Wunscherfüllungen in Südafrika

Reisebericht 73 Antworten · 17,0k Aufrufe · gestartet 17. Nov. 2014 von Burschi
2'847 Beiträge · seit 201118. Nov. 2014 · #21
Hallo Burschi,

aaach, die Cliff Lodge - wie schön!
(Mein Sohn war gestern in De Kelders und in Hermanus - kein einziger Wal! )

Und eine kurze Anmerkung zu Camps Bay: es gibt wunderschöne Unterkünfte unter dem Berg, da sieht und hört man nichts von der Straße, sieht nur das Meer.
Den Stau kann man gut umgehen, indem man "hinten rum" - über Tafelberg und M62 - fährt.

Ich freue mich auf die Weiterfahrt,
Strelitzie
1'324 Beiträge · seit 201318. Nov. 2014 · #22
Die Wale von Land aus zu sehen ist schon immer etwas Besonderes. Wenn man Glück hat sind sogar Jumper dabei.
Hermanus fand ich auch immer recht nett. Besonders das dortige Deli. Die frisch geräucherten Lachsforellen sind einfach wunderbar.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
324 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #23
Hi Burschi,

da geht einem doch das Herz auf bei dem schönen Bild vom Nordzimmer in der Cliff-Lodge. Wir haben es auch bekommen im letzten Jahr und es ist einfach nur klasse dort. Hat Gideon Euch auch am Abend bei kloeks@home eingebucht? War das lecker....

Danke auch für die anderen schönen Bilder, echt tolle Aufnahmen!

Viele Grüße
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #24
@ Strelitzie
Die Küstenstraße von Camps Bay nach Kapstadt sind wir nie gefa´hren, sondern wie von dir beschrieben nur über den Tafelberg, weil wir relativ weit oben in Camps Bay gewohnt haben und die Strecke so viel kürzer war. Allerdings stören die Autoschlangen halt auch, wenn man mal in der Victoria Road in Camps spazieren gehen möchte.
Die Wale haben wir am 21. / 22. Oktober gesehen, da waren in der Bucht von De Kelders oft 8 beisammen, darunter Kühe mit Kälbern.
@ Melanie
Leider kann ich das Kloeks nicht empfehlen. Es steht an der Restaurantliste unseres Uraubs an vorletzter Stelle. (Ambiente sehr nett, aber lieblos angerichteter "homemade salad" (Spinatblätter mit harten Stielen, ein paar Cherrytomaten und Fetawürfel ohne jegliches Dressing, Essig und Öl am Tisch; Fischportion sehr übersichtlich, Kartoffelbrei als Beilage etwas mehr als ein Esslöffel, Wein und Bier gibt es nicht, das muss man selbst mitbringen; Kühlung für Weißwein musste ich erst anfordern) Tut mir leid, vielleicht hast du ja bessere Erfahrungen gemacht, jeder Koch kann mal einen schlechten Tag haben.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #25
Hallo,
da draußen Dauerregen ist, kann ich schnell mal weiter machen:
In de Kleders:
Schon vor dem Frühstück saßen wir auf dem Balkon zum Beobachten der Wale und nach dem Frühstück eine Wanderung entlang der Küste durch das Schutzgebiet. Am Nachmittag dann eine Wanderung in die andere Richtung. Sehr schön ist die Flora des Fynbos an der Küste, die uns in vielen Farben begeistert. Sogar eine Orchidee finden wir zwischen den Büschen. Auch einer Schlange und einer Schildkröte begegnen wir.
Resümee: Cliff Lodge ist Spitzenklasse, einziges Manko: Die Empfehlung für das „Koerk´s Restaurant“ am Abend (Ambiente nett, aber Wein muss man selber mitbringen, Salat lieblos ohne Dressing, Fischportion sehr übersichtlich)

Am nächsten Tag Fahrt über R326 und R 316 nach Bredasdorp und dann zum Cap Agulhas, dem südlichsten Punkt Afrikas. O,K,, ich gebe zu, das Cap Agulhas ist nicht gerade eine Spitzenattraktion, aber ich wollte einfach mal an diesem Punkt stehen, auch wenn es wieder nur ein Foto vor einer Tafel ist. Das erspare ich euch.
🙂 Schöner ist da schon die Küstenflora:

