klaramusThemenstarter47 Beiträge · seit 200818. Nov. 2014 · #1
Eigentlich wollte ich jetzt dort sein, aber durch Schwangerschaft (nein, nicht meine) musste ich die Reise auf den Januar verschieben. Die Regenzeit scheint zwar neuerdings gerne auszufallen, aber falls nicht? Werden nach durchschnittlichen Erfahrungen die Hauptwege gefahrlos ohne 4x4 befahrbar sein und wird es sporadisch oder häufiger regnen? Daß die Etoshapfanne vermutlich ausfällt, ist mit natürlich klar. Gruß, K.
bei solchen Fragen empfehle ich den Kauf eines Reiseführers für Namibia! Wieso sollte Etosha ausfallen? Wieso fällt die Regenzeit "neuerdings gerne aus"? 2011 hatten wir zum Beispiel einen Jahrhundertregen, da konnte sich London noch eine Scheibe von abschneiden.
Du fährst zum Höhepunkt der Regenzeit und in größter Hitze. Es kann gut sein, dass Du mal ein paar Stunden vor einem laufenden Rivier (=fließenden Fluss) ausharren oder gar einen Umweg fahren musst. Dies kann aber keiner Dir jetzt definitiv sagen. Und in Etosha siehst Du - eben je nach Regenfall - nicht so viel an den Wasserlöchern... aber ansonsten wirst Du zu keiner Zeit in Etosha enttäuscht werden.
Mit was für einem Auto bist Du unterwegs? Wo willst Du hinfahren? Wirst Du campen?
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Burschi4'140 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #3
Hallo K. Christian hat völlig Recht. Etoscha fällt nie aus, das ist immer da! 🙂 🙂 😉 Es kommt aber auf deine Erwartungen an. Zu sehen gibt es immer was, aber man muss halt evtl. etwas mehr fahren oder mehr Geduld haben oder sich auch andere Tiere als nur die ganz Großen anschauen. Außerdem hat es heuer in einigen Gebieten Namibias schon ganz gut geregnet und wie es im Januar sein wird ist ebenso Spekulation wie der Schneefall bei uns Da kann nix seinn, aber auch 1 Meter liegen. Wer kann das schon vorhersagen. Auf jeden Fall würde ich in dieser Zeit nicht mit einem einfachen PKW unterwegs sein, sondern schon sicherheitshalber einen 4x4 mieten. Es sei denn, du fährst nur die Teerstraßen. Gruß: Burschi
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200718. Nov. 2014 · #4
Also ich war bis dato zweimal im Jänner in Namibia, da eher im Eck Nordwestlich von Windhoek. Das ganze mit Motorrad und es war überhaupt kein Problem. Auch 2011 nicht, als es eine "Jahrhundert-Regenzeit" gab. Gut, wir sind nicht in den Caprivi gefahren, wie wir das eigentlich vor hatten, aber Etoscha war überhaupt kein Problem und auch die Hauptstraßen konnten problemlos befahren werden.
Auch 2011 nicht, als es eine "Jahrhundert-Regenzeit" gab.
die gab es leider auch nicht im Nordwesten und auch nicht danach; deshalb werden weiterhin Nahrungsmittel dorthin geschickt 🙁 Ansonsten war 2011 aber fast überall "Land unter".
Viele Grüße Christian
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Clamat1'425 Beiträge · seit 201318. Nov. 2014 · #6
Hi K.
Frag doch einfach mal ihn:
Das Forum kann dir viele Tipps geben, aber orakeln kann es leider (noch ) nicht 🤩 🤪 🤩 😛 🤩 🤪 😉
Allrad würde ich dir aber auch auf jeden Fall empfehlen
klaramusThemenstarter47 Beiträge · seit 200818. Nov. 2014 · #7
Es geht mir nicht um Orakel oder Reiseführerinhalte, sondern um eigene Erfahrungen wie z.B. von dergnagflow (ich bin übrigens schon mal in Marokko eingeschneit und konnte mit meinem Mopped nicht weiter-aber nur ein paar Stunden lang). Reiseführer werden ziemlich oft abgeschrieben, daher lieber persönliche und eigene Eindrücke. Laut Reiseführer und Klimatabelle ist der Monat Januar auch nicht heisser als der November, was mich erstaunte. Und bezgl. ausgefallener Regenzeit habe ich die Info von Namibiafahrern, die vor 1 Jahr dort waren und dort die Infos bekamen. Von denen habe ich auch erfahren, daß in der Regenzeit die gut zugänglichen Wasserlöcher, welche oft von den Lodges gefüllt werden, aus natürlichen Gründen wenig frequentiert werden. Was ich unbedingt - neben den Sternen und Erleben der Landschaft- sehen möchte, ist die Sossusvlei, die Köcherbaumwälder und Kolmanskop. Da ich allein reise, werde ich im Auto schlafen, was für mich weder das erste noch das letze Mal sein wird. Und ich habe seit Jahren ein Konzept, in 2 Wochen das zu sehen, was mich reizt und fliege auch gerne mehrfach in die gleiche Gegend. Um ehrlich zu sein, würde ich natürlich am liebsten mit meinem Mopped von der Haustüre aus starten und längs durch Afrika fahren (ich habe es bisher nur bis Mali geschafft, als die Zeiten noch sicherer waren).
