Kriminalität

193 Antworten · 31,2k Aufrufe · gestartet 24. Okt. 2014 von Rainer 1
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80 Beiträge · seit 201304. Jan. 2025 · #161
ewbabmiz schrieb:
1 + 1 = 2 ist bloß die Meinung der Herrschenden. Objektive Wahrheiten gibt es schließlich nicht.
Habe ich das gesagt?
Du musst schon ein bisschen genauer und mitdenkend lesen. Gerne auch meine obige Nachricht an Sanne, in der einige Antworten auf dein Statement vorweggenommen sind.
Man muss 1 + 1 = 2 in Frage stellen dürfen. Nur durch solche abweichenden Meinungen kann die Wissenschaft zu neuen Erkenntnissen kommen. 1 + 1 = 397,28 hat deshalb ein Recht darauf, als gleichwertige Meinung anerkannt zu werden. Und wer das nicht tut, ist ein Feind der Meinungsfreiheit und der Wissenschaft!
Wenn du meinst ... 😉
Könntest du vielleicht einen oder zwei Leute zitieren, die genau das behaupten (ich meine: außer dir)?
Du baust hier nämlich einen Popanz auf, der nicht das Geringste mit den real existierenden Diskussionen zu tun hat.
Schon die von Dir immer wieder gewählten Begrifflichkeiten wie "herrschende Meinung" statt "wissenschaftlicher Konsens" machen klar, wo Du steht und wie Du den Diskurs entgleisen lassen willst.
[Hervorhebung von mir]
Damit wir uns richtig verstehen: würdest du mir zustimmen, dass dieser Satz weit entfernt von objektiver Wahrheit ist, nämlich eine Unterstellung oder freundlich ausgedrückt: deine persönliche Meinung?
Du klingst so ähnlich wie Elon Musk, der sich selbst als Meinungsfreiheitsabsolutist propagiert, auf seiner Plattform X aber das Gegenteil praktiziert.
Potzblitz! Ich wusste gar nicht, dass Elon Musk die X-Einträge seiner Gegner wegzensiert bzw. ihnen ihre Meinung abspricht.
Und es gibt immer noch Menschen, die naiv genug sind, darauf hereinzufallen. Er pusht nur rechte und rechtsextreme Meinungen, arbeitet sich an der angeblich fehlenden Meinungsfreiheit in Demokratien wie Deutschland und Brasilien ab, aber der unerschrockene Kämpfer für die absolute Meinungsfreiheit hat noch nie ein negatives Wort zur nicht existenten Meinungs- und Pressefreiheit in China verloren. Ach, da hat der absolutistische Meinungsfreiheitskämpfer ja finanzielle Interessen, die dem entgegenstehen.
Er "pusht" gar nichts, im Gegenteil. Die Algorithmen von X sind transparent - im Gegensatz zu den Algorithmen etwa von Facebook. Was er tut: er lässt kontroverse Meinungen zu, so werden z.B. die Meinungsäußerungen seiner Feinde und Gegner genauso wenig wegzensiert wie die Meinungsäußerungen seiner Fans.
Ob er "nie" ein negatives Wort zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit in China verloren hat, weiß ich nicht, da ich nicht alle Meinungsäußerungen des Elon Musk verfolge. - Ist das bei dir anders? Bist du in heimlicher Hassliebe von seinem Account hypnotisiert und verfolgst jede seiner Äußerungen? Oder ist das eine bloße Unterstellung bzw. eine nicht bewiesene Meinung?

Was die finanziellen Interessen betrifft: du meinst, der Gefolgsmann des erklärten China-Gegners Trump habe finanzielle Interessen in China, aber nicht in der EU? Das hätte ich gern belegt.
Zumindest bei einigen der von Dir angesprochenen Themenbereiche wie Klimapolitik gibt es einen klaren wissenschaftlichen Konsens.
Das erinnert mich daran, dass du nicht auf meine Frage geantwortet hattest, ob du es für möglich hältst, dass der Wissenschaftsbetrieb - auch - von Fragen der Projektfinanzierung, der persönlichen Karriereplanung und anderen wissenschaftsfernen Aspekten beeinflusst wird.
Ich hatte nicht auf eine Antwort insistiert, in der Annahme, dass du und ich ganz genau wissen, dass es wissenschaftsfremde Einflüsse im Wisssenschaftsbetrieb sehr wohl gibt.