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Leider war dann keine Zeit mehr für einen sinnvollen Besuch im De Hoop Nature Reserve. Hier hätte ich gerne einen Tag zugebracht. So sind wir in Bredasdorp eingekehrt und haben es nicht bereut. Im Restaurant hinter dem Rosengarten haben wir in sehr schönem Ambiente hervorragend gegessen. Unterwegs war auch die einzig handgezogene Autofähre in Malgas über den Breede-River ein kleines Erlebnis. Weiter auf Gravelroad!
Ziel des Tages war dann Swellendam. Hier Übernachtung im „Schoone Oudt Country House“ (sehr schöne Übernachtungsmöglichkeit, große Zimmer in „Kolonialstil“ eingerichtet mit Bademänteln und Badeschlappen für den großen Pool im Garten. Hier würde ich wieder übernachten. Auch Abendessen ist hier möglich, die Karte ist aber etwas eingeschränkt. Das Frühstück wird in drei Gängen serviert, daher fällt das Büfett etwas geringer aus. Am Morgen steht ein frisch gewaschner Wagen zur Abreise bereit.)

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Sehenswert ist die Kirche des Ortes und auch einige Häuser in kapholländischem Stil sind eine Beachtung wert.

Am Vormittag des nächsten Tages besuchen wir den nahe gelegenen „Bontebok-Park“. Es ist der kleinste Nationalpark, aber meine Erwartungen, hier Buntböcke und Kapbergzebras zu sehen wurden erfüllt. Man kann im eigenen Auto fahren und mehrere Wanderungen machen. Neben einer reichen Vogelwelt gibt es auch viele Schildkröten zu beobachten.

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Auf der N2 ging es dann weiter nach Wilderness, unserem nächsten Ziel. Mosselbay und George haben uns als große Städte nicht angesprochen, daher haben wir die Orte ausgelassen.
Übernachtung im „Mes Amis – Guesthouse“ (schöne Lage auf einer Klippe am Strand, zu dem man direkten unverbauten Zugang hat. Zimmer großzügig mit Terrasse, kein Pool – man kann ja direkt ans Meer – freundliche netter Service, Auto ist am Morgen sauber gewaschen, Frühstück sehr ordentlich)

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Die Empfehlung für den Abend, das „Girls“ (nein! Kein Nachtclub! 🤩 ) im Ort selbst, haben wir nicht bereut, es ist ein ausgezeichnetes Fischrestaurant, wo eine Vorbestellung aber sinnvoll ist. Ebenso gut sind hier die Wildgerichte. Aber es gibt auch noch ein paar andere nette Lokale in Wilderness.
Was wir da so gemacht haben, dann beim nächsten Mal.
Gruß:
Burschi
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324 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #26
Hi Burschi,

das tut mir total leid für Euch, solche Erfahrungen haben wir im Kloeks absolut nicht gemacht. Ok, Wein mitbringen wußten wir von Gideon und haben aus seinem Bestand den eiskalten Wein in der Flaschenkühltasche mitgenommen. Unser Essen war allerdings echt klasse. Aber vielleicht hat der Koch wirklich einen schlechten Tag gehabt oder sogar gewechselt, who knows. Ist ja bei uns auch schon im letzten Jahr gewesen. Mal schauen, ob wir hier gelegentlich noch weitere Berichte dazu finden werden.

Viele Grüße
Melanie
Die Strasse gleitet fort und fort, weg von der Tür, wo sie beginnt, weit überland, von Ort zu Ort. Ich folge ihr, so gut ich kann. Ihr lauf ich raschen Fusses nach, bis sie sich gross und weit verflicht mit Weg und Wagnis tausendfach. Und wohin dann? Ich weiss es nicht. J.R.R. Tolkien, Der Herr der Ringe
3'080 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #27
Hallo Burschi,

hab das bisherige mal so überflogen, erst hatte ich ja Befürchtungen du hättest vor mir bei Avis in der Schlange gestanden in Kapstadt aber da haben wir uns genauso knapp verpasst wie bei allen deinen Aktivitäten, war mir garnicht bewusst das wir so knapp hintereinander hergefahren sind....

Ich hab in Swellendam noch eine Besichtigung von "Supa Quick" gemacht und hab meinen Reifen reparieren lassen....

lg sasowewi
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #28
Hallo Sasowewi,
warum hast du denn nicht mal gepfiffen, dass ich mich umgedreht hätte? 🙂 😄
Ich habe übrigens auch eine Werkstatt besichtigt und zwar in Clanwilliam, wo der Dieselfilter gewechselt werden musste.
Gruß:
Burschi
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1'324 Beiträge · seit 201318. Nov. 2014 · #29
Die Unterkünfte kenne ich nicht, aber alles andere dafür umso besser.
Ich liebe Swellendam. Man kann da auch wunderbar essen.

