbst dauert dann auch noch seine Zeit - das Produkt von zweimal 50 US$ wird mit dem Taschenrechner gerechnet und noch einmal nachgerechnet. 😵
Wieder zurück auf unserer Special CS geniessen wir wieder den Ausblick und die Ruhe ...
... bis ... ja was kommt denn da ... ein Fahrzeug mit 4 Leuten ... die sich uns zögerlich nähern. Wir denken nichts Schlimmes und gehen davon aus, das sie gleich umdrehen. Nein ... Oh nein ... das glauben wir nicht. Direkt neben uns parken sie das Fahrzeug und fangen an, auszupacken. Wir schauen böse herüber, worauf einer der Guides kommt und uns fragt, was wir hier machen. 'Ja campen ... seit zwei Tagen schon'. Unbeeindruckt teilt er uns mit, dass der Ranger ihm gerade diesen Platz zugewiesen hat.
Wahr oder nicht ... wir werden es nicht herausbekommen. Und wir haben auch keine Lust auf eine neue Runde in diesem tollen Office. Also versuchen wir, so gut wie es geht, die Nachbarn zu ignorieren. Was aber nicht ganz einfach ist, weil unsere Aufmerksamkeit voll und ganz auf die Aufbauten gelenkt wird. Zwei Schlafzelte, ein Kochzelt, ein Essenzelt und ein Sanitärzelt - alle Achtung. Wir brauchen einen Moment, den Ärger zu verdauen ... aber letztendlich ist der Platz zu schön, um die Zeit damit zu vergeuden.
Teil 2724. März 2015
27.12.2014
Wir ziehen weiter ... unser heutiges Ziel ist des Simba Camp am Ngorongoro Krater. Der Boden ist ziemlich aufgeweicht durch die täglichen Gewitter und wir müssen uns immer wieder eine Spur zum Fahren suchen. Irgendwann erreichen wir dann trockenes Gelände und wir fahren lange parallel zum Hauptweg. Erst als wir diesen erreichen, wissen wir, wie gut das war. Denn der Hauptweg ist übelstes Waschbrett. Den Krater kann man im Hintergrund schon erkennen.
Hier gibt es auch wieder viele Maasai.
Irgendwann stehen dann plötzlich unheimlich viele Giraffen auf einer Stelle. Als hätte die jemand dahingestellt 🙂
Die Fahrt hinauf zum Kraterrand ist sehr schön. Immer wieder hat man einen schönen Ausblick. Und bislang ist das Wetter auch noch gnädig mit uns. Auf der Campsite dann angekommen, stellen wir unser Häuschen auf und genießen den traumhaften Ausblick. Die Campsite ist wunderbar gelegen und hat warmes Wasser. Man muss sich nur an die herumstehenden Maasai gewöhnen, die aber irgendwann wieder verschwinden. So tauchen aus dem Nichts auf und verschwinden irgendwann auch wieder dahin. Am Abend kommen dann auch die Daunenjacken zum Einsatz - hier oben auf 2400 m Höhe wird es recht kalt.
Teil 2825. März 2015
28.12.2014
Wir haben lange überlegt, ob wir das Geld ausgeben und in den Krater fahren. Aber wenigstens einmal wollen wir die Erfahrung machen, wie es wohl von da unten aussieht.
Gegen 10:00 fahren wir die Seneto Descent Road hinab. Es geht recht steil hinunter, was aber bei trockener Strasse kein Problem ist. Die Hänge sind super grün - eine wirklich tolle Landschaft.
Unten angekommen schauen wir erst einmal in die Runde ...
Teil 2925. März 2015
Am Kraterrand gibt es auch noch einige Ausläufer der dichten Vegetation, die wir an den Hängen so bewundert haben.
Wir haben uns in etwa eine Strecke ausgeguckt und fahren einfach mal drauf los. Das Kraterinnere ist eine große grüne Wiese, auf der allerhand Tiere grasen.
Weiter entfernt können wir dann auch ein Hippo entdecken ...
.... und noch weiter weg sogar ein Nashorn - unser einzigstes auf dieser Reise (sorry für die Bildqualität).
Teil 3025. März 2015
Und damit kein falscher Eindruck entsteht ... nein - wir waren nicht allein im Krater. Hier ein Beweisfoto 🙂 So sah es aus, wenn das zu sehen war ...
Die Herren lassen sich aber nicht stören. Ein wenig später entdecken wir am Kraterrand auf einem Hügel auch die anderen Familienmitglieder. Man ist das ein Getümmel ...
Im Nachhinein würden wir beide sagen, es war ein schöner Tag, wir haben viele Tiere gesehen, aber auch viele Touristen. Ein toller Spot, der aber nach unserer Meinung ziemlich überteuert und auch sehr touristisch ist. Letzteres wird an den Picknickplätzen sehr deutlich.
Nicht ganz unerwartet nähert sich am späten Nachmittag wieder eine Regenwand. Jeden Tag jonglieren wir mit dem Abendessen. Jetzt oder später. Aber irgendwie wartet das Wetter, bis wir entweder den Tisch gedeckt haben oder wie heute mal wieder ein Feuer machen, um Brot zu backen. Glücklicherweise regnet es nur kurz und das Feuer überlebt 🙂 Aber schaut mal, wie toll der Himmel aussieht. Wir schauen beide wie verzaubert und begreifen nicht, was wir sehen. Es könnte ein Regenbogen sein, dem der Bogen verloren gegangen ist.
Teil 3125. März 2015
29.12.2014
Heute steuern wir unseren letzten Nationalpark an - Tarangire. Wir wollen dort eigentlich drei Nächte bleiben, bevor wir dann nach Arusha zurückfahren und das Auto wieder abgeben. Der Weg am Kraterrand entlang hält noch den einen oder anderen tollen Ausblick in den Krater bereit.
Auf dem Weg zum Nationalpark kommen wir durch Karatu - ein hübsche kleine Stadt. Hier gibt es eigentlich alles, was ein Herz so begehren könnte. Man muss nur schauen, wo 🙂 Beginnen wir mal mit der Bank - nach Geld anstehen mussten wir in Afrika nicht nur einmal.
Obst und Gemüse bekommt man auch fast überall ...
... Bekleidung darf natürlich nicht fehlen ...
... und Lederwaren ...
Teil 3225. März 2015
Aber auch Möbel werden angeboten.
