Namibia

18 Antworten · 4'053 Aufrufe · gestartet 21. Jan. 2015 von Logi
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Themenstarter16,9k Beiträge · seit 201221. Jan. 2015 · #1
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33,1k Beiträge · seit 200621. Jan. 2015 · #2
Hi Logi,

vielleicht weiß Carsten Möhle es?!
Ansonsten könntest Du mal NCS direkt per eMail (http://www.ncs.gov.na/?pagename=contactus) anschreiben. Rechne aber nicht mit einer Antwort 😉

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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1'086 Beiträge · seit 200921. Jan. 2015 · #3
Hallo Loge,

unbestätigten Gerüchten zufolge soll es einmal ein Etablisement des horizontalen Gewerbes gewesen sein.

Gruß Klaus
1'483 Beiträge · seit 200921. Jan. 2015 · #4
Hi Logi,
nur der Ansatz einer Vermutung: Die Keimzelle von Lüderitz war "Fort Vogelsang", von dem Bremer Kaufmann V. als zuerst eine Holzhütte errichtet. Vielleicht später im bekannten Festungsstill gesichert??
Wie gesagt, das ist nur eine Idee.

Gruß Piscator.
33,1k Beiträge · seit 200621. Jan. 2015 · #5
Hi Piscator,

Fort Vogelsang war für einige Zeit der Name von Lüderitz, d.h. der ganzen Stadt.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter16,9k Beiträge · seit 201221. Jan. 2015 · #6
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1'425 Beiträge · seit 201321. Jan. 2015 · #7
Hi Logi,

vielleicht findest du kein historisches Gebäude, weil es einfach kein historisches Gebäude ist, sondern schlicht und einfach ein Gefängnis, gebaut in Form eines alten Forts.

Unter
http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_National_Monuments_of_Namibia
findest du alle historischen Gebäude etc.in Namibia und da ist auch nichts zu finden, auch kein Gebäude unter einer anderen Bezeichnung an dieser Stelle.

Nicht alles was historisch aussieht ist auch wirklich historisch 😉

LG

Claudia
Unsere Reisen findet man unter: http://clamat.de/
zuletzt bearbeitet 21. Jan. 2015
4'140 Beiträge · seit 200922. Jan. 2015 · #8
Hallo Logi,
ich muss Claudia Recht geben, dass nicht alle historisch ist, was so aussieht.
Alle vom Denkmalschutzrat anerkannten Gebäude findest du hier:
http://www.nhc-nam.org/index.php
Da ist dieses Gebäude nicht dabei. Aus deutscher Kolonialzeit stammt es sicher nicht, es ist auf keinem Bild aus dieser Zeit zu sehen.
Ich würde mal bei der Stadtverwaltung in Lüderitz nachfragen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2015
33,1k Beiträge · seit 200622. Jan. 2015 · #9
Moin Claudia,
findest du alle historischen Gebäude etc.in Namibia
nee, da findest Du alle, die ein Nationales Denkmal sind. Das ist ja bei den wenigsten (ich schätze 5 %) nur der Fall. Fast alle Häuser in Windhoek entlang der Bismarckstr., viele Häuser in Klein Windhoek und entlang der Robert Mugabe Ave sind historisch und keine Denkmäler.

Dennoch ändert es wahrscheinlich nichts daran, dass das Gefängnis in Lüderitz wohl nicht historisch ist 🙂

Viele Grüße
Christian

@Buschi: Die Seite vom NHC kann man sich sparen - wird seit Monaten/Jahren nicht mehr upgedated. Der Reiter ist da ja auch noch drauf. Die Wikipedia-Liste ist da definitiv die bessere/aktuellere Wahl!
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4'129 Beiträge · seit 200822. Jan. 2015 · #10
Hatte grad Spaß am recherchieren…
Habe mich am Namen "Fort Vogelsang" orientiert.
Konkrete Angaben über das Gebäude selbst sind allerdings nicht dabei.
Gruß lilytrotter