Vielleicht gibt es noch mehr unter uns, welche im Januar unterwegs waren, damit ich mir ein besseres Bild machen kann, als die allgemeinen Infos hergeben. Gruß, K.
peter 081'927 Beiträge · seit 200818. Nov. 2014 · #8
klaramus schrieb:. .........Und bezgl. ausgefallener Regenzeit habe ich die Info von Namibiafahrern, die vor 1 Jahr dort waren und dort die Infos bekamen. Von denen habe ich auch erfahren, daß in der Regenzeit die gut zugänglichen Wasserlöcher, welche oft von den Lodges gefüllt werden, aus natürlichen Gründen wenig frequentiert werden......
Diese Info ist richtig.
Allerdings halte ich die Idee, im Jan nicht in die Etosha zu fahren, auch für überzogen. Manche Nebenwege sind dann eventl. nur noch mit 4x4 zu machen, die Hauptroute ist problemlos zu befahren.
ich verstehe nicht ganz was für Infos Du noch erwartest. Deine Ausgangsfrage ist doch beantwortet, oder?
Etosha immer sehenswert Befahrbarkeit der Strassen abhängig vom Regen; due meisten sind aber immer - mit zeitlicher Unterbrechung - befahrbar.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
klaramusThemenstarter47 Beiträge · seit 200818. Nov. 2014 · #10
Leider sind die Antworten nicht so individuell wie ich es gewünscht habe. Das sind Infos, die ich überall nachlesen kann. Ich möchte mir ein Bild über das Wetter machen und zwar in der Art: Wenn mich ein Himba fragt, was er wohl ein Wetter erwarten kann, wenn er im November nach Deutschland reist, würde ich antworten "du wirst mit oft tagelang grauem Wetter mit viel Regen rechnen müssen, die Sonne ist fast ständig hinter Wolken verborgen und der erste Schnee könnte fallen (was ihm als Wüstenbewohner durchaus gefallen könnte)" wohlwissend, daß zwar selten aber doch hin und wieder der November regenarm und noch seltener überwiegend sonnig ist. Und wenn er skifahren will, würde ich glatt vom November abraten, obwohl in manchen seltenen Jahren schon der November in den Bergen schneereich ist.
Und so habe ich mit einer Antwort gerechnet, wie ...es regnet bei uns in der Regenzeit nur stundenweise heftig aber meistens nicht täglich und dann ist der Himmel wieder blau...oder das Gegenteil. Und da hat bisher nur einer geschrieben, er wäre problemlos 2mal im Januar hier gewesen. Und natürlich die tollen Berichte von Peter vom Februar. Gruß, K.
Etoshapfanne zu befahren geht nicht , weil dann meistens voll mit Wasser - und die Hauptstraßen im Park waren eigentlich immer frei(obwohl es schon vorkommen kann, dass es kostenlose Bodenwäsche gab und viele kleine Schleifen im Park gesperrt sind). 4x4 ist schon beruhigender! Die Strassen im Süden werden weniger das Problem sein. Angesicht der Hitze waren wir über Regenfälle eher erfreut!
Du merkst auch ich kann nur den Konjunktiv anbieten. Gruß
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200718. Nov. 2014 · #12
Es kommt natürlich auch ein wenig drauf an, wo du hin willst. Wir fahren auch wieder von Mitte Jänner bis Anfang Februar nach Namibia, diesmal aber mit 4x4 und nicht mit Motorrad. Ziel ist Sossusvlei, dann Swakopmund und Richtung Nordwesten, Palmwag, Purros, dann Etosha.
Wir hatten im Jänner mit den beiden Motorradtouren in einigen Flussbetten schöne Elephantenherden, auch Strausse und Giraffen. 2011 hab' ich auf dem Crowthers Trail auch ein ein Nashorn gesehen. Es war dort fast immer trocken, die Befahrbarkeit war kein Problem. In Etosha waren Abends in Namutoni wenig Tiere am Wasserloch, aber auf den Rundfahrten haben wir genügend Tiere (auch Löwen) gesehen.
Mach' dir keine großen Sorgen, vor allem, wenn du auf den "normalen" Routen unterwegs bist.
Das unangenehmste (mit Motorrädern) war ein wenig Regen Richtung Swakopmund, wo die Salzstraße durch den Regen ein wenig schlüpfrig wurde. Swakopmund im Regen war dann auch sehr ungewöhnlich laut Aussage der Einwohner dort...