Man denke nur daran, was Biologieprofessoren heutzutage mitunter erdulden müssen, wenn sie insistieren, es gebe nur zwei biologische Geschlechter.
https://www.spiegel.de/wissenschaft/berlin-humboldt-universitaet-sagt-vortrag-von-biologin-marie-luise-vollbrecht-ab-a-e5ec957e-39fb-46fa-8571-8f65f7f2e6a6
https://www.newsweek.com/neuroscience-professor-removed-apa-discussion-after-saying-there-are-only-two-genders-1591697
Und bei diesem Thema kann man wirklich sagen: 1+1=2. 😎
571 Beiträge · seit 200604. Jan. 2025 · #162
XynxNet schrieb:Was kommt dir daran komisch vor? Die Beute passt doch zu 6 Touris.
2 Fahrzeuge, man geht schlafen, alle 6 smartphones liegen in einem Wagen (so ein Pech, genau in den wird eingebrochen), dazu die außergewöhnliche Bargeldsumme (ja, es gibt bestimmt Gründe, in Namibia 2.000 Euro in bar mitzuführen, dazu noch 20.000 Nam$), noch ein tablet und nur! ein Pass.
Nun ja, der Thread soll ja auch Tipps liefern, also, bitte: solche Dinge mit ins Dachzelt nehmen, auch die Kamera (die war hier nicht dabei???).

Nun lass ich es dabei, das war ja nur ein Einlass in einen viel früheren Beitrag und stört, sorry dafür, den Lesefluss der aktuellen Ideologie äh, Philosophie - Diskussion.

steinbeisser
80 Beiträge · seit 201304. Jan. 2025 · #163
steinbeisser schrieb:
XynxNet schrieb:Was kommt dir daran komisch vor? Die Beute passt doch zu 6 Touris.
2 Fahrzeuge, man geht schlafen, alle 6 smartphones liegen in einem Wagen (so ein Pech, genau in den wird eingebrochen), dazu die außergewöhnliche Bargeldsumme (ja, es gibt bestimmt Gründe, in Namibia 2.000 Euro in bar mitzuführen, dazu noch 20.000 Nam$), noch ein tablet und nur! ein Pass.
Nun ja, der Thread soll ja auch Tipps liefern, also, bitte: solche Dinge mit ins Dachzelt nehmen, auch die Kamera (die war hier nicht dabei???).
Nicht nur die Kamera, auch wir waren nicht dabei. 😁
Deshalb: nix Genaues weiß man nicht.

