MIMidowThemenstarter3 Beiträge · seit 201416. Okt. 2014 · #1
Erst einmal ein fröhliches Hallo
Auch ich möchte das Forum einmal loben für seinen Umgangston und die Antworten (gelesene), sehr gut!
Zur Vorstellung : Ich 55 (Deutscher, selbständig) , meine Frau 34 (Hausfrau, geb. in Namibia) und Sohn (Deutscher) 2 Jahre. Bislang haben wir immer 6 Monate Urlaub in NAM gemacht und mich zieht Namibia schon kräftig an. Wir sind am überlegen, ob wir doch nicht irgendwann nach Namibia auswandern. Der Plan, nach 5 Jahren nach Namibia ziehen, damit unser Sohn in Namibia zur Schule geht. Ich möchte mich hier mehr mit Menschen austauschen, die das namibische Leben gut kennen (Alltag) mit Kindern usw. Wie sind die Schulen (Privat bevorzugt)? Die Politische Lage in Namibia? Wo wohnen? Krankenversicherung? Am liebsten in Otjiwarongo.
willkommen im Forum. Beantworte Dir gerne Deine konkreten Fragen. Wenn Deine Frau einen namibischen Pass hat, ist eine Aaswanderung ohne größere Probleme möglich. Ansonsten: Vergesst es!
Schulen: gibt es gute und sehr gute private (größte Auswahl in Windhoek) und einige gute staatliche. Politische Lage: Lies mal die Tagespresse Wohnen: tja, das müsst ihr entscheiden, wo ihr wohnen wollt (erstmal welche Stadt?); bedenkt, dass Mietangebote rar sind und Namibia den teuersten (25 Preissteigerung im letzten Jahr) Immobilienmarkt der Welt nach Dubai hat (siehe aktuelle Statistiken) Krankenversicherung: gibt es "privat" und ist etwa so teuer wie in D (je nach Leistung ab N$ 1500 bis 8000 pro Monat)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA schrieb:wo ihr wohnen wollt (erstmal welche Stadt?)
Christian, er schreibt "am liebsten Otjiwarongo" 😐 Was der Grund ist warum ich bisher nicht geantwortet hab, Ich weiss nicht ob es da eine gute Schule gibt, nur dass die besten weiterfuehrenden Schulen in Windhoek und Swakopmund sind. Mit dem Miet- und Immobilienmarkt dort kenn ich mich auch nicht aus...weiss nur dass die Haeuser da auf jeden Fall guenstiger sind als in Windhoek/Swakop.
Konkretere Fragen wuerde ich natuerlich ebenfalls gerne beantworten wenn ich kann.
Christian, er schreibt "am liebsten Otjiwarongo" 😐
ja, aber "am liebsten" klang für mich nicht wirklich konkret 🙂 Deshalb meine Nachfrage. Wenn man nichts mehr arbeiten muss, dann ist das natürlich frei zu entscheiden... ansonsten sollte sich "Midow" konkretere Gedanken machen (Arbeit etc.)
Viele Grüße "nach nebenan" Christian
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Cruiser2'530 Beiträge · seit 201122. Okt. 2014 · #6
Midow schrieb: Zur Vorstellung : ..., meine Frau 34 (Hausfrau, geb. in Namibia)
Mit NAM Geburtsurkunde bekommt sie locker einen Pass! 🙂
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
nur damit Du eine andere Perspektive hast, schreibe ich. Wie Du entscheidest, ist ja Deine Sache. Da ihr ein Kind habt, ist ein Auswandern auch im Hinblick auf Euer Kind zu bewerten. Und da solltet Ihr Euch über einige Dinge klar werden.
Wir kennen mehrere Familien mit schulpflichtigen Kindern, die nach D ausgewandert sind, weil es aus deren Sicht im Hinblick auf die Kinder mehr Vorteile in D gab. Dazu nannte man uns:
Schulbildung ist in D kostenlos (außer Bücher und Material) - bei mehreren Kindern sind die Schulgebühren in Nam schon eine echte Belastung
Kinder können in D eine Schule erreichen, die es ihnen erlaubt bei den Eltern wohnen zu bleiben - In Nam gibt es ja gehäuft die Internatsversion
Kinder können in D ihren Schulweg selbst machen, ab einem bestimmten Alter natürlich und abhängig von der Strecke - in Nam können Kinder ihren Schulweg nicht allein machen, egal wie lang oder kurz er ist (das gilt besonders für Windhoek)
Wenn es Richtung Ausbildung geht, wird die Ausbildung in D immer noch sehr hoch gehalten. Einige möchte ganz explizit eine Ausbildung in Europa für ihre Kinder. Da hätte zwar auch ein Kind aus Nam gute Chancen, aber das Herausreißen aus sozialen Strukturen muss bedacht werden.
Die Studiermöglichkeiten in D sind vielfältiger und auch wohnortnah möglich. In Nam muss man für ein Studium oft weit reisen.
In SA sieht es für gut ausgebildete weiße Männer schlecht aus. Inwieweit das auch Namibia trifft, weiß ich nicht.
Auch wenn Du denkst, dass Schule, Ausbildung oder gar Beruf noch lange hin sind …. dem ist nicht so! Diese Zeit kommt schnell. (Ich bin selbst überrascht, wie schnell das geht!!)
Hierzu - sozusagen als Kontrastprogramm 😉 - ein paar Gedanken von jemandem, fuer den gerade auch die Zukunft des Kindes mit ein Grund war, nach Namibia auszuwandern:
Ein Internat kann ab einem bestimmten Alter sogar recht positiv fuer die Entwicklung eines Kindes sein. Ich kenne allerdings einige Farmer, die wegen der Kinder ein Flat in Windhoek haben. Auch eine Kostensache, klar.
Was den Schulweg angeht: es gibt durchaus Kinder, die diesen taeglich zu Fuss zuruecklegen, aber ja, sie sind in der absoluten Minderheit. Genauso wie ich es in D erlebt habe: an dem Gymnasium meines Sohnes herrschte mittags immer Verkehrschaos, da es den Kindern unmoeglich zugemutet werden konnte, ein paar Schritte bis nach Hause zu laufen 😐 Ich persoenlich halte nichts davon, den Nachwuchs zu verhaetscheln. Unser Sohn ist anfangs mit dem Fahrrad gefahren, danach mit dem Motorrad.
Ausbildung: wird hier unterschiedlich bewertet. Viele wollen deutsche Ausbildung, viele aber bevorzugen SA - teilweise studieren sogar manche in Windhoek an der UNAM (vor allem Medizin, da hierfuer Auslaendern in SA keine Plaetze mehr zur Verfuegung stehen). Ich halte es durchaus fuer positiv, wenn junge Menschen nach dem Abitur ihr Nest verlassen und lernen, voellig autark auf eigenen Beinen zu stehen und das Leben zu meistern Das foerdert die Selbststaendigkeit und das Erwachsenwerden. Die sozialen Kontakte werden ihnen nicht genommen: nie war es so leicht Kontakt zu halten wie heute...und in der neuen Umgebung kommen neue soziale Bindungen dazu. Meiner Meinung nach eine gute Sache.
Schulzeit in NAM muss nicht zwangslaeufig bedeuten, dass man sein ganzes Leben hier verbringen muss. Der Nachwuchs hat irgendwann die Moeglichkeit und auch die Verantwortung, fuer sich selber zu entscheiden wo er leben will.
In Namibia herrscht kein solcher Rassismus wie - offensichtlich - in SA.
lg WoMa
MIMidowThemenstarter3 Beiträge · seit 201428. Okt. 2014 · #9
Euch allen vielen, vielen Dank für die nette Begrüßung und die gute Antworten. Einiges haben uns zum überdenken gebracht...DANKE!