Verunsicherung eines Ersttäters

9 Antworten · 2'130 Aufrufe · gestartet 18. Nov. 2014 von Stubentiger
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201418. Nov. 2014 · #1
Liebes Forum, ich lese schon seit längerem hier mit und habe schon viele wertvolle Infos bekommen. Im September 2015 möchten wir zu zweit nach Namibia, können uns aber bezüglich des Fahrzeuges nicht entscheiden. Ursprünglich war eine Mischung aus Lodge/ Camping mit Dachzelt geplant, aufgrund der immer mehr wachsenden Verunsicherung beim vielen Lesen aufgrund der Vers. bedingungen der Vermieter aus Namibia ist jetzt eine reine Lodgetour geplant. Zur Auswahl stehen ein SUV 2x4 oder Hilux DC 4x4 von Europcar/ Dertour. Die Flüge sind gebucht, folgende Route ist geplant:
1 Ü Windhoek (Ankunft mit Condor), am nächsten Tag Übernahme Mietwagen
2 Bagatelle Kalahari
2 SesriemDesert Camp
2 Swakopmund Central Guesthouse
1 Hohenstein Lodge
2 Ugab Terrace Logde
1 Dolomite
2 Okaukuejo
1 Onguma Bush Camp
2 Waterberg Wilderness
1 Düsternbrook
Für den SUV ist kein zweites Ersatzrad möglich- würdet Ihr diese Tour ohne 2. Ersatzrad machen oder besser den Hilux mieten?
Gibt es Optimierungsbedarf zu Route und Unterkünften (gerne auch Vorschläge zu preislich günstigeren, aber trotzdem guten Unterkünften, wir legen keinen Wert auf Luxus). Vielen Dank für Eure Hilfe
1'162 Beiträge · seit 201218. Nov. 2014 · #2
Hallo Stubentiger,

ein 2. Ersatzrad beruhigt ungemein, wird aber wirklich nur in Ausnahmefällen benötigt. Deine Strecke ist einfach und für Reifen im Grunde ungefährlich.

Bagatelle ist toll, aber etwas preiswerter und etwas weniger toll ist Kalahari Anib Lodge nur wenige km entfernt. Wenn das Budget reicht bleibt bei Bagatelle.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
1'419 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #3
Servus,

ich versteh das Ganze net ganz. Wieso Versicherungsbedingungen der Vermieter aus NAM? Wenn Du Wert drauf legst das Auto samt Campingausrüstung in D zu buchen, kannst Du das doch genauso?

Grüssle
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*" Reisebericht Sao Tomé 2011 Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
100 Beiträge · seit 201418. Nov. 2014 · #4
Hallo Stubentiger

Was hat Dich genau verunsichert? Die Tour sollte problemlos mit beiden Fahrzeugen gefahren werden können, die Strassen auf dieser Strecke sind in einem sehr guten Zustand.

Gruss
Anne
Themenstarter2 Beiträge · seit 201418. Nov. 2014 · #5
Hallo, danke für Eure schnellen Antworten.
Verunsichert hat mich, dass z.B. bei einem Unfall ohne Fremdbeteiligung wie Überschlagen keine Versicherung bezahlt (auch nicht bei reduzierter SB w/fahrlässig) und ich dann auf dem kompletten Schaden sitzen bleibe- oder habe ich hier etwas falsch verstanden? Mir ist klar, dass auf Namibias Straßen langsam gefahren werden muss und andere Straßenverhältnisse herrschen, aber ich kann nicht einschätzen, wie oft so etwas vorkommt.

LG
Stubentiger
1'162 Beiträge · seit 201218. Nov. 2014 · #6
Nochmals Stubentiger,

was verunsichert Dich? Auch in D zahlt keine Versicherung bei grober Fahrlässigkeit oder Trunkenheit (könnte man als identisch einstufen). Warum erwartest Du in Nam andere Konditionen? Auch Afrika ist inzwischen weitgehend zivilisiert und läßt auch für Autofahrerspinner keinen Freiraum mehr.