Teil 3325. März 2015
Für den Transport von größeren Einkäufen ist auch gesorgt ...
... und für den Service rund um den Reifen.
Wir haben unser kleines Feuer immer mit trockenem Stroh oder kleinen Ästen entzündet, aber wer Holzkohle verwenden möchte, wir auch hier fündig.
Sehr lustig finden wir diese kleinen Gefährte ...
Entlang der Straße werden immer wieder kunstgewerbliche Dinge angeboten. Wir halten diverse male an und uns gefällt so vieles ... aber die Wände unserer Mietwohnung haben nach all unseren Reisen nur noch begrenzt Platz.
Teil 3426. März 2015
Von der Simba CS am Kraterrand bis zum Tagarangire NP sind es 140 km und wir kommen gegen 15:30 Uhr dort an. Unser Ziel ist die public CS, welche nicht so gross ist und sehr gute Sanitäranlagen hat. Eigentlich haben wir noch drei Nächte, aber da wir am dritten Tag wieder zurück nach Arusha fahren wollen, buchen wir nur 2 Nächte ... die letzte werden wir auf der privaten Zion CS vor dem Park verbringen. Das spart einiges an Geld. Wir suchen uns ein nettes Plätzchen und bauen auf. Vor uns liegt ein kleines Tal, in dem gerade einige Elefanten vorbeiziehen.
Als wir endlich sitzen, sehen wir unten auf dem Weg ein Auto anhalten, aus dem Leute aussteigen und wegrennen und dabei wild um sich schlagen. Wahrscheinlich hatte sich die Tsetse als blinder Passagier eingeschlichen 😮
Gegen Abend zieht eine größere Herde Elefanten direkt an unserer CS vorbei.
Noch schnell ein letztes Bild für heute und dann geht es ab auf's Dach.
30.12.2014
Heute machen wir noch einmal einen Gamedrive. Der Park ist sehr schön - es gibt jede Menge Baobabs und es ist alles sehr grün.
Um den Fluss zu erkennen, muss man schon genau hinschauen - viel Wasser gibt es noch nicht.
Was uns aber hilft, weil unser Weg mehrfach Seitenarme des Flusses kreuzt.
Es gibt viele Tiere zu beobachten ...
... aber ganz besonders viele Elefanten. Diesen hier müssen wir vorlassen - er kommt von rechts 😉
S - M - L 😛
Teil 3527. März 2015
Wie schon geschrieben, kann man im Tarangire NP wirklich viele Elefanten antreffen. Hier eine Tankstelle ...
... und dort die Badeanstalt. Wir haben sehr lange gestanden und uns den Spaß angeschaut. Es ist schon interessant zu beobachten, wie rücksichtsvoll die Tiere im Umgang miteinander sind.
Unser letzter Abend im NP ist angebrochen und wir genießen noch einmal den tollen Ausblick. Die Elefanten lassen sich von uns nicht stören.
Mein Mann sammelt noch Holz für ein Feuer ...
... und wir backen ein letztes mal Brot.
Am nächsten Tag verlassen wir diesen wunderschönen NP. Die letzte Nacht bevor wir nach Arusha zurückkehren, verbringen wir auf der Zion CS - nicht weit vom Park entfernt. Nicht zu vergleichen mit den CS in den Parks, aber eine gute Alternative.
Wir bezahlen 30 US$ pro Person, bekommen keine Quittung, werden noch ein zweites mal angesprochen, ob wir nicht bezahlen wollen und ein wenig genötigt, doch in einem der beiden 'Kunstmärkte' vor der CS etwas zu kaufen. Als wir deutlich sagen, daß wir wirklich nichts davon haben möchten, fordert man uns auf, doch etwas zu kaufen, um einfach nur die Künstler zu unterstützen. 😠 Den Nachmittag verbringen wir damit, das Auto aufzuräumen, die Sachen zu packen und so langsam alles startklar für die nächste Etappe zu machen. Am Abend kommt noch ein zweites Pärchen, welches mit eigenem Auto und Dachzelt reist. Wir erfahren über die Langzeitparkmöglichkeiten, die auch im Internet angeboten werden und wir sind ziemlich begeistert. Es ist Silvester und am späten Nachmittag reist noch eine größere Gruppe Kinder an, die auch in Zelten schlafen. Das ist schon lustig ... Silvester einen Klassenausflug auf den Campingplatz. Zum Abendessen genehmigen wir uns eine Flasche Rotwein und sind dann lange vor Mitternacht zu unser letzten Nacht im Dachzelt verschwunden. Im Dorf gibt es eine Party und man kann die Musik hören. Aber es stört uns nicht und so verschlafen wir in aller Ruhe den Beginn des Jahres 2015.
01.01.2015
Guten Morgen ... liebes neues Jahr. Auf das es ein gutes und glückliches Jahr werde. Während wir noch so vor uns her dösen, hören wir plötzlich lautes Geschrei. Es kommt aus der Siedlung, die hinter der CS liegt. Zunächst glauben wir noch, dass es vielleicht eine Art Neujahrsbrauch ist. Wir machen uns auch keine großen Gedanken, als es wieder schreit ... diesmal aber etwas näher dran. Als es dann auf der CS plötzlich auch schreit und Autos gestartet werden, macht mein Mann noch Witze ... die Löwen kommen, Schatz. Beide schauen wir aus unserem Dachzelt und sind ziemlich erschrocken, als direkt an unserem Auto zwei Löwen unruhig vorbei rennen. Die Kinder aus den Zelten sind alle in den Autos und werden weg gefahren. Inzwischen sind auch ein paar Maasai eingetroffen, die gemeinsam mit ein paar anderen Leuten die Löwen jagen. Diese sind offensichtlich durch ein Loch im Zaun in die CS gelangt und finden nun nicht mehr heraus. Der Zaun ist ein Maschendrahtzaun, den die Löwen wahrscheinlich gar nicht erkennen. Einer rennt mit vollem Schwung dagegen und kehrt dann ziemlich unmutig zurück. Wir verstehen nicht, warum die Leute die Löwen nicht in Ruhe nach dem Ausgang suchen lassen, statt sie durch die Gegend zu hetzen. Aber ihr könnt sicherlich verstehen, dass wir froh waren, noch oben auf dem Dach zu sein. Die Nachbarn schauen inzwischen auch aus Ihrem Dachgeschoß und so beobachten wir gemeinsam gespannt das Geschehen. Irgendwann dann müssen die Löwen den Ausgang gefunden haben und wir hören nur noch fürchterliches Geschrei und Getöse. Nach einer halben Stunde kehren dann ein paar der Leute wieder zurück auf die CS und erzählen uns, dass ein Rudel von 10 Löwen sich dem Dorf genähert hat und sie nun zwei erlegt hätten. Auch wenn wir verstehen können, dass die Dorfbewohner ihr Vieh vor den Löwen schützen müssen, waren wir recht traurig und konnten die Freude der Jäger nicht teilen. Ganz besonders merkwürdig finden wir, dass irgendwann auch die Maasai kommen und Bilder von den erlegten Löwen zeigen - auf ihrem iPad - was für eine verrückte Welt. 🤪
Durch die ganze Aufregung kommen wir später los, als geplant, aber es ist nicht so weit bis Arusha (ca. 130 km). Was wir am ersten Tag nicht geschafft haben, holen wir jetzt nach. Wir besuchen das Cultural Heritage Centre in Arusha und sind begeistert. Der Souvenirladen fesselt uns nicht, aber die große Ausstellung mit den wunderbaren Bildern. Es ist einfach unglaublich, was für farbenfrohe Bilder man dort sehen kann. Und wieviel unterschiedliche Techniken hier zu sehen sind. Wirklich wert, besucht zu werden.
Als wir in der Arusha Safari Lodge ankommen, begrüßt man uns wieder sehr nett. Heute bekommen wir ein kleineres, aber auch sehr nettes Haus.
Zunächst sammeln wir unsere Sachen zusammen (wir hatten ein Teil unserer Ausrüstung in der Lodge gelassen) und packen dann final die Koffer (bzw. Taschen). Den Nachmittag verbringen wir dann am Pool ... auf mal wieder schön.
02.01.2015
Heute heißt es nun weiterziehen. Ein letztes Frühstück auf der netten Terrasse des Lodge ...
Um 10:00 Uhr sind wir bei Serengeti Select Safaris verabredet zur Übergabe des Autos. Alles klappt schnell und reibungslos und so können wir dem Kaffee nebenan einen kleinen Besuch abstatten - das gehört wohl der Schwester von Daniel Staub. Wir gönnen uns zwei Vitaminbomben und danach geht es mit dem Taxi ab zum Flughafen in Arusha. Wir fliegen nach Pemba - eine Woche zum Tauchen 😎
Heute ist total klares Wetter - eigentlich ideal, um den Killi nachher zu sehen ... das hier müsste der Mount Meru sein.
Hier sind wir schon im 'Sicherheitsbereich' des Flughafens. Alles etwas kleiner geraten 🙂
Und auch die Flieger sind nicht groß.
Teil 3630. März 2015
Die Kaffeeplantage in und um Arusha sehen von oben sehr beeindruckend aus.
Wie schon geschrieben, haben wir große Hoffnung, den Kilimandscharo zu sehen. Eigentlich gibt es keine Wolke am Himmel, bis auf die eine ... 🙁
Der Pilot sitzt direkt vor uns und schaut auch immer wieder, ob man nicht doch noch irgendwann einen Blick erhaschen kann. Aber es soll wohl nicht sein.
In Zanzibar landen wir zwischen und starten mit einer Stunde Verspätung den letzten Abschnitt nach Pemba, der dann auch nur noch gute 20 Minuten dauert. Wow ... was für ein Bild.
Wir sind angekommen ...
... und unser Gepäck auch 🙂
Die Auswahl an Unterkünften auf Pemba ist nicht so üppig und viele sind sehr teuer. Wir haben uns für das Kervan Saray Beach Resort von Swahili Divers entschieden. Das 5* Padi Tauchcenter hat viele gute Kritiken im Internet bekommen und so viel uns unsere Wahl nicht schwer. Dieses mal klappt es auch mit dem Abholen. Ein junger Mann strahlt uns mit seinen weißen Zähnen an und fragt, ob wir Frank und Andrea seien. Na klar ... dann mal hinein ins Vergnügen. Das Auto würde sicherlich durch keinen TÜV mehr kommen, aber wen kümmert es hier. Es wird eine Kassette mit HipHop eingelegt, wir werden gefragt, ob die Musik passe und los geht es. Unterwegs holen wir noch die Schwester des jungen Mannes ab, die uns bis zum Schluss begleitet und den Geräuschpegel des Radios mit ihren Diskussionen noch lautstark übertönt. 🙄 Der Flughafen liegt im unteren Drittel der Insel und so dauert die Fahrt eine reichliche, nicht ganz erholsame Stunde. Es ist warm und die vermeintliche Klimaanlage bläst uns nur warme Luft in die Gesichter. Wir passieren kleinere Dörfer und geniessen die tolle Landschaft. Unheimlich viele Banananfelder, Mango- und Papayabäume gibt es hier. Immer wieder treffen wir unterwegs auf Ochsenkarren, die voll beladen mit Früchten sind.
Endlich angekommen bringt uns der Fahrer zum Restaurant, wo wir vom Manager der Anlage begrüßt werden.
Er übergibt uns den Schlüssel und führt uns zu unserem Haus. Eine Einweisung bekommen wir später, er hätte jetzt schnell noch etwas anderes zu tun 😐
Teil 3730. März 2015
Er zeigt uns auch schnell noch das Zimmer ... nicht schlecht - eben wie im Internet abgebildet.
Auf den ersten Blick ist alles prima. Es gibt keinen Kleiderschrank, aber noch ein drittes Bett, wo wir die Rucksäcke abstellen können. Ruben zieht seiner Wege und wir beginnen auszupacken ... und erforschen das Haus ... und staunen ... und schlucken ... und sind fassungslos 🤩 Die Bettwäsche ist durchlöchert und hat diverse unschöne Rostflecken.
Das Bad ist ein offenes Bad, was wir von den Malediven kennen. Da hat man auch mal einen Palmenwedel oder irgendwelche Blüten auf dem Boden zu liegen, aber das hier sieht schon anders aus. Die Ecken sind schmutzig, die Toilettenbürste steht ohne jeglichen Schutz da.
Dem Spülkasten fehlt der Deckel.
