welche route im november empfehlenswert

2 Antworten · 758 Aufrufe · gestartet 24. Jan. 2015 von elephant
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Themenstarter1 Beiträge · seit 201524. Jan. 2015 · #1
hallo,
ich bin neu hier, hab mich nun schon viele stunden durch das Internet gelesen, aber wäre sehr froh, wenn ich eurerseits ein paar tipps erhalte um meinen informationswirrwar ein wenig zu entwirren 🤪 🤪

Ich plane für kommenden November eine Selbstfahrerrundreise durch das südliche Afrika während zwei bis zweieinhalb Wochen (Mitte November bis Anfang Dezember). Eigentlich wäre ich sehr gerne durch Namibia und Botswana gefahren, bin mir aber sehr unsicher wegen den Temperaturen, da es sehr heiß und teilweise auch schwül zu sein scheint? ab 33-34 Grad finde ich es nicht mehr so angenehm. Der Fokus soll auf Tierbeobachtungen (gerne auch abseits der Touristenmassen) und schönen Landschaften bestehen - bei möglichst aushaltbaren Temperaturen.

Gedacht hätte ich eigentlich an Etosha, Caprivi, Chobe (aber der ist ab November geschlossen, oder?), Okawango und nach Möglichkeit rüber bis zu den Viktoriafällen. Oder würdet ihr vom Klima her eher andere Nationalparks empfehlen? von der Reisezeit wäre Südafrika ein wenig besser geeignet, oder? Ich möchte aber mehr das "ursprüngliche Afrika" kennenlernen und habe das Gefühl, dass ich dies ein wenig mehr in Namibia/Botswana finde? Generell sind wir es gewohnt, ziemlich schnell zu reisen - jeden Tag was Neues und weiter passt für uns sehr gut (habe schön öfters Rundreisen auf eigene Faust gemacht, wo ich immer wesentlich schneller war als empfohlen). Ich (28) reise mit meinem Vater (65), der nach der Rundreise wieder alleine heimreist (Direktflug notwendig da mit Umsteigen für ihn alleine zu kompliziert) und ich selbst würde dann noch 2 Wochen in einem Projekt dranhängen. Daher sollte unsere Rundreise Endpunkt haben, wo man mit einem Direktflug wieder nach Süddeutschland kommt (JNB, Windhoek oder Kapstadt) - Anfangspunkt wäre denk ich auch gut am selben da dann die Flugtarife günstiger sind.

Findet ihr einen 4x4 notwendig - bzw. für welche Strecken/Parks wäre er dringend notwendig und für welche genügt auch ein normales Auto? Entweder hätte ich an einen 4x4 mit Dachzelt gedacht, oder wenn ein normales Auto ausreicht, Übernachtung in einfachen Unterkünften - besteht hier preislich ein großer Unterschied? (es gibt sooo viele unterschiedliche preise, der überblick fehlt mir hier auch noch ein wenig)

Es ist alles noch ein wenig wirr und bin mir noch ziemlich unsicher, daher würde ich mich über einige Rückmeldungen, was gut möglich ist und was gar nicht geht, seeeeehr freuen!!! 🙂

vielen herzlichen dank im voraus!!

lg, elephant
4'140 Beiträge · seit 200925. Jan. 2015 · #2
Lieber Elefant,
erst mal willkommen im Forum, aber deine Fülle von Fragen ist in diesem Umfang kaum zu beantworten. Als erstes würde ich empfehlen mal einen guten Reiseführer ausführlich zu lesen und dann schon mal einiges auszugrenzen. Dann gibt es hier im Forum zu bestimmten Themen eine Suchfunktion rechts oben, da kannst du mal nachforschen, weil nämlich viele angesprochene Themen hier schon x-mal diskutiert wurden.
Ganz schiwerig ist deine "Wetterfrage", an die sich dann natürlich auch das Auto anschließt. Die kann keiner zuverlässig beantworten, denn wir haben hier keine Propheten. Es ist richtig, dass es im November schon mal über 35 °C haben kann, aber das ist im südlichen Afrika ja nichts Ungewöhnliches. Andererseits kommt es darauf an, wo du hinwillst. In der Kalahari ist es halt heißer als in den höheren Bergen und was den Regen bzw. die "Schwüle" betrifft, da freuen sich in der Regel die Namibier darauf. "Schwüle" habe ich bei 16 Reisen im südlichen Afrika allerdings ganz selten erlebt, denn die Gewitter, die sehr heftig sein können, sind lokal und zeitlich begrenzt. Die Autofrage schließt sich an, weil du nur dann einen 4x4 brauchst, wenn du die Teerpads verlässt und abseits der guten Gravelroads fährst. Da ist dann ein 4x4 in der Regenzeit ein Muss.
Für den Anfang aber empfehle ich dir nicht den Einstieg nach Botswana, sondern die Standardroute in Namibia: Windhoek 1T - Etoscha 4-5 T - Damaraland 3 T - Swakopmund 3 T - Sossusvlei 2 T. Dann hast du verschiedene Landschaften und auch Tiere gesehen und kannst die Bedingungen allgemein auch etwas einschätzen. Die Zeit würde ich aber unbedingt auf drei Wochen ausdehnen, damit das Ganze etwas entspannter ist. Du wirst dann schon sehen, dass du die Entfernungen gewaltig unterschätzt hast und beim nächsten Mal anders planen.
Was die Preise betrifft, so kannst du die in aller Regel im Internet selbst herausfinden. Natürlich ist Camping billiger als Lodges. Ich würde vielleicht beides einplanen. Wenn es z.B. in Swakop sehr neblig ist, dann fühlt man sich im kalten nassen Zelt nicht unbedingt wohl.
So, nun viel Spaß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
5'538 Beiträge · seit 200825. Jan. 2015 · #3
Hallo Elephant,

herzlich willkommen im Forum.