Aber ist es durchaus denkbar, dass eines der Fahrzeuge die Möglichkeit bietet über Nacht Smartphones zu laden, die anderen aber nicht.
Wir haben in unseren Land Rover extra eine Steckdose einbauen lassen, die auch funktioniert, wenn kein Motor läuft. Dort laden wir für gewöhnlich über Nacht Dinge, die wir tagsüber entweder brauchen und deshalb nicht laden können, oder die beim Fahren nicht geladen werden können (z.B. Wackelkontakt am Router, stehende Zahnbürste).
Dann gibt es Leute, die den möglichen Missbrauch von Kreditkarten kritischer finden als den möglichen Diebstahl von Bargeld. Ich zum Beispiel.
Und schließlich: Pässe sind manchmal im Fahrzeug (z.B. Cubybox unseres Defender) und manchmal in der Handtasche, die sich im Dachzelt befindet. Und ganz manchmal sind sie nicht alle am selben Platz. 😉
128 Beiträge · seit 202405. Jan. 2025 · #164
my4seasons schrieb:Könntest du vielleicht einen oder zwei Leute zitieren, die genau das behaupten (ich meine: außer dir)?
Du baust hier nämlich einen Popanz auf, der nicht das Geringste mit den real existierenden Diskussionen zu tun hat.
Genau das ist halt das übliche Argumentationsmuster von Euch. Wenn man Euch widerlegt oder in einem Beispiel konkret wird, dann heißt es jedes Mal: "Ne, das war ja gar nicht gemeint. Das habe ich ja gar nicht gesagt." Und dann wiederholt Ihr Eure These.
my4seasons schrieb:Er "pusht" gar nichts, im Gegenteil. Die Algorithmen von X sind transparent - im Gegensatz zu den Algorithmen etwa von Facebook.
Ah, wunderbar. Jetzt wird es mal konkret. Zeig mir bitte, wo ich die angeblich "transparenten" Algorithmen einsehen kann. Den Link bitte. Twitter hat vor 2 Jahren mal einen Teil des Codes auf Github veröffentlicht. Einen Teil. Und das nie mehr aktualisiert. Der Algorithmus ist vollständig intransparent. Aber wissenschaftliche Untersuchungen, niedergeschrieben in wissenschaftlichen Papieren, belegen, dass Posts von Elon Musk selbst massiv gepushed werden und die von viele rechten und rechtsextremen Accounts auch. Es gibt Belege, dass Journalisten ungerechtfertigt gesperrt werden. Das Links zu liberalen Medien absichtlich behindert werden usw. Links zu Mastdon ausgefiltert werden usw.
my4seasons schrieb:Ob er "nie" ein negatives Wort zum Thema Meinungs- und Pressefreiheit in China verloren hat, weiß ich nicht, da ich nicht alle Meinungsäußerungen des Elon Musk verfolge. - Ist das bei dir anders?
Das ist ziemlich einfach: wenn Elon Musk jemals China kritisieren würde, gäbe es Schlagzeilen und Beiträge in allen Medien. Man könnte das unmöglich nicht mitbekommen. So wie man jetzt nicht nicht mitbekommen kann, wie Musk die AfD promotet und zu deren Wahl aufruft, weil alle Medien reihenweise Artikel dazu bringen.
my4seasons schrieb:Was die finanziellen Interessen betrifft: Du meinst, der Gefolgsmann des erklärten China-Gegners Trump habe finanzielle Interessen in China, aber nicht in der EU? Das hätte ich gern belegt.
Wenn Elon Musk die Meinungsfreiheit in China kritisieren oder Xi so bepöbeln würde, wie er Scholz und Steinmeier bepöbelt, dann hätte er mit Tesla größte Probleme in China. Das haben unzählige andere Unternehmen da schon erlebt. Er weiß, dass er das dagegen in einer Demokratie mit Meinungsfreiheit wie Deutschland machen kann, ohne dass es Konsequenzen für ihn hat. Das Trump alles aus China mit Zöllen belegen will, juckt Musk nicht im Geringsten. Er exportiert aus China nur nach Asien und Europa, nicht in die USA. Das betrifft ihn nicht. Das Trump (wie auch Biden) China von Hochtechnologie abschneiden will, ist ebenfalls zum Vorteil von Musk.
my4seasons schrieb:Das erinnert mich daran, dass du nicht auf meine Frage geantwortet hattest, ob du es für möglich hältst, dass der Wissenschaftsbetrieb - auch - von Fragen der Projektfinanzierung, der persönlichen Karriereplanung und anderen wissenschaftsfernen Aspekten beeinflusst wird.
Ja, natürlich kann das mindestens im Einzelfall sein. Das taugt aber nicht, um den gesamten Wissenschaftsbetrieb zu diskreditieren und die große Verschwörungstheorie von der Klimalüge mit hunderttausenden beteiligten Wissenschaftlern zu stricken.

Viele Grüße
2'462 Beiträge · seit 200605. Jan. 2025 · #165
Auf Seite 3 hat Carsten Möhle vor zehn Jahren Vermeidungsstrategien von Überfällen skizziert. Windhoek ist ungefähr so groß wie Hannover. Ich wüsste nicht, wann je ein Reiseveranstalter, ein Guide, ein Kenner Hannovers vergleichbar mit Carsten Ähnliches über die Landeshauptstadt Niedersachsens schrieb.

Und natürlich ist die Behauptung, später der Witz und letztlich die Meinung, Namibia wäre gleich sicher wie Deutschland, eine Erde-Scheibe-Meinung.