Wenn du auf Nummer Sicher gehen willst, nimm dir ein 4x4 und schau' halt, dass du ein wenig Zeitpuffer hast. Ansonsten gibt's keinen Grund, nicht im Jänner zu fahren.
dergnagflow2'534 Beiträge · seit 200718. Nov. 2014 · #13
klaramus schrieb:Und so habe ich mit einer Antwort gerechnet, wie
Also unser Tourguide hat gemeint: Im November/Dezember gibt's die kleine Regenzeit. Da gibt's eine kleine Chance auf Regen. Im Jänner bis März gibt's die große Regenzeit, da gibt's größere Chance auf Regen.
Wenn du dir die Regenmengen ansiehst, dann regnet's generell eher wenig in Namibia. Wenn, dann auch im Jänner eher kurz, Nachmittags, Abends und keinesfalls stundenlang wie in Europa im Oktober oder November. Eher wie im Frühling, im April. Blauer Himmel, Wolken, kurzer Guss und dann wieder trocken. Kein tagelanger Salzburger Schnürlregen, wo man kaum trocken wird.
Wir sind bei den beiden Malen im Jänner am Motorrad vielleicht zwei, drei Mal in einen Guss gekommen, aber waren nach sehr kurzer Zeit wieder trocken. Und das, ohne auch nur daran gedacht zu haben, irgendein Regengewand anzuziehen.
Und geschlafen haben wir in Zelten praktisch immer ohne Überzelt. Ein Mal haben wir in Etoscha ein Zimmer genommen, weil's am Nachmittag extrem geschüttet hat und wir dann das Zelt nicht mehr aufstellen wollten.
Clamat1'425 Beiträge · seit 201318. Nov. 2014 · #14
Hi K.
klaramus schrieb:Leider sind die Antworten nicht so individuell wie ich es gewünscht habe. Das sind Infos, die ich überall nachlesen kann. Ich möchte mir ein Bild über das Wetter machen und zwar in der Art: Wenn mich ein Himba fragt, was er wohl ein Wetter erwarten kann, wenn er im November nach Deutschland reist, würde ich antworten "du wirst mit oft tagelang grauem Wetter mit viel Regen rechnen müssen, die Sonne ist fast ständig hinter Wolken verborgen und der erste Schnee könnte fallen (was ihm als Wüstenbewohner durchaus gefallen könnte)" .
Siehst du, so kann es anders sein 😄
Wir haben zur Zeit eine recht schöne (viel zu warme) Wetterlage mit Temperaturen zwischen 10 und sogar 17 Grad bei zum Teil schönstem Sonnenschein und keinerlei Aussicht auf Schnee , meine Zitronen und Oleander stehen immer noch auf der Terrasse 🤩 Normalerweise haben wir Anfang November den ersten klirrenden Frost.
Ich war schon an genau dem selben Tag, jedoch in einem anderen Jahr, am selben Platz und hatte ganz andere Gegebenheiten und Temperaturen. Letztes Jahr war ich Anfang November in Sizilien, ich hatte traumhaftes Wetter und einen Etna welcher rumspuckte. Dieses Jahr hatte es sintflutartige Regenfälle 😐 Ich war 2010 im Yosemite NP und bin mit T-Shirt gewandert und es war heiß, am nächsten Tag hatten wir 10cm Schnee und sind nicht mehr über die Sierra gekommen 🙄 2009 waren wir im März in der Etosha und hatten traumhafte Sichtungen an den Wasserlöchern, es waren die reinsten Wimmelbilder mit den verschiedensten Tierarten, hatten Löwen, Elefanten, Giraffen................ Dieses Jahr war zur gleichen Zeit alles unter Wasser gestanden, an den Wasserlöchern gab es auch nicht ein Tier (ich hatte extra 2 Nächte in Okaukuejo eingeplant, es war nichts, aber auch gar nichts an Tier da 🤢 ). Es war aber wunderschön die Tiere selber zu suchen. Es lässt sich nicht voraussagen wie es werden wird. Es kann so oder so sein. Wenn du alleine unterwegs bist und im Auto übernachtest, also total frei bist in der Planung, dann entscheide doch einfach vor Ort wo du hin gehts, es kann nur spannend werden 😉
ich versuche es nochmal, auch wenn ich kein Ovahimba bin:
Kleine Regenzeit von Oktober bis November, große Regenzeit von Januar bis April. Im Dezember, v.a. um Weihnachten, regnet es meist nicht. Wenn es regnet, dann meist alle paar Tage einmal für einige Stunden; fast immer am Abend und nachts. In der Wüste regnet es tendenziell weniger, im Süden ebenso. Die Regenmenge nimm von Südwesten nach Nordosten zu.
Regenzeit 2011/2012 - viel Regen überall ("Jahrhundertregen") außer im Nordwesten; es gab vielerorts 100 % mehr als der langjährige Durchschnitt Regenzeit 2012/2013 - kein Regen landesweit; extreme Dürre Regenzeit 2013/2014 - normale Regenzeit mit landesweit durchschnittlichem Regen (außer im Nordwesten)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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