Ich versuche mal auf Deine einzelnen Fragen einzugehen, indem ich Dir zwischen Deinen Text rote Anmerkungen mache.

Ich plane für kommenden November eine Selbstfahrerrundreise durch das südliche Afrika während zwei bis zweieinhalb Wochen (Mitte November bis Anfang Dezember). Eigentlich wäre ich sehr gerne durch Namibia und Botswana gefahren,

für zwei oder auch drei Wochen ein fast unmögliches Unterfangen. Die Entfernungen und die Straßen sind nicht wie in Europa oder Amerika bin mir aber sehr unsicher wegen den Temperaturen, da es sehr heiß und teilweise auch schwül zu sein scheint? ab 33-34 Grad finde ich es nicht mehr so angenehm. Dann solltest Du diese Tour lassen, denn kälter wird es nirgendwo sein. Und dazu im Nortden relativ schwül, falls es schon regnet. Der Fokus soll auf Tierbeobachtungen (gerne auch abseits der Touristenmassen) und schönen Landschaften bestehen - bei möglichst aushaltbaren Temperaturen.Tiere wirst Du - egal welchen Part Du bereist, bestimmt viele sehen. Es fragt sich nur, was Du alles sehen willst. Elefant? - in der Etoscha selten.
Gedacht hätte ich eigentlich an Etosha, Caprivi, Chobe (aber der ist ab November geschlossen, oder?), Okawango und nach Möglichkeit rüber bis zu den Viktoriafällen. Das kannst Du vergissen. Entscheide Dich entweder für den Norden inkl. Zambezi, dafür mit einem Tagesausflug an die Vic Falls (aber ohne die ganzen sonstigen Ziele in Botswana) oder für die Mitte Namibias. Oder würdet ihr vom Klima her eher andere Nationalparks empfehlen? von der Reisezeit wäre Südafrika ein wenig besser geeignet, oder? ja. Südafrika wäre besser geeignetIch möchte aber mehr das "ursprüngliche Afrika" kennenlernen und habe das Gefühl, dass ich dies ein wenig mehr in Namibia/Botswana finde? Das ist ein Irrtum, es sei denn, Du bist nördlich des Veterinärzaunes. Die Mitte und der Süden Namibias sind schon ziemlich europäisch Generell sind wir es gewohnt, ziemlich schnell zu reisen - jeden Tag was Neues und weiter passt für uns sehr gut (habe schön öfters Rundreisen auf eigene Faust gemacht, wo ich immer wesentlich schneller war als empfohlen). Ich (28) reise mit meinem Vater (65), der nach der Rundreise wieder alleine heimreist (Direktflug notwendig da mit Umsteigen für ihn alleine zu kompliziert) und ich selbst würde dann noch 2 Wochen in einem Projekt dranhängen. Daher sollte unsere Rundreise Endpunkt haben, wo man mit einem Direktflug wieder nach Süddeutschland kommt (JNB, Windhoek oder Kapstadt) - Anfangspunkt wäre denk ich auch gut am selben da dann die Flugtarife günstiger sind. Da musst Du mal Dein Reisebüro fragen oder im Internet surfen, um die passenden Flüge zu finden. Es gibt viele Direktflüge von Frankfurt und München nach Johannesburg oder Kapstadt. Wenn es N sein soll, geht das aber mit Air Namibia nur zwischen Frankfurt und Windhoek.

Findet ihr einen 4x4 notwendig - bzw. für welche Strecken/Parks wäre er dringend notwendig und für welche genügt auch ein normales Auto?Ein 4 x 4 ist nie nötig, wenn Du auf den Hauptstraßen bleibst. Sinnvoll wäre er aber um diese Jahreszeit, da Du in den Parks und auf den Nebenstraßen mit Gravel und Schlamm konfrontiert wirst Entweder hätte ich an einen 4x4 mit Dachzelt gedacht, oder wenn ein normales Auto ausreicht, Übernachtung in einfachen Unterkünften - besteht hier preislich ein großer Unterschied? (es gibt sooo viele unterschiedliche preise, der überblick fehlt mir hier auch noch ein wenig) Da gehe doch mal - wenn Du weißt, welchen Part Du Dir ansehen willst - in ein Reisebüro oder erkundige Dich hier bei einem der vielen Partner.

Es ist alles noch ein wenig wirr Sorry, da muss ich Dir Recht geben und bin mir noch ziemlich unsicher, daher würde ich mich über einige Rückmeldungen, was gut möglich ist und was gar nicht geht, seeeeehr freuen!!! 🙂

vielen herzlichen dank im voraus!!

In einem anderen Thread - Namibia in zwei Wochen für Einsteiger - April 2015 - habe ich gerade folgende Route empfohlen. Die passt wegen der Wetterbedingungen wahrscheinlich auch für Dich
Meine Runde sähe dann so aus:

1. Windhoek
2. WDH - Spreetshoogte - Sesriem
3. Sesriem/Sossusvlei
4. - 6. Swakopmund
7. - 10. Erindi
10. - 11. Okonjima
12. + 13. Düsternbrook
14. Windhoek.

Liebe Grüße von der sonnigen Atlantikküste
Gerd