Lustig ist auch die frühere Aussage, man würde sich in Windhoek eben vorsichtig wie in jeder anderen Metropole verhalten, z.B. Barcelona. Eine Hauptstadt ist nicht automatisch eine Metropole und Barcelona hat dreimal so viele Einwohner.

Den Diskurs zu Elon Musk finde ich grundsätzlich wichtig, aber dafür wäre ein eigener Thread sicherlich sinnvoll.

Liebe Grüße Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'462 Beiträge · seit 200605. Jan. 2025 · #166
Im Übrigen ist es natürlich völliger Unsinn, die herrschende Meinung als Meinung der Herrschenden zu bezeichnen. Dies geht auf das alte Rom zurück und bezieht sich auf die Mehrheit von Einschätzungen von Rechtsgelehrten. Ob diese nun gleichzeitig Herrscher waren, war völlig unerheblich. Sachkunde war allerdings erwartet.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
208 Beiträge · seit 201614. Jan. 2025 · #168
Hallo Dino
Na wenn das die Experten von der Frankfurter Rundschau so sagen, dann wird das schon so stimmen 😎
727 Beiträge · seit 200814. Jan. 2025 · #169
Sunerf schrieb:Hallo Dino
Na wenn das die Experten von der Frankfurter Rundschau so sagen, dann wird das schon so stimmen 😎
Die Risk Map wird nicht von der FR herausgegeben, sondern von A3M. Die beschäftigen sich hauptsächlich und professionell mit Risikobewertung für Reisen, insbesondere für Firmen, die Ihre Mitarbeiter ins Ausland schicken.

Hier die Quelle: https://www.global-monitoring.com/corporate/risikokarte/

Den FR Bericht hab ich nur geposted, weil da schon in der Überschrift Namibia mit Deutschland gleichgestellt wird.
zuletzt bearbeitet 14. Jan. 2025
80 Beiträge · seit 201315. Jan. 2025 · #170
Was davon zu halten ist, sieht man, wenn man sich die Karte insgesamt anschaut:
USA - sicherer als Thailand, China und genauso sicher wie Irland, Oman? 😄
2'462 Beiträge · seit 200615. Jan. 2025 · #171
Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst? Das ist doch ein Vergleich, der völlig hinkt. Wir sind uns vermutlich auch einig, dass Europa eher Ziel von Terroranschlägen ist als Namibia.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'096 Beiträge · seit 200915. Jan. 2025 · #172
Sanne schrieb:Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst? Das ist doch ein Vergleich, der völlig hinkt. Wir sind uns vermutlich auch einig, dass Europa eher Ziel von Terroranschlägen ist als Namibia.
Ja?

Ich zitiere:
“ Die Risikoeinstufung setzt sich aus folgenden Sicherheitskategorien zusammen:
Kriminalität
Demonstration / Unruhe
Terrorismus
Bewaffneter Konflikt“

Von Erdbeben und Hurricans kann ich da nichts lesen. Das bspw. schwere Stürme das Reiserating von Mosambik in bestimmten Monaten beeinflussen, ergibt ja wohl Sinn, denn diese Stürme können zu einer echten Bedrohung werden, sofern Menschen das nicht wissen und nicht wissen, wie sie reagieren müssen.
Da es weder in Deutschland, noch in Namibia diese Ereignisse gibt, hat das auch keinen Einfluss. Weder saisonal, noch ganzjährig.

Die Ratings dieser Karte verdeutlichen ein Problem: die gefühlte Beurteilung, oftmals von Einheimischen, die Risiken ganz anders wahrnehmen. Die Firma wird diskreditiert und ins Lächerliche gezogen. Das passiert dann, wenn die Ergebnisse eben nicht mit dem eigenen Gefühl übereinstimmen.

Liebe Grüsse
Guido
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2025
1'096 Beiträge · seit 200915. Jan. 2025 · #173
Nachtrag: bevor hier weiterer Unsinn erzählt wird, anbei ein Blogbeitrag der Seite, der verdeutlicht, wie bspw. Erdbeben einfliessen. es geht dabei immer um die touristische Sichtweise. Ich wüsste beim besten Willen nicht, was daran schlecht sein soll.
Wie ich oben bereits erwähnte, hat das keinen Einfluss, wenn ein Ereignis nicht vorhanden ist. Damit ist das Risikoereignis „neutralisiert“.

