SAA - Finanzsituation spitzt sich zu

11 Antworten · 3'529 Aufrufe · gestartet 23. Jan. 2015 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200623. Jan. 2015 · #1
Moin zusammen,

wie den Medien heute zu entnehmen ist, musste die Regierung Südafrikas SAA eine weitere Bürgschaft über 6,5 Milliarden Rand für Kredite geben. Damit steigt die Summe der Bürgschaften für die Fluggesellschaft auf insgesamt 14,5 Milliarden Rand. Die Regierung hat deutlich gesagt, dass es die letzte Finanzhilfe für SAA ist...

Es bleibt also abzuwarten, was im Fall der Fälle wirklich passiert und wie (ob?) es mit SAA weitergeht.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
Gast23. Jan. 2015 · #2
Hallo,

wie auch bei Air Namibia war es auch bei SAA vorher schon x-mal die angeblich allerletzte Staatshilfe. Politisches Geschwätz, um den Wähler zu beruhigen. Der Unterschied zu Air Namibia ist, dass der Staat da schon Milliarden an Steuergeld unwiederbringlich versenkt hat. Bei SAA sind es bisher nur Bürgschaften, die den Staat praktisch nichts kosten - es sei denn sie werden mal fällig.

Der namibische Steuerzahler darf in Air Namibia reinbuttern, weil Air Namibia angeblich so wichtig für die Entwicklung des Tourismus in Namibia ist. Aktuell vertickt Air Namibia wieder Johannesburg und Kapstadt ab Frankfurt für 585 EUR. Flüge nur bis Windhoek ohne Anschlussflug an exakt den gleichen Terminen sind deutlich teurer. Grandiose Strategie zur Förderung des Tourismus in Namibia und sinnvoll angelegtes Steuergeld.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200623. Jan. 2015 · #3
Hi Guido,

einmal tieeef durchatmen. Es geht hier um SAA, nicht um AN (andere Länder, andere Voraussetzungen... alles anders) 🙂

Viele Grüße
Christian
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Gast23. Jan. 2015 · #4
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:einmal tieeef durchatmen.
Die Frage die Du aufgeworfen hast, ob es mit SAA weiter geht, stellt sich derzeit überhaupt nicht. Ansonsten klappt es mit dem Atmen ganz gut. Ich hätte gerade in den letzten Wochen seitenweise Zeug hier einfüllen können, wie Unfähigkeit, Chaos und Hickhack rund um die namibische Luftfahrt wie gewohnt weiter gehen. z.B. http://tourismupdate.co.za/NewsDetails.aspx?newsId=75209
Ich hab's mir bewusst geklemmt.

Beste Grüße

Guido
2'664 Beiträge · seit 201223. Jan. 2015 · #5
Drechselschorsch schrieb:Hallo Christian,
kann es sein das du Vorgänge in Namibia durch die rosarote Brille betrachtest , ist mir schon oft in den Sinn gekommen.
Hi Schorsch, das nennt man Lokalpatriotismus.
Der Christian ist vor einiger Zeit umgezogen aber nun endgültig angekommen...!
Anders bei mir,ich bin zwar irgendwann in Germanien eingereist, aber noch immer nicht angekommen!
Bin halt noch immer im freien Flug 😉
So geht es nun mal.
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200623. Jan. 2015 · #6
OFF TOPIC
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Hi Georg,

die Situation bei AN ist besser als vor einem Jahr (das sie nicht gut ist, ist klar), die bei SAA schlechter als vor einem Jahr. Aber es ging hier schlichtweg nicht um Vergleiche, sondern um eine Information die ich zu SAA mitteilen wollte.

Es geht mir, deutlich gesagt, auf den S*** wenn alles und jedes immer mit dem "ach so schlechten" Namibia verglichen wird. Schreibt doch auch keiner was zur Situation der Air Berlin etc., nur wenn ich von SAA spreche.

Beste Grüße (auf dem auf Regen wartenden Windhoek)
Christian
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zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
Gast23. Jan. 2015 · #7
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Aber es ging hier schlichtweg nicht um Vergleiche, sondern um eine Information die ich zu SAA mitteilen wollte.
Du wolltest eine Information zu SAA teilen. Ich eine zu AN. Das zum Ausgangsthema andere Aspekte hinzu kommen, ist hier in 90% der Threads so. Ein Problem erschließt sich mir dabei nicht.
travelNAMIBIA schrieb:Es geht mir, deutlich gesagt, auf den S*** wenn alles und jedes immer mit dem "ach so schlechten" Namibia verglichen wird.
Die gesamte Luftfahrt in Namibia ist objektiv in einem weitaus desolaterem Zustand als die in Südafrika. Der Staat hat jede beliebige Milliardensumme für Air Namibia. Geld um für ein Mindestmaß an Sicherheit in der Luftfahrt zu sorgen, ist nicht da. Siehe Lizenzdesaster um Air Namibia im letzten Jahr, siehe nicht funktionierende Flughafenfeuerwehr, siehe nicht vorhandenes Kontrollpersonal und Hickhack um die ICAO-Experten(«none of the three inspectors currently deployed in the flight operations division has the required experience and competency levels to certify, approve and carry out continued oversight over Air Namibia's airbus operations.»), siehe Fast-Zusammenstöße im namibischen Luftraum, siehe Einstellung der Kontrolle des Luftraums und temporärer Downgrade auf die niedrigste Stufe, siehe das Namibia Ende Dezember wieder nicht weit weg vom Blacklisting war, siehe das Fluglotsen sich weigern, von der ICAO überprüft zu werden (« it came to light that the Air Traffic Control Division refused to be audited by the International Civil Aviation Organisation (ICAO)»), siehe das auch aktuell wieder Probleme bei der Lizenzerneuerung von Air Namibia drohen[(«We have a genuine concern that the re-certification process which is currently underway for Air Namibia might become invalid in accordance with the standards as laid down by Icao»), siehe...
Wenn Dir solche Kritik an Namibia auf den S**** geht, ist das Dein persönliches Problem. Namibia wird da nicht schlecht gemacht. Namibia ist in Sachen Luftfahrt objektiv schlecht. Sagen im Übrigen Namibier und die zuständige ICAO und nicht ich.