Wenn es denn das Fort Vogelsang sein sollte, könnte es wohl so ca. aus der Zeit um 1884 sein…
http://www.altearmee.de/herero/cormans.htm
erster Absatz

zuvor sah es dort wohl so aus
Auszug aus: Auf Kupfersuche in Lüderitzland”
http://www.namibiana.de/namibia-information/literaturauszuege/titel/auf-kupfersuche-in-luederitzland-juergen-dick-9789994576197-978-99945-76-19-7.html
“…Angra Pequena
Am Freitag, den 24.10.1884 kommt Lüderitzland in Sicht. Nachmittags halb 3 läuft die „Formica", nachdem sie die Diazspitze passiert hat, bei ziemlich heftigem Sturm in den Hafen von Angra Pequena ein und geht 100 Meter vom Strand entfernt vor Anker. Der erste Eindruck, den man vom Meer aus hat, ist trostlos und beeindruckend zugleich. „Fort Vogelsang" besteht aus den vier Holzhäusern der Lüderitzschen Faktorei und ca. 12 Namakrals. Die kleine Siedlung, auf einem öden, sandigen Strand gelegen, wird eingerahmt von der 93 Meter hohen Nautilusspitze auf der rechten Seite und kleineren, namenlosen Höhenzügen zur Linken. Im Hintergrund erhebt sich der Elisabethberg, am Horizont gewaltige Sanddünen, deren Konturen von den ständigen Sandstürmen verwaschen sind. Weit und breit nur nackte Felsen und Sand, weit und breit, soweit das Auge reicht, kein grünes Blatt. ...“


Da Angra Pequena schon 1883 als Fort Vogelsang bezeichnet wurde, könnte man davon ausgehen, dass es dort ein Gebäude gegeben hat, auf das der Bergiff Fort zutrifft – wie immer das Fort derzeit auch ausgesehen haben mag…


Hier noch weitere Rechercheergebnisse:
http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsch-Südwestafrika
„Die erste offizielle Flaggenhissung in Südwestafrika fand am 7. August 1884 unter Beteiligung des Nama-Kaptein Josef Fredericks II. nebst seinen Ratsleuten, der Besatzungen zweier deutscher Kriegsschiffe, der Kreuzerfregatte Leipzig und der Korvette Elisabeth, und Vertretern der Firma Lüderitz am Fort Vogelsang in Lüderitzbucht statt.“

http://www.dmz-netz.de/2010/04/14/der-reiter-von-windhuk/
“…Die Welt war schon fast ganz unter den großen Kolonialmächten aufgeteilt, als am 1. Mai 1883 der gerade einmal einundzwanzigjährige Heinrich Vogelsang im Auftrag des Bremer Kaufmanns Adolf Lüderitz die Bucht von Angra Pequena („Kleine Bucht“), die heutige Lüderitzbucht, erwarb. 200 alte Gewehre und 100 englische Pfund hatte der Nama-Häuptling Josef Fredericks II. dafür verlangt. Die fünf Meilen Hinterland, die das Gebiet außerdem umfaßte, waren bezogen auf die preußische Meile, die etwa 7,5 Kilometern entspricht. Mit den deutschen Maßen jedoch mußten die Einheimischen in den folgenden Jahrzehnten erst vertraut werden. Das erworbene Gebiet wurde am 24. April 1884 unter den Schutz des Deutschen Reiches gestellt, um die Landerwerbungen des Bremer Kaufmanns gegen britische Gebietsansprüche zu sichern. Die erste offizielle Flaggenhissung fand am 7. August 1884 unter Beteiligung Josef Fredericks II., der Besatzungen zweier deutscher Kriegsschiffe – der Kreuzerfregatte Leipzig und der Korvette Elisabeth – und Vertretern der Firma Lüderitz am Fort Vogelsang in Lüderitzbucht statt. Die Basis für Deutsch-Südwest war gelegt.“
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 22. Jan. 2015
1'483 Beiträge · seit 200922. Jan. 2015 · #11
Hi Lilytrotter,
genau den Spaß hatte ich gestern auch, bin auf dieselben Quellen gestoßen. Leider hat christian die Idee dann ja ausgekontert. Ich glaube auch immer noch ein Bischen an fort Vogelsang.