Erläuterung hier: https://www.global-monitoring.com/blog/2024/04/09/die-abdeckung-von-erdbeben-im-global-monitoring/

Liebe Grüsse
Guido
88 Beiträge · seit 202015. Jan. 2025 · #174
Sanne schrieb:Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst?
Kommt auf den Leser an. Wer einfach allgemein wissen will, ob es "sicher" ist, in einem bestimmten Land zu reisen, ohne eine spezifische Gefahr hervorzuheben, für den mag sowas nützlich sein.
Es ist halt ein extrem pauschalisierter Überblick.
Sanne schrieb:
Wir sind uns vermutlich auch einig, dass Europa eher Ziel von Terroranschlägen ist als Namibia.
Nö.
Die Gefahr, als Tourist in Europa Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden, dürfte vermutlich in Sachsen und Thüringen am höchsten sein, insbesondere sofern man eine dunkle Hautfarbe hat 😛
Aber: die absolute Gefahr, Opfer eines Anschlags zu werden, dürfte eventuell bspw. in der Zambezi-Region in Namibia nicht zu vernachlässigen sein.
Dass es dort bisher keinen Fall gegeben hat, reduziert ja nicht die potentielle Gefahr durch Separatisten, die es dort durchaus noch gibt.

Wohlgemerkt: ich sage nicht, dass die Gefahr in Namibia tatsächlich höher IST, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie in Namibia wirklich geringer ausfällt.
1'096 Beiträge · seit 200915. Jan. 2025 · #175
Warum ist es ein Unterschied, ob ich in Windhoek am Abend ein Taxi nehmen soll, um von Joes Beerhouse sicher in meine Unterkunft zu gelangen oder ob davon abgeraten wird, am Abend am Jungfernstieg in Hamburg zu laufen?

Den Unterschied gibt es nur im Kopf desjenigen, der die Nachricht liest. Die Gefahren dürften sich nicht deutlich unterschieden. Der Jungfernstieg, als „Prachtmeile“ Hamburgs ist seit mindestens 2016 in Hand von migrantischen Jugendgangs, auch wenn das gerne mal von weltfremden Politikern negiert wird.

Separatistenanschläge im Caprivi? Wann genau wurden Touristen hier Opfer in den sagen wir letzten 30 Jahren? Das würde mich doch sehr interessieren.

Liebe Grüsse
Guido
Gast15. Jan. 2025 · #176
Buitepos schrieb:
Nö.
Die Gefahr, als Tourist in Europa Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden, dürfte vermutlich in Sachsen und Thüringen am höchsten sein, insbesondere sofern man eine dunkle Hautfarbe hat 😛
So ein Schmarrn. Wann bitte ist denn in den letzten Jahren in Thüringen oder Sachsen jemand mit dunkler Hautfarbe Opfer eines terroristischen(!) Anschlags geworden. Ich kenn keinen Vorfall. Andersrum aber ne Menge. Aber schön wieder den Osten verächtlich machen...
PS: Und wenn man sich dann noch ne Kippa aufsetzt kippt es endgültig zu Ungunsten Deutschlands.
(Und bevor jemand (sanne?) jetzt einbringt, das sei lächerlich: nein, das meine ich ernst)
zuletzt bearbeitet 15. Jan. 2025
2'462 Beiträge · seit 200615. Jan. 2025 · #177
Seyko schrieb:
Sanne schrieb:Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst? Das ist doch ein Vergleich, der völlig hinkt. Wir sind uns vermutlich auch einig, dass Europa eher Ziel von Terroranschlägen ist als Namibia.
Ja?

Ich zitiere:
“ Die Risikoeinstufung setzt sich aus folgenden Sicherheitskategorien zusammen:
Kriminalität
Demonstration / Unruhe
Terrorismus
Bewaffneter Konflikt“

Von Erdbeben und Hurricans kann ich da nichts lesen. Das bspw. schwere Stürme das Reiserating von Mosambik in bestimmten Monaten beeinflussen, ergibt ja wohl Sinn, denn diese Stürme können zu einer echten Bedrohung werden, sofern Menschen das nicht wissen und nicht wissen, wie sie reagieren müssen.
Da es weder in Deutschland, noch in Namibia diese Ereignisse gibt, hat das auch keinen Einfluss. Weder saisonal, noch ganzjährig.