Aber sei beruhigt: Sofern nicht ganz gravierende Dinge passieren, werde ich mich zu dem Thema nicht mehr äußern.
travelNAMIBIA schrieb:Schreibt doch auch keiner was zur Situation der Air Berlin etc., nur wenn ich von SAA spreche.
Nicht alles was hinkt, ist ein Vergleich. Air Berlin ist keine staatliche Airline, bekommt keine Steuergelder oder Staatsbügrschaften, fliegt nicht im südlichen Afrika, die Verluste dort bezahlen die Araber. Anknüpfungspunkte zu SAA/AN sehe ich da erst mal nicht so ganz, zumal das hier das Namibia-Forum und nicht das Deutschland-Forum ist.

Beste Grüße

Guido
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
409 Beiträge · seit 200924. Jan. 2015 · #8
Es gibt, soweit ich weiss, in Afrika nur eine Airline, die schwarze Zahlen schreibt: Air Gambia. Und das nicht weil sie so extrem günstig sind oder einen Wahnsinnsservice bietet, nein, Air Gambia hat keine Flugzeuge. Die wurden 1994 abgeschafft. Seither ist die Airline nur noch am Boden und damit finanziell nicht mehr am Boden.
Geht doch.

Gruss
Camelthorn
"Nothing is more powerful than an idea whose time has come" (Victor Hugo)
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200624. Jan. 2015 · #9
Hi Guido.

die genannten Punkte sind unbestritten, auch wenn die ICAO sich anscheinend auch mehr als "frech" verhält (wilde Erpressungen etc.), siehe: http://www.namibian.com.na/indexx.php?id=22518&page_type=story_detail&category_id=1
Und das die Airports Company einen etwas verklärten Blick auf die Dinge hat ist auch unbestritten: "Der namibische Flughafenbetreiber Namibia Airports Company NAC verteidigt die hohen Flugsteuern. Wie das staatliche Unternehmen in einer Pressemitteilung erklärte, würden die Gebühren für den Erhalt und Ausbau der Flughafeninfrastruktur genutzt. Diese befinde sich laut der Erklärung auf weltweit höchstem Niveau. Scheinbar hatten sich viele Reisende über die hohen Gebühren beschwert. Diese würden dazu führen, dass es keine günstigen Flüge von und nach Namibia gebe. Die Flugsteuern und –abgaben im südlichen Afrika gelten als die höchsten weltweit." (Quelle: www.hitradio.com.na)

Aber: Es hat alles nichts mit der Finanzlage von SAA zu tun.

Hi Camelthorn,

da geht es Air Gambia wie Sierra National Airlines aus Sierra Leone. Die machen auch Gewinn - Dank der Tatsache, dass sie keine Flieger haben.

Beste Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 24. Jan. 2015
Gast24. Jan. 2015 · #10
Hi Camelthorn,

es gibt eine Reihe afrikanischer Airlines, die profitabel sind/waren. Ethiopian macht seit mehr als einer Dekade Jahr für Jahr Gewinn. Comair (Kulula/BA) ist profitabel. Einige nordafrikanische Airlines wie Egyptair und Tunisair waren auch jahrelang profitabel und sind jetzt nur unverschuldet durch externe Effekte in die Verlustzone geraten (arabischer Frühling/Unruhen mit einhergehend massiv eingebrochenen Passagierzahlen).

Ist grundsätzlich also nicht hoffnungslos mit der Fliegerei in Afrika. Die Passagierzahlen steigen und insbesondere der überraschend mehr als halbierte Ölpreis hat die Rahmenbedingungen für Airlines jetzt gravierend verbessert. Das gilt vor allem für die vielen Versuche, mit eher älterem Fluggerät neue Low-Cost-Carrier in Afrika hoch zu ziehen.

Beste Grüße

Guido
129 Beiträge · seit 201326. Feb. 2015 · #12
Dass die München Route Gewinne bringt kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man sieht wie der A340 den ganzen Tag von der Ankunft Morgens bis zum Abflug Abends einfach nur auf dem Vorfeld rum steht und von einem Mitarbeiter bewacht wird... 😐

Dafür ist der Abflug in München wenigstens immer pünktlich 😁
zuletzt bearbeitet 26. Feb. 2015