De Hoop ist ein Traum. Einer der schönsten Plätze in Südafrika.

Bontebok fand ich auch sehr nett. Lohnt schon einmal da 2-3h zu verbringen. Die Unterkünfte dort sind komplett privat verwaltet und einfach herrlich (nur mal angeschaut).


Gruß!
der Joe
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200918. Nov. 2014 · #30
So, noch ein letzter Beitrag für heute, einfach, um Wilderness abzuschließen.
Heute erkunden wir den Wilderness Nationalpark. In der Reception des Parks sehe ich einen ausgestopften Knysnaturako. Auf meine Frage, ob es den hier gibt, heißt es, dass der immer im Camp zu sehen sei. Wir entscheiden uns für die Wanderung entlang des Flusses zum Was-serfall. Sehr schön gepflegte Wege, einmal den Fluss mit einer selbstgezogenen Fähre kreu-zen und Vögel beobachten: Malachitkingfischer, Schwarzkopfpirol und einige andere kommen vor die Linse, nur kein Turako. Als wir am frühen Nachmittag zurück im Camp sind, will ich schon wegfahren, da sehe ich ihn fliegen. Nichts wie hinterher! Und nach einigen Fehlversuchen, endlich das gewünschte Bild:

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Mit dem Auto fahren wir dann weitere Wege im Nationalpark ab und suchen an den Seen die Birdhides auf. Schreiseeadler, Zistensänger, Gelbschnabelente, Kammblässhuhn, Orixweber, Wiedehopf und viele mehr standen dann auf der „Vogelausbeuteliste“. Der Große Halsband-nektarvogel im Prachtkleid stand vorher auch auf der Wunschliste.


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Resümee: Zwei Tage für Wilderness waren zu wenig. In dem Ort und dem Park wären wir gerne länger geblieben.
Burschi
P.S. Zum Turako kommt morgen noch ein Nachtrag!
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298 Beiträge · seit 200718. Nov. 2014 · #31
Hallo Burschi,

du hast "meinen" Bericht geschrieben!!! Wir waren auch gerade 4 Wochen in SA und ich habe alle Wünsche in diese Reise gepackt, alles selber geplant, dann buchen lassen vom Afrika-Spezialisten und alles hat super geklappt. Meine Wünsche und Vorstellungen wurden noch weit übertroffen! Wir haben fast das Gleiche gesehen: Pingiune, Wale, Hippos, die Big 5 an einem Tag im Sabi Sand Park. Deswegen kommt mir alles so bekannt vor, was du schreibst! Danke für den tollen Bericht!

Herzliche Grüße
Silvy
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200919. Nov. 2014 · #32
So, da ich zu den Frühaufstehern zähle könnt ihr zum Morgenkaffe wieder ein Stückchen lesen:

Da es am nächsten Tag leider sehr trüb und windig und auf der Weiterfahrt ist, fällt deshalb die geplante Fahrt ins Nature Valley weg. Dafür gibt es noch einmal Vögel satt! Im „Birds of Eden“ bei Plettenberg. Das ist die größte Vogelvoliere der Welt mit ca. 5 ha Größe. Sie ist in einem Tal angelegt und mit großen Bäumen bestanden. Man geht auf Holzstegen durch die Landschaft und merkt gar nicht, dass man eigentlich wie die Vögel in einem Käfig läuft. An den Wegen sind Futterstellen, sodass die Vögel sehr nahe an die Besucher kommen. Bäche, Teiche und dichter Urwald gaukeln intakte Natur und verschiedene Biotope vor. Es sind nur wenige Besucher da, die sich verlaufen und vor allem: unendlich viele Fotomotive für einen Vogelliebhaber. Ja, und dann noch mal der Knysnaturako in all seiner Pracht:

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Das schlechtere Wetter hat man hier überhaupt nicht gemerkt. Auch das Mittagessen im kleinen Lokal in dem Park (Bobotie) war sehr lecker und empfehlenswert.
Für Landschaftsliebhaber ist ein Zwischenstopp in „The Heads“ bei Knysna lohnenswert.
Das heutige Ziel ist das „At the woods Guesthouse“ in Storms River Village bei Tsitsikamma.
(Schön und ruhig gelegenes Guesthouse, nettes Zimmer mit Balkon, Pool im Garten, schöne Aufenthaltsräume, recht übersichtliches Frühstücksbüfett. Negativ: Leider mussten wir die schweren Koffer in den ersten Stock selbst schleppen und wieder runter tragen.)