Die Ratings dieser Karte verdeutlichen ein Problem: die gefühlte Beurteilung, oftmals von Einheimischen, die Risiken ganz anders wahrnehmen. Die Firma wird diskreditiert und ins Lächerliche gezogen. Das passiert dann, wenn die Ergebnisse eben nicht mit dem eigenen Gefühl übereinstimmen.

Liebe Grüsse
Guido
in den Erläuterungen zu den Farben wird ausdrücklich darauf hingewiesen.

Zitat: Gewaltkriminalität gegen Reisende ist selten und es gibt keine herausragenden Risiken durch die Bereiche Naturgefahren und Gesundheit. Sicherheitskräfte und Rettungsdienste sind schnell und zuverlässig verfügbar. Es gibt hohe Standards in den Bereichen Transport und Infrastruktur. Terroristische Organisationen können im Lande tätig sein, allerdings sehr beschränkt. Eine abstrakte terroristische Bedrohungslage wird daher hier nicht erfasst. Gewaltsame Proteste sind eher selten und/oder lokal begrenzt. Streiks betreffen sehr selten elementare Dienstleistungen (z.B. nie oder äußerst selten Polizei- und Ärztestreiks). Unwetterlagen sind zwar vorhanden, diese sind allerdings selten großflächig zerstörerisch.

Wieso sollten die auf diese Themen verweisen, wenn sie gar keine Rolle für die risk map spielten? Wenn die Erläuterungen nicht zu den Grundannahmen passen, muss man sich nicht wundern, dass Menschen Statistiken anzweifeln. Ich erstelle doch auch keine Statistik über die Entwicklung der Löwenpopulation in Namibia und gebe Ausführungen ab, es gibt keine Löwen in Kanada.. 😄
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
2'462 Beiträge · seit 200615. Jan. 2025 · #178
Buitepos schrieb:
Sanne schrieb:Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst?
Kommt auf den Leser an. Wer einfach allgemein wissen will, ob es "sicher" ist, in einem bestimmten Land zu reisen, ohne eine spezifische Gefahr hervorzuheben, für den mag sowas nützlich sein.
Es ist halt ein extrem pauschalisierter Überblick.
Sanne schrieb:
Wir sind uns vermutlich auch einig, dass Europa eher Ziel von Terroranschlägen ist als Namibia.
Nö.
Die Gefahr, als Tourist in Europa Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden, dürfte vermutlich in Sachsen und Thüringen am höchsten sein, insbesondere sofern man eine dunkle Hautfarbe hat 😛
Aber: die absolute Gefahr, Opfer eines Anschlags zu werden, dürfte eventuell bspw. in der Zambezi-Region in Namibia nicht zu vernachlässigen sein.
Dass es dort bisher keinen Fall gegeben hat, reduziert ja nicht die potentielle Gefahr durch Separatisten, die es dort durchaus noch gibt.

Wohlgemerkt: ich sage nicht, dass die Gefahr in Namibia tatsächlich höher IST, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie in Namibia wirklich geringer ausfällt.
Übergriffe auf Ausländer - ja. Terroristische Anschläge im Osten - nein. Es sei denn, Du zählst Berlin-Weihnachtsmarkt mit, der liegt aber im ehemaligen Westen.
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
727 Beiträge · seit 200815. Jan. 2025 · #179
Sanne schrieb:Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst? Das ist doch ein Vergleich, der völlig hinkt. Wir sind uns vermutlich auch einig, dass Europa eher Ziel von Terroranschlägen ist als Namibia.
Genau. Eigentlich ist die Frage nach der Kriminalität schon Unsinn.
Wenn überhaupt interessiert mich (und ich spreche hier für niemand anderen) nur das Gesamtrisiko.
Es ist schon ein bisschen lächerlich, wenn hier ständig die Kriminalität in Namibia diskutiert wird, während das Risiko im Straßneverkehr zu sterben gerne ignoriert wird. Aber jeder ist ja ein super Autofahrer. Da passiert schon nix.