Das Waschbecken sieht nicht nur unlecker aus, es läuft auch nicht richtig ab.
Zum Schluss noch ein Blick auf die Dusche ...
Der kleine schwarze Strich sind Ameisen ... immer und immer ... und man weiß nicht, ob sie einem auf den Kopf fallen, wenn man duscht.
Ich höre jetzt auf, sonst ärgere ich mich wieder.
Zum Abendessen fragen wir vorsichtig herum, wie es bei den anderen ausschaut und siehe da ... wir sind nicht die einzigen. Da wir die ganze Woche im Paket inklusive des Tauchens gebucht haben und im Voraus bezahlen mussten, bleibt keine Alternative. Es war zu teuer, um auszuweichen.
Teil 3831. März 2015
Auch wenn die Unterkunft nach unserer Meinung kein gutes Preis - Leistungsverhältnis aufweist, lassen wir uns den Urlaub nicht vermiesen. Ganz schön ist, das es verschiedene Sitzgelegenheiten gibt, wo man sich zurückziehen kann. So zum Beispiel diese kleine Bank hier mit Blick aufs Wasser ...
... oder auch dieses Plateau aus Holz, auf dem zwei große Sitzgruppen stehen, in denen man richtig lümmeln kann.
Und der Blick von hier am Abend ist auch nicht schlecht.
03.01. - 07.01.2015
Um 08:00 gibt es jeden morgen Frühstück. Porridge, Pancakes, Eier, Toast und Obst - dazu gewürzten oder ungewürzten Kaffee. Der gewürzte Kaffee schmeckt nach Zimt und Ingwer und ist nicht jedermanns Sache.
Danach geht es zum Tauchen. Bis auf Anzug und Computer bekommen wir die Ausrüstung in der Tauchschule, die gleich neben dem Restaurant liegt.
Auch die Ausrüstung lässt zu wünschen übrig. Auf dem Bild ist deutlich zu sehen, dass der Tank nicht dicht ist. Uns so gibt es immer irgendetwas, was nicht in Ordnung ist.
Mag sein, dass wir diesbezüglich etwas verwöhnt sind. Deutsche Tauchschulen sind auch im Ausland sehr streng und wir haben bisher immer einwandfreie Ausrüstung bekommen. Aber man darf auch nicht vergessen - wir sind noch immer in Afrika. Da sieht man offensichtlich auch dieses Thema etwas lockerer. Gut, dass wir wenigstens eigene Computer haben.
Zu unser großen Freude erfolgt die Fahrt mit einem Schlauchboot. Da wird sich der Rücken aber freuen. 😮
Am Vormittag werden immer zwei Tauchgänge hintereinander gemacht. Zwischendurch gehen wir dort an Land, wo ein schöner einsamer Strand ist, nehmen einen kleinen Snack zu uns und achten darauf, dass die Oberflächenpause eingehalten wird. Eine Druckkammer gibt es auf der Insel nicht 🙁
Es gibt um Pemba herum sehr viele und sehr schöne Tauchgebiete. Und man muss nicht weit fahren. Uns haben insbesondere die großen Steilwände gefallen. Leider kann man aber auch hier und da die Auswirkungen vom noch weit verbreiteten Dynamitfischen sehen.
Teil 3931. März 2015
Auch wenn wir keine UW Fotoexperten sind und dies auch kein Taucherforum ist ... dennoch ein paar Bilder.
Ein Schwarzfleckenkugelfisch ...
Warzenschnecken sehen immer wieder toll aus.
Und erst der Weisstüpfelkofferfisch.
Ein Drachenkopf mit fast perfekter Tarnung.
Und natürlich der Anemonen-Feuerfisch.
Der Antennen - Rotfeuerfisch flüchtet ...
Die Masken - Egelfische halten Mittagsschlaf.
Teil 4031. März 2015
08.01.2015
Heute ist unser letzter und einziger 'freier' Tag. Da wir morgen fliegen, gehen wir heute nicht mehr tauchen. Nach dem Frühstück machen wir einen ausgiebigen Strandspaziergang und beobachten ein wenig die Seegrasbauern. Das ist wirklich harte Arbeit und bei dem Wetter würden wir ganz schön ins Schwitzen geraten. Für den Nachmittag haben wir uns ein Taxi bestellt. Es soll uns zum nördlichsten Punkt von Pemba bringen ... dort steht ein Leuchturm, auf den man hinaufsteigen kann. Auch das haben wir nur von Gästen erfahren. Der Taxifahrer ist fast pünktlich und versteht nicht, warum er nicht warten soll. 'Gehen Sie auf den Turm - ich warte'. Wir lehnen dankend ab und erzählen ihm, dass wir am Strand zurücklaufen wollen. Er lächert nur verwundert und schüttelt den Kopf. Was für verrückte Touristen. Der Leuchtturm ist schon sehr alt, nicht sehr schön, aber man hat einen tollen Ausblick.
Der Leuchtturmwärter erzählt die Geschichte des Ortes in Deutsch. Unglaublich toll - er ist super stolz und freut sich über ein reichliches Trinkgeld.
Wir verabschieden uns nett und ziehen unseres Weges. Zunächst kommen wir durch eine kleine Siedlung.
Immer wieder sind wir fasziniert von der üppigen Vegetation auf Pemba.
Hinter dem Dorf biegen wir zum Manta Resort ab. Dies ist eine super tolle Anlage mit breitem weißen Strand und wahrscheinlich auch sehr viel saubereren Zimmern. Wir treffen dort ein belgisches Pärchen und deren Freundin, die auch in unserem Resort wohnen. Sie erzählen uns, dass sie gefragt hätten, ob noch Zimmer frei sind und dass sie planen, morgen umzuziehen.
Wir halten uns nicht lange auf, weil wir den ganzen Weg zurück laufen wollen. Es dauert ungefähr 2 Stunden und geht über die Felder immer am Wasser entlang. Und hier gibt es diese wundervollen Strände ...
Teil 4131. März 2015
Immer wieder kann man auch diese kleinen Boote finden, die herrenlos im Wasser umherschaukeln.
Auf den Feldern werden diverse Früchte angebaut, unter anderem auch Erdnüsse. Wir haben bislang noch nie gesehen, wie sie wachsen und müssen daher einen Test machen.
So langsam neigt sich die Sonne und wir kommen gerade noch mit dem letzten Tageslicht in der Unterkunft an.
Auf der gesamten Strecke haben wir drei weitere Urlaubsreports gesehen, die alle fast fertig sind, aber noch nicht geöffnet. Bleibt nur zu hoffen, dass darunter auch eine halbwegs bezahlbare ist, die dem Kervan Saray Beach Resort Konkurrenz macht und damit hoffentlich die Inhaber bewegt, den Unzulänglichkeiten ihrer Unterkunft zu beseitigen. Denn Pemba ist wirklich eine tolle Insel und wert, besucht zu werden. Taucher kommen hier voll auf ihre Kosten.
09.01.2015
Heute treten wir die letzte Etappe unserer 5 wöchigen Reise an. Um 12:00 Uhr geht unser Flieger nach Zanzibar, wo wir noch 6 Nächte bleiben. Wir werden um 09:00 Uhr abgeholt - glücklicherweise dieses mal von einem ordentlichen Taxi mit funktionierender Klimaanlage. Auf dem Weg zum Flughafen müssen wir dreimal eine kleine Strassensperre passieren. Wir fragen, was der Grund dafür ist und erfahren, dass diese Sperren dafür sind, die Nelkentransporte zu kontrollieren. Der Staat hat das Monopol zum Ankauf der Nelken und bestimmt somit den Preis. Dieser ist so unattraktiv, dass immer wieder versucht wird, die eine oder andere Ladung zum Hafen zu 'schmuggeln', um sie dann an die Nachbarländer zu weitaus besseren Konditionen zu verkaufen.
Der Flieger verlässt Pemba pünktlich ... Zanzibar wir kommen. Hier ein Bild von Stonetown - eine beeindruckende Stadt.
Wir haben lange überlegt, wo wir uns auf Zanzibar einbuchen. Eine Option wäre gewesen, an einen der breiten weißen Sandstrände im Norden oder Osten der Insel zu gehen. Gute Resorts gibt es eine Vielzahl und man kann von überall Ausflüge machen. Aber wir wollen keinen Strandurlaub machen, sondern das Flair der Insel aufnehmen. Also entscheiden wir uns letztendlich für ein Hotel direkt in Stonetown. Und dort ist das Tempo Hotel eine sehr gute Wahl ... hier stimmt Preis und Leistung. Alles ist ordentlich und sauber, das Frühstücksbuffet ist sehr vielfältig und solange man nicht direkt zur Strasse hinaus wohnt, ist auch die Geräuschkulisse durchaus akzeptabel.
Das Hotel besteht aus zwei Flügeln ... und jeder hat eine große Terrasse, auf die man sich zurückziehen kann, wenn einem der Pool oder der Strand zu voll wird.
Der Pool hat durchaus eine Größe, welche zum Schwimmen einlädt. Und er wird jeden Tag zweimal gereinigt.
Die Terrasse des Restaurants bietet genug Platz für alle ...
... und der Blick auf das Meer ist auch schön.
Teil 4201. Apr. 2015
Wer mal gemütlich einen Tee am Strand trinken möchte ... hier geht das hervorragend.
Im Hotel fragen wir dann nach einem Autovermieter und nach einem Ausflug zu einer Gewürzplantage. Alles perfekt organisiert - ein älterer Herr (ich hab leider seinen Namen vergessen 🙂 ) wird herangerufen und wir vertrauensvoll an ihn übergeben. Wir besprechen, was wir wollen und er versichert uns, dass er sich darum kümmert. Am nächsten Morgen soll es gleich auf eine Gewürzfarm gehen. Okidoki ... bis morgen.
Nachdem das geregelt ist, machen wir unseren ersten Rundgang durch die nahegelegene Innenstadt. Wir sind begeistert von den kleinen Gassen und den vielen netten Geschäften.
Aber auch die etwas breiteren Gassen sind sehr interessant.
Es gibt auf Zanzibar super schöne Kunstgewerke zu kaufen - und kein Problem, es nach Hause zu bringen - Dank DHL 🙂
Zwischen den Gassen trifft man dann auch immer mal wieder auf einen kleinen Platz.
Teil 4301. Apr. 2015
Am Abend gehen wir zu den Forodhani Gardens. Das ist ein großer, gut gepflegter Park direkt am Meer, der jeden Abend zum Treffpunkt vieler Menschen wird. Sowohl Einheimische, aber auch viele Touristen genießen den Blick auf das Meer. Junge Männer führen von der Kai Mauer wagehalsige Sprünge ins Meer vor und finden viele begeisterte Zuschauer.
In einem Teil des Parks bauen jeden Abend diverse Anbieter ihre Stände auf und bieten jede Menge Leckereien an. Überall duftet es. Wir probieren natürlich auch etwas - ein Nutella Pizza 😛
Und einen frisch gepressten Zuckerrohrsaft. Der schmeckt mit der Limone zusammen ganz lecker.
Sehr lecker sehen auch die Fisch- und Fleischsticks aus.
Teil 4407. Apr. 2015
10.01.2015
Wie verabredet, steht heute morgen unser Guide vor der Tür mit einem Auto und einem Fahrer. Wir fahren ca. 30 Minuten nördlich von Stone Town zu einer Gewürzplantage. Dort angekommen, verabschiedet sich unser Guide und übergibt uns vertrauensvoll an zwei Tourguides der Plantage. Die Tour dauert ca. 1 Stunde und wir lernen viel über die verschiedenen tropischen Früchte und Gewürze. Es ist wirklich sehr interessant und wir staunen immer wieder, wie die verschiedenen Pflanzen aussehen. Vieles kennen wir nur als gemahlenes Pulver und man macht sich nicht wirklich Gedanken darüber, wo es herkommt und wie es wächst. Auch wenn wir keine Freunde von touristischen Veranstaltungen sind, würden wir solch ein Tour jedem empfehlen. Der zweite Guide läuft die ganze Zeit hinter uns her und sammelt verschiedene Blätter und Blüten auf und tut sie in einen Korb, den er aus Blättern geflochten hat. Danach bekommen wir zwei Ringe und werden kurzerhand getraut.
Irgendwann klettert er auf einen Baum und singt ein Liedchen. Zum Schluss bastelt er noch Schmuck für unsere Köpfe und wir werden gekrönt. Naja ... das ist alles eher nicht so unser Ding, aber die Guides haben viel Spaß daran und verdienen sich redlich ihr Trinkgeld 😉 .