Beste Grüße
Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
3'080 Beiträge · seit 200919. Nov. 2014 · #7
Hallo Stubentiger,

die Frage nach der Versicherung stellt sich doch nicht. Entweder du buchst in Deutschland eine Rundum-Sorglos-Variante, das lassen sich alle Veranstalter gut bezahlen oder du buchst bei einem lokalen Veranstalter nach namibischem oder südafrikanischen Recht eine Variante mit 0 Selbstbhehalt.

Die oft gestellte Frage nach einem zweiten Reserverad beantworte ich immer mit der Gegenfrage "was wollen Sie mit dem Auto anstellen dass Sie befürchten zwei Reifen irreparabel zu beschädigen?"

Unfälle ohne Beteiligung eines zweiten Fahrzeuges sind leider die häufigsten Schäden und deshalb werden sie nicht versichert, die meisten Schäden entstehen dadurch dass einfach auf gravel zu schnell gefahren wird. Wenn du in Deutschland bei glatten Straßen zu schnell unterwegs bist zahlt deine Versicherung auch nicht, das ist wohl überall auf der Welt so. Angepasste Geschwindigkeit. Nicht rasen und defensiv fahren, keine Fahrten in der Dunkelheit und nicht gleich am Ankunftstag noch 600km fahren wollen, aber das planst du ja nicht, da bist du einigen anderen schon weit überlegen....

Auf der Route reicht locker ein SUV mit vernünftigen Reifen oder zumindest einem Reparatur-Set

lg sasowewi
1'182 Beiträge · seit 200619. Nov. 2014 · #8
Hallo, mein lieber Stefan,

da muss ich Dich doch etwas einbremsen. Ein Unfall auf glatter Straße wird von deutschen Versicherern i. d. R. bezahlt, weil es allenfalls leichte Fahrlässigkeit ist. Wenn ein Versicherer schwere Fahrlässigkeit annimmt, muss er das beweisen, was meist nicht möglich ist. Der entscheidende Unterschied ist, dass in NAM nicht unterschieden wird zwischen leichter und schwerer Fahrlässigkeit.

Beste Grüße,
Bernd
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4'140 Beiträge · seit 200919. Nov. 2014 · #9
Hallo Stefan,
ich kann dich beruhigen, so schlimm ist es in Namibia auch nicht. Ich bin bei den Reisen in den 15 Jahren in Namibia ca. 60.000 km gefahren und habe einen Platten gehabt. Entscheidend ist, dass man defensiv fährt und sich wirklich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält: 120 kmh auf Teer und 80 kmh auf Gravel. Und hier liegt nämlich der Hund begraben. Viele nehmen sich zu lange Strecken am Tag vor und fahren auf Gravel zu schnell. Besonders in Kurven oder bei Wildwechsel kommt es dann auf dem berühmten Wellblech zu Überschlägen. Davon habe ich selbst leider einige sehen müssen. Die meisten Autos haben inzwischen eine Blackbox, welche die Geschwindigkeit aufzeichnet und dann kann dir der vermieter nachweisen, dass du zu schnell gefahren bist. Das gilt als fahrlässig und die Versicherung zahlt nicht.
Im eigenen Interesse aber gilt: kürzere Strecken und langsamer fahren, dann kannst du mit einem SUV auf Namibias Straßen ganz beruhigt die Reise antreten.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
1'794 Beiträge · seit 201319. Nov. 2014 · #10
Hallo Stubentiger, willkommen im Forum!

Verstehe nicht ganz was die Versicherungsbedingungen-ob man sie jetzt mag oder nicht- mit der Entschedung Camping oder Lodgetour zu tun haben?

Zur Route: Es ist doch eure erste Tour durch ´Namibia?

Die Route gefällt mir recht gut, häufig wird empfohlen beim ersten Besuch den Waterberg wegzu lassen!

Wie auch immer, ich würde eine Nacht Onguma mehr machen und eventuell eine Nacht Swakop mehr und schwupp wäre der Waterberg weg!

Bagatelle und Desert Camp unbedingt lassen, ist echt klasse dort!

Viel Spaß beim Planen.

LG NOGRILA