Aber eigentlich wollte ich mich inhaltlich gar nicht einmischen, sondern nur mal Bauchgefühl durch Fakten ersetzen.
Tut mir leid, wenn für den ein oder andren die Fakten nicht sein Bauchgefühl bestätigen.
80 Beiträge · seit 201315. Jan. 2025 · #180
Buitepos schrieb:
Sanne schrieb:Welchen Sinn macht es, in Bezug auf Kriminalität in einem bestimmten Land eine risk map zu bemühen, die auch Gefahren aufgrund von Erdbeben, Hurricans und Co. umfasst?
Kommt auf den Leser an. Wer einfach allgemein wissen will, ob es "sicher" ist, in einem bestimmten Land zu reisen, ohne eine spezifische Gefahr hervorzuheben, für den mag sowas nützlich sein.
Es ist halt ein extrem pauschalisierter Überblick.
Es ist nicht nur ein extrem pauschalisierter Überblick, der auch sehr große Länder ohne jegliche Differenzierung bewertet.
Beispiel - Indien: es wird ein himmelweiter Unterschied sein, ob man in Kerala oder in Kaschmir unterwegs ist.

Sondern es ist auch eine politisch eingefärbte Karte.
Derartige Karten stellen den sogenannten "Westen" regelmäßig als Hort der Glückseligen dar, während der größte Teil der Welt angeblich mehr oder weniger fragwürdig bis gefährlich sein soll.
Ein sehr guter Gradmesser der politischen Verblendung oder Manipulation ist offensichtlich USA, das teilweise sehr hohe Kriminalitätsrisiken aufweist, mehr als 200 Millionen Schusswaffen im Umlauf hat und von zunehmender Armut und gesellschaftlichen Spaltungstendenzen gekennzeichnet ist. Wenn ein solches Land "grün" ist, dann hat das mit einer korrekten Bewertung nichts zu tun. Die ganze schöne Karte ist dann nur zu belächeln.

In diesem Zusammenhang auch sehr schön: China. Das soll sicherheitstechnisch mit Brasilien vergleichbar sein? Ernsthaft? 😄 Worin genau besteht denn die gelbe Gefahr? Läuft man in China Gefahr sogar innerhalb von Restaurants überfallen zu werden - oder liegt es eher daran, dass China der globale Konkurrent der USA ist und man deshalb China nicht genauso positiv oder besser bewertet als z.B. England, wo es eine steigende Messerkriminalität und ein gewisses Risiko von Terroranschlägen gibt?

Anderes Beispiel - Russland: inzwischen ist es tatsächlich problematisch nach Russland zu reisen, nicht zuletzt aufgrund massivster westlicher Sanktionen, die das Reisen erschweren bis unmöglich machen, aber auch wegen zunehmenden Terroranschlägen - also korrekt orange.
Aber nach Ansicht gewisser westlicher "Experten" war Russland zu keinem Zeitpunkt so sicher wie USA mit seinen kriminalitätsbelasteten Städten. - Das kann doch nur jemand glauben, der noch nie einen Fuß nach Russland gesetzt hat.

Zu guter Letzt möchte ich Armenien erwähnen: die aktuelle, extra betonte bessere "Sicherheitsbewertung" hängt nicht etwa rein zufällig damit zusammen, dass dessen Regierung sich neuerdings deutlich NATO & EU zuwendet und von Russland sowie der EAWU abwendet? 😉
Tatsächlich ist die Sicherheitslage in Armenien unverändert (gut). Wenn irgendwas, hat sich in Armenien die Sicherheitslage höchstens verschlechtert, da nicht jeder den politischen Kurs von Paschinjan goutiert. Und ganz sicher ist Armeniens Sicherheitslage nicht besser als die in Georgien. Das sind also eindeutig politische Bewertungen sachfremder Art.

So mancher neigt aber leider immer noch dazu selbst ernannten oder von interessierten Kreisen als Experten dargestellten Personen und Organisationen zu glauben, ohne den eigenen Kopf zu benutzen und die Dinge zu hinterfragen. Und das, obwohl wir in den letzten Jahren jeden Grund hatten angebliche Expertisen anzuzweifeln.

Kurzum: Solche Maps haben mMn allenfalls Unterhaltungswert.
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