LumelaThemenstarter562 Beiträge · seit 200925. Feb. 2015 · #1
Hallo Offroader und Sambiakenner
Ist es möglich Mitte April die Petauke Road nach Mfune und weiter nach Lundazi,Mqocha Malawi Boarder Post zu fahren ? Kann man da schon durch den Luambe NP oder ist der Weg über den Lukusuzi NP eine Alternative um nicht nach Chipata zurück fahren zu müssen . Ilona Hupe empfielt die Route erst ab Mai
Wie sind denn aktuell die Bedingungen dort?
Lumela
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200825. Feb. 2015 · #2
Hallo, die Regenzeit ist dieses Mal sehr spät gekommen. Der Luangwa ist voll und den Versuch, die Petauke Rückwärts zu fahren, mussten wir vor 2 Wochen nach genau 10 km bei der ersten Bachdurchfahrt abbrechen. Dahinter breitete sich schlammiger, schwarzer Cotton Soil aus. Ich würde's lassen. Ein Problem ist auch, dass bevor die Flußdurchfahren nicht wieder instandgesetzt sind, es teilweise nur mit Hardcore Off Road und viel Materialeinsatz möglich ist, durch die Flüsse zu kommen, da die Böschungen großflächig weg sind. Oder Du bist darauf vorbereitet, ggf. alles wieder zurückzufahren. VG Christian
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201225. Feb. 2015 · #3
Hallo Lumela, für die Petauke Road mußt Du viel Zeit mitbringen, besonders für die letzten ca. 30 km vor Mfuwe. Du findest mehrere Tracks auf der T4A Navisoftware, wobei man nicht weiß welcher wirklich befahrbar ist. Im Laufe der Zeit sind die inzwischen Unbefahrbaren nicht gelöscht worden. Auch wenn man frische Spuren sieht, heißt das nur, daß dort Fahrzeuge gefahren sind, aber nicht, ob sie evtl. falsch gefahren sind und der Track ein Blindgänger ist. So kann es passieren, daß man plötzlich am steil abfallenden Ufer in ein tiefes Rivier steht und da nicht fahren kann. Dann heißt es zurück und eine andere Spur probieren. Manche Durchfahrten sind eng und steil, daß eine Hängerkupplung normalerweise aufliegt. Das kostet viel Zeit und bei uns wurde es das letzte Mal dunkel. Weitere Zeit kostet es, wenn plötzlich ein Elefant auf der Spur steht und seelenruhig frißt und man nicht vorbei kommt. Rechne zur T4A Zeitrechnung ca. 4-5 Stunden extra bis Mfuwe, wo wir statt um 16:00 um 21.00 Uhr ankamen. Die Hauptstrecke schneidet bis an die Grenze des South Luangwa. Dort gibt es eine Wasserdurchfahrt mit Betonschwelle. Dort links durchfahren (am besten zu Fuß ablaufen, ist nur wadenhoch), denn ab Mitte nach rechts sitzt ein bestialisches Modderloch. Wenn man da etwa in der Mitte durchfährt kommt man ohne Hilfe nicht raus, auch mit Eurem Trekker nicht. Trotz allem: Die Gegend ist wunderschön und voll Wild ab dort wo die Besiedlung aufhört (z.T. mit Bettelei), besonders wenn die Sonne unter geht. Wenn Du hängen bleibst, kannst Du für Tage dort sitzen, es sei denn Du hast ein Satellitentelefon und suchst Hilfe bei einer der Lodges oder in Mfuwe. Frage mal nach im Forum der 4x4 Community. Dort befindet sich ein südafrikanischer Farmer in der Gegend, den Du evtl. anschreiben kannst wegen dem aktuellen Stand. Sein Pseudonym lautet: Mfuwefarmer.