Wir sind gegen mittag wieder zurück im Hotel und brechen nach einer Mittagspause dann am frühen Nachmittag auf zu einer Stadterkundungstour auf. Zunächst laufen wir am Wasser entlang bis zum Hafen. Auf dem Weg dahin kommen wir an einem der Sultanspaläste vorbei, der direkt am Arabischen Fort steht.
Unweit davon kann man die 'Old Dispensary' besuchen, welche durch die wunderschönen Holzbalustraden auffällt.
Am Hafen spürt man dann deutlich den Puls der Insel ... die Kinder geniessen das Meer ungeachtet der Nähe zu den Schiffen. Die Fähre im Hintergrund ist ein wichtiges Verbindungsglied zum Festland - sie ist immer gut 'beladen' - sowohl mit Einheimischen als auch mit einer Vielzahl an Touristen. Und die Containerschiffe transportieren sicherlich auch einiges von den Gewürzen und Früchten, die wir gesehen haben, in alle Welt.
Direkt am Hafen gibt es ein Restaurant mit dem dem Namen des berühmten Freddie Mercury, der hier in Stonetown geboren wurde.
Die meisten der Häuser in Stonetown wurden aus Korallenstein gebaut und sind recht verwittert, doch die hölzernen Balkons und die Bepflanzungen lenken das Augenmerk von den Fassaden ab.
Darüber hinaus sind auch viele Häuser mit prachtvollen Holztüren ausgestattet.
Teil 4516. Apr. 2015
Wir beobachten einen kleinen Jungen, der seine Wasserkanister immer wieder abstellt und etwas Wasser abgießt. Offensichtlich sind sie ihm zu schwer. Er läuft so flink wie ein Wiesel und man kann erahnen, wie die schweren Behälter ihn nach vorne ziehen.
Sich durch die engen Gassen von Stonetown seinen Weg zu bahnen, ist nicht ganz einfach.
Aber es ist sehr spannend. Hinter jeder Ecke gibt es wieder etwas Neues zu entdecken - unten die Geschäfte, darüber die Wäsche und ganz oben der Garten.
Irgendwann erreichen wir dann den Darajani Markt. Wirklich sehenswert und sehr authentisch. Immer wieder treffen wir auf nette Leute, die uns ihre Waren anbieten, aber nicht aufdringlich sind. Das macht wirklich Spaß.
Wenn wir in Afrika sind, muss auch ein Friseur besucht werden. Das ist immer total lustig. Der Barbier nimmt meinen Mann sofort ran und die Kunden, die schon länger warten, haben damit kein Problem. Da haben wir es wieder - die Zeit spielt in Afrika eine untergeordnete Rolle.
Viele der Händler haben keinen Stand und legen ihre Waren einfach auf die Straße.
Teil 4616. Apr. 2015
Aber es gibt auch normale Stände - sehr ansprechend.
Die Ananas hat hier eine beachtliche Größe - oder ist mein Mann etwa so klein 🤩
Lecker Lychees ...
Ansonsten gibt es jede Menge Gewürze, Hülsenfrüchte, gefärbte Teigwaren etc.
Eigentlich gibt es nichts, was es nicht gibt.
Die Farben- und Mustervielfalt der Stoffe ist enorm.
Und dann der Kracher ... verschleierte Frauen und Victoria Secret am Strassenrand - witzig 🤪
Dieser Markt ist wirklich sehenswert und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier. Jetzt aber sind wir k.o. und schleichen ins Hotel. Da es immer dort noch kein Bier gibt, landen wir wieder im benachbarten Restaurant.
Für morgen haben wir das Mietauto bestellt ... mal sehen, was uns da erwartet.
Teil 4716. Apr. 2015
11.Januar 2015
Heute sind wir mit dem Guide verabredet - er will uns ein Auto besorgen. Pünktlich um 10:00 erscheint er im Hotel und erklärt uns, dass wir jetzt erst einmal mit ihm mitkommen müssten, um eine Berechtigung zum Fahren zu erwirken. Es dauert auch nicht länger als zwei Stunden. Wir sind wenig begeistert und freuen uns über die Alternative, dass er es allein macht mit unseren Originalführerscheinen und wir derweil noch den Pool geniessen können. Nach knapp zwei Stunden ist er dann auch wieder zurück und in Begleitung eines jungen Mannes, dem wahrscheinlich das Auto gehört. Der Vertrag ist wenig zufriedenstellend - kein Hinweis auf den Zustand des Autos und auch nichts bezüglich einer Versicherung. Wir sollen 50 US$ pro Tag bezahlen, da sollte die Versicherung wohl enthalten sein. Er hat auch nichts dagegen einzuwenden, den Vertrag zu ergänzen. Eigentlich. Aber unser Guide spricht gut Englisch und will oder kann nichts in den Vertrag schreiben und der junge Mann könnte zwar schreiben, jedoch nicht in Englisch. Und so dauert es ein wenig bis letztendlich dann doch alles in etwa passt. Als wir dann endlich das Auto sehen, sind wir wenig begeistert. Aber wir wollen uns nicht beklagen, solange das Auto uns sicher an die Orte bringt, die wir sehen wollen. Die Fotos sind später gemacht worden, da wir zunächst noch Guide und Autobesitzer ein Stück mitnehmen müssen, da sie ja kein Auto mehr haben 😄
Der Spiegel ist mit einem Blech befestigt und auch nicht adjustierbar ... das ist ein bisschen anstrengend beim Fahren.
Das Profil der Reifen ist nur noch zu erahnen - doch solange es nicht regnet, sollte es gehen.
Wir wollen heute in den Norden der Insel fahren nach Nungwi Beach, was ca. 60km von Stonetown entfernt ist. Zunächst aber kommen wir an den sogenannten Honnecker - Bauten vorbei. Ein Relikt aus den Zeiten, als der Osten Deutschland 'brüderliche' Hilfe geleistet hat. Quadratisch, praktisch, hässlich.
Die Übertöpfe sehen auch so aus, als seien sie einer Mangelwirtschaft entsprungen. Herrlich.
Als wir dann endlich aus der Stadt herauskommen, wird die Landschaft auch sehr schön. Überall gibt es satt grüne Plantagen mit Obst, Gemüse und Gewürzen. Die Strassen sind auch sehr gut - das fällt uns besonders nach den drei Wochen Festland auf.
Kurz vor Nungwi biegen wir erst einmal bei Kwenda Rock ab. Tolle Strände und ziemlich coole Hotels - hier sieht alles sehr entspannt aus. Aber auch sehr touristisch ...
Wir haben eigentlich Badesachen und Handtücher mitgenommen, aber die Idylle trügt. Sobald wir irgendwo versuchen, uns niederzulassen, bekommen wir Besuch. Und der redet und redet und redet ... und auch wenn wir nichts kaufen, redet er weiter. Nervig. Sehr schade, denn es ist sehr schön hier. Also ziehen wir weiter.
Der Ort Nungwi hat nicht viel zu bieten. Staubig, trocken, schmutzig.
Aber der Strand, der ist wirklich schön. Und hier ist auch kaum etwas von den Gezeiten zu merken.
Aber auch hier ist alles auf den Tourismus ausgerichtet.
Die Schule ist aus und die Ruhe vorbei ...
Also werden wir auch hier uns nicht am Strand niederlassen. Schade - wirklich.
Da es noch nicht spät ist, fahren wir weiter an die Ostküste nach Matemwe. Auf dem Weg dorthin werden wir dreimal von der Polizei angehalten und kontrolliert. Und einmal richtig abgezockt. Mein Mann ist nur schwer zu beruhigen, weil der verhandelnde Polizist ziemlich dreist ist. Aber er gibt sich mit 20 US$ zufrieden, bedankt sich und winkt uns freundlich hinterher.
In Matemwe gibt es auch sehr schöne Strände, doch hier wird wieder Seegras angebaut.
Die Hotels sehen vornehmer aus. Die Gäste liegen in der Anlage, aber sobald sich jemand in Richtung Strand oder Wasser bewegt, sind wieder die nett redenden nervenden Leute da. Schrecklich. Wir verziehen uns auch hier schnell.
Teil 4817. Apr. 2015
Auf dem Rückweg durch das Landesinnere sind wir immer wieder begeistert von der schönen Landschaft und den Häusern, die oft inmitten der Plantagen liegen.
Unterwegs halten wir an einem dieser kleinen Häuser an und kaufen ein paar Gurken. Als kleine Zwischenmahlzeit 🙂
Auch hier auf der Insel gibt es den öffentlichen Verkehr. Immer wieder mal haben wir überlegt, ob wir es nicht einmal ausprobieren sollten. Aber bei der Wärme und der Vielzahl der Leute, die so ein Gefährt aufnimmt, macht es uns sicherlich keinen Spass.
Zurück im Hotel machen wir uns kurz frisch und gehen dann in ein nahegelegenes Restaurant ... das La Bistro. Nicht schlecht, aber auch nicht wirklich ein Highlight.
Teil 4917. Apr. 2015
12.01.2015
Mitternacht werden wir wach von einem enormen Kanonengedonner. Verdutzt schauen wir uns an - so aus dem Schlaf gerissen braucht es einen Moment, eh wir begreifen - heute ist ein Nationalfeiertag - der Tag der Revolution. Es wird der Sturz des Sultans 1964 gefeiert. Also legen wir uns beruhigt wieder hin und schlafen weiter. Nach dem Frühstück fahren wir heute durch die Inselmitte in den Osten - nach Chwaka. Hier gibt es nur wenig Touristen, dafür aber mehr Einheimische. Der Ort liegt an einer riesigen Bucht.
Was uns hier im Osten der Insel nicht gefällt ist, dass die Strasse hinter den Siedlungen oder den Hotels entlang führt. Auf der Karte sah es so aus, als könne man schön entlang der Küste fahren, aber dem ist nicht so. Jedoch gibt es immer wieder kleine Stichwege, die zum Wasser führen.
Ansonsten hat man häufig ein Bild, wie dieses ... ein großes Tor und dahinter eine luxuriöse Hotelanlage.
Schöne Strände gibt hier natürlich auch ... jedoch auch an vielen Stellen Seegras.
Und auch hier gibt es für uns keine Möglichkeit, ein lauschiges Plätzchen zu finden. Leider.
Immer wieder sind wir beeindruckt von den großen Mangobäumen mit ihrer Vielzahl an Früchten.
Am frühen Nachmittag sind wir dann wieder zurück im Hotel und genießen den Pool. Für das Abendessen haben wir uns heute ein äthiopisches Restaurant in der Nähe ausgesucht. Sehr schön, nett eingerichtet mit viel afrikanischer Kunst und das Essen ist sehr interessant. Es wird auf einem Fladen angerichtet, der an luftige Pfannkuchen erinnert, jedoch sauer ist. Toll.
Auf einem kleinen Schemel sitzt eine Frau und röstet Kaffee, der dann gleich in traditioneller Weise gebrüht wird. Wir würden gern versuchen, aber das würde uns den Schlaf rauben. Schade ...
Teil 5019. Apr. 2015
13.01.2015
Unser heutiges Ziel ist der Süden der Insel. Auf dem Weg dorthin gibt es immer wieder wunderschöne Alleen gesäumt von alten Mangobäumen.
Eigentlich wollten wir uns den Jozani Forest anschauen, aber laut Reiseführer geht das wieder nur mit Guide. Darauf haben wir aber keine Lust und so passieren wir ihn nur. Die Strände im Südosten der Insel sind auch sehr schön und die Hotels sind wieder zugänglicher und gemütlicher. Wer Kite-Surfen mag, ist hier sicherlich richtig. Wir schauen uns in Dongwe, Bwejuu und Paje um und fahren dann die südliche Runde über Jambiani zurück.
Am Nachmittag schlendern wir wieder ein wenig durch Stonetown. Fast täglich landen wir im Zanzibar Coffee House ... leckerer Maracuja - Kuchen und frischer Kaffee sind es wirklich wert. Der Kaffee ist auch ein tolles Mitbringsel. Unsere Familie war begeistert.
Danach geht es noch an den Strand. Die Liegen sind lustig und auch bequem.
Morgen geben wir das Auto ab. Es war schön, die Insel gesehen zu haben. Der Norden und der Südosten sind sehr ähnlich mit ihren schönen Stränden (von den Gezeiten mal abgesehen). Der Osten war für uns enttäuschend, weil man eigentlich nur 'Inland' fahren konnte und für einen Blick auf das Wasser immer Zwischenstopps machen musste. Das Inselinnere ist sehr hübsch mit seinen sattgrünen Feldern und Wäldern und die Dörfer sind sehr authentisch. Dennoch - drei Tage braucht man dafür eigentlich nicht.
Teil 5121. Apr. 2015
14.01.2015
Das Auto sollten wir eigentlich heute erst abgeben, aber ... sehr lustig ... wir trafen den Guide zufällig in Stowntown beim allabendlichen Bummel und er fragte, ob alles o.k. wäre. Ja sagten wir, das Auto ist o.k. und stehe am Hotel. Ob wir den Schlüssel mithätten. Ja ... haben wir. - Na dann, her damit. Wir holen das Auto morgen früh dann ab. Alles klar. So weit - so gut. Als wir am Hotel wieder ankamen, war das Auto bereits weg. 😉
An unserem letzten Tag lassen wir uns treiben. Am vormittag genießen wir noch einmal die quirlige Stadt. Wir laufen zunächst noch einmal in Richtung Hafen. Gestern Abend haben wir vom Restaurant aus beobachten können, wie direkt neben uns dieses Schiff beladen wurde. Und wir hatten viel Spaß. Uns wären viele Dinge eingefallen, die man hätte besser regeln können, um Zeit zu sparen. Aber die spielt ja nun mal in Afrika eine untergeordnete Rolle. Das Thema Sicherheit würden wir auch anders angehen. Erstaunt hat uns, dass große Luxuslimousinen namhafter deutscher Hersteller über den Sandstrand auf die Laderampe gehieft wurden und dort dann durch den Wellengang letztere immer mal hörbar den Unterboden kontaktierte. Das scheint hier aber niemanden zu stören. Jetzt - am Morgen - ist alles verstaut. Mehr oder weniger gut 🤩
Da passt kein Blatt mehr dazwischen ...
Als wir am Hafen ankommen, bietet sich uns ein tolles Bild - wieder liegt ein großes Containerschiff da und drum herum wuselt jede Menge 'Kleinschiff'. Auch die Fähre hat wieder neue Touristen gebracht.
Wir laufen eine ganze Weile die Malawiroad entlang. Als Fußgänger ergibt sich noch einmal ein anderes Bild. Aus dem Auto haben wir die Gegend nun schon ein paar mal gesehen, aber zu Fuß nimmt man mehr Details wahr und auch Gerüche. Immer wieder stoßen wir auf viel Müll, der sich mit dem nassen Untergrund vermischt und sehr unangenehm riecht. Die Bootsbauer stehen mit ihren nackten Füßen in dem Moder ... 🤩
Nachdem wir ca. 1 Stunde immer am Wasser entlang gegangen sind, biegen wir dann für den Rückweg landeinwärts ab und schlängeln uns durch die Häuser des neueren Stadtteil, der bei Weitem nicht so attraktiv ist, wie der alte Stadtteil. Aber nicht weniger interessant. Wir stoßen auf eine Strasse, in der diverse Handwerker aus den Metallresten von Kühlschränken alles Mögliche machen. Vieles, was man in der Küche benötigt, aber auch 'Kunstgewerke'. Die Arbeitsbedingungen sind jenseits dessen, was wir uns vorstellen können.
Mit unserem Interesse sowohl für die Arbeit als auch für die Produkte treffen wir auf sehr nette Menschen. Auch wenn wir noch nicht wissen, wie wir alle 'Mitbringsel' verstauen - kaufen wir hier einen Lampenschirm. Eine tolle Erinnerung. Wir bezahlen den doppelten Preis und sind noch immer beschämt über das Verhältnis von Arbeit zum Lohn. Aber der Mann freut sich offensichtlich.
Auf dem Rückweg kommen wir natürlich wieder an unserem 'African Coffee House' vorbei - ein letztes Mal gibt es den Maracuja - Kuchen, den ich auf jeden Fall zu Hause auch mal machen werde. Zum Abendessen gehen wir noch einmal in das äthiopische Restaurant. Das Essen war sehr interessant und die Speisekarte so lang, dass ein zweiter Besuch durchaus berechtigt ist.
Teil 5221. Apr. 2015
15.01.2015
Der Tag der Abreise. Für einen Aufpreis vereinbaren wir ein spätes Checkout - unser Flieger geht erst gegen 19:00. Und so packen wir nach dem Frühstück und geniessen dann noch einen letzten Tag das Meer.
Wir haben mit Tanzania unsere 4. Afrikareise absolviert und sind voll mit tollen Eindrücken. Es war das erste Mal für uns, dass wir Weihnachten und den Jahreswechsel weit weg von der Heimat verbracht haben. Sicherlich werden wir das nicht gleich wieder machen, aber - Gesundheit vorausgesetzt - ist eine Wiederholung nicht ausgeschlossen. Tanzania als Reiseland hat unsere Erwartungen voll erfüllt. Wir hatten uns gewünscht, Tiersichtungen und eine tolle Natur zusammenzubringen und das ist uns gelungen. Sicherlich muss man auch Glück mit dem Wetter haben - die Zeit zwischen den beiden Regenzeiten ist sehr gut geeignet, aber wie alles im Leben nicht fest vorausschaubar. Uns hat auch sehr gut gefallen, dass wir beim Reisen eine hohe Flexibilität hatten, allein dadurch, dass man die normalen CS nicht vorbuchen muss. Unsere bisherigen Reisen in Südafrika (Kapregion), Namibia (inkl. Caprivi) und Botswana haben uns sehr gut gefallen, aber wir empfanden Tanzania wegen der grünen Landschaft, der hohen Tierdichte und letztendlich der Möglichkeit, die Reise auf einer Insel ausklingen zu lassen, schon als eine sehr tolle Alternative. Jedoch sollte auch erwähnt werden, dass diese auch nicht ganz preiswert ist. Nicht wenige unserer Freunde werden nie verstehen, wie man so viel Geld bezahlen kann, um auf dem Dach eines Autos zu schlafen. Aber das ist so ... mit denen, die noch nie da waren bzw. die der Afrikavirus nie befallen hat. Wir jedenfalls werden es wieder tun ... so unsere Körper und unser Portemonnaie es erlauben werden.
Liebe Grüße an alle anderen 'Virusbefallenen' - Andrea