Gruß Piscator
33,1k Beiträge · seit 200622. Jan. 2015 · #12
Hi Piscator,
genau den Spaß hatte ich gestern auch, bin auf dieselben Quellen gestoßen. Leider hat christian die Idee dann ja ausgekontert. Ich glaube auch immer noch ein Bischen an fort Vogelsang.
ich habe mir ja auch den Spaß gemacht und da kam eigentlich bei raus, dass der Herr Vogelsang die ganze Stadt so benannt hat. Ob er vom Fort träumte...? Aber definitiv kann ich es auch nicht sagen. Aber in den historischen Büchern die ich so habe, kommt nie ein tatsächliches Fort in Lüderitz zur Sprache.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter16,9k Beiträge · seit 201222. Jan. 2015 · #13
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zuletzt bearbeitet 20. Juni 2026
4'140 Beiträge · seit 200923. Jan. 2015 · #14
Hallo,
aus der deutschen Kolonialzeit stammt dieses Gebäude mit Sicherheit nicht. Ich habe nun etliche Fotos aus dieser Zeit angeschaut und durchsucht, es ist nicht zu entdecken.
Anbei mal eines der ältesten bekannten Fotos als Ansichtskarte 1889 verschickt, damit ihr mal eine Vorstellung habt, wie die ganze "Stadt" damals ausgesehen hat.
Gruß:
Burschi

hbd4d761.jpg
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zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
4'129 Beiträge · seit 200823. Jan. 2015 · #15
Passt ja ziemlich genau zu der Beschreibung aus: Auf Kupfersuche in Lüderitzland”
www.namibiana.de/nam...8-99945-76-19-7.html
“…Angra Pequena
Am Freitag, den 24.10.1884 ... Der erste Eindruck, den man vom Meer aus hat, ist trostlos und beeindruckend zugleich. „Fort Vogelsang" besteht aus den vier Holzhäusern der Lüderitzschen Faktorei und ca. 12 Namakrals. "

Auf der Ansichtskarte stehen nur wenige Häuser mehr 🙂

Schade eigentlich, ich finde alte Forts immer spannend.

Ist ja wirklich interessant, nach dem Gebäude zu suchen. Bisher scheint noch niemand dieses Haus fotografiert zu haben, jedenfalls finde ich nicht im Netz, - was natürlich im Prinzip nix heißt, aber bei einem Gebäude, das recht imposant daherkommt, ungewöhnlich ist.
- ist es vielleicht ein vollkommen neues Haus?

Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter Always look on the bright side of life... :-) Walvisbay boomt
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
1'483 Beiträge · seit 200923. Jan. 2015 · #16
Hochinteressant diese Postkarte.! Danke Burschi!
@ Lillytrotter: Genau bei der Quelle habe ich aufgegeben.

Gruß Piscator
2'664 Beiträge · seit 201223. Jan. 2015 · #17
Das ist der ganz normale Knast, und nicht erbaut in der Kolonialzeit. Mit einem Fort hat das nichts zu tun. Da könnt Ihr suchen soviel Ihr wollt.
Die meisten der Kolonialzeitknäste sind in den 60iger und 70iger Jahren durch Neubauten ersetzt worden, weil sie aus Lehmstein gebaut und nicht ausbruchsicher waren, und generell abgerissen wurden. Kleine Ortschaften hatten immer einen Knast hinter der Polizeistation. Mit jedem Neubau einer Polizeistation gab es auch immer einen neuen Knast. So gibt es in manchen Orten bis zu zwei leerstehende Zellentrakte.
zuletzt bearbeitet 23. Jan. 2015
1'287 Beiträge · seit 200623. Jan. 2015 · #18
Sehr geehrter Logi,

Der ( gelb gestrichene ) Vorderbau wurde 1996/97 von Architekt Bob Mould erbaut.
Hinter diesem neuen Gefängnis - beim alten Eukalyptusbaum, der sein Wasserbedarf wahrscheinlich aus der Gefängniswäscherei deckt - ist noch der Gebäuderest des alten deutschen Lagerraums, Munitionsbunker und Untersuchungshaftgefängnis. Zum richtigen Gefängnis wurde das Gebäude erst zur Südafrikanischen Besatzungszeit aufgewertet.

Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek
Carsten Möhle
Themenstarter16,9k Beiträge · seit 201223. Jan. 2015 · #19
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zuletzt bearbeitet 20. Juni 2026