LumelaThemenstarter562 Beiträge · seit 200925. Feb. 2015 · #4
Danke Christian für die rasche Anwort. Es ist ja noch mehr als ein Monat Zeit bis dann . Wo in Petauke kann man sich über die aktuelle Situation erkundigen ? Welche Strecke bist Du gerade gefahren ? Grüße vom Bodensee Lumela
LumelaThemenstarter562 Beiträge · seit 200925. Feb. 2015 · #5
Grüß Gott Hajo Auch Dir vielen Dank für die Tpps . Es ist halt gut wenn man von Insidern Empfehlungen bekommt mit denen man auch was anfangen kann . Liebe Grüße Lumela
fordfahrer1'003 Beiträge · seit 200825. Feb. 2015 · #6
Wir sind vom Wildlife Camp losgefahren. Ich hatte dort vorher angefragt und Cora (Schweizerin) hat mir bestätigt, dass der Weg in der Wet ein no-go ist. Wir sind dann hinzu über Chipata. Aber das wollten wir selber sehen, also sind wir von Mfuwe nach Süden gefahren und nach einer halben Stunde durch den Wald war an einem Revier mit einem 1,50 m Absatz Schluss. Die Umfahrung endete, wie erwähnt im schwarzen Schlamm. Du kannst aber sicher kurz vorher im Wildlife Camp nachfragen, die reagieren sehr schnell. Ist überhaupt ein tolles Camp. Gruss Christian
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201225. Feb. 2015 · #7
fordfahrer schrieb:Wir sind vom Wildlife Camp losgefahren. Ich hatte dort vorher angefragt und Cora (Schweizerin) hat mir bestätigt, dass der Weg in der Wet ein no-go ist. Wir sind dann hinzu über Chipata. Aber das wollten wir selber sehen, also sind wir von Mfuwe nach Süden gefahren und nach einer halben Stunde durch den Wald war an einem Revier mit einem 1,50 m Absatz Schluss. Die Umfahrung endete, wie erwähnt im schwarzen Schlamm. Du kannst aber sicher kurz vorher im Wildlife Camp nachfragen, die reagieren sehr schnell. Ist überhaupt ein tolles Camp. Gruss Christian
Stimme ich Dir zu. Meine absolute Präferenz!
Martin F.195 Beiträge · seit 201515. März 2015 · #8
Hallo Lumela!
Fragen am besten in Petauke an der Tankstelle, wenn die es nicht wissen, dann holen sie jemanden der es weiß. Wie in anderen Antworten schon steht: Von Petauke aus kommen die blöden Stellen am Ende, weil man dort unten im schlammigen Uferbereich des Luangwa-Flusses fährt. Wenn man es von Petauke aus wagt, dann kann es sein, daß man wirklich weit zurück muß, sollte es nicht weitergehen.
Bei meinem ersten Petauke-Abenteuer kamen wir (Ende November) von Osten, nachdem alle meinten die Piste wäre unbefahrbar, war klar, daß wir das genau wissen wollten. Die üblen Stellen lagen damit also am Anfang, wenn man vom South Luangwa NP wegfährt. Ohne den Handgreifzug, den ich beim Auto-Vermieter bestellt hatte, hätten wir das Fahrzeug wohl eingebüßt, so waren es ein paar etwas schweißtreibende Bergeübungen. Und was Swakop1952 schreibt kann ich bestätigen: Hat etwas länger gedauert als gedacht, ich glaube wir waren 16 Stunden unterwegs. Landschiftlich aber wirklich schön. Elefanten hatten wir auch teils schon beängstigend viele.
Neulich bin ich (Anfang Dezember) vom South Luangwa auch mal zum North Luangwa gefahren und dann weiter nach Malawi, auch am Beginn der Regenzeit. Man fährt dabei an einigen Checkpoints vorbei (Beginn und Ende der vielen NPs oder Konzessionsgebiete die dort am Weg liegen), und wir haben an allen diesen Checkpoints gefragt ob es weiterginge. Ist wohl immer auch eine Frage ob und wieviel es die Tage davor geregnet hat. Denn dieser "black cotton soil" wird dann wirklich unbefahrbar.
Grüße Martin
facebook.com/martin.friedl.790
LumelaThemenstarter562 Beiträge · seit 200915. März 2015 · #9
Vielen Dank Martin
Wie Du empfohlen werden wir uns in Petauke genau erkundigen . Im Zweifelsfall fahren wir die Touriroute über Chipata zumal wir am Ende der Regenzeit unterwegs sein werden . Ob es nach Norden und Osten weitergeht nach Malavi müssen wir an den Checkpoints abklären . Einen Greifzug hätten wir schon dabei will ich aber nicht als "Fortbewegungsmittel" einplanen . Danke für Deine hardcore Fotos und Informationen .
Hallo Ihr, wenn ich den Thread richtig gelesen habe, dann ist wohl Ende Juni (Plan 28. Juni) die Strecke wahrscheinlich zu befahren sein. Wir kommen vom South Luangwa NP.
Wäre die T4A-Route über Chivimba, Maumba, Misoro Missionary, Tambala Village eine Alternative, wenn die Petauke Strecke nicht geht?
@Martin – die Fotos sind sehr beeindruckend, ich möchte solche nicht machen wollen 😉
Martin F.195 Beiträge · seit 201515. März 2015 · #11
Hallo Matthias!
Zu Deiner Streckenfrage kann ich leider nichts sagen, kenne ich nicht den Weg. Wenn Du einen eigenen Tread aufmachst und dort nach Bildern zum Thema "Autos und Wasser" fragst, könnte ich noch ein paar Pics einstellen 😉 Hier ist es - ich entschuldige mich dafür - leider Themenverfehlung, weil eben nicht auf der Petauke-Road.