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Das Wetter bleibt kühl, windig, regnerisch. Wir fahren tags darauf in den Tsitsikamma Nationalpark und wandern zur Hängebrücke am Storms River Mouth. Schöne Fotos gibt es wegen des Wetters nicht und der Wanderweg ist auch nicht sonderlich attraktiv und die Hängebrücke hätte ich auch nicht gebraucht. Auf dem Rückweg kommen uns vier Busladungen Touristen entgegen, die alle auf die Brücke wollen. Dann wollen wir wenigstens im Restaurant noch schnell etwas aufwärmen und einen Happen essen. Denkste! Man verweist uns aus dem Lokal, wo zwar nur drei Tische besetzt sind, aber alles für die Bustouris reserviert ist, hinaus auf die windige kalte Terrasse. Nicht mit uns, da gehen wir gleich wieder und verlassen den Park, weil es inzwischen regnet. Nächste Station ist der „Big Tree“. Schöner großer Baum, aber das war´s dann auch schon. Weiter zur Storms River Bridge. Hätte ich auch nicht sehen müssen! Am späteren Nachmittag hat der Regen aufgehört, wir wandern durch den kleinen Ort, der den Eindruck einer Westernstadt macht mit einem Rock´n Roll Lokal mit Elvis-Memorabilien – brauche ich auch nicht in Afrika! – und einer gerade ankommenden Busmannschaft vor dem besten Lokal des Örtchens. Wir wandern noch etwa eine Stunde den „Goesa Trail“, der uns noch ein wenig versöhnt, denn der alte Baumfarnbestand wegen dem der Wanderweg angelegt wurde, gibt echtes Urwaldfeeling. Das war das einzig Nette an Tsitsikamma, denn auch das Abendessen im „Bistro @ Bitou“ ist ein wenig fad ausgefallen.

Nach zwei schlechteren Tagen scheint wieder die Sonne und wir verlassen Tsitsikamma auf N2 und N10 zum Addo Elefant Park für die nächsten beiden Tage. Landschaftlich schönster Abschnitt ist die Fahrt über den Olifantskoppass. Dann noch 50 km Gravelroad zum Teil entlang an leuchtend blühenden Opuntienfeldern nach Kuzuko, einem privaten Gamereserve im Norden des Addo.
An der Reception müssen wir das Auto abstellen und werden mit dem Jeep zur 10 Minuten entfernten Lodge gebracht. Die Fahrt dauert aber etwas länger, weil uns ein „mustiger“ Ele-fantenbulle die Straße streitig macht.



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Die Kuzuko Lodge ist sehr schön gelegen auf einem Hügel mit Blick von den Häuschen auf eine etwas weiter entfernte Wasserstelle. Rings um die Häuschen eine blumengeschmückte Anlage, in der man ein wenig spazieren gehen kann. Die Häuschen sind geräumig mit Balkon mit schönem Ausblick und einem abgetrennten Nasszellenbereich. Außerdem Schreibtisch mit Steckdosen, was ich sehr schätze. Sehr schön gelegener Pool. Das Essen am Abend (4-Gänge-Menü) und am Morgen ist sehr gut, herausragend ist der Mittagssnack. Sehr lecker!

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Die Gamedrives von ca. zwei Stunden sind je am Nachmittag bis zum Abend mit Sundowner und am Morgen. Wir waren zwei Tage hier und ich fasse die wichtigsten Sichtungen gleich zusammen. Eine größere Elefantenherde und zwei männliche Löwen bekamen wir gleich am ersten Tag zu sehen.

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Neben verschiedenen Antilopen und Giraffen sahen wir am zweiten Tag noch Büffel. An beiden Tagen suchten die Guides allerdings den Geparden vergeblich. Und das trotz eines Senders am Hals. Über eine Stunde sind wir jeweils neben den Pads durch den Busch gerumpelt ohne ihn zu finden und auch die ständig ausgestreckte Antenne half nicht weiter. Wahrscheinlich lag er hinter einem Busch auf dem Rücken, die Pfoten auf dem Bauch und hat sich über die Touris totgelacht. 😄 😄 😄 Übrigens waren alle Leittiere der verschiedenen Arten besendert, damit man sie auch ja findet. Das garantiert zwar Sichtungen, aber ich bin davon nicht so begeistert, denn Tiere mit Halsbändern auf den Fotos finde ich nicht so prickelnd. Dass wir den Geparden nicht gesehen haben, fand ich nicht so schlimm, denn in 15 Jahren Namibia habe ich ausreichend Big Five gesehen und die Buchung im Addo war nur wegen des „Afrika-Tiere-Feelings“ 🙂 Am zweiten Abend durften wir dann noch ein heftiges Gewitter miterleben. War aber nicht gebucht und wurde auch nicht extra berechnet!
🙂
Demnächst weiter in einem anderen Park!
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 24. Nov. 2014
1'324 Beiträge · seit 201319. Nov. 2014 · #33
Ist diese Lodge offen zum Addo oder mit einem Zaun getrennt?


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200919. Nov. 2014 · #34
Hallo Joe,
Lodge und das Gelände - ich weiß nicht wie viele ha - sind durch Zäune vom Addo-Hauptgebiet abgetrennt.
Gruß:
Burschi
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200920. Nov. 2014 · #35
Heute geht es zu einem weiteren Höhepunkt der Reise
Nach dem Gamedrive am Morgen verlassen wir Kuzuko und fahren in das nächste private Gamereserve, den „Kariega Game Reserve“, wo wir in der Ukhozi Lodge ein eigenes Häuschen bekommen. Das war die absolute Spitzenunterkunft der Reise! Überdachter Stellplatz für das Auto neben dem Haus, geräumige Wohnzimmer, Schlafzimmer und Bad, Terrasse mit toller Aussicht in ein Tal und eigener kleiner Pool. Drei Mahlzeiten am Tag, wobei auch der Mittagslunch ein echtes Mittagessen und nicht nur ein Snack war. Hervorragende Küche mit allen Getränken inklusive (auch Wein und Bier) und auch die gut bestückte Minibar. Ich will gar nicht wissen, was die zwei Tage hier gekostet haben, aber wert waren sie es allemal.

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Pro Tag gibt es auch hier zwei Gamedrives. Schon bei der eigenen Einfahrt in die Lodge sehen wir viele Tiere (Blessböcke,Impalas, Gnus usw.) Der Höhepunkt gleich beim ersten Ga-medrive! Wir fahren auf einer engen Pad und es kommt uns eine Elefantenherde entgegen. Die Guide (weiblich) weicht nicht aus, sondern bleibt stehen. Die ganze Herde geht in wenigen Zentimetern am offenen Auto vorbei. Wir spüren den Atem der Tiere. Adrenalin pur! Erst recht, als sich der riesige Bulle am Auto vorbeischiebt!
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Dann bleibt die Herde um das Auto herum stehen und wir können ca. 45 Minuten lang zu-schauen. Dabei sind die Spielchen eines etwa ein Monat alten Elefantenbabys besonders spaßig, weil es noch nichts mit seinem Rüssel anzufangen weiß und wie ein Kind herumtollt.

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Leider sind die Fotos nicht in der Qualität, wie ich sie gerne hätte, denn an diesem Nachmittag hat es immer wieder mal geregnet.
Eine weitere Begegnung an diesem Tag erfreut uns einerseits, bedrückt uns leider aber auch. Wir begegnen einer Breitmaulnashornkuh mit ihrem ebenfalls ein Monate altem Baby. Sie hat keine Scheu und auch das Kleine nicht. Leider hat die Kuh aber keine Hörner mehr. Man hat allen Nashörnern in diesem Gamereserve die Hörner abgesägt, zum Schutz vor Wilderern, die mit einem Horn soviel Geld verdienen können, wie sonst in ihrem ganzen Leben nicht. Und die Wilderei hat im vergangenen Jahr in Südafrika Hunderten von Nashörnern das Leben gekostet, wobei auch auf säugende Mütter keine Rücksicht genommen wird

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Das Gamereserve Kariega ist sehr wildreich und man kann mit etwas Glück eine große Palette von afrikanischen Tieren sehen. Besonders erwähnenswerte Begegnungen waren neben den Elefanten und Nashörnern die Büffel, Nyalas und Wasserböcke.
Angeboten wird auch eine Flussfahrt mit einem großen Motorfloß. Da dies aber etwas mehr Arbeit ist, muss man den Guide schon mit guten Worten überreden, denn die gehen lieber auf „Löwenjagd“. Ich selbst freue mich über ein paar seltene Vögel aber mehr als über den x-ten Löwen meiner „Afrika-Karriere“, was nicht für jeden Guide nachvollziehbar ist, besonders dann, wenn er bei der Vogelbestimmung etwas schwach auf den Beinen ist.
Für mich erfreuliche Vogelbeobachtungen kurz hintereinander waren die drei Adler: Schreiseeadler, Schopfadler und Kronenadler.
Resümee: Kariega lohnt auf jeden Fall einen Besuch und ist ein Höhepunkt jeder Reise. Von vielen Tieren kann man hier sehr gute Fotos machen. Ich möchte aber den Bericht damit nicht sprengen.
Ab Morgen wendet sich die Reise dann wieder nach Westen.
So weit für heute:
Viele Grüße:
Burschi

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zuletzt bearbeitet 20. Nov. 2014
1'366 Beiträge · seit 201120. Nov. 2014 · #36
Erst recht, als sich der riesige Bulle am Auto vorbeischiebt!
Hallo Burschi, tolle Erlebnisse und die Unterkunft schaut ja mal genial aus 🤩 das darf ich zu Hause nicht zeigen 😉
War dein Bulle nicht ne Kuh 😗

So ein Gnubild im Sonnenuntergang schwebt mir auch noch vor. Schade dass es nicht scharf ist, dann wäre es perfekt!

Kann man in dem Kariega Game Reserve nur an organisierten Gamedrives mitmachen oder darf man da selbst fahren, ggf. mit einem Guide?
Gruß Thorsten :) Thorsten Hanewald Photography Auf den Spuren der Gnus - Tansanias Norden Zu Besuch im Angama Mara Camp (Mara Triangle) Masai Mara intensiv " Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
8'057 Beiträge · seit 200820. Nov. 2014 · #37
Coucou Burschi,

Bei diesen Unterkünfte kann ich mir schon vorstellen dass deine Wünsche erfüllt wurden!!! 😄

Das Bild mit dem Elibaby finde ich einmalig. 🙂

Danke für's Mitnehmen. 😎

Es grüsst
Annick
Südafrika 2014 http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/281763-miam-miam-und-mamamia.html Namibia 2014 [http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283810/-die-frenchies-in-namibia.html] Tansania 2015 [http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/285247-tansania-auf-jeden-fall-wieder.html] Uganda/Ruanda 2015 {http://namibia-forum.ch/forum/160-diverses/286948-uga,html} Tanzania 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/158-diverses/288428-rei,html} Südafrika/Simbabwe 2016 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/290185.html} Südafrika Garden Road 2018 {http://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/295032-the-garden-road-ein-bisschen-anders.html Malawi 2018{http://namibia-forum.ch/forum/154-diverses/296097-reisebericht-malawi-august-2018.html}
Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200920. Nov. 2014 · #38
Hallo Thorsten,
das Bild vom Elefanten mit Auto ist natürlich eine Kuh! 🙂 Ganz so doof bin ich auch nicht. 🙂 Aber der Bulle wäre selbst mit einem Weitwinkel aus der Distanz nicht vernünftig ins Bild zu bringen gewesen. Ich wollte nur zeigen, wie nah die Distanz war.
Den Bullen liefere ich halt dann mal nach: 🤩

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Das mit dem Gnu hätte ich auch gern schärfer gehabt, aber leider stand es etwa 400 m weit weg. Und dann musste ich es aus dem Bild auch noch etwas herausnehmen, weil darüber ausgerechnet noch eine Leitung lief, die den Bildaufbau gestört hat. Zudem hatte der Guide wenig Geduld und wollte ins Camp zurück. Naja, besser als nichts, man kann halt nicht alles perfekt haben.
🙁
Gruß:
Burschi
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Themenstarter4'141 Beiträge · seit 200920. Nov. 2014 · #39
@ Thorsten:
Im Kariega sind keine privaten Fahrten möglich, sondern nur mit Guides.
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1'324 Beiträge · seit 201320. Nov. 2014 · #40
Danke für die schönen Eindrücke.
Auch wenn ich mit so kleineren privaten Schutzgebieten immer gewisse Probleme